Wir sind “on tour”!

 

Reiseübersicht

Bonjour, mes amis!

Heute melde ich mich mal bei euch, die (bessere?) Hälfte von Uschi. Wir haben erfreulicherweise einen Campingplatz mit WLAN erwischt, sodass wir unsere Reisedokumentation wie versprochen fortsetzen können. Unsere Reiseroute, die ihr oben seht, haben wir inzwischen bis in die Camargue „abgearbeitet“.

Aber zunächst noch ein kurzer Rückblick auf die letzten Tage in Deutschland: Wir hatten ein wirklich schönes Mobiso-Treffen in Bad Dürrheim mit insgesamt 16 menschlichen und 5 hündischen Teilnehmern, je einer davon sogar aus Schweden!

Zu Bad Säckingen und Bad Bellingen hat Uschi ja schon berichtet, also mache ich mit dem Übergang nach Frankreich weiter. Dieser erfolgte bei schönstem Wetter und unsere Stimmung war entsprechend gut. Endlich on tour!!! Unsere erste Tagesetappe führte uns an Bourg-en-Bresse vorbei

Poulet de Bresse

bis zum „Vogelpark“ in Villars-les-Dombes. Diesen Tipp haben wir von den Einzelfahrern der Wohnmobil-Solisten und er stellte sich als wirklich gut heraus. Ein sehr großer (PKW-) Parkplatz, der jetzt in der Nachsaison sogar am Wochenende so wenig belegt wird, dass man sich ohne Probleme quer über mehrere Plätze stellen kann. Die offiziell ausgewiesenen 10 WoMo-Stellplätze haben wir gar nicht gefunden und auch nicht explizit gesucht 😉 Leider war es schon zu spät, um den Park zu besuchen und am nächsten Tag kamen mehrere Busladungen an, sodass wir entschieden, weiterzufahren und es auf der Rückfahrt im Frühling noch einmal zu versuchen.

Ich hatte mir gewünscht, als nächstes in Avignon oder Arles Station zu machen und Uschi hatte die in Frage kommenden Campingplätze herausgesucht. Da die meisten Campingplätze in Frankreich bereits Mitte September schließen, war die Auswahl sehr beschränkt und völlig überflüssig, wie sich herausstellen sollte. Bei Avignon wurde uns jede Abfahrt von der Schnellstraße in die Stadt bzw. zum Campingplatz verwehrt (Zufahrt für Fahrzeuge über 3,5 t verboten!), in Arles gelangten wir zwar problemlos bis zum Campingplatz, aber der war bereits geschlossen (ob nur für den Winter oder grundsätzlich, war nicht erkennbar, laut Campingführer hätte er noch offen sein müssen). Es blieb uns also nichts anderes übrig, als zähneknirschend weiterzufahren. Wir versuchten es zunächst mit dem östlichen Ende der Camargue und fuhren nach Port-St-Louis-du-Rhône. Dieser Teil der Camargue gefiel uns nicht besonders, nur steppenartige Landschaft und viel Industrie. Es sah absolut nicht so aus, wie man sich die Camargue vorstellt! Nach relativ eintöniger Fahrt endlich angekommen stellte sich heraus, dass man an der ausgewiesenen VE-Station zwar ent-, aber nicht versorgen konnte. Ein deutscher WoMo-Fahrer klärte uns auf, dass man Jetons braucht, die der Hafenmeister ausgibt, aber nicht am Wochenende! Er habe sich auch schon mal an den Bootsstegen mit der Gießkanne Wasser besorgt. Das wollten wir nicht und da uns der Stellplatz auch nicht wirklich zusagte, entschlossen wir uns, die ganze Strecke wieder zurückzufahren und es in Saintes-Maries-de-la-Mer zu versuchen.

Übersichtsplan Camargue

Wir wurden entschädigt und belohnt! Endlich fuhren wir durch die „richtige“ Camargue, die mit den weißen Pferden, den schwarzen Stieren und den Flamingos, die in Mengen rechts und links der Straße zu bewundern waren. Das alles wohl nur, weil die Landschaft hier zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Am Stellplatz gab es dann allerdings auch kein Frischwasser, weil es inzwischen schon 18 Uhr geworden war und die VE-Stationen täglich um 15 Uhr abgeschaltet werden. Um 15 Uhr hat der Stellplatzwächter Feierabend, die Zufahrtsschranke bleibt geöffnet, ankommende Mobilisten können, wenn sie entsprechend früh am nächsten Morgen wieder fahren, umsonst übernachten, sollen dann aber nicht auch noch umsonst ent- und versorgen können. Also fiel das Waschen vor dem Zubettgehen diesen Abend aus 😉

Am nächsten Tag war es erst mal so wie immer, wenn wir in Südfrankreich sind: es stürmte! Wir wagten uns trotzdem an den Strand, der direkt vor dem Stellplatz begann, mit dem Erfolg, dass wir „sandgestrahlt“ wurden. Aber das Gefühl, endlich mal wieder barfuß durch das Mittelmeer zu waten, machte alles wett. Nachts wurden Oscarlotta und wir ordentlich durchgeschüttelt und da machte es fast nichts mehr, dass pünktlich um 8 Uhr die Schaufelbagger direkt vor unserer Windschutzscheibe sehr laut anfingen, die Wellenbrecher zu verbreitern. In regelmäßigen Abständen kam ein LKW mit neuen riesigen Felsbrocken, fuhr sehr entschlossen in die Lücke zwischen uns und dem Nachbarmobil, um dann rückwärts die Rampe hochzufahren und mit unglaublichem Getöse seine Steine von der Ladefläche rutschen zu lassen! Wir blieben trotzdem!!! Der Blick auf das Meer direkt vor uns, das überraschend nette Städtchen, das tolle Sommerwetter ab dem dritten Tag versöhnten uns mit allem. Hier möchten wir noch einmal hin (und dann sind die Wellenbrecher ja auch sicher fertig!).

Am 6. Oktober fuhren wir sagenhafte 39 km weiter bis in die Nähe von Aigues-Mortes. Dort gibt es einen Wohnmobilstellplatz „in der Pampa“. Er wurde zwar betrieben, war auch sehr groß und gut gestaltet, aber absolut leer! Kein weiteres WoMo! Wir beschlossen, trotzdem keine Angst haben zu müssen, dass uns oder Oscarlotta etwas zustoßen könnte und fuhren per Rad in das mittelalterliche Städtchen mit seiner noch vollständig erhaltenen Stadtmauer. Als wir durch den Mauerbogen in den Innenbereich gegangen waren, wusste ich, dass ich hier vor ca. 30 Jahren schon mal war! Es ist schon erstaunlich, was das Gehirn alles abspeichern und wieder aufrufen kann, nach so langer Zeit.
 
 

 
 
Als wir zum Stellplatz zurückkamen, waren 6 weitere Wohnmobile da und am nächsten Tag trudelten 30 weitere ein, ein französisches Clubtreffen! Wir wurden rundherum völlig zugeparkt. Ein weiterer Radausflug in die entgegengesetzte Richtung nach Le Grau-du-Roi war dann eher ein Flop, sehr touristisch mit basarähnlichen, schon sehr an spanische Märkte erinnernde Verkaufs-„Verschläge“. Lediglich der Hafen und die Straßen rechts und links davon waren sehenswert. Aber da das Wetter immer noch traumhaft sommerlich war, hat es trotzdem Spaß gemacht, zumal die Fahrt auf Schotterwegen immer zwischen dem Kanal und dem Etang je-ne-sais-pas entlang ging, wo wir aus nächster Nähe Flamingos bewundern konnten.

Übrigens sind palavernde, sich voneinander verabschiedende Franzosen auch nicht wesentlich leiser als Bagger! Als wir aufstanden, war der Platz wieder (fast) genauso leer wie bei unserer Ankunft.

9. Oktober

Seit gestern sind wir nun wieder ein winziges Stückchen weiter, stehen auf einem niedlichen, kleinen Campingplatz direkt am Meer in der Nähe von Sète, den uns ein Stellplatznachbar empfohlen hatte. Er hatte auch etwas von WLAN gesagt und – große Freude – der Internetzugang ist sogar kostenlos!!! Leider stürmt es schon wieder, draußen sein macht nicht wirklich Spaß und so kommt ihr in den Genuss dieser Aktualisierung. Ich hoffe, ihr habt Freude daran! Jetzt verabschiede ich mich erst einmal und übergebe wieder an Uschi.

à bientôt – hasta luego – ciao – cul8r – bis die Tage – eure Ingrid

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