Klein-Manhattan

 

Leider mussten wir unseren kleinen italienischen Freund letzte Woche wieder abgeben, aber vorher haben wir natürlich noch ein paar Fahrten gemacht, u. a. nach Benidorm! Ja – das muss sein, wenn man schon so kurz vor der Costa Blanca ist. Es gibt ja zwei Hauptmeinungen zu Benidorm, die einen finden es absolut schrecklich und die anderen finden es toll. Wir stellen euch einfach mal ein paar Fotos vor.

Wir sind übrigens bei Nieselregen hier losgefahren und unterwegs wurde es immer heftiger. Nachdem wir die Abfahrt zum Einkaufszentrum hinter Benidorm verpasst hatten, fuhren wir dann doch zuerst nach Villajoyosa. Dort war Uschi mit ihrem Sohn Anfang der 90er-Jahre einige Male während der Weihnachtsferien auf einem Campingplatz, den ich dann im Winter 02/03 auch noch kennengelernt habe. Wir wussten, dass es ihn, wie alle anderen auch, inzwischen nicht mehr gibt, wegen geplanter Bauvorhaben. Jetzt wollten wir sehen, was gebaut worden ist und waren schon auf Hotel- oder Appartementblöcke gefasst. Und was ist? Wie so oft in Spanien: Viele Straßen und jede Menge Straßenlaternen, ein großer Bauzaun um das gesamte Areal und innerhalb eine Strandpromenade, die niemand benutzen kann! Info: Wenn die Straßenlaternen stehen, können finanzielle Zuschüsse beantragt werden. Dann kam aber wohl auch hier die Finanzkrise dazwischen. Und so ist aus mehreren schönen Campingplätzen direkt am Meer Brachland geworden, es ist zum Weinen! Wenigstens das Wetter wurde dann noch richtig schön 🙂


Fallas in Dénia

 

Heute war der Haupttag im Fallas-Geschehen und Dénia ist nach Valencia die wichtigste Stadt im Fallas-Fieber. Die 10.180 Ferienapartments sind seit Wochen vollständig ausgebucht, seit 2005 war die Nachfrage nicht so hoch. Die Preise liegen bei bis zu 300 Euro/Nacht! Seit 1947 wird hier ohne Unterbrechung Fallas gefeiert. Es gibt 11 Fallas-Vereine und für den Bau der 11 großen sowie der 11 Kinder-Fallas wurden insgesamt mehr als 900.000 Euro ausgegeben, obwohl das Budget in dieser finanziell schwierigen Zeit schon “etwas gekürzt” wurde. Hinzu kommen noch die Ausgaben für Blumenschmuck, Pyrotechnik (dazu später mehr), Veranstaltungen und die Gagen der Musikvereine. Alles wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Werbeanzeigen in den Festprogrammen finanziert und wird von der Stadtverwaltung bezuschusst, in diesem Jahr “nur” mit 69.000 Euro (2010 waren es noch 156.000 Euro!). Rund 2.500 Personen sind am guten Gelingen der Feierlichkeiten beteiligt. Die Vorbereitungen laufen das ganze Jahr über. Jede Falla-Vereinigung beauftragt einen Künstler mit dem Bau der Figur. Es wird festgelegt, unter welchem sozialkritischen Motto die Gesamtfigur stehen soll. Dabei geht es sowohl um nationale als auch ortstypische Themen, die das Volk beschäftigen. Über Monate hinweg werden dann die Einzelfiguren, Ninots genannt, in riesigen Hallen in akribischer Detailarbeit angefertigt. Fallas fängt immer am 15. März an, dann werden die Ninots an ihre Standplätze gebracht und dort aufgebaut. Es stehen immer eine “große” Falla und eine Kinder-Falla nebeneinander. Die Kunstwerke wiegen bis zu 10 Tonnen und können bis zu 30 Metern hoch sein. In den nächsten drei Tagen können die Gesamtkunstwerke von der Bevölkerung besichtigt werden und werden von einer Jury bewertet. Und schon am 19. März (also noch heute Nacht) werden erst die Kinder-Fallas verbrannt und danach alle anderen, wobei die schlechtplatzierteste als erste gegen Mitternacht (!) drankommt. Bis alles fertig ist, kann es früher Morgen werden. Und das alles passiert, für uns völlig unvorstellbar, mitten in den Wohngebieten, teilweise nur wenige Meter von den Häusern entfernt!!!

Das “Salz in der Suppe” ist aber an jedem Tag die “mascletà”, ein WIRKLICH ohrenbetäubendes Böllerkonzert. Es findet um 14 Uhr vor dem Rathaus und heute auch noch an anderen Plätzen statt und es verkündet den Beginn des Verbrennens um Mitternacht. Wer sich nicht die Ohren zuhält, riskiert, dass ihm das Trommelfell platzt! Und dazu knallen die Kinder und Jugendlichen während der Festtage ständig und überall wie an Silvester. Auch jetzt hören wir Böller von Oliva her – und das ist 7 Kilometer entfernt!

 
mascletà (2) mascletà (1) mascletà (3) mascletà (4)

Es gab natürlich heute in der ganzen Stadt viel Musik, dazu auch hier die Blumenumzüge. Da fast die gesamte Innenstadt für Autos gesperrt und noch dazu Feiertag war, konnten wir wunderbar alles anschauen. Ein paar Momentaufnahmen seht ihr noch hier, die Fotos von den Falla-Figuren findet ihr im Album. Viel Spaß beim Anschauen!

 
Musikumzug (1) Musikumzug (2) Musikumzug (3) Musikumzug (4) Musikumzug (5) Musikumzug (6) Musikumzug (7) traditioneller Kopfschmuck (1) traditioneller Kopfschmuck (2)

Fallas-Figuren anzeigen
vollständiges Album bei WindowsLive:

Fallas

 

Angesichts der fürchterlichen Katastrophen in Japan kommt uns die Beschäftigung mit unserem Blog sehr banal vor. Wir haben uns aber trotzdem dafür entschieden, weiterzumachen, da auch wir für Japan ja nicht mehr tun können als beten und spenden.

Heute möchten wir euch von FALLAS berichten, einem traditionellen Fest in Valencia und Umgebung. Bevor wir euch aber jetzt lang und breit erklären, was Fallas ist, lest es doch besser hier nach:

https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Fallas

http://www.spanien-abc.com/Die-Fallas-in-Valencia.621.0.html

Bis zu 300.000 Menschen, Valencianer und Touristen, vertreiben so jedes Jahr gemeinsam die bösen Geister. Im Prinzip wird bei den „Fallas“ das Fest der Frühjahrssonnenwende mit christlichen Traditionen wie den Blumenopfern für die „Virgen de los Desamparados“, der Schutzpatronin der Stadt Valencia, vermischt.
Für die Festtage und die zahlreichen Veranstaltungen kleiden sich die Teilnehmer mit ihren traditionellen Trachten. Jeder Fallas-Verein wählt sogar zwei Festköniginnen, die „Fallera Major“ (für die Erwachsenen) und die „Fallera Infantil“ (für die Kinder). Den Blumenumzug gab es heute auch hier bei uns in Oliva, ob es zu Ehren derselben Schutzheiligen war, wissen wir leider nicht. Es war sehr eindrucksvoll und wir hoffen, euch mit den Fotos eine kleine Freude zu machen! Die Fotos von den Ninots (Fallasfiguren) liefern wir nach, wenn wir noch in Dénia waren.

Und dann konnten wir noch eine ganz normale spanische Familie mit Opa (abuelo), Oma (abuela), Papa, Mama und den zwei süßen Töchterchen/Enkelinnen (hijas/nietas) beobachten. Der stolze Papa hat nicht aufgehört zu fotografieren 😉


Rundgang über den Eurocamping in Oliva

 

Heute ist Freitag, 11. März, draußen ist es grau in grau, es regnet und windet bei 9°C, auf gut norddeutsch „Schietwetter“. Eigentlich wollten wir heute Nachmittag mit unserem kleinen „Italiener“ eine Fahrt ins Nachbarstädtchen Gandía machen. Der Stadtbummel entfällt aber, bei Regenwetter bleiben wir lieber zu Hause und machen einen „Höhlentag“. Für euch bedeutet das einen neuen Blogeintrag 😉

Vor kurzem habe ich (Uschi) mal wieder einen kleinen Rundgang über unseren Campingplatz gemacht und die für Camper interessanten Einrichtungen und Stellplätze fotografiert. Vielleicht bekommt dadurch die/der eine oder andere Lust, auch einmal hierher zu fahren.

Bevor ihr die dazugehörigen Fotos anschauen könnt, noch ein paar Infos zum Platz:

GPS-Daten (aus ADAC-Campingführer): 38°54’20“N / 0°3’60“W(!)

Preis – Beispiele (Winter): 1ÜN mit Wohnmobil oder Wohnwagen incl. 2 Personen und Strom (6A), bei Aufenthalt von mind. 30 Tagen 13,50 €, mind. 60 Tagen 12,80 €, Dünenplatz+2.30 € (exclusive 8% Mehrwertsteuer).

Nun die versprochenen Fotos (Titel wie immer mit Mauszeiger zu sehen):

Ausflug nach Calpe

 

Gestern sind wir nach Calpe gefahren und habe Freunde besucht, die dort auf dem Campingplatz sind. Der Platz hat uns zwar nicht gefallen (wenige Möglichkeiten für große Mobile), aber Calpe selbst ist nicht schlecht. Es wird allerdings gerade in der Altstadt ziemlich gebaggert, da man eine Fußgängerzone errichten will. Klar, dass diese Arbeiten im Winter gemacht werden. Es gibt aber noch zwei sehr schöne Strandpromenaden; Strand eher weniger, was im Sommer sicher problematisch sein wird. Und besonders eindrucksvoll ist natürlich das Wahrzeichen der Stadt: der „Peñon de Ifach“ (Peñon = Felskuppe). Wir hatten leider nicht wirklich Fotografierwetter, aber dafür sind mir noch ein paar ganz vertretbare Fotos (mit meinem Handy!) gelungen, finde ich (Ingrid).