Stellplätze nach/ab/seit Dänemark

 
 
Hier kommen noch ein paar Stellplatzbeschreibungen “zum Nachfahren” für die Mobilisten unter unseren Lesern!

1. WohnmobilPark Schacht-Audorf bei Rendsburg (Bordatlas 2012 S.480)

28 große Plätze; 10 €/Nacht; VE; Strom(münz)säulen

54°18’11’’N/9°42’38’’O

Ein besonderer Platz direkt am Nord-Ostseekanal mit Blick auf die großen “Pötte”. Wir hatten leider nicht das Glück, einen Platz in der 1. Reihe zu ergattern, aber da wir nur eine Nacht bleiben wollten, war es uns nicht so wichtig. Es war auch so beeindruckend genug, wenn fast direkt vor der Windschutzscheibe riesige Containerschiffe vorbeiziehen.

Nach Rendsburg gelangt man per Rad am Kanal entlang und dann über die Schwebefähre unter der Eisenbahnhochbrücke über den Kanal. Rendsburg gefällt uns immer wieder gut!

Schacht-Audorf (1) Schacht-Audorf (2) Schacht-Audorf (3) Schacht-Audorf (4) Schacht-Audorf (5) Schacht-Audorf (6) Schacht-Audorf (7) Schacht-Audorf (8) Schacht-Audorf (9)

2. Stellplatz “Gaststätte Moorstübchen” in Rieste am Alfsee (Bordatlas 2012 S.463)

25 große Plätze; 12 €/Nacht (incl. Dusche); Strom 50 Cent/KW; Müll 2 € (einmalig); VE; neue Sanitäranlage mit Dusche, WC, Spülküche, Waschmaschine+Trockner

52°28’41’’N/7°59’21’’O

Ein noch ganz neuer, netter, sehr ruhiger, gut betreuter Platz ganz in der Nähe des Campingparks “Alfsee”. Dort waren wir nur zum Wasserski-, Dauercamper- und Touris-gucken und froh, dass wir anschließend und vor allem nachts unsere Ruhe hatten 😉 Fotos haben wir keine gemacht.

3. Wohnmobil-Park “Am Eifelbad” in Bad Münstereifel (Bordatlas 2012 S.142)

26 große Plätze; 6 €/Nacht (incl. Strom); zzgl. 1 €/Person Kurtaxe; VE; Duschmöglichkeit im Hallen- und Freibad (erm. Preis für 2 Std. 3,60 €)

50°32’53’’N/6°45’49’’O

Der Platz liegt ruhig im Grünen unmittelbar neben dem Bad. Der Ort ist zu Fuß (oder per Rad) gut erreichbar, klein, aber nett mit teilweise sehr hübschen Fachwerkhäusern. Heino-Café 😉 (normalerweise!) Fotos haben wir keine gemacht.

4. Stellplatz “Am Lago” in Heinsberg (Bordatlas 2012 S.290)

44 große Plätze; 10 €/Nacht; Strom(münz)säulen; VE

51°4’25’’N/6°5’33’’O

Sehr schön gelegen direkt an einer Grünanlage, eingezäunt mit Schranke (von Hand zu öffnen), mit Blick auf den See, ein kleines Café in der Nähe, sehr ruhig (bei Badewetter fraglich). Stadt in fußläufiger Entfernung, sehr nett. Rundweg um den See ca. 3 km. Die Gänseherde ist besser als Kino, vor allem, weil immer wieder Spaziergänger mit Brot vorbeikommen. Wir wussten bisher nicht, wie lustig rennende, flügelschlagende Gänse aussehen! Öfter lautes Geschnatter!!!

Heinsberg (1) Heinsberg (2) Heinsberg (3) Heinsberg (4) Heinsberg (5) Heinsberg (6)

5. Reisemobilhafen “Am Holländer See” in Geldern (Bordatlas 2012 S.255)

55 große Plätze; 7 €/Nacht (3-Tages-Ticket 17 €); Strom(münz)säulen; VE (sehr großzügig!)

51°30’40’’N/6°19’43’’O

Sehr viele ausgearbeitete Radtouren mit genauen Kilometerangaben (gratis in Heftform mit Beschreibung der Sehenswürdigkeiten am Wegrand) bis nach Holland, See direkt neben dem Platz (Rundweg ca. 1 km), Bäckerwagen am WE um 8:30 (!), ruhig, nettes Städtchen in fußläufiger Entfernung.

Am Holländer See (1) Am Holländer See (4) Am Holländer See (2) Am Holländer See (3) Am Holländer See (5) Holländer See (1) Holländer See (2) Geldern (1) Geldern (2)

Hier bleiben wir aus zahntechnischen Gründen 😦 noch eine weitere Woche! Aber da 1. endlich der Sommer ausgebrochen ist, 2. wir wieder einen Smart gemietet haben (diesmal weiß/silber) und 3. unser Stellplatz wirklich schön im Grünen liegt (siehe Foto 1), gibt es Schlimmeres, finden wir!

Uschis Beitrag Nr.1 während des “Sommerlochs!”

 
Jaaa, normaaalerweise…

…würde ich dieses Quietschrosa nicht als Farbe für einen Blogeintrag wählen und dieser Beitrag gehört sowieso wahrscheinlich normalerweise nicht in diesen Blog. Trotz allem möchte ich zu diesem Thema mal so einiges los werden.

Wie oft das Wort normalerweise normalerweise gebraucht wird, fällt erst auf, wenn man es sehr oft innerhalb kurzer Zeit als nichtssagende Entschuldigung hört. Uns lief dieser Begriff abnormal (Gegenteil von normalerweise) häufig diesen Sommer über den Weg.

Nun zu einigen Beispielen aus unserem aktuellen Leben:

Wir stehen auf einem teuren Campingplatz an der “Blauen Lagune” auf einem extra ausgewiesenen Platzteil nur für Reisemobile. An einem Nachmittag kommen wir von einem Ausflug zurück und sehen, dass in nächster Nähe 4 junge Männer sich mit VW-Bus, Zelt und PKW niedergelassen haben. Die nächsten Stunden bis am nächsten Morgen um 4:00 Uhr halten sie sich an Bierdosen zu Schnaps fest, das massenhaft angefallene Leergut wird zu einem großen Haufen aufgeschichtet und die Musik- und Redelautstärke steigt proportional mit dem steigenden Alkoholpegel. Sie bleiben 3 Nächte und trotz Ansprache durch einen anderen Reisemobilisten ändert sich nicht viel. Als wir uns bei der Abreise in der Rezeption beschweren, kommt sofort das Wort nor…. zum Einsatz:

“Normalerweise stehen solche Campinggäste abgetrennt auf einer Extrawiese unter Gleichgesinnten. Außerdem kontrolliert normalerweise jede Nacht ein Nachtwächter den gesamten Platz und spricht bei solch massiven Störungen Ermahnungen oder sogar Platzverweise aus.”

Ein paar Tage vorher schon wurde die Frage von Ingrid nach dem angebotenen kostenlosen WLAN mit einem überzeugten “Ja, auf dem ganzen Platz” beantwortet. Leider zeigten unsere Geräte so rein gar nichts an! Auf Nachfrage kam ein junger Mann zur Überprüfung auf unseren Platz mit dem gleichen Ergebnis, nämlich keinem. Die prompte Entschuldigung war: norm……! WLAN ging die ganze Woche nicht oder nicht mehr.

Wir wissen bis heute nicht, warum die jungen Leute auf dem eigentlich “falschen Platzteil” tagelang alle anderen Mobilisten tyrranisieren durften und warum kein Nachtwächter anwesend war und einschritt. Außerdem ist bis heute ungeklärt, warum das WLAN doch nicht funktionierte, aber vielleicht erfährt man norm… bei längerem Nachfragen mehr oder auch nicht, wir haben es nicht probiert.

Normalerweise hätte ich all diese Campingplatzgeschichten hier nicht erwähnt, aber das Unwort – ihr wisst schon – verfolgt uns weiter.

Wir fahren auf dem Weg nach Kiel noch nach Rendsburg für einen kleinen Zwischenstopp. Beim Stadtbummel freuen wir uns auf eine bestimmte Imbissbude mit herrlichen Pommes, aber leider ist sie nicht mehr da wo sie noch vor 2 Jahren war. Enttäuscht fragen wir eine Passantin nach dem Verbleib und ihre Antwort war: NORMALERWEISE war sie immer hier…..schaaade!

Wir kommen ein paar Tage später auf der schwedischen Insel Öckerö auf dem Stellplatz am Hafen an. Als Ingrid Brodo nach einer verfügbaren Internetmöglichkeit fragt, meint er: “Normalerweise geht hier kostenloses WLAN, aber gerade heute ist was an der Antenne defekt, morgen Mittag soll es repariert sein.” Na ja, vielleicht normalerweise, aber leider in den Tagen unseres Besuches nicht mehr.

Auf der Rückreise in Aabenraa (DK) auf dem Stellplatz am Hafen kommt auf unsere Nachfrage nach WLAN auch wieder die von uns schon erwartete Antwort: ”Norm… schon, aber seit gestern…!” Wir rollen nur noch mit den Augen.

Zum – zum Thema passenden – Schluss erzähle ich noch eine kleine Episode, die wir vor ein paar Tagen in Bad Münstereifel erlebt haben. Beim Stadtbummel möchten wir uns das im Bordatlas angepriesene Café von Heino, das normalerweise im Städtchen Gäste bewirtet, ansehen. Wir finden das Haus, aber auf einem Schild steht, dass das Café für die Zeit einer gründlichen Renovierung umgezogen ist. Wir finden auch das Haus mit dem umgezogenen Café. Normalerweise hätte es auch geöffnet, aber ein nicht so normaler Wasserschaden verhindert dies erst einmal!

Jetzt bleibt für mich noch die Frage: Wer von euch kann mir wohl eine Definition von “normalerweise” geben? Ich habe schon mal Google und Wikipedia befragt, die normalerweise fast alle Fragen beantworten können, aber diese leider auch nicht. Zwinkerndes Smiley

Nach längerem Nachdenken fällt mir zwar immer noch keine Definition, aber eine absolut passende Frage zu diesem Thema ein:

“Wird wohl dieser Sommer noch so, wie er normalerweise sein sollte?”
 

Kleine Beschreibung zweier Campingplätze und eines Stellplatzes in DK

 
Auf der Rückfahrt von Göteborg nach Deutschland haben wir den “Landweg” gewählt. In diesem Beitrag möchte ich (Uschi) ein wenig näher auf die zwei von uns besuchten Campingplätze und einen Stellplatz eingehen. Den ersten Campingplatz wählten wir wegen seiner Nähe zu Kopenhagen. Zuerst die Adresse:

Hundige Strand Familiecamping (Weitere Infos unter www.hsfc.dk)
Hundige Strandvej 72
2670 Greve

Es ist ein ruhiger gemütlicher Platz (übrigens der älteste Campingplatz Dänemarks von 1926) in einem richtig schönen Park mit großzügigen Standplätzen. Die sanitären Anlagen sind einfach, aber zweckmäßig und sauber, Waschmaschine und Trockner sowie eine VE-Station sind vorhanden. Zur S-Bahn nach Kopenhagen oder Køge sind es nur 800 m. Die Fahrzeit nach Kopenhagen beträgt etwa 20 Min., nach Køge 15 Min. (In Kopenhagen waren dieses Jahr leider fast alle großen Plätze eine Großbaustelle wegen des U-Bahnbaus, trotzdem hat sich der Besuch gelohnt. Besser hat mir wieder ein ausführlicher Stadtbummel in Køge gefallen, es ist einfach ein niedliches Kleinstädtchen.) Shoppen und Lebensmitteleinkauf ist direkt beim Bahnhof Hundige in einem großen überdachten Einkaufszentrum möglich. Die Brötchen zum Frühstück gibt es beim Bäcker gegenüber vom Campingplatz. Beim Empfang trafen wir auf sehr freundliche deutschsprechende Rezeptionisten, die uns alle wichtigen Infos geben konnten. 17 € für eine Woche WLAN haben wir uns gegönnt.

02 Hundige Camping (1) 03 Hundige Camping (2) 04 Hundige Camping (3) 05 Hundige Camping (4) 06 Hundige Camping (5) 07 Hundige Camping (6) 08 Hundige Camping (7) 09 Hundige Camping (8) 10 Hundige Camping (9) 11 Hundige Camping (10)12 Hundige Camping (11) 13 Hundige Camping (12) 14 Hundige Camping (13)

Der zweite Campingplatz, den wir angefahren haben, liegt in nächster Nähe zur Storebæltbrücke etwa 2 km vor dem Städtchen Nyborg. Hier wieder zuerst die Adresse:

Nyborg Strand Camping
Hjejlevej 99
5800 Nyborg

Auch für diesen Campingplatz gilt: Die sanitären Anlagen sind einfach, aber zweckmäßig und sauber, Waschmaschine und Trockner sowie eine VE-Station sind vorhanden. Der Ausblick aus unserer Oscarlotta war grandios, denn wir standen hier in der 1. Reihe mit Blick auf die Ostsee und die Brücke. Leider kostete dieser Luxus extra, wie auch die Dusche. Für das auch hier gut funktionierende WLAN bezahlten wir etwa 6 € für 3 Tage. Die 2 km in die Stadt waren mit dem Fahrrad kein Problem auf einem prima Radweg, Lidl war etwa auf halbem Weg dorthin. Brötchen konnten wir am Platz bei der freundlichen Dame an der Rezeption bestellen. Auch sie sprach gutes Deutsch.

Nyborg Strandcamping (1) Nyborg Strandcamping (6) Nyborg Strandcamping (13)

Für die letzte Übernachtung etwa 30 km vor der Grenze bei Flensburg waren wir auf einem Reisemobil-Stellplatz am Yachthafen von Aabenraa. (Siehe Bordatlas Europa 2012 Seite 99 unter der Überschrift DK-6200 Apenrade anstatt DK-6200 Aabenraa.)

Aabenraa Sejl Clubs
Kystvej 55
6200 Aabenraa

Der Platz war riesig, direkt am Wasser, ruhig und in fußläufiger Entfernung zum hübschen Städtchen.

Gegen Gebühr gab es auch hier Duschen und Waschmaschine + Trockner.

Aabenraa (1) Aabenraa (2) Aabenraa (3) Aabenraa (4) Aabenraa (5) Aabenraa (6)

Mit 17€ Stellplatzgebühr pro Nacht war dieser Platz sehr viel günstiger als die Übernachtungen auf den Campingplätzen, die mit 32€ in Greve bzw. 41€ in Nyborg p.N. zu Buche schlugen.

Finanzielles Resümee dieser Reise war: Der Seeweg auf der Hinfahrt und der Landweg ohne Fährfahrt über die 2 großen Brücken kosteten bis auf 2€ GLEICH viel!

Wo Oscarlotta geboren wurde ;-)

 
 
Seit Sonntagabend stehen wir in Polch, neben und in der Werkstatt. Es gibt inzwischen einen Extra-Übernachtungsplatz für Mobile samt Eignern, die am nächsten Tag einen Reparaturtermin haben. Aber, wie das so ist, es standen mal wieder auch zwei Mobile dort, die definitiv keinen Termin hatten und am nächsten Morgen fröhlich wieder fuhren. Dabei war auf den übrigen Stellflächen Platz genug! Es verwundert uns immer wieder, wie dreist manche Menschen sind. Sogar an den Stromautomaten steht noch einmal ein Hinweis! Es muss offensichtlich alles reglementiert und dann aber auch kontrolliert werden. Bei Niesmann+Bischoff weiß man um das Problem und überlegt, wie man die Zufahrt durch eine Schranke regeln könnte.

Am Montag fuhren wir in einer Schlange von 5 Mobilen um 7:30 (!) in die Halle. Empfangen wurden wir, wie die anderen auch, von zwei Mechanikern, die sich in aller Ruhe anhörten, wie unsere Probleme aussehen und was wir im Vorfeld schon alles unternommen hatten. Als deutlich wurde, dass wir bei unserer verzogenen Heckklappe von einem Konstruktionsfehler ausgehen, wurde der nächste Vorgesetzte herbeizitiert. Der verlangte unser Serviceheft und zerschmetterte dann alle unsere noch gar nicht geäußerten Regressansprüche mit der Begründung, dass wir ja KEINE EINZIGE DICHTIGKEITSPRÜFUNG vorweisen könnten!!! Er wurde sehr schnell sehr unfreundlich und laut und stellte uns dar, als ob wir uns seit 5 Jahren um gar nichts gekümmert hätten. Und das Uschi!!! Wir haben uns bewusst gegen die jährlichen Dichtigkeitsprüfungen entschieden, da wir ja im Mobil leben und jede Undichtigkeit, jeden Wassereinbruch relativ sofort bemerken und beheben (lassen). Es wurde dann ein weiterer Verantwortlicher nächsthöheren Ranges bemüht, dem wurde aber auch nur das leere Serviceheft präsentiert. Die beiden Mechaniker waren offensichtlich etwas peinlich berührt vom Auftreten ihres Vorgesetzten und danach sehr überrascht, dass solch eine Heckklappe über 1000 € kostet! Im weiteren Verlauf stellte sich dann heraus, dass an der neuen Heckklappe ein wesentlicher Teil der Öffnungselektronik fehlte! War wohl schon einmal anderswo gebraucht und abgebaut worden! Also mussten die fehlenden Teile von unserer alten Klappe genommen werden und der verantwortliche Mechaniker entschied eigenverantwortlich, dass er uns dann auch nur den halben Preis dafür berechnet.

Wir verbrachten den Tag bis um 15:45 in der Lobby und in den diversen Ausstellungsräumen und Zubehörverkaufsläden der näheren Umgebung, sahen uns die neuen und gebrauchten Clous und Flairs und Artos an und stellten wieder einmal fest, dass wir kein schöneres Mobil finden würden. Wenn wir kaufen müssten, würde es echt schwierig! Das Heck war nach diesem ersten Werkstatttag fertig mit ausgewechselter Klappe (funktioniert zum ersten Mal in 5 Jahren richtig!) und erneuertem Dachheckspoiler. Übrig blieben unsere undichte Frontscheibe, der nicht mehr zuverlässig funktionierende Decken-Ventilator, der Austausch des Wasserhahns in der Küche sowie die seit Sonntagabend nicht mehr gängige Verriegelung des Küchenfensters. Da die Mechaniker inzwischen gemerkt hatte, dass wir eigentlich ganz nett sind, bekamen wir einen “irgendwie-dazwischen-schiebe“-Termin für den nächsten Tag um halb 10 nach der Frühstückspause.

Heute Morgen haben wir dann um einen Termin mit dem Servicedienstleiter (dem gestern nur das leere Serviceheft präsentiert wurde) gebeten und hatten ein sehr ruhiges, freundliches, ausführliches Gespräch mit einem sehr sympathischen jungen Mann. Wir haben sehr deutlich gesagt, dass wir uns gestern nicht gut behandelt gefühlt haben und haben auch noch einmal kurz umrissen, mit wie vielen Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten wir bei unserem Mobil von Anfang an zu tun hatten. Und dabei haben wir dann endlich mal erfahren, dass genau unser Jahrgang ganz viele Produktionsschwächen hatte. Es war ja der erste Jahrgang mit völlig neuem äußeren Design und offenbar daraus resultierenden Schwierigkeiten. Bereits nach einem Jahr sahen die Flairs ja schon wieder anders aus, weswegen wir ja auch nur sehr selten ein identisches Modell treffen. Der nette junge Mann lächelte bei vielen unserer Kritikpunkte leicht peinlich berührt, weil wir offensichtlich alles das ansprachen, was ihm hinlänglich bekannt war. Wir fanden es aber sehr bemerkenswert, dass er nicht versuchte, abzuwiegeln oder die Probleme zu beschönigen, sondern uns in allem Recht gab.

Um halb 3 war dann alles erledigt! Mein geliebter Frischluftventilator mit Regenwächter lief auch wieder problemlos auf und zu (es war die defekte Steuerplatine, Alexej!). Eigentlich hätte in dem Fall der gesamte Ventilator ausgetauscht werden müssen (Kostenpunkt ca. 300-400 €), aber da gab es doch irgendwo einen mit defektem Motor, aus dem unser netter Mechaniker die Steuerplatine ausbaute und uns nur 20 € (statt 100) dafür in Rechnung stellte 😉 Trotzdem belief sich unsere Endrechnung auf schlappe 2397,53 € und wir waren wieder einmal froh über unser regelmäßig befülltes Autokonto!

Heute Nacht bleiben wir noch hier stehen (nicht auf dem reservierten Stellplatz!) und ab morgen haben wir wieder Urlaub! Erst mal ausschlafen!!!


Hyggeligt Danmark

 

unsere Route Unsere Nordtour ist leider schon wieder zu Ende, aber Montag müssen wir in Polch bei Niesmann&Bischoff sein, um unsere diversen Undichtigkeiten beseitigen zu lassen ;-( Dänemark hat uns wieder richtig gut gefallen und uns Lust gemacht, irgendwann mal eine große Rundtour Jütland zu fahren. Es ist einfach nett und gemütlich hier mit sauberen kleinen Städtchen; viel Blumenschmuck, hübsche Häuschen, viel Wasser, viele Inseln, viele Brücken. So sind wir von Malmö nach Kopenhagen über die Öresundbrücke gefahren, ein tolles Bauwerk! Kostenpunkt für unser Mobil (Preisklasse 6-9 m): EUR 90,00.

Ungefähr 14 km südlich von Kopenhagen haben wir in Hundige auf einem sehr schönen Campingplatz Station gemacht (Uschi wird noch berichten) und sowohl Kopenhagen als auch Køge besucht. Während unseres Aufenthaltes war in Dänemark gerade Schulabschluss und wir konnten einen landestypischen Brauch beobachten: Die Schulabgänger fahren in Gruppen (Schulklassen?) auf der Ladefläche von geschmückten, beflaggten LKW durch die Straßen, mit lauter Musik, (viel) Alkohol, laut rufend, jubelnd, winkend, singend, tanzend. Das ging von Freitag bis Sonntag so, überall. Zu erkennen sind die Schulabgänger außerdem an ihren Seemannskäppis, die sie z. Z. ständig tragen.

Ein paar Kopenhagen- und Køgefotos:

Kopenhagen Nyhavn

Koge (1) Koge (2) Koge (3) Koge (4) Koge (5) Koge (7) Koge (13) Koge (11)Koge (8) Koge (6) Koge (10) Koge (12)

Hundige Strand (1) Hundige Strand (2) Hundige Hafen (3) Hundige Hafen (1) Hundige Hafen (2)

Unsere nächste Stadt sollte eigentlich Roskilde sein. Wir hatten zwar schon in Hundige auf Plakaten gelesen, dass ein paar Tage später das große “Roskilde-Musikfestival” stattfinden würde, aber wir glaubten, noch daran “vorbeischrammen” zu können. Dieses Festival ist aber seit seiner Entstehung 1971 unaufhaltsam immer beliebter geworden und inzwischen gibt es vor dem eigentlichen Beginn ein paar “Warm-Up”-Tage für die Frühankömmlinge. Und die begegneten uns scharenweise, Bierpaletten und Einkaufstüten schleppend, auf den letzten Metern zum Campingplatz. Den haben wir dann gar nicht erst angefahren, sondern beschlossen, Roskilde auf irgendwann einmal zu verschieben 😉 Das Festivalgelände allerdings ist absolut sehenswert und eine logistische Meisterleistung! Fein säuberlich getrennt Wiesen für Zelter, für Wohnmobile, für die PKW der Tagesgäste, einheitliche orangefarbige Zelte für die 25000 (!!!) freiwilligen Helfer, dazu kommen die diversen Bühnen mit allem, was dafür benötigt wird. Die Eintrittskarten sind mittlerweile auf ca. 80000 beschränkt worden. Es ist eines der größten Festivals Europas!

Wir fuhren dann weiter bis Nyborg auf der Insel Fünen. Seeland und Fünen werden seit 1998 von der absolut phantastischen Storebæltsbroen (Brücke über den Großen Belt) verbunden, der drittgrößten Hängebrücke der Welt. Auf unserer Fahrt mit StenaLine nach Göteborg waren wir unter ihr durchgefahren, allerdings waren wir da schon in unserer Kabine und haben es nicht mitbekommen. Von unserem Campingplatz hatten wir freien Blick auf die Brücke und jeden Abend um 23:30 tauchte die beleuchtete StenaLine auf, unterquerte die Brücke und zog ihre Bahn gen Göteborg! Wir haben immer schon auf sie gewartet 🙂 Wer auch einmal über die Brücke fahren möchte, kann schon einmal hier klicken!

Brücke über den Großen Belt Die StenaLine fährt vorbei

Nyborg ist ein nettes kleines Städtchen. Das Mittelalterwochenende mit großem Ritterturnier haben wir leider verpasst, die letzten leeren Stände wurden gerade abgebaut! Den Tipp hatten wir bei unserer Ankunft von unseren Nachbarn bekommen, zwei sehr netten Paaren aus Recklinghausen. Eines fuhr ein Eura-Mobil vom gleichen Typ und gleichem Baujahr wie meine “Frieda”! Wir hatten natürlich viel Gesprächsstoff, wie immer, wenn Leute erfahren, dass wir in unserem Mobil leben. Es endete dann heute bei unserer Verabschiedung damit, dass die Frauen sich Oscarlotta von innen anschauten (sie hatten seit Tagen überlegt, ob sie uns darum bitten dürfen).

Nyborg Strandcamping (1) unser Ausblick unser Blick auf die Brücke Nyborg Strandcamping (2) Nyborg Strandcamping (3) Nyborg Strandcamping (4) Nyborg Strandcamping (5) Nyborg Strandcamping (6)

In Aabenraa (ca. 30 km vor der deutschen Grenze bei Flensburg) stehen wir jetzt für eine letzte Nacht direkt am Kleinen Belt auf einem großen Stellplatz am Yachthafen (Fotos und Beschreibung folgen demnächst). Das lohnenswerte Städtchen haben wir uns heute Nachmittag angesehen, es gab ein letztes dänisches Softeis (€ 3,00/Person), zwei Kaffee (€ 10,00) und sehr leckere Pommes frites (€ 4,00/Person) am Hafen!!! Preiswert ist Dänemark definitiv nicht, aber schön!