LIMITED EDITION

Wie angekündigt, waren wir Montag mit Oscarlotta noch einmal in Polch in der Werkstatt. Mit umsonst nachbessern lassen hat leider nicht ganz geklappt. Der Monteur (ein anderer als letztes Mal) suchte mit viel Ehrgeiz und fand heraus, dass der Markisenadapter (die Vorrichtung, mit der unsere Markise am Dach befestigt ist) defekt ist. Uschi ließ sich aber nicht davon überzeugen, dass das der alleinige Grund für unsere Wassereinbrüche hinten am Bett sein sollte und wir bestanden darauf, dass unter den Heckblenden nachgeschaut wird. Beim letzten Mal war uns zwar eine neue Heckquerblende montiert und neu abgedichtet worden und der Monteur hatte gehofft, dass es damit gut ist (er wollte uns, laut seiner jetzigen Aussage, Mehrkosten ersparen). Darunter war offensichtlich nichts passiert. Dort musste aber noch ein Leck sein, sonst wäre Uschi nicht eines Morgens nach einer regenreichen Nacht in einem nassen Bett aufgewacht! Es hätten jetzt also eigentlich die riesige seitliche Längsblende mit den Rückleuchten (ist teilweise verklebt und wäre kaputt gegangen, TEUER!!!) und die gerade erst erneuerte Querblende entfernt werden müssen, um oben an der Ecke in das Innere des Aufbaus sehen zu können. Der Monteur schlug dann eine Minimallösung vor, die glücklicherweise zum Erfolg führte: er fräste zwei rechteckige Stücke aus der Kappenverbindung der beiden Blenden heraus und fand darunter wirklich einen Riss! Nach 8 Stunden Zeit-tot-schlagen (zum Glück gibt es eine akzeptable Aufenthaltsmöglichkeit mit Gratis-WLAN und Kaffeeautomat und Fernseher) durften wir, um 1000 Euro ärmer, wieder auf den Übernachtungsplatz fahren und hofften auf Regen! Aber der kommt ja nie, wenn man ihn braucht, also stand am nächsten Morgen die Beregnungshalle an. Danach schien unser Auto zwar endlich dicht zu sein (wir wagen es noch nicht, uns zu freuen), aber unsere von Uschi so schön geputzte Oscarlotta ist übersät von Kalkflecken!

Und dann gab es noch ein Kuriosum: Da im Laufe der Zeit vier unserer Klappenschlösser ihre Funktion aufgegeben hatten, hatte ich per mail in Polch darum gebeten, dass man für unsere Schlüsselnummer 032 doch bitte die entsprechenden Schließzylinder vorrätig habe. Es kam eine Antwort, wir möchten doch bitte die Nummer noch einmal überprüfen, da sie nie verbaut worden sei! Also fotografierten wir einen Schlüssel und schickten das Foto zurück. Da wir nichts mehr hörten, gingen wir davon aus, dass jetzt alles geklärt ist. In Polch stellte sich dann heraus, dass wir in der Werksakte mit einer ganz anderen Schlüsselnummer geführt werden und es unsere Nummer überhaupt nicht gibt und auch nie gab! Und deswegen könne auch nichts ausgetauscht werden! 0er-Nummern gäbe es allenfalls für Prototypen, also z. B. die ersten 50 (Vorserien-) Modelle. Niemand hatte eine Erklärung! Dem netten jungen Kundendienstleiter, mit dem wir beim letzten Mal das konstruktive Gespräch geführt hatten, taten wir wohl inzwischen wirklich Leid ob unseres ganzen Pechs mit Oscarlotta während der letzten fünf Jahre und so traf er die Entscheidung, unsere gesamte Schließanlage (10 Schlösser) auszutauschen. Also fuhr Oscarlotta erneut für die nächsten 2-3 Stunden in die Werkstatt und wurde irgendwo in dem straffen Werkstattplan dazwischen geschoben. Auf den Ausstausch des Schlosses an unserer Eingangstür verzichteten wir, weil das richtig zeit- und arbeitsaufwändig gewesen wäre und die Gefahr bestand, dass beim Ausbau ein Teil beschädigt wird, das man nicht vorrätig hatte. Wir fanden es nicht ganz schlimm, in Zukunft einen separaten Haustürschlüssel zu haben. Jetzt haben wir rundherum neue Schlösser und/oder Schließzylinder im Wert von rund 600 Euro und noch zwei Schließzylinder und ein Schloss in Reserve. Aber das Beste kommt noch: die neuen Schlüssel passen auch für das alte Schloss unserer Eingangstür, aber die alten Schlüssel passen nicht für die neuen Klappenschlösser!!! Wir haben es aufgegeben, das zu verstehen! Aber jetzt haben wir für die Zukunft wenigstens die Chance, ohne Probleme oder Nachfrage nach der richtigen Schlüsselnummer einen Schlüssel oder einen Schließzylinder in Polch nachbestellen zu können. Und unsere Oscarlotta ist eben die Nummer 32 von 50 einer limitierten Auflage, also etwas ganz Edles 😉

Jetzt müssen wir noch den 85. Geburtstag von Uschis Vater feiern, aber spätestens am 1. November machen wir uns auf den Weg nach Spanien. Wir wissen von einigen, dass sie schon am Torre in der Sonne hocken und sind neidisch! Unser nächster Blogeintrag wird dann hoffentlich schon aus Santa Susanna (bei Barcelona) kommen.

gen Süden...

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