Sendepause beendet!!! ;-)

FRUST!

Vorbemerkung zum nachfolgenden Artikel:

ALLE Blogeinträge unserer USA-Reise hat Ingrid verfasst! Ich und den Kommentaren nach zu urteilen auch viele von euch finden, dass sie das zeitaufwändige Projekt richtig gut hingekriegt hat.


Ihr merkt schon, jetzt bin nach langer Zeit mal wieder ich “an der Schreibe”, also…


… mit der Ankunft in Lauterburg begann für uns der “Alltag” in Deutschland (oder auch die frustrierende Realität)!

Nach einer kurzen Begrüßung marschierten wir erst einmal zum “Betriebshof” am Wald, um unsere geliebte Oscarlotta aus ihrem Sommerschlaf zu erwecken.

Ingrid drehte den Zündschlüssel und unser beleidigtes Mädchen sagte nur “klick”. Zuerst herrschte kurze Ratlosigkeit, dann fiel uns ein, dass dieses kurze “klick” genau so klang wie im letzten Herbst an der Tankstelle in Südfrankreich. Unser zu Hilfe geeilter Ints (langjähriger Mitarbeiter auf dem Campingplatz) überredete sie dann zum Anspringen, die allererste Hürde war genommen. Später, als wir unsere Hübsche bei einer Runde um’s Auto genauer betrachteten, fiel uns auf, wie unsäglich verdreckt sie war. Aber die große Wagenwäsche musste noch warten. Am Abend begannen wir erst mal mit der alljährlich fälligen Wasseranlagenreinigung.

– Unsere Koffer standen unausgepackt in der Heckgarage –

Nach der ersten Nacht mit amerikanischen Träumen stellten wir fest, dass durch das algen-, kalk- und bakterienlösende Mittel in Tank und Leitungen unser schon angeschlagener Wasserhahn in der Küche sehr undicht geworden war und die Brühe in Ecken lief, wo sie absolut nichts zu suchen hatte. Also stoppten wir alle weiteren Aktionen und bauten erst mal einen neuen, schon seit letztem Jahr vorsichtshalber mitgeschleppten, Wasserhahn ein: Dauer etwa 3 Stunden, na ja, es war das erste Mal und die unbequeme Arbeitshaltung und der doch große Kraftaufwand beim Ausbau des siffenden Hahns verhinderte eine schnelle Reparatur. Aber der neue Hahn glänzt nicht nur schön, sondern ist auch DICHT! Die restlichen Arbeitsgänge bezüglich Säuberung der Wasseranlage waren nach weiteren 48 Stunden abgeschlossen.

– Unsere Koffer standen noch unausgepackt in der Heckgarage –

Der Kühlschrank war das nächste Gerät, das zickte. Normalerweise lassen wir ihn hier im Gasbetrieb laufen, da dies preiswerter ist als Betrieb mit Strom. Leider funktionierte die Zündung der Gasflamme erst wieder nach dem fachgerechten Einbau eines neuen Brenners durch unseren “Haus- und Hofreparateur” Herrn Mühlich. (Reisemobil- und Wohnwagenverkauf und auch Vermietung, sowie Reparaturdienste mit Werkstatt in Aalen)

– Unsere Koffer standen noch immer unausgepackt in der Heckgarage –

Nun stand die zeitintensive Grundreinigung an: der Besen half das Dach von Zweigen, vielen Blättern und losem Dreck zu befreien, mit dem Hochdruckreiniger (Flachdüse!) gelang es, den groben Schmutz vom Dach und den Außenwänden zu pusten, dann kam erst mal das vorläufiges Ende der Putzarbeiten, weil das Wochenende mit Saisonabschlussfest für die Dauercamper anstand.

– Unsere Koffer standen die letzte Nacht unausgepackt in der Heckgarage –

Am Samstag war das Wetter noch warm und trocken, nur wie lange noch? Vorsichtshalber packten wir unsere Koffer im Gras vor unserem Auto endlich aus und verstauten die Inhalte provisorisch. Nach dieser ungeliebten Arbeit war klar, größeres Ausmisten ist nötig, sonst platzt unser Zuhause aus allen Nähten. Den schweren Anfang dieser Aus- und Umräumarbeiten machten wir auch postwendend.

– Unsere Koffer stehen nun leer bis…??? im Gästezimmer im Haus meines Vaters –

Am darauffolgenden Montag brauchten wir etwa drei Stunden nur für die etwas gründlichere Reinigung des Daches, das akribische Säubern des Daches unter den Solarplatten und der Luken verschoben wir noch, weil kein adäquates Putzwerkzeug zur Hand war. Und schon ergab sich ein neues Problem: Bei dem Versuch, die Fernsehantenne (Schüssel) elektrisch hochzufahren, um den Dreck darunter beseitigen zu können, stellte sich der Receiver einfach tot, einzige Reaktion: eine Sicherung am Gerät ploppte sich ins Aus!?!

Nach einer Überprüfung des Receivers durch Alexej (der kann das), probierten wir den Receiver nochmal aus, leider mit dem gleichen Ergebnis – die Sicherung…..! Für uns gibt es nun auch weiterhin kein Fernsehen, das stört uns aber nicht sonderlich. Da wir aber vielleicht im Winter in Spanien doch mal das Bedürfnis nach deutschem Fernsehen haben werden, begab ich mich am nächsten Vormittag ans Telefon, um mal so eben einen Werkstatttermin bei der Herstellerfirma unserer gesamten Fernsehanlage zu bekommen. Prompt ließ die Servicewüste Deutschland grüßen: Fast zwei Stunden später nach 11 Anrufen (kurz vor der Mittagspause der dortigen Mitarbeiter) war der Termin gebongt und meine Laune ziemlich im Keller.

Spätestens an dieser Stelle war für uns klar: Wir lassen unsere Oscarlotta NIE MEHR so lange unbewohnt im Freien stehen!

Bevor die frustrierenden Erlebnisse überhandnahmen, kauften wir bei einem Stadtbummel durch Aalen “Nervennahrung”: Drei nagelneue Reisehandbücher für den Osten der USA und Kanada von Dumont! (Der vielbenützte Reiseführer dieses Verlages zum Nordwesten der USA und Kanadas hat uns sehr gute Dienste geleistet.)

Nun sind die ersten Wochen auf der rauen Alb vorbei, zehn Tage davon ziemlich verregnet und kalt. Unser Auto ist zwischenzeitlich außen wieder ansehnlich und innen sehr aufgeräumt, wir fühlen uns endlich wieder wohl. Dazu trägt auch meine gelungene Neuinstallation einer LED-Lichtleiste in unserem Wohnzimmer bei. Die alte indirekte Beleuchtung war doch schon recht funzelig, weil nur noch einige wenige intakte Lichtchen dementsprechend wenig Licht abgaben.

Außerdem spendierte ich unserer Küchenzeile eine zusätzliche ausklappbare Arbeitsfläche und Ingrids Lieblingsdachluke eine neue Kurbel. Als sie dann nach fummeligem Geschraube vom Dach aus durch die sperrangelweit offenstehende Luke tatsächlich funzte, fiel mir ein Riesenfelsbrocken von der Seele; hätte ja auch schiefgehen können und dann??? Die vorerst letzte Reparatur war das Einsetzen eines neuen Wasserhahns im Bad, ging schon viel flotter als vor vier Wochen in der Küche. Heute (30.September) haben wir Ingrids Hänger noch wieder ansehnlich gemacht, sie innen, ich außen und die Heckgarage fast fahrfertig eingeräumt, die restlichen Tage bis zu unserer Abreise können wir RELAXT angehen, nur noch ein paar Pflichten müssen wir erledigen.

Wir lieben

Logo groß 5

“Die kleinen Zimmer oder Behausungen lenken den Geist zum Ziel, die großen lenken ihn ab.” (Leonardo da Vinci, 1452-1519)

In 2 Wochen geht es MIT ihr erst zur Überprüfung/Reparatur unserer Satellitenanlage, danach zum Mobisotreff bei Maria in Weilheim und daaannn: Ab nach Süden! Unser Flitzi wartet sicher auch schon sehnsüchtig auf uns!!!

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