Ankurbeln der spanischen Wirtschaftslage ;-)

 
Alles gut! Oscarlotta hat einen wunderschönen, silbern glänzenden, funktionierenden neuen Katalysatortopf! Leider sieht man das kostbare Stück nur, wenn man sich bäuchlings neben sie auf den Boden legt!!! Ist dumm, aber nicht zu ändern.

Neuer Kat

Wir waren gestern um Punkt 15 Uhr in der Werkstatt, bugsierten Oscarlotta an Autos, Abfalltonnen, Kartons etc. vorbei bis über die Grube und becircten als erstes den Chef, indem wir mit ihm über seine vor der Tür parkende blaue Ente parlierten bzw. hablierten. Ich hatte ihm ein kleines Entenmagazin mitgebracht, das er zwar nicht lesen kann, aber es enthält viele bunte Fotos von außergewöhnlichen Enten. Er strahlte und erzählte uns, dass besonders seine Enkelkinder die Ente lieben. Und er habe 5 nietos! Es ging ein wenig hin und her und dann teilte er uns mit, dass er bei Iveco einen Rabatt von 10% für uns herausgeschlagen habe. Na, wunderbar!

Wir verzichteten darauf, die Werkstatt für einen Kaffee zu verlassen, da es inzwischen in Strömen regnete und setzten uns in die Warteecke, wo ich sogar das firmeneigene Internet nutzen durfte. Nach gut 1 1/2 Stunden war schon alles erledigt. Der alte Kat war zum Mitnehmen in einen Karton verpackt worden. Nachdem uns bewusst geworden war, wie teuer die Dinger sind, war natürlich auch klar, dass wir ihn nicht in der Werkstatt lassen würden. Entweder wir lassen ihn reparieren (Ulrich, du darfst dich gerne im nächsten Sommer bei unserem überfälligen Besuch bei euch daran auslassen! Fotos unten) und behalten ihn als Ersatzteil oder verkaufen ihn repariert oder unrepariert. Unsere erste Anlaufstelle wird die Iveco-Werkstatt in Aalen sein. Er nimmt uns zwar viel Platz in unserer Heckgarage ein, aber was soll’s.

Durch den Rabatt sind wir knapp unter € 3000 geblieben. Der Arbeitslohn betrug nur € 73,57 (brutto), da ist ja wohl absolut nichts gegen zu sagen. Der Stundenlohn liegt bei unglaublichen € 46!!! Das hätten wir in Deutschland so nicht gekriegt. Man kann ja nur hoffen, dass der Einkaufspreis bei Iveco dem Werkstatt-Chef noch einen vernünftigen Verdienst gebracht hat, sonst hätte sich die ganze Angelegenheit für ihn ja kaum gelohnt. Wir können diese Iveco-Vertragswerkstatt (es werden auch andere Fabrikate “behandelt”) wärmstens empfehlen und sind wirklich froh, dass das alles hier passiert ist. Die Werkstatt heißt “Auto 97” und befindet sich in der Carrer Marconi im Industriegebiet “Mas Roger” in Pineda de Mar. Wer von euch mal Bedarf haben sollte, wir haben natürlich auch eine Telefonnummer und eMail-Adresse.

Oscarlottchen schnurrt wieder wie ein sattes Kätzchen! Und wir sind zwar etwas ärmer, aber glücklich, dass es nichts Schlimmeres war und dass wir alles so reibungslos erledigt bekommen haben!!! Was richtig toll ist und uns sehr motiviert weiterzumachen, ist, dass wir uns inzwischen schon wirklich gut auf spanisch verständigen können. Wir haben keinen ADAC zum Übersetzen gebraucht! Und es ist ganz klar, dass man einen unschätzbaren Bonus bei den Spaniern hat, wenn sie merken, dass man sich bemüht, ihre Sprache zu sprechen. Das kann so fehlerhaft und holprig sein, wie es will. Danke, Juan!!!

Kat verpackt Riss am Kat

Gute Nachbarn – schlechte Nachbarn

 
 
Nachbarschaftsgeschichten gibt es immer mal wieder, auch in Spanien (nicht wahr, Paules?)! Nach der ersten Nacht hier in Santa Susanna haben wir uns sofort nach einem anderen freien Platz in der ersten Reihe umgeschaut, da die Nachbarn über 5 (in Worten: FÜNF) Stunden lautstark und mit viel Alkohol bis nachts um eins draußen “feierten”. Das Gleiche hatten wir in der Nacht davor schon auf dem Stellplatz in Südfrankreich erlebt. Es ist immer wieder ein Ärgernis, dass es Menschen gibt, die nur an ihrem eigenen Wohlergehen interessiert sind und denen alle(s) andere(n) sch…egal ist/sind. Und sich beschweren nützt gar nichts, wenn bereits ein gewisser Alkoholpegel da ist. Wir haben zum Glück einige Meter weiter fast am Ende des Campingplatzes dann noch etwas gefunden. Langsam wird es leerer, sodass die unmittelbaren Plätze rechts und links neben uns frei sind. Sehr schön! Wir sind seit unserer Sommerreise doch etwas verwöhnt, was Platz und Raum betrifft. Mal schauen, wie es uns demnächst am Torre geht, in der “Rentner-Käfighaltung”, wie es ein Freund so treffend nennt 😉

Dann gibt es aber (zum Glück) auch noch die Erfahrungen der anderen Art! Wir saßen draußen in der Sonne, als ein spazierengehendes britisches Paar uns ansprach und fragte, wie lang unser Mobil sei. Sie hätten einen “Haimer” und seien auf der Suche nach etwas Größerem. Es ergab sich ein nettes Gespräch, in dessen Verlauf wir unser Auspuffproblem erwähnten. Sofort schmiss der Mann sich auf den Sandboden, robbte unter Oscarlotta und begutachtete den Schaden. Ob wir Draht dabei hätten? Dann könnte man den Auspuff hochbinden. Nein? Er habe leider auch keinen, aber wenn er die nächsten Tage welchen kaufen könne, käme er wieder. Das tat er tatsächlich schon am nächsten Tag, hatte einen kleinen Baumwollläufer als Unterlage dabei und einen Reparaturkitt sowie irgendwelche Bandagen und Draht! Nur mit Mühe konnten wir ihn von der geplanten Aktion abhalten, denn inzwischen hatte der Nachbar zur Rechten von unserem Problem gehört, sich umgehend unter unser Auto geschmissen und erklärt, dass da gar nichts zu reparieren sei, zumindest nicht als Dauerlösung. Der Brite schien etwas enttäuscht zu sein und wir versicherten ihm, dass wir auf ihn zurückkommen würden, falls es nötig sein würde. Wir waren sehr begeistert, verwundert, erfreut, denn so etwas erleben wir nicht oft!

Heute (Montag) machten wir uns dann schon am frühen Vormittag (!) per Rad auf den Weg nach Pineda zur Iveco-Werkstatt. Die Wegbeschreibung verließ uns irgendwann, dafür lief uns ein Business-Spanier über den Weg, den wir fragten. Bei der nächsten Unsicherheit tauchte er plötzlich wieder auf (er kannte wohl eine Abkürzung), hatte sein Handy in der Hand und zeigte uns auf seiner Navigationssoftware, wo wir sind und wo wir hin müssen!

Der Meister bei Iveco sah sich unsere Fotos an und meinte, wir sollten morgen mit dem autocaravana vorbeikommen, damit er sich anschauen kann, ob der Schaden zu reparieren sei oder ob ausgetauscht werden müsse. Er verglich unser Detailfoto mit der Teilebeschreibung auf seinem PC und stellte fest, dass es sich um den Katalysatortopf handelt. Als er den Preis herausgefunden hatte, erschrak er genauso wie wir: das Ersatzteil (der Kat) soll € 2600 kosten, ohne Mehrwertsteuer!!! Wir zogen erstmal wieder ab, Termin morgen Nachmittag. Auf halbem Weg zurück zum Campingplatz gab es einen Frühstückskaffee und ein Telefonat mit unserer Iveco-Werkstatt in Aalen. Der Preis stimme, das Problem sei bekannt und habe mit der Aufhängung zu tun, er habe schon deutlich jüngere Fahrzeuge mit dem Schaden in der Mache gehabt und schweißen würde an der Stelle gar nicht gehen. Na klasse! € 2600 plus 21% MwSt. plus ca. 2 Arbeitsstunden plus sonstiges Material = ??? Das erfahren wir dann morgen! Wir haben unseren Kaffee getrunken (den wir ja eigentlich schon auf hatten) und sind zur Werkstatt zurückgefahren (in der Mittagshitze, die es hier wirklich noch gibt!). Kurz vor der heiligen spanischen siesta konnten wir den Kat bestellen, eine Anzahlung leisten und noch die vor der Werkstatt parkende blaue Ente, die dem Chef gehört, bewundern. Und alles konnten wir auf spanisch erledigen!!!

Morgen um 15 Uhr also Werkstatt!

Riss am Kat

Irgendetwas ist immer :-(

 
 
A75 Wir fuhren bei herrlichstem Sonnenschein von unserer Entsorgungsstation und diesmal direkt auf die Autobahn 75. Die führt durch das Zentralmassiv und steigt bis auf knapp 1200 Meter. In ihrem Verlauf von 340 km weist sie drei Tunnel und acht Großbrücken auf. Diese Autobahn ist mautfrei, bis auf die Brücke bei Millau, die für unser Mobil € 24,50 kostete. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk, die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt, die über das Tal des Tarn führt. Leider hatte die Sonne sich irgendwann verabschiedet und es waberten Wolkenfetzen und Nebel ringsherum. Schade, von der tollen Landschaft war nicht mehr viel zu sehen. Aber die Aussicht, bald am Mittelmeer zu sein, versöhnte uns. Wir probierten einen weiteren uns unbekannten Stellplatz aus, in Port la Nouvelle (zwischen Gruissan und Leucate). Der Platz ist ausgewiesen für ca. 150 Mobile, eine große geschotterte Fläche ohne Einteilungen, von einem Wassergraben unterteilt und mit ein paar Palmen aufgelockert. Sogar ein eingezäunter Bereich mit ein paar Picknicktischen ist vorhanden. Es gibt eine Zufahrtsschranke und ein besetztes Kassenhäuschen, wir zahlten den Nebensaisonpreis von € 4,00/Nacht und hatten dann freie Stellplatzwahl. Dieser Platz eignet sich sehr gut, wenn man entweder einen angehängten PKW oder einen auf eigenen Rädern dabei hat, denn er dürfte nie wirklich ganz voll sein, außer vielleicht im Sommer.

Wir freuten uns über die ersten Palmen nach 6 Monaten, stellten uns direkt neben eine und kürten sie zur “Palme der Wintersaison 2013/2014”!

Palme der Wintersaison '13-'14

Das Städtchen haben wir uns am nächsten Tag angeschaut. Es gibt zwar, wie aus dem Stadtnamen erkennbar, einen Hafen, aber der ist nicht besonders attraktiv, rundherum befinden sich Industriebauten. Die Stadt ist nicht touristisch, wie etwa Palavas les Flots, sondern eine ganz normale französische Kleinstadt. Nicht hässlich, aber auch nichts Besonderes.

Santa SusannaDer Ruhetag hat uns gut getan und heute (Donnerstag) hatten wir nur noch eine kleine Strecke von knapp 200 km über die Grenze nach Spanien bis Santa Susanna (Malgrat de mar). Der Campingplatz “Bon repos” gehört seit Jahren zu unseren bevorzugten Anlaufstellen, weil man mit ein wenig Glück in der ersten Strandreihe ein Plätzchen findet. Der Blick über das Meer ist ein Traum! Jetzt in der Nebensaison ist er mit einem Pauschal(tages)preis von € 21 bezahlbar (im Sommer € 60!!!). Dazu kommen aber noch Personengebühren von € 2,10 (im Sommer € 6,00) pro Person. Mit derzeit € 25,20 immerhin preiswerter als auf der Entsorgung in Frankreich 😉

Wir hatten viel Glück und ergatterten einen freien Platz, der für unser großes Mädchen anfahrbar war. Es gibt hier nämlich auch, wie am Torre, die hübschen, aber sehr niedrig in die Breite wachsenden Maulbeerbäume, die im Sommer sicher unentbehrlich sind.

Sta. Susanna

So weit, so gut! Ein kleiner (?) “Schönheitsfehler” machte sich kurz vor dem Grenzübertritt bemerkbar in Form leicht veränderter Motorgeräusche. Zu sehen war nichts Auffälliges im Motorraum, Oscarlotta fuhr wie immer. Die Störgeräusche wurden lauter, vielleicht ein defekter Auspuff? Diese Vermutung bestätigte sich bei der Ankunft hier. Eine Schweißnaht am Auspufftopf scheint gebrochen zu sein, ein Teil unserer Auspuffanlage hängt durch! Haben wir wohl Glück gehabt, dass es bis hier gehalten hat. In der Nachbarstadt gibt es eine Iveco-Vertragswerkstatt. Wir werden also morgen ein Foto machen und per Rad dort hinfahren um zu erfragen, ob und wie uns geholfen werden kann…

Für 26 Euro eine Nacht auf der Entsorgungsstation

 
Wie der Wetterbericht vorhergesagt hatte, regnete es am Sonntagmorgen Bindfäden – oder, wie man im Pott sagt, es plästerte. Auch für große Teile Frankreichs sollte es so sein. Uschi hatte deswegen am Samstagabend noch eingehend im Internet die Regenradarvorhersage geprüft und kurzerhand unsere geplante Route geändert in der Hoffnung, die von Westen kommenden Tiefs schnell zu durchqueren. Es funzte, nach 150 km schien die Sonne und es wurde von Kilometer zu Kilometer merklich wärmer! Aus der Planänderung resultierte, dass Uschi erneut den Bordatlas bemühen musste, um neue Übernachtungsplätze zu finden. Aber wir lernen auch gerne immer mal wieder etwas Neues kennen und fahren ungern immer die gleichen ausgelatschten Pfade. Also ging es diesmal ab Freiburg die A36 Richtung Dijon und etwas südlich davon war in Seurre unser erster Stellplatz. Gleich ein Volltreffer! Ein hübsches kleines französisches Städtchen in fußläufiger Entfernung, der Stellplatz direkt an einem kleinen Yachthafen, alles an der Saône gelegen. Es gibt 6 eingezeichnete Plätze auf Asphalt, bis 7 Meter Länge. Wir passten (zur Erinnerung: unsere Oscarlotta ist mit Fahrradträger 8,50m lang) nur rückwärts drauf, indem wir mit dem Heck über die anschließende Rasenfläche fuhren, bis direkt vor die Hecke. Da wir den letzten (und letzten freien) Platz nahmen, hätte sogar unser Flitzi noch daneben gepasst – aber den haben wir ja gar nicht dabei. Ist aber eine Überlegung für die Rückfahrt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen auf einem Schotterplatz weitere Wohnmobile, Wohnwagengespanne und PKW. Wird als Ausweichplatz wohl geduldet. Es gab ferner eine großzügig angelegte Ent- und Versorgungsanlage, die allerdings für 20 Minuten € 4,10 in Rechnung stellte, ausschließlich mit Kreditkarte zu bezahlen, wie in Frankreich üblich. Dafür ist der Stellplatz kostenlos. Für eine Toilettenkassette ausleeren war es uns aber trotzdem zu teuer, zum Glück haben wir ja eine Kassette in Reserve.

Stellplatz in Seurre Stellplatz in Seurre

AusweichplatzEnt- und Versorgungsstation

Seurre Seurre

Nach ein paar Schritten Richtung Städtchen sprach uns ein Spaziergänger an, der sich freute, mal wieder deutsche Töne zu hören. Wie sich herausstellte, auch ein Mobilist, auch aus dem Pott, Alleinfahrer, da seine Frau vor 5 Jahren verstorben ist, die auch Ingrid hieß! Er liebt Frankreich, war zwei Monate unterwegs und jetzt auf dem Heimweg. Der Nachbar, der nach Post und Haus und Garten schaut, hätte schon telefonisch angefragt, ob er überhaupt nochmal komme. Wir setzten unseren Gang zu dritt fort und hatten ein angeregtes Gespräch mit viel Erstaunen seinerseits. Zwei Frauen allein? Keine Wohnung mehr? Wie geht denn das? So weit sei er noch nicht, obwohl das Haus für ihn allein viel zu groß sei, ein Reihenendhaus in Essen, und mit Gartenarbeit habe er es auch nicht. Im Winter könne er gar nicht weg, 80m Gehweg müssten geräumt werden, wenn es schneit… Wir wollten ihm die Alleinfahrergruppen an’s Herz legen und siehe da, er hatte schon davon gehört. Er berichtete, dass er eine Alleinfahrerin in einem VW-Bus getroffen habe, die sei auf dem Weg nach Spanien gewesen und habe ihm einiges erzählt. Die lebe auch nur in ihrem Wohnmobil, das könne er sich ja nun überhaupt nicht vorstellen, so wenig Platz. Witzigerweise kennen wir diese Frau auch! Nach einem gemeinsamen Kaffee und einem Gang durch den Ort haben wir ihn mit vielen neuen Gedanken, Überlegungen, Anregungen, der www-Adresse vom Torre und unserer Visitenkarte zurückgelassen. Wir wissen nicht einmal, wie er heißt. Könnte Hans-Peter sein, würde irgendwie passen.

Heute Morgen brauchte er noch eine Personalverlängerung von uns, um sein undichtes Heckfenster abzukleben. Tape hatte er immerhin selbst. Danach fuhr er in die eine und wir in die andere Richtung weiter. Diesmal ging es für uns immer südwestlich über Landstraßen weiter Richtung Clermont-Ferrand. Die Sonne schien, das Thermometer verkündete über 20°C! Hübsche kleine französische Dörfer und Städtchen, herbstlich gefärbte Wälder, weiße Kühe, ein erstes baguette, ein erstes pain au chocolat. Geht nicht mehr viel besser! Der nächste Stellplatz sollte der in Cheix sur Morge sein, ausgewiesen als 6 Plätze bis 12 Meter Länge, neben einem Sportplatz am Ortsrand, mit Entsorgungsstation, kostenlos. Stimmte fast alles, er sah auch ganz neu angelegt aus, nur leider muss der Stellplatzbauer keinen Zollstock dabeigehabt haben. Obwohl Platz genug gewesen wäre, sind die Plätze nur höchstens 6m lang geworden! Rückwärts über die Rasenfläche fahren ging nicht, weil hinter jedem Platz im Abstand von ca. einem Meter sehr dekorativ ein Baum angepflanzt wurde!

Cheix sur MorgeCheix sur Morge

Der Platz war leer, der Ort zu Fuß zu weit weg, also haben wir nur entsorgt und sind nochmal 40 km weiter gefahren bis Orcet zum Campingplatz “Le Clos Auroy”, der noch bis Ende des Monats geöffnet haben sollte. Hat er auch, aber irgendwie auch nicht. Madame von der Rezeption musste erst herbeigeklingelt werden, seulement un nuit?, huit mètres? Sie lief zielstrebig auf den Platz mit der Sani-Station und bedeutete uns, dass wir uns dort hinstellen könnten. Kein anderer Platz mehr frei? Und was ist mit dem oder dem oder dem? Der Campingplatz erschien uns absolut leer. Wiesenplätze, auf die wir nicht fahren dürfen. Ihr Chef wird sie erschießen, lässt sie uns durch Gesten wissen. Ookayy, also Entsorgungsstation für 26 Euro, schon mit 8 Euro Nebensaison-Rabatt. Was gibt es hier mehr als auf einem kostenfreien Stellplatz? Ein Sanitärhaus (wir hätten auch in Oscarlotta duschen können), Strom (um mal wieder unsere Nespresso-Maschine laufen lassen zu können) und WLAN (kostet € 2 extra, aber das seid ihr uns ja wert!!!). Bei einem Gang über den Platz fanden wir eine Reihe von freien Stellplätzen, wo wir locker draufgepasst hätten, geschottert! Ob wir hier noch einmal hinfahren werden, ist eher fraglich.

in Orcet auf der Entsorgungfreier, großer, geschotterter Platz in Orcet

Für den Anfang erst mal nur 6 Räder

 

aaa Aufbruch Lauterburg Wir sind wieder unterwegs!!! Ein paar Tage später als geplant, weil uns ein paar unklare Blutuntersuchungsergebnisse noch einige abklärende Arzttermine “bescherten”. Da sich glücklicherweise aber alles klären ließ, sind wir gestern, Freitag, in unseren Überwinterungs-”Urlaub” 2013/14 gestartet. Unsere Oscarlotta scharrte schon seit Tagen mit den Hufen, sie war schon lange fix und fertig gepackt und fürchtete, wie im letzten Herbst, noch einzuschneien. Am Donnerstag wurde Enti runter nach Essingen gefahren und in ihre Winterscheune gebracht. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen mit Uschis Vater und einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen bei Maiers ging es dann um 12:15 los! Wir fuhren quer über die Schwäbische Alb (Göppingen – Tübingen – Rottweil – Bad Dürrheim – Titisee-Neustadt) durch wunderbar herbstlich gefärbte Landschaften und zuletzt mit Blick auf die Schweizer Alpen bis Freiburg.

Dieses Mal hatten wir uns wieder für den Stellplatz in der Bissierstraße entschieden. Hier waren wir ja schon öfter, die Betreiber kennen uns inzwischen und wir “zieren” sogar den Stellplatz-Flyer mit unserem Foto. 😉 Es reichte also, zwei Tage vorher anzurufen und um die Reservierung eines ausreichend großen Platzes für uns zu bitten. Das stellte sich als eine sehr weise Entscheidung heraus, es war Freitag, die Wettervorhersage noch einmal richtig sommerlich, letzte Chance für die Saisonkennzeichen-Mobilisten, vor der Winterpause noch einmal zu fahren. Soll heißen, der Stellplatz war gerammelt voll!!! Man hatte uns den Platz reserviert, auf dem wir immer stehen, aber als wir Oscarlotta eingeparkt hatten, war sie eindeutig länger als die markierte Fläche. Der Stellplatzbetreiber hatte seit letztem Herbst neue Einteilungen gemacht und meinte erstaunt, er habe unser Mobil nicht als sooo groß in Erinnerung gehabt. Da hinter uns noch eine Reservierung für ein weiteres großes Mobil vorgesehen war, hätte man dieses dann nur noch per Kran einparken können. Und nun? Es gäbe da noch einen sehr schönen Platz ganz am Ende des Stellplatzes, viel leiser, da weiter von den Bahngleisen weg, mit eigener großer Wiese, aaaber, er wisse nicht, ob wir da reinkommen würden, ginge nur rückwärts und “um die Ecke”. Aber im Moment sei der Platz gegenüber noch frei, zum Rangieren. Angeschaut, na klar nehmen wir den, einparken war kein Problem, ob wir wieder rauskommen, wird sich zeigen. Mein erster spontaner Gedanke beim Anblick des wunderschönen großen “Vorgartens” war, hier könnten wir auch den Winter verbringen! Machen wir vielleicht irgendwann mal, Freiburg ist ja sowieso unsere Lieblingsstadt in Deutschland und bietet so viel.

So haben wir heute, am Samstag, dann auch einen ausgiebigen Stadtbummel gemacht. Es ist der Wahnsinn, wie viele Menschen am Wochenende in der Stadt unterwegs sind. Man hört die verschiedensten Sprachen und es war ausgesprochen schwer, einen freien Tisch in einem der vielen Straßencafés zu ergattern. Obligatorisch wurde, als uns die Füße langsam wehtaten, in der Markthalle beim Asia-Stand lecker gegessen und ein Eis auf die Faust versüßte uns den Heimweg. Zu Fuß ist der in etwa 20 Minuten zu bewältigen, es gibt aber auch eine Straßenbahnverbindung. Unsere Räder sind reisefertig auf dem Fahrradträger verpackt und für einen Tag lohnt es nicht, sie herunterzunehmen. Flitzi steht ja in Spanien in einer privaten Tiefgarage und wartet auf uns. So werden wir also vorerst auf den sechs Rädern unserer Oscarlotta weiterfahren…

Viele Fotos haben wir nicht, nur ein paar Impressionen. Aber es lohnt sich, das Video auf der Homepage des Stellplatzes anzuschauen, es bietet nicht nur einen schönen Überblick über die Anlage (ziemlich am Anfang sieht man unseren Platz, vor dem großen weißen Wohnhaus), sondern auch noch einen ausführlichen Spaziergang durch Freiburg. Überhaupt ist die Homepage sehr schön gestaltet, für einen doch relativ kleinen (mit 60 Plätzen) Stellplatz. Hier ist der Link:

http://www.stellplatz-freiburg.de/

Morgen fahren wir über die Grenze nach Frankreich und melden uns wieder, sobald wir eine Internetverbindung haben. Noch einmal zur Erinnerung: Wir sind, für euch zu Verbindungspreisen wie in Deutschland, telefonisch erreichbar, vorzugsweise unter meiner Handynummer. Da wir das Vodafone-Reiseversprechen gebucht haben, kostet uns jeder Anruf bis zu einer Stunde nur 75 Cent! Skype ist von der Qualität der verfügbaren Internetverbindung abhängig und erfahrungsgemäß eher schlecht bis nicht möglich, eMail geht eigentlich immer. Wir sind dann zwar “mal weg”, aber nicht aus der Welt! Also, bis die Tage!!!

Indian Summer in FreiburgIndian Summer in Freiburg

Herz-Jesu-KircheHerz-Jesu-Kirche

UnimogPiaggio-Ape

Nachtrag: Den Termin zur Reparatur unserer Satellitenanlage mussten wir canceln und einen neuen hätte es erst ab dem 4. November gegeben! Und zu unserem Mobiso-Treffen sind wir aus Zeitgründen auch nicht mehr gefahren (außerdem wären es einige km in die verkehrte Richtung gewesen). Ist zwar schade, aber alles geht halt nicht.