Persönlicher Jahresrückblick 2013

 
 
Es ist für mich nur schwer zu begreifen, dass schon wieder 1 Jahr = 12 Monate = 365 Tage = 8760 Stunden = 525 600 Minuten = 31 Millionen 536 Tausend Sekunden vorbeigerauscht sind!

Dabei würde ich die Uhr, je älter ich werde, eigentlich gerne ein wenig langsamer ticken lassen und manchmal sogar für paar Sekunden oder Minuten oder Stündchen ganz anhalten. Jedoch: Die ZEIT ist leider unbestechlich!

Das letzte Jahr zeigte sich mir in besonders vielfältigen Facetten. Es begann ganz ruhig und unspektakulär am Torre la Sal 2. In der “Wintersaison” waren keine Weiterfahraktivitäten oder besondere “Kurzurlaube” (wie im Jahr 2012 auf Mallorca) geplant. Wir haben unsere “freie” Zeit hier genutzt, um unsere große Reise im Sommer vorzubereiten, Ausflüge mit Flitzi zu unternehmen und das Frühjahr mit Mandelblüte, Sonne und Abhängen auf den bequemen Liegestühlen in der wieder eröffneten Badelandschaft zu genießen. Nachdem wir Ende April schweren Herzens unseren Flitzi “in Pension” gegeben hatten, fuhren wir Anfang Mai für vier Wochen nach Lauterburg.

Da wurde es bei fast durchgängigem Sauwetter etwas schwierig, die Restarbeiten an Oscarlotta und die doch etwas aufwändigeren Vorbereitungen für die 3 Monate Nordamerika zu erledigen. Besonders schwierig gestaltete sich das Kofferpacken. Versucht euch vorzustellen, die zwei größtmöglichen für Flieger zugelassenen Hartschalenkoffer in unserem Wohnmobil zu packen, da war Logistik gefragt! In der warmen Sonne im trockenen Gras wäre das ja nun kein Problem gewesen, aber so mussten die doch etwas längerwierigen Packereien nacheinander stattfinden.

Am 26. Mai, immer noch bei Regen, war dann Oscarlotta im “platzeigenen Bauhof” eingeparkt und all unser Gepäck in “Oscar” (Wohnmobilchen von Tino) verstaut, dachten wir! So fuhren uns Tino und Nina zum Bahnhof nach Aalen, die deutsche Bundesbahn war pünktlich. Nach nur 10 Minuten Zugfahrt war ich heftig erschrocken, als mir siedend heiß einfiel, dass mein doch so wichtiger Laptop in Oscarlotta auf seinem Platz unter dem Tisch liegen geblieben war!!! Auf diese Weise erlebte er sein eigenes Reiseabenteuer, bis er in Winthrop bei meiner Schwester 2 Wochen später wohlbehalten im Postfach ankam. War ich so glücklich, die Abende im Wohnmobil nicht mehr nur mit Sudokus verbringen zu müssen, ich hatte nämlich KEIN Fernsehen, KEIN Buch (aus Gewichtsgründen) und auch KEIN Strickzeug.

Apropos Winthrop: Meine Schwester lebt dort seit fast 30 Jahren und wir hatten uns 5 lange Jahre nicht mehr gesehen. Sie wieder umarmen und drücken zu können, war einfach wunderschön. Bei ihr in Winthrop war ich im Sommer 1997 das letzte Mal. Damals war ich alleine (auch mit kleinem Mietmobil) 6 Wochen in den großen Ferien fast auf der gleichen Route wie 2013 mit Ingrid unterwegs gewesen. Für die aktuelle Reise zu zweit diesen Sommer hatten wir doppelt so lange Zeit! (Es gibt für mich glücklicherweise keinen ersten Schultag nach den Sommerferien mehr.) Unsere meistens übereinstimmenden Vorstellungen zur Reisegeschwindigkeit, den zu fahrenden Entfernungen, der Auswahl von Reisestationen und Urlaubsaktivitäten ließen uns eine sehr harmonische Zeit erleben.

Für mich war es der beste Sommer in meinem bisherigen Leben!

Was wir alles unternommen und gesehen haben, ist in den vielen Blogeinträgen von Ingrid in Wort und Bild nachzusehen und nachzulesen.

Nach spätsommerlich warmen Tagen, auch auf der schwäbischen Ostalb, wurde es uns doch wieder schon zu schnell sehr herbstlich. Die Tage in Lauterburg waren ausgefüllt mit allerlei nötigen Alltagsbeschäftigungen, Arbeiten an Oscarlotta und unseren anderen “Besitztümern”. Routinemäßige Arztbesuche waren notwendig, für mich verbunden mit einem gehörigen Schrecken. Erst zügig durchgeführten Zusatzuntersuchungen ließen mich dann doch einigermaßen beruhigt wieder “on tour” gehen.

Meinem Vater, der mit fast 86 Jahren gesundheitlich und geistig fit seinen Alltag richtig gut hinkriegt, haben wir mit einem “klitzekleinen” Hausputz noch ein wenig unter die Arme gegriffen und mit ihm noch ein paar gemeinsame nette Samstagnachmittage mit anschließenden Abendessen in der Campingplatz-Gaststätte erlebt. Ich bin froh, dass er mich mit Ingrid wieder gen Süden ziehen ließ. Unsere schon traditionellen Telefongespräche am Wochenende und das Lesen unserer Blogeinträge auf seinem Tablet (jawoll, ja!!!) lassen ihn an unserem Leben teilnehmen, egal, wie viele Kilometer zwischen uns liegen.

Beruhigt konnten wir am 18. Oktober zu unserem ersten Etappenziel Freiburg starten. Dann ging es gemütlich über Frankreich nach Spanien. Nach 10 Tagen St. Susanna (mit dem Austausch des Katalysators) landeten wir zum reservierten Termin am 3. November am Torre la Sal.

Die Wochen vergingen wie im Flug, Flitzi versüßte uns als “Einkaufskörbchen” und “Ausflugsbusle” das Leben hier ungemein. Und so geht das Jahr 2013 zur Neige wie es angefangen hat, ganz ruhig und unspektakulär am Torre la Sal 2. So, ihr Lieben, das war er, mein persönlicher Jahresrückblick, fast.

Zum Abschluss kommen noch mal ein paar Zahlen (für die Statistiker unter euch):

Von 365 Tagen des Jahres 2013 waren wir 89 Tage in Deutschland, 92 Tage in Kanada und USA, 10 Tage in Frankreich und 174 Tage in Spanien zu Hause!

Was sollten wir da noch mit einer Wohnung in Deutschland???

Ich bin gespannt darauf, was das Neue Jahr für mich auf Lager hat!

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written by Uschi