Jule Ferienhund

 
 
Das Herrle und Fraule von Jule, dem First Dog vom Campingplatz “Hirtenteich”, sind nach Berlin gefahren, um einen Wohnwagen gegen den anderen auszutauschen. Das bedeutet viel Räumerei und Putzerei und viele Stunden Fahrerei und als Jule gefragt wurde, ob sie mit will oder lieber bei uns ein paar Tage Sommerurlaub machen möchte, entschied sie sich für letzteres. 😉 Wir haben das alles schon ein paarmal geübt, beim ersten Mal brachte Uschi sie spätabends zum Schlafen in die Wohnung, am nächsten Abend machte Jule ihr unmissverständlich klar, dass sie dort NICHT alleine bleiben will, sondern bei uns! Jule ist ein Golden Retriever, für ein Weibchen sehr groß und kräftig von Statur. Okay, wir haben zwar nur ein Wohnmobil, aber einem asylsuchenden Hund mit solchen Augen (Hundekenner wissen, wie Retriever gucken können!) können auch wir nicht widerstehen. Und seitdem darf sie auch bei uns schlafen! Julchen ist eine Seele von Hund, völlig unaufgeregt, nicht bellend, zufrieden, wenn sie draußen vor Oscarlotta im Schatten liegen darf, glücklich, wenn mindestens eine von uns auch draußen ist. Ein paar Streicheleinheiten, Wald- und Wiesenspaziergänge und hier und da fällt ja auch mal etwas ab beim Frühstück, Kaffeetrinken, Abendessen… Wenn wir abends reingehen, weil es draußen ungemütlich wird, zieht sie es vor, noch draußen liegen zu bleiben. Irgendwann sagt sie uns mit einem einzigen kurzen “wuff” Bescheid, dass sie jetzt doch auch rein möchte. Dann verzieht sie sich unter den Tisch auf ihre Decke, ich wärme mir die Füße unter ihrem Po und muss, wenn ich mal aufstehen will, etwas turnen. Nachts machen wir unsere Schiebetür bis auf einen Spalt zu, damit sie sich nicht direkt vor unser Bett legt, was bei Nacht ein zur Toilette gehen für uns etwas erschweren würde. Morgens lässt sie uns ausschlafen und steckt erst ihren Kopf durch den Türspalt, wenn sie uns reden hört. Also alles wunderbar!

Jule Ferienhund

Jule Ferienhund Jule Ferienhund

So musste sie sich heute auch überhaupt nicht aufregen, als wir Besuch von zwei völlig fremden (auch für uns) Männern bekamen. Durch Empfehlung von unserem Freund Brodo (ZDF 37° “Wenn ich will, kann ich weg”) kamen ein freier Mitarbeiter (nein, NICHT von einer Telefon-Hotline 😉 ) von AutoBild samt einem Fotografen zu uns. Seit dem Frühjahr gibt es einen Ableger “Reisemobil” und in der ersten Ausgabe wurde Brodo vorgestellt, bezugnehmend auf die Fernsehsendung. Heute waren nun WIR dran und wir werden mit Stefan Mross, Jutta Speidel und ihrem Bruno (isch abe gar kein Auto) in derselben Ausgabe vom August sein, die rechtzeitig zum Caravan Salon in Düsseldorf erscheinen wird. Wir werden doch noch berühmt, in unserem hohen Alter!

Wir mussten alle möglichen Szenen darstellen und haben viel erzählt von unserer Entscheidung, dauerhaft und ständig im Wohnmobil zu leben, von den Vorteilen und den Nachteilen, die es natürlich auch gibt. Wir finden aber immer noch, dass die Vorteile überwiegen. Die Beiden hatten keine Erfahrung mit Wohnmobilen und waren erstaunt über so manches, was in einem Wohnmobil eben anders organisiert werden muss als in einer Wohnung. Jetzt sind wir sehr gespannt, was in der AutoBild-Redaktion daraus gemacht wird. Mit der Bildzeitung verbinde ich für mich ComputerBild, mit deren Hilfe ich ab 2000 mir erfolgreich mein erstes Computerwissen angeeignet habe, die ich über viele Jahre abonniert hatte und inzwischen auf dem Tablet lese. Bildzeitungsleser waren wir nie. 😉

Jule Ferienhund

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.