F R U S T ! ! !

 

Ich hätte diesen Artikel natürlich auch Lost in the jungle Teil 6b nennen können, aber ich habe die Nase so voll vom Dschungel und dem sich verloren und ausgeliefert fühlen!!!

Gestern Abend wollte ich versuchen, den Tipp von Navi-Wolfgang (im Kommentar) in die Tat umzusetzen. IHR GLAUBT ES NICHT!!! Tommie spurte nicht mehr, Tommie ging gar nicht erst an!!! Akku leer? Das Gerät hatte uns keinerlei wie auch immer geartete Hinweise gegeben. Tommie hing an Uschis Netbook, aber vielleicht lädt er nicht über USB. Das gibt es schon mal. Also das Ladekabel für 12 Volt rausgekramt und ihn erst mal 10 Minuten in Ruhe gelassen. Ergebnis: Der Bildschirm bleibt schwarz, Tommie ist im Koma oder schon tot!?!? Wir lassen ihn über Nacht am Strom in der verzweifelten Hoffnung, dass einmal drüber schlafen das Problem löst. Tut es nicht! Uschi will zu Expert fahren und einen Aufstand machen. Hatten wir das nicht letztens schon mal??? Wenn das Gerät kaputt ist, fangen wir wieder von vorne an, nicht ganz von vorne, aber so bei 3 auf einer Zehnerskala. Uschi hatte mit viel Zeitaufwand unsere wichtigsten Favoriten mit Geo-Daten übertragen und es würden wieder 4,5 GB Datenvolumen anfallen. Und die Zeit läuft uns weg, am Montag wollen wir los! Wir sind nur noch sauer, frustriert, enttäuscht (die Schriftfarbe ist Absicht, giftgrün!). Es kann doch nicht sein, dass immer wir die defekten Geräte erwischen oder ist das heutzutage schon Standard, dass von zwei Geräten eins nicht oder nur kurze Zeit funktioniert???

Zum Glück meldet sich jetzt der Teil meines Gehirns, der auf Computer trainiert ist und kommandiert stakkatoartig: GOOGELN!!! SUPPORT!!! HILFEFOREN!!! Ich fange – logischerweise – mit der Hilfe bei TomTom an und siehe da: „In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Ihr Navigationsgerät nicht richtig startet oder nicht mehr reagiert. Versuchen Sie, Ihr Gerät zurückzusetzen, wenn dies auftritt. Die einzige Information, die auf Ihrem Gerät gelöscht wird, ist die Zeitzonen-Einstellung der Uhr.“ Ich wähle unser Gerät aus und erhalte die folgende Anweisung:

Um Ihr TomTom-Gerät zurückzusetzen, gehen Sie wie folgt vor:

1. Vergewissern Sie sich, dass der Akku Ihres Geräts vollständig aufgeladen ist.

2. Laden Sie das Gerät mindestens 2 Stunden lang auf, bevor Sie versuchen, es erneut einzuschalten.

3. Setzen Sie Ihr Gerät zurück. Halten Sie die Ein/Aus-Taste gedrückt, bis Sie das Trommel-Geräusch hören und das Gerät neu gestartet wird. Dieser Vorgang dauert bis zu 30 Sekunden.

Mir ist inzwischen alles egal, zu verlieren haben wir eh nichts, ALSO LASSE ICH ES TROMMELN!!! Tommie erwacht, blinzelt und schaut mich treuherzig an! Ist auch ein wenig Schuldbewusstsein dabei? Ich glaube nein, was kann er dafür, dass er schlampig programmiert war. Die Zeit stimmt noch, alle Favoriten sind auch noch da und ebenfalls das neueste Kartenmaterial. UFF – da haben wir aber doch noch Glück gehabt!

Jetzt gehe ich dahin zurück, wo ich gestern Abend angefangen habe!

Etwas 😉 später: Ich musste ein wenig herumsuchen, hat aber geklappt! Danke, Wolfgang, für den wertvollen Tipp!!! (Die anderen 99 kannst du mir dann ja verraten, wenn wir uns mal treffen sollten!) Jetzt haben wir 17000 Wohnmobil-Stellplätze in 38 europäischen Ländern von http://www.campercontact.de/ als POIs auf unserem Tommie. Größe der Datei: überschaubare 1,48 MB. Wir können also los!!!

der Beweis

der Beweis

 

Wobei wir bei einem anderen Thema wären. Die lieben Nachbarn! Wir waren jetzt ja von Mitte Mai bis jetzt, also satte drei Monate hier auf unserem Dauerplatz (mit einer kurzen Unterbrechung, Mobiso-Treffen Bad Liebenzell). Wir stehen im Touristenbereich und so haben wir öfter wechselnde Nachbarn. Mal haben wir Glück und sie sind nett, mal sind sie aber auch wenig bis gar nicht nett. Leider wird der Platz direkt neben uns (eine ca. 100 qm große Terrasse mit Schotterrasen, geeignet für große und schwere Mobile für mehrere Tage) seit dem letzten Sommer überwiegend genutzt von leichten Kastenwagen MIT Schiebetür. Habt ihr schon einmal dicht neben solchen „Ritsch-Ratsch“-Autos gestanden? Dann wisst ihr ja, wovon ich rede. Die Eigner dieser Mobile nutzen meistens nicht ihre eigenen Toiletten und Bäder, falls sie überhaupt welche haben, sondern die Sanitäranlagen des Campingplatzes. Das bedeutet, auch spätabends, mitten in der Nacht und frühmorgens: Schiebetür auf – ritsch, Schiebetür zu – ratsch (im besten Fall) oder – rrrummms (im schlechtesten), je nach Alter des Autos und Beschaffenheit des Menschen. Wenn die Leute dann (wie meistens) nur eine Nacht bleiben, fängt das Räumen und Zusammenpacken meist schon sehr früh (für mich ZU früh) an. Dann hat jedes Auto gefühlte 15-20 Türen, die der Reihe nach aufgemacht und wieder zugeschlagen werden. Und das alles meist direkt neben unserem Bett! Macht Spaß!!! Wir hatten zwei Extreme, eins direkt am Anfang und eins heute.

Am Anfang reiste ein Kastenwagenfahrer mit seiner neuen Liebe morgens um kurz vor 8 (!) Uhr an und fing gleich an, Zeltstangen durch die Gegend zu werfen und bei lauter Radiomusik ein Vorzelt aufzubauen, mit viel Gelächter und Geschäker! GRRRR… Als Uschi ihn später damit konfrontierte, wurde er sofort pampig und erklärte ihr, dass man auf Campingplätzen ab 7 Uhr anreisen und ab 8 Uhr aufbauen dürfe! Es gebe Regeln!! Und er sei schon seit 20 Jahren Camper!!! Seiner Liebsten war das etwas peinlich. Genau die blieben natürlich mehrere Tage und saßen jeden Abend ca. 3m entfernt von uns in ihrem Vorzelt. Wir mussten mithören, was sie sich erzählten, das lieben wir besonders! An einem Abend habe ich um viertel vor eins in der Nacht dann durch unser geöffnetes Wohnzimmerfenster darum gebeten, doch jetzt die Lautstärke zu reduzieren, es gebe Regeln!

Das Extrem heute Morgen war ein gestern angereistes Alkovenmobil älteren Datums mit einem Mann und zwei Frauen. Der Mann hängte schon gestern Abend nach seiner Ankunft ein Batterieladegerät in den Motorraum. Trotzdem sprang der Motor heute Morgen nicht an. Ich wurde wach von lautem Stimmengewirr und dem Lärm eines alten Dieselmotors. Der ADAC war schon da und überbrückte. Es gab aber wohl noch ein weiteres Problem in Form einer defekten Lichtmaschine. Nach ca. 45 Minuten kehrte wieder Ruhe ein, an schlafen war aber für mich nicht mehr zu denken. Wir fragen uns, warum so jemand, der ja schon wusste, dass er ein Problem hat (er war vorsichtshalber ja schon rückwärts auf den Platz gefahren), nicht auf den (Kurzzeit-) Plätzen oben neben dem Rezeptions- und Sanitärhaus stehenbleibt oder gleich außerhalb der Schranke auf einem der drei Plätze für Spätankommende.

Wir hatten auch sehr nette und rücksichtsvolle Nachbarn, aber insgesamt sind wir froh, jetzt mal wieder woanders hinfahren zu dürfen. Maiers hatten uns gebeten, Jule (Ferienhund) noch einmal für eine Woche zu übernehmen, aber da das Wetter sehr unbeständig und regnerisch und ein großer, langhaariger, nasser, dreckiger Hund nicht das Gelbe vom Ei in einem Wohnmobil ist, haben wir beschlossen, Jule (die im vollgepackten PKW von Maiers keinen Platz mehr hat) in Oscarlotta nach Berlin zu bringen. Eine Nacht darf sie auf diese Art dann noch bei uns schlafen (wir fahren die fast 600 km nicht am Stück) und wir sind sehr gespannt, wann sie merkt, dass wir sie auf „ihren“ Campingplatz in Berlin zu Fraule und Herrle bringen. 😉

written by Ingrid