Coole Jule

 
 
Nachdem wir die Nacht in Schnarchenreuth (wer hat geschnarcht???) gut überstanden hatten, ging es auf die letzte Etappe nach Berlin. Maiers waren, wie eine SMS mitteilte, um 8 Uhr in Lauterburg losgefahren, die Frage war, als wir Richtung Autobahn fuhren, ob sie schon an uns vorbei waren oder nicht. Ein kurzer Anruf ergab, dass sie ca. 40km hinter uns sind. 40km bedeutet, dass sie, wenn sie mit 120km/h unterwegs sind, ca. 2 Stunden brauchen würden, bis sie uns überholen, wenn sie aber 140km/h fahren, nur ca. 1 Stunde. Nach einer Stunde begann ich, den hinter uns fahrenden Verkehr intensiv zu beobachten und schon eine Viertelstunde später tauchte ein strahlendweißes Auto im Rückspiegel auf. Das könnten sie sein! Wir fuhren gerade dreispurig im Schrittverkehr in einem Stau, natürlich, da LKW-Überholverbot war, auf der rechten Spur. Und so zogen Maiers, fröhlich winkend, auf der Mittelspur an uns vorbei. Jule, wenn du wüsstest!

Jetzt konnten wir mal daran denken, zu frühstücken und fuhren den nächsten Parkplatz an. Und wer steht dort? Na, wer wohl! Uschi nahm Jule an die Leine und als sie die Tür von Oscarlotta öffnete, stand Jules Herrle direkt davor! Jule war völlig verwirrt, wie kam der denn hierher? Und dann tauchten auch noch Selma und Fraule auf, die vom Toilettenhaus kamen. Jule war außer sich vor Freude!!! Ihr nächster Gedanke, den sie, mich an der Leine hinter sich herziehend, umgehend in die Tat umsetzen musste, war – ihr Kofferraum, in dem sie auf Autofahrten immer liegt. Herrle machte die Klappe auf, Jule wollte einsteigen, aber – alles total voll. Sie guckte, versuchte es ein zweites Mal, keine Chance. Und jetzt geschah etwas Erstaunliches! Ihr könnt es glauben oder nicht, aber in dem Moment hatte Jule verstanden, warum sie bei uns mitfährt. Der Kofferraum war ja voll, also war es doch nur logisch, dass wir sie nach Berlin transportieren! Sie drehte sich um, zog zielstrebig an der Leine über die Fahrbahn auf den Grünstreifen zum Schnuppern und Pipi machen und würdigte ihre Leute keines Blickes mehr. Auch als der Motor ansprang und IHR Auto direkt neben uns vorbeifuhr, schaute sie nicht einmal mehr hoch. Als wir dann nach unserem Frühstück mit ihr weiterfuhren, legte sie sich nicht mehr vorne zwischen uns, sondern mit dem Rücken zur Wand ganz entspannt auf die Seite vor unsere Coach. Es war völlig klar, dass sie genau wusste, wo wir mit ihr hinfahren und dass ihre Leute dann da schon sind. Ein schlauer Hund!!! Kurz vor 15 Uhr waren wir in Kladow am Campingplatz, mussten noch ein paar Minuten warten, bis die Schranke aufging. Jule hatte natürlich schon längst gecheckt, wo wir waren, war aber völlig unaufgeregt und wartete geduldig, bis wir reinfahren konnten. Wir bekamen den Platz direkt neben Maiers und Jule stieg aus Oscarlotta aus, begrüßte ihre Leute und wenn sie reden könnte, hätte sie gesagt: “So, da bin ich, hattet ihr eine gute Fahrt? Bei mir war’s super!”

wieder vereintcoole Jule

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.