Rund um den Sacrower See oder Jule im Glück

 
Sacrower See Hatten wir schon erwähnt, wie schön es hier ist??? Wir gehen einmal um die Ecke und sind schon am Eingangstor vom Campingplatz. Rechts liegt der Groß Glienicker See mit Badestelle(n), links geht es ab in die Wälder, endlos… Jule darf von der Leine und Sand buddeln, rennen, andere Hunde begrüßen und, ihr allergrößtes Vergnügen, baden gehen. Natürlich nicht an den offiziellen Badestellen für Menschen, aber am Sacrower See, mit dem Fahrrad 10-15 Minuten von hier, gibt es eine Möglichkeit nach der anderen. Kleine Sandbuchten mitten im Wald, nicht per Auto zu erreichen und dementsprechend wenig frequentiert. Ein Hunde- und Menschenparadies! Jule zischte wie ein Pfeil in das glasklare, seichte Wasser und ging ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: Fische aufstöbern. Das sieht so aus (bitte auf das kleine Foto klicken!): ay Jule schwimmt

Wir setzten uns derweil auf eine Bank und genossen den Ausblick und Jules Treiben. wir wartenBlick auf den Sacrower See

Jule patroullierte von links nach rechts und von rechts nach links und wieder von vorne, sehr konzentriert und unermüdlich, siehe “hier”. Dann kam ein “Bälleshund” (ist schwäbisch und bedeutet: ein Wasserhund mit Ball). Jule interessierte sich nicht für ihn, ließ sich überhaupt nicht stören und schnitt dem armen Kerl bzw. Hundemädchen eiskalt den Weg ab, wenn es mit seinem Ball zurückgeschwommen kam. Siehe “hier”.

Wir wollten dann irgendwann mal weiter, aber… Mit vereinter Kraft und energischtem Rufen war Jule zu bewegen, aus dem Wasser zu kommen. Aber nur, um bei jeder sich ergebenden Gelegenheit einen kurzen Spurt einzulegen und wieder im See zu verschwinden! Sie kennt die Strecke halt. Wir fuhren unbeirrt, aber langsam, weiter und sie tauchte immer nach einiger Zeit wieder auf. Am unteren Ende des Sees machten wir dann noch einmal Pause und Jule patroullierte wieder, von rechts nach links und von links nach rechts und wieder von vorne, sehr konzentriert und unermüdlich…

Wir fuhren durch die wunderschönen Mischwälder des Naturschutzgebietes „Sacrower See und Königswald“ mit großen, alten Eichen, Birken, Kiefern. Einen Teil des Weges ging es über den Berliner “Mauerweg”. Der führt entlang der ehemaligen DDR-Grenzanlagen über knapp 165 Kilometer um die ehemalige „Insel“ West-Berlin herum. Dazu gehört auch ein Stück „Wassergrenze“ am Großen Wannsee, das sich tagsüber im Stundentakt mit einer Fähre der BVG bewältigen lässt. Auf weiten Strecken folgt die Rad- und Wanderroute dem ehemaligen Zollweg (West) oder dem Kolonnenweg (Ost), den die DDR-Grenztruppen zwischen der eigentlichen Mauer und der so genannten „Hinterlandmauer“ zur Grenzpflege angelegt hatten. Im offiziellen Sprachgebrauch der DDR wurde die Mauer-Schneise als „Demarkationslinie“ bezeichnet – der Berliner Volksmund nannte sie „Todesstreifen“. Es ist ein seltsames Gefühl, sich dort aufzuhalten, obwohl rein gar nichts mehr an diese Zeit erinnert. Die nach 1989 neu gepflanzten Bäume sind inzwischen richtig groß.

Berliner MauerwegAufforstung

Ein hübsches kleines Ausflugslokal fanden wir auch noch und genossen dort Erdbeer-Rhabarber-Kuchen mit Sahne, Rote Grütze mit Vanilleeis und Apfelstrudel mit Vanilleeis und Vanillesoße. Natürlich geteilt durch 3 + Jule (Gretel hatte “Enkeldienst” und war nicht bei unserem Radausflug dabei). Danach hatten wir etwas Mühe, wieder auf den richtigen Weg zurück zum See zu finden, sind aber letztendlich wohlbehalten nach insgesamt ca. 10km wieder am Campingplatz angekommen, allesamt müde, aber glücklich!

ausruhen

Jule hatte übrigens am nächsten Tag Muskelkater!!!

written by Ingrid
photos and videos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.