Der Sonne entgegen!

 
 
Seenlandschaft Am Sonntagvormittag brachen wir in Lauterburg auf zu unserer Herbsttour in’s Bayrische. Erstes Ziel war Seefeld am Pilsensee. Da hatte ich uns einen Campingplatz ausgesucht, der direkt am See liegt und ACSI akzeptiert (18.-€ incl. Strom). X=unser Platz Vorsichtshalber (Münchner Oktoberfest) habe ich am Samstag dort angerufen und um eine Reservierung für unser doch relativ großes Mobil gebeten. Die Antwort des Mannes am anderen Ende “der Strippe” lautete kurz und (bayrisch) knapp: Wir haben Plätze genug! Was sich am Sonntagnachmittag dann doch als etwas übertrieben herausstellte. Doch bevor wir dort ankamen, mussten wir bis kurz vor Memmingen im grauen Einerlei fahren. Dann wurde der bayrische Himmel jedoch weiß-blau, so wie es sich gehört, Sonne satt! Die graue Wolkenwand nördlich der Autobahn war dauernd zu sehen, Gott sei Dank bewegte sie sich nicht weiter nach Süden. Der einfache, urwüchsige Campingplatz liegt mitten in einem Park am See mit hohem Baumbestand. Wir bekamen einen Platz (angeblich den letzten großen für eine ganze Woche) zugewiesen, der von der Länge her gerade lang genug ist, aber quer riesig, nur leider total schief. Egal, wir stehen schön mit Blick auf den See und unser Flitzi passt noch prima neben Oscarlotta. Dass der Platz an den Seiten ziemlich matschig ist, liegt einfach an den Regenfällen in der letzten Woche.
Platz für alleSeeblick
Wir genossen die Sonne bei einem Milchkaffee auf der lauschigen Terrasse des kleinen aber feinen Lokals mit Biergarten direkt am See. SeehausSeehaus-KaffeegartenSeehaus-TerrasseBlick auf den SeeBlick auf den SeeSeehaus-Garten 
Bei einem Spaziergang am See entlang entdeckten wir lustige “Schlaffässer” und die wohl kleinste Ketsch der Welt, für Nichtsegler: ein Segelschiff mit Großmast und Besan (kleinerer Mast am Heck).
SchlaffässerMini-Ketsch
Beim weiteren Rundgang über den Campingplatz inspizierten wir das (einzige) Sanitärhaus, alles ok, Waschmaschinen und Trockner gibt es auch. Der kleine Laden hat jetzt zum Saisonende nur noch am Vormittag auf.
VERBOTEN!!!Pech für Paule, Glück für OskarWir sind in Bayern!Gartenidylle GartenidylleBademoden (auch für Frösche?) 
Zum Schluss noch Grüße von unseren “Beifahrern”, wobei der kleine Bär “Fritzi” in Flitzi bei Ingrid nur gepennt hat. Hippolinchen hat behauptet, dass sie in Oscarlotta Uschi ganz dolle unterstützt hat, indem sie “Tommie” kontrolliert hat, damit wir alle auch ja gut an unserem Ziel ankommen.
Beifahrer Fritzi (sonnt sich oder schläft?)nach getaner Arbeit

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Eseleien und sonstiges

 
 
Am Samstag kamen die Esel zu den Eseln, ähhh – zwei niedliche männliche Esel, Gustl und Hannes, kamen zu uns auf den Campingplatz. Sie leben auf einer Eselfarm in Dettingen und sind aufgrund ihrer stoischen Gelassenheit (manche sagen auch Bockigkeit) in der Lage, auf bockige (manche sagen auch stoisch gelassene) oder sonstwie „gestörte“ Kinder therapeutisch heilend zu wirken. Das wäre ja vielleicht auch etwas für den einen oder anderen Erwachsenen, nur leider sind die Esel dafür zu klein, zumindest was das Reiten betrifft. Pech für die Erwachsenen, Glück für die Esel!

Es waren einige Camperkinder da, die ihren Spaß hatten mit Esel führen, streicheln, füttern UND reiten. Sogar die ganz Kleinen, die auf dem Eselrücken (ohne Sattel!) von Papa oder Mama festgehalten werden mussten, trauten sich. Eine Eselrunde rund um den Campingplatz durch den Wald gab es gleich zu Beginn und dann durften Gustl und Hannes zeigen, wie gelassen sie sind. Sie haben ihre Sache gut gemacht, kein Kind ist abgeworfen worden, der Eselparcour wurde weitgehendst fehlerfrei bewältigt. Ab und zu klappte es nicht ganz mit der Koordination eines der hinteren Beine – aber da hat ein Esel ja auch keine Augen (!) – und der Gang am Möhreneimer vorbei funktionierte auch nicht immer ganz reibungslos, d. h. ohne Zwischenstopp. Für Eltern und sonstige Zuschauer gab es, wie immer bei Campingplatz-Events, Kaffee und Kuchen im großen Zelt. Somit waren alle zufrieden!

EselbesuchEselbesuchEselbesuchEselbesuchEselbesuchEselbesuchEselbesuchEselbesuchEselbesuchGustlHannes

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Das doppelte U

 
 
Heute möchte ich euch mal eine völlig andere Geschichte erzählen!
Uschis Vater besitzt eine WIRKLICH große private Modellbau-Eisenbahnanlage. Wie bei vielen Männern entstand die Liebe zur Modellbahn schon in Kindertagen und wie bei den meisten ging sie (zunächst) nicht über die Jugendzeit hinaus. Als Uschis Eltern 1969 ein eigenes Haus bezogen, war die Chance einer richtigen Modellbahnanlage in greifbare Nähe gerückt. Die beiden Töchter waren schon fast erwachsen und als die beiden Kinderzimmer im Untergeschoss des Hauses dann frei wurden, fing Heiner an, zunächst in einem der Zimmer (3,90m x 2,85m). Er war in der glücklichen Lage, eine “Wand-Rundumanlage” planen zu können, die natürlich viel größere Gestaltungsmöglichkeiten bietet als eine rechteckige oder L-förmige und außerdem gewährleistet, dass man – bei max. 90cm Tiefe – noch überall zumindest mit einer Hand hinlangen kann, ohne unter der Anlage herumkrabbeln zu müssen, um zu einer Ausstiegsluke zu gelangen. Nach einigen Jahren stand die erste Planung, die bei Modelleisenbahnern der wichtigste Teil ist (so wie im wahren Leben auch). Heiner hatte sich entschieden, seinen HO-Grundstock im Tausch gegen die noch relativ neue Spur N (Maßstab 1:160) herzugeben, weil damit eine viel realistischere Gestaltung von Strecke und Landschaft auf gleicher Fläche möglich ist, der Platzbedarf beträgt etwa ein Viertel der Fläche einer H0-Anlage. Als Zeitepoche wählte er die Bundesbahnzeit nach 1945 (Epoche III), in der es noch überwiegend Dampfloks, aber auch schon Diesel- und Elektroloks gab. Die Pläne ließen schon bald einen ausgeklügelten Gleisverlauf mit Fahrzeit verlängernden verschlungenen Strecken, mit einem im Bogen angeordneten Durchgangsbahnhof, einem Kopfbahnhof, einem Schattenbahnhof und einem respektablen Baubetriebswerk mit Drehscheibe und Ringlokschuppen erkennen. Der erste Plan (natürlich von ihm selbst skizziert), der auch schon baulich verwirklicht wurde, sah folgendermaßen aus:

1. Planstufe

Beim Bau der Anlage kam Heiner sein Beruf bzw. sein gestalterisches und künstlerisches Talent und Geschick zugute. Die Landschaftsgestaltung innerhalb der Anlage und der selbst gemalte Übergang von der Anlagengestaltung zu den gedruckten Hintergrundfotos ist wunderbar gelungen und unglaublich vielfältig!

Gesamtansicht Landschaft (real gedruckt)

19 Jahre später, als Heiner, der als freiberuflicher Grafiker zu Hause gearbeitet hatte, in den Ruhestand ging, wurde der nebenanliegende Raum (sein Büro) auch frei und die Anlage wurde durch einen Wanddurchbruch auf zwei Räume erweitert. Jetzt hatte er eine Fläche von 5,70m x 3,90m zur Verfügung! So kam es zu dem “doppelten U”, wie auf der Zeichnung gut zu erkennen ist und so ist der Zustand der Anlage heute noch.

Anlagenplan

Die Züge fahren durch “Tunnel” (Wanddurchbrüche) von einem Zimmer in das andere. 12 Züge können in dem nun neuangelegten Schattenbahnhof (links im Bild, mit hochklappbarer Abdeckung) “geparkt” werden. Um ein ständiges Umsetzen der Loks zu vermeiden und weil es viel schöner ist, wenn der Zugbetrieb durchläuft, musste eine Kehrmöglichkeit her. Die fand Platz in der oberen Schublade des nun nicht mehr benötigten Zeichnungsschranks und misst im größten Radius 45cm! Zwei zusätzliche Durchfahrtsgleise ermöglichen nun einen reibungslosen Zugverkehr.

12-gleisiger Schattenbahnhof

Der linke Teil der Anlage wird beherrscht von dem Gebirgszug “Doppelstein” mit “Burg Doppelstein” und Bahnhof “Doppelstein”. Direkt daneben liegt die “Stein-Brauerei” und der “Gasthof zum Adler”, in dem die Reisenden sich erst einmal erholen, erfrischen und stärken können. Einen hübschen kleinen Gebirgssee gibt es auch, also wird der eine oder andere Reisende vielleicht nach einem Pensionszimmer fragen!

Doppelstein  Burg Doppelstein Bahnhof DoppelsteinStein-Brauerei mit BahnhofStein-Brauerei Brauereigasthof Adler

Im rechten Zimmer beherrschen ein mittelgroßes Dampflok-Betriebswerk und der große, fünfgleisige Durchgangsbahnhof “Tiefenthal” den linken Teil. Das hübsche Fachwerkstädtchen “Tiefenthal” erstreckt sich hinter dem Bahnhof bis zu den Weinbergen.

Drehscheibe und Lokschuppen Bahnbetriebswerk DrehscheibeLokschuppenTiefenhal mit Bahnhof

Vom Bahnhof aus führt eine Nebenbahnstrecke in einer Wendel zu dem idyllisch gelegenen Ort “Eckenberg”. Zwischen “Tiefenthal” und “Eckenberg” liegt ein kleines Hafengebiet sowie ein Kraftwerk und ein Schotterwerk. Hier ist die Streckenführung so gestaltet, dass durch einen Güter-/Abstellbahnhof viele Rangiermöglichkeiten bestehen.

EckenbergKircheBahnhof EckenbergGewerbegebiet mit FlusshafenGüterbahnhof  
Eine Abzweigung von der Hauptstrecke im unteren Teil des rechten Plans führt an einer Eisengießerei vorbei in den Kopfbahnhof “Bad Zang”, der auch einen E-Lok-Schuppen beherbergt.

Eisengiesserei Hohenburg Bahnhof Bad Zang Bad Zang

Der (erste ursprüngliche) Schattenbahnhof im rechten Teil der Anlage liegt unter abnehmbaren Landschaftsabdeckungen, so sind die 5 Abstellgleise und die zwei Durchgangsgleise von oben in ganzer Länge erreichbar. Eine besondere Herausforderung stellte die Unterquerung des Flusses im Hafengebiet (oben rechts im Plan) dar. Den Schattenbahnhof tiefer zu legen, wäre mit Schwierigkeiten verbunden gewesen. Die Lösung lag in der Nachgestaltung einer Turbinenanlage, durch deren Inneres die Züge bequem hindurchfahren können. Um den optischen Zusammenhang des Wasserlaufs zu unterstreichen, wurde ein Stück “Turbinen-Oberwasser” gestaltet. Die Differenzhöhe zwischen Ober- und Unterwasser beträgt ca. 5cm, entsprechend ca. 8m Höhe bei einer Kaplan-Turbinenanlage.

Bedient wird die Bahnanlage über ein aus handelsüblichen Teilen selbst gebautes Gleisbild-Stellpult. Um von dort einen Überblick auf Bahnhof “Doppelstein” und das Geschehen im linken Zimmer zu haben, hat Heiner dort eine Videokamera installiert und kann an einem Monitor an seinem Stellpult alles problemlos überwachen. Sehr pfiffig!

Insgesamt drei Stromkreise versorgen die Gleise mit Spannung. Die Nebenbahnstrecke hat durch eine Pendelzug-Automatik einen eigenen Betriebsablauf. Für Rangiertätigkeiten kann die gesamte Anlage mittels zweier Umschalter über einen Trafo bedient werden.

Die gesamte (zweigleisige) Hauptstrecke ist etwa 37m lang, ein flotter Reisezug (bei angenommenen 120 km/h, ermittelt über eine Teststrecke per Stoppuhr und dann umgerechnet) braucht für einen kompletten Durchlauf satte 3 Minuten, ein Güterzug 4,5 Minuten. Ein reibungsloser Zugverkehr ohne Überwachung (kein Blockbetrieb) ist möglich mit 4 Zügen gleichzeitig.

Beim 5. Internationalen Modellbauwettbewerb des Eisenbahn-Journals im Jahre 1997 belegte Heiner mit seiner Anlage in der N-Klasse einen respektablen 5. Platz!

Die gesamte Bauphase zog sich von 1975 bis ca. 1998 hin, “ganz fertig” wird ein Eisenbahner ja nie. Seine größte Freude ist jetzt, mit allen möglichen Zugzusammenstellungen „Betrieb” zu machen. Jetztzustand des rollenden Materials sind ca. 150 Lokomotiven mit entsprechendem Wagenmaterial. Den größten Anteil in seinem Bestand hat die Deutsche Bundesbahn, auf einen kleineren Teil verteilt sich Reichsbahn und Länderbahn.

Die gesamte Anlage ist – auch aufgrund ihrer Größe – so vielfältig und mit so vielen liebevollen und teils auch witzigen Details und Szenen versehen, dass man sicher stunden-, wenn nicht tagelang mit den Augen darauf spazierengehen müsste, um wirklich alles entdeckt zu haben.

WaldaussichtsturmBauernhofNeubaugebietGaststätte zum Bahnbetriebswerk

Wieviele Stunden Arbeit, Überlegung, Tüftelei, Fummelei in dieser Anlage stecken, ist fast unvollstellbar. Einige seiner um bis zu 30 Jahre jüngeren Eisenbahnfreunde bringen ihre eigenen Züge mit, um sie auf seiner Anlage fahren zu lassen! Und Heiners Fachwissen und seine Ratschläge sind immer noch sehr begehrt.

Wir wünschen ihm noch einige Jahre Freude mit seiner ganz eigenen “Miniatur-Wunderwelt”!!!

Und für die besonders Interessierten füge ich hier noch eine “Zeitreise” an, die Heiner vor vielen Jahren mal für ein Eisenbahn-Journal geschrieben hat sowie eine ebenfalls selbstgeschriebene “Foto-Reportage im N-Land”. Der Spaß beim Lesen ist garantiert!!! Denkt dran, dass ihr die Fotos durch anklicken vergrößern könnt, um den Text besser lesen zu können!

Epochen 1Epochen 2
Epochen 3Epochen 4

Fotoreportage 1Fotoreportage 2Fotoreportage 3Fotoreportage 4

Ein ganz besonderes “Schmankerl” noch zum Schluss: Ein kleines, nicht besonders professionelles Video, das euch aber hoffentlich trotzdem Spaß macht. Bitte “hier” klicken!

written by Ingrid
photos and videos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

UPDATE:

Leider ist Heiner im Dezember 2018 mit gesegneten 91 Jahren verstorben. Jetzt ist seine schöne Anlage herrenlos und muss, da das Haus verkauft wird, abgebaut werden. Wenn hier jemand liest, der Interesse hat oder einen Tipp zur Vorgehensweise, bitten wir um eine Nachricht per Kommentar oder eMail (Adresse im Impressum).

Ich habe noch ein paar weitere Fotos gemacht und ein Online-Album erstellt, das „hier“ angeschaut werden kann. Die einzelnen Fotos bitte zum Vergößern anklicken bzw. nach dem Vergrößern mit den Richtungspfeilen navigieren.

Sommersaison am Hirtenteich

 
 
Herbst!!! Der Sommer ist vorbei! Alle Zeichen stehen auf Herbst, aber wir haben ja auch schon Ende September. Die Zugvögel machen sich bereit für die Reise gen Süden. Wir warten noch, bis Moni Ende der Woche ihren Flieger zurück in die Vereinigten Staaten von Amerika besteigt und dann ist die Sommersaison hier in Lauterburg für das Jahr 2014 für uns auch vorbei. Enti wird wieder in ihr Winterquartier gebracht und verbringt die kommenden Monate in Gesellschaft eines alten Treckers in einer Garage. Die Beiden verstehen sich. In meinem Hänger (in dem die Reste meines alten Lebens aufbewahrt werden) wird ein Luftentfeuchter aufgestellt, das Blech-Gartenhäuschen wird mäusesicher gemacht, wahrscheinlich genauso erfolglos wie bisher. Wir genießen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen, wer weiß, wann wir das wieder können. Wir haben nämlich eine schwerwiegende Entscheidung getroffen: DIESEN WINTER BLEIBEN WIR IN DEUTSCHLAND!!!

Warum??? Wir sind etwas spanienmüde. Das kristallisierte sich immer mehr heraus und unsere Stell- und Campingplatzerkundungen vom letzten Winter haben uns gezeigt, wie unglaublich voll und eng es überall inzwischen ist. Nicht unser Ding! Und da, wo noch genug Platz wäre (z. B. bei Björn auf seiner Finca Caravana), ist es zwar schön, aber für längere Zeit viel zu weit ab von allem, nicht nur vom Meer. Außerdem haben wir das Gefühl, mal wieder etwas mehr zu wollen als „nur“ schönes Wetter. Wir wissen, dass wir damit alle Anrechte auf unseren Platz am Torre vergeben! Aber es überwiegt bei dem Gedanken, dass der kommende Winter so sein wird wie schon viele Winter zuvor, ein Gefühl des Überdrusses. Wir kennen alles schon so gut! Es ist so vorhersehbar, wie jeder Tag abläuft. Wir möchten mal wieder etwas Neues erleben. Und was sollen wir denn noch hier schreiben, was es nicht schon mal gab? Vielleicht werden wir es bereuen, wenn wir uns hier im Dezember den Arsch abfrieren, andererseits freuen wir uns auf DEUTSCHE Weihnachtsmärkte in Bruchsal, Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe, Speyer, Schwetzingen, Sinsheim, Bad Wimpfen…… (ich werde mir die volle Dröhnung reinziehen!!!). Und Silvester möchte ich ein FEUERWERK!!!. Gibt es dort, wo wir in Spanien sind/waren, nicht. Kino, Thermalbad, Geschäftsöffnungszeiten über Mittag und nicht erst abends wieder ab 17 Uhr, das alles möchten wir mal wieder. Klar, wir werden das Meer vermissen, unser Café am “Katzenboulevard”, den einen oder anderen Spanienüberwinterer, es tut uns Leid, dass wir unser Versprechen, zu Björn zu kommen, nicht einhalten, aber es heißt ja nicht, dass wir nie mehr nach Spanien fahren wollen. Diesen Winter jedoch brauchen wir neue Erfahrungen, Erlebnisse, Eindrücke.

Flitzi hat Winterreifen bekommen, Oscarlotta einen Isoliervorhang, der die Kälte, die vom Motorraum kommt, abhält. Wir suchen unsere richtig warmen Kleidungsstücke zusammen. Viel mehr Gas werden wir verbrauchen! Das Gasflaschen wechseln wird gewöhnungsbedürftig sein. 🙂 Wir wissen, was auf uns zukommt, unser letzter Winter in Deutschland war ein harter, 2009/10. Über Wochen war sogar die Nordsee zugefroren. Wir haben damals unser Blog begonnen, waren in St. Peter-Ording, haben einfach gewartet, bis die Straßen wieder befahrbar waren und fanden es toll. Also, auf in ein neues Abenteuer!!! Dieses seltsame weiße kalte Pulver, wie heißt das noch mal?

written by Ingrid

Vergnügen! …zwischen Himmel und Erde.

Das ist das Motto der diesjährigen Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd.

Wir haben ja gerade “Familienwochen”. Erst kamen mein Bruder und seine Frau uns für fünf Tage in Bad Schönborn besuchen; Thermalbadbesuch, Computer von alt nach neu und von XP nach Windows 7 umziehen, essen gehen, spazieren gehen, quatschen. Dann haben wir am Montag Uschis Schwester Moni, die aus USA zu Besuch gekommen ist, bei ihrer Freundin in Ludwigsburg abgeholt und mit auf die Schwäbische Alb genommen. Unsere Oscarlotta ist nur für zwei Personen zugelassen bzw. wir haben nur zwei Gurtplätze. Uschi saß während der Fahrt auf dem dritten Sessel an unserer “Barversion” (gut gesichert durch den Tisch) und wäre im Notfall schnell im Bad verschwunden. Es wollte aber niemand etwas von uns. In Lauterburg wurden wir mit frischem selbstgebackenen Kuchen von Maiers empfangen, der “Opa” war auch eingeladen und so sahen sich Vater und Tochter nach langen 7 Jahren endlich mal wieder. Im letzten Sommer waren wir ja bei Moni im Nordwesten der USA zu Hause gewesen und mit Beruf, Mann, zwei Hunden, zwei Katzen, Haus und Garten kommt sie nur schlecht weg. Und für “mal eben” ist die Entfernung einfach zu groß.

Am Donnerstag besuchten wir auf ihren Wunsch hin gemeinsam die Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd, ihre Freundin stieß auch dazu und später noch eine weitere Freundin aus alten Studententagen. Natürlich gab es viel zu erzählen, zumal Uschi die beiden anderen Frauen auch gut kennt. Moni ist zwar schon seit 30 Jahren in USA, aber da sie und Uschi vom Alter her nur 2 1/2 Jahre auseinander sind und beide an der PH in Ludwigsburg studiert haben, haben sie viele Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse und Unternehmungen. Es wurde ein netter Nachmittag!

Die Gartenschau selbst hat uns auch gefallen, obwohl aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit vieles bereits verblüht und vertrocknet war. Der Slogan “zwischen Himmel und Erde” bezieht sich darauf, dass der größere Teil der Gartenschau in einem Landschaftspark auf einer Hochebene über der Stadt liegt, genannt “Himmelsgarten”.Landesgartenschau (Himmelsgarten und Himmelsleiter) Das “Erdenreich” ist die historische Innenstadt von Schwäbisch Gmünd, der Stadtgarten und die Fluss- und Bachläufe von Rems und Josefsbach. Wir parkten auf dem Parkplatz “Erde” und fuhren mit einem kostenfreien Shuttlebus in 20 Minuten hoch zur Haltestelle “Himmel”. Man hätte genauso wieder zurückfahren können, wir zogen es aber vor – nachdem wir ausgiebig alles angeschaut und im Kuhstall-Restaurant unseren ersten Hunger gestillt hatten – über die “Himmelsleiter” wieder nach unten zu wandern. Laut Eigenwerbung gab es noch nie irgendwo eine Gartenschau, in die ein bestehendes Waldgebiet integriert wurde. Wir liefen also ca. 2,5km durch den wunderbar kühlen Taubental-Wald. Sofort zu Beginn ist ein toller Hochseilgarten angelegt worden, insgesamt 1km lang und mit 10 verschiedenen Touren, u. a. auch für Kinder und Rollstuhlfahrer (!!!). Zur Dekoration hingen ein paar “Statisten” in Hängematten ab.

am Hochseilgartenam Hochseilgartenam Hochseilgarten

Baumpflege Der gesamte Weg nach unten, den es in drei unterschiedlich langen Varianten gibt, ist sehr abwechslungsreich gestaltet, mit vielen Infos zu Waldpflege etc., einer XXL-Waldkugelbahn (300m), Holzskulpturen und einem Waldentdeckersteg (470m). Dieser Teil der Gartenschau hat uns allen am besten gefallen! Allerdings waren wir froh, das alles von oben nach unten bewältigen zu können, es sind doch einige Höhenmeter zu überwinden.

WaldentdeckerstegWaldentdeckerstegWaldentdeckerstegWaldentdeckerstegWaldentdeckersteg

Zurück auf der “Erde” haben wir uns das Strandleben an der Rems mit echten Strandkörben angeschaut, nackte Kleinkinder spielten im Sand (auch oben im “Himmelsgarten” gab es schon einen ganz tollen Wasserspielplatz). Und am Bahnhof gibt es eine total interessante Uhr, die auf etwas andere Art die Zeit verrät.

Badeleben an der RemsForum Gold und Silber

Qlocktwo GamundiaQlocktwo GamundiaQlocktwo Gamundia    

Mittlerweile waren unsere Füße plattgelaufen und unser einziges Problem war nur noch, ein nettes Restaurant zu finden. Beim Essen fing es irgendwann leicht an zu regnen, was uns unter unserem riesigen Sonnenschirm nicht weiter störte. Später am Abend wieder zu Hause wollten wir dann allerdings nichts mehr als endlich die Füße hochlegen!!!

platte Füße

Jetzt gibt es für euch einfach noch eine bunte Fotoauswahl!

ErntewagenAussichtsturm "Himmelsstürmer"BlütenprachtWeidendomWeidendom von innen nette HandwerkskunstGewächskundena, was ist das?Blütenvielfaltluftiges BettBlütenprachtGartengestaltungBlütenprachtGoliathStillebenFlechtwerkKräuterhäusleDurch- und Ausblickhübsches Bäumchen BlütenprachtPhantasie-TorbogenWurzelwerkOrigami-Baum

written by Ingrid
photos taken by Uschi with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Ein herzliches Dankeschön

 

an alle Freunde, “heimlichen” Leser, Interessierten, in Suchmaschinen Stöbernde und dabei uns Findende, Gucker, Neugierige, Schmökerer, Kommentarschreiber und Verlinker unseres Blogs für eure Vielzahl der Aufrufe! Heute waren es für uns unfassbare, sagenhafte 20000 (!!!) Zugriffe seit Beginn unseres öffentlichen Blogs Anfang Februar.

Bleibt

Wir freuen uns riesig!

 uns

Nun werden wir sehr motiviert die nächsten Einträge “zu Papier bringen”.

treu!

Auf die nächsten 10000 Zugriffe!

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Fitt, alt und schön – wer ist was?

 
 
Wir sind gerne hier! Der Stellplatz ist schön, trotz der überwiegend guten Belegung ist es angenehm ruhig. Alle freuen sich darüber, dass der Sommer noch einmal in Verlängerung gegangen ist, man sitzt draußen vor seinem Mobil, beobachtet die Neuankömmlinge, schließt Wetten ab, ob sie die Logistik der Rondell-Plätze wohl auf Anhieb verstehen oder nicht (!!!), richtig-falschdie Nachbarn zur Linken marschieren mit Badetaschen in’s Thermalbad, die zur Rechten kommen von einer kleinen Fahrradtour zurück, gegenüber wird draußen gekocht, die übernächste Nachbarin strickt den zigsten Socken (Uschi auch). Alle machen einen sehr zufriedenen Eindruck!

nette Nachbarn

Wir raffen uns alle zwei bis drei Tage auf zu einer kleinen Fitnessrunde. Die Umgebung hier ist ja wie gemacht dafür. Es gibt Waldwege, geteerte Wirtschaftswege, Reitwege, Fußpfade, je nachdem, wie man unterwegs ist. Wir bevorzugen z. Z. Walkingstöcke (Uschi) und Paulinchen (Ingrid). Paulinchen hatten wir euch schon einmal vorgestellt, erinnert ihr euch? Falls nicht, bitte “hier” klicken! Es geht hier bergauf und bergab, ersteres etwas bis ziemlich anstrengend, letzteres herrlich, für Ingrid und Paulinchen. 😉

Die Länge der Tour können wir sehr flexibel gestalten, es gibt überall die Möglichkeit, abzukürzen. Bisher haben wir aber immer die eingezeichnete Strecke absolviert, ca. 5km. Ihr seht auf dem Plan aber, dass es noch viel mehr Möglichkeiten gibt. Das schwarze X bezeichnet in etwa die Lage unseres Stellplatzes.

Sportrunde

Am Anfang war das Wetter noch nicht ganz so gut (warm), wie man sieht, das hat sich aber schnell geändert! 

kleine Pausekleine Pause

Zu Beginn und zum Schluss kommen wir immer an der Anlage der „Eisenbahnfreunde – Bad Schönborn“ vorbei und dort steht fast immer diese wunderschöne alte Kastenente! Sein Besitzer werkelt auf dem Gelände herum. Der nächste Fahrtag ist leider erst wieder am 20. September, dann sind wir schon wieder weg. Aber auch das haben wir ja früher schon erlebt, “hier” nachzulesen.

KastenenteKastenente
Kastenente

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Ver- und Entsorgungsstation, Beobachtungen…

 
Wir stehen jetzt seit fast zwei Wochen auf der “Parzelle” mit der Nummer 80. Wie Ingrid schon erwähnt hat, stehen wir nahe an der Ver- und Entsorgungsstation – kurz auch V+E-Station genannt – und haben dadurch einen sehr kurzen Weg zum Abwassergully und dem Toilettenausguss sowie zum “Wasserspender” für Kleinmengen, sprich 10l Wasser (eine Gießkanne voll) für ein 10-Cent-Stück. Außerdem gibt es an der Wassersäule hinter dem Toilettenausguss noch einen Gardena-Anschluss für einen (eigenen) Wasserschlauch. Hier kann man für 1 Euro 100 Liter Trinkwasser bunkern.

Und weil wir hier so nahe “am Geschehen” stehen, sehe vor allem ich meistens am Vormittag bei meinen “Frühstücksvorbereitungen” den “Benutzern” dieser Einrichtungen bei der Benutzung derselben zu. Dabei fielen mir des öfteren die unterschiedlichen “Arbeitsweisen” der Mobilisten auf, oft war es zum Schmunzeln, öfters konnte ich nur den Kopf schütteln und ab und zu fing ich unwillkürlich an zu schimpfen, was dann sogar Ingrid auf den Plan rief. Nun versuche ich, einige “Darbietungen” der letzten Tage zu beschreiben:

Toilettenentleerung (Kassette und Festtank möglich)

Laut lachen: Ein Mobilist mit hellblauem Oberhemd (ohne Krawatte) und Anzughose lief mit zwei 5l-Wasserkanisterchen auf die V+E-Station zu. Er fand sofort die Wassersäule mit Münzeinwurf für einen Euro, aber den seitlich angebrachten Wasserhahn mit zugehörigem blauen Zeichen für Trinkwasser fand er auch nach etwa 30 Sek. immer noch nicht, sein Glück! In der Zwischenzeit kam ein anderer Mobilist dazu, er wusste um die andere Wassersäule und ihre Funktion und ersparte dem mit dem hellblauen Hemd einen Euro für 100l auf zwei 5l-Kanister (!) verteilt, er spendierte ihm sogar ein 10-Cent-Stück für den Kleinmengenautomaten.

Wasserspender für Kleinmengen

Zwinkerndes Smiley: Ein Mobilist, etwas klein aber dafür fülliger, geht zu den Mülltonnen, die am Rand der VE-Station stehen. Er öffnet die blaue Tonne für Papier und entsorgt etwas aus Papier. Dann, urplötzlich, stürzt er sich kopfüber in die Tonne, nur die Beine hängen noch raus. Als er wieder auftaucht, hat er…nein, keinen vorher hineingefallenen Schlüssel oder einen Geldbeutel in der Hand, sondern… die Bildzeitung des Tages.

Verliebt: Ein Mobilist steht mit seinem Mobil in der Warteschlange und wartet auf seinen Auftritt. Damit er dann schneller an der Entsorgungsstation fertig wird als sein Vorgänger, dreht er sein Mobil mühevoll auf dem Weg schon mal um und fährt, als er an der Reihe ist, sauber rückwärts an den Gully ran. Da fragt seine draußen schon wartende Beifahrerin, wo denn der Abwasserstutzen wäre. Antwort durchs offene Fenster: “Na da, vor dem Hinterrad.” Sie sucht und findet nichts, keinen Stutzen, nichts. Er steigt aus, schaut selbst, sagt nichts, steigt ein und dreht seinen Hymer mühevoll wieder um, und siehe da, auf der Fahrerseite gibt es den gesuchten Stutzen, vor dem Hinterrad!!!

V+E Station mit Gully (mittig)

Zwinkerndes Smiley: Ein Mobilist möchte passgenau (d. h. Abwasserstutzen direkt über dem Gully) sein Abwasser entsorgen. Zur Einweisung steht auch wieder seine Beifahrerin in Hab-acht-Stellung und winkt in rückwärts, gehorsam bewegt er sein Mobil langsam rückwärts, sie winkt und winkt und winkt, er fährt und fährt und…hält an. Aus dem Fenster heraus meint er lapidar: “Das kann nicht sein, soweit vorne haben wir unseren Abwasserstutzen nicht.” Die Dame hatte irgendein Teil hinter dem Vorderrad im Visier, hat aber dann doch noch den Ablassstutzen weiter hinten gefunden und ihren Fahrer wieder vorwärts gelotst, bis es gepasst hat. Am Ende hat der gute Mann dann doch noch sein Abwasser sehr ordentlich entsorgt, im Gegensatz zu manch anderem. 

Vor Lachen auf dem Boden wälzen: Ein Mobilist fährt genau zwischen Gully und Wassersäule, die für 100l, und kriegt nach längerer Wasserschlauchsuche und noch längerer Suche nach dem Gardena-Anschlussstück seinen Wasserschlauch angeschlossen, 10-15 Meter Schlauch liegen hingeschmissen auf dem Boden. Der Wasserhahn wird aufgedreht – upps – kein Wasser? Münzeinwurf entdeckt, eine Euromünze geholt und reingeworfen, Wasser kommt mit viel Druck sofort und somit sehr überraschend für den Münzeinwerfer, seine Begleiterin und einen zufällig dabeistehenden “Abwasserentsorger”, huuuch! Das sich flott drehende Schlauchende wird eingefangen und in den Füllstutzen des Wassertankes gestopft, na ja, 80l reichen ja auch.

Erzürnt: Bevor derselbe Kanditat den Wasserspielplatz verlässt, lässt er noch schnell mit 2m Abstand zum Gully sein Dreckswasser direkt auf die Straße laufen, FERKEL! Nochmal kurz rangieren war dem Herrn wohl zu zeitaufwändig.

Vor Wut kochen: (unappetitliche bis eklige Angelegenheit, weiterlesen freiwillig!)

Ein Mobilist mit einem Toiletten-Festtank (wie das Wort schon sagt fest unter dem Wohnmobil eingebaut mit Ablassstutzen  im Gegensatz zu den tragbaren Kassetten) wollte entsorgen. Wir haben in USA gelernt: Erst den flexiblen Schlauch ins immer vorhandene passende Entsorgungsloch stecken und mit Schuh oder Stein vorsichtshalber fixieren. Dann den Schieber des Toilettentanks ziehen, wenn nichts mehr kommt, zusätzlich Schieber des Abwassertankes öffnen und mit dem Abwasser den Schlauch spülen. Zum Schluss noch mit Wasser “flushen”, d. h. beide Festtanks und den flexiblen Abwasserschlauch über einen Extraschlauchanschluss spülen. Doch zurück zu unserem Kandidaten. Ich wurde zwar nicht Zeuge der wohl unsachgemäßen Entsorgung, wurde allerdings beim Entleeren unseres Abwasserrollwagens am Gully mit hinterlassenen “Feststoffen” auf dem Asphalt und unter dem Gullygitter konfrontiert. Der Übeltäter war zu diesem Zeitpunkt noch beim Wasserfassen. Nach vielen schlechten Erfahrungen mit männlichen Wohnmobilisten, die ich auf ein Fehlverhalten hingewiesen habe und dann aufs Übelste beschimpft worden bin (gäbe auch einen Blogeintrag), beschwerte ich mich dieses Mal ungern aber umgehend beim Betreiber. Zurück auf unserem Platz  sah ich doch wirklich, wie der “Entsorger” im Gespräch mit der Frau des Betreibers ihr bedeutete, entweder, dass ich das wohl gewesen sei (?) oder, dass ich ihn verpfiffen hätte (???)! Ich wurde jetzt richtig wütend, stellte ihn zur Rede und erklärte dabei, dass ich sogar versucht hätte, mit meinem Abwasserschwall seine Hinterlassenschaften mit hinunter zu spülen. Und jetzt kam leider wieder das Übliche, er beschimpfte mich!

Am darauffolgenden Tag konnte ich dann einen Mobilisten  beobachten,  der ganz selbstverständlich mit einem Eisenhaken das Gullygitter entfernte, um dann sachgemäß seine Festtanks zu entleeren und nachspülte, wie wir es in USA gelernt hatten, KLASSE! Geheimnis erzählendes Smiley

An dieser Stelle möchte ich noch ein paar Worte verlieren zu diesem eigentlich unerschöpflichen Thema: Die s c h w i e r i g e Versorgung eines Mobils mit Trinkwasser und die anscheinend n o c h  s c h w i e r i g e r e Entsorgung des Abwassers und des Inhaltes einer Kassettentoilette oder eines Festtanks. Mir selbst sind diese Tätigkeiten seit über 30 Jahren Wohnmobilfahren alltäglich geworden. Ich habe im Laufe dieser Jahre einschlägige Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Sorten von Entsorgungs-Stationen, von einfachst, sprich entsorgen direkt in einen Schacht für alles ohne Chemiezusätze (schweren Eisendeckel vorher wegwuchten) bis hin zu den modernen Sani-Stationen mit ihren Gebrauchsanweisungen, teilweise in mehreren Sprachen (Lesebrille unter Umständen nötig) und Schlitzen für unterschiedlichste Münzen an den unterschiedlichsten Stellen der Automaten.

Da erinnere ich mich doch wieder mit ein klein wenig Wehmut an die einfachen, immer gleichen V+E-Systeme auf Camping- oder RV-Plätzen in USA und Kanada: Immer an der fahrerseitigen hinteren Ecke des Platzes, weil alle amerikanischen Mobile ihre Entsorgungsstutzen für Festtanks der Toilette und des Abwassers an der hinteren Ecke der Fahrerseite haben. Wenn keine V+E direkt am Platz vorhanden war, gab es immer noch eine gut anfahrbare Ver- und Entsorgungsstation ohne manchmal etwas schwierig zu verstehende Funktion von Münzautomaten.

Zum Schluß noch der Spruch des Tages:

Leben ist Reisen – Reisen ist (Er-) Leben

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Tag der offenen Tür im TherMarium

 
 
Am Sonntag war “Tag der offenen Tür” im gesamten TherMarium, d. h. im Thermalbad, dem angeschlossenen Medizinischen Fitnessstudio und den benachbarten “CELENUS”-Kliniken (Gotthard Schettler Klinik für Kardiologie, Angiologie und Sportmedizin und Sigmund Weil Klinik für Orthopädie und Rheumatologie). In den letzten Jahren ist sowohl das Fitnessstudio als auch der SPA-Bereich des Thermalbades umgebaut und erweitert worden. Im beiden Bereichen sind wir vor Jahren schon des öfteren gewesen und so interessierte uns natürlich, wie es jetzt aussieht. Unsere Meinung: Die Arbeit hat sich gelohnt! Das Fitnessstudio hat mehrere große Räume für Gemeinschaftsveranstaltungen und Kurse dazubekommen, außerdem eigene Umkleide- und Duschräume (vorher mussten die vom SPA-Bereich benutzt werden). Im SPA-Bereich sind die alten Abtrennungen mit Vorhängen zwischen den verschiedenen Anwendungsräumen durch feste Wände ersetzt worden und alles ist in frischen Farben neu gestaltet worden, thematisch sortiert. Es gibt die Bereiche “Reinheit” (weiß), “Energie” (gelb), “Lebensfreude” (orange), “Vitalität” (rot), “Harmonie” (grün), “Stärke” (blau), “Entspannung” (violett), “Regeneration” (braun) und “Balance” (schwarz). Es sieht alles SEHR einladend aus! Es gibt alle möglichen Wohlfühl-Angebote, gestaffelt nach Zeit, Preis, Vorlieben, allein oder zu zweit. Vielleicht “gönnen” wir uns da mal was. Aber es gibt auch einen Physiotherapiebereich für ärztlich verordnete Anwendungen. Ich habe heimlich ein paar Fotos gemacht, das wurde nämlich nicht so gerne gesehen. 😉

TherMariumTherMariumprivate SPAprivate SPAprivate SPAVitalitätPhysiotherapie KlinikFitnessstudioFitnessstudioFitnessstudioFitnessstudio (Rücken-Circle)

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nachtrag zu: „Achtung vor bösen Buben!”

 
In unserer Serie über wichtige Infos für Spanienfahrer hatten wir u. a. beschrieben, welche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind, wenn man ohne böse Überraschungen dieses schöne Land bereisen will. Aus aktuellem Anlass berufen wir uns noch einmal auf diesen Artikel Achtung vor “bösen Buben”!
Im Blog „Wohnmobilleben“ von Melanie und Wolfgang gibt es einen ganz aktuellen Bericht eines PKW-Fahrers, der an einer Tankstelle kurz vor Barcelona ausgeraubt wurde. Mit Erlaubnis der Beiden veröffentlichen wir den Bericht hier, ihr könnt ihn auch lesen, wenn ihr auf den Link oben klickt. Wir wollen keine „Bildzeitungs-Sensations-Hetze“ betreiben, denken aber, dass es nicht schaden kann, die Notwendigkeit für Aufmerksamkeit, Wachsamkeit, Vorsicht immer wieder mal in das Bewusstsein zu rufen. Es ist traurig, aber die Welt ist halt so. Wir haben ja selbst schon erfahren, dass es NICHT ausreicht, zu sagen (und es überzeugt zu meinen!): „Mir passiert das nicht, ich passe ja auf!“
Hier ist der Bericht:

Hallo Wolfgang, hallo Meli
Ich bin auch einer der leisen Leser eurer Webseite. Ich war bis vor 2 Monate auch Wohnmobil-Fahrer und habe auch schon Ferien in Spanien verbracht. Jetzt bin ich In Peniscola da ich gerne eine Finca zwischen Benicarlo und Calig anschauen möchte.
Ich kann mich noch erinnern dass Ihr in einmal von Einbrüchen in Wohnmobile geschrieben habt.
Ihr glaubt nicht was mir Heute passiert ist. Da mir vor 1.5 Jahren im Winter schon mal auf der Raststätte in Benicarlo jemand ins Womo eingebrochen ist bin ich ja sehr sehr vorsichtig. Aber gegen diese Banden hast Du einfach keine Chance:
Heute Mittag ca. 14.00. Tanknadel meines Wagens zeit fast leer. ca. 50ig Km vor Barcelona. Dachte mir das ist ja noch einige Kilometer vor Barcelona. Tanken wird man da ja schon noch können. (Pipi habe ich mir verkniffen)
Also ich gehe zur Tankstelle. Habe mein Wagen an der Tankstelle (Säule) abgeschlossen und wollte tanken. Dies war nicht möglich da mein Tank (moderner ohne Tankdeckel) bei verschlossenem Wagen sich nicht öffnet. Gut dachte ich stehe ja beim Wagen da kann nicht viel passieren – und ich öffnete den Wagen um tanken zu können. Alle 6 anderen Tanksäulen waren besetzt. ich war also einer von vielen welcher getankt hat.
10 Liter, 20 Liter….. auf einmal spricht mich ein Mann von hinten an in einer Sprache die mir wirklich fremd war. Ich teilte ihm auf englisch mit dass es mir leid tut aber ich ihn wirklich nicht verstehe. – In diesem Augenblick kamen mir viele Berichte in den Sinn wo Opfer irgendwelcher Ueberfälle angesprochen wurden. Sofort schaute ich um mein Auto und sah dass ein anderer Mann knieend von meinem Auto wegschlich. Auch jene Person welche mich angesprochen hat duckte sich und alle (Total 3 Männer) hauten in einem weissen Auto ohne Nummernschild ab. Sofort war mir klar was passiert war. Die haben in dieser Zeit als ich getankt hatte die vordere Beifahrertüre geöffnet und mir eine Reisetasche geklaut. Mit dem konnte ich noch gut leben. Was mich aber total verwunderte war dass dieser oder ein anderer Mann mir aus meiner kurzen Hosentasche hinten mein Portemonnaie gestohlen hatten. Dass obwohl meine Hosentasche hinten noch mit einem Reisverschluss verschlossen war. Unglaublich. Und ich habe nichts, aber überhaupt nichts gemerkt. Das waren absolute Profis. – Alle Ausweise, Karten usw. weg.
Ich habe mich dann bei der Tankstelle gemeldet und diese Leute gebeten die Polizei zu verständigen. Mir wurde dann mitgeteilt dass ich auf den nächsten Polizeiposten muss um dies zu melden. in so einem Fall kommt die Polizei nicht.
Dies habe ich auch getan. Ein sehr höflicher Polizist hat dann meine Anzeige und den Diebstahl aufgenommen. Ich teilte ihm mit dass ich es irgendwie schon begreife dass Spanien in einer tiefen Rezession steckt und sich die Leute irgendwie unterhalten müssen.
Er erwiderte aber dass dies auf keinen Fall Spanier waren. Die Ueberfälle auf Raststätten und Autobahnen werden meist von professionellen Banden aus den Oststaaten und dem ehem. Jugoslawien verübt. Er teilte mir auch mit dass solche Ueberfälle wie diese mir passiert sind alleine auf dieser Raststätte bei welcher ich auseinandergenommen wurde ca. 5-10x pro Tag passieren. Ein Grossteil der Geschädigten fährt aber ohne sich bei der Polizei zu melden weiter.
Zum Glück blieb ich weiterhin Inhaber meiner Kreditkarte wo ich meine 9 Tage welche ich jetzt noch in Peniscola verbringen möchte auch ein wenig geniessen kann. Ohne diese wüsste ich nicht was ich machen sollte. Das ganze Bargeld ist ja weg.
Zum Glück hat sich die grosse Aufregung jetzt bereits wieder ein wenig gelegt. Eine Flasche Spanier hat mir dabei ein wenig geholfen.
Was ich Euch eigentlich mit diesem Mail mitteilen möchte ist dass es auf keinen Fall nur die Womo Fahrer trifft sondern auch viele andere Reisenden die Ihren Urlaub im sonnigen Spanien verbringen wollen. Besonders gefährdet ist man auch mit ausländischen Nummernschildern. Als Schweizer Bürger ist dies aber nicht nur in Spanien ein Problem.
So jetzt ist aber genug geschrieben. Hoffe ich habe Euch nicht gelangweilt. Hatte einfach das Bedürfnis Euch dies mitzuteilen.
Grüsse aus Peniscola
Sandro A.

(Name ist der Redaktion bekannt)

USA oder Deutschland?

 
 
Wir warten hier in Bad Schönborn darauf, dass Uschis Schwester aus USA auf “Heimaturlaub” kommt. Und da fanden wir es besonders nett, dass hier plötzlich drei ganz typische amerikanische “Monstermobile” auftauchten. So welche, wie wir sie letzten Sommer während unseres USA-Aufenthaltes ständig gesehen haben (für Interessierte “hier” nachzulesen). Es war ein so vertrauter Anblick! Aber, man muss ja wirklich sagen, dass diese Größenordnung für Europa nicht sonderlich bis gar nicht geeignet ist. Die Breite liegt bei 2,50m, die Höhe bei ca. 3,80m und die Länge fängt bei 12m an. Die Plätze sowohl in Deutschland als auch in Spanien, Frankreich etc. auf Camping- oder Stellplätzen sind in den Regel 9-10m lang. Hier auf dem Stellplatz “WellMobilPark” gibt es ja eine Besonderheit, nämlich die drei Platzrondells (siehe “hier”). Da gibt es etwas mehr Raum zur Mitte hin und die langen Mobile können nach hinten einfach überstehen. Aber wenn dort schon alle Plätze belegt sind, sieht es schlecht aus! Unsere Oscarlotta sah auf einmal sooo klein aus! Und wenn man nun vermuten würde, dass in diesen Platzwundern mit bis zu vier Slideouts (elektrisch herausfahrbare Seitenwandstücke zur Vergrößerung des Innenraumes) die Eigner so wie wir ständig leben, dann täuscht man sich gewaltig!!! Die Mobile werden nur wenige Wochen im Jahr urlaubsmäßig genutzt und nicht wenige haben ein Saison-Kennzeichen. Was für eine Verschwendung!

Ami 1Ami 2 Ami 3Ami 4Ami 5Ami 6 Ami 7Ami 8

Wir stehen wieder auf unserem Stammplatz 80 in einem der Rondells. Der große Vorteil hier ist, außer der Nähe zur Ent- und Versorgungsstation, dass wir auf der Beifahrerseite einen großen freien Außenbereich haben, bedingt dadurch, dass das nächste Rondell anschließt und die Plätze dort etwas anders angeordnet sind. Außerdem schirmt uns ein großer Busch vom direkten nächsten Nachbarn und von der Fahrstraße ab. Und heute spendete er uns sogar sehr willkommenen Schatten, denn es wurde noch einmal sommerlich warm!

unser PlatzAusblick

Der Stellplatz ist SEHR beliebt und immer gut besucht. Das liegt nur zum Teil an der Nähe zum Thermalbad, sondern auch daran, dass man hier wirklich sehr schön laufen, Rad fahren oder PKW-Ausflüge nach Bruchsal, Karlsruhe, Heidelberg etc. machen kann. Und im Herbst gibt es ja überall wieder die Weinfeste! Für viele Wohnmobilisten DER Grund, über’s Wochenende loszufahren. Und so war der Platz auch heute, am Freitag, schon am Spätnachmittag so gut wie voll. Durch die Nähe zur Autobahn bleiben aber auch viele, die auf Urlaubstour sind, nur für eine Nacht, sodass am nächsten Morgen wieder Plätze frei sind. Wer ganz sicher sein will, kann auch reservieren. 

Blick auf den Platz

written by Ingrid
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Im Osten Deutschlands

 
 
Am Samstag haben wir uns schweren Herzens von Berlin (-Kladow) getrennt und sind wieder zurück gen Süden gefahren. Zunächst einmal Richtung Leipzig. Nach fast genau 300km waren wir im Thüringer Wald in der Nähe von Erfurt. Der Campingplatz “Stausee Hohenfelden” sollte unser Nachtquartier sein. Er ist Teil eines großen Freizeitparks mit Klettermöglichkeiten, See-Badeanstalt und großem Thermal-Erlebnisbad “Avenida Therme”. Der Platz ist ganzjährig geöffnet, liegt unweit der Autobahnen A4 und A71/A73 und ca. 20 Autominuten von Erfurt sowie Weimar entfernt. Es gibt 600 Stellplätze sowie 52 unterschiedlich geartete Ferienhäuser. Ein Teil der Touristenplätze liegt direkt am Stausee mit Badezugang. Der Platz ist sehr groß, Touristen- und Dauercampingplätze liegen in getrennten Bereichen nebeneinander und teilweise auch vermischt, es gibt große Areale nur für Zelte, ein Restaurant, einen Einkaufsladen, einen Kinderspielplatz und drei Sanitärgebäude. Da der Platz auf einem zum See hin abschüssigen Gelände liegt, sind die Plätze teilweise terrassiert. Es war alles, soweit wir es auf unserem Rundgang sehen konnten, in Ordnung, allerdings wirkte die gesamte Anlage etwas antiquiert. Negativ ausgedrückt könnte man sagen, mit dem “Charme” der früheren DDR, positiv, der Platz ist NICHT “manikürt”. Aber mit all den Möglichkeiten rundherum lässt es sich bestimmt auch länger als nur eine Nacht aushalten, vor allem für Familien mit Kindern. Sehr positiv zu vermerken ist, dass die ACSI-Rabattkarte akzeptiert wurde, sogar in der Hauptsaison Ende August. So bezahlten wir nur € 16 incl. Strom, Ent- und Versorgungsmöglichkeit direkt am Stellplatz und zwei Duschmarken. Regulär hätte es € 23,60 gekostet. Da kann man doch nicht meckern!

Touristenbereich direkt am SeeTouristenbereichBlick auf die Thermesurfen undBoot fahren erlaubtSanitärgebäudeKinderspielplatzSpielgerät 1Spielgerät 2Camperidylle 1Camperidylle 2DetailCamperidylle 3Camperidylle 4 in modernoder so

Übrigens: Unser Tommie sagt uns ganz zuverlässig, wo und wie wir fahren sollen. Uschi konnte ihm noch keine Schlamperei nachweisen! Er nervt nicht, sagt rechtzeitig Bescheid, wenn sich etwas ändert und kennt sich offensichtlich aus. Wir sind sehr zufrieden!!! Allerdings will das Kartenmaterial schon wieder upgedatet werden, mit 3 GB! Da brauchen wir mal ein WLAN ohne Volumenbeschränkung.

Seit Sonntagnachmittag sind wir in Bad Schönborn und stehen wie immer in Köhlers „WellMobilPark“ am Thermalbad. Einen ausführlichen Bericht über diesen schönen Stellplatz findet ihr, wenn ihr „hier“ klickt und auch oben in der Menüleiste bei unseren Stellplatzbeschreibungen.

written by Ingrid
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Eine wunderschöne Mittwochsnachmittagskaffeeschifflesfahrt

da kommt's Schiffle

Bei dem vielen Wasser ringsherum musste eine Schifflesfahrt einfach sein. Die “Weltkulturerbe”-Fahrt war dann auch genau die richtige, eine Schlösserrundfahrt der zum UNESCO Welterbe gehörenden Schlösser- und Parklandschaften diesseits und jenseits der Glienicker Brücke. Das Wetter begann mit 5 Tropfen Regen beim Ablegen, doch die Sonne kam im Laufe der Fahrt immer mehr zum Zuge. Wir hatten auch extra die große Kamera mit Teleobjektiv mitgenommen, um die tollen Bauten am Ufer gut zoomen zu können. Ich hatte dann noch das Glück, auf dem relativ leeren Oberdeck dauernd von steuerbord nach backbord und zurück pendeln zu können, um die kleinen und größeren Schlösser, protzigen Villen, verschiedensten Türme, superschönen Strandhäuschen, Schiffchen und Schiffe in vielen Variationen in traumhafter Landschaft fotografieren zu können. Und es hat ein ganzes Fotoalbum ergeben.

Anlegestelle Kladow

Der Ausflugsdampfer startete zu der 2 1/2-stündigen Fahrt vom Anlegesteg in Kladow. Im Großen und Ganzen fuhren wir auf der Havel, vorbei an der Pfaueninsel und unter der Glienicker Brücke (im Volksmund auch Agentenbrücke genannt) durch bis zur Anlegestelle am Neptunbassin in Potsdam. Danach ging es mit kleinen Variationen wieder zurück. Der Kaffee mit leckerem Kuchen versüßte uns die Fahrt noch dazu. Insgesamt war es ein gelungener Nachmittag.

kleiner Hafen Kladow

Da Bilder oft mehr sagen als 1000 Worte, solltet ihr euch einfach die “restlichen” Bilder im Fotoalbum ansehen.  Dazu klickt ihr erst einmal “hier” und dann im Album das erste Foto an und “arbeitet” euch über den Pfeil nach rechts bis zum Ende durch. Auf diese Weise seht ihr auch die Untertitel und erfahrt, was wir da fotografiert haben. Viel Vergnügen!

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D and iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (auch die im Album!) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.