Söllereck

 
 
Allgäu mit X=Oberstdorf Am Donnerstag waren wir “auf dem Berg“. Es war der wärmste Oktobertag hier seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit 26°C im Schatten. Klare Luft, strahlend blauer Himmel, traumhaft. Uschi hatte das Söllereck ausgesucht, den “Hausberg” von Oberstdorf, ein bewaldeter Grasberg von 1706 m. Leider konnte sie dann nicht mit, weil sie sich eine heftige Erkältung eingefangen hat. Also fuhren Maiers und ich allein. Die Frage, ob wir Jule dazu würden bewegen können, in eine Bergbahngondel einzusteigen, blieb zunächst unbeantwortet. Der Parkplatz der Talstation der Söllereckbahn war schnell erreicht, wir mussten ein paar Meter laufen, das “große Geschäft” konnte auch noch erledigt werden, bisher war Jule guten Mutes (und wir auch). Die Fahrt auf den Berg war für sie sogar kostenfrei. Durch das Drehkreuz ging sie noch freiwillig mit. Aber dann kamen diese seltsamen, kleinen, runden, schaukelnden Gebilde, die nicht anhielten. Da sollte sie rein??? Jule dachte nicht dran! Fraule und ich flehten von innen, Herrle schob von draußen – keine Chance! Irgendein Vorfahr von Jule muss ein Maultier gewesen sein. Also wieder raus und bei der nächsten Kabine ein zweiter Anlauf. Zu dritt schafften wir es dann, aber nur mit Gewalt (schieben!!! ziehen!!! Jule komm!!!). Wir hatten ja nur ein kleines Zeitfenster, wenn wir es alle vier zusammen in die Gondel schaffen wollten! Die Fahrt fand sie dann nicht sonderlich aufregend, es war ihr nur zu warm in der Kabine. Oben angekommen, die Tür öffnet sich automatisch, hätte Jule es vorgezogen, gleich wieder nach unten weiterzufahren. Ich sage nur: Maultier!!!

Wir marschierten los. Es ging bergan. Jule durfte von der Leine. Das war falsch, wir hätten uns von ihr ziehen lassen sollen. Ältere Damen mit Wanderstöcken kamen uns entgegen. SölleralpeJa, zur Sölleralpe gehe es noch ein wenig bergauf, aber dann würde es eben und man hätte einen wunderbaren Panoramablick. Bei diesem Schild erkenne deine Grenzengaben Gretel und ich auf. Pfeif doch auf das Panorama! Hier ist doch schon Panorama genug.
Helmut und Jule marschierten noch ein paar Kurven und Höhenmeter weiter (es wurde immer noch nicht eben!) und kamen dann auch zurück. Okay, Bergwanderer werden wir in diesem Leben wohl nicht mehr!
Söllereck-Panorama

Das Gasthaus “Schönblick” versprach selbigen und Kaffee und Kuchen. Das “Berghaus am Söller” war näher. Wir mussten nicht lange überlegen. Und haben es nicht bereut. 😉

nein, nicht das Gasthaus!VersprechungenwelcomeWillkommen ;-)Gastraum Apfel- und KirschstrudelOmas Käsekuchensatt? müde?

Söllereckbahn Jetzt stand die Entscheidung an, ob Helmut mit Jule zu Fuß zur Talstation laufen musste oder ob wir es noch einmal schaffen würden, sie in eine Gondel zu bekommen. Wir vermieden jegliche Diskussion, sondern bugsierten Jule zielstrebig ziehend, schiebend, halb tragend hinein. Geschafft!!! Unten stieg sie zu 70% freiwillig aus, was wieder einmal beweist, dass Hunde sehr lernfähig sind. Es wäre interessant, ausfindig zu machen, beim wievielten Mal sie lässig und wie selbstverständlich in eine Bergbahngondel einsteigen würde. Coole Jule eben! 

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.