Fazit/Resümee/Statistik Winter 2014/15

 

Wir haben März, der meteorologische Frühling hat schon begonnen und so wollen wir uns in die Riege derer einreihen, die für ihre in Deutschland verbrachten Wintermonate eine Kostenaufstellung gemacht haben. GÄÄÄÄHN! Okay, zuerst erzählen wir euch dann mal, wie es denn nun hier war, im bitterkalten, verregneten, sogar tiefverschneiten, dunklen Deutschland OHNE Sonne. WIR waren, wie ihr wisst, im Heidelberger Raum. Dies ist nachgewiesenermaßen nach Freiburg die Gegend mit dem mildesten Klima in Deutschland. So hatten wir keine tieferen Temperaturen als -6°C (nicht oft und nicht lange), so gut wie keine vollständigen Regentage, Schnee nur stundenweise an 2-3 Tagen (Puderzuckerschicht). Bis Mitte Dezember bin ich die 100m zu unserem Fitnessstudio in meinen knielangen Trainingshosen gegangen und ab Mitte Februar auch wieder. Fast spanische Verhältnisse! Soweit, so gut! DIE SONNE! Ja, die Sonne war wohl in Spanien! Sie hat sich nicht oft sehen lassen. An den meisten Tagen war es grau, umso mehr haben wir uns gefreut, wenn sie sich doch mal durch die Wolken gekämpft hatte. Eine Winterdepression hatten wir trotzdem nicht, wir hatten genug zu tun. Vollständige “Höhlentage”, an denen zumindest ich keinen Schritt nach draußen gemacht habe, gab es höchstens fünf. Wer es noch nicht weiß: Ich liebe Höhlentage! War es denn nun besser hier als in Spanien? Es war anders. Wir haben es genossen, die meiste Zeit keine unmittelbaren Nachbarn zu haben, nichts zu hören, was wir nicht hören wollen, nichts zu sehen, was wir nicht sehen wollen. Einsam waren wir trotzdem nicht. Wir bekamen Besuch, wir haben Besuche gemacht, wir hatten Kontakt zu den zwei anderen “Dauercampern” hier und jeden 2. Tag waren wir ja sowieso in unserem “zweiten Zuhause”. Wir haben es genossen, mit gutem Gewissen im Mobil bleiben zu können, weil es draußen zu kalt, zu windig, zu ungemütlich für irgendwelche Outdoor-Aktivitäten war. Nichts Schöneres, als kaputt nach unserem Training zu Oscarlotta zurückzukommen, einen leckeren Nespresso zu genießen und zu wissen, dass man den restlichen Tag NICHTS mehr muss. In Spanien hat man ein schlechtes Gewissen, wenn man bei strahlendem Sonnenschein nichts unternimmt. Gut, wir wissen, dass der Winter in Spanien diesmal nicht so toll war wie die Jahre zuvor (es hätte also auch dort genug Höhlentage für mich gegeben), aber das war ja nicht vorhersehbar. Unser Fazit ist: Es war überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil, wir haben uns sehr entschleunigt. Und die praktischen Bedingungen (Gasversorgung, Ent- und Versorgung, Wäsche waschen etc.) waren hier auf dem Stellplatz ideal. Das hatten wir vorhergesehen und es war alles wie gewünscht. Schön war natürlich, dass wir Flitzi dabei hatten, z. B. zum Einkaufen fahren. Unsere Fahrräder halten nämlich immer noch Winterschlaf!

Und jetzt kommt doch noch die KOSTENAUFLISTUNG! Die haben wir gemacht, weil wir mal wirklich wissen wollten, wie groß der Unterschied ist. Sie soll kein Diskussionsthema sein, sie ist wertfrei und beruht nur auf unseren Vorlieben und Gepflogenheiten. Berechnet wurde auf der Basis von 4 Monaten=120 Tagen. Verglichen wurden die Monate November 2014 bis Februar 2015 hier auf dem Stellplatz in Bad Schönborn mit den Monaten November 2013 bis Februar 2014 am Campingplatz “Torre la Sal ‘2” in Spanien. Die Preise in der nachfolgenden Tabelle beruhen auf Uschis Haushaltsbuch und gelten für unseren diesjährigen Aufenthalt.

Statistik Deutschland

Die Gesamtkosten unseres Spanienaufenthaltes entstammen ebenfalls unserer Buchführung.

SPANIEN = E  DEUTSCHLAND = D

Campinggebühren incl. Wasser und Strom (250 kWh/Monat): E 1668 EUR

Stellplatzgebühren incl. Wasser und Strom (nach obiger Tabelle) : D 1071 EUR

(geduscht wurde jeweils “aushäusig”, der Kühlschrank lief in D ausschließlich auf Gas!)

Gas: E 120 EUR / D 662 EUR

Diesel/Benzin (Hin- und Rückfahrt plus Fahrten mit Smart vor Ort): E 1372 EUR / D 202 EUR (Rückfahrt geschätzt)

Autobahngebühren (Oscarlotta und Flitzi): E 462 EUR / D 0 EUR

GESAMT:

E 3622 EUR / D 1935 EUR

Was die allgemeinen Lebenshaltungskosten betrifft, ist Spanien etwas preiswerter als Deutschland, auf jeden Fall für Vegetarier wie uns. Essen gehen ist ebenfalls preiswerter, was die überall angebotenen Menüs ab € 8, die aus drei Gängen bestehen, betrifft. Gnadenlos preiswert ist das Kaffee trinken in Spanien, einen cortado (Espresso mit Milch) gibt es ab € 1,10, einen café con leche (kleiner Milchkaffee) ab € 1,40. Und immer lecker!

Thema Internet! Am Torre gibt es seit drei Jahren kostenfreies WLAN. Das ist nicht immer sehr schnell und geht auch mal gar nicht (dann nutzen wir unseren Carrefour-Stick mit Tagesflat). Hier in Deutschland haben wir Volumentarife und da wir viel Volumen verbrauchen, kostet das viel Geld, mindestens € 40/Monat (verschiedene Anbieter in zwei unterschiedlichen Netzen mit insgesamt 12,5 GB)! Das reicht uns nicht immer! 😉

@ André: Teelichterverbrauch bei uns mindestens 250! 😉 😉

Und dann warten wir mal ab, ob uns im nächsten Winter das Geld wichtig ist oder die Sonne!!! 😉 😉 😉

written by Ingrid
statistics made by Uschi

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3 Kommentare zu “Fazit/Resümee/Statistik Winter 2014/15

  1. Hallo & guten Abend,

    eine sehr akribische Aufstellung, könnte fast von mir sein …. ;c)

    Wenn der Winter in Spanien so ist wie in dieser Saison kann man schon ins Grübeln kommen. Denn schließlich fahren die Überwinterer hierher um besseres Wetter als in „D“ zu haben. Langfristig gesehen – also im Vergleich mehrerer Jahre schneidet Spanien aber bestimmt besser ab als „D“.

    Ganz ‚fair‘ ist der Vergleich allerdings – selbst unter Vernachlässigung des Wetters – nicht:
    Zwar ist es korrekt die Fahrtkilometer in den Gesamtkosten zu berücksichtigen, aber wenn man sie zu den Kosten D hinzunehmen würde ist die Bilanz schon etwas anders, schmilzt zugunsten Spaniens auf einen geringfügigeren Differenzbetrag [ca. 3.600 zu 3.000€] ohne Internet, und ohne die Differenz beim Gaspreis [E= 17,50; D= 22,90].
    Anders ausgedrückt:
    Vernachlässigt man die Fahrt- und Fahrtnebenkosten sind beide Standorte noch etwas näher beieinander [1.900 zu 1.500 €].

    OK, Erbsenzählerei und „was wäre wenn“ von meiner Seite. Was aber bestimmt für Spanien spricht ist die Tatsache „blauer Himmel“ bis auf ca. 20 Tage seit Oktober – da hält „D“ bestimmt nicht mit.

    • Aber ich kann die Fahrkilometer doch nicht zu den D-Kosten dazurechnen, in D bin ich doch schon!?! Die Sonne Spaniens ist halt so teuer! Hoffentlich verklagen die „geprelllten“ Überwinterer den sowieso schon gebeutelten spanischen Staat nicht auf Schmerzensgeld!!!

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