Überwintern im Oman, Mogge on tour und anderes…

 
Seabridge-Treffen 2015 (Sonntag) Und so sah es dann am Sonntagabend aus. Der Platz – fast – leer und unsere Köpfe randvoll mit Informationen. Wir haben mit unseren Fragen gelöchert, wer auch immer sich dafür bereit erklärt hat bzw. nicht schnell genug flüchten konnte. 😉 Es gab so viele widersprüchliche Aussagen oder man wusste es dann doch nicht so ganz genau, dass es anstrengend und zeitaufwändig war. Aber es hat sich gelohnt! Wer nie nach USA/Kanada will, ob mit oder ohne eigenem/s Mobil, kann jetzt mal einen Kaffee kochen gehen. Den anderen erzähle ich unseren Wissensstand wie folgt.

Thema Aufenthaltserlaubnis: Wie schon berichtet, berechtigt ein offizielles Besucher/Touristen Visum (B2-Visum) theoretisch, sich über einen Zeitraum von 10 Jahren pro Jahr 6 Monate in den USA aufzuhalten (Verlängerung bis zu einem weiteren halben Jahr gegen Bezahlung beantragbar). Ohne Visum darf man als Tourist nur 90 Tage (sog. “Visa Waiver Program”) bleiben. Es gibt wohl eine offizielle Vereinbarung, die besagt, dass zwischen Ausreise und erneuter Einreise in die USA mindestens 6 Monate liegen müssen. Wie das in der Praxis gehandhabt wird, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und liegt absolut im Ermessen des Immigration-Officers. Man kann auf keinerlei Rechte pochen! So gab es wohl auch schon Menschen, die nach Ablauf des halben Jahres in ein Drittland ausgereist sind und wenige Tage/Wochen später bei der erneuten Einreise innerhalb eines Jahres wieder 6 Monate bewilligt bekamen. Wir sind 2013 bei der Einreise von Kanada in die USA von einem sehr freundlichen und gut gelaunten IO abgefertigt worden, der spaßeshalber fragte, ob wir deutsches Bier dabei hätten. Das hätte er wohl sehr gerne beschlagnahmt! Als wenn das alles nicht schon genügend Willkür wäre, kommt erschwerend hinzu, dass offenbar nicht alle Einwanderungs- und Zollbeamten alle ihre Vorschriften kennen, die sich wohl auch öfter mal ändern.

Thema Aufenthaltsdauer Fahrzeug: Das interessierte uns noch viel mehr, da die Verschiffung ja nicht gerade billig ist, die Unterstellmöglichkeiten in den USA grandios einfach und bezahlbar sind und es sich also anbieten würde, das Mobil einfach im Land zu belassen. Immer wieder hieß es aber, nach 12 Monaten MUSS das Fahrzeug wieder ausgeführt werden. Unser aktueller Wissensstand ist folgender: Registriert wird das Fahrzeug NUR bei Einreise über einen US-amerikanischen Seehafen. Und nur bei Ausreise über denselben oder einen anderen US-Hafen würde es nach Ablauf der 12 Monate zu Problemen führen. Wenn man aber über einen kanadischen Hafen einreist und auch wieder ausreist (oder einen US-Hafen), kann man Glück haben und es interessiert niemanden. Noch sicherer wäre, über eine Landesgrenze von Mexico aus einzureisen, da interessierte das Fahrzeug bisher ebenfalls niemanden. Aber auch da scheint sich gerade etwas zu ändern, die Fahrzeugdaten werden neuerdings erfasst, auf Nachfrage, weil man wissen möchte, welche Fahrzeuge sich im Land bewegen. Mexico gewährt übrigens generell eine Aufenthaltsdauer von 10 Jahren für Fahrzeuge. Und wenn man über Panamá (Panama), Buenos Aires (Argentinien), Montevideo (Uruguay) oder Rio de Janeiro (Brasilien) zurückverschifft, interessiert es sowieso überhaupt gar niemanden.

Kaffee fertig? Kaffee schon auf?? Den hatten wir, als ganz am Ende der Vorstellung der so verheißend klingenden Reise “OMAN – Überwintern im Orient” ganz lapidar erwähnt wurde, dass es zurück durch Saudi Arabien gehe und dort ALLE Frauen a) zum Tragen eines schwarzen, den Körper und die Beine komplett verhüllenden Umhanges (sog. Abaya) sowie u. U. eines leichten Tuches/Schals für den Kopf verpflichtet sind sowie b) für Frauen ein absolutes Autofahrverbot herrscht. Nein danke! In solche Länder wollen wir gar nicht!

Ansonsten haben wir beeindruckende Reiseberichte erlebt! Afrika in 5 verschiedenen Variationen + Marokko; 4 Variationen (Weiß-) Russland, Ural, Kaukasus; Südasien; Südamerika; Südosteuropa; Neuseeland. So “normale” Reisen wie nach Schottland, Frankreich, Island & Färöer haben wir uns gar nicht erst angesehen, nur noch aus Interesse das Baltikum, zum Nachfahren. Pausen dazwischen gab es kaum, der Hintern tat weh, die Augen wurden müde, irgendwann warf man alles durcheinander! Die “Seidenstraße” wäre mein Favorit: 170 Tage Russland, Sibirien, Mongolei, China, Tibet, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan, Iran, Türkei. Beginn in Riga, Ende in Istanbul. Schotterstraßen, keine Campingplätze, sicher auch weder Mobilfunknetze noch Internet. Mobile müssen absolut autark sein und leidensfähig, die Reisenden auch. Danach hat man entweder Freunde oder Feinde fürs Leben, aber auch unheimlich viel gesehen, erlebt und er-fahren. Preis? € 11.890,- pro Person bei 2 Personen im Reisemobil, Einzelfahrer auf Anfrage. Auffallend war übrigens die große Anzahl Schweizer Eidgenossen, bestimmt ca. 40% der Anwesenden. Die Schweizer müssen ziemlich viel richtig gemacht haben in ihrer Vergangenheit und Gegenwart, sie fahren die teuersten (Fernreise-) Mobile und hatten nach Handzeichen schon so ziemlich alles abgefahren, was es an geführten Reisen bei Seabridge gibt.

Am Samstagabend beim schnellen Spaghetti-Essen zwischendurch fuhr MOGGE draußen vorbei! Mogge on Tour ist ein Fernreise-Blog, den Uschi schon seit 2013 liest und den sie, wie bei allen wirklich interessanten Blogs, von Anfang, also von 2010 an, nachgelesen hat. Sie outete sich als “Fan” und am Sonntagnachmittag kam es dann noch zu einem sehr netten und informativen Kaffeetrinken mit Esther und Erich. Sie waren 4 Jahre am Stück in Nord- und Mittelamerika unterwegs und mussten letztes Jahr wegen diverser Probleme unterbrechen. Die erneute Verschiffung ist aber bereits gebucht, Südamerika steht noch auf dem Programm. Wir werden ihre Reise mitverfolgen!

MoggeMoggeMogge               

Soviel für heute! Und weil ihr so brav bis hierhin durchgehalten habt, gibt es noch ein paar Fotos, von? Na klar, Fernreisemobilen!!! 😉

FernreisemobileFernreisemobilFernreisemobilFernreisemobilFernreisemobil

Reisebegleitung gesucht!FernreisemobilFernreisemobil

Und das hier will noch eins werden:

Fernreisemobil im BauFernreisemobil im Bau

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

2 Kommentare zu “Überwintern im Oman, Mogge on tour und anderes…

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