Abgehakt

 

Wir waren fleißig! Okay, Uschi war eindeutig fleißiger als ich, aber das ist eigentlich immer so! 😉 Auf jeden Fall konnten wir schon einiges von unserer to-do-Liste abarbeiten. Nein, wir sind noch nicht fertig! Nein, wir wollen euch auch kein schlechtes Gewissen machen, weil ihr eigentlich auch mal wieder … müsstet. Wir freuen uns einfach darüber, was wir bereits erledigt haben. Als da wäre:

SchlauchreinigungSchlauchreinigungSchlauchreinigung

Wir haben uns gegen die Neuanschaffung von zwei benötigten Frischwasserschläuchen entschieden und dafür, die noch äußerlich guten innerlich zu reinigen. Uschi hat sehr erfindungsreich eine Haltekonstruktion gebaut, sodass das Wasser mit dem Reinigungszusatz einige Stunden seine Arbeit verrichten konnte. Schläuche sowie Kupplungen und Düsen danach wie neu!!! 

SchlauchreinigungTankreinigung (Frischwasser)

Der fast leere Frischwassertank bekam auch gleich noch einen “Schuss” ab, nachdem per Hand die sichtbaren Kalkrückstände entfernt worden waren.

Schlauch- und Tankreinigung 

Als Nächstes kam das Dach unseres Blech-Gerätehäuschens dran. Die Plastikfolie, mit der das Dach gegen Undichtigkeiten abgedeckt war, hatte die Winterstürme nicht überstanden und war nur noch in Fetzen vorhanden. Also zum Bauhaus fahren, neue Folie (die dicke!) kaufen und austauschen. Und wo wir schon gerade dabei waren, wurde das Häuschen mal eben komplett ausgeräumt, ausgemistet, gesäubert und wieder eingeräumt.

weiter aufräumen im Blechhäuschenweiter aufräumen im Blechhäuschenweiter aufräumen im Blechhäuschenweiter aufräumen im Blechhäuschenweiter aufräumen im Blechhäuschenfertig!!!

Mein Hänger mit den Überresten meines früheren Lebens wurde zwischenzeitlich als Zwischenlagerungsmöglichkeit genutzt.

Zwischenlager HängerZwischenlager Hänger 

Steuererklärungen Weiter ging es mit den Steuererklärungen (mein Ressort). Klappte alles ohne Probleme, aber als es ans Ausdrucken der ersten komprimierten Erklärung ging, streikte der Drucker. Er nahm zwar brav alle Druckaufträge entgegen, aber die Blätter blieben unbeschriebene. Wir benutzen unseren Drucker nur sehr selten, die meiste Zeit des Jahres verbringt er gut verpackt in der Heckgarage. Druckköpfe, Druckerpatronen, woran lag es? Mit einer neuen Patrone das gleiche Ergebnis. Mist, verdammter!!! Es war Pfingsten, woher weitere Druckpatronen bekommen oder gar einen neuen Drucker, der dazu noch wohnmobiltauglich ist? Ich betätigte die automatische Reinigung gefühlte hundert Male und irgendwann erschien auf dem unbefleckten Blatt ein Hauch von Druckerschwärze! Das beflügelte meine Hoffnung und meine Ausdauer und nach geraumer Zeit druckte der Drucker, als wäre nie etwas gewesen! Mission possible!!!

Rasen mähenDen Rasen mähte Uschi dann erst nach Pfingsten. Wir hatten Unmengen von so schön aussehenden Gänseblümchen, dass wir es fast nicht übers Herz brachten, sie abzusäbeln. Zwei kleine “Inseln” ließen wir dann auch stehen, ansonsten hatten wir wieder – fast – Golfplatzqualität.

SommerschühchenNun wollte Flitzi unbedingt seine Sommerschlappen!!! Die lagen eingelagert bei der Firma “Reifen-Förstner” in Aalen. “Dafür bist du zuständig!” sprach Uschi und Flitzi und ich flitzten nach Aalen. Er fuhr in die Werkstatt, ich ging derweil zu Expert, Computer anschauen. Mit schicken Sommerschühchen, aber ohne neuen Laptop, kamen wir nach Lauterburg zurück!

Sommerschühchen für Flitzichic - oder?Reifenwechsel

Uschi hatte in der Zwischenzeit schon die große Campingplatzleiter vor Oscarlotta aufgebaut und demontierte endlich die seit einiger Zeit ständig im Inneren feuchte Außenleuchte über unserer Eingangstür. Wiederholtes Abdichten hatte keinen dauerhaften Erfolg gehabt, wir hatten schon länger eine neue Lampe “auf Lager”, identisch zu der alten, aber diesmal mit LEDs. Das Ergebnis überzeugt!

Austausch AussenleuchteAustausch AussenleuchteAustausch Aussenleuchte

Kühlschrank abtauen Heute wurden dann auch endlich der Kühlschrank und das separate Gefrierfach abgetaut.

UND NUN IST ERSTMAL WOCHENENDE!!! Übermorgen ist auch noch ein Tag! 😉

LIFE

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Alles unter Kontrolle?

 

Fahrt zu Tischer Während unseres zweiwöchigen Zwischenstopps in Bad Schönborn haben wir einen kleinen Ausflug mit Flitzi nach Wertheim zur Firma Tischer gemacht, um nachzuschauen, ob “Boxi” schon “auf der Welt” ist. Die Fahrt, ca. 100km, ging durch wunderschöne Frühlingslandschaften, bei Sonnenschein und schon wirklich angenehmen Frühsommertemperaturen.

Fahrt zu Tischer  

Fix Boxi (3) Bei Tischer angekommen, konnten wir zwar “Big Fix” begrüßen, aber von “Boxi” war noch absolut nichts zu sehen, nicht einmal in Form von abgestellten Seitenwänden. Wir wurden auch gleich dahingehend informiert, dass sich die Fertigung/Auslieferung jetzt schon um 2-3 Wochen verzögert. Hmmm! Es ist eine kleine Firma von 30 Beschäftigten und einem permanenten Krankenstand von ca. 10%. Wir baten eindringlich darum, uns nicht zu lange warten zu lassen, da wir ja zum Ausprobieren eine SOMMERtour fahren wollen.

In der Produktionshalle gab es Kabinen in allen Fertigungszuständen. Diese hier hätte doch schon Boxi sein können, sieht doch genauso aus!

Box BeifahrerseiteBox FahrerseiteKühlschrank-/Heizungsgestell

Wir durften uns ein wenig umsehen, bis dem Konstruktionsleiter unsere nicht versicherte Anwesenheit in der Produktion massive Bauchschmerzen verursachte und er uns hinauskomplimentierte. In einer Kabine wurden gerade die optionalen Alkovenmöbel verbaut, die wir auch bestellt haben, um unsere Stauraumkapazitäten etwas zu erweitern. Dabei erfuhren wir, dass in diesem Fall der Alkoven um 20cm verlängert werden kann. Als wir die Möbel in Auftrag gegeben hatten, hieß es, dass das Bettenmaß immer noch 1,30m sein würde. Jetzt erfuhren wir, dass nur noch 1,22m verbleiben. 8cm Unterschied hört sich nun grundsätzlich nicht so bedeutsam an, aber bei einer Liegefläche, die für zwei Personen schon am Limit ist, machen sie den Unterschied zwischen “geht noch so gerade” und “geht gar nicht”. Was kostet denn eine Alkovenverlängerung??? Ach, nur €1400? Nun ja, man gönnt sich ja sonst nichts! 🙂

Alle Fragen, die sich bei uns in der Zwischenzeit angesammelt hatten, wurden wir los. Auch konnten wir alles ausmessen, was noch unklar gewesen war, z. B. die Breite der “Notsitz”-Kabine unseres Nissan 1 1/2-Kabiners, den Gasflaschenkasten der Box, die Eintrittsstufe etc… Dabei wurde dann auch endgültig klar, dass eine amerikanische Gasflasche NICHT passt. Zwar wurde uns angeboten, dass man den Gaskasten ja extra für uns vergrößern könne, aber dann würde viel zu viel vom Küchenstauraum entfallen. Unsere Box ist ja relativ klein und Stauraum ist rar und wertvoll. Wir werden uns also EINE Tankflasche von Wynen zulegen (€387 incl. Halterung!!!), wie wir sie auch schon in Oscarlotta haben. Damit ist es dann, vor allem in Nordamerika, kein Problem, überall LPG-Gas zu tanken. Das geht auf jedem Campground und so wird es für uns möglich sein, mit nur einer 5-Kiloflasche auszukommen (die zweite deutsche Camping-Gasflasche werden wir gar nicht erst mitnehmen, da sie in Nordamerika nicht betankt werden darf und bei der Rückverschiffung von Halifax für ebenfalls C$100 “gespült” werden müsste). Wir haben uns aus dem Grunde ja auch für die Truma Combi 4E entschieden, mit der wir alternativ auch per Strom mit 1800 Watt heizen können. Strom ist in USA/Kanada fast immer pauschal mit hoher Abdeckung in den Stellplatzgebühren enthalten.

40 Jahre Tischer Wir schauten uns bei einer Tasse Kaffee noch ein wenig in der Ausstellungshalle um, Herr Klein versprach, in der nächsten Woche mit Big Fix und einer bereits fertiggestellten identischen Kabine zum TÜV zu fahren und uns den umgeschriebenen Fahrzeugschein zuzuschicken, damit wir rechtzeitig vor der Fertigstellung von Boxi zur Zulassungsstelle in Heidenheim fahren können. Ja, Big Fix wird nicht in Bochum zugelassen werden, obwohl das ja sooo gut gepasst hätte: BO XI 15. Aber wenn Uschi nicht bald mal wieder selbst ein Auto versichert, müsste sie nach insgesamt 7 autofreien Jahren wieder bei 240% (Schadenfreiheitsklasse 0) anfangen. Das muss ja nicht sein!      

Huckepack-Systemein frühes Modellein frühes Modell

Zufrieden, wenn auch etwas enttäuscht ob der noch so langen Wartefrist, fuhren wir nach Bad Schönborn zurück. Unterwegs tankten wir noch in Hundheim beim Autohaus Hasenfuß! 😉

Autohaus Hasenfuß in Hundheim

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

La CASITA RODANTE y el descubridor Juan en la Panamericana, Folge 1

 
HansAlso ….. Der Dampfer mit meiner „casita rodante“ lief letztendlich am Mittwochmittag in Halifax ein!!!! Dazu hatte ich mich mit den jungen Leuten, die ich von Deutschland her kannte und am letzten Sonntag am Flughafen abgeholt hatte, auf der McDonalds Bridge verabredet, eine der beiden Brücken, die beide Halbinseln, Halifax und Dartmouth, verbinden, aber nur diese darf man als Fußgänger oder Biker benutzen! Fußgänger von Halifax kommend „Rechts“ und die Biker aus der gleichen Richtung „Links“. Dazu gesellte sich dann ein Ehepaar aus München und noch ein weiterer Solo-Fahrer, 65 Jahre und seit einem Jahr verwitwet …. So konnten wir ein paar Bilder machen und sind dann anschließend die ca. 4 km bis zur Anlegestelle gelaufen, aber man kam natürlich nicht in den Hafen rein, außerdem standen zu viele Container und diese so hoch gestapelt, dass man das Ausladen der Fahrzeuge nicht sehen konnte.

Am Donnerstagmorgen wurde dann das Büro der Spedition gestürmt, es waren sage und schreibe 28 Wohnmobile angekommen, entweder ist das schon Massentourismus oder die Europäer versuchen die Welt mit Wohnmobilen zu erobern …. die große Mehrheit wie immer deutschsprachig in allen Varianten …. ein paar “franchutes, roastbeef’s und holänger” waren aber auch dabei ….. 10am war angesagt worden, aber sicher standen schon einige OTTO’s und FRIEDA’s, wie wir Deutsche in Südamerika und nicht nur dort genannt werden, wie die Apple Freakies bei einer Neuvorstellung um 08.30 Uhr auf der Matte …. Jjjjj

Um 11am lief dann die Maschine an, aber nun auch richtig, innerhalb kurzer Zeit hatten alle bis auf einen (der Witwer) ihre Papiere in der Hand und 150 $CA weniger in der Reisekasse! Jeder startete sofort nach dem Erhalt der Papiere seinen privaten 600m Marathon zum Zoll, der machte zwar erst um 16pm die Türen zu, aber der Hafen schon um 12am, das bedeutete dann für viele erst am Freitagmorgen ihr Fahrzeug abholen zu können …. Aber auch beim Zoll klappte es vorzüglich …. Auf die Frage „DRUGS, GUNS and ALCOHOL“ ohne rot zu werden „nee“ sagen können und schon biste herzlich willkommen!

Aber wat nu, der Hafen war angeblich zu! Von unserem “Brückenteam” hatte die Copilotin des Müncheners Expeditionsfahrzeuges schon am Mittwoch beim „Fahrzeuge abladen“-Zugucken, versucht, mit einem Hafenangestellten zu flirten, aber da ging noch nichts, doch sie bekam eine Telefonnummer und hatte auch schon angerufen, was sie ihm dabei versprochen hat, ich kann es nicht sagen, will es auch nicht so genau wissen ….
2 Taxis wurden angehalten und zum Flatrate-Tarif ging es ab zum Hafen …

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben also unsere Fahrzeuge schon am Donnerstag bekommen, einige andere sicher auch, aber die meisten mussten dann am Freitag früh zum Hafen und es blieben dann immer noch einige Fahrzeuge stehen, die erst am kommenden Dienstag (morgen, Montag, ist hier Feiertag) abgeholt werden können, aber deren Besitzer sind auch erst dann mit dem 2. Saisonflug der Condor angekommen ….

Wir haben uns danach getrennt, ich bin zu meinem Hotel und habe am Freitag peu à peu alles ausgepackt, umgepackt und angebracht, vom Hotel bekam ich eine Leiter geliehen, um die Fahrradhalterung montieren zu können und am Samstag ging es dann ON THE ROAD !!! Gestern Abend habe ich zum Wasser tanken und schnuppern auf einem Campground übernachtet, jetzt stehe ich auf der Prinz Edward Insel am Fuß der längsten Brücke der Welt auf dem Parkplatz gegenüber der Tourismus Info, die haben um 6pm zugemacht, dabei freundlicherweise vergessen das offene WiFi Netz abzuschalten und nun hoffe ich, dass ich meine erste freistehende Nachterfahrung in CA machen kann. Vorsichtshalber hab ich mir schon ein Viertel Malbec reingezogen, damit ich die passende Entschuldigung zum Nicht-Weiterfahrenkönnen auf der Zunge habe … Jjjjj

Ok, ich hoffe die folgenden Bilder sind selbsterklärend genug, bin zu faul um die zu betiteln …. Jjjjj
Liebe Grüße, passt auf euch auf und hasta siempre!

ankommendes FrachtschiffMitreisendeim HafenNew Brunswick Information New Brunswick InformationToilettenregeln ;-)ToilettensystemHinweistafel auf ???on the roadon the roadThe Dream DriveConfederation BridgeBrückenbau-Denkmal1. Übernachtungsplatz gegenüber der Tourismus-Info

written by Hans/Juan

In den “Startlöchern” zum Abenteuer Panamericana

 
Heute können wir euch endlich Hans vorstellen, den wir im November auf dem Stellplatz “WellMobilPark” in Bad Schönborn kennengelernt haben und der “Schuld” daran ist, dass wir uns bei der Firma Tischer eine Aufsetzkabine bestellt und das benötigte Basisfahrzeug dazugekauft haben. Wir hatten ihn „hier“ schon einmal erwähnt. Da Hans die Wartezeit bis zum Frühjahr überbrücken musste, haben wir einige Wochen gemeinsam im Fitnessstudio trainiert und auch sonst Zeit miteinander verbracht. Dabei entstand die Idee, ihn als Gastautor zu gewinnen. Ein eigenes Blog hat er nicht und will er auch nicht, aber den Gedanken, uns in lockerer Folge Fotos und Reiseberichte zu schicken, fand er machbar und reizvoll.

Für Ende April hatte er bei Seabridge die Verschiffung seines VW-Amaroks mit Tischer Aufsetzkabine gebucht, er teilte uns kurz mit, dass er auf dem Weg nach Hamburg sei, um das Gespann bei der Reederei abzugeben. Danach hörten wir nichts mehr von ihm – bis zum Mittwoch dieser Woche. Sowohl sein Mobil als auch er sind wohlbehalten in Halifax/Kanada angekommen, wir haben den ersten Bericht und die ersten Fotos!!! Wer von euch also interessiert daran ist, die Panamericana als “blinder Passagier” mitzufahren, wird hier bei uns die Gelegenheit dazu bekommen! 🙂

Morgen geht es los, heute stellen wir euch unseren Hans/Juan und sein rollendes Zuhause „casita rodante“ erst einmal vor:

Hans startet die PANAMERICANAHans startet die PANAMERICANAHans startet die PANAMERICANAHans startet die PANAMERICANA

written by Ingrid
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Wir ziehen NICHT um!

 

Campingplatz "Hirtenteich" mit Heinkel-Treffen 2008

Sonntag Nachmittag sind wir wieder in unserem Heimathafen, dem Campingplatz “Hirtenteich” in Lauterburg auf der Schwäbischen Ostalb, eingelaufen. Empfangen wurden wir mit leeeckerer Erdbeertorte bei Maiers und Uschis Vater kam auch gleich vorbei. Immerhin hatten wir uns ja wieder mal ein gutes halbes Jahr nicht gesehen. Zwar kamen wir nicht von Spanien wie sonst, aber das macht für ihn ja keinen Unterschied. Jule Ferienhund quiekte bei der Begrüßung vor Begeisterung wieder wie ein Ferkel, obwohl sie uns diesen Winter ja sogar zweimal mit Herrle und Fraule besucht hatte und wir noch vor nicht allzu langer Zeit ein paar Tage in Freiburg/Kirchzarten miteinander verbracht hatten. Sie weiß dann immer nicht, wen von uns sie zuerst begrüßen soll und wechselt unablässig von Uschi zu mir und von mir zu Uschi, quiekend. 😉 Und als dann auch noch der Opa erschien, fing alles wieder von vorne an! Wer kann sich so freuen wie ein Hund?

unser StellplatzWir haben dann nur noch gründlich entsorgt, sind einseitig auf Keile gefahren, damit auch noch der letzte Rest des während der Fahrt gut durchgeschüttelten Abwassers mit allen von den Tankwänden gelösten Ablagerungen herausfließen konnte. Ausgiebig nachspülen, fertig. Unsere Terrasse war freundlicherweise gemäht worden, sodass wir direkt runterfahren konnten. Wohnordnung wiederherstellen, Hänger und Gartenhäuschen inspizieren, alles trocken (!), keine Mäuse (!), keine Wespennester (!), Post sortieren, etwas essen. Der Ausblick rundherum ins Grüne war sofort wieder vertraut, aber nach so vielen Jahren hier (bei mir inzwischen auch schon 11) kein Wunder!

aa Umräumaktion (1) Wir haben wunderbar ruhig geschlafen, in der Sonne gefrühstückt und dann angefangen, Ordnung zu machen, was zunächst aber in Unordnung machen ausartete. Uschi räumte die halbe Heckgarage aus und wieder ein (was man da alles findet!), einiges verschwand im Häuschen, einiges in meinem Hänger und alle bereits gekauften Sachen für Boxi brachten wir zur Zwischenlagerung auf den “Wohnboden” unterm Dach von Maiers. Es sah kurzzeitig aus, als wollten wir umziehen! Nachdem noch alle Kanten und der Hänger freigeschnitten waren, sah es schon wieder richtig gepflegt bei uns aus! Arbeit haben wir die nächsten Tage aber trotzdem noch genug, ausgiebig Wäsche waschen, Oscarlotta und Flitzi von innen und außen grundreinigen, Oscarlotta polieren, die Steuererklärungen machen, Reifenwechsel bei Flitzi erledigen, Enti aus ihrem Winterlager holen, das Häuschendach neu mit Folie verkleiden, dann sicher diese Woche auch wieder Rasen mähen. Der Kühl- und Gefrierschrank möchte mal wieder abgetaut werden, die Außenleuchte über der Tür von Oscarlotta muss ausgetauscht werden. Ach, es ist immer so schön, nach dem “Urlaub” wieder nach Hause zu kommen! 😉 Aber keine Sorge, wir werden das nicht alles bis Pfingsten erledigt haben. Da wir hier ja warten müssen, bis wir die Mitteilung bekommen, dass wir Boxi abholen können, haben wir ein paar Wochen Zeit und sicher genug Gelegenheit, auch mal draußen im Liegesessel zu relaxen. Trotzdem rechnet mal nicht mit einem neuen Blogbeitrag vor dem Pfingstwochenende!

UmräumaktionUmräumaktionUmräumaktionUmräumaktionUmräumaktionUmräumaktion

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Kraichgau-Camping “Wackerhof”

 

Wenn ihr unser aktuelles Headerfoto genauer anschaut, erkennt ihr im rechten Teil ein paar weiße, wie Wohnmobile oder Wohnwagen aussehende Flecken. Nachdem ich bei meinem Fotoausflug diese schöne Panoramaaussicht genossen und konserviert hatte, wollte ich natürlich auch wissen, wie dieser vermutete Campingplatz heißt. Ein paar Tage später bin ich dann mit Uschi dort gewesen und wir fühlten uns in eine andere Welt zurückversetzt, genauer gesagt in die 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nein, Hippies, love and peace oder Anpflanzungen ominöser grüner Pflanzen haben wir nicht gesehen, wohl aber Sanitär- und sonstige Anlagen, die es so fast nirgendwo mehr gibt. Alles war sauber, alles funktionierte, alles war sympathisch einfach und unprofessionell im guten Sinne. Schlagartig waren die längst vergessenen Gefühle aus der Zeit wieder da, als ich vier- und fünfjährig mit meinen Eltern und meinem großen Bruder im Zelt auf dem Strandcampingplatz an der Ostsee glücklich war. Oder später auf dem Bauernhof-Campingplatz im Allgäu. Kurz gesagt, wir haben einen Campingplatz entdeckt, der keine Sterne vorzuweisen hat, auf dem es kein Internet gibt, wo es vor den Einzelwaschkabinen nur Vorhänge gibt, wo die Bekanntmachungen nicht laminiert, sondern mit Tesa an die Wand geklebt sind. Es gibt Wiesen, Bäume, Terrassen, neben jedem Stellplatz einen ausgewiesenen PKW-Abstellplatz in gleicher Größe. Der Besitzer lief mit uns mit und zeigte uns, wo wir mit unserem schweren, großen Mobil auf Schotterrasen stehen könnten und sagte gleich dazu, dass er uns dort aber keinen Dauerplatz zur Verfügung stellen könne, da bei längerem Aufenthalt das Gras unter dem Fahrzeug kaputt gehen würde. Aber urlaubsmäßig mal für eine Woche oder so sei in Ordnung! Wie sympathisch und auch wie authentisch, zeigt es doch, dass ihm sein Besitz wertvoller ist als das Geld, das er ihm einbringen könnte. Wir baten darum, uns auf dem gesamten Platz (100 Dauercamper- und 50 Touristenplätze) umschauen zu dürfen und dabei sind viele Fotos entstanden. Dieser Campingplatz, der wunderbar ruhig inmitten der wunderschönen Natur des Kraichgaus liegt, bietet sich an, wenn man Ruhe, Rasen und die Ursprünglichkeit und wohltuende Einfachheit möchte, die es in der heutigen Zeit schon fast nicht mehr gibt.

Wackerhof

-Stellplatz/Nacht €3,20 (!) -Person/Nacht  €3,40 (!) -Kind bis 14 Jahre/Nacht €2,40 (!) -kWh €0,50 -Warmwasser/Duschen/Müll frei –Benutzung Campingwerkstatt (Fotos unten) frei

GPS-Koordinaten: 49° 12’ 2” N und 8° 45’ 37” O

WackerhofRezeptionEingangspfortekostenloser Strom für Ankommende während der MittagspauseStellplatz für schwere MobileTouristenplätzeje ein Stellplatzund ein PKW-ParkplatzSanitärgebäudeChemie-ToilettenausgussHundeduscheEnt- und VersorgungsstationSpülkücheBehinderten-SanitärraumBekanntmachungenEinzelwaschkabinenDuscheAufenthalts- und LeseraumBlick auf den DauercampingbereichDauercampingbereichSanitärgebäudeStiefelduscheTrockner und WaschmaschinenPreisliste's Camper Werkstättle's Camper WerkstättleLeihstühle für ZweiradcamperBaumdekoBrunnendeko's Schäufele fürs Häufele

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Schrotträder! Schrotträder???

 

Als wir vor 8 Jahren unsere Oscarlotta gekauft haben und klar war, dass unsere Fahrräder NICHT in die Heckgarage kommen, sondern auf einen klappbaren Fahrradträger auf der Anhängerkupplung, war auch klar, dass wir an diesem schönen Wohnmobil sichtbar nicht mehr unsere altgedienten, aber eben nicht mehr so schönen, “ollen” Fahrräder transportieren wollten. Als wir mal wieder in Bochum (meiner alten Heimat) waren, wurden wir im größten Fahrradladen am Bahnhof fündig. Wir wählten nach Gefallen, ich entschied mich für ein “Pegasus”-Rad in weiß-silber und Uschi gefiel ein “KTM”-Rad in schwarz-silber. Beide waren, aus welchen Gründen auch immer, gerade herabgesetzt und so blieben wir für gute 28-Zoll-Räder unter € 1000, für beide natürlich. Batteriefahrräder gab es auch schon, aber die kamen für uns weder damals noch heute infrage, nicht nur wegen des irre hohen Preises. Wir wollen uns noch anstrengen, sehen das Rad fahren als Vergnügen und als Sport. Jedes Rad war mit einer 8-Gang-Nabenschaltung ausgestattet, das war, im Vergleich zu meinem alten Rad (keine Gangschaltung!) ja schon Komfort genug.

Radtour Spanien 2006/07 

Wir waren über die Jahre sehr zufrieden mit unserer Wahl, besonders Uschis KTM rollte superleicht. Für meine abendlichen Fahrten am Torre im vorletzten Winter kurz vor Sonnenuntergang habe ich mir oft ihr Rad “ausgeliehen”. Vor ca. 3 Jahren haben wir uns dann mal “unplattbare” Reifen geleistet und seitdem wirklich keine Probleme mehr gehabt mit z. B. Dornen, wovon es in Spanien so viele gibt.

Jetzt, nach über 7 Jahren, war aber doch einiges nicht mehr in Ordnung. An beiden Rädern waren die Stoßdämpfer hinüber, an Uschis Rad die gesamte Bremsanlage und bei meinem funktionierte die Gangschaltung nicht mehr zuverlässig. Bei einer Fahrt mit Flitzi entdeckten wir im letzten November im benachbarten Kronau einen großen Fahrradhändler mit Reparaturwerkstatt. Wir fuhren die Räder in Doppelschicht (immer eine per Rad und die andere mit Flitzi) dorthin, ließen sie durchchecken und vergaben noch einige Zusatzaufträge wie neue Lenkergriffe, neue Schutzbleche, eine verzinkte Kette, neue Sattelschutzbezüge…

Am nächsten Tag rief der junge Mann, der unsere Wünsche entgegengenommen hatte, an und teilte uns mit, dass zumindest ich doch vielleicht besser über einen Fahrradneukauf nachdenken solle. Das KTM sei noch zu retten, die Reparatur würde sich wohl auf ca. € 300 belaufen, aber bei meinem Pegasus läge sie sicher weit über € 350 und das würde sich doch wohl nicht mehr lohnen. Ich erbat mir Bedenk- bzw. Beratungszeit mit Uschi. Wir hatten uns bei Abgabe der Räder im Laden mal interessemäßig umgeschaut und festgestellt, dass Räder wie unsere nicht unter € 800 zu haben sind, ein KTM sogar nicht unter € 900. Wir brauchten nicht lange zu überlegen. Die Rahmen waren noch völlig in Ordnung, die Reifen auch, ein neues Rad würde mehr als das Doppelte kosten. Also ließen wir reparieren!

Nach ein paar Tagen konnte ich mein Rad schon wieder abholen und es sah (fast) aus wie neu!!!

PegasusPegasus (Schutzblech)Pegasus (Stoßdämpfer)Pegasus (Gangschaltung)Pegasus (Vorbau)Pegasus (Schutzblech)Pegasus (Edelstahlkette)

Bei Uschis Rad hatte der Monteur heftigste Probleme gehabt, die Verschraubung zwischen Lenkerstange und Rahmen zu lösen und hätte am liebsten das Rad am Stück in den Müllcontainer geworfen. Aber irgendwann war es ihm dann doch noch gelungen, dabei musste er aber wohl den Vorbau zerstören, der bei dem KTM-Rad besonders schön war. 😦 Ich hatte mir extra einen neuen montieren lassen, da meiner so hässlich geworden war. Und jetzt hat Uschi genau so einen! Dumm gelaufen! Insgesamt ist aber auch sie zufrieden mit ihrem runderneuerten Fahrrad!

KTM KTM (Vorbau)KTM (Stoßdämpfer)KTM (Gangschaltung)KTM (Bremsen)

Die Kosten? Mein Fahrrad, das eigentlich verschrottet werden sollte, hat € 356,72 gekostet und war somit, entgegen der ersten Infos, dann sogar preiswerter als Uschis Rad mit € 387,53. Die Rechnungen listen ganz genau auf, welche Teile zu welchem Preis verbaut wurden und was an Arbeitslohn angefallen ist. Es sieht alles absolut seriös aus und wir sind, trotz der doch relativ hohen Zahlen, froh, uns so entschieden zu haben.

Kritikwürdig war dann, finde ich, dass weder der Reifendruck überprüft wurde noch die Räder gesäubert wurden (wäre doch ein netter Kundendienst bei dem Preis). Und dass wir nach einiger Zeit noch einmal vorbeikommen sollen, um die Bremsen überprüfen und anpassen zu lassen, habe ich erst erfahren, als wir Uschis Rad abholten. Netterweise ist das dann für uns sogar kostenfrei!!!

Wir holten die Räder auf die gleiche Art ab wie wir sie hingebracht hatten und verpackten sie mal vorsichtshalber für den Winter. Und wirklich haben wir sie kein einziges Mal benutzt und erst in Freiburg wieder ausgepackt.

WinterpauseFrühlingserwachen
Bei der ersten Einkaufsfahrt machte meine Lenkertasche dann nach dem Bestücken den Abgang! Zum Glück war da die Lampe, die sie aufhielt. Was war los? Nicht lose, sondern gar nicht mehr vorhanden war der Befestigungsdraht der Halterung, die bei der Montage des neuen Vorbaus wohl abgebaut werden musste. Das hat der Monteur dann entweder vermurkst oder er hatte keine Lust auf die Fummelei! Wir hatten es leider nicht rechtzeitig bemerkt. Also auf zum Fahrradladen „Criterium“ in Freiburg! Dort war man sehr bemüht und organisierte den nötigen Draht für €10,95. Man hätte ja auch einfach behaupten können, dass ich die gesamte Halterung neu kaufen müsse (über €40). Bei der Gelegenheit ließ ich auch gleich noch die Schraube kürzen, die den wiederbefestigten Spritzlappen am neuen hinteren Schutzblech hielt. Die war nämlich so lang, dass sie innen am Reifen schabte, was dem Reifen auf Dauer wohl nicht so gut getan hätte. Da inzwischen auch die Fahrradlampe ihren Dienst quittiert hatte (!), wurde ich insgesamt noch einmal €45,95 los. Aber nun ist hoffentlich alles in Ordnung!!!  

Ein echtes Beispiel von Schrotträdern wurde uns im Sommer 2013 mal in Tofino auf Vancouver Island geboten. Die amerikanische Art des Fahrradtransports ist für Europäer ja mehr als gewöhnungsbedürftig, wie wir „hier“ schon anschaulich berichtet haben. Die Räder werden irgendwie am PKW, Bus oder Wohnmobil befestigt, gerne auch einfach hochkant an der Heckleiter. Als wir an einer Bushaltestelle warteten, bog forschen Tempos ein Wohnwagengespann in die Zufahrt zum Campingplatz ein und schleifte funkensprühend seine (5!) abgefallenen Fahrräder auf der Straße hinter sich her. Mindestens zwei davon waren wirklich Schrott!

20 'Crystal Cove Beach Resort' Tofino

written by Ingrid
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Fernreisemobile und weitere Schönheiten

 

Die meisten der Fernreisemobile, die beim Seabridge-Treffen in Bad Dürrheim zu bestaunen waren, haben wir euch ja schon vorgestellt. Und auch den ganz besonderen Rundhauber, der jetzt mit seiner Besatzung auf Eltern-Zeit-Reise in Morokko unterwegs ist, siehe “hier”. Während unserer Zeit in Freiburg trudelten aber noch so einige außergewöhnliche Fahrzeuge ein. Freiburg als Stadt ist ja etwas alternativ und besonders und zieht offenbar auch in besonderem Maße alternative und besondere Menschen mit ihren rollenden Behausungen an.

alte SchätzchenDüdo

Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328Rundhauber 328

Fernreisemobil

SaurerSaurerSaurerSaurer

Rundhauber 710

P. S.: Wer alte Autos so liebt wie wir und jetzt Lust auf mehr bekommen hat, dem empfehle ich unser Album „Nordamerikanische LKW und sonstige Vehikel“ aus unserem USA/Kanada-Blog.

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Stifterhof Östringen

 
4. Mai

Burgturm Meine Fahrt ins Blaue nach meinem Zahnarztbesuch am Montag, die ja eher eine ins Grüne oder Bunte war, führte mich unerwarteterweise an einem idyllischen alten Burgturm vorbei. Dahinter lag ein großes Anwesen. Kurzentschlossen drehte ich um und fuhr in den “Schlosshof” hinein. Zwei junge Männer standen an einem PKW und ich sagte ihnen, dass ich absolut keine Ahnung hätte, wo ich sei, aber gerne Fotos machen würde, ob das okay sei. Sie hatten kein Problem damit und so sah ich mich um. Ein Haupthaus, mehrere Wirtschaftsgebäude oder Stallungen waren im Karree angeordnet, aus einer großen Tonne stieg Rauch auf, alles sah alt, aber nicht heruntergekommen aus. Keine Menschen, keine Tiere. Ich machte meine Fotos.

StifterhofStifterhofStifterhofStifterhofBrunnenKellerfensterBriefkasten a. D.

Einer der beiden Männer war inzwischen weggefahren, der andere werkelte in einem Schuppen und als ich ihn fragte, was das hier sei oder mal gewesen sei, erklärte er mir, dass es früher mal ein Kloster war und jetzt der land- und forstwirtschaftlichen Forschung durch das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) dient. Wikipedia & Co. wusste dann natürlich mal wieder mehr. Die markante Hofanlage wurde auf den Grundmauern des im 12. Jahrhundert dort erbauten Benediktinerklosters Wigoldesberg errichtet. Die Geschichte der heute zu Östringen gehörenden Siedlungen Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg war eng verknüpft mit dem Kloster. Für die wirtschaftliche Entwicklung spielte der Weinbau, den die Mönche hier einführten, eine große Rolle. Im Jahre 1496 wurde das Kloster in ein weltliches, freiadliges Ritterstift umgewandelt (daher der heutige Name). Vorhanden sind noch zwei Rundtürme in Bruchsteinmauerwerk mit Rundbogenfries der alten Umfassungsmauer sowie Gebäudereste von Verwaltungs- und Wirtschaftsbauten des 15. Jahrhunderts und der in den 1840er-Jahren eingerichtete Gutshof (Meierei). Von der viel größeren Klosteranlage ist leider nichts mehr erhalten. Trotzdem hat dieser Ort eine ganz besondere Ausstrahlung, wie es geschichtsträchtige Orte ja so oft haben.

StifterhofStifterhofStifterhofStifterhofStifterhof

written by Ingrid
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Kurzer Zwischenstopp

 

Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn Wir sind seit Sonntag zurück in Bad Schönborn, wo wir von November bis Anfang März überwintert haben. Obwohl wir nur 2 Monate weg waren, sieht es hier, der Jahreszeit entsprechend, schon wieder ganz anders aus. In Bad Dürrheim (670m) blühte zwar auch schon ganz viel, aber hier, im Heidelberger Raum (115m), ist es noch einmal anders. Blühende Kastanien, blühender Flieder, blühende Apfelbäume, blühender Raps in seinem unvergleichlich leuchtenden Gelb, Unmengen von Gänseblümchen auf den Wiesen, die noch kein erstes Mal gemäht worden sind. Wir sind noch einmal kurz hier, weil ich noch ausstehende Zahnarzt- und Physiotherapietermine wahrnehmen möchte. Und dann müssen wir all die Kleinigkeiten, die wir den Winter über schon für Boxi im Internet bestellt haben, bei Uschis Sohn aus dem Keller holen, wo wir sie zwischengelagert haben, da unsere Heckgarage VOLL ist.

Montag also Zahnarzt! Ich machte einen kleinen Umweg, um zu Flitzi zu gehen, der hier ja leider nicht auf dem Stellplatz stehen darf, sondern auf dem benachbarten öffentlichen Parkplatz parkt, immerhin in Sichtweite. Neben der Eisenbahnanlage der “Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn” ist solch ein tolles Rapsfeld und ich erhoffte mir ein Motiv für ein neues Headerfoto. 4. Mai (3)Der Raps war aber zu weit weg und ein Eisenbahn-Headerfoto hatten wir ja schon mal. Direkt daneben stand allerdings ein nettes Fotomotiv. Die Kasse bzw. der Hinweis darauf steht schon, von den Verkaufsobjekten ist aber noch lange keine Spur! Im letzten Herbst sah es dagegen so aus und da machte das Schild dann auch Sinn:

September 2014September 2014

 

 

 

 

Schon auf dem Parkplatz in der Nähe von der Zahnarztpraxis ein Blütentraum!!!

4. Mai4. Mai

Die Hauptstraße durch Östringen gesäumt von blühenden Kastanien.

4. Mai4. Mai  

Im Treppenhaus auf halber Höhe fiel mein Blick wieder auf den netten Zugang zum Hof, den ich bereits im Januar fotografiert hatte. Auch hier, logischerweise, ein kleiner Unterschied, aber gar nicht mal so gravierend:

4. Maiim Winter

Nach erfolgreicher Behandlung hatte ich eine Belohnung verdient, fand ich und fuhr noch ein wenig einfach drauflos. Meine Fotoausbeute, bei der dann auch unser neues Headerfoto dabei war:

4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai4. Mai (neues Headerfoto)

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Kurpark mit Gradierwerk

 

Kurpark mit Teich und SpringbrunnenZu jedem Kurort gehört zwingend ein Kurpark, der mal größer, mal kleiner, mal mehr oder mal weniger schön ist. Bad Dürrheim hat es da ganz gut gemacht, was sicher auch, aber nicht nur, an dem Gradierwerk liegt, einem unverzichtbaren Bestandteil eines Sole-Badeortes. Die Anlage ist, im Vergleich z. B. zu dem Fast-Namensvetter Bad Dürkheim, winzig, dafür aber richtig nett und liebevoll gestaltet. Und die salzhaltige Luft reichte für alle Anwesenden aus!

Kurpark mit GradierwerkGradierwerkGradierwerkGradierwerkDorngestrüpp aus den Zweigen des SchwarzdornsSalzablagerungenGradierwerk mitBaum

Die Fitnessgeräte in einem Teil des Kurparks habt ihr ja schon im letzten Artikel gesehen, mit Uschi bei der Arbeit bzw. Demonstration. Sie sind allerdings eher nur etwas für den Spaß, sehr wenig geschmeidig in ihrer Bewegungsfolge (die Geräte, nicht Uschi). Einen kleinen “Sinnesgarten” gibt es auch, mit Barfußpfad etc., aber da haben wir auch schon Besseres gesehen. Deswegen auch kein Foto!
Schön hingegen ist der Kurparkteich mit Springbrunnen (siehe 1. Foto und hier folgend). Direkt dahinter ist das “Solemar” zu sehen. Lustig ist es, wenn man im letzten Außenbecken liegt und nur noch durch einen Zaun von den Spaziergängern im Kurpark getrennt ist. So müssen sich Zootiere fühlen und so wie im Zoo ist es auch hier nicht klar, wer denn nun wen beobachtet. Es war aber auf jeden Fall sehr schön, bei Sonnenschein im warmen Wasser zu liegen, während die Spaziergänger noch Wintermäntel trugen!

Kurpark mit Teich und Springbrunnen

Narrenschopf-Museum
Ansonsten gab/gibt es viele schöne Blumen, ein kleines Bistro, das “Narrenschopf-Museum” und das große “Kurhaus”. Die Öffnungszeiten waren aber im April, trotz des schönen Wetters und trotz des Seabridge-Treffens immer noch auf Winterschlaf eingestellt, sodass wir dort nicht essen waren.

KurparkKurparkKurhaus

Wir hätten uns aber natürlich Thermoskanne und Stullen mitbringen können und draußen picknicken! Zwinkerndes Smiley

Picknick-GarniturenPicknick-Garnitur

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Skurriles und Normales

 

Das Städtchen Bad Dürrheim hat mehr zu bieten als man auf den 1. Blick sieht. Da wirkt es wie ein etwas verschlafenes, typisches Kurbad. Wer keinen Blick für die Feinheiten hat, wird mit diesem Eindruck auch wieder wegfahren. Wir haben so einiges entdeckt, Skurriles und Normales.

SolemarSolemarFacebook-ParkplatzFacebook-ParkplatzParkplatz für Blinde

Haus des GastesStadtmobil an SteckdoseGesamtansicht

SkulpturSkulptur

Narrenschopf-MuseumNarrenschopf-MuseumNarrenschopf-Museum

Fitnessgeräte im KurparkFitnessgeräte im KurparkFitnessgeräte im Kurpark

Wir haben uns wohl gefühlt hier, was aber in ganz besonderem Maße an unserem für uns PERFEKTEN Stellplatz lag. Wechselnde Nachbarn auf der einen Seite, bei denen es egal war, wie sie sind, sie fuhren ja wieder. Ein sehr netter Nachbar (Dauercamper aus der Schweiz) auf der anderen Seite, der uns zum Abschied eine Flasche Dornfelder brachte und dem wir versprachen, dass wir mal wiederkommen. Wenn wir nicht gewisse Pläne hätten, könnten wir problemlos den Sommer hier verbringen. Wie gesagt, das Städtchen bietet genug für den Alltag, es gibt den schönen Kurpark (Bericht folgt noch), das Thermalbad (nicht ganz so schön wie in Bad Schönborn), ebenfalls ein medizinisches Fitnessstudio, mehrere Eis- und sonstige Cafés, alles in ein paar Minuten zu Fuß erreichbar oder noch schneller mit dem Rad. Außerdem eine gute Nordic-Walking-Strecke direkt vom Platz aus mit Sonne und Schatten, vielen Bänken zum Ausruhen und der Möglichkeit, zum Schluss im Café “Narrenschopf” einen Kaffee zu trinken. Etwas außerhalb des Stadtkerns gibt es zwei aneinandergrenzende große Einkaufszentren mit Media-Markt, Kaufland, Edeka und allem, was es sonst noch so gibt. Und wenn das noch nicht reicht, kann man ein paar Kilometer weiter zum Stadtbummel nach Villingen fahren oder in das “Schwarzwald-Baar-Center”, ein großes Shoppingcenter. DAS kennen wir noch nicht, also müssen wir wirklich wiederkommen!

unser StellplatzStellplatz bei NachtStellplatz

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wasser marsch!

 

Location: Ent- und Versorgungsstation Bad Dürrheim; Uschi kommt mit Gießkanne und 10l-Kanister; auf der Entsorgung steht ein Wohnmobil und wird mit gefühlten 500l Frischwasser betankt

Versorgungsstation (gesamt)

 

1. Akt:
Ein weiterer “Wasserholer” mit kleinem Essigkanister taucht auf und fragt:

Suchen Sie was?

Nein, ich bin am Warten.

Ach so. Man kann auch DA Wasser holen!

Ja, das weiß ich, aber DA brauche ich 5 Minuten für 10 Liter, so wie es da raus trielt!

Ach so!

 

2. Akt:
Nach 10 Minuten Wartezeit und erfolgreichem Befüllen der beiden Behältnisse zieht Uschi ihr kurzes Schlauchstück ab, geht zu Oscarlotta entleeren und kehrt zum Tatort zurück.

Ach, waren Sie noch nicht fertig?

Nein, warum?

Ja, weil Sie den langen Schlauch nicht wieder angesteckt haben!

Ja – und, warum sollte ich?

Da hat gerade einer furchtbar geschimpft!

Warum?

Ja, der ist ganz nass geworden.

Warum?

Der hat auf den Schalter gedrückt und nicht gemerkt, dass der Schlauch ab war.

Ja, selber Schuld. Wenn er das nicht merkt, oder?

Ja, schon. Kommen Sie noch mal wieder?

Ja, warum?

Ja, weil Sie Ihren Schlauch mitnehmen, aber den anderen Schlauch immer noch nicht wieder aufstecken.

Ich bin in 2 Minuten wieder da. Warum sollte ich jedes Mal den Schlauch wieder anstecken, wenn doch gar nicht sicher ist, dass zwischendurch jemand anderes kommt. Und wenn, dann kann der den Schlauch doch auch anstecken. Wenn er es sieht. Sonst wird er nass!

Hmm! Warum machen Sie denn Ihren kurzen Schlauch drauf und nehmen nicht den, der schon dran ist?

Weil ich nicht weiß, in welche Löcher der schon gesteckt worden ist!!!

Ach so.

 

3. Akt:
Uschi kommt zum 3. Mal zurück. Ein weiteres Wohnmobil wird entsorgt. Die Beifahrerin steht draußen und beobachtet, wie Uschi den von jemandem wieder angesteckten langen Schlauch abzieht, ihren kurzen Schlauch aufsteckt, ihre Behälter füllt, den kurzen Schlauch abzieht und den langen Schlauch wieder aufsteckt in der Annahme, dass dieses Wohnmobil auch noch betankt werden soll. Als sie wieder zurück kommt (zum 4. Mal), fragt die Frau ganz erstaunt:

Darf ich Sie mal was fragen? Wofür brauchen Sie sooo viel Wasser???

Für unseren Wassertank.

Wieviel Wasser passt denn da rein?

150 Liter.

So viel? Dann müssen Sie wohl nochmal laufen?

Noch ein paar Mal.

Ja, haben Sie es weit? Soll ich Ihnen helfen?

Nein danke, das mache ich ja immer, das ist mein persönliches Fitnessprogramm. 

Ach so. Wissen Sie, ich bin das erste Mal dabei, ich weiß das alles noch nicht.

 

4. Akt:
Uschi kommt und zieht den langen Schlauch ab. Ein weiterer Wasserholer sagt:

Den dürfen Sie nicht wegmachen!!!

Warum darf ich den nicht wegmachen?

Weil die Leute damit ihre Autos betanken.

Steht hier ein Schild, dass man den Schlauch nicht abmachen darf um seinen eigenen Schlauch anzustecken?

Nein. Aber warum nehmen Sie denn nicht den Schlauch, der schon dran ist?

Siehe oben!!!

 

5. Akt:
Uschi wie immer, ein Wasserholer fragt:

Versorgungsstation (Detail)

Warum stellen Sie Ihre Gießkanne denn nicht DA hin? Da haben Sie doch eine Ablage und müssen sie nicht heben?

DA passt zwar meine Gießkanne unter den Hahn, aber mein Kanister nicht.

Das glaube ich nicht, haben Sie es schon probiert?

Ja. Außerdem sieht man das doch, dass es nicht passt.

Und das passt wirklich nicht?

Nein.

So etwas passiert Uschi (weil sie eine Frau ist?) ständig. Ob aus Langeweile, Hilfsbereitschaft, Kontrollbedürfnis, Nettigkeit wissen wir nicht. Uschi kann nur noch selten humorvoll darauf reagieren, meistens nervt es sie nur. ICH verstehe das gut und bin froh, dass sie den Job macht!!!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.