Wasser marsch!

 

Location: Ent- und Versorgungsstation Bad Dürrheim; Uschi kommt mit Gießkanne und 10l-Kanister; auf der Entsorgung steht ein Wohnmobil und wird mit gefühlten 500l Frischwasser betankt

Versorgungsstation (gesamt)

 

1. Akt:
Ein weiterer “Wasserholer” mit kleinem Essigkanister taucht auf und fragt:

Suchen Sie was?

Nein, ich bin am Warten.

Ach so. Man kann auch DA Wasser holen!

Ja, das weiß ich, aber DA brauche ich 5 Minuten für 10 Liter, so wie es da raus trielt!

Ach so!

 

2. Akt:
Nach 10 Minuten Wartezeit und erfolgreichem Befüllen der beiden Behältnisse zieht Uschi ihr kurzes Schlauchstück ab, geht zu Oscarlotta entleeren und kehrt zum Tatort zurück.

Ach, waren Sie noch nicht fertig?

Nein, warum?

Ja, weil Sie den langen Schlauch nicht wieder angesteckt haben!

Ja – und, warum sollte ich?

Da hat gerade einer furchtbar geschimpft!

Warum?

Ja, der ist ganz nass geworden.

Warum?

Der hat auf den Schalter gedrückt und nicht gemerkt, dass der Schlauch ab war.

Ja, selber Schuld. Wenn er das nicht merkt, oder?

Ja, schon. Kommen Sie noch mal wieder?

Ja, warum?

Ja, weil Sie Ihren Schlauch mitnehmen, aber den anderen Schlauch immer noch nicht wieder aufstecken.

Ich bin in 2 Minuten wieder da. Warum sollte ich jedes Mal den Schlauch wieder anstecken, wenn doch gar nicht sicher ist, dass zwischendurch jemand anderes kommt. Und wenn, dann kann der den Schlauch doch auch anstecken. Wenn er es sieht. Sonst wird er nass!

Hmm! Warum machen Sie denn Ihren kurzen Schlauch drauf und nehmen nicht den, der schon dran ist?

Weil ich nicht weiß, in welche Löcher der schon gesteckt worden ist!!!

Ach so.

 

3. Akt:
Uschi kommt zum 3. Mal zurück. Ein weiteres Wohnmobil wird entsorgt. Die Beifahrerin steht draußen und beobachtet, wie Uschi den von jemandem wieder angesteckten langen Schlauch abzieht, ihren kurzen Schlauch aufsteckt, ihre Behälter füllt, den kurzen Schlauch abzieht und den langen Schlauch wieder aufsteckt in der Annahme, dass dieses Wohnmobil auch noch betankt werden soll. Als sie wieder zurück kommt (zum 4. Mal), fragt die Frau ganz erstaunt:

Darf ich Sie mal was fragen? Wofür brauchen Sie sooo viel Wasser???

Für unseren Wassertank.

Wieviel Wasser passt denn da rein?

150 Liter.

So viel? Dann müssen Sie wohl nochmal laufen?

Noch ein paar Mal.

Ja, haben Sie es weit? Soll ich Ihnen helfen?

Nein danke, das mache ich ja immer, das ist mein persönliches Fitnessprogramm. 

Ach so. Wissen Sie, ich bin das erste Mal dabei, ich weiß das alles noch nicht.

 

4. Akt:
Uschi kommt und zieht den langen Schlauch ab. Ein weiterer Wasserholer sagt:

Den dürfen Sie nicht wegmachen!!!

Warum darf ich den nicht wegmachen?

Weil die Leute damit ihre Autos betanken.

Steht hier ein Schild, dass man den Schlauch nicht abmachen darf um seinen eigenen Schlauch anzustecken?

Nein. Aber warum nehmen Sie denn nicht den Schlauch, der schon dran ist?

Siehe oben!!!

 

5. Akt:
Uschi wie immer, ein Wasserholer fragt:

Versorgungsstation (Detail)

Warum stellen Sie Ihre Gießkanne denn nicht DA hin? Da haben Sie doch eine Ablage und müssen sie nicht heben?

DA passt zwar meine Gießkanne unter den Hahn, aber mein Kanister nicht.

Das glaube ich nicht, haben Sie es schon probiert?

Ja. Außerdem sieht man das doch, dass es nicht passt.

Und das passt wirklich nicht?

Nein.

So etwas passiert Uschi (weil sie eine Frau ist?) ständig. Ob aus Langeweile, Hilfsbereitschaft, Kontrollbedürfnis, Nettigkeit wissen wir nicht. Uschi kann nur noch selten humorvoll darauf reagieren, meistens nervt es sie nur. ICH verstehe das gut und bin froh, dass sie den Job macht!!!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.