Kuchen aus dem “Omnia”

 

In den letzten acht Jahren mit Oscarlotta haben wir unseren Gasbackofen sehr geschätzt. Am liebsten habe ich Rührkuchen und Hefegebäck gebacken. Diese “Backereien” waren mit einfachen Zutaten schnell (und ohne großen Firlefanz) zubereitet. Außerdem lieben wir es, mehrere Tage etwas Selbstgebackenes zum Nachmittagskaffee zu haben. Im letzten Jahr hatten wir nun das Problem, dass in “Boxi” absolut kein Platz für den Einbau eines Backofens war. Ein elektrischer kleiner Backofen kam nicht in Frage, die Dinger sind immer viel zu klein für Kuchen, außerdem backen die überhaupt nicht gleichmäßig. Irgendwann las ich dann bei 14qm etwas über einen “Omnia”. Dieses “Teil” fand ich doch sehr interessant. Bei anschließender Internetrecherche gefielen mir das Back-Prinzip und die staufreundlichen Abmessungen. Der Anschaffungspreis erschien mir im ersten Moment zwar etwas hoch, trotzdem habe ich diesen “Backofen” bestellt.

Omnia in Aktion

Die “Backform” hat den Durchmesser einer üblichen Springform/Rodonkuchenform (knapp 26cm), so passen die haushaltsüblichen Mengenangaben für gerührte Kuchen und Aufläufe aller Art. Außerdem kann man bis zu vier (kleine, längliche) vorgebackene Brötchen auf dem Gitter (Zusatzteil) fertigbacken. In 15 Min. hat man ofenfrische Brötchen. Auch hier gilt: Eine Minute mit größter Gasflamme, dann auf kleinster Flamme backen.

Als wir uns dann im Sommer auf unserer “Testreise” durch Dänemark auf der Insel Rømø mit Birgit und Steffi am Strand trafen, schenkten sie uns eine Tüte mit Fertigteig für einen Stratiatella-Kuchen (von Edeka). Steffi gab mir als “Omnia-Neuling” drei ganz wichtige Hinweise zum Backen mit dem Omnia dazu:

1. Die Backform IMMER gut einfetten und “semmelbröseln”.

Tipp von mir: Wer wie ich keine Backpinsel mag, um das Fett zu verteilen, es geht auch richtig gut mit einem Stück Küchenpapier.

vorbereitete Backform

2. Die gefüllte und verschlossene Backform IMMER nur eine Minute auf größter Gasflamme anheizen und dann auf kleinster Flamme fertigbacken.

3. NIE den Deckel während der Backzeit, beim Stratiatella-Kuchen genau 45 Minuten, öffnen.

Jetzt werden die Zweifler unter euch sagen, ich muss den Backfortschritt doch kontrollieren, NEIN, müsst ihr nicht. Am Ende der Backzeit könnt ihr den Deckel hochheben und werdet so verblüfft und begeistert sein wie ich nach meinem ersten Backversuch.

Stratiatella-Kuchen

Der Stratiatella-Kuchen war wunderbar locker gebacken und hatte eine total gleichmäßig braune Kruste. Ich habe noch nie einen so gleichmäßig gebackenen Kuchen aus einem anderen Backofen geholt. Wir haben ihn zu einem Tässchen dänischen “Stempelkaffee” sehr genossen und natürlich auch noch was übrig gelassen. Zwinkerndes Smiley 

Kaffeepause

Die nachfolgenden Testbackereien sind bisher genauso erfolgreich verlaufen wie beim ersten Mal. Allgemein habe ich festgestellt, dass die Teigmengen für einen Rührkuchen  und auch die Teigmenge für eine “Hefekordel” (geht im Omnia besser als ein Zopf) immer eine Backzeit von 60 Minuten erfordert. 

An dieser Stelle noch ein Tipp von mir: Dreht die noch heiße, geschlossene Backform mit Deckel auf den Kopf und der Kuchen fällt mit einem hörbaren “Plopp” in den Deckel. Dann dreht ihr alles wieder zurück und könnt den Kuchen auskühlen lassen.

Jetzt gebe ich euch zu allen “Testkuchen” noch die Zutaten an und ein paar Hinweise dazu .

Der erste Testkuchen im Omnia war ein “Apfelbrot”. Ich habe den Teig genau so zubereitet, wie ich es schon im Apfelbrotrezept (unter Lieblingsrezepte in der rechten Seitenleiste und/oder oben in der Menüleiste nachzulesen) angegeben hatte. Backzeit im Omnia 60 Minuten!

Der zweite Testkuchen war eine “Hefekordel”, besser in den Omnia reinzukriegen als die übliche Zopfform. 

Hefeteig

Wie man Hefeteig zubereitet und welche Zutaten ihr braucht, steht unter “Flachswickel” (auch in der Rubrik Lieblingsrezepte zu finden). Backzeit im Omnia 60 Minuten!

fertige Hefekordel

Der dritte Testkuchen war ein Bananenkuchen, mein absoluter Favorit unter den ratzfatz zubereiteten Rührkuchen. Das Rezept ist simpelst. Ihr könnt einfach die Zutaten in der Reihenfolge aus der nachfolgenden Zutatenliste verrühren (am besten mit einem Handmixer), dann den Teig in die vorbereitete Backform des Omnia geben

Bananenkuchenteig

und backen, Backzeit 60 Minuten!

Zutatenliste für Bananenkuchen:

150g Margarine (verrührt)

100g Zucker , 1 P. Vanillezucker

2 Eier

3-4 (mit einer Gabel zerdrückte) reife Bananen

100g gemahlenen Haselnüsse

250g Mehl, 1P. Backpulver

fertiger Bananenkuchen

Ich werde auf Reisen mit Big Fix und Boxi den Omnia weiter erproben (auch süße und salzige Aufläufe). Die meines Erachtens lohnenden Rezepte dazu werde ich anschließend in einem Blogeintrag für euch veröffentlichen.

Nun viel Backfreude mit eurem schon vorhandenen oder neu angeschafften Omnia! Smiley

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D and with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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11 Kommentare zu “Kuchen aus dem “Omnia”

  1. Hallo ihr zwei,
    ich wünsch euch übrigens noch ein gutes Neues Jahr und viel Erfolg bei euren großartigen Plänen.
    Den Omnia hab ich auch schon seit vielen Jahren, benutze ihn aber eigentlich nur zum Brötchenaufbacken. Aber eure Anregungen habe ich mir gemerkt und werde das bestimmt auch mal probieren. Zwischendurch hatten wir einen kleinen E-Backofen, ist aber im Flopregal gelandet.

    LGElfie

  2. Hallo Ihr Zwei,
    viel zu lange bin ich um den Omnia herumgeschlichen.
    Ob Auflauf, Brötchen aufbacken, Sauerteigbrot, egal, der Omnia ist einfach genial.
    Vielen Dank für die Rezepte und immer gutes Gelingen.

    Viele Grüße

    Ferdi

      • hmmmm – ich hab von diesem Wunderwerk auch schon gehört – ich werde das mal Baffo zeigen die nächsten Tage – vielleicht kann ich ihn ja überreden *hoff*

        Liebe Grüsse und nachträglich noch ein gutes neues Jahr für Euch ♥
        belle, Baffo & Nicol ♥

      • Danke, für euch auch, aber das galt am 1. Januar ja für alle unsere Leser! 🙂
        Ja, versuch ihn zu überreden, überzeugen kannst du ihn dann später mit deinen Wunderwerken. Es lohnt sich wirklich, auch wenn der Anschaffungspreis erst etwas abschreckt. Und der Gasverbrauch hält sich in Grenzen, da kleinste Flamme.
        Gute Nacht! 😉

      • Ich bin noch „dran an dem Thema“ – Baffo ist nicht so leicht zu überzeugen :/ Er meint, eine Pizza mit Loch geht nicht 😮 – okay, seine Pizza kann er ja dann in der herkömmlichen Weise machen (mit einer alten Pfanne und einem Rost + Deckel), welche ja auch gut gelingt und super schmeckt.
        Ich würde ja zu gerne mal Kuchen backen (ich war immer schon eher der Bäcker als der Koch) und damit könnte ich ihn sicher überzeugen, denn wir sind ja „Schleckermäulchen“ – aber dafür muss ich ihn erst mal überreden können…

        Das wird noch ein hartes Stück Arbeit für mich werden…

        Liebe Grüsse belle

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