Kurze Pause

 

So, ihr Lieben! Wenn ihr diesen Beitrag lest, sind wir bereits auf dem Weg nach Norden! Da wir die Anfahrt nach Hamburg zur Verschiffung von Big Fix und Boxi auch dazu nutzen wollen, ein paar Besuche bei Familie und Freunden zu machen und wir überall dort sein werden, von wo wir schon ausführlichst nach rechts und links, oben und unten, innen und außen berichtet haben und wir außerdem mal kurz durchatmen müssen, um dann mit neuer Kraft unsere NORDAMERIKA-Reiseberichte starten zu können, machen wir hier und ab jetzt eine kurze Blogpause!

ZU OSTERN GEHT ES HIER WEITER!!!

von Oscarlotta on tour Veröffentlicht in Allgemein

Man kann nicht alles haben!

 

Die Tage kam Post vom Erwin Hymer Museum mit einer Einladung zum Museumsfest: “Summertime!”. Wie der Event-Titel besagt, findet das Ganze im Sommer statt, genau am 13. und 14. August in Bad Waldsee, dem Sitz der Wohnmobilfirma Hymer. Das Treffen steht unter dem Motto “Let’s go West” und wendet sich in erster Linie an Besitzer und Liebhaber amerikanischer (Camping-) Fahrzeuge. Besonders willkommen sind US-Oldtimer, aber auch alle anderen Caravans, Reisemobile und Campingbusse der Baujahre bis 1980. Wer über ein solches Fahrzeug verfügt, wird aufgerufen, sich zu bewerben und für zwei Tage Teil der lebendigen Ausstellung zu werden. Teilnahmebedingungen und Anmeldeunterlagen finden sich auf der Homepage. Wer mitmacht, kann auf dem Sonderparkplatz für Oldtimer stehen und erhält freien Eintritt ins Museum. Ein buntes Rahmenprogramm lässt laut Ankündigung den “American Way of Life” hochleben.

Normalerweise wäre das genau das Richtige für uns! Schon immer habe ich für die silbernen Aluminium-“Zigarren” geschwärmt, die Airstreams!!! Und auf dem Flyer sieht man einen solchen mit einem rosafarbenen amerikanischen Straßenkreuzer als Zugwagen! Ohhh!!! ABER leider (nein, nicht leider!) sind wir zu der Zeit nicht hier, sondern genau da, wo diese Fahrzeuge herkommen. Wir werden uns also dort auf die Suche machen! Airstreams sieht man ab und zu noch in freier Wildbahn. Mehr als 65% aller seit den 1930er Jahren gebauten Airstreams existieren noch! Wir werden berichten… Kaufen kann man die übrigens immer noch, neu – und sogar in Deutschland, umgerüstet auf europäische Anforderungen. Im Vergleich zu den US-Modellen sind sie deutlich leichter und haben niedrigere Stützlasten. Airstream Europamodelle haben Stützlasten im Bereich von 70-150 kg. Sie haben serienmäßig eine Antischlingerkupplung und eine 100 km/h Zulassung. Die gesamte Verkehrstechnik entspricht europäischen Standards. In USA sind Stützlasten von 300-500 (!) kg üblich, diese müssen für eine Zulassung in Europa deutlich reduziert werden. Die Inneneinrichtung amerikanischer Campingfahrzeuge ist für Europäer ja, um es vorsichtig auszudrücken, gewöhnungsbedürftig! Wir konnten uns 2013 selbst davon überzeugen und hatten mit unserem “Venti” noch Glück. Um den Qualitätsansprüchen europäischer Kunden gerecht zu werden, haben die Airstream Europamodelle deswegen einen deutlich höherwertigeren und dennoch leichteren Innenausbau als ihre US-Geschwister. Die Möbel stammen aus deutscher Produktion und werden aus High-Tech Materialien hergestellt. Die gesamte Haptik des Innenausbaus übertrifft laut Werbeaussage den der US-Modelle bei weitem. Die Ausstattung der Airstream Europamodelle ist deutlich besser als die der US-Modelle. Sie verfügen zum Beispiel serienmäßig über eine Warmwasser-Zentralheizung der schwedischen Firma Alde. Hierbei fließt Wasser in bis zu 14 Metern Heizleitungen durch das Fahrzeug und es entsteht eine sehr angenehme indirekte Wärme. Ein deutlicher Unterschied im Vergleich zu den Warmluftheizungen, die in den US-Modellen eingesetzt werden. Wie angenehm eine Alde-Heizung ist wissen wir ja von Oscarlotta und wie laut eine amerikanische Warmluftheizung ist haben wir noch von “Venti” in Erinnerung.  

Gefallen könnte mir ein Airstream auch heute immer noch! Aber leider sind sie immer noch so schweineteuer! Eben Einzelanfertigung und Handarbeit mit 300-400 Arbeitsstunden, das kostet.

Airstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WA

written by Ingrid
photos taken with Canon Powershot A720 IS

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Noch eine Woche!

 

Aus Uschis Bericht konntet ihr ja schon entnehmen, wie weit wir sind mit unseren Reisevorbereitungen und jetzt steht auch unser Abreisetermin hier fest. Heute in einer Woche soll es soweit sein! Immerhin haben wir es inzwischen gut 4 Monate hier auf der Ostalb „ausgehalten“, was allerdings nicht besonders schlimm war. Zwinkerndes Smiley Der Winter war ja gut erträglich, geregnet hat es nur ab und zu, richtig kalt war es auch nur zwischendurch immer mal wieder für kurze Zeit, gestürmt hat es öfter mal. Im Moment ist es wieder etwas matschig vor der Tür, wobei heute Morgen alles leicht überfroren war, rauhreifmäßig. Auf den Trittstufen von Oscarlotta lag keine Puderzuckerschicht Schnee, wie es beim ersten Blick aussah, sondern eine Puderzuckerschicht Eis. Vooorsichtiges Aus- und Einsteigen war angesagt oder als Alternative kochendes Wasser drüber schütten und/oder ein Hämmerchen einsetzen.

Wir haben heute einen Rundumschlag Erledigungen gemacht und bei der Gelegenheit auch gleich einen Termin bei der Wohmobilfirma unseres Vertrauens für eine noch fällige Reparatur an Oscarlotta. Das Spülwasser für die Toilette läuft außer in die Kassette über irgendeine undichte Schlauchstelle in das Kassettenstaufach und seit ein paar Tagen hat auch noch die SOG-Entlüftung den Geist aufgegeben. Mittwoch 11 Uhr Firma Mühlich in Aalen und danach Richtung Norden! Vorher muss Flitzi noch sauber gemacht (lohnt sich!) und verpackt werden, die Reisekoffer müssen aus dem Haus von Uschis Vater geholt werden und verabschieden müssen wir uns dort und hier natürlich auch noch. Dann dürfen wir nicht vergessen, alles, was wir in meinem Hänger zwischengelagert haben, in Oscarlotta oder sofort in Fix und Boxi umzuräumen. Ja, und dann werden wir in einer ganz ungewohnten Fahrgemeinschaft unterwegs sein, nicht Oscarlotta und Flitzi wie die letzten 3 1/2 Jahre, auch nicht Fix und Boxi samt Ente wie auf der Hinfahrt unserer Sommertour letztes Jahr, sondern wieder so wie zu Beginn unserer gemeinsamen Reisezeit 2002 mit zwei Wohnmobilen hintereinander her. Da wir das 5 Jahre erfolgreich absolviert haben, werden wir es wohl noch können!

Küstenstraße SpanienMar MenorSta.Susannabei Conil Santa Susanna

written by Ingrid
photos taken by Uschi with Canon Powershot A720 IS

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Eine laaange To-do-Liste oder…

 

Vorbereitungen für unsere sechsmonatige Reise mit unserem Huckepack-Team durch den Nordosten von Kanada und USA

Damit unsere (zum großen Teil schon abgeschlossenen) Vorbereitungen auch anderen Reisemobilisten, die eine solche oder ähnliche Tour nach Nordamerika = USA/Kanada planen, leicht nachlesbare Hilfestellungen bieten kann, wähle ich in diesem speziellen Blogeintrag eine unterteilte Darstellung zwecks besserer Übersicht:

– Wir haben für unser “Huckepack-Team” eine Roll On / Roll Off – Verschiffung von Hamburg nach Halifax (Nova Scotia, Kanada) inklusive Versicherungen bei SeaBridge gebucht.

erste Informationen zur Verschiffung mit “SeaBridge” auf www.sea-bridge.de

– Besuch eines SeaBridge-Treffens, dieses Jahr in Bad Dürrheim vom 21.-24. April und 12.-14.September, in Bad Königshofen vom 8.-11. September

– Um die Elektrizität in Nordamerika nützen zu können braucht man einen Umformer, um 110V in 230V umzuwandeln (wird auf den Treffen gebraucht angeboten für etwa 100 Euro).

– bei der Wahl der Gasflasche sollte man auf jeden Fall eine LPG-Tankflasche wählen, ein sehr gut informierter Mitarbeiter von Seabridge hat mir diesen Rat beim Treffen gegeben mit dem Hinweis, dass deutsche Campinggasflaschen schon seit vielen Jahren in Nordamerika NICHT mehr gefüllt werden. (Der deutsche und der nordamerikanische Füllstutzen sind identisch, also braucht man an der Tankflasche KEINEN Fülladapter zu kaufen.) Wir haben uns für nur EINE Tankflasche entschieden, weil speziell in Halifax vor der Rückverschiffung die Flasche “gespült” werden muss, Kostenpunkt 100 CAD (zur Zeit 65 Euro). Aus unserer Erfahrung der letzten Reise im Nordwesten von USA/Kanada wissen wir, dass Tanks (Tankflaschen) auf fast allen Camping- und RV-Plätzen und an vielen Tankstellen gefüllt werden können. Die wahrscheinlich kostengünstigste Möglichkeit zur Lösung des Gasproblems ist eine amerikanische Gasflasche in USA oder Kanada zu kaufen, z. B. bei Walmart (geht nur, wenn der Gaskasten groß genug ist, da der Durchmesser dieser Flaschen etwas größer ist als eine deutsche 11kg-Gasflasche). Einen Adapter muss man aus Deutschland mitnehmen, auch hier wird einem beim Treffen geholfen, mit Adapterverkauf und amerikanischer Gasflasche, die man probeweise in den Gaskasten des eigenen Mobils stellen kann, um zu sehen, ob man ganz ohne deutsche Gasflasche verschiffen kann. (Leider kommt für uns diese Möglichkeit nicht in Frage, da in Nordamerika 5kg-Gasflaschen nicht gebräuchlich sind.)

– Die Verschiffung kostet pro m³ des Mobils dieses Jahr 44 Euro, ohne Hafen-, Zoll- und sonstige Gebühren! Außerdem ist eine Transportversicherung nötig, die Prämienhöhe beläuft sich auf 0,9% des Zeitwertes des Fahrzeugs. (Angaben für  die einfache Fahrt von Hamburg nach Halifax)
*rechnet möglichst auf den Zentimeter genau

– da unsere deutsche Versicherung für Amerika NICHT gilt, muss man eine amerikanische Versicherung für das Fahrzeug abschließen, nähere Infos auch bei SeaBridge. Wir werden unserer KFZ-Versicherung in Deutschland den Zeitraum mitteilen, in dem wir die Versicherung nicht benötigen und hoffen auf eine Beitragsrückerstattung.

– Für die Einreise mit dem Flugzeug in die USA muss man vorher im Internet ein ESTA-Visum beantragen (“Visa Waiver” Programm, 2013 kostete es 15 USD pro Person, mit Kreditkarte zu bezahlen). Es gilt für max. 90 Tage Aufenthalt! Wer gerne 6 Monate in USA bleiben möchte muss ein B2-Visum beantragen (umfangreiches Prozedere). Für die Einreise mit dem Flugzeug nach Kanada muss man (ab 15. März 2016) ein ETA-Einreisevisum auch im Internet beantragen (7 CAD pro Person, mit Kreditkarte zu bezahlen). In Kanada kann man 6 Monate ohne weiteres Visum bleiben.Übrigens, das eigene Fahrzeug darf in Nordamerika (also USA und Kanada) nur ein Jahr bleiben, dann muss es ausgeführt werden.

– Unser Reisemobil “schwimmt” ~ 15 Tage über den Nordatlantik, wir dürfen leider nicht “mitschwimmen”!

– Unsere Flugreise mit Condor von Frankfurt nach Halifax kostet ~ 800 Euro (pro Person, hin und zurück)

– Das Fahrzeug muss in Hamburg im Hafen sauber (innen und außen!) abgegeben werden. Obligatorisch ist zusätzlich noch eine Unterbodenwäsche, die kostenpflichtig im Hafen durchgeführt wird. Normalerweise kann man 18 Tage später in Halifax sein Fahrzeug wieder auslösen. (Rückverschiffung bei uns von Halifax nach Hamburg).

– Wir haben für die Nacht vor dem Abflug aus Deutschland ein Hotelzimmer in einem der Flughafenhotels in Frankfurt gebucht und für die Tage bis zur Abholung unseres “Gespanns” ein Hotel im “Herzen” von Halifax.

– Gefühlte tausend Kleinigkeiten wie Werkzeugergänzung, Durchsicht des Fahrzeugs in der Werkstatt plus Ergänzung der Ausstattung, Reisepassgültigkeit überprüfen, internationalen Führerschein besorgen (für ETA schon notwendig!) usw. haben wir schon fast in trockenen Tüchern. Ausräumen aller NICHT erlaubten und nicht notwendigen und seefestes Verstauen aller erlaubten Dinge erledigen wir natürlich “auf den letzten Drücker” bei unserer Freundin Luise, ganz in der Nähe von Hamburg! Zwinkerndes Smiley

Weitere Einzelheiten würden den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen!

Huckepackteam

Alle, die ähnliche Reisen vorhaben, können bei einem SeaBridge-Treffen ganz viele Menschen treffen, die schon geführte Reisen mit Seabridge gemacht haben oder schon Touren auf eigene Faust (wie wir) gefahren sind. Das von uns im Herbst besuchte Treffen in Bad Dürrheim war ringsrum nur KLASSE, aber auch anstrengend. Wir haben 3 Tage und lange Abende bei Diavorträgen über geführte Reisen “Gottweißwohin” durchgestanden, aber keine Minute bereut. Außerdem haben wir Gleichgesinnte getroffen und viel geklönt. Wir konnten den für Nordamerika nötigen Umformer erstehen und alle Fragen, die wir schon im Vorfeld gesammelt hatten, nicht nur loswerden, sondern wir bekamen auch Antworten. (Bericht von damals siehe „hier„)

Man kann natürlich auch OHNE die professionelle Hilfe von SeaBridge eine Reise mit dem eigenen Mobil  über die “großen Teiche dieser Welt” planen und durchführen. Vielleicht ist es im Einzelfall etwas kostengünstiger, uns wäre es auf jeden Fall zu stressig!!! Wir können mit dem “Fastrundumsorglospaket” (fast)gelassen unser Abenteuer Nordamerika angehen.

Wenn ihr die Reise von Big Fix&Boxi mit uns verfolgen möchtet…

https://fixundboxi.wordpress.com ab Mitte April Bin gleich zurück !

 

Irgendwo in Kanada

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Live von der Microsoft-Front

 

Aktuell 16:26 Uhr. Ich sitze wieder im Steinhaus neben dem Computer von Jules Fraule, schon seit gestern. Nein, ich habe nicht hier geschlafen! Zwinkerndes Smiley Aber gestern war ja Microsoft Patch Day und wir warteten auf das ange(drohte)kündigte Upgrade auf Windows 10. Der Laptop war seit dem frühen Morgen eingeschaltet und um 15 Uhr kam ich dann mal nachsehen. Es wurden mir 7 optionale Updates angeboten, die bisher nicht installiert worden waren, aus den letzten zwei Jahren. Sonst nichts! Nun ja, Microsoft sitzt in den USA, im Nordwesten im Staat Washington, also ca. 9 Stunden hinter uns in Deutschland. Und bei so vielen Upgrades, die in die ganze Welt verschickt werden müssen, kann das ja schon mal ein wenig dauern. Vielleicht macht man ja auch um jedes noch ein rotes Schleifchen drum herum, wer weiß? Also erst mal Kaffee trinken!

Irgendwann beschloss ich, nach Hause zu gehen und zur Not noch einmal wiederzukommen. Aber es passierte gar nichts mehr gestern, auch auf meinen Laptops wurden keine Updates angekündigt. Also wohl doch eine leichte Überforderung bei Microsoft, oder was?

Also heute wieder zum Steinhaus. Nein, es sei noch nichts passiert. Ich ließ den Computer nach Updates suchen. 20 WICHTIGE Updates wurden mir zur Installation angeboten. Wunderbar, ABER das, worauf wir warteten, war nicht dabei! Jetzt bin ich ja mal sehr gespannt, wie es weitergeht! Die letzten Infos in den diversen Computer-Newslettern hießen, dass man schon noch einmal um Erlaubnis gefragt werden würde und das Upgrade auf Windows 10 nicht völlig automatisch ablaufen würde. Haben trotzdem zu viele Kunden protestiert und man hat alles gecancelt? Warten wir mal ab…

suchen...gefunden!Ergebnis Prozess

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Mobil oder Immobilie?

Wohnsituation

Heute können wir wieder ausziehen, aus der Steinhaus-Immobilie zurück in unsere Mobile. Und, was meint ihr? Sind wir froh oder traurig? Nun, ihr könnt es euch sicher schon denken, wie immer gibt es Vor- und Nachteile. Jeder wird es für sich ganz persönlich entscheiden und so leben, wie es für ihn passt. Über die Vor- und Nachteile ist auch schon auf diversen Blogs viel geschrieben worden, das müssen wir jetzt nicht alles nochmal wiederholen. Deswegen fassen wir uns kurz und sagen:

FÜR UNS MUSS ES EIN WOHNMOBIL SEIN!

– Wir schätzen KLEINE (und wenige) Räume. Dort kann man nicht mehr ansammeln und aufheben, als man wirklich zum Leben braucht. Eine (große) Wohnung verführt dazu, vieles anzuschaffen und aufzuheben, das man eigentlich gar nicht (mehr) braucht.
– Wir mögen den UNMITTELBAREN Kontakt mit der Natur. Wie schon berichtet, hört man in einer Wohnung oder in einem Haus in der Regel nicht mal mehr, wenn es draußen regnet oder man merkt nicht, wenn es stürmt oder schneit. Die Geräusche oder Bewegungen, die das Wetter mit einem Wohnmobil macht, kann man nicht nicht merken.
– Wir nehmen die NACHTEILE gegenüber einer Wohnung in Kauf und befüllen gerne weiterhin unseren Frischwassertank, damit Wasser aus den Hähnen kommt, entleeren unseren Abwassertank und die Toilettenkassette, schleppen Gasflaschen.
– Natürlich hat man in einer Wohnung mehr BEWEGUNGSFREIHEIT, in einer großen oder einem ganzen Haus sowieso. Aber sind das freiwillige oder eher auf Grund der weiten Wege erzwungene Bewegungen? Wir bewegen uns lieber draußen, egal ob bei den nötigen Ver- und Entsorgungsarbeiten oder ansonsten bei Freizeitaktivitäten. Darüberhinaus ist es dann egal, ob die Räumlichkeit groß oder eben klein ist, denn sitzen kann man ja immer nur auf einem Stuhl/Sofa/Sessel. Die Tage hier in der Steinhauswohnung haben wir uns tagsüber ausschließlich in immer demselben einen Raum aufgehalten (mit kurzen Abstechern in die Küche), obwohl es einige Möglichkeiten mehr gegeben hätte. Aber es wurde sehr schnell deutlich, dass wir auch dann keine Abwechslung oder große Auswahl brauchen, wenn sie zur Verfügung stehen.
– Und was war mit JULE? Die lag, saß, spielte immer da, wo wir waren, erst abends legte sie sich fünf Meter weiter in den dunklen Flur. Die Badewanne, die es in einem Wohnmobil nicht gibt, haben wir für sie nicht gebraucht. Wenn sie richtig schmutzig vom Spaziergang zurückkam, haben wir ihr die Pfoten und den Bauch mit einem nassen Handtuch draußen aus einem mit Regenwasser gefüllten Bottich heraus gesäubert und konnten dann einen „wohnungstauglichen“ Hund mit hereinnehmen. So gesehen hätten wir sie auch mit in Oscarlotta nehmen können! Wahrscheinlich würden wir das beim nächsten Mal auch (wieder) so machen!

Abschließendes Fazit:
Für uns sollte/darf es noch lange nichts anderes sein als ein Wohnmobil! Und wenn wir dann doch irgendwann mal „in die Jahre“ kommen, dann käme ein Wohnwagen oder eher ein Mobilheim infrage, irgendwo auf einem Campingplatz, der unseren dann geänderten Ansprüchen entspricht. Aber bis dahin darf es ruhig noch ein wenig dauern!!!

written by Ingrid
photo and video taken with iPhone

Bergfest

 

Die Hälfte unserer Hundesitting-Zeit ist herum, Bergfest sozusagen! Zur Feier des Tages gab es Berliner Ballen zum Kaffee (den wir jeden Nachmittag als „Arbeitsessen“ mit dem Rezeptionisten des Campingplatzes einnehmen) und abends Kartoffel-Gemüsepfanne mit den Resten unseres Silvestereises als Nachtisch. Wir haben hier in der Steinhauswohnung zwar eine Spülmaschine, aber jeden Vorspülgang übernimmt mit Begeisterung natürlich Jule!
Ein weiteres Zwischenfazit: In einer Steinhauswohnung, die aus mehr als einem Zimmer besteht, verliert man sich. Wenn man etwas von dem anderen will, muss man brüllen, hinterherlaufen oder telefonieren. Zwinkerndes Smiley „Wo bist du denn gerade?“ ist hier zur Zeit jeder zweite Satz.
Jule ist erwartungsgemäß absolut zufrieden, lieb und ewig hungrig. Trotz des nicht allzu schönen Wetters bekommen wir sie einigermaßen sauber von den Spaziergängen wieder nach Hause. Zur Not gäbe es noch die Badewanne, aber das war bisher noch nicht nötig.
Ab und zu findet sich noch ein versprengter Schneefleck, der natürlich gnadenlos ausgeschöpft wird!

written by Ingrid
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