Panoramabad, Nostalgie-Café und ein Narzissenfest

 
Der Lackdoktor meinte, ich solle mal vorsichtshalber noch in der Nähe bleiben, falls sich matte Stellen bilden würden, er könne dann am Sonntag noch einmal drüberpolieren. Von den drei Stellplätzen, die es in Neviges gibt, empfahl er mir den am Panoramabad. Als gab ich Tommie die nötigen Infos und er führte mich dort hin. Vier separate Stellplätze für Wohnmobile sollte es geben. Bloß war nirgendwo ein entsprechendes Hinweisschild zu sehen. Ein weiterer Teil des Parkplatzes war mit mobilen Durchfahrtspfosten abgetrennt, aber auch dahinter war nichts von Wohnmobilstellplätzen zu sehen. Ich wendete Oscarlotta, stellte sie im absoluten Halteverbot ab und ging zur Kasse des Schwimmbades. Ja, der Stellplatzbereich sei dort unten, wenn ich hinunterführe, würde ich ihn sehen. Ich zweifelte an meiner Wahrnehmung und fuhr noch einmal den Berg hinunter, mit genau dem gleichen Ergebnis! Keine Stellplätze, dafür Durchfahrtspfosten. Ein Stehenbleiben über mehrere PKW-Parkplätze kam wegen des Gefälles nicht in Frage. Also wieder wenden! Oben stand inzwischen ein Eura-Mobil an der Entsorgungsanlage. Der Mann sah mir schon erwartungsvoll entgegen und auf meine Frage, ob er mir sagen könne, wo der Wohnmobilbereich sei, meinte er lakonisch: “Ja, wenn die mal die Pfosten entfernen würden!” Sie wären es Leid, sie hätten sich schon so oft beschwert und auf der Entsorgung würden auch ständig PKWs parken. Seine Frau kam um das Mobil herum und verzog nur das Gesicht. Ich fragte sie, welchen der beiden anderen Stellplätze sie mir empfehlen würden und machte mich auf den Weg. Domparkplatz Nach kurzer Zeit kam ich an einem riesigen, fast leeren Schotterplatz vorbei, dem Domparkplatz. Kurzentschlossen bog ich ab und sah bei der Einfahrt sogar ein Wohnmobilzeichen. Als Parkgebühr waren €2 bis 20 Uhr angegeben, es stand aber nirgendwo, dass das Stehen über Nacht verboten sei. Das Kassenhäuschen war geschlossen, obwohl es erst 15 Uhr war. Ich suchte mir einen geeigneten Platz und ging ins Städtchen. Dort war allerdings tote Hose, mit Mühe fand ich ein einziges Café, das so nostalgisch eingerichtet war, dass es eher ein Museum als ein Café war. Etwas too much!

Nostalgie-CaféNostalgie-CaféNostalgie-CaféNostalgie-Café

Die Nacht war ruhig und am nächsten Tag saß unter einem leuchtendgelben Sonnenschirm ein Parkwächter. Ich marschierte mit 4 Eurostücken zu ihm und erklärte, dass ich zu dem Wohnmobil gehören würde und gerne bezahlen möchte. Nein, ich bräuchte nichts zu bezahlen, es gäbe 3 ausgewiesene kostenfreie Wohnmobilstellplätze hier auf dem Platz, zwei seien ja schon da, somit sei ich der Dritte und alles wäre gut. Ich könne auch Strom haben, wenn ich wolle. Ich sah mich auf dem Platz um, entdeckte aber kein weiteres Wohnmobil! Die Stellplätze seien hier neben dem Haus, wurde mir erklärt. Dort standen zwei eindeutig über den Winter abgestellte Wohnwagen, ein Kastenanhänger und daneben noch ein PKW. Da sei aber doch alles voll, gab ich zu bedenken. Ja, ich hätte ja auch alles richtig gemacht und könne gerne dort stehenbleiben, wo ich stehe! Auch noch eine weitere Nacht? Ja, aber am Sonntag sei das Narzissenfest, da würde der Parkplatz voll und ich evtl. zugeparkt werden. Also stellte ich Oscarlotta abends noch direkt neben die Einfahrt.

Am Sonntag war reger Autoverkehr neben meinem Bett und noch vor dem Frühstück ging ich gegen Mittag zum Fest, das laut Aussage des Parkwächters auf dem Gelände des kleinen Schlösschens sein sollte. Von einem Fest keine Spur! Die ersten Menschen, die ich fragte, sagten, sie suchen auch. Die zweiten meinten, in der Zeitung habe gestanden, dass das Fest um 11 Uhr anfange und sie hätten beschlossen, mal so gegen 13 Uhr hinzufahren. Sie waren auch etwas verwundert! Gegen 11 Uhr hatte ich eine Musikkapelle gehört und gesehen, wie eine Zeit später die Musiker mit ihren Instrumenten wieder zu ihren Autos zurückkamen. Offenbar war das das ganze Fest. Die Stadt hätte noch die vielen Narzissen gepflanzt, meinte ein Mann, Ja, schön, die hatte ich am Samstag schon bewundert. Für ein Fest war das Ganze aber dann doch ein wenig dürftig. Aber das fand ja nicht nur ich! Velbert-Neviges? Da muss ich nicht unbedingt noch einmal hin!

Narzissenfest

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

4 Kommentare zu “Panoramabad, Nostalgie-Café und ein Narzissenfest

  1. Hallo Ingrid,
    der Name von dem Ort war wohl eher „Verscheißerhausen“ oder „Suchmichdochstadt“.
    Unsere Augen brennen (wegen der gelben Schrift).
    Liebe Grüße,
    wir 4

  2. Ich sag mal einfach Hallo,

    ja wie sagt man, „aller guten Dinge sind drei“
    Der 3te Stellplatz unter der Saubrücke ist empfehlenswert.
    Schwimmbad, Tierpark und eine schöne Umgebung zum Wandern vor der Hütten.
    Ich fahr da mit meinem Hund öfter hin.
    Findet Ihr bei http://meinwomo.net/
    Schade Ihr seid jetzt bestimmt schon wieder weg.
    Hätte Euch gerne besucht.

    Helmut W

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