Wunder der Natur

 

Gasometer Oberhausen Während meines Aufenthalts im Ruhrgebiet habe ich mit meinem Bruder und meiner Schwägerin – natürlich – auch etwas „in Kultur gemacht“, im Wortsinne. Ein Element der Ruhrgebiets- bzw. Industriekultur ist der ehemalige Gasometer der Gutehoffnungshütte in Oberhausen. Gasometer OberhausenNach seiner Stilllegung 1988 sollte er eigentlich abgerissen werden. Wegen der immensen Kosten von 1,5 Millionen DM zögerte der damalige Besitzer, die Ruhrkohle AG, den Abriss hinaus und schließlich kaufte 1992 die Stadt Oberhausen das Gebäude und baute es für 16 Millionen D-Mark zu Europas höchster Ausstellungshalle um. Dabei wurde die ursprünglich flexible Gasdruckscheibe auf einer Höhe von 4,20 Metern am Zylindermantel sowie durch Zwischenstützen fixiert und dient nun als zweite Ebene der Ausstellungsfläche, auf der eine Tribüne für 500 Besucher installiert wurde. Außerdem wurden vier Außentreppen errichtet, drei bis zur oberen Ausstellungsebene auf 12 Meter Höhe sowie eine vierte mit 38 Läufen bis zum Dach des Gasometers. In den Treppenturm ist ein Aufzug integriert. Mit einer Höhe von 115 Metern und Grundrissabmessungen von 6,0 Meter mal 8,5 Meter ist es weltweit eine der größten Industrietreppen. Wir zogen den Fahrstuhl vor. 😉

Wunder der Natur Im Innern des Gasometers haben im Laufe der Jahre 14 verschiedenen Ausstellungen stattgefunden, die großen Zulauf hatten. Ganz aktuell seit dem 11. März gibt es nun die Ausstellung “Wunder der Natur”. Auf rund 150 großformatigen Fotografien werden detaillierte Einblicke in die Welt von Tieren und Pflanzen gezeigt. Die Bilder kommen dabei so gehaltvoll daher, dass man glaubt, tatsächlich mitten im Dschungel zu stehen. Auf Monitoren ergänzen Ausschnitte aus der BBC-Filmreihe „Planet Erde“ den Rundgang durch zehn Kapitel Naturschauspiel.

Wunder der NaturWunder der NaturWunder der NaturWunder der NaturWunder der NaturWunder der NaturWunder der Natur

Der Höhepunkt allerdings ist eine 20 Meter große, durch Projektion echter Satellitenbilder entstandene Erdkugel. Rund 1,5 Millionen Bilder verschiedener Satelliten wurden von Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammengetragen, insgesamt benötigten die Computer 115 Tage, um die Animation mit einer Auflösung von 58 Millionen Pixeln zu erstellen. Dieser Erdball schwebt im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers. Beim Anblick von der Zuschauertribüne aus sind der Wechsel zwischen Tag und Nacht und der Wandel der Jahreszeiten erlebbar. Und wenn man mit dem Innenaufzug bis in den 10. Stock gefahren ist, hat man von oben einen Blick auf die Erde wie Astronauten aus dem Weltraum.

Blick auf die Erde aus dem Weltall

Uns hat es gut gefallen, die Eintrittspreise sind mit € 10 und ermäßigt (auch für Rentner) € 7 sehr akzeptabel. Die Ausstellung dauert bis Ende 2016. Weitere Infos zum Gasometer Oberhausen “hier” und zur Ausstellung “hier” und “hier”.

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s