Bei Norma

 
 
Auf direktem Weg ging es weiter Richtung Dresden, aber nicht, ohne vorher noch eine Zwischenstation im Spreewald zu machen. Ein kleiner Wohnmobilstellplatz irgendwo im Nirgendwo, ursprünglich nur für Wassersportler zum Übernachten per Zelt gedacht. Es gab ein kleines Sanitärgebäude, je eine Dusche für Männlein und Weiblein, eine Außenspülküche, eine Entsorgungsstation und das alles für €5/Nacht, incl. Strom. Rundherum nichts als Ruhe und unter Wasser stehendes Sumpfgebiet. Von den Wegen abzukommen ist nicht ratsam!

Groß WasserburgFrühlingSpreewald

Dann aber endgültig Dresden! Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit dem Wohnmobil dort zu stehen, preiswert ist keine. Eine der bevorzugten ist wohl der Stellplatz der Firma Schaffer. Von dort sind es aber auch immer noch mehrere Kilometer bis ins Stadtzentrum und €15 ist eine Ansage. Wir wollten aber nicht nur Dresden sehen, sondern uns mit Norma treffen, der Frau, die 2015 auf ihrer Rollertour bis Luzern durch Zufall bei uns auf dem Campingplatz auf der Schwäbischen Alb gelandet war und mit der wir seitdem in Kontakt sind. Norma lebt 24km nördlich von Dresden und so entschieden wir uns für den kostenfreien Stellplatz beim Wohnmobilhändler Meinert in Moritzburg-Boxdorf auf halber Strecke zwischen Normas Wohnort und Dresden. Wir rechneten damit, dort vielleicht nur ein oder zwei Nächte stehenbleiben zu dürfen, aber nein, wir könnten so lange bleiben, wie wir wollen, hieß es. Strom gab es über einen Münzautomaten zu den üblichen Konditionen (50 Cent/kW), eine V/E-Station war vorhanden und der Platz war absolut ruhig, obwohl in einem Industriegebiet gelegen. Ein wenig schief und auf Schotter, aber ansonsten standen wir dort richtig gut. Gasflasche leer? Kein Problem, nebenan im Shop gab es eine neue.

Stellplatz Caravan Meinert 

Norma freute sich, uns zu sehen und wir hatten für die nächsten Tage unsere ganz persönliche Reiseleiterin! Zunächst erkundeten wir die nähere Umgebung und waren damit schon gut beschäftigt. Unter Moritzburg hatte ich mir eine kleine, nette Stadt vorgestellt, es besteht aber nur aus einer Hauptstraße mit vielen Restaurants, Cafés, einem Gestüt und natürlich dem Schloss. Das allerdings ist wirklich sehenswert und wir hatten das Glück, dass das Wetter mitspielte. So kamen wir auch noch in den Genuss einer kleinen Wanderung durch den Schlossgarten, den anschließenden Wald (Moritzburg war das Jagdschloss des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen, besser bekannt als August der Starke) bis zum Fasanenschlösschen und dem hübschen kleinen Leuchtturm.

Moritzburg SchlossMoritzburg SchlossMoritzburg LeuchtturmMoritzburg LeuchtturmMoritzburg LeuchtturmMoritzburg SchlossMoritzburg SchlossMoritzburg SchlossMoritzburg Schloss

An einem anderen Tag wollte Norma eine etwas größere Rundwanderung zu den Biberteichen mit uns machen, 13,5km. Das ist zu weit für mich und so bekam ich Normas Roller. Nicht den, mit dem sie bei uns war, sondern einen mit Batterie!!! Natürlich keinen Kinderroller, sondern vorne ein 28-Zoll-Rad und hinten eins mit 20 Zoll. Ich war sofort hin und weg! Dumm war nur, dass ich jetzt VIEL schneller war als die beiden und immer hin und her fahren musste! Laut lachen Aber ich habe nicht nur die Batterie genutzt, sondern mich auch etwas angestrengt und getreten. So eine schöne Wanderung hatte ich selten!

BiberpfadRoburBatterie-RollerNorma und Uschi wandernIngrid rollert ;-)BiberpfadBiberpfadBiberdammBiberburgBiberarbeitBiberteichBiberteichBiberteich

Biber haben wir allerdings keine gesehen, obwohl angeblich 40 Familien in dem Wald- und Sumpfgebiet leben sollen. Uschi und Norma sind noch extra auf einen Aussichtsturm gestiegen, kein Biber weit und breit, nur der Roller und ich. Zwinkerndes Smiley

Aussichtsturm von untenUschi und Norma auf dem Weg nach obenAussicht von oben

Dann ging es ans Käselöcher bohren. Norma besitzt einen Schrebergarten und baute sich gerade einen neuen Zaun. Bei der Befestigung der Zaun(p)latten am Tor war sie froh um weitere zwei Hände (Uschis) und damit das Ganze nicht so festungsmäßig aussah, zeichnete ich viele „Käselöcher“ an, die von den beiden ausgebohrt bzw. -gesägt wurden. Das Gesamtergebnis ist richtig schön geworden!

SchrebergartenSchrebergartenalternative Wohnform ;-)alternative Wohnform ;-)SchrebergartenNormas WerkstattNormas WerkstattNormas WerkstattNormas ZaunohneundmitKäselöchern

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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2 Kommentare zu “Bei Norma

  1. Hallo ihr 2,

    wer eueren Blog aufmerksam liest, wird Norma nicht vergessen haben – Hut ab vor dieser Frau und was sie geleistet hat!!
    Ingrid, war deine schöne Wanderung nicht eher eine Fahrnderung!?!

    Liebe Grüße,
    wir 4

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