Etwas kürzerer Beitrag mit Fotos :-)

 
 
Das Mäuseproblem fing an, mir unter den Nägeln zu brennen! Mit jeder Nacht, mit jedem Tag, mit jeder Stunde, die verging, ohne dass ich die Maus/Mäuse fing, gab ich ihnen Gelegenheit, nicht kontrollier- und absehbare Schäden an Oscarlotta zu verrichten. Es musste dringendst etwas geschehen, das erfolgversprechender war als die Falle. Töten wollte ich die Tiere allerdings immer noch nicht, aus ethischen Gründen und weil ich Tiere im Allgemeinen und Mäuse im Besonderen mag. Smiley Das wird sicher nicht jeder unter unseren Lesern verstehen, aber das ist ja auch nicht nötig! Mir kam eine Idee! Uschi hatte mir erzählt, dass sie, als ich oben außerhalb des Campingplatzes gestanden hatte, aus Versehen einer Maus zum Ableben verholfen hatte. In unserem Blech-Gartenhäuschen sind immer mal wieder Mäuse, vor allem wenn wir im Frühjahr auf die Schwäbische Alb zurückkommen, finden wir Spuren von ihnen. Gerne zernagen sie alles, was aus Stoff ist, Arbeitskleidung oder Gartenhandschuhe. Jedes Mal, wenn diesen Sommer und Herbst jemand von uns das Häuschen betrat, huschte hörbar eine Maus davon. Das störte uns aber nicht weiter, denn dieses Häuschen mäusesicher zu machen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir ließen einfach nichts über den Winter liegen, was uns wichtig war.
Von unserer Spanien-Tour hatten wir eine besonders schöne und stabile Plastik-Einkaufstasche mitgebracht. Die war ein wenig feucht geworden und Uschi hängte sie im Häuschen zum Trocknen an einen Haken. Nach zwei Tagen nahm sie sie ab um sie zusammenzulegen und zu verstauen und wunderte sich, dass sie relativ schwer war. Ein prüfender Blick hinein erbrachte eine tote Maus! Die Tasche wird wohl nach Lebensmitteln gerochen haben, die Maus kam rein, aber nicht wieder raus. Was ich allerdings nicht verstehe, jetzt wo ich weiß, was für Nagekünstler Mäuse sind, ist, dass sie lieber gestorben ist als sich freizunagen! Wie dem auch sei, mir fiel in meiner aussichtslosen Situation diese Begebenheit ein. Ich suchte mir eine kräftige Plastiktüte aus meinem Fundus aus, bestückte sie mit etwas Müslimischung und klebte eine der oberen Seiten mit einem Stück Klebeband auf der Küchenanrichte fest. Es müsste eigentlich unmöglich für eine Maus sein, da wieder herauszukommen. Die Frage war nur, ob sie überhaupt den freien Fall in die Tüte wagen würde. Aber sicher sind Mäuse, so intelligent sie auch sein mögen, nicht in der Lage, eine solche Situation auf ihre Gefährlichkeit hin abschätzen zu können. Ich musste es auf jeden Fall versuchen! Und ich hoffte, dass ich wach werden würde, bevor eine Maus sich doch befreien könnte.

alternative Mausefalle

Ich wurde wach! Die Uhr zeigte 1:40! In der Tüte raschelte es. Mein Herz schlug etwas schneller. Ich nahm die Taschenlampe, näherte mich vorsichtig und leuchtete in die Tüte hinein. Ein niedliches kleines Mäuschen schaute mich an! Es blieb einfach sitzen, so als wollte es sagen, dumm gelaufen, ich komm hier nicht mehr raus, aber du tust mir ja nichts, oder? Als ich die Tüte samt Klebestreifen von der Küchenarbeitsplatte abzog und zur Tür transportierte, rannte sie in der Tüte aufgeregt ein wenig hin und her. Im Nachthemd öffnete ich die Tür und ließ die Maus samt der nicht gefressenen Müsliflocken aus der Tüte in die Freiheit rutschen. Das konnte ich ja jetzt tun, da alle Lochzugänge zu Oscarlotta verschlossen waren. Okay, den einen hatte ich wieder aufgeschnitten, aber der führt nur in einen geschlossenen Kasten, von dem aus keine Verbindung zum Inneren von Oscarlotta besteht. Ich füllte die Tüte neu, klebte sie wieder fest und ging zurück ins Bett.

KEIN FOTO VON MAUS NR. 1

Ich wurde wach! Die Uhr zeigte 4:10! In der Tüte raschelte es. Ich nahm die Taschenlampe, näherte mich vorsichtig und leuchtete in die Tüte hinein. Ein niedliches kleines Mäuschen schaute mich an! Es blieb einfach sitzen, so als wollte es sagen, dumm gelaufen, ich komm hier nicht mehr raus, aber du tust mir ja nichts, oder? Als ich die Tüte samt Klebestreifen von der Küchenarbeitsplatte abzog und zur Tür transportierte, blieb sie in der Tüte ganz ruhig sitzen. Im Nachthemd öffnete ich die Tür und ließ diese zweite Maus samt der nicht gefressenen Müsliflocken aus der Tüte in die Freiheit rutschen. Ich füllte die Tüte neu, klebte sie wieder fest und ging zurück ins Bett.

Maus Nr. 2

Ich wurde wach! Die Uhr zeigte 7:45! In der Tüte raschelte es. Ich nahm die Taschenlampe, näherte mich vorsichtig und leuchtete in die Tüte hinein. Ein niedliches kleines Mäuschen schaute mich an! Es blieb einfach sitzen, so als wollte es sagen, dumm gelaufen, ich komm hier nicht mehr raus, aber du tust mir ja nichts, oder? Als ich die Tüte samt Klebestreifen von der Küchenarbeitsplatte abzog und zur Tür transportierte, rannte und sprang es in der Tüte herum wie von der Tarantel gestochen. Fast wäre es herausgehüpft! Interessant, dass es auch bei Mäusen so unterschiedliche Wesensarten oder Charaktere gibt! Zwinkerndes Smiley Im Nachthemd öffnete ich die Tür und ließ diese dritte Maus samt der nicht gefressenen Müsliflocken aus der Tüte in die Freiheit rutschen. Zum Glück war noch keiner meiner Nachbarn zu dieser frühen Stunde unterwegs, der sich hätte wundern können über eine Frau im Nachthemd, die eine Plastiktüte ausschüttelt. Smiley mit geöffnetem Mund Ich füllte die Tüte neu, klebte sie wieder fest und ging zurück ins Bett.

KEIN FOTO VON MAUS NR. 3

Ich wurde wach! Die Uhr zeigte 11:45! In der Tüte raschelte es nicht. Ich brauchte keine Taschenlampe mehr, um zu sehen, dass in der Tüte nur Müslimischung war, keine Maus.

War es das jetzt? 5 Mäuse? Die letzten drei waren eindeutig noch sehr klein. Also hatte doch eine Mäusin bei mir in Oscarlotta ihre Jungen zur Welt gebracht? Zwischen der ersten (die mir an der Wand entlang laufend so groß vorgekommen war = vielleicht trächtig?) und der zweiten Maus lagen 6 Wochen. Das reicht, um zu gebären und die Jungen großzuziehen. Natürlich habe ich mich inzwischen etwas schlau gemacht. Die Tragezeit beträgt bei Mäusen drei Wochen und ebenfalls drei Wochen werden sie gesäugt. Das würde also passen! Die zweite Maus, die sich in der Falle stranguliert bzw. guillotiniert hat, habe ich mir nicht so genau angeschaut, aber sie war auch eher klein. Eine Maus kann im Jahr bis zu achtmal 3 bis 8 Junge werfen und die werden mit sechs Wochen geschlechtsreif. Habe ich nun die Muttermaus auch gefangen oder gibt es sie noch??? Sie kann nicht die erste gefangene Maus gewesen sein, denn wenn sie da ihre Kinder schon geboren gehabt hätte, hätten die nicht überlebt. War die erste Maus vielleicht der Mäusepapa? Es ist ganz unmöglich, dass diese winzigen Mäuschen, die ich letzte Nacht gefangen habe, Walnüsse über größere Distanzen transportieren können! Aber Mama und Papa hätten das wohl geschafft. Ich muss mal eben raus, im Außenstaufach nach der Falle schauen (sie steht da nach dem Motto: doppelt hält besser) und die Tüte, die den Tag über in der Heckgarage gehangen hat, für die Nacht wieder hereinholen.

Ich bin wieder da. Die Falle ist leergefressen! Die Tüte ist nicht leergefressen, hat aber ein Loch!!! Erstauntes Smiley

erfolgreicher Befreiungsversuch

Erwähnte ich schon, dass ich während meiner Steinhauszeit in meiner Dachgeschosswohnung (!) zwei Mäuseserien hatte mit jeweils weit über 100 Mäusen??? Erstauntes Smiley Erstauntes Smiley Erstauntes Smiley

ES BLEIBT SPANNEND!!!

(Ich höre sie übrigens gerade, sie ist/sind schon ganz in der Nähe!)

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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