Panometer Dresden

 

Außer den netten (und auch weniger netten) Begebenheiten gab es während meines Aufenthalts in Moritzburg-Boxdorf dann auch noch wirklich Ernsthaftes. Es jährte sich der verheerende Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945. Bereits seit 2006 gibt es eine beeindruckende Darstellung des barocken Dresdens in einem ehemaligen Gasometer. Der Künstler Yadegar Asisi erschafft die größten 360°-Panoramen der Welt, mit bis zu 32 Metern Höhe und bis zu 110 Metern Umfang. Zum 70. Jahrestag 2015 erstellte Asisi ein Abbild der Zerstörung der Dresdener Innenstadt rund um die Frauenkirche durch die Luftangriffe der Alliierten. Seitdem wechseln die beiden Ausstellungen im „Panometer“ (Wortschöpfung aus Gasometer und Panorama) halbjährig.

GasometerGasometerGasometerGasometerGasometerGasometerGasometer

Norma und ich nahmen an einer Führung teil, bei der uns anschaulich erklärt wurde, warum Dresden bis kurz vor Kriegsende von Angriffen weitestgehend verschont worden war und warum auch bei den nahenden Flugzeuggeschwadern die wenigsten Dresdener mit einer Bombardierung ihrer Stadt rechneten. Luftschutzbunker gab es nicht, es blieben nur die Keller der Häuser als Schutzzone. Vorausschauend hatte man die Keller der benachbarten Häuser zueinander geöffnet, damit im Falle, dass ein Haus einstürzt, die Bewohner über die Keller der Nachbarhäuser ins Freie flüchten konnten. Nicht bedacht hatte man allerdings, dass auch Brandbomben abgeworfen wurden und die über Hunderte von Metern offenen Keller einen Kamineffekt entwickelten. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 gab es gleich zwei Angriffswellen, zwei weitere an den beiden darauffolgenden Tagen. Zwischen 17000 und 25000 Menschen verloren dabei ihr Leben und die wenigen Überlebenden in diesem Bereich der Stadt ihre Bleibe, ihr Hab und Gut und ihre Angehörigen.

Gasometer

Im Innenraum des Gasometers steht ein Stahlgerüst mit einer Höhe von 15 Metern. Wenn man oben angekommen ist, hat man einen Rundumblick auf die total zerstörte Stadt, so als ob man am Morgen des 14. Februars vom Rathausturm herabschauen würde. Ich bin ja ein Nachkriegskind, aber im Ruhrgebiet geboren und natürlich haben meine Eltern von der Zerstörung der Städte erzählt und man hat ja auch schon oft alte Fotos und Filmaufnahmen gesehen. Aber das alles ist nichts gegen diese Panorama-Steinwüste!!! Die Gefühle, die hervorgerufen werden, kann man nicht beschreiben und ich werde es auch nicht versuchen.

Was mich zusätzlich total fasziniert hat, ist der Arbeitsaufwand dieses Projekts. 3000qm bedruckte Leinwand im Verhältnis 1:1, unglaublich detaillierte Darstellungen, dreidimensional, naturgetreu. Drei Jahre soll es gedauert haben und ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden am Rechner dafür nötig waren. Aber waren nicht alle bedeutenden Künstler Besessene?

Es wird hier keine weiteren Fotos zu sehen geben, aus zwei Gründen. Zum einen möchte ich jeden meiner Leser selbst entscheiden lassen, ob er sich mit diesem Thema konfrontieren will und zum anderen war das Fotografieren nur zum privaten Gebrauch gestattet. Ist ein privates, aber öffentliches, Blog privater Gebrauch??? Ich habe mich dafür entschieden, ein Online-Fotoalbum mit ein paar wenigen Fotos zu erstellen. Wer es anschauen möchte, kann mir das per Kommentar (oder per eMail) mitteilen und ich schicke ihm dann den Link an die im Kommentar hinterlegte eMailadresse (die nur ich zu sehen bekomme!).

Die Frauenkirche, die auch getroffen wurde, stand heroisch noch bis zum Morgen des 15. Februars, bevor auch sie in sich zusammenstürzte, weil die ausgebrannten Pfeiler das schwere Kuppeldach nicht länger tragen konnten.

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

 
 
Weil das Wetter viel zu schön war, um gleich nach dem Dometic-Besuch wieder zum Stellplatz zurückzufahren, überlegte ich, was ich unternehmen könnte. Das Schloss Moritzburg war ganz in der Nähe und ich beschloss zu versuchen, dort einen Parkplatz zu finden. Das ist mit Oscarlotta ja immer etwas schwieriger, aber jetzt im Winter sollte es doch klappen. Der große Parkplatz kurz vor dem Schloss sah so aus, als ob mein Vorhaben erfolgreich sein würde und bei der Einfahrt stand dann sogar ein Hinweisschild auf Wohnmobilplätze im hinteren Bereich! Der hintere Bereich war schlammig und leer. Am Ticketautomaten war ein Zettel, dass er defekt sei und man bitte den am Sanitärhaus benutzen möge. Ich stellte Oscarlotta quer über drei Plätze, um einigermaßen sauberen Fußes aussteigen zu können. Es gab eine Stromsäule mit genau 4 Anschlüssen, für 10 ausgewiesene Plätze etwas wenig. Der Ticketautomat am Sanitärhaus wollte €10/Nacht, für einen Dreckplatz ohne alles etwas viel! Wie schön, dass ich meinen eigenen, kostenfreien Stellplatz in Boxdorf hatte! Im Schloss lief die Winterausstellung zum Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Bereits im Januar 1973 wurden hier Teile des Märchenfilms als deutsch-tschechische Gemeinschaftsproduktion gedreht. Da es draußen zwar sonnig, aber kalt war, ging ich hinein.

Schloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für Aschenbrödel

Sehr liebevoll gestaltet erstreckte sich die Ausstellung über mehrere Stockwerke. Zu sehen waren Originalkostüme, viele Requisiten, Schautafeln mir erklärenden Texten und originalgroße Nachbildungen der Protagonisten. Auch einen 20-minütigen Film konnte man sich anschauen, in dem auf humorvolle Art erklärt wurde, mit welchen Schwierigkeiten das Filmteam damals zu kämpfen hatte. Da war zum einen das Sprachproblem – die Pferde z. B. hörten nur auf tschechische Kommandos – und zum anderen lag, entgegengesetzt zum Drehbuch, kein Schnee. Man behalf sich mit pulverisiertem Styropor und Fischmehl, da es aber sehr windig war, verschwand beides relativ schnell wieder, nur der Fischgeruch nicht! Laut lachen

Drei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für Aschenbrödel

Vor dem Raum, in dem es um die Filmproduktion ging, war ein verglastes Kassenhäuschen aufgestellt, in dem eine Kassiererin Zeitung las. Ich überlegte, ob sie wohl echt sein würde. Als ich näherkam, legte sie die Zeitung beiseite und lächelte mich an. Dann aber las sie ungerührt weiter. Ich hatte wohl eine Lichtschranke durchbrochen, wirklich sehr gut gemacht!

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

In der ehemaligen Schlossküche ist ein Café untergebracht und ein Souvenirshop und so gab es zum Abschluss noch lecker Kaffee und Kuchen.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Link zum Film

weitere umfassende Infos für Liebhaber des Films

Zufrieden und satt machte ich mich auf die Suche nach einer LPG-Tankstelle. Bei der Firma Meinert hatte man mir eine Wegbeschreibung gegeben, also fuhr ich dorthin zurück und dann der Beschreibung nach. An einer Straßenkreuzung sollte ich Richtung Dresden fahren und am nächsten Kreisverkehr die zweite Abfahrt nehmen. Dann käme eine Jet-Tankstelle. Die Straßenkreuzung kam, das Hinweisschild zeigte geradeaus, aber ein Kreisverkehr kam nicht! Ich landete auf einer großen Straße und war schon in einem der Außenbezirke Dresdens. An einer roten Ampel konnte ich meine LPG-App befragen und die sagte mir, dass wenige hundert Meter weiter eine Tankstelle kommen würde. Es war Freitag Nachmittag und die Tankstelle war gut frequentiert! Zum Glück sah ich sofort, wo die LPG-Säule stand, es war die letzte von drei Spuren und ich hätte vorwärts hineinfahren müssen, da mein Gaskasten auf der Beifahrerseite ist. Hinter der Gastanksäule war aber noch eine normale Säule und dort stand schon ein PKW. Um den Anschluss auf der anderen Säulenseite nutzen zu können, musste ich drehen. Dafür war es aber zu eng. Ich rangierte Oscarlotta rückwärts in die Parkbox mit den Staubsaugern, damit ich nicht alles blockierte und beschloss zu warten. Ein älterer Mann betankte sein Auto und ging dann mühsam und entsprechend langsam zum Bezahlen. Genauso langsam kam er nach geraumer Zeit wieder zurück und es dauerte dann noch einmal recht lange, bis er seiner Frau sein Portemonnaie gegeben, sich hingesetzt und angeschnallt hatte. Ich hatte derweil meinen Motor gestartet und war schon so weit auf ihn zu gefahren, dass er noch gut vor mir herausfahren konnte. Und in dem Moment fuhr ein weiterer PKW hinter ihn und, sobald er weg war, an die nun freie Zapfsäule! Grrrrrr!!! Jetzt war es mir egal, ob ich die gesamte Tankstelle blockiere und ich fuhr Oscarlotta direkt vor den Neuankömmling und stieg aus. Eine Frau mittleren Alters betankte ihr Auto. Ich bemühte mich um einen neutralen Tonfall und sagte: „Das war jetzt aber nicht sehr freundlich von Ihnen!“ „Was?“ „Ja, ich wäre vor Ihnen dran gewesen. Ich stehe da schon eine Weile und will LPG tanken und habe nur gewartet, dass der alte Mann wegfährt.“ „Das kann ich doch nicht wissen!“ „Aber Sie haben doch sicher gesehen, dass ich schon mein Licht anhatte und da stehe, so klein ist mein Fahrzeug ja nicht, dass man es übersehen könnte und ich stehe ziemlich im Weg.“ Bevor sie etwas erwidern konnte, kam ihr Mann aus dem Shop, lief wortlos direkt an mir vorbei und gab seiner Frau ein Zeichen nach dem Motto, lass die Alte doch reden, kümmer dich einfach nicht darum. In solchen Momenten wünschte ich, ich hätte sizilianisches Temperament!!! Innerlich tobend setzte ich mich wieder auf meinen Fahrersitz. Als sie fertig war, gingen beide (!) in den Shop, anstatt dass einer den PKW schon mal weggefahren hätte. Irgendwann konnte ich dann endlich an meine Säule vorfahren und da sie ja rückwärts rausfahren mussten, konnte sich niemand mehr vorpfuschen!

Ich frage mich allerdings schon, was mit den Menschen heutzutage los ist? Wäre es so schlimm gewesen, zu sagen: „Oh, entschuldigen Sie bitte, ich habe Sie irgendwie gar nicht gesehen, war keine Absicht.“ Oder etwas in der Art. Was ist daran so schwierig??? Aber vermutlich war es Absicht und wenn man dann konfrontiert wird, muss man lügen oder aggressiv werden oder sich dumm stellen oder eben schweigen. Trauriges Smiley

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Keine Probleme?

 

Nach 17 Tagen in meiner Mistgrube wollte ich mal weiter, hauptsächlich, weil ich endlich wieder unlimitierten Internetempfang haben wollte. Ich hatte zwar herausgefunden, dass die Telekom 4G bereitstellte, aber bei denen habe ich nur ein Volumen von 2GB. Und damit kommt man ja nirgendwo hin, ich zumindest nicht. Zweimal hatte ich schon teuer nachgebucht. Die netten Studenten hatten mir zwar das Passwort für ihren Gastzugang gegeben, aber das WLAN war genau wie das Netz von Vodafone so gut wie nicht verfügbar. Als ich meine kuschelige Bleibe verließ, hatte ich deutliche Spuren hinterlassen. Laut lachen

Stromkabelspur

Eigentlich wollte ich in Moritzdorf-Boxdorf wieder nur eine Nacht bleiben, meine Tanks leeren bzw. füllen und eine Gasflasche tauschen. Es war kalt und eine Gasflaschenfüllung reichte noch knapp 3½ Tage. Zum Glück gab es in Normas Nachbardorf einen Betrieb, der mittwochs und samstags Gasflaschen befüllte. Wir nahmen jeden Termin wahr.

Uschi informierte mich dann über die Wetterlage der nächsten Woche und so beschloss ich, lieber noch auf dem kostenfreien Stellplatz der Firma Meinert stehenzubleiben. Ich vergewisserte mich, dass sie genügend volle Gasflaschen auf Lager hatten und stellte meine „Wohnordnung“ wieder her. Norma freute sich, auch wenn es jetzt ein etwas weiterer Weg war zum Kaffeetrinken.

BoxdorfBoxdorfBoxdorfUrmitzBoxdorfBoxdorf

So kam ich auch noch in den Genuss einer Ausflugsfahrt zu einem besonderen Schloss, dem „Traumschloss Schönfeld“ in Schönfeld. Ich glaube, ich habe noch nie ein Schloss mit so vielen verschiedenen Anbauten und Baustilen gesehen. Aber vielleicht macht gerade das den besonderen Reiz aus? Es war alles ein wenig, nun ja, renovierungsbedürftig? Erstauntes Smiley

Schloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss Schönfeld

Am zweiten Abend auf dem Stellplatz stellte ich, mehr durch Zufall, fest, dass mein Tiefkühlfach sich abgetaut hatte!!! Die Gasflasche war in der Nacht leer geworden und die Duomatik hatte auf die LPG-Tankflasche umgeschaltet. Die war allerdings nur noch zu ca. 30% gefüllt und es hatte Minusgrade. Konnte es sein, dass die 30% überwiegend aus Butan bestanden und dieses nicht mehr gasförmig wurde? Aber die Heizung lief doch ohne Probleme! Ich befreite ein weiteres Mal seit Dezember das Gefrierfach von dem Schmelzwasser und schaltete den Kühlschrank auf Strom um. Er kühlte!

Am nächsten Mittag schilderte ich mein Problem bei der Firma Meinert. Der Chef persönlich ging mit zu Oscarlotta, öffnete die Abdeckung des Brennerfachs, begutachtete alles und konnte kein Problem feststellen. Die Flamme brannte und sie hatte die richtige Farbe. Es gäbe in Moritzburg aber einen Dometic-Fachhändler und den könne er kontaktieren und fragen, ob er am nächsten Tag vorbeikommen könnte. Ich solle wieder auf Gas umschalten und am nächsten Tag Bescheid geben. Inzwischen war wieder eine Campinggasflasche mit Propan in Betrieb, trotzdem erwärmte sich der Kühlschrank langsam, aber kontinuierlich. Also schaltete ich auf Strom zurück. Am nächsten Tag erklärte ich, dass ich selbst nach Moritzburg fahren wolle, denn ich wollte unbedingt meine LPG-Flasche wieder auffüllen. Ich bekam eine Wegbeschreibung und eine Telefonnummer und die Angabe, wo ich parken könne. Dort angekommen, erreichte ich nur einen Anrufbeantworter, es war kurz nach 12 Uhr und offenbar Mittagsruhe. Nun ja, ich hatte Zeit und die Heizung lief, also kein Problem. Doch schon fuhr ein PKW heran und parkte quer direkt vor Oscarlotta, sodass ich nur noch rückwärts wieder hätte fahren können. Der Fahrer wollte aber offensichtlich zu mir! Er könne jetzt nicht zu Mittag essen, habe er seiner Frau gesagt, er warte auf eine Kundin mit einem Wohnmobil. Und woher hatte er gewusst, dass ich schon da sei, wollte ich wissen. Seine Frau habe aus dem Fenster geschaut und gesagt, da kommt sie schon. Smiley Ich bot ihm an, dass er gerne erst essen könne, ich hätte kein Problem damit, zu warten, aber das wollte er nicht. Er fing an, das Fach zu öffnen, irgendetwas abzuschrauben, den Brenner zu überprüfen. Nein, den Brenner „durchblasen“ wäre nicht nötig bzw. würde gar nicht gehen, da ich schon die neue Generation Brenner habe. Natürlich hatte ich ihm erzählt, dass ich kurz vor Weihnachten erst das Aggregat des Kühlschrankes hatte austauschen lassen und ihn gefragt, ob damit automatisch auch der Brenner ausgetauscht würde. Nicht unbedingt, war die Antwort, und es könne sein, dass ein alter Brenner sich mit einem neuen Aggregat nicht verstehen würde. Aber es hatte doch bis jetzt funktioniert und der Brenner stellte sich dann ja als ebenfalls neu heraus. Nachdem er alles akribisch überprüft und nichts gefunden hatte, sollte ich den Kühlschrank einschalten. Er zündete ohne Probleme, die Flamme brannte schön blau und ließ sich regulieren. Tja, dann solle ich das mal beobachten, mehr könne er leider nicht für mich tun. Auf meine Frage, was ich ihm schuldig sei, meinte er nur, dass er dafür jetzt nicht extra eine Rechnung schreiben würde und verabschiedete sich zu seinem verspäteten Mittagessen. Sehr nett!

Den restlichen Tag kontrollierte ich alle Dreiviertelstunde die Kühlschranktemperatur und als sie wieder auf über 10°C angestiegen war, schaltete ich erneut auf Strom um!!! So ein Mist! Ich googelte das Problem und stellte fest, dass es viele Kühlschränke gibt, die zwar auf Strom, nicht aber mit Gas kühlen. Mit Druckluft durchblasen, wurde als Lösungsmöglichkeit angeboten oder die Kühlpaste erneuern. Ich beschloss, direkt am Montag bei der Dometic-Hotline anzurufen, erfuhr dann aber von Uschi, dass es die nicht mehr gibt. Und jetzt??? Noch einmal zu Meinert, noch einmal den Dometic-Fachhändler anrufen? Oder gleich in Wertheim, wo man das Aggregat getauscht hatte? Okay, am Montag. Ich warf ein paar 50-Cent-Stücke mehr in den Stromautomaten und war froh, dass der Kühlschrank wenigstens mit Strom seine Arbeit verrichtete. Der Samstag verging ohne Zwischenfälle. Am Sonntag stellte ich beim Aufstehen fest, dass das Stromgeld aufgebraucht war, der Kühlschrank also gänzlich ohne Energiezufuhr war. Wie lange schon, wusste ich natürlich nicht. Da ich weder im Nachthemd in die Kälte raus wollte noch Lust hatte, mich provisorisch anzuziehen, beschloss ich, kurzfristig auf Gas umzustellen. Besser als gar nichts! Der Kühlschrank zündete, „fauchte“ hörbar und fing unverzüglich an zu kühlen!!! Als wäre nie etwas gewesen! Und seitdem kühlt er und kühlt und kühlt…

Ich denke inzwischen, dass wirklich der Butananteil Schuld hatte, dass sich irgendwo irgendeine Verunreinigung festgesetzt hatte und sich durch welche Umstände auch immer nach Tagen wieder gelöst hat oder durch das nachfolgende Propan „herausgespült“ wurde. Herr Meinert hielt das nicht für unwahrscheinlich, auf jeden Fall hatte er auch keine andere Erklärung. Gut, ich habe eine neue Erfahrung gemacht, davon kann man ja nie genug haben. Zwinkerndes Smiley

Dann kam mir allerdings noch ein ganz anderer Gedanke! Im Dezember in Wertheim, als sich mein Gefrierfach das erste Mal abgetaut hatte, war das vielleicht genau der gleiche Grund gewesen??? Auch damals war es sehr kalt und meine Gasflaschen werden grundsätzlich mitten in der Nacht leer, sodass auch da ein paar Stunden die LPG-Flasche zum Einsatz gekommen war. War mein Aggregat etwa gar nicht kaputt gewesen? Der Mitarbeiter hatte damals auch davon gesprochen, dass sich manchmal etwas festsetzen könne und wenn man dann über ein paar Erschütterungen fahren würde, könne es sich auch wieder lösen. Das war mir damals zu vage und zu unzuverlässig und natürlich hat man mir gerne für 1000 Euro ein neues Aggregat eingebaut. Ich könnte mich jetzt natürlich tierisch aufregen, dass man nur noch abgezockt wird, aber erstens war das Aggregat, ob nun kaputt oder nicht, schon über 10 Jahre alt und zweitens haben mich der Dometic-Fachhändler in Moritzburg und auch die Firma Meinert NICHT abgezockt, ganz im Gegenteil. Beide haben einfach nur zu helfen versucht, unentgeltlich. Herzlichen Dank dafür!!! Daumen hoch

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Niedermühle Rödern

 
 
Von Plauen aus waren es nur noch 156km bis zu Norma, bzw. bis nach Moritzburg-Boxdorf. Auf dem kostenfreien Stellplatz der Firma „Caravan Meinert“ hatten Uschi und ich im letzten Frühjahr bei unserem Dresden-Besuch schon gestanden und ihn für gut befunden. Er bietet alles, was man als Wohnmobilfahrer benötigt und schließt direkt an eine Grünfläche mit Picknickeinrichtung und einem kleinen Weiher an. Der letzte Sturm hatte das Dach ein wenig beschädigt, aber schon am nächsten Morgen kam ein älterer Mann, der den Stellplatz betreut und nagelte alle Bretter wieder fest. Und er richtete die Blumenkübel wieder auf und befüllte sie neu mit Erde und Pflanzen. Morgens um 10, direkt hinter meinem Bett! Verwirrtes Smiley

Boxdorf

Der Stellplatz liegt zwar am Rande eines Gewerbegebietes, aber außer, dass ab und zu ein LKW vorbeifährt, ist es absolut ruhig dort. Von der nächsten Querstraße aus fährt dreimal pro Stunde ein Bus Richtung Dresden mit Umsteigemöglichkeit in die Straßenbahn zur Neustadt. Gesamte Fahrzeit wohl ca. 30-35 Minuten.

Ich blieb eine Nacht dort stehen, um am nächsten Tag bei Meinert eine Gasflasche zu tauschen und meine Tanks voll und/oder leer zu machen. Eine Nacht deswegen, weil Norma mir einen privaten Stellplatz besorgt hatte dort, wo sie wohnt. Sie holte mich ab und geleitete Oscarlotta und mich in ihr Dorf.

Die „Niedermühle“ war im Laufe der Jahrzehnte Getreidemühle, Heimat und Handwerkerhaus für „konfirmierte Fürsorgezöglinge“ und Produktionsschule. Anfang 2001 begann die Sanierung der Niedermühle, die sich in einem sehr schlechten Zustand befand. Im Jahre 2003 war die Sanierung weitgehend abgeschlossen. 2002 nahm der Biohof, ein Projekt der Produktionsschule Moritzburg, seine Arbeit auf, vorrangig für psychisch kranke Menschen. Diese Phase dauerte bis 2015 und z. Z. sind die Wohnräume des Hauptgebäudes übergangsweise an Theologiestudenten vermietet, denn Besitzer des Anwesens ist die Diakonie.

Niedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle Rödern Niedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle Rödern

Ich durfte mit Oscarlotta in der ehemaligen Misthaufengrube stehen! Laut lachen Ein idealer Stellplatz, fester, tragfähiger, betonierter Untergrund, halbhohe Mäuerchen an drei Seiten. Beim Orkan Friederike stand ich supergeschützt und zufällig auch mit der Schnauze zum Wind. Zu Norma, die ihre Wohnung im Nebengebäude hat, waren es nur ein paar Schritte. Wir arbeiteten alle ihre Computer- und Smartphoneprobleme ab, tranken den einen oder anderen Kaffee, statteten ihrem winterlichen Schrebergarten einen Besuch ab und unternahmen den einen oder anderen Ausflug in die Umgebung. Und meine Wäsche durfte sogar draußen trocknen! Nur die Netzabdeckung von Vodafone war grottenschlecht! Erstauntes Smiley

WäscheSchneemannim Garten

Und wir gingen zum SemperOpernball!!! Dummerweise hatte ich mein Ballkleid nicht dabei Zwinkerndes Smiley und so durfte ich nicht rein. Also standen wir mit Hunderten anderer draußen auf dem Vorplatz der Semperoper und beobachteten das Geschehen auf einer großen Leinwand. Zum Glück war es nicht allzu kalt und als es anfing zu nieseln, konnten wir uns unter ein Partyzelt stellen. Zu essen und zu trinken gab es rundum ausreichend, außerdem Feuertonnen und Heizpilze. Der Höhepunkt drinnen wie draußen war der Beginn des Balles und tatsächlich tanzten die meisten Menschen auf dem Theatervorplatz in Winterstiefeln und warmen Jacken im Nieselregen Wiener Walzer.

SemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernball

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Plauen ist Spitze

 

Die Stadt gefiel mir auf Anhieb. Ausreichend gemütliche Cafés gab es auch, sodass mein Frühstück und der Nachmittagskaffee sowie das obligatorische Stück Kuchen gewährleistet waren. Und die Sonne schien!!! Das war nicht nur gut fürs Gemüt, sondern auch für meine Bordbatterien. Es gab ja keinen Landstrom auf dem Stell-/Parkplatz.

im Café

Ich ging als erstes zur Touri-Info und besorgte mir einen Stadtplan. In einer Broschüre waren die Sehenswürdigkeiten von Plauen aufgelistet und ich arbeitete sie der Reihe nach ab, beginnend mit dem alten Rathaus, Wahrzeichen der Stadt und heute Sitz des Spitzenmuseums. Aber für Museum war das Wetter einfach zu schön!

Rathaus

Die St. Johanniskirche mit ihren Doppeltürmen, bereits 1122 geweiht, dominiert die Altstadt und ist auch vom Stellplatz aus zu sehen. Die dreischiffige Hallenkirche mit eindrucksvollem Sterngewölbe gilt als Musterbeispiel hochgotischer Innenraumgestaltung.

St. JohanniskircheSt. JohanniskircheSt. Johanniskirche

Das alte Malzhaus habe ich nur von außen angesehen, es verfügt wohl über imposante Tonnen- und Kreuzgewölbe.

MalzhausMalzhausMalzhausMalzhaus

Ein paar schöne ehemalige Patrizierhäuser aus den Jahren ab 1787 beherbergen heute das Vogtlandmuseum und eine Ausstellung über einen berühmten Sohn der Stadt, den Künstler Erich Ohser. Menschen meiner Generation dürften die liebevoll gezeichneten Vater und Sohn-Geschichten noch in Erinnerung sein.

VogtlandmuseumGedenktafelVater+Sohn-GeschichtenVater+Sohn-GeschichtenVater+Sohn-Geschichten

Von der ehemaligen Stadtbefestigung ist nur noch ein einziger Wachturm erhalten.

Nonnenturm

Direkt gegenüber steht ein eindrucksvolles Denkmal, das an die friedliche Revolution, beginnend im Herbst 1989, erinnert. Plauen war die erste Stadt der ehemaligen DDR, in der die Staatsmacht zum Einlenken gezwungen wurde. Zwei Tage früher als in Leipzig demonstrierten Tausende Plauener und Vogtländer 23 Wochen lang jeden Samstag friedlich für Freiheit, Demokratie und ein wiedervereintes Deutschland.

Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989

Außer der schönen Altstadt mit wunderbar restaurierten Bürgerhäusern gibt es eine breite Einkaufsstraße, auf der lediglich Straßenbahnen fahren dürfen, sowie zwei überdachte Einkaufszentren.

EinkaufsmeileEinkaufsmeile

Der Nachmittag war schnell herum und ich hatte nicht alles gesehen, was mich interessierte. Der Füllstand meiner Batterien sah dank Sonne gut aus und ich beschloss, eine weitere Nacht zu bleiben. Die alten Weberhäuser standen noch auf meiner Wunschliste und auch das Spitzenmuseum. Leider war es das mit Sonne, was gut für den Museumsbesuch war, aber schlecht für Fotos und meine Batterien. In den Weberhäusern und den dazugehörigen Gärten sind heute Galerien und Schauwerkstätten untergebracht. Jetzt im Winter war dort nichts los, aber es gab trotzdem einige nette Motive.

WeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuser

Von Plauener Spitze hat man ja schon gehört, aber eine genauere Vorstellung hatte ich davon auch nicht. Mich fasziniert an diesen alten Handarbeitstechniken immer wieder, wie arbeitsintensiv, zeitintensiv und detailliert die Herstellung war. Und genauso faszinierend ist, wie früh von Hand- auf industrielle Fertigung umgestellt wurde und wieviele Einzelschritte nötig waren, um einen Entwurf so zu gestalten, dass eine speziell dafür hergestellte Stickmaschine ihn umsetzen konnte. Die industrielle Revolution begann bereits um 1760, ausgehend von England!

Spitzenmuseum Spitzenmuseum Spitzenmuseum Spitzenmuseum Stickmaschine (Detail)UntergrundstoffeStickmaschine

In einigen Vitrinen waren im direkten Vergleich Schaustücke ausgestellt, die mit der Hand oder mit der Maschine gearbeitet worden waren. Manchmal gab es kaum einen Unterschied!

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Die großen Decken wurden aus teilweise mehr als hundert Einzelteilen zusammengefügt und es gab spezialisierte Frauen, die Fehler beim Zusammensetzen oder auch Fehler der Stickmaschine mit einer Nähmaschine ausbessern konnten.

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Ein sehr informatives und interessantes Museum für jemanden wie mich, der sich für alte „Handarbeits“techniken begeistern kann.

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Am Ende des Tages war klar, dass meine Batterien eine Weiterfahrt wünschten, aber ich hatte auch erst einmal alles Wichtige gesehen. Es würde sich aber sicher lohnen, in der wärmeren Jahreszeit noch einmal hierher zurückzukommen, denn das umliegende Vogtland bietet sich an für Wanderungen und Radausflüge. Und besonders eindrucksvoll muss die 1903-1905 erbaute Friedensbrücke sein, die mit einer Höhe von 18m und einer Spannweite von 90m das Syratal überspannt und damit auch heute noch eine der weitestgespannten Steinbogenbrücken der Welt ist.

Ich finde wirklich, Plauen ist Spitze!!!

Plauen ist Spitze

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Auf nach Osten!

 

Ich beschloss, auf jeden Fall noch eine Nacht in der Nähe der Firma Alde zu bleiben, um sicher zu sein, dass mit meiner runderneuerten Heizung alles in Ordnung ist. Es gibt seit einiger Zeit in Röthlein einen Stellplatz, aber nur ohne Strom und VE. Ich musste aber meinen Frischwassertank wieder auffüllen und bei Alde gab es nur die mühsame Möglichkeit per Gießkanne. Man würde die Kundschaft immer in den Nachbarort Grafenrheinfeld schicken, erfuhr ich. Also fuhr ich dort hin und fand einen wirklich schön und absolut ruhig gelegenen Stellplatz für 10 Mobile an einem kleinen See vor (siehe auch das aktuelle Headerfoto).

Grafenrheinfeld


 
Eine Ver- und Entsorgungsstation mit integriertem Kassenautomaten (€6/Nacht) war vorhanden, ebenso Stromsäulen (50 Cent/kW). Der Platz ist halbkreisförmig angelegt und da ich der einzige Besucher war, stellte ich Oscarlotta so, dass ich von meinem Lieblingssessel aus auf den See schauen konnte. Ein Spaziergang um den Fischteich scheiterte daran, dass alle Wege total verschlammt waren.

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeld

Ich verbrachte eine ruhige Nacht und am nächsten Tag schien sogar endlich mal wieder die Sonne! Wie unterschiedlich doch Fotos werden, mit oder ohne Sonne!

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeld

Bevor ich zur VE-Station fuhr, um meine Toilette noch zu entleeren, stellte ich fest, dass der Hebel für den Toilettenschieber nicht mehr so funktionierte wie gewohnt. Er war plötzlich total locker und nur mit Mühe konnte ich den Schieber schließen. NEIIIIN! Nicht schon wieder irgendetwas, das nicht geht! Die Toilette ist doch noch ganz neu. Als ich die Kassette aus ihrem Außenstaufach zog, fiel dort etwas hörbar herunter. Eine Schraube, wie sich herausstellte. Relativ sofort war mir klar, dass es da wohl einen Zusammenhang geben würde zu dem funktionslosen Hebel an der Toilette. Nur, wo gehörte die Schraube hin? Ich holte einen Kreuzschlitzschraubendreher und einen Handspiegel. Der verriet mir dann das Loch, in das die Schraube gehörte und der Rest war Fummelei, denn sehen konnte ich nichts. Und siehe da, mein Hebel an der Toilette öffnete und schloss den Schieber wieder einwandfrei! Smiley

Als klar war, dass ich in den Süden Deutschlands zurückfahren muss, hatte ich überlegt, wie es danach weitergehen soll. Die gleiche Strecke ein drittes Mal fahren? Nein, dazu hatte ich echt keine Lust. Wenn ich jetzt schon so dicht am Osten Deutschlands war, wollte ich dort auch hin. Ich würde meine langfristig geplante Küstentour eben in umgekehrter Richtung angehen, von der Ostsee zur Nordsee. Die Frage war jetzt nur, fahre ich geradeaus nach Norden oder mache ich noch einen Abstecher über Dresden und besuche Norma (die Frau mit dem Roller)? Der gefiel die zweite Möglichkeit besser. Laut lachen

Auf der Hälfte der Strecke liegt die Stadt Plauen. Ich verband den Namen ausschließlich mit der gleichnamigen Spitze. Einen Wohnmobilstellplatz gab es auch, wenn auch nur am Rande eines Großparkplatzes und ohne alles, dafür aber kostenlos. Eine Nacht durfte man dort stehen. Als ich ankam, war Oscarlotta mal wieder das einzige Wohnmobil. Die 11 Spuren, ausgewiesen für Wohnmobile und Busse, waren lang, schief und sehr schmal. Im Sommer bestimmt lustig! Verwirrtes Smiley Vor Ort stand nichts mehr von einer 24 Stunden-Begrenzung und ich beschloss, das zu vergessen. Wer sollte jetzt im Winter etwas dagegen haben, wenn ich länger dort stehe? Prinzipiell könnte ich Oscarlotta ja auch jeden Tag auf einen anderen Platz stellen, aber so lange wollte ich gar nicht bleiben.

PlauenPlauen

Die Stadt war gleich gegenüber, das ehemalige Schloss, von dem nur noch ein paar Mauern übrig sind, nebenan. Die Umgehungsstraße war weit genug weg, um nicht zu stören. Ich stand gut und freute mich darauf, am nächsten Tag die Stadt zu erkunden. Mal wieder ein gemütliches Café wäre schön! Pizza Kaffeetasse

Plauen

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Für Lasse in Oscarlotta

 

Hi Lasse!

Wir, die Crew in “Fix und Boxi”, heißen dich ganz herzlich in unserer großen Familie willkommen!!! Du scheinst ein Netter zu sein! Klar werden wir uns irgendwann kennenlernen, aber da das vielleicht noch etwas dauert, haben wir uns gedacht, dass wir dir schon einmal ein kleines Geschenk schicken! Uschi wollte dir einen Kuchen backen, aber ist Kuchen nicht eher für Mädchen??? Cooles Smiley Wir haben dann alle zusammen überlegt und jetzt ist es so etwas ähnliches geworden, quasi ein “Kuchen” für Jungs. Da es aber etwas schwierig ist, den zu verschicken (ihr seid ja immer woanders!), gibt es hier nur das Rezept. Ihr habt ja einen “richtigen” Backofen in Oscarlotta und die Ingrid ist bestimmt so lieb und backt für dich. Oder, Ingrid???

Ein „selbstgebasteltes“ Bio-Brot aus dem Omnia

Zutaten mit Preisen:

500g Dinkel-Vollkornmehl (0,90€)

1 Würfel Biohefe (0,45€)

130g Bio-Sonnenblumenkerne (0,70€)

2 Teelöffel Salz

2 Esslöffel Essig

500 ml lauwarmes Wasser

(ohne Bio geht’s natürlich auch und noch etwas günstiger)

Zubereitung:

– Mehl in eine Schüssel geben und in eine „Kuhle“ die Hefe reinbröseln

– Mit ein wenig lauwarmem Wasser, Mehl und einer Prise vom Salz verrühren

– den Vorteig etwa 10 Min. gehen lassen (Schüssel mit einem Tuch abdecken)

– restliche Zutaten zugeben und gut durchmischen

– Teig in die gefettete und bemehlte Omnia-Form geben.

– Deckel drauf und auf dem kalten Herd nochmal 10 Min. gehen lassen

– Auf großer Flamme 5 Min., dann auf kleiner Flamme 65 Min. backen.

– fast fertig –

Anmerkung von mir:

Ich nehme die Omnia-Form mit Deckel vom Herd (Topflappen benützen und beides gut festhaltenErstauntes Smiley), drehe sie kurz um – Deckel nach unten – und wieder zurück. Wenn ihr die Form vollständig eingefettet und bemehlt habt, fällt das Brot in den Deckel und anschließend wieder zurück in die Form.

Nun noch abkühlen, dann ist es

– ganz fertig –

Hinweis zum Schluss:

Ihr könnt sicher das Brot auch in einer Kastenform im NORMALEN Backofen backen, Temperatur und Backzeit??? Ausprobieren oder warten, bis Ingrid berichtet. Etwa ich?

Brot 1Brot 2Brot 3Brot 4Brot 5Brot 6Brot 7

written by Uschi
photos taken with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Hallo „Fix und Boxi“- Crew (alle!)!

 

Wir in Oscarlotta haben einen Neuzugang und der möchte sich vorstellen:

Gestatten, mein Name ist Lasse und ich bin der Neue! Ich bin gut aufgenommen worden von den Kollegen hier. Es sind ganz schön viele und ich habe mir noch nicht alle Namen merken können. Aber ich glaube, manche heißen auch nur so, wie sie aussehen. Das ist dann ja leicht! Ich habe den Eindruck, die Chefin ist auch ganz nett, bis jetzt kann ich mich nicht beklagen. Ich durfte schon den ganzen Nachmittag neben ihr auf dem Tisch sitzen. Nee, sie hat nicht auf dem Tisch gesessen, nur ich! Zwinkerndes Smiley Aber sie heißt ja auch Ingrid, das ist ja ein nordischer Name. Da müssen wir uns ja verstehen! Ich hieß ja noch gar nicht irgendwie. Die Chefin, äh – die Ingrid hat dann mal alle schwedischen Jungensvornamen im Internett gesucht (ich weiß ja nicht, was das ist, aber wenn nett dabei ist, ist’s bestimmt was Gutes). Ich durfte dann zwischen Lenne und Lasse wählen! Die Ingrid hat mir auch erzählt, dass es da irgendwo noch mehr von uns gibt. Also nicht mehr Elche, aber mehr Crewmitglieder, was auch immer das ist. Sie will mir auch noch ein Foto zeigen, vielleicht morgen, denn heute brummt mir schon der Kopf. Also vielleicht sehen wir uns ja dann irgendwann mal. Dann kenne ich die hier bestimmt schon besser. Und ich wünsche mir ganz doll, dass mich alle mögen! Aber die Ingrid sagt, ich soll mir mal keine Sorgen machen, so süüüüß wie ich aussehe. Ich dachte, süüüüß ist nur für Mädchen!?!? Cooles Smiley

Also, ihr da irgendwo, ich sag dann mal „hasta luego“! (Ich glaube, das ist spanisch!!!) Die Ingrid hat nämlich gesagt, dass wir da vielleicht mal hinfahren. Oder nach Schweden. Alter Schwede, das wäre was! Da würde ich aber angeben, ich werde jetzt nämlich ein mobiler Elch, MobiLasse sozusagen. Smiley