Auf nach Osten!

 

Ich beschloss, auf jeden Fall noch eine Nacht in der Nähe der Firma Alde zu bleiben, um sicher zu sein, dass mit meiner runderneuerten Heizung alles in Ordnung ist. Es gibt seit einiger Zeit in Röthlein einen Stellplatz, aber nur ohne Strom und VE. Ich musste aber meinen Frischwassertank wieder auffüllen und bei Alde gab es nur die mühsame Möglichkeit per Gießkanne. Man würde die Kundschaft immer in den Nachbarort Grafenrheinfeld schicken, erfuhr ich. Also fuhr ich dort hin und fand einen wirklich schön und absolut ruhig gelegenen Stellplatz für 10 Mobile an einem kleinen See vor (siehe auch das aktuelle Headerfoto).

Grafenrheinfeld


 
Eine Ver- und Entsorgungsstation mit integriertem Kassenautomaten (€6/Nacht) war vorhanden, ebenso Stromsäulen (50 Cent/kW). Der Platz ist halbkreisförmig angelegt und da ich der einzige Besucher war, stellte ich Oscarlotta so, dass ich von meinem Lieblingssessel aus auf den See schauen konnte. Ein Spaziergang um den Fischteich scheiterte daran, dass alle Wege total verschlammt waren.

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeld

Ich verbrachte eine ruhige Nacht und am nächsten Tag schien sogar endlich mal wieder die Sonne! Wie unterschiedlich doch Fotos werden, mit oder ohne Sonne!

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Bevor ich zur VE-Station fuhr, um meine Toilette noch zu entleeren, stellte ich fest, dass der Hebel für den Toilettenschieber nicht mehr so funktionierte wie gewohnt. Er war plötzlich total locker und nur mit Mühe konnte ich den Schieber schließen. NEIIIIN! Nicht schon wieder irgendetwas, das nicht geht! Die Toilette ist doch noch ganz neu. Als ich die Kassette aus ihrem Außenstaufach zog, fiel dort etwas hörbar herunter. Eine Schraube, wie sich herausstellte. Relativ sofort war mir klar, dass es da wohl einen Zusammenhang geben würde zu dem funktionslosen Hebel an der Toilette. Nur, wo gehörte die Schraube hin? Ich holte einen Kreuzschlitzschraubendreher und einen Handspiegel. Der verriet mir dann das Loch, in das die Schraube gehörte und der Rest war Fummelei, denn sehen konnte ich nichts. Und siehe da, mein Hebel an der Toilette öffnete und schloss den Schieber wieder einwandfrei! Smiley

Als klar war, dass ich in den Süden Deutschlands zurückfahren muss, hatte ich überlegt, wie es danach weitergehen soll. Die gleiche Strecke ein drittes Mal fahren? Nein, dazu hatte ich echt keine Lust. Wenn ich jetzt schon so dicht am Osten Deutschlands war, wollte ich dort auch hin. Ich würde meine langfristig geplante Küstentour eben in umgekehrter Richtung angehen, von der Ostsee zur Nordsee. Die Frage war jetzt nur, fahre ich geradeaus nach Norden oder mache ich noch einen Abstecher über Dresden und besuche Norma (die Frau mit dem Roller)? Der gefiel die zweite Möglichkeit besser. Laut lachen

Auf der Hälfte der Strecke liegt die Stadt Plauen. Ich verband den Namen ausschließlich mit der gleichnamigen Spitze. Einen Wohnmobilstellplatz gab es auch, wenn auch nur am Rande eines Großparkplatzes und ohne alles, dafür aber kostenlos. Eine Nacht durfte man dort stehen. Als ich ankam, war Oscarlotta mal wieder das einzige Wohnmobil. Die 11 Spuren, ausgewiesen für Wohnmobile und Busse, waren lang, schief und sehr schmal. Im Sommer bestimmt lustig! Verwirrtes Smiley Vor Ort stand nichts mehr von einer 24 Stunden-Begrenzung und ich beschloss, das zu vergessen. Wer sollte jetzt im Winter etwas dagegen haben, wenn ich länger dort stehe? Prinzipiell könnte ich Oscarlotta ja auch jeden Tag auf einen anderen Platz stellen, aber so lange wollte ich gar nicht bleiben.

PlauenPlauen

Die Stadt war gleich gegenüber, das ehemalige Schloss, von dem nur noch ein paar Mauern übrig sind, nebenan. Die Umgehungsstraße war weit genug weg, um nicht zu stören. Ich stand gut und freute mich darauf, am nächsten Tag die Stadt zu erkunden. Mal wieder ein gemütliches Café wäre schön! Pizza Kaffeetasse

Plauen

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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2 Kommentare zu “Auf nach Osten!

  1. Hi Ingrid! Dass du deine Tour geändert hast und über Dresden an die Ostsee fährst, ist die BESTE IDEE die du haben konntest – ich freue mich riesig darüber – herzlichst Norma

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