Ottostadt Magdeburg

 

Bereits am nächsten Tag war mir klar, dass ich nicht nur drei Nächte bleiben würde. Ich hatte nämlich zunächst keine große Lust auf einen Stadtrundgang in Magdeburg, es war eisig kalt. Unmittelbar hinter dem Stellplatz liegt der große Stadtpark Rotehorn, dort lief ich ein paar Schritte, direkt an der Alten Elbe entlang. Im Sommer ist es dort bestimmt sehr schön. Wenn man ihn z. B. per Rad durchquert, kann man eine weitere Brücke in die Stadt nutzen. Der Stellplatz liegt ja auf einer Insel zwischen der Elbe und der Alten Elbe, dem sog. Werder.

MagdeburgRotehorn-Park

Am Freitag fiel mir siedendheiß ein, dass Herr Hollenbach ja glaubte, dass ich abreisen würde und mein Stromstand abgelesen werden musste, damit ich bezahlen konnte, was ich verbraucht hatte. Hoffentlich war er nicht schon extra deswegen vorbeigekommen, aber dann hätte er vermutlich angeklopft. Ich schickte ihm eine SMS, dass ich noch mindestens über das Wochenende bleiben würde und bat ihn, mir eine Gasflasche mitzubringen. Gasflaschentausch war laut Internet möglich, ich wusste aber nicht, ob er welche vorrätig hatte. Ich teilte ihm mit, dass ich nachmittags in der Stadt sei, aber gegen 18 Uhr wieder zurück sein würde. Vom Stellplatz aus muss man die Zufahrtsstraße bis zur Alten Zollbrücke vorlaufen und hat dann zwei Möglichkeiten. Entweder weiter zu Fuß über die Neue Strombrücke bis zum Allee-Center (Einkaufszentrum) oder an der Zollbrücke in die Straßenbahn einsteigen und eine Haltestelle bis zu selbigem Center fahren. Auf der einen Seite schließt sich das Domviertel und das Gründerzeitviertel an, auf der anderen Seite das Marktviertel. Der historische Kern Magdeburgs ist recht überschaubar und gut zu Fuß zu erkunden.

An diesem Freitag war meine Stadtlust immer noch nicht besonders groß, sodass ich nur zur Touri-Info ging, mir ein paar Unterlagen über die Stadt besorgte und mir in einem Café anschaute, was ich mir anschauen sollte. Um 16 Uhr war ich schon wieder am Stellplatz (Laufzeit vom Center aus ca. 15 Minuten) und ich stand gerade noch draußen und fotografierte, als Herr Hollenbach mit meiner neuen Gasflasche angefahren kam, so, als ob wir uns auf Punkt 16 Uhr verabredet hätten! Smiley Er hatte auch kein Problem damit, dass meine Betriebsflasche noch nicht ganz leer war und ich ihm also keine im Austausch mitgeben konnte. Ich verlängerte und bezahlte bis zum nächsten Mittwoch, bis dahin würden wir uns ja noch sehen, spätestens am Dienstagabend zum Strom ablesen und bezahlen. Um 1 Uhr sah ich auf dem Weg ins Bad, dass meine Gasflasche leer war. Na wunderbar, so hatte ich mir das gewünscht, damit die fast leere LPG-Flasche gar nicht gebraucht wurde! Ich bemühte mich, so leise wie möglich zu sein beim Tausch der Gasflaschen, ich hatte nämlich direkte Nachbarn und dort war es schon dunkel. Um kurz vor 2 hörte ich dann Stöckelschuhgeklapper von der Einfahrt bis zu Oscarlotta, die Nachbarn lagen noch gar nicht im Bett, sondern kamen gerade erst nach Hause! Hätte ich also Krach machen können, soviel ich gewollt hätte! Smiley mit geöffnetem Mund

Am Montag spulte ich dann planmäßig mein Besichtigungsprogramm ab und hatte sogar das Glück, dass zeitweise die Sonne schien. Angefangen vom Kloster „Unser Lieben Frauen“, heute Kunstmuseum

?????? von der anderen SeiteKunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"Kloster "Unser Lieben Frauen"Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"Kunstmuseum Kloster "Unser Lieben Frauen"

über den Dom, der mich allerdings nicht besonders begeisterte, weder von außen noch von innen

Dom (im Hintergrund)Dom (im Hintergrund)

bis zum ältesten erhaltenen Wohn- und Fachwerkhaus der Altstadt, dem Remtergang 1.

Remtergang 1Remtergang 1Remtergang 1

Direkt daran schließt sich die Bastion Cleve an, die südöstlichste Eckbastion des ehemaligen Verteidigungsringes Magdeburgs.

Bastion CleveBastion CleveBastion CleveBastion Cleve

Unbedingt sehen wollte ich noch das Hundertwasserhaus, das letzte vom Künstler Friedensreich Hundertwasser geplante Bauwerk. Seine Goldkugeln auf dem Dach konnte ich vom Stellplatz aus sehen. Wie üblich farbenfrohe Fassaden, 900 verschiedene Fenster, bunte Säulen, begrünte Dächer. Ein Gebäudekomplex um einen Innenhof herum gebaut, mit ein paar Geschäften und Lokalen, hübsch und jetzt im Winter wie ausgestorben.

Hundertwasser-KomplexHundertwasser-KomplexHundertwasser-KomplexHundertwasser-KomplexHundertwasser-KomplexHundertwasser-KomplexHundertwasser-KomplexHundertwasser-KomplexHundertwasser-Komplex

Ich ging noch Lebensmittel einkaufen im Allee-Center und gönnte mir dann eine Straßenbahnfahrt zurück. Es würde sich bestimmt lohnen, in der wärmeren Jahreszeit noch einmal nach Magdeburg zu kommen, es gibt noch einiges zu unternehmen. Ausflugsfahrten auf der Elbe mit der Weißen Flotte, Radtouren auf dem Elberadweg, diverse Museen, der Elbauenpark mit dem Jahrtausendturm und dem Schmetterlingshaus, der tropisch-botanische Garten und eben der Rotehorn-Stadtpark.

alte Eisenbahnbrücke am Rotehorn-ParkRotehorn-Parkalte Eisenbahnbrücke am Rotehorn-Park

Herr Hollenbach hatte mir erzählt, dass jeder, dem er von seinem Stellplatzvorhaben berichtet hatte, skeptisch gewesen war und man ihm sogar abgeraten hatte, soviel Geld in ein so risikoreiches Unterfangen zu investieren. Ich glaube, dass er sich keine Sorgen zu machen braucht und das habe ich ihm auch gesagt. Ein gut gestalteter Wohnmobilstellplatz mit einem netten und bemühten Betreiber in fußläufiger Entfernung zu einer attraktiven Stadt läuft immer! Er wird jeden Tag ausgebucht sein, habe ich ihm prophezeit, zumindest in den Sommermonaten und ich werde mal vorsichtshalber reservieren, bevor ich wiederkomme. Zwinkerndes Smiley

Blick auf den Stellplatz Blick auf die StadtBlick auf die StadtBlick auf die StadtStellplatz 'Am Winterhafen'

Der Beitragstitel bezieht sich übrigens nicht etwa auf das Versandhaus Otto, sondern auf die zwei bedeutenden Ottos der Stadt.

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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