Das “Beste” kommt zum Schluss

 

Der Sturm ging, die Sonne kam, die Minustemperaturen blieben. Bei einem Strandspaziergang zeigten sich wahre Kunstwerke, die Schnee und/oder Regen in Verbindung mit der Kälte und dem Wind hervorgebracht hatten.

Eis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh StrandEis am Stiel, ähh Strand

Die Vorhersage kündigte besseres Wetter an und nun wollte ich nicht abreisen und verlängerte um eine ganze weitere Woche. Am Samstag wurde der Platz immer voller, in Bremen hatten die Osterferien begonnen. Ich blieb trotzdem allein hinten in meiner Ecke am letzten Zipfel des Campingplatzes. Dummerweise waren die Wasserentnahmestellen, die es auf fast jedem Stellplatz gibt, wegen der Kälte noch nicht wieder in Betrieb, so musste ich einige Male mit vollem Abwassereimer hin und voller Gießkanne zurück bis zum Sanitärhaus laufen. Molli bekam keine zweite Chance, auch mit der Bäderbahn bin ich nicht gefahren und auf einen weiteren Kinobesuch verzichtete ich ebenfalls, obwohl es noch einen Film gab, der mich interessiert hätte. Aber der kommt irgendwann sowieso im Fernsehen. Dafür war ich noch einige Male am Strand unterwegs und in den zwei Ortsteilen, sogar mit Friseurbesuch. So teuer im Osten!!! Erstauntes Smiley

am Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsbornam Strand von Kühlungsborn

Am nächsten Samstag ging ich nachmittags in die Rezeption, um schon einmal zu bezahlen. Ich ahnte, dass es schwierig werden würde mit anderem Platz, einmal umziehen, zweimal verlängern und als Krönung galt für die letzten zwei Nächte auch der Sparwochenpreis nicht mehr, sondern der der Nebensaison. Vorsichtshalber hatte ich akribisch für mich ausgerechnet, was ich zu zahlen haben würde und hatte es mindestens zweimal überprüft. Die resolute Dame, die mich zu Beginn empfangen hatte, bediente mich. Und wie erwartet fiel die Rechnung um einiges höher aus als ich errechnet hatte! Nachdem ich das angemerkt hatte und auch, dass ich gewusst hätte, dass es schwierig werden würde, wurde ich etwas von oben herab darüber belehrt, dass sie (die Rezeptionisten) dies seit Jahren Tag für Tag machen würden und den (besseren?) Überblick hätten. Es hätte schon alles seine Richtigkeit! Daraufhin legte sie mir die reichlich unübersichtliche Rechnung mit mehreren Posten und nachträglichen Gutschriften vor, schob von Zeile zu Zeile ein Lineal über die Rechnung und erläuterte die Einzelposten. Alles ziemlich schnell und etwas ungeduldig. Ihr Unmut, dass ich dumme Touristin es gewagt hatte, ihre Rechnung anzuzweifeln, war deutlich zu spüren und ich glaube nicht, dass ich das nur so empfunden habe. Auf die Schnelle sah alles richtig aus, ich zweifelte an mir (wenn auch nur ein wenig) und beschloss, erst einmal zu bezahlen und dann in das nächste Café zu gehen und alles IN RUHE zu überprüfen. Das machte ich dann auf einer Bank auf der Strandpromenade in der Sonne. Und siehe da, ICH HATTE RICHTIG GERECHNET!!! Die letzten zwei Nächte kosteten nicht mehr €7,50/Person, sondern €8,00. Zweimal acht macht sechzehn, auf der Rechnung wurden mir aber €32 berechnet! Es wurde offenbar also auch hier davon ausgegangen, dass es sich um zwei Personen handelt, aber das hätte ja nun klar sein müssen, dass ich allein bin, denn sonst wären mir ja die 6 Euro für die zweite berechnete Person während der Sparwochen nicht vergütet worden. Und da war dann auch der zweite Fehler, statt einer Gutschrift für 12 Tage wurde nur eine für 4 Tage aufgeführt. Beides zusammen ergab dann genau die Differenz zwischen meiner Vorabrechnung und der, die ich bezahlt hatte, nämlich €64,00!!! Ist ja nicht ganz wenig, nicht wahr? Auf dem Rückweg ging ich wieder in der Rezeption vorbei, die Dame war noch da. Sie telefonierte und ich legte ihr wortlos die Rechnung auf den Tresen. Sie nahm sie und rief schon einmal meine Daten im Computer auf. Ich zeigte ihr dann die entdeckten Fehler und nun geschah etwas Erstaunliches. Sie war nicht in der Lage, diese Fehler nachzuvollziehen, setzte sich vor den Computerbildschirm und war sichtlich überfordert. Also war sie doch nicht so souverän und fähig, wie sie es mir zu vermitteln versucht hatte? Oder war es ihr nur peinlich, dass ihr diese Fehler unterlaufen waren, konnte das aber nicht zugeben? Als sie bei den letzten zwei Nächte (die für €8/Person) wieder mit den Sparwochen anfing, sagte ich, jetzt reichlich genervt, dass es sich hierbei NICHT mehr um die Sparwochen handeln würde und ich aber auch nicht für zwei Personen bezahlen würde, da ich ja nun nur eine Person sei. Daraufhin stand sie auf, stellte sich vor mich hin und erzählte mir irgendetwas, das darin gipfelte, dass wir doch bitte in einem freundschaftlichen Ton miteinander reden wollten. Ich hatte nicht geschrien, ich war auch nicht unverschämt geworden, nur etwas bestimmter in meinem Tonfall! Jetzt hatte ich nur zwei Möglichkeiten, entweder völlig auszurasten oder zu schweigen. Ich entschied mich für zweiteres. Sie setzte sich wieder an den PC und war weiterhin nicht in der Lage, zu erkennen, warum die Computereingabe an diesen zwei Punkten einfach falsch war. Sie müsse sich das in Ruhe anschauen und die Berechnung ändern und ich möge doch bitte am nächsten Morgen noch einmal wiederkommen. Sie würde den Kollegen eine Benachrichtigung schreiben und die würden mir mein zuviel bezahltes Geld dann aushändigen. Immerhin entschuldigte sie sich für das „Versehen“ und lächelte mich freundlichst an mit dem sehr fühlbaren Anspruch, dass ich jetzt auch nett zurücklächeln möge. Freundschaftlich eben. Warum bin ich eigentlich nicht (seltenst) in der Lage, meinen Unmut kundzutun??? Geärgert hat mich ja ihre überhebliche Art, mir eine falsche Rechnung zu erklären, besonders nachdem ich sagte, dass ich wesentlich weniger errechnet hätte. Geärgert hat mich ihre überzeugte Behauptung, sie wisse schon, was richtig ist. Ich hasse es, wenn man mich behandelt wie ein dummes Blag! Und mindestens genauso hasse ich es, wenn ich mich so behandeln lasse!!! Eine kleine Genugtuung war es für mich, dass sie so ins Schleudern kam und ich denke, dass es ihr schon ziemlich peinlich war. Wenn sie nämlich so großartig wäre wie sie vorgab zu sein, dann hätte ihr ein so schwerwiegender Fehler nicht passieren dürfen, gerade weil ich die Höhe der Rechnung ja sofort angezweifelt hatte.

Am nächsten Mittag gab ich meine Magnetkarte ab und erklärte, dass ich noch Geld zu bekommen hätte. Bei meinen Personalien lag die korrigierte Rechnung, die diensthabende Rezeptionistin wusste offenbar noch von nichts, erfasste die Angelegenheit aber schnell, zerriss die alte Rechnung, druckte mir die neue aus und erstattete mir €64 in bar. Ich hatte nicht sonderlich gut geschlafen, das sagte ich ihr und auch, dass ich beschlossen hätte, wenn schon nicht gestern, dann immerhin jetzt zu der ganzen Angelegenheit etwas zu sagen. Es hätte mir nämlich grundsätzlich gut gefallen auf diesem Campingplatz und in Kühlungsborn und ich würde gerne noch einmal wiederkommen. Wenn ich aber mit Groll fahren würde, dann könnte ich das nicht. Sie war sehr freundlich und hörte sich meine Geschichte an, verzog bei der „freundschaftlichen“ Sequenz sogar ein wenig das Gesicht und fragte dann, um welche Mitarbeiterin es sich handeln würde. Das sagte ihr dann ihre Kollegin, die im Hintergrund alles mitangehört hatte und sie sagte auch, dass sie am Tag zuvor danebengestanden hätte. Sie sagte es in einem ganz bestimmten Tonfall! Cooles Smiley

Ich fuhr mit Oscarlotta auf die Entsorgungsstation und füllte noch ein paar Gießkannen Frischwasser ein. Innerhalb der vorgeschriebenen Abreisezeit fuhr ich vor die Schranke, die sich nicht öffnete! Ich setzte ein Stück zurück und fuhr in einem etwas anderen Winkel wieder vor. Die Schranke machte keine Anstalten, sich zu öffnen. Ich wiederholte den Vorgang weitere drei Male, immer in der Annahme, dass die eingebaute Kamera mein Nummernschild nicht erfassen kann. Die Rezeption lag nicht weit daneben mit Sichtkontakt zur Ein- und Ausfahrt, wie das so üblich ist. Aber dort schien niemand zu bemerken, dass ich ein Problem hatte. Schließlich ließ ich einen anderen Mobilfahrer, der auf dem Randstreifen stand und erst noch seinen Enkel angegurtet hatte, vor. Die Schranke öffnete sich sofort! Hoffnungsfroh fuhr ich wieder nach vorne. Nichts! Es blieb mir nichts anderes übrig, als auszusteigen und in der Rezeption darum zu bitten, mir die Schranke manuell zu öffnen. Ja, selbstverständlich würde sie das! Und dann konnte ich endlich fahren. Erzürnt

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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8 Kommentare zu “Das “Beste” kommt zum Schluss

  1. Mann, Mann, Mann – das ist ja echt krass mit der falschen Rechnung! Warum können Menschen Fehler nur so schlecht eingestehen?

    Die Bilder sind dafür wunderbar – solche werde ich (hoffentlich!) nie einfangen können!

    Liebe Grüsse belle

      • Jaaaaaaaaaaaaaaa – Kälte geht gar nicht! Es ist schon genug, wenn ich Schnee von Weitem sehe 😮 – wie gerade im Moment hier mit den Alpen rund herum! Ist zwar wunderschön anzusehen, aber näher brauch‘ ich es auch nicht wirklich! Nur wenn es dann schon wieder warm genug ist, dass ich auch mit Flip Flops dahin kann ;P
        Deine Bilder sind wirklich grandios!

        Liebe Grüsse belle

  2. Hallo Ingrid,

    das hört sich sehr nach Ar….ch Alarm an.
    Wir sind im Augenblick in Enschede auf einem Campingplatz. Angeblich mit der ADAC CampCard zum Vorteilspreis. Die an der Rezeption können mit dem „Ding“ aber nichts anfangen. Strom macht auch Spaß. 1,-€ für keiner kann sagen wie lange. Natürlich kommen wir abends zurück und der Strom ist weg. Seit wann? Was ist mit den Lebensmittel im Kühlschrank? Der läuft jetzt auf Gas.
    Mein Kommentar in solchen Situationen: Ich könnte reintreten und weglaufen!

    Liebe Grüße von

    uns 4

    • Tut mir Leid für euch, aber MIR tut es gut, dass so etwas auch anderen passiert. Ja, irgendwie ist in vielen Berufsbereichen heutzutage der „Wurm“ drin, Beruf ist oft nicht mehr Berufung, sondern nur noch Broterwerb. Und wenn die Chefs ihren Mitarbeitern nicht auf die Finger schauen, läuft es eben nicht!!!
      Ganz liebe Grüße zurück, macht euch trotzdem ein paar nette Tage, das Wetter ist gerade (endlich!) so schön! 🙂

      • Genau, bei dem Wetter sieht man über einiges hinweg. Das mit dem Strom hat sich mittlerweile geklärt. 1,-€ für 24 Stunden bei 10 Ampere. Sehr günstig, warum das so eine Geheimniskrämerei ist – keine Ahnung. LG

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