Hörder Burg am Phoenixsee

 

Auf der Fahrt zum Kino in Dortmund kamen wir am Phoenixsee vorbei, zumindest besagten das entsprechende Hinweisschilder. Zu sehen waren nur interessante, sehr moderne Gebäude. Ich hatte keine Ahnung, was der Phoenixsee sein könnte und Carola war dort bisher auch nicht gewesen. Auf dem Rückweg suchten wir uns einen Parkplatz und obwohl wir auch richtig Hunger hatten, liefen wir erst ein Stück am See entlang. Überall wird noch gebaut, Wohn- und Bürohäuser, vieles ist schon fertiggestellt und bewohnt. An diesem schönen Sonntagabend waren sehr viele Menschen unterwegs, die wie wir ein wenig flanieren und vielleicht noch nett essen wollten. Die Warteschlange an der Eisdiele war superlang!

Phönixsee

An der einen Seite des Sees stand ein Gebäude, das vom Baustil her so gar nicht zum Gesamtensemble passte. Es sah aus wie eine Burg.

Hörder BurgHörder BurgHörder BurgHörder Burg

Am Haupteingang gab es dann ein aufklärendes Schild, es war wirklich einmal eine Burg! Ursprünglich 1287 als Wasserburg aus den Steinen der damals zerstörten Hohensyburg entstanden. Ihr jetziges Aussehen verdankt sie allerdings der historisierenden Architektur aus der Zeit vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ab 1840 entstand hier ein Walzwerk für die Herstellung von Eisenbahnschienen. Die nach ihrem Besitzer Hermann Diedrich Piepenstock benannte Hermannshütte wurde 1852 unter dem Namen Hörder Bergwerks- und Hüttenverein zur ersten Aktiengesellschaft im Hüttenwesen des Ruhrgebiets. Und jetzt erfuhren wir auch endlich, woher der See seinen Namen hat. Von 1906 bis 1922 war die „Hörder Burg“ Sitz der Hauptverwaltung des Montankonzerns Phoenix, des fünftgrößten deutschen Unternehmens.

an der Hörder Burgan der Hörder Burgam Phönixsee

Eine Inschrift gab uns Rätsel auf! Was soll das Wort in der mittleren Reihe bedeuten??? Wir haben es nicht entziffern können! Verwirrtes Smiley

??? mittlere Zeile ???

Der See ist mit 1200m Länge und 320m Breite nicht besonders groß. Seine Wassertiefe beträgt nur 2-3 Meter im Mittel und einmal rundherum sind es gerade mal gut 3km. Die Aushubarbeiten dieses künstlich angelegten Sees begannen im September 2006, die Flutung dauerte ab dem 1. Oktober 2010 ein ganzes Jahr lang an. Gespeist wird er ausschließlich durch Grundwasser und durch Niederschlagswasser und nur bei einer bestimmten Hochwassersituation ist er mit der hier renaturierten Emscher verbunden und dient dann als Rückhaltebecken, um eine Überflutung der flussabwärts liegenden Wohn- und Gewerbebebauung zu verhindern. Im Mai 2011 wurde der fertiggestellte Seeuferbereich für die Öffentlichkeit freigegeben und nach Fertigstellung aller Bauvorhaben sollen ca. 2000 neue Wohneinheiten entstanden sein sowie eine Vielzahl von Büro- und Geschäftshäusern. Alles wirkt sehr modern und stylisch, aber nicht unpersönlich und es scheint schon jetzt von der Bevölkerung sehr angenommen zu werden. Man darf zwar nicht im See baden, aber kleine Segelboote und motorlose Sportboote dürfen auf ihm verkehren.

weitergehende Infos: hier klicken

am Phönixseeam PhönixseePhönixsee

So schön kann es im Ruhrgebiet sein! Dortmund-Hörde hat sich fein herausgemacht, ist nicht mehr das Aschenputtel mitten im Pott! Natürlich fanden wir auch noch ein nettes Lokal und wurden exzellent bewirtet! Verliebt

am Phönixsee

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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4 Kommentare zu “Hörder Burg am Phoenixsee

      • Die einzigen beiden „schwierigen“ Lettern sind das ‚C‘ und das ‚H‘
        ‚A‘ ist klar; ‚R‘ ebenfalls; das ‚C‘ kann man über das ‚E‘ ableiten, welches auch vorne geschlossen ist; ‚T‘ kommt auch in ‚Ernst‘ und Dortmund‘ vor.; das ‚K‘ ist auch eindeutig.
        Die Schrift wird eine künstlerisch verfremdete ‚Gotische Fraktur‘ sein, vermute ich mal (da komme ich wegen dem ‚K‘ und dem ‚M‘ drauf), kann mich aber auch täuschen. Und alles ist natürlich auch in ‚Kapitälchen‘ geschrieben, bzw. heraus gehauen.

        Manchmal macht es sich doch „bezahlt“ wenn man mal beruflich viel über Typographie gerlernt … und nicht wieder vergessen hat 😉

      • Das A konnte ich identifizieren und das R sowie das T, weil es in Dortmund vorkam. Das K habe ich nicht als K, sondern ebenfalls als R gesehen und C und H konnte ich absolut nicht einordnen, genau wie du es schreibst: SCHWIERIG!
        Aber nochmals danke, wieder etwas gelernt. Und ja, man kann nicht alles wissen/können (dein kleines Problem habe ich für dich gelöst). 😉

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