Schlüsselerlebnisse

Es begann ganz harmlos. Augen rollendes Smiley

Ich bin an einem Vormittag mit meinem Gespann zu einer Tankstelle mit LPG (Autogas) gefahren, um Diesel zu tanken und meine kleine LPG-Tankflasche wieder mit Gas aufzufüllen. An dieser Tankstelle war ich schon gewesen und wusste, dass man nur mit EC-Karte bezahlen kann. Zuerst wollte ich die Gastankflasche befüllen. Dazu muss man die EC-Karte in den Kassenautomaten stecken und mit Eingabe der Geheimzahl die Zapfsäule entsperren. Anschließend kann man den Zapfhahn mit dem Anschluss an der Tankflasche verbinden und durch Betätigen eines Startknopfes die Gasflasche im Gasstaufach befüllen. Bis dahin war alles gut.  Es tat sich aber nichts, es kam trotz mehrerer Versuche einfach kein Gas.  Frustriert suchte ich nach einer Erklärung und fand dabei ein Schild an der Dieselzapfsäule: AUSSER BETRIEB!

Die Nachfrage bei einem Mitarbeiter in der Werkstatt ergab, dass die gesamte Tankstelle schon seit einer Woche außer Betrieb ist wegen eines Defektes des Kassenautomaten. Wann eine Reparatur erfolgen würde, sei ungewiss. Sarkastisches Smiley Bevor nun Plan B (aufsuchen einer anderen Tankstelle mit LPG-Angebot) in Kraft treten konnte, musste ich erst mal wieder die Verbindung Zapfhahn-Einfüllstutzen der Tankflasche trennen und die Tankflasche wieder verschließen.

Nun nahm das Unheil seinen Lauf! Erstauntes Smiley

Gewohnheitsmäßig verschließe ich das Stauklappenschloss (springt beim Aufschließen selbsttätig heraus und die Stauklappe kann durch Drehen geöffnet werden), schon sofort nach dem Öffnen wieder. Dann muss ich beim Schließen nur auf das Schloss drücken und es ist wieder zu, richtig ZU und auch verschlossen! So auch in dieser Situation!

Ganz GEGEN meine Gewohnheit hatte ich meinen Schlüsselbund vor der ganzen Aktion im Gaskasten zwischengelagert und……das Ergebnis könnt ihr euch ja jetzt denken……

Du drückst einfach wie immer auf das Stauklappenschloss und merkst im selben Augenblick: SCH….!!! Der Schlüsselbund ist drin! Verärgertes Smiley

Und da ich gewohnheitsmäßig beim Tanken immer das Fahrerhaus verschließe und die Hecktür der Kabine auch zugeschlossen war, konnte ich noch nicht mal an mein Handy gelangen geschweige denn das Auto vom Hof bewegen!

Auf das Ende der Geschichte müsst ihr NICHT bis zum nächsten Blogeintrag warten, Zwinkerndes Smiley ich erzähle es euch jetzt, frei nach dem Motto:

“Wie das Leben so spielt!”  ***

Schon seit Jahren machte ich mir immer wieder, wie wahrscheinlich viele andere Wohnmobilisten auch, Gedanken darüber, was ich tun kann, damit  ich nicht irgendwann einmal hilflos vor verschlossenen Türen und Klappen stehe???

Seitdem wir wieder mit zwei Mobilen unterwegs sind, haben wir es, wie schon in unseren Anfangszeiten, so gehalten, dass die Reserveschlüssel jeweils im anderen Mobil sind. ABER: 1. Mein Smartphone lag im verschlossenen Fahrerhaus und 2. Ingrid schlief mit hoher Wahrscheinlichkeit noch bei ausgeschaltetem iPhone. Enttäuschtes Smiley

ALSO: Wo und wie kann ich Ersatzschlüssel außerhalb am Wohnmobil sicher aufbewahren??? Bis vor Kurzem hatte ich noch keine praktikable Lösung gefunden, stolperte aber dann im Netz über Schlüsselsafes. Ich war begeistert und bestellte mir einen Schlüsselsafe in unauffälliger Form und dem Aussehen eines dicken Vorhängeschlosses mit Zahlencode, das man einfach irgendwo am Fahrzeug befestigen kann.

Leider stellte ich beim Auspacken meiner Neuerwerbung fest, dass die Aussenmaße des “Safes” zwar groß, aber das eigentliche Schlüsselfach schon für einen Aufbauschlüssel zu klein war. Trauriges Smiley Ich recherchierte weiter und bestellte einen zweiten Schlüsselsafe, der dann auch vernünftige Innenmaße zum Aufbewahren von zwei Schlüsseln bot!  (Für den kleinen Schlüsselsafe sägten wir einfach einen Drittschlüssel für ein Staufach von Oscarlotta passend zu.)

Schlüsseltresor zu kleinmassakrierter Schlüssel

Vor ein paar Tagen befestigten wir beide Safes an den Autos.

*** Nach einigen Schrecksekunden fiel mir ein mittlerer Felsbrocken vom Herzen. Ich hatte doch meinen Ersatzschlüssel fast “griffbereit” dabei! Daumen hoch Nachdem ich wieder in mein Auto kam, trat Plan B in Kraft!

P. S.: Für Nachahmer:
Schaut euch die Fotos an und recherchiert im Netz, ihr werdet sicher fündig!

Schlüsseltresor 2Schlüsseltresor 2 groß genugGrößenvergleichGrößenvergleich

Die Maße (ohne Bügel):
kleiner Safe: B 75mm x H 100mm x T 25mm (Schlüsselfach nur B 70mm x H 20mm x T 15mm)
großer Safe: B 80mm x H 125mm x T 50mm

written by Uschi
photos taken with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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6 Kommentare zu “Schlüsselerlebnisse

  1. Hallo,
    als manchmal Solotourerin habe ich das Problem mit einem Ersatzschlüssel auch.
    Auf meiner Portugaltour ist mir der Safe (an der Abschleppöse hinten am Bus befestigt) abgefallen. Bügel war noch dran, Kästchen (ABUS) weg. Durch Fotos konnte ich die Strecke eingrenzen, auf der er abgefallen ist. Es war nach einem Tunnel an der Küste. Nach einem Tag habe ich die Stelle durch Rekapitulieren der Route eingrenzen können, habe aber nichts gefunden. Im Meer oder im Gebüsch…???
    Seitdem habe ich einen „normalen“ Schlüssel ohne Funk und Schnickschnack IMMER um den Hals hängen. Da weiß ich wenigstens, dass er noch da ist 😉
    In diesem Sinne, allzeit Zugang zum Womo!
    Bille

  2. …ach du heilige Sch….e! Das braucht man definitiv nicht!
    Das ist wie mein nächtliches schlafwandlerisches Aussperren aus der Wohnung an Weihnachten 2012! ZackBumm – in dem Moment, wo die Tür hörbar ins Schloss fällt, wache ich auf! Der Spass kostete mich eine Menge – und in so einer Situation nehmen die nur BARGELD!

    Zum Glück hattet ihr die Idee mit dem Safe!

    • Ja, deine Schlafwandelgeschichte habe ich gelesen, sehr lustig im Nachhinein und natürlich nur für den Leser oder Zuhörer. 😀
      Bei meinem ersten Wohnmobil ist mir mal der Schlüssel der Aufbautür im Schloss abgebrochen! Ersatzschlüssel waren drinnen und auch der Schlüssel für die Fahrerhaustüren, die natürlich verschlossen waren. 😳 Zu meinem Glück ließ sich das Schloss dann mit dem drinnen feststeckenden und dem abgebrochenen Schlüsselstummel trotzdem abschließen und öffnen und so ist es dann über Jahre geblieben. 😜

  3. tja … seit Jahren sind meine Ersatzschlüssel irgendwo unsichtbar angeschraubt (PKW, WoMo und … früher… Mopped). Und da ich als „Mann“ immer ein Schweizermesser mit Schraubenzieher in der Hosentasche mit mir führe, auch immer griffbereit.
    Falls ich das Messer mal wirklich nicht dabei haben sollte… eine Möglichkeit, ne Schraube aufzubekommen findet sich immer
    Schönen Gruß von der Saarschleife
    Wolfgang

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