Alles Gute für 2020!!!

 

Wir wünschen unseren Lesern einen fröhlichen, bunten, lauten und lustigen Jahreswechsel!!!

Und falls das vergangene Jahr die Voraussetzungen dafür nicht geschaffen haben sollte, möchten wir mit diesem Foto daran erinnern, dass die Sonne jeden Morgen wieder aufgeht. Nicht immer sichtbar, nicht immer so bunt, aber sie geht auf!

Sonnenaufgang

Auf ein friedliches und gesundes 2020!!!

Verosten in Osten an der Oste

 

Drei Jahre waren wir schon nicht mehr an der Oste gewesen! 2016 hatte Oscarlotta auf Luises Garagenhof gestanden und Sommerurlaub gemacht, während wir mit Fix und Boxi in Nordamerika waren. Mit einem kurzen Abstecher nach Heide und zum dortigen Weihnachtsmarkt fuhren wir mal wieder hin.

Der Wohnmobilstellplatz in Heide liegt unverändert am Freizeitbad „Dithmarscher Wasserwelt“. Bei unserem ersten Besuch 2010 war er noch kostenfrei, inzwischen kostet die Nacht €7, zu zahlen an einem Kassenautomaten. Die 16 Plätze sind wagenburgartig angelegt, vordere Breite 3 Meter, Länge ca. 10 Meter, nach hinten (wie bei Tortenstücken) wird die Breite entsprechend größer. Der Platz war fast leer, aber auch sehr schlammig (trotz Rasengittersteinen), sodass nicht alle Stellplätze in Betracht kamen.

HeideHeide

Wir liefen am nächsten Nachmittag in die Stadt, eine Strecke von ungefähr 3km. Heide ist nicht sehr groß, brüstet sich aber mit dem größten Marktplatz Deutschlands. Dort war natürlich der Weihnachtsmarkt angesiedelt. Nichts Außergewöhnliches, außer vielleicht das Riesenrad, ansonsten trotz der zur Verfügung stehenden Fläche eher klein und wieder überwiegend Buden mit Essen und Trinken. Ich bin etwas enttäuscht dieses Jahr! Vielleicht liegt meine Messlatte nach der letzten Adventszeit im Allgäu einfach zu hoch???

Uschi gefiel die Kirche mit dem schmalen Turm besonders gut und ich bekam dann auf dem Rückweg noch meine Weihnachtsbeleuchtung. Smiley

HeideHeide

Am Mittwoch ging es über die Elbe, Glückstadt – Wischhafen, Kosten für Oscarlotta und mich €21 (Länge des Fahrzeugs + Personenanzahl). Im Sommer steht man schon mal „etwas“ länger an der Fährzufahrt, diesmal ging es schon nach 20 Minuten aufs Schiff. Die Überfahrt dauert ca. 25 Minuten, je nach Wasserstand.

Glückstadt-WischhafenGlückstadt-WischhafenGlückstadt-WischhafenGlückstadt-Wischhafen

Der LKW mit geladenen PKWs, der vor mir gestanden hatte, bog an der nächsten großen Kreuzung nicht nach links ab, obwohl kein Querverkehr zu sehen war. Wusste der Fahrer nicht, wo er hin wollte? Nachdem er endlich doch abgebogen war und ich hinter ihm ebenfalls, blieb er mitten auf der Straße stehen. Da kein Gegenverkehr kam, zog ich an ihm vorbei und sah erst da, dass er vor Sperrgittern stand. Die Strecke war nur für Anlieger bis zur Baustelle freigegeben! Er wusste also offenbar auch nicht von dieser Besonderheit, genauso wenig wie ich. Ich fuhr durch und drehte wenige Meter weiter auf einem Supermarktparkplatz. Dann blieb mir nichts anderes übrig, als der Umleitungsstrecke zu folgen. Wo ich war, wusste ich absolut nicht mehr! Aber mein CoPi, der mich zu Beginn in die kleinsten Nebensträßchen abbiegen lassen wollte, bekrabbelte sich und irgendwann kannte ich mich wieder aus. Der LKW war wieder vor mir, wollte offenbar dahin, wohin ich auch wollte, blinkte am entsprechenden Wegweiser links und fuhr dann doch geradeaus weiter. Die Straße war für LKWs nicht erlaubt! Ich beschloss mal wieder, dass Oscarlotta ein Wohnmobil ist und kein LKW und bog ab. Das war gut, weil kürzer, aber schlecht, weil die Straße in einem katastrophalen Zustand war. Weniger Kilometer waren es sicher, aber schneller ganz sicher nicht. Verwirrtes Smiley

Irgendwann sah ich die alte Windmühle ohne Flügel und wusste, jetzt muss ich abbiegen und bin auf der Zielgeraden. Uschi war auch gerade erst angekommen und lotste Oscarlotta und mich durch die Deichlücke auf den Parkplatz vom „Seefahrer“. Viel Platz bleibt da immer nicht rechts und links und vorne und hinten. Aber das haben wir ja schon einige Male exerziert und bisher hat es immer ohne Kratzer geklappt.

bei Luisebei Luisebei Luise

Es ist immer wieder herrlich an der Oste, egal zu welcher Jahreszeit! Diese Ruhe, diese friedliche Stimmung, der Fluss, der mal da und mal weg ist. Die Oste, als Nebenfluss der Elbe, ist nämlich gezeitenabhängig und hat schon viele Touristen verwirrt, weil sie mal in die eine und Stunden später in die entgegengesetzte Richtung fließt! Erstauntes Smiley

bei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luise

Der Pächter, mit dem Luise leider zunehmend mehr Schwierigkeiten hatte, hat erfreulicherweise in der Zwischenzeit drei Stromsäulen mit Zählern installiert, sodass unsere Stromversorgung gewährleistet war. Das Wasser war noch nicht abgestellt, Waschmaschinen- und Duschnutzung gab es bei Luise und für Bestellungen im Internet hatten wir mal wieder eine Adresse. Perfekt! Luise freute sich, uns mal wieder zu sehen und wir freuten uns, mal wieder hier zu sein (und umgedreht). Zwinkerndes Smiley

Luise backt gut und gerne, Luise kocht gerne und gut! Ich richtete ihr ihr neues Smartphone ein, wir quatschten, wir wuschen, wir aßen, wir gingen hinter und auf dem Deich spazieren, wir duschten ohne Zeitbegrenzung, wir beobachteten die Oste beim Hin- und Herfließen, wir fuhren zu dritt in den Nachbarort zum Chinesen-Büffet und zu zweit mit Luises PKW nach Stade. Dort war ich dann weihnachtsmarktmäßig endlich einigermaßen bis ziemlich zufrieden. Vielleicht, weil ich mir absolut keine Hoffnungen mehr gemacht hatte!? Stade ist ja sowieso ein hübsches Städtchen und im Lichterglanz mit sogar zwei (!) Weihnachtsmärkten sehr attraktiv.

StadeStade Stade Stade

Luise schien sich zu freuen, wenn wir über Weihnachten bleiben würden und sie musste sich nicht sonderlich bemühen, uns zu überreden, Cooles Smiley

bei Luisebei Luisebei Luisebei Luisebei Luise

Der Blogtitel beinhaltet übrigens ein Wortspiel! Weil es bei Luise an der Oste so wunderbar geruhsam ist, gerät man leicht in die Gefahr, länger zu bleiben als geplant und dabei zwangsläufig zu ver(r)osten. Smiley mit geöffnetem Mund

bei Luise 

written by Ingrid
photos taken with iPhone and HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Fröööööhliche Weihnachten!!!

 
 

Damit ist der diesjährige Adventskalender auch schon wieder zu Ende!
Es wird euch aufgefallen sein, dass er diesmal etwas „anders“ war.
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Geschenk

Tönning – kleine Stadt mit großer Geschichte

 
Über die Wohnmobilplätze in Tönning hatte ich im Sommer mal was im Internet gefunden und beschlossen, dass ich dort hin möchte. Jetzt war die Gelegenheit günstig, denn wir waren schon ganz in der Nähe. Ein weiterer Anreiz war die Info, dass es an den Adventswochenenden in einem Packhaus am Hafen eine große Kunsthandwerkerausstellung geben sollte.

Es waren nur 25km von Husum aus, also überschaubar! Ich fahre mit der Navi-App „CoPilot“ für Wohnmobile und meistens bin ich einverstanden mit den Vorschlägen, die mir gemacht werden. So wunderte ich mich auch zunächst nicht, als ich in etwas kleinere Straßen gelotst wurde, zumal mir Uschi per SMS schon mitgeteilt hatte, dass es zum Schluss etwas eng würde. Das wurde es! Mir fiel auf, dass die Passanten erstaunt guckten, aber ich war überzeugt davon, dass alles richtig ist. Die Straße Richtung Marktplatz war zwar mit Gegenverkehr, aber so schmal, dass zwei Autos nicht mehr aneinander vorbei passten, zumal auf der einen Seite PKWs parkten und auf der anderen alle paar Meter Begrenzungspfosten standen. Hmmm!!! Drehen ging nicht, rückwärts fahren erst recht nicht, also Augen zu und durch! Die Straße war zum Glück nicht sehr lang und alle Entgegenkommenden waren verständnisvoll oder zumindest geduldig und freundlich und quetschten ihr Auto in die Lücken zwischen den Pfosten. Ich habe aber auch eindeutig einen Bonus. Zuerst sieht man nur ein größeres Wohnmobil und regt sich (vielleicht) auf. Dann sieht man eine einzelne, ältere Frau im Fahrerhaus. Weibliche Fahrer sind dann in der Regel voller Bewunderung, männliche vielleicht eher voller geringschätzigem Mitleid, auf jeden Fall bekomme ich meistens ein Lächeln zurück, wenn ich mich bedanke. Smiley

Tönning Ich fuhr mitten über den Marktplatz und eine kleine Straße zum Deich hoch. Als ich um die Kurve biegen wollte, sah ich am Ende Sperrpfosten. Mein CoPi meinte, dass ich am Ziel sei. Rechts oder links? Ich entschied mich für rechts, vor dem Gebäude am Ende des Zufahrtsweges könnte ich zur Not wohl drehen. Ganz zum Schluss sah ich ein geparktes Wohnmobil und tatsächlich ging es hinter dem Gebäude rechtwinklich auf den Platz. Uschi war ganz erstaunt, als sie Oscarlotta hörte bevor sie sie sah, denn die eigentliche Zufahrt war natürlich ganz woanders.

Der Stellplatz gehört zu dem Campingplatz „Comfort-Camp Eider“. Es gibt sogar zwei voneinander getrennte Stellplätze, beide mit Blick auf die Eider, der eine etwas kleiner (33 Plätze) für etwas kürzere (bis 7m) Mobile, der andere mit 52 Plätzen auch für lange Mobile. Dort hatte Uschi uns zwei Plätze am Rand ausgesucht, wobei mein Platz wegen der Zufahrt zur ersten Reihe besonders breit war, sodass ich Oscarlotta quer stellte. In der ersten Reihe kosten die Plätze €14 statt €12, das macht im Sommer sicher Sinn, aber nicht jetzt. Wir sahen auch so genug.

Tönning

Bezahlen muss man an einem Kassenterminal ausschließlich mit Karte. Das ist nicht sonderlich kompliziert, aber etwas zeitaufwändig, weil man seine sämtlichen Daten incl. eMail-Adresse eingeben muss und das Drücken einer Taste nicht zwangsläufig auch einen Buchstaben auf dem Display ergibt, was man aber natürlich erst merkt, wenn man schon weitergeschrieben hat. Zwinkerndes Smiley Man bekommt eine Platzübersicht angezeigt, auf der auch ersichtlich ist, ob der ausgewählte Platz evtl. bereits reserviert ist und so wurde auch noch einmal klar, dass mein Platz wirklich so groß ist. Fein! Dann hatte ich einen schönen Blick durch meine Seitenfenster auf die Eider.

Tönning Um 20:25 klopfte es bei mir! Ob ich mein Mobil bitte anders hinstellen könnte!? Es ergab sich ein Argumentieren in alle Richtungen. Ja, es sei nur ein Platz. Ja, es würde so eindeutig mehr Platz zum Durchfahren bleiben. ABER – wenn ein Mobil quer stehen würde, dann würden sich andere auch quer stellen. Ich möge doch also bitte… Okay Enttäuschtes Smiley aber erst am nächsten Mittag! Da musste ich dann ziemlich weit auf Kante fahren, weil ich sonst mit dem Fahrradträger nicht weit genug über die Böschung gekommen wäre. Wenn ich vorwärts eingeparkt hätte, hätte hinter mir jedes ankommende Mobil unter tiefhängenden Ästen durchgemusst. Also eindeutig kein Platz für ein längeres Fahrzeug, außer es darf quer stehen!!! Auf der rechten Seite war jetzt von den Ausmaßen her ein ganzer Platz frei und prompt stellte sich im Laufe des nächsten Abends dort jemand hin. Das wird in der Hauptsaison schätzungsweise dauernd passieren. Am Kassenautomaten stellen die Leute dann allerdings fest, dass es für ihren Platz keine Nummer gibt und sie somit nicht bezahlen können und auch keinen Strom bekommen! Wenn der Platz voll ist, sicher eine gern genutzte Gelegenheit, umsonst zu stehen. Da muss der Betreiber dann also auch diskutieren. Könnte man es nicht so kennzeichnen, dass klar ist, DIESER Platz ist extra für ein großes Mobil? Alle anderen Plätze waren sowieso mit Linien begrenzt und die in der ersten Reihe bestanden aus geschotterten Fahrspuren und daneben Rasenflächen für Tisch und Stühle. Wer stellt sich da quer?

Wir unternahmen einen Erkundungsgang. Direkt an der Eider führt ein asphaltierter Rad- und Fußweg bis zum Hafen und in die andere Richtung schätzungsweise bis zum Eidersperrwerk.

TönningTönningTönningTönning

Tönning Der Hafen war mal sehr bedeutsam und stark frequentiert. Er wurde 1613 in seiner heutigen Form gegraben und bot einen Anlegeplatz für die Schiffe, die Eiderstedts landwirtschaftliche Produkte nach ganz Westeuropa brachten. Tönnings Blüte als Stadt begann, als Einwanderer aus den Niederlanden für einen starken wirtschaftlichen Aufschwung sorgten. Sie führten vor allem die Käseproduktion im großen Stil ein, Tönning wurde wichtigster Ausfuhrhafen. Im Rekordjahr 1610 gingen drei Millionen Pfund Käse durch den Tönninger Hafen. Im Schnitt der Jahre 1607 bis 1624 waren es 2,7 Millionen Pfund jährlich. Die direkte Nähe zur Nordsee brachte der kleinen Hafenstadt viele Vorteile. Von 1803 – 1807, während des Krieges zwischen Frankreich und England, war der Hamburger Hafen von den Briten blockiert. Dies hatte zur Folge, dass die wichtigsten Waren über Tönning geschickt wurden. Zu Spitzenzeiten musste der kleine Hafen im Jahr mit 2.000 Schiffen rechnen. Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottdorf baute die Verkehrswege aus. Während Tönning aus dem Hinterland vorher nur über Kleiwege erreichbar war, die bei Nässe unpassierbar wurden, baute er kleinere Kanäle nach Garding (Süderbootfahrt von Garding nach Katingsiel mit Abzweig nach Tönning) und nach Tetenbüll (Norderbootfahrt), während gleichzeitig bessere Entwässerungstechniken in der Gegend die Erträge der Landwirtschaft verbesserten. Im 17. Jahrhundert passierten jährlich 60.000 Pfund Weizen den Hafen, dazu kamen größere Mengen lebender Tiere, Fleisch und Wolle. Ein ehemaliger Speicher, das denkmalgeschützte große Packhaus aus dem Jahr 1783, erinnert an die Zeit des Eider-Kanals, der am 18. Oktober 1784 als Vorläufer des Nord-Ostseekanals eröffnet wurde. Der zwischen Rendsburg und Kiel gebaute Kanal verband über die Eider erstmals die Nordsee mit der Ostsee über eine Verbindung, die für Seeschiffe passierbar war. Tönning als ein Binnenhafen vor der offenen Nordsee profitierte durch Schiffe, die hier anlegten und sich für die weitere Fahrt durch die Nordsee oder durch den Kanal und die Ostsee ausrüsteten. Unmittelbar im Anschluss an den Kanalbau entstanden eine Lohgerberei, eine Reepschlägerei, Stärkefabriken, zwei Brauereien und eine Ziegelei. Die Tönninger Händler selbst besaßen zwar keine Schiffe, waren aber erfolgreiche Schiffsaufkäufer und -makler. (Quelle: Wikipedia)
Es muss ein reges Treiben in der Stadt gewesen sein. Mit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals veränderte sich alles und seit dem Bau des Sperrwerkes ist auch der Fischereihafen nach dort verlegt worden. Jetzt ist der große alte Hafen nur noch im Sommer voll mit Sportbooten. Reizvoll ist er aber immer noch, mit seinen schönen Häusern auf der einen Seite

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und dem riesigen alten Packhaus auf der anderen. Das war weihnachtlich geschmückt in Form eines riesigen Adventskalenders, angeblich dem größten der Welt.

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Passend zur Kaffeezeit kamen wir an einem kleinen Lokal vorbei, Spezialität gefüllte Riesenwindbeutel! Sie lagen in der Auslage und Uschi entschied sich spontan dagegen, obwohl sie Windbeutel und Sahne liebt. Ich wollte aber einen haben! Als Füllung gab es alles mögliche, ich wählte Pflaumenmus und Baiser. Sahne war immer dabei. Es dauerte eine Weile und dann kam die Kellnerin hiermit: Erstauntes Smiley

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Die Nachbarn lachten und wir staunten! Es schmeckte köstlich, aber wenn Uschi mir zum Schluss nicht noch geholfen hätte, wäre mir schlecht geworden! Verwirrtes Smiley

Die Ausstellung im Packhaus besuchten wir am Samstag. Da sie sich über zwei Etagen erstreckte, verlief der Besucherstrom sich ganz gut. Das ganze Gebäude war auch von innen sehr schön geschmückt, das Angebot war groß, aber wir brauchen ja immer nichts bzw. können nichts gebrauchen!

Tönning ist ein wirklich nettes, kleines Städtchen, wir waren positiv überrascht.

TönningTönningTönning

Bei der Abreise nahm ich dann die offizielle Zufahrt zum Platz und fuhr über etwas breitere Straßen aus der Stadt hinaus. Cooles Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Der nördlichste Punkt

auf unserer Reise-Landkarte, zumindest für dieses Jahr, ist Husum. Wir hatten kurz überlegt, noch einen Abstecher nach Flensburg zu machen, haben uns aber dagegen entschieden. Und noch weiter hoch wollten wir nicht. Klar wäre Sylt mal wieder schön, da waren wir vor vielen Jahren, noch mit unseren vorherigen Wohnmobilen, mal über Silvester. Aber der Sylt-Shuttle nimmt seit längerem keine Wohnmobile mehr mit, die nicht auf die Doppelstockeinheiten passen. Und da fällt mindestens Oscarlotta raus! Der Grund ist, dass größere Mobile und auch Wohnwagen auf den einstöckigen Waggons entgegen der Fahrtrichtung befördert werden müssen und da hat es Probleme mit Dachluken und Panoramafenstern gegeben, die dem Fahrtwind nicht standgehalten haben. Also bleibt nur der Weg über Dänemark und von Rømø aus per Fähre nach List.

Vielleicht machen wir das irgendwann noch einmal, nach Rømø wollen wir sowieso mal wieder, aber eben nicht jetzt.

Also Husum! Die Adventszeit hatte begonnen und die graue Stadt am Meer war gar nicht so grau! Das, was die Sonne nur ganz selten schaffte, erledigte die Weihnachtsbeleuchtung am Abend spielend.

HusumHusum

Es gibt einen Wohnmobilstellplatz in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt. Noch kürzer ist es zum Binnenhafen, quasi nur einmal über die Hauptverkehrsstraße, die ca. 200m entfernt unhörbar vorbeiführt. Der Stellplatz gehört zu einem Fischgeschäft mit Restauration. Die 1. Nacht kostet €12, enthalten ist ein Verzehrgutschein über zwei Euro. Jede weitere Nacht kostet €10. Wenn man länger bleiben möchte, als man bezahlt hat, kann man nicht verlängern, sondern fängt wieder mit €12 an. Das ist aber nicht schlimm, denn man kann den Gutschein auch einlösen, wenn man sich von den äußerst leckeren Fischsalaten etwas mitnimmt. Oder zwei Fischfrikadellen = zwei Euro! Laut lachen

HusumHusum

Husum ist nicht sehr groß, aber mit einem überraschend umfangreichen Angebot an den verschiedensten Geschäften. Ganz neu gibt es sogar eine kleine Einkaufspassage mit ein paar netten Läden und einem großen, gut sortierten Edeka-Markt. Der Weihnachtsmarkt allerdings war etwas enttäuschend, weil er überwiegend aus Buden mit Essen und Trinken besteht.

HusumHusumHusumHusum

Entschädigt wurden wir dann am Wochenende, da fand in einem Speicherhaus ein Handwerkermarkt statt. Klein, aber fein! Verliebt

HusumHusumHusumHusum

Wir haben Freunde in Husum und so kamen wir in den Genuss einer sonntäglichen Ausflugsfahrt nach Friedrichstadt mit einem kleinen Umweg zum Wattenmeer.

am Deich

Auch Friedrichstadt hatte sich schön herausgeputzt, wobei es sich aber nicht besonders anstrengen muss. Die wunderschönen Giebelhäuser im holländischen Stil begeistern zu jeder Jahreszeit, uns auf jeden Fall. Ja, richtig, unser aktuelles Headerfoto zeigt Friedrichstadt! Hat Uschi mit ihrem Huawei-Smartphone gemacht. Ich liebe mein iPhone ja, aber Nachtaufnahmen kann es wirklich nicht besonders gut. Enttäuschtes Smiley Das soll bei den neuesten Modellen ja besser geworden sein, aber €1300 ist mir eindeutig zu teuer. Und das ist noch nicht einmal die Obergrenze! Erstauntes Smiley

FriedrichstadtFriedrichstadtFriedrichstadtFriedrichstadtFriedrichstadtFriedrichstadtFriedrichstadtFriedrichstadt

Es gefiel uns so gut in Nordfriesland, dass wir um zwei Nächte verlängerten. Am Wochenende war der Platz, der 30 Wohnmobile aufnehmen kann, VOLL!!! Okay, erstes Adventswochenende, Husum ein touristisches Highlight, aber Anfang Dezember??? Wo soll das denn noch hinführen? Da wird einem ja Angst und Bange! Wir fahren ja schon nicht (mehr) ans Mittelmeer, weil wir solch ein Gedrängel nicht mögen und jetzt geht das hier im Winter auch schon los?!?! Zum Glück ist es unter der Woche besser, aber insgesamt sind auch da viel mehr Wohnmobile unterwegs als früher. Aber irgendwie müssen sich die weiterhin explodierenden Verkaufszahlen ja bemerkbar machen. Trauriges Smiley

HusumHusumHusumHusum

Es gibt am Platz eine etwas einfache, aber funktionale Ver- und Entsorgungsstation und ein kleines Sanitärgebäude. Dafür bekommt man gegen Pfand einen Schlüssel. Pfandgebühr 50 Euro! Auf unsere erstaunte Reaktion wurden wir darüber aufgeklärt, dass bei „nur“ €20 Pfand alle hundert neu angefertigten Schlüssel binnen kürzester Zeit in alle Himmelsrichtungen verschwunden waren, so wie die davor auch schon. Cooles Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone and HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

NOK

 
 
Schacht AudorfWir verabschiedeten uns von der Ostsee, aber es ist ja nicht für lange. Wir haben nämlich in Thiessow auf Rügen für das Frühjahr schon wieder reserviert! Smiley Als nächstes Ziel hatten wir als Übergang von der Ostsee zur Nordsee den Nord-Ostsee-Kanal ausgewählt, und zwar den Stellplatz in Schacht-Audorf. Der ist im Sommer sehr beliebt, weil man, wenn man das Glück hat, in der ersten Kanalreihe einen Platz zu ergattern, die teilweise riesigen Frachtschiffe oder auch Luxusliner aus nächster Nähe vorbeischwimmen sehen kann. Bisher hatten wir dieses Glück noch nicht, aber jetzt! Auch hier waren wir nicht die einzigen Reisemobilisten, aber wir hatten keine direkten Nachbarn und konnten so wunderbar auf den Kanal sehen. Direkt nebenan gibt es eine kleine Fähranlage, die zwei Fähren fahren unermüdlich vom einen Ufer zum anderen. Besonders schön anzusehen war das bei Dunkelheit.

Schacht-AudorfSchacht-Audorf

Der Nord-Ostsee-Kanal erspart seit mehr als 100 Jahren allen Schiffen den langen Weg um die Nordspitze Dänemarks. Es ist die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt, bis zu 162m breit und 11m tief. Was für eine Meisterleistung des 19. Jahrhunderts! Bis zu 8900 Arbeiter bewegten über einen Zeitraum von 8 Jahren ca. 80 Millionen Kubikmeter Erde!!! Der Kanal hatte in dieser ersten Ausbaustufe allerdings „nur“ eine Breite von 67m und eine Tiefe von 9m. Im Gegensatz zu so manchem Großbauprojekt von heute wurden die veranschlagten Baukosten von 156 Millionen Mark nicht überschritten, was bemerkenswert ist! 2018 passierten knapp 30000 Schiffe den Kanal, von Brunsbüttel auf der einen Seite bis fast 100km weiter nach Kiel oder umgekehrt.

NOK

Fahrzeit etwa 8 Stunden bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 15km/h. Auf „dieser Seite“ kann man nachverfolgen, welche Schiffe gerade auf dem Kanal unterwegs sind. Oder man beobachtet das Geschehen über eine der 5 Webcams. 10 Brücken überspannen ihn, so hoch, dass auch Schiffe mit bis zu 40m hohen Aufbauten hindurchpassen. Die imposanteste Kanalbrücke ist die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke, die 42m hohe Stahlkonstruktion wurde von 1911 bis 1913 erbaut und gilt noch heute als eine der bedeutendsten und größten Brücken Europas. Wie zur damaligen Zeit üblich, ist die gesamte Brücke genietet. 3,2 Millionen Eisen-Nieten halten 17.740 Tonnen Stahl zusammen! Die integrierte Schwebefähre, eine von nur noch 8 existierenden weltweit, wurde 2016 von einem vorbeifahrenden Schiff so schwer beschädigt, dass sie nicht repariert werden konnte. Eine Neukonstruktion sowohl der Aufhängung mit dem Antrieb als auch der Fährgondel ist in Arbeit und die Fertigstellung ist für 2020 geplant. Kosten rund 11 Millionen Euro! (Quelle: Wikipedia)

Schiffe kommen immer über einen längeren Zeitraum keine oder aber mehrere auf einmal. Das liegt daran, dass sich an beiden Seiten des Kanals große Schleusenanlagen befinden. Beim ersten größeren Schiff stürzte ich nach draußen, um Fotos zu machen. Leider war es wieder grau und nieselig, keine guten Voraussetzungen für Fotos. Das Ergebnis macht trotzdem deutlich, wie es aussieht, wenn ein Schiff an den Wohnmobilen vorbeizieht.

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Viel imposanter war es dann allerdings bei dem nächsten Schiff ein paar Minuten später. Da fuhr ein Hochhaus an uns vorbei! Erstauntes Smiley

Schacht-AudorfSchacht-AudorfSchacht-AudorfSchacht-AudorfSchacht-Audorf

Bei Dunkelheit hört man ein herannahendes Schiff lange, bevor es sichtbar wird und man kann auch gut unterscheiden, ob es ein kleines, ein mittelgroßes oder ein richtig großes ist. Dann schiebt sich irgendwann eine große schwarze Wand neben dem Mobil entlang, bevor die beleuchteten Schiffsabschnitte kommen. Die Brücke ist meistens so hoch, dass man sie nur sieht, wenn man direkt am Fenster steht oder wenn das Schiff schon ein Stück weiter ist.

Schacht Audorf Uns hat es gefallen! Der Stellplatz hat übrigens 41 parzellierte Stellflächen und kostet €12,50/Nacht (zu zahlen am Automat mit Karte oder Münzen). In der Saison ist der maximale Aufenthalt auf drei Nächte begrenzt. Es gibt Stromsäulen, eine VE-Station, Müllbehälter und Sanitärcontainer sowie Einkaufsmöglichkeiten in fußläufiger Entfernung.
Außer in Schacht-Audorf gibt es noch weitere Wohnmobilstellplätze am NOK.

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.