Goldener Oktober in Lauterburg

 

Bevor der Oktober auch schon wieder vorbei ist und der Titel dann nicht mehr stimmen würde, möchte ich euch schnell die schönen Fotos schicken, die Uschi mir zur Verfügung gestellt hat. Von mir kommt dann demnächst wieder etwas (wenn ich mal Zeit habe!). Smiley

Weiherwiesen
WeiherwiesenWeiherwiesenWeiherwiesenAckerbauAckerbauAckerbauAckerbauBlick ins TalGoldener OktoberGoldener OktoberGoldener OktoberGoldener OktoberGoldener Oktober

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Weiter gehts – bloß wohin?

 

Wir fahren im Wochenrhythmus weiter, winzige Etappen, weil Uschi darauf wartet, zumindest ihren Toyota, der bereits im März (!) geliefert werden sollte, demnächst übernehmen zu können. Von der Firma Tischer hat sie noch keine verbindlichen Aussagen, sodass es wohl darauf hinauslaufen wird, dass Boxi erst einmal auf den Toyota umgesetzt werden wird. Uschi hat darum gebeten, in der Fertigungsreihenfolge nach vorne verlegt zu werden, da anzunehmen ist, dass die anderen Käufer ihre Kabine erst im nächsten Frühjahr nutzen wollen, für sie aber die Vorteile einer Duschmöglichkeit und eines Abwassertanks im beheizten Bereich über den Winter von großem Wert wären.
So zockelten wir vom HEICamp nach Grafenrheinfeld. Auf dem Stellplatz war ich bereits zweimal, da im Nachbardorf die deutsche Niederlassung der Firma Alde sitzt, deren Warmwasserheizung in Oscarlotta verbaut ist. Vor zwei Jahren hatte ich ja Probleme mit dem integrierten Warmwasserboiler und musste zu Alde fahren, da die Händler und Werkstätten den Austausch des neuesten Modells nicht mehr vornehmen dürfen. Ich hatte „hier“ darüber berichtet. Zwei Nächte stand ich damals auf dem firmeneigenen Stellplatz, auch der Austausch und das Auswechseln der Heizungsflüssigkeit wurde von dort aus vorgenommen, sodass ich gar nicht in die Werkstatt fahren musste und da ich nicht nachmittags noch weiterfahren wollte, empfahl man mir den Stellplatz in Grafenrheinfeld. In Röthlein selbst gibt es zwar auch sechs Wohnmobilstellflächen, aber ohne jegliche Infrastruktur, dafür kostenfrei. Aber eben auch ohne Strom und damit für mich ohne Kaffeemaschine. Das versuche ich zu vermeiden! Zwinkerndes Smiley Grafenrheinfeld hatte mir damals sofort gefallen, der Stellplatz bietet Platz für 9 Mobile (kreisförmig angelegt) und liegt sehr schön naturnah an mehreren Seen, um die man laufen kann.

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldAusblick aus Oscarlotta

Der Main ist nicht weit und der Übernachtungspreis, zahlbar an einem Parkscheinautomaten, ist mit €6/Nacht sehr günstig. Alles, was man als Wohnmobilist so braucht, ist vorhanden und Einkaufsmöglichkeiten sind in fußläufiger Entfernung. Nett ist, dass nebenan eine Reithalle mit Pferdeboxen steht und zu unterschiedlichen Zeiten Pferde spazieren geführt oder auch beritten werden. Es gibt also immer etwas zu sehen und wir hatten auch noch Glück mit dem Wetter. Uschi fuhr ihren Toyota ansehen und kam schwer begeistert zurück. Smiley mit geöffnetem Mund

Toyota HiluxToyota HiluxToyota Hilux

Unser nächstes Ziel war Hofheim in Unterfranken. Der Stellplatz nicht ganz so schön angelegt bzw. stereotyp in zwei langen Reihen für 30 Mobile, dafür zwei Euro teuer. Allerdings gibt es ein kleines Sanitärgebäude mit kostenlosen (!) Duschen und eigentlich auch freies WLAN, was aber gerade nicht zur Verfügung stand. DVB-T war leider auch fast nicht existent. Enttäuschtes Smiley
Wir zahlten trotzdem für eine Woche. Zum Bezahlen kommt jeden Tag jemand vorbei, allerdings morgens zwischen 8 und 9 Uhr!!! Ich war sehr froh, dass Uschi für mich mit zahlen konnte. Man bekommt sogar für jeden Tag des Aufenthalts ein Gutscheinkärtchen, mit dem man bei ausgewählten Geschäften €2,50 vergütet bekommt, wenn man dort einkauft. Ich hätte das gerne beim Friseur genutzt, aber leider gab es keinen freien Termin.

Hofheim

Das Städtchen ist klein, aber recht nett, vor allem der Marktplatz mit seinen alten Fachwerkhäusern und die zwei erhaltenen Stadttore. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in reicher Auswahl und in fußläufiger Entfernung (jeweils 10 Min.).

HofheimHofheimHofheimHofheimHofheimHofheim

Stover Strand Und dann trennten sich unsere Wege seit langer Zeit mal wieder. Uschi fuhr mit einem Abstecher über Bad Schönborn, wo sie ihr repariertes eBike abholte, nach Lauterburg zurück. Sie muss dort noch einige vorbereitende Arbeiten für den Austausch ihrer mobilen Wohnung erledigen. Bei Oscarlotta steht im November wieder die Hauptuntersuchung an und ich weiß noch nicht, wo ich sie und die anderen turnusmäßig anfallenden Arbeiten erledigen lasse. Eigentlich müsste ich nach Stralsund, da die dort im März erfolgte Reparatur der Fahrerhaus-Klimaanlage keinen bleibenden Erfolg hatte. Seit drei Jahren mache ich damit jetzt schon rum und es war schon richtig teuer. Wenn auch der Austausch des Kompressors das Problem nicht beseitigen konnte, was ich natürlich erst auf der ersten Fahrt nach der Corona-Sommerpause bemerken konnte, muss nach der ursächlichen Fehlerquelle gesucht werden. Mit der Iveco-Werkstatt in Stralsund bin ich grundsätzlich zufrieden, zumal ich während der Werkstattaufenthalte in Oscarlotta bleiben und auf dem Firmengelände übernachten darf/durfte. Ob es allerdings im Moment Sinn macht, nach Mecklenburg-Vorpommern zu fahren, ist nicht ganz klar. Ich habe es ja im Frühjahr erlebt, wie schnell man dort damit ist, Touristen des Landes zu verweisen und wie militant die Bevölkerung für die Umsetzung sorgt. Vorsichtshalber habe ich mir vom Stellplatz in Hofheim schriftlich bestätigen lassen, von wann bis wann ich dort war und werde das an den nächsten Anlaufpunkten ebenfalls tun und/oder Tickets, Quittungen, Einkaufsrechnungen aufbewahren.
Was für eine verrückte Zeit!!! Erstauntes Smiley

Trostpflaster

Nachtrag:
Uschi hat tatsächlich Erfolg und von Tischer eine Auslieferungszusage für die 50. Kalenderwoche erhalten! Bis Weihnachten dürften Neuzulassung, Austausch und Umzug erledigt sein. Ich werde Fix und Boxi also nicht wiedersehen, hatte mich auch schon von ihnen verabschiedet. Weinendes Smiley
Ich habe in Hofheim noch einmal verlängert, weil es preiswert und völlig egal ist, ob ich heute, morgen oder übermorgen weiterfahre, vor allem bei dem aktuell schlechten Wetter. Auf der Strecke nach Stralsund hatte ich mir in Naumburg einen Stellplatz bei einem Wohnmobilhändler ausgeguckt und eine Anfrage gestellt, ob ich meine diversen Arbeiten evtl. auch bei ihm erledigen lassen könne. Eine Antwort auf meine eMail bekam ich erst nach Tagen auf erneute Nachfrage. (Genauso war es in Stralsund auch gewesen! Wie arbeiten die Menschen heutzutage eigentlich?) Es gäbe keine Stellplätze mehr bei seiner Firma, erfuhr ich aus Naumburg (steht aber überall noch im Internet!). Seine Werkstatt sei für mein Wohnmobil zu klein, also keine Hauptuntersuchung. Ölwechsel und Fehlersuche Klimaanlage müsse von einer Iveco-Werkstatt erledigt werden, aber meinen undichten Haubendeckel vom Badezimmerluk könne man tauschen. Tja, dann werde ich wohl doch nach Stralsund fahren, falls nicht zeitnah die Landesgrenzen wieder dicht gemacht werden! Das kann, so wie die Lage aktuell ist, allerdings vom einen auf den anderen Tag passieren.
Was für eine verrückte Zeit!!! Erstauntes Smiley

Zum Thema „Wie erledigen die Menschen heutzutage eigentlich ihre Arbeit?“ habe ich noch zwei Beispiele vom Stellplatz in Hofheim.
Ich (bzw. Uschi) hatte mir zwei Waschmaschinen-/Trocknermarken besorgt. Am Sonntag befüllte ich die Waschmaschine und wählte das 60 Grad Eco-Programm. Es wurde mir eine Waschdauer von 2 Stunden angezeigt. Dann würde wohl alles richtig sauber werden! Smiley Nach Ablauf der Zeit lief die Maschine nicht mehr, die Tür ließ sich öffnen, aber die Wäsche war nicht geschleudert und offensichtlich auch nicht fertig gespült!!! Ich hätte meine zweite Marke verwenden müssen, hätte dann aber zwar geschleuderte Wäsche gehabt, aber keine Möglichkeit mehr, sie zu trocknen. Also wrang ich, so gut es ging, an einem der Handwaschbecken jedes einzelne Teil aus und warf es in den Trockner. Die Waschbecken waren ein Stück von der Waschmaschine entfernt und ich setzte den gesamten Boden unter Wasser. Zum Glück wollte währenddessen niemand die Toiletten benutzen und ich konnte alles mit dem Schieber für die Duschen dorthin befördern. Nur das restliche Wasser in der Maschine konnte ich nicht beseitigen. Der Trockner brauchte noch einmal eine Stunde und obwohl ich schranktrocken+ gewählt hatte, hegte ich wenig Hoffnung, dass die Wäsche auch nur ansatzweise trocken sein würde. Und so war es dann auch, Oscarlotta sah die nächsten Stunden sehr „dekoriert“ aus. Es ist gar nicht so einfach, eine Waschmaschinenladung zum Nachtrocknen auf der begrenzten Fläche eines Wohnmobils zu verteilen.
Ich schrieb eine Mitteilung wegen des noch in der Waschmaschine verbliebenen Wassers und bekam einen Tipp für das nächste Mal: kein Eco-Programm auswählen, dafür reiche die Marke zeitlich nicht aus. Erstauntes Smiley Könnte man das nicht als Hinweis an die Maschine oder die Wand daneben hängen??? Ich habe extra noch einmal nachgeschaut, ob ich etwas übersehen habe, aber hatte ich natürlich nicht.
Die zweite Sache war, dass ich nach Uschis Abreise (einen Tag früher als geplant) meinen Aufenthalt um zunächst zwei Nächte verlängern wollte. Mir wurde Uschis schon bezahlte Nacht gutgeschrieben und sie zahlte weitere €8 für mich. Somit hatte ich bis Dienstag bezahlt und ließ mir die Aufenthaltsdauer von/bis bestätigen, um bei meiner Weiterfahrt belegen zu können, das ich nicht aus einem Risikogebiet komme. Am Montag beschloss ich, das angekündigte Schlechtwetter noch in Hofheim auszusitzen. Ich versuchte, am Dienstag bis 9 Uhr wach, aufgestanden, gewaschen und angezogen in der Rezeption zu erscheinen, war um Mitternacht im Bett und – konnte nicht einschlafen. Um 2 Uhr stellte ich meinen Wecker wieder ab und beschloss, dass mich alle mal gerne haben können! Die Stellplatzgebühr für die nächsten sechs Nächte steckte ich in einen Briefumschlag, schrieb eine Nachricht und warf alles in den an der Rezeption hängenden Briefkasten. Ich wusste schon, dass die Rezeptionistinnen wöchentlich wechseln und prompt eröffnete mir die diensthabende, dass ich, wenn ich sechs Nächte bleiben will, noch 8 Euro mehr bezahlen müsse. Sie listete mir auf, was ich schon bezahlt habe und vertat sich schon mit den Daten der ersten Woche. Die von Uschi extra bezahlten 8 Euro waren ebenfalls nicht auf ihrer Auflistung. Mag sein, dass ihre Kollegin die nicht verbucht hatte. Ich schrieb eine Gegendarstellung und legte als Argument die mir von ihrer Kollegin ausgestellte Bescheinigung bei, aus der hervorgeht, dass ich bis zum Dienstag zweifelsfrei bezahlt hatte. Und bis zum nächsten Montag sind es nun mal sechs Nächte und die habe ich bezahlt. Mit einem 50-Euro-Schein und dem Hinweis, dass sie die zwei Euro, die ich eigentlich zurückbekommen müsste, in ihre Kaffeekasse stecken soll. Jetzt bin ich gespannt! Ich hoffe nicht, sie klopft um halb 9 bei mir!!!

Nachtrag:
Nein, es klopfte niemand. Ich wurde trotzdem wach, weil die Dame offenbar ihren Hund dabei hatte und der neben meinem Bett bellte, während sein Frauchen die Tüte mit ihrer Entschuldigung an meinen Fahrradgepäckträger klemmte. Sie hätte nichts von einer zusätzlichen Bezahlung gewusst! Dass ihre gesamte Auflistung kalendarisch total falsch war, erwähnte sie nicht weiter. Also Schwamm drüber! Cooles Smiley

Mecklenburg-Vorpommern erlässt (mal wieder!) die schärfste Stufe der Beherbergungsverbote aller Bundesländer, Reisende aus Risikogebieten müssen einen negativen Covid 19-Test vorlegen und zusätzlich 14 Tage in Quarantäne, die mit einem weiteren Test nach vier Tagen aufgehoben werden kann, falls auch dieser Test wieder negativ ist. Meine Postleitzahl gehört aktuell zum Risikogebiet! Dort war ich zwar schon über zwei Jahre nicht mehr, aber das interessiert wahrscheinlich nicht. Ich bin ja quasi in Dauerquarantäne, meine Kontakte beschränken sich auf ein- bis zweimal die Woche beim Einkaufen und/oder Tanken. Solche Sonderfälle fallen aber natürlich wieder durchs Raster.
Diese wiedereingeführten Reiseregelungen in einigen Bundesländern sind wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss, aber wenn man wirklich auf der sicheren Seite sein will, dann ist die Vorgehensweise von MeckPomm die einzig richtige. Erst nach dem zweiten Test kann man zumindest ausschließen, dass infizierte Menschen einreisen. Ob sie sich dann evtl. während ihres Aufenthaltes anstecken, steht wieder auf einem anderen Blatt. 100%ige Sicherheit gibt es sowieso nicht, dafür werden aber alle, die vom Tourismus leben (vor allem in den Bundesländern mit Seezugang oder denen mit Bergen) massivst und langsam vermutlich nicht mehr aufholbar geschädigt. Ich mache mir schon lange echte Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen, nicht nur in Deutschland. Ist den jungen Menschen, die ihren Lebenssinn und ihr verbrieftes Recht offenbar darin sehen, Party zu machen, wirklich nicht klar (zu machen), dass sie die Folgen zu tragen haben, wenn es durch ihr verantwortungsloses und egozentrisches Handeln aus Sorge vor weiter steigenden Infektionszahlen und damit einhergehender Gefährdung der Risikogruppen erneut einen Lockdown geben MUSS, so wie jetzt teilweise schon wieder in Frankreich und den Niederlanden? Die Staatsverschuldung müssen doch überwiegend sie einmal rückgängig machen! Wie kurzsichtig kann man denn sein? Aber das Motto (nicht aller, aber zu vieler und nicht nur in Deutschland) scheint wirklich zu sein: “Ich bin jetzt jung, ich will Spaß, ich will feiern, nach mir die Sintflut.” Nun, die Sintflut könnte kommen, denn diese Pandemie ist ja nicht das einzige Problem, das die Weltgemeinschaft hat.
Was für eine verrückte Zeit!!! Erstauntes Smiley

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

written by Ingrid
photos taken with iPhone and Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.