Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

 
 
Weil das Wetter viel zu schön war, um gleich nach dem Dometic-Besuch wieder zum Stellplatz zurückzufahren, überlegte ich, was ich unternehmen könnte. Das Schloss Moritzburg war ganz in der Nähe und ich beschloss zu versuchen, dort einen Parkplatz zu finden. Das ist mit Oscarlotta ja immer etwas schwieriger, aber jetzt im Winter sollte es doch klappen. Der große Parkplatz kurz vor dem Schloss sah so aus, als ob mein Vorhaben erfolgreich sein würde und bei der Einfahrt stand dann sogar ein Hinweisschild auf Wohnmobilplätze im hinteren Bereich! Der hintere Bereich war schlammig und leer. Am Ticketautomaten war ein Zettel, dass er defekt sei und man bitte den am Sanitärhaus benutzen möge. Ich stellte Oscarlotta quer über drei Plätze, um einigermaßen sauberen Fußes aussteigen zu können. Es gab eine Stromsäule mit genau 4 Anschlüssen, für 10 ausgewiesene Plätze etwas wenig. Der Ticketautomat am Sanitärhaus wollte €10/Nacht, für einen Dreckplatz ohne alles etwas viel! Wie schön, dass ich meinen eigenen, kostenfreien Stellplatz in Boxdorf hatte! Im Schloss lief die Winterausstellung zum Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Bereits im Januar 1973 wurden hier Teile des Märchenfilms als deutsch-tschechische Gemeinschaftsproduktion gedreht. Da es draußen zwar sonnig, aber kalt war, ging ich hinein.

Schloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgSchloss MoritzburgDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für Aschenbrödel

Sehr liebevoll gestaltet erstreckte sich die Ausstellung über mehrere Stockwerke. Zu sehen waren Originalkostüme, viele Requisiten, Schautafeln mir erklärenden Texten und originalgroße Nachbildungen der Protagonisten. Auch einen 20-minütigen Film konnte man sich anschauen, in dem auf humorvolle Art erklärt wurde, mit welchen Schwierigkeiten das Filmteam damals zu kämpfen hatte. Da war zum einen das Sprachproblem – die Pferde z. B. hörten nur auf tschechische Kommandos – und zum anderen lag, entgegengesetzt zum Drehbuch, kein Schnee. Man behalf sich mit pulverisiertem Styropor und Fischmehl, da es aber sehr windig war, verschwand beides relativ schnell wieder, nur der Fischgeruch nicht! Laut lachen

Drei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für AschenbrödelDrei Haselnüsse für Aschenbrödel

Vor dem Raum, in dem es um die Filmproduktion ging, war ein verglastes Kassenhäuschen aufgestellt, in dem eine Kassiererin Zeitung las. Ich überlegte, ob sie wohl echt sein würde. Als ich näherkam, legte sie die Zeitung beiseite und lächelte mich an. Dann aber las sie ungerührt weiter. Ich hatte wohl eine Lichtschranke durchbrochen, wirklich sehr gut gemacht!

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

In der ehemaligen Schlossküche ist ein Café untergebracht und ein Souvenirshop und so gab es zum Abschluss noch lecker Kaffee und Kuchen.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Link zum Film

weitere umfassende Infos für Liebhaber des Films

Zufrieden und satt machte ich mich auf die Suche nach einer LPG-Tankstelle. Bei der Firma Meinert hatte man mir eine Wegbeschreibung gegeben, also fuhr ich dorthin zurück und dann der Beschreibung nach. An einer Straßenkreuzung sollte ich Richtung Dresden fahren und am nächsten Kreisverkehr die zweite Abfahrt nehmen. Dann käme eine Jet-Tankstelle. Die Straßenkreuzung kam, das Hinweisschild zeigte geradeaus, aber ein Kreisverkehr kam nicht! Ich landete auf einer großen Straße und war schon in einem der Außenbezirke Dresdens. An einer roten Ampel konnte ich meine LPG-App befragen und die sagte mir, dass wenige hundert Meter weiter eine Tankstelle kommen würde. Es war Freitag Nachmittag und die Tankstelle war gut frequentiert! Zum Glück sah ich sofort, wo die LPG-Säule stand, es war die letzte von drei Spuren und ich hätte vorwärts hineinfahren müssen, da mein Gaskasten auf der Beifahrerseite ist. Hinter der Gastanksäule war aber noch eine normale Säule und dort stand schon ein PKW. Um den Anschluss auf der anderen Säulenseite nutzen zu können, musste ich drehen. Dafür war es aber zu eng. Ich rangierte Oscarlotta rückwärts in die Parkbox mit den Staubsaugern, damit ich nicht alles blockierte und beschloss zu warten. Ein älterer Mann betankte sein Auto und ging dann mühsam und entsprechend langsam zum Bezahlen. Genauso langsam kam er nach geraumer Zeit wieder zurück und es dauerte dann noch einmal recht lange, bis er seiner Frau sein Portemonnaie gegeben, sich hingesetzt und angeschnallt hatte. Ich hatte derweil meinen Motor gestartet und war schon so weit auf ihn zu gefahren, dass er noch gut vor mir herausfahren konnte. Und in dem Moment fuhr ein weiterer PKW hinter ihn und, sobald er weg war, an die nun freie Zapfsäule! Grrrrrr!!! Jetzt war es mir egal, ob ich die gesamte Tankstelle blockiere und ich fuhr Oscarlotta direkt vor den Neuankömmling und stieg aus. Eine Frau mittleren Alters betankte ihr Auto. Ich bemühte mich um einen neutralen Tonfall und sagte: „Das war jetzt aber nicht sehr freundlich von Ihnen!“ „Was?“ „Ja, ich wäre vor Ihnen dran gewesen. Ich stehe da schon eine Weile und will LPG tanken und habe nur gewartet, dass der alte Mann wegfährt.“ „Das kann ich doch nicht wissen!“ „Aber Sie haben doch sicher gesehen, dass ich schon mein Licht anhatte und da stehe, so klein ist mein Fahrzeug ja nicht, dass man es übersehen könnte und ich stehe ziemlich im Weg.“ Bevor sie etwas erwidern konnte, kam ihr Mann aus dem Shop, lief wortlos direkt an mir vorbei und gab seiner Frau ein Zeichen nach dem Motto, lass die Alte doch reden, kümmer dich einfach nicht darum. In solchen Momenten wünschte ich, ich hätte sizilianisches Temperament!!! Innerlich tobend setzte ich mich wieder auf meinen Fahrersitz. Als sie fertig war, gingen beide (!) in den Shop, anstatt dass einer den PKW schon mal weggefahren hätte. Irgendwann konnte ich dann endlich an meine Säule vorfahren und da sie ja rückwärts rausfahren mussten, konnte sich niemand mehr vorpfuschen!

Ich frage mich allerdings schon, was mit den Menschen heutzutage los ist? Wäre es so schlimm gewesen, zu sagen: „Oh, entschuldigen Sie bitte, ich habe Sie irgendwie gar nicht gesehen, war keine Absicht.“ Oder etwas in der Art. Was ist daran so schwierig??? Aber vermutlich war es Absicht und wenn man dann konfrontiert wird, muss man lügen oder aggressiv werden oder sich dumm stellen oder eben schweigen. Trauriges Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Advertisements

Keine Probleme?

 

Nach 17 Tagen in meiner Mistgrube wollte ich mal weiter, hauptsächlich, weil ich endlich wieder unlimitierten Internetempfang haben wollte. Ich hatte zwar herausgefunden, dass die Telekom 4G bereitstellte, aber bei denen habe ich nur ein Volumen von 2GB. Und damit kommt man ja nirgendwo hin, ich zumindest nicht. Zweimal hatte ich schon teuer nachgebucht. Die netten Studenten hatten mir zwar das Passwort für ihren Gastzugang gegeben, aber das WLAN war genau wie das Netz von Vodafone so gut wie nicht verfügbar. Als ich meine kuschelige Bleibe verließ, hatte ich deutliche Spuren hinterlassen. Laut lachen

Stromkabelspur

Eigentlich wollte ich in Moritzdorf-Boxdorf wieder nur eine Nacht bleiben, meine Tanks leeren bzw. füllen und eine Gasflasche tauschen. Es war kalt und eine Gasflaschenfüllung reichte noch knapp 3½ Tage. Zum Glück gab es in Normas Nachbardorf einen Betrieb, der mittwochs und samstags Gasflaschen befüllte. Wir nahmen jeden Termin wahr.

Uschi informierte mich dann über die Wetterlage der nächsten Woche und so beschloss ich, lieber noch auf dem kostenfreien Stellplatz der Firma Meinert stehenzubleiben. Ich vergewisserte mich, dass sie genügend volle Gasflaschen auf Lager hatten und stellte meine „Wohnordnung“ wieder her. Norma freute sich, auch wenn es jetzt ein etwas weiterer Weg war zum Kaffeetrinken.

BoxdorfBoxdorfBoxdorfUrmitzBoxdorfBoxdorf

So kam ich auch noch in den Genuss einer Ausflugsfahrt zu einem besonderen Schloss, dem „Traumschloss Schönfeld“ in Schönfeld. Ich glaube, ich habe noch nie ein Schloss mit so vielen verschiedenen Anbauten und Baustilen gesehen. Aber vielleicht macht gerade das den besonderen Reiz aus? Es war alles ein wenig, nun ja, renovierungsbedürftig? Erstauntes Smiley

Schloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss SchönfeldSchloss Schönfeld

Am zweiten Abend auf dem Stellplatz stellte ich, mehr durch Zufall, fest, dass mein Tiefkühlfach sich abgetaut hatte!!! Die Gasflasche war in der Nacht leer geworden und die Duomatik hatte auf die LPG-Tankflasche umgeschaltet. Die war allerdings nur noch zu ca. 30% gefüllt und es hatte Minusgrade. Konnte es sein, dass die 30% überwiegend aus Butan bestanden und dieses nicht mehr gasförmig wurde? Aber die Heizung lief doch ohne Probleme! Ich befreite ein weiteres Mal seit Dezember das Gefrierfach von dem Schmelzwasser und schaltete den Kühlschrank auf Strom um. Er kühlte!

Am nächsten Mittag schilderte ich mein Problem bei der Firma Meinert. Der Chef persönlich ging mit zu Oscarlotta, öffnete die Abdeckung des Brennerfachs, begutachtete alles und konnte kein Problem feststellen. Die Flamme brannte und sie hatte die richtige Farbe. Es gäbe in Moritzburg aber einen Dometic-Fachhändler und den könne er kontaktieren und fragen, ob er am nächsten Tag vorbeikommen könnte. Ich solle wieder auf Gas umschalten und am nächsten Tag Bescheid geben. Inzwischen war wieder eine Campinggasflasche mit Propan in Betrieb, trotzdem erwärmte sich der Kühlschrank langsam, aber kontinuierlich. Also schaltete ich auf Strom zurück. Am nächsten Tag erklärte ich, dass ich selbst nach Moritzburg fahren wolle, denn ich wollte unbedingt meine LPG-Flasche wieder auffüllen. Ich bekam eine Wegbeschreibung und eine Telefonnummer und die Angabe, wo ich parken könne. Dort angekommen, erreichte ich nur einen Anrufbeantworter, es war kurz nach 12 Uhr und offenbar Mittagsruhe. Nun ja, ich hatte Zeit und die Heizung lief, also kein Problem. Doch schon fuhr ein PKW heran und parkte quer direkt vor Oscarlotta, sodass ich nur noch rückwärts wieder hätte fahren können. Der Fahrer wollte aber offensichtlich zu mir! Er könne jetzt nicht zu Mittag essen, habe er seiner Frau gesagt, er warte auf eine Kundin mit einem Wohnmobil. Und woher hatte er gewusst, dass ich schon da sei, wollte ich wissen. Seine Frau habe aus dem Fenster geschaut und gesagt, da kommt sie schon. Smiley Ich bot ihm an, dass er gerne erst essen könne, ich hätte kein Problem damit, zu warten, aber das wollte er nicht. Er fing an, das Fach zu öffnen, irgendetwas abzuschrauben, den Brenner zu überprüfen. Nein, den Brenner „durchblasen“ wäre nicht nötig bzw. würde gar nicht gehen, da ich schon die neue Generation Brenner habe. Natürlich hatte ich ihm erzählt, dass ich kurz vor Weihnachten erst das Aggregat des Kühlschrankes hatte austauschen lassen und ihn gefragt, ob damit automatisch auch der Brenner ausgetauscht würde. Nicht unbedingt, war die Antwort, und es könne sein, dass ein alter Brenner sich mit einem neuen Aggregat nicht verstehen würde. Aber es hatte doch bis jetzt funktioniert und der Brenner stellte sich dann ja als ebenfalls neu heraus. Nachdem er alles akribisch überprüft und nichts gefunden hatte, sollte ich den Kühlschrank einschalten. Er zündete ohne Probleme, die Flamme brannte schön blau und ließ sich regulieren. Tja, dann solle ich das mal beobachten, mehr könne er leider nicht für mich tun. Auf meine Frage, was ich ihm schuldig sei, meinte er nur, dass er dafür jetzt nicht extra eine Rechnung schreiben würde und verabschiedete sich zu seinem verspäteten Mittagessen. Sehr nett!

Den restlichen Tag kontrollierte ich alle Dreiviertelstunde die Kühlschranktemperatur und als sie wieder auf über 10°C angestiegen war, schaltete ich erneut auf Strom um!!! So ein Mist! Ich googelte das Problem und stellte fest, dass es viele Kühlschränke gibt, die zwar auf Strom, nicht aber mit Gas kühlen. Mit Druckluft durchblasen, wurde als Lösungsmöglichkeit angeboten oder die Kühlpaste erneuern. Ich beschloss, direkt am Montag bei der Dometic-Hotline anzurufen, erfuhr dann aber von Uschi, dass es die nicht mehr gibt. Und jetzt??? Noch einmal zu Meinert, noch einmal den Dometic-Fachhändler anrufen? Oder gleich in Wertheim, wo man das Aggregat getauscht hatte? Okay, am Montag. Ich warf ein paar 50-Cent-Stücke mehr in den Stromautomaten und war froh, dass der Kühlschrank wenigstens mit Strom seine Arbeit verrichtete. Der Samstag verging ohne Zwischenfälle. Am Sonntag stellte ich beim Aufstehen fest, dass das Stromgeld aufgebraucht war, der Kühlschrank also gänzlich ohne Energiezufuhr war. Wie lange schon, wusste ich natürlich nicht. Da ich weder im Nachthemd in die Kälte raus wollte noch Lust hatte, mich provisorisch anzuziehen, beschloss ich, kurzfristig auf Gas umzustellen. Besser als gar nichts! Der Kühlschrank zündete, „fauchte“ hörbar und fing unverzüglich an zu kühlen!!! Als wäre nie etwas gewesen! Und seitdem kühlt er und kühlt und kühlt…

Ich denke inzwischen, dass wirklich der Butananteil Schuld hatte, dass sich irgendwo irgendeine Verunreinigung festgesetzt hatte und sich durch welche Umstände auch immer nach Tagen wieder gelöst hat oder durch das nachfolgende Propan „herausgespült“ wurde. Herr Meinert hielt das nicht für unwahrscheinlich, auf jeden Fall hatte er auch keine andere Erklärung. Gut, ich habe eine neue Erfahrung gemacht, davon kann man ja nie genug haben. Zwinkerndes Smiley

Dann kam mir allerdings noch ein ganz anderer Gedanke! Im Dezember in Wertheim, als sich mein Gefrierfach das erste Mal abgetaut hatte, war das vielleicht genau der gleiche Grund gewesen??? Auch damals war es sehr kalt und meine Gasflaschen werden grundsätzlich mitten in der Nacht leer, sodass auch da ein paar Stunden die LPG-Flasche zum Einsatz gekommen war. War mein Aggregat etwa gar nicht kaputt gewesen? Der Mitarbeiter hatte damals auch davon gesprochen, dass sich manchmal etwas festsetzen könne und wenn man dann über ein paar Erschütterungen fahren würde, könne es sich auch wieder lösen. Das war mir damals zu vage und zu unzuverlässig und natürlich hat man mir gerne für 1000 Euro ein neues Aggregat eingebaut. Ich könnte mich jetzt natürlich tierisch aufregen, dass man nur noch abgezockt wird, aber erstens war das Aggregat, ob nun kaputt oder nicht, schon über 10 Jahre alt und zweitens haben mich der Dometic-Fachhändler in Moritzburg und auch die Firma Meinert NICHT abgezockt, ganz im Gegenteil. Beide haben einfach nur zu helfen versucht, unentgeltlich. Herzlichen Dank dafür!!! Daumen hoch

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Niedermühle Rödern

 
 
Von Plauen aus waren es nur noch 156km bis zu Norma, bzw. bis nach Moritzburg-Boxdorf. Auf dem kostenfreien Stellplatz der Firma „Caravan Meinert“ hatten Uschi und ich im letzten Frühjahr bei unserem Dresden-Besuch schon gestanden und ihn für gut befunden. Er bietet alles, was man als Wohnmobilfahrer benötigt und schließt direkt an eine Grünfläche mit Picknickeinrichtung und einem kleinen Weiher an. Der letzte Sturm hatte das Dach ein wenig beschädigt, aber schon am nächsten Morgen kam ein älterer Mann, der den Stellplatz betreut und nagelte alle Bretter wieder fest. Und er richtete die Blumenkübel wieder auf und befüllte sie neu mit Erde und Pflanzen. Morgens um 10, direkt hinter meinem Bett! Verwirrtes Smiley

Boxdorf

Der Stellplatz liegt zwar am Rande eines Gewerbegebietes, aber außer, dass ab und zu ein LKW vorbeifährt, ist es absolut ruhig dort. Von der nächsten Querstraße aus fährt dreimal pro Stunde ein Bus Richtung Dresden mit Umsteigemöglichkeit in die Straßenbahn zur Neustadt. Gesamte Fahrzeit wohl ca. 30-35 Minuten.

Ich blieb eine Nacht dort stehen, um am nächsten Tag bei Meinert eine Gasflasche zu tauschen und meine Tanks voll und/oder leer zu machen. Eine Nacht deswegen, weil Norma mir einen privaten Stellplatz besorgt hatte dort, wo sie wohnt. Sie holte mich ab und geleitete Oscarlotta und mich in ihr Dorf.

Die „Niedermühle“ war im Laufe der Jahrzehnte Getreidemühle, Heimat und Handwerkerhaus für „konfirmierte Fürsorgezöglinge“ und Produktionsschule. Anfang 2001 begann die Sanierung der Niedermühle, die sich in einem sehr schlechten Zustand befand. Im Jahre 2003 war die Sanierung weitgehend abgeschlossen. 2002 nahm der Biohof, ein Projekt der Produktionsschule Moritzburg, seine Arbeit auf, vorrangig für psychisch kranke Menschen. Diese Phase dauerte bis 2015 und z. Z. sind die Wohnräume des Hauptgebäudes übergangsweise an Theologiestudenten vermietet, denn Besitzer des Anwesens ist die Diakonie.

Niedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle Rödern Niedermühle RödernNiedermühle RödernNiedermühle Rödern

Ich durfte mit Oscarlotta in der ehemaligen Misthaufengrube stehen! Laut lachen Ein idealer Stellplatz, fester, tragfähiger, betonierter Untergrund, halbhohe Mäuerchen an drei Seiten. Beim Orkan Friederike stand ich supergeschützt und zufällig auch mit der Schnauze zum Wind. Zu Norma, die ihre Wohnung im Nebengebäude hat, waren es nur ein paar Schritte. Wir arbeiteten alle ihre Computer- und Smartphoneprobleme ab, tranken den einen oder anderen Kaffee, statteten ihrem winterlichen Schrebergarten einen Besuch ab und unternahmen den einen oder anderen Ausflug in die Umgebung. Und meine Wäsche durfte sogar draußen trocknen! Nur die Netzabdeckung von Vodafone war grottenschlecht! Erstauntes Smiley

WäscheSchneemannim Garten

Und wir gingen zum SemperOpernball!!! Dummerweise hatte ich mein Ballkleid nicht dabei Zwinkerndes Smiley und so durfte ich nicht rein. Also standen wir mit Hunderten anderer draußen auf dem Vorplatz der Semperoper und beobachteten das Geschehen auf einer großen Leinwand. Zum Glück war es nicht allzu kalt und als es anfing zu nieseln, konnten wir uns unter ein Partyzelt stellen. Zu essen und zu trinken gab es rundum ausreichend, außerdem Feuertonnen und Heizpilze. Der Höhepunkt drinnen wie draußen war der Beginn des Balles und tatsächlich tanzten die meisten Menschen auf dem Theatervorplatz in Winterstiefeln und warmen Jacken im Nieselregen Wiener Walzer.

SemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernballSemperOpernball

written by Ingrid
photos taken with iPhone and by Norma with Doogee 7000 (SemperOpernball)

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Plauen ist Spitze

 

Die Stadt gefiel mir auf Anhieb. Ausreichend gemütliche Cafés gab es auch, sodass mein Frühstück und der Nachmittagskaffee sowie das obligatorische Stück Kuchen gewährleistet waren. Und die Sonne schien!!! Das war nicht nur gut fürs Gemüt, sondern auch für meine Bordbatterien. Es gab ja keinen Landstrom auf dem Stell-/Parkplatz.

im Café

Ich ging als erstes zur Touri-Info und besorgte mir einen Stadtplan. In einer Broschüre waren die Sehenswürdigkeiten von Plauen aufgelistet und ich arbeitete sie der Reihe nach ab, beginnend mit dem alten Rathaus, Wahrzeichen der Stadt und heute Sitz des Spitzenmuseums. Aber für Museum war das Wetter einfach zu schön!

Rathaus

Die St. Johanniskirche mit ihren Doppeltürmen, bereits 1122 geweiht, dominiert die Altstadt und ist auch vom Stellplatz aus zu sehen. Die dreischiffige Hallenkirche mit eindrucksvollem Sterngewölbe gilt als Musterbeispiel hochgotischer Innenraumgestaltung.

St. JohanniskircheSt. JohanniskircheSt. Johanniskirche

Das alte Malzhaus habe ich nur von außen angesehen, es verfügt wohl über imposante Tonnen- und Kreuzgewölbe.

MalzhausMalzhausMalzhausMalzhaus

Ein paar schöne ehemalige Patrizierhäuser aus den Jahren ab 1787 beherbergen heute das Vogtlandmuseum und eine Ausstellung über einen berühmten Sohn der Stadt, den Künstler Erich Ohser. Menschen meiner Generation dürften die liebevoll gezeichneten Vater und Sohn-Geschichten noch in Erinnerung sein.

VogtlandmuseumGedenktafelVater+Sohn-GeschichtenVater+Sohn-GeschichtenVater+Sohn-Geschichten

Von der ehemaligen Stadtbefestigung ist nur noch ein einziger Wachturm erhalten.

Nonnenturm

Direkt gegenüber steht ein eindrucksvolles Denkmal, das an die friedliche Revolution, beginnend im Herbst 1989, erinnert. Plauen war die erste Stadt der ehemaligen DDR, in der die Staatsmacht zum Einlenken gezwungen wurde. Zwei Tage früher als in Leipzig demonstrierten Tausende Plauener und Vogtländer 23 Wochen lang jeden Samstag friedlich für Freiheit, Demokratie und ein wiedervereintes Deutschland.

Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989Denkmal der friedlichen Demonstrationen 1989

Außer der schönen Altstadt mit wunderbar restaurierten Bürgerhäusern gibt es eine breite Einkaufsstraße, auf der lediglich Straßenbahnen fahren dürfen, sowie zwei überdachte Einkaufszentren.

EinkaufsmeileEinkaufsmeile

Der Nachmittag war schnell herum und ich hatte nicht alles gesehen, was mich interessierte. Der Füllstand meiner Batterien sah dank Sonne gut aus und ich beschloss, eine weitere Nacht zu bleiben. Die alten Weberhäuser standen noch auf meiner Wunschliste und auch das Spitzenmuseum. Leider war es das mit Sonne, was gut für den Museumsbesuch war, aber schlecht für Fotos und meine Batterien. In den Weberhäusern und den dazugehörigen Gärten sind heute Galerien und Schauwerkstätten untergebracht. Jetzt im Winter war dort nichts los, aber es gab trotzdem einige nette Motive.

WeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuserWeberhäuser

Von Plauener Spitze hat man ja schon gehört, aber eine genauere Vorstellung hatte ich davon auch nicht. Mich fasziniert an diesen alten Handarbeitstechniken immer wieder, wie arbeitsintensiv, zeitintensiv und detailliert die Herstellung war. Und genauso faszinierend ist, wie früh von Hand- auf industrielle Fertigung umgestellt wurde und wieviele Einzelschritte nötig waren, um einen Entwurf so zu gestalten, dass eine speziell dafür hergestellte Stickmaschine ihn umsetzen konnte. Die industrielle Revolution begann bereits um 1760, ausgehend von England!

Spitzenmuseum Spitzenmuseum Spitzenmuseum Spitzenmuseum Stickmaschine (Detail)UntergrundstoffeStickmaschine

In einigen Vitrinen waren im direkten Vergleich Schaustücke ausgestellt, die mit der Hand oder mit der Maschine gearbeitet worden waren. Manchmal gab es kaum einen Unterschied!

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Die großen Decken wurden aus teilweise mehr als hundert Einzelteilen zusammengefügt und es gab spezialisierte Frauen, die Fehler beim Zusammensetzen oder auch Fehler der Stickmaschine mit einer Nähmaschine ausbessern konnten.

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Ein sehr informatives und interessantes Museum für jemanden wie mich, der sich für alte „Handarbeits“techniken begeistern kann.

SpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseumSpitzenmuseum

Am Ende des Tages war klar, dass meine Batterien eine Weiterfahrt wünschten, aber ich hatte auch erst einmal alles Wichtige gesehen. Es würde sich aber sicher lohnen, in der wärmeren Jahreszeit noch einmal hierher zurückzukommen, denn das umliegende Vogtland bietet sich an für Wanderungen und Radausflüge. Und besonders eindrucksvoll muss die 1903-1905 erbaute Friedensbrücke sein, die mit einer Höhe von 18m und einer Spannweite von 90m das Syratal überspannt und damit auch heute noch eine der weitestgespannten Steinbogenbrücken der Welt ist.

Ich finde wirklich, Plauen ist Spitze!!!

Plauen ist Spitze

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Auf nach Osten!

 

Ich beschloss, auf jeden Fall noch eine Nacht in der Nähe der Firma Alde zu bleiben, um sicher zu sein, dass mit meiner runderneuerten Heizung alles in Ordnung ist. Es gibt seit einiger Zeit in Röthlein einen Stellplatz, aber nur ohne Strom und VE. Ich musste aber meinen Frischwassertank wieder auffüllen und bei Alde gab es nur die mühsame Möglichkeit per Gießkanne. Man würde die Kundschaft immer in den Nachbarort Grafenrheinfeld schicken, erfuhr ich. Also fuhr ich dort hin und fand einen wirklich schön und absolut ruhig gelegenen Stellplatz für 10 Mobile an einem kleinen See vor (siehe auch das aktuelle Headerfoto).

Grafenrheinfeld


 
Eine Ver- und Entsorgungsstation mit integriertem Kassenautomaten (€6/Nacht) war vorhanden, ebenso Stromsäulen (50 Cent/kW). Der Platz ist halbkreisförmig angelegt und da ich der einzige Besucher war, stellte ich Oscarlotta so, dass ich von meinem Lieblingssessel aus auf den See schauen konnte. Ein Spaziergang um den Fischteich scheiterte daran, dass alle Wege total verschlammt waren.

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeld

Ich verbrachte eine ruhige Nacht und am nächsten Tag schien sogar endlich mal wieder die Sonne! Wie unterschiedlich doch Fotos werden, mit oder ohne Sonne!

GrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeldGrafenrheinfeld

Bevor ich zur VE-Station fuhr, um meine Toilette noch zu entleeren, stellte ich fest, dass der Hebel für den Toilettenschieber nicht mehr so funktionierte wie gewohnt. Er war plötzlich total locker und nur mit Mühe konnte ich den Schieber schließen. NEIIIIN! Nicht schon wieder irgendetwas, das nicht geht! Die Toilette ist doch noch ganz neu. Als ich die Kassette aus ihrem Außenstaufach zog, fiel dort etwas hörbar herunter. Eine Schraube, wie sich herausstellte. Relativ sofort war mir klar, dass es da wohl einen Zusammenhang geben würde zu dem funktionslosen Hebel an der Toilette. Nur, wo gehörte die Schraube hin? Ich holte einen Kreuzschlitzschraubendreher und einen Handspiegel. Der verriet mir dann das Loch, in das die Schraube gehörte und der Rest war Fummelei, denn sehen konnte ich nichts. Und siehe da, mein Hebel an der Toilette öffnete und schloss den Schieber wieder einwandfrei! Smiley

Als klar war, dass ich in den Süden Deutschlands zurückfahren muss, hatte ich überlegt, wie es danach weitergehen soll. Die gleiche Strecke ein drittes Mal fahren? Nein, dazu hatte ich echt keine Lust. Wenn ich jetzt schon so dicht am Osten Deutschlands war, wollte ich dort auch hin. Ich würde meine langfristig geplante Küstentour eben in umgekehrter Richtung angehen, von der Ostsee zur Nordsee. Die Frage war jetzt nur, fahre ich geradeaus nach Norden oder mache ich noch einen Abstecher über Dresden und besuche Norma (die Frau mit dem Roller)? Der gefiel die zweite Möglichkeit besser. Laut lachen

Auf der Hälfte der Strecke liegt die Stadt Plauen. Ich verband den Namen ausschließlich mit der gleichnamigen Spitze. Einen Wohnmobilstellplatz gab es auch, wenn auch nur am Rande eines Großparkplatzes und ohne alles, dafür aber kostenlos. Eine Nacht durfte man dort stehen. Als ich ankam, war Oscarlotta mal wieder das einzige Wohnmobil. Die 11 Spuren, ausgewiesen für Wohnmobile und Busse, waren lang, schief und sehr schmal. Im Sommer bestimmt lustig! Verwirrtes Smiley Vor Ort stand nichts mehr von einer 24 Stunden-Begrenzung und ich beschloss, das zu vergessen. Wer sollte jetzt im Winter etwas dagegen haben, wenn ich länger dort stehe? Prinzipiell könnte ich Oscarlotta ja auch jeden Tag auf einen anderen Platz stellen, aber so lange wollte ich gar nicht bleiben.

PlauenPlauen

Die Stadt war gleich gegenüber, das ehemalige Schloss, von dem nur noch ein paar Mauern übrig sind, nebenan. Die Umgehungsstraße war weit genug weg, um nicht zu stören. Ich stand gut und freute mich darauf, am nächsten Tag die Stadt zu erkunden. Mal wieder ein gemütliches Café wäre schön! Pizza Kaffeetasse

Plauen

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Für Lasse in Oscarlotta

 

Hi Lasse!

Wir, die Crew in “Fix und Boxi”, heißen dich ganz herzlich in unserer großen Familie willkommen!!! Du scheinst ein Netter zu sein! Klar werden wir uns irgendwann kennenlernen, aber da das vielleicht noch etwas dauert, haben wir uns gedacht, dass wir dir schon einmal ein kleines Geschenk schicken! Uschi wollte dir einen Kuchen backen, aber ist Kuchen nicht eher für Mädchen??? Cooles Smiley Wir haben dann alle zusammen überlegt und jetzt ist es so etwas ähnliches geworden, quasi ein “Kuchen” für Jungs. Da es aber etwas schwierig ist, den zu verschicken (ihr seid ja immer woanders!), gibt es hier nur das Rezept. Ihr habt ja einen “richtigen” Backofen in Oscarlotta und die Ingrid ist bestimmt so lieb und backt für dich. Oder, Ingrid???

Ein „selbstgebasteltes“ Bio-Brot aus dem Omnia

Zutaten mit Preisen:

500g Dinkel-Vollkornmehl (0,90€)

1 Würfel Biohefe (0,45€)

130g Bio-Sonnenblumenkerne (0,70€)

2 Teelöffel Salz

2 Esslöffel Essig

500 ml lauwarmes Wasser

(ohne Bio geht’s natürlich auch und noch etwas günstiger)

Zubereitung:

– Mehl in eine Schüssel geben und in eine „Kuhle“ die Hefe reinbröseln

– Mit ein wenig lauwarmem Wasser, Mehl und einer Prise vom Salz verrühren

– den Vorteig etwa 10 Min. gehen lassen (Schüssel mit einem Tuch abdecken)

– restliche Zutaten zugeben und gut durchmischen

– Teig in die gefettete und bemehlte Omnia-Form geben.

– Deckel drauf und auf dem kalten Herd nochmal 10 Min. gehen lassen

– Auf großer Flamme 5 Min., dann auf kleiner Flamme 65 Min. backen.

– fast fertig –

Anmerkung von mir:

Ich nehme die Omnia-Form mit Deckel vom Herd (Topflappen benützen und beides gut festhaltenErstauntes Smiley), drehe sie kurz um – Deckel nach unten – und wieder zurück. Wenn ihr die Form vollständig eingefettet und bemehlt habt, fällt das Brot in den Deckel und anschließend wieder zurück in die Form.

Nun noch abkühlen, dann ist es

– ganz fertig –

Hinweis zum Schluss:

Ihr könnt sicher das Brot auch in einer Kastenform im NORMALEN Backofen backen, Temperatur und Backzeit??? Ausprobieren oder warten, bis Ingrid berichtet. Etwa ich?

Brot 1Brot 2Brot 3Brot 4Brot 5Brot 6Brot 7

written by Uschi
photos taken with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Hallo „Fix und Boxi“- Crew (alle!)!

 

Wir in Oscarlotta haben einen Neuzugang und der möchte sich vorstellen:

Gestatten, mein Name ist Lasse und ich bin der Neue! Ich bin gut aufgenommen worden von den Kollegen hier. Es sind ganz schön viele und ich habe mir noch nicht alle Namen merken können. Aber ich glaube, manche heißen auch nur so, wie sie aussehen. Das ist dann ja leicht! Ich habe den Eindruck, die Chefin ist auch ganz nett, bis jetzt kann ich mich nicht beklagen. Ich durfte schon den ganzen Nachmittag neben ihr auf dem Tisch sitzen. Nee, sie hat nicht auf dem Tisch gesessen, nur ich! Zwinkerndes Smiley Aber sie heißt ja auch Ingrid, das ist ja ein nordischer Name. Da müssen wir uns ja verstehen! Ich hieß ja noch gar nicht irgendwie. Die Chefin, äh – die Ingrid hat dann mal alle schwedischen Jungensvornamen im Internett gesucht (ich weiß ja nicht, was das ist, aber wenn nett dabei ist, ist’s bestimmt was Gutes). Ich durfte dann zwischen Lenne und Lasse wählen! Die Ingrid hat mir auch erzählt, dass es da irgendwo noch mehr von uns gibt. Also nicht mehr Elche, aber mehr Crewmitglieder, was auch immer das ist. Sie will mir auch noch ein Foto zeigen, vielleicht morgen, denn heute brummt mir schon der Kopf. Also vielleicht sehen wir uns ja dann irgendwann mal. Dann kenne ich die hier bestimmt schon besser. Und ich wünsche mir ganz doll, dass mich alle mögen! Aber die Ingrid sagt, ich soll mir mal keine Sorgen machen, so süüüüß wie ich aussehe. Ich dachte, süüüüß ist nur für Mädchen!?!? Cooles Smiley

Also, ihr da irgendwo, ich sag dann mal „hasta luego“! (Ich glaube, das ist spanisch!!!) Die Ingrid hat nämlich gesagt, dass wir da vielleicht mal hinfahren. Oder nach Schweden. Alter Schwede, das wäre was! Da würde ich aber angeben, ich werde jetzt nämlich ein mobiler Elch, MobiLasse sozusagen. Smiley

Alde Röthlein

 

Ich beschloss, den Weg wieder zurückzufahren, den ich gekommen war. Enttäuschtes Smiley Urmitz lag ungefähr auf halber Strecke, dort würde ich einen Tag pausieren. So unproblematisch, wie ich den Stellplatz beim ersten Mal gefunden hatte, so schwierig gestaltete es sich dieses Mal. Meine beiden Navis waren sich absolut nicht einig! Wenn das eine sagte, ich solle nach links abbiegen, wollte das andere nach rechts. Zweimal war ich schon in Sichtnähe des Kernkraftwerkes, also ganz dicht beim Stellplatz. Es wurde dunkel. Als ich das dritte Mal an derselben Abzweigung vorbeikam, war ich kurz vorm Verzweifeln! Auf welches Navi sollte ich hören? Angehalten und auf die Karte geguckt hatte ich vorher schon einmal, aber geholfen hatte es mir nicht. Als ich zum dritten Mal an dem großen Einkaufspark vorbeifuhr, erwischte ich nur mit Glück die richtige Abfahrt und war tatsächlich auf der Straße, die mich letztes Mal schon nach Urmitz geführt hatte. Hier stand auch endlich mal ein Hinweisschild! Ich war eine gute Stunde immer im Kreis gefahren und kam entsprechend genervt am Stellplatz an. Und der war voll! Na ja, zum Glück nicht ganz, aber die erste Reihe. Das war mir jetzt aber auch schon egal. In der zweiten Reihe gab es noch einen Platz ohne direkte Nachbarn, dafür war der Rhein nicht mehr zu sehen. Egal! Die beiden Dauerbewohner-Wohnmobile waren immer noch da! An Paules: Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ihr ganz in der Nähe wohnt! Trauriges Smiley

UrmitzUrmitzUrmitz

Anfang Januar sind die Stellplätze in Deutschland schon so voll??? Was ist denn bloß los? Das Wohnmobilaufkommen wird langsam beängstigend! Das Rheinhochwasser hatte auch um einiges zugenommen und schon wenige Tage später wurde der Schiffsverkehr eingestellt.

Hochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in UrmitzHochwasser in Urmitz

Den Freitag verbrachte ich in Urmitz und am Samstag fuhr ich die zweite Hälfte meiner 500km-Tour bis zur Firma Alde in Röthlein. Es gibt dort einen firmeneigenen Stellplatz mit Stromsäule und Toilettenentsorgung. Ich musste ein wenig hin- und herrangieren, bis ich Oscarlotta parallel zum Zaun stehen hatte.

Stellplatz bei AldeStellplatz bei Alde

Am Montag um 8 Uhr sollte es los gehen! Vorher musste ich noch alles Frischwasser ablassen. Das bedeutete, am Vorabend früh ins Bett gehen! Das ist schon ein kleines Problem, dann aber auch einschlafen können ist allerdings das größere. Auf halb sieben hatte ich mir den Wecker gestellt, um 4 Uhr musste ich mal zur Toilette und das war es dann! Kurz nach 6 stand ich auf, was den Vorteil hatte, dass ich alles ganz in Ruhe erledigen und sogar noch einen Kaffee trinken konnte, bevor ich mein Stromkabel abzog. Um 8 Uhr meldete ich mich im Büro und um viertel nach 8 schob ein junger Mitarbeiter seinen Werkzeugwagen zu Oscarlotta. Muss ich denn gar nicht woanders hinfahren? Nein, er könne das alles hier erledigen. Er stürzte sich auch gleich in die Tiefen des Doppelbodens und fing an zu demontieren. Nachdem er den Heizungsblock herausgehievt hatte, erklärte er mir, dass seine Kollegen in der Werkstatt den Boiler ausbauen würden und ich dann, wie gewünscht, ein paar Fotos machen könnte. Er würde mir Bescheid geben. Es würde aber eine Weile dauern. Ich nutzte die Zeit, um zu frühstücken. Langsam wurde es allerdings unangenehm kalt in Oscarlotta!

Heizung noch daEs geht los!Heizung wegHeizung auf dem Weg nach draußenHeizungsinnenleben

Nach ca. 45 Minuten kamen die Heizung, der junge Mann sowie sein Vorgesetzter wieder zurück. Nein, Fotos dürfe ich leider von dem defekten Boiler nicht machen! Alde möchte wohl nicht, dass solche Fotos vielleicht eventuell im Internet erscheinen!? Cooles Smiley Die gute Nachricht war dann, dass mir der ausgetauschte Boiler zunächst einmal nicht in Rechnung gestellt, sondern zur Überprüfung nach Schweden geschickt werden würde. Denn auch, wenn ich ständig im Wohnmobil lebe und er dadurch natürlich viel mehr beansprucht wird, dürfte er eigentlich nach knapp 7 Jahren noch nicht defekt sein. In den allermeisten Fällen sei Alde sehr kulant, ansonsten würde man noch eine Nachforderung an mich stellen.

Heizung wieder da

Ich war davon ausgegangen, dass mit dem Austausch des Boilers auch automatisch die Heizungsflüssigkeit erneuert werden würde, erfuhr aber, dass das eine mit dem anderen eigentlich nichts zu tun habe. Da der Austausch aber schon lange überfällig war (alle 2-3 Jahre empfohlen), bat ich darum, dass das auf jeden Fall miterledigt wird. Nach erfolgreichem Wiedereinbau der Heizung ging es dann darum. Der junge Mann erklärte mir, dass es inzwischen ein neues Verfahren gibt, indem neue Heizungsflüssigkeit in das System gepumpt wird und bei erreichen des Füllhöchststand wird die alte Flüssigkeit automatisch herausgedrückt und in einer Tonne draußen vor der Tür aufgefangen. Das ging recht schnell.

HeizungsflüssigkeitsaustauschHeizungsflüssigkeitsaustauschHeizungsflüssigkeitsaustausch

Wir wären dann fertig, hieß es. Er würde die Heizung jetzt starten wollen und es wäre nötig, für den Boiler etwas Wasser aufzufüllen. Also schnappte ich mir in Ermangelung eines Frischwasseranschlusses in erreichbarer Nähe meine Gießkanne und lief ein paarmal zwischen der Küche der Firma und Oscarlotta hin und her. Nach kurzer Zeit wurden die Heizkörper warm! Ich konnte mich vom letzten Mal 2011 erinnern, dass jetzt die zeitraubende Prozedur der Entlüftung an der Reihe sein würde. Nein, das sei nicht mehr nötig! Durch das neue Verfahren habe keine Luft in die Leitungen gelangen können und die vorher vorhandene sei mit herausgedrückt worden. Große Klasse! Es mussten also nicht sämtliche Abdeckungen gelöst werden, die teilweise etwas schwer zugänglich sind. Es müsse erst entlüftet werden, wenn ein Heizkörper nicht warm würde oder es irgendwo gluckert.

Als Geschenk bekam ich außer einem kleinen Plüsch-Elch Verliebt eine Literflasche der neuen Heizungsflüssigkeit, schon fertig gemischt. Bisher mussten destilliertes Wasser mit Glykol im Verhältnis 60:40 selbst angemischt werden und in den Ausgleichsbehälter gefüllt werden, wenn der Füllstand unter die Mindestmarkierung gefallen war. Die meisten Besitzer eines Wohnmobils mit Alde-Heizung würden sich allerdings um den Füllstand nie kümmern und sich dann bei ihnen melden, weil die Heizung plötzlich kalt bleibt, erfuhr ich. Laut lachen Eine weitere gute Nachricht war, dass der Gesamtaustausch der Heizungsflüssigkeit jetzt nur noch alle 5 Jahre notwendig wird.

Um 12 Uhr fuhr ich mit Oscarlotta vom Hof, trotz des noch nicht berechneten Boilers um ein paar Hundert Euro ärmer. Es waren nämlich auch noch der Brenner und das dazugehörige Gebläse ausgetauscht worden und allein die Kosten für die Frostschutzflüssigkeit beliefen sich auf €145. Ich hoffe dann mal, dass es dabei bleibt und überhaupt, dass es jetzt endlich wirklich mal gut ist mit Instandsetzungen und Optimierungen bei Oscarlotta. “Sie ist mir lieb und teuer”, ich weiß jetzt, was diese Aussage bedeutet! Kuss senden

Grafenrheinfeld

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Caravan-Center Bocholt

 

Am 2. Januar fuhr ich zum Caravan-Center Bocholt. Auf den Hof fahren war nicht, weil zwei Wohnwagengespanne diesen in ganzer Länge und Breite einnahmen. Zum Glück konnte ich bei der benachbarten Firma wenden und ließ Oscarlotta dann einfach auf dem Bürgersteig stehen. In einem Industriegebiet sind ja eher weniger Fußgänger unterwegs.

Der Eingangs- und Wartebereich der Firma war voll mit Menschen, die offenbar alle nach dem Betriebsurlaub ein Problem erledigen lassen wollten. Das könnte evtl. etwas länger dauern! Eine nette Rezeptionistin nahm meine Personalien und die Schadenbeschreibung auf und wollte zum Schluss die Fahrzeugschlüssel haben. Ich erklärte ihr, dass ich nicht auf dem Firmengelände stehen würde und dass ich gerne hätte, dass sich jemand die Sache erst einmal ansehen würde. Gut, sie würde mit dem Werkstattleiter sprechen, das könne aber etwas dauern und es käme dann jemand zu mir. Ich möge mich doch solange in den Wartebereich setzen. Ein WLAN gab es leider nicht!

Nach 15 Minuten kam ein junger Mann und begleitete mich zu Oscarlotta. Zielsicher öffnete er die Plastikabdeckung oben auf dem Heizungsblock, unter der einige Kabel angesteckt waren, zog sie der Reihe nach ab und kam so eine Ebene tiefer. Ich stellte ihm meine Taschenlampe zur Verfügung und er vermeldete, dass, wie vermutet, der Boiler einen Riss habe. Ja, eine lange Kalkspur zeugte davon, dass von dort schon längere Zeit Wasser entwich. Einen Wassertropfen konnte man auch sehen. Und er erklärte mir, dass der für mich bisher nicht nachvollziehbare Wasseraustritt davon abhängt, wieviel heißes Wasser aus dem Boiler entnommen wird. Dieses würde ja wieder aufgefüllt und erhitzt werden, sich dabei ausdehnen und da der Riss ganz oben am Boiler war, trat eben nur bei Füllhöchststand Wasser aus. Das klang logisch! Der Behälter müsse ausgetauscht werden, schweißen oder sonstiges würde keinen dauerhaften Erfolg versprechen. Er würde jetzt mal bei Alde anrufen und einen Boiler bestellen. Er stöpselte alle Kabel und Stecker wieder an und ging dann schon mal vor, während ich mein Loch wieder verschloss und den Teppichboden darüberlegte. Als ich im Wartebereich ankam, eröffnete er mir, dass er bei der Firma Alde heute niemanden erreiche, da dort Inventur gemacht würde. Er würde es am nächsten Morgen wieder versuchen und mich dann anrufen. Wann am nächsten Morgen??? Wir einigten uns auf 10 Uhr. Cooles Smiley

Ich hätte nach Rees zurückfahren können und wie sich später herausstellte, wäre das auch die bessere Entscheidung gewesen, aber es gibt in Bocholt einen Wohnmobilstellplatz direkt am Aasee und ich wollte mir die Stadt anschauen, die ich noch nicht kannte. Der Stellplatz machte einen ganz guten Eindruck, wenn auch die recht befahrene Straße direkt daneben lag. Die Anordnung der Plätze erschloss sich mir nicht auf Anhieb und als ich Oscarlotta seitlich anhielt und überlegte, kam schon der Betreiber gelaufen und sagte mir, wo die größeren Mobile stehen können. Es gibt drei Platzteile und auf zweien sind rundherum kürzere Plätze und in der Mitte längere Spuren. Ich bekam sogar noch die Info, auf welchem der Plätze Satellitenempfang sei! Der Betreiber war sehr nett und freundlich und bei der Anmeldung fachsimpelten wir ein wenig über Alde-Heizungen, denn er hatte bis vor kurzem ebenfalls einen Flair gefahren. Ich bezahlte erst einmal für zwei Nächte, da ich ja noch nicht wusste, wie es weitergeht. Bekam einen Stadtplan sowie weiteres Infomaterial und eine Wegbeschreibung in die Stadt.

Bocholt Aasee

Ich schloss mein Stromkabel an, schaltete die Heizung (auf Gas) wieder ein, stellte sie auf Nachtbetrieb, damit es bei meiner Rückkehr nicht ganz so kalt sein würde und ging in die Stadt. Direkt gegenüber des Stellplatzes liegt eine alte Textilfabrik, jetzt ein Museum. Leider wegen Renovierung geschlossen und es sollte erst im Mai wieder geöffnet werden. Schade!

Textilmuseum BocholtTextilmuseum BocholtTextilmuseum Bocholt

Zur Innenstadt verlief ein schöner Fußweg an der Aa entlang, in ca. 20 Minuten war ich da. Klar war aber auch, dass ich dort im Dunkeln nicht wieder zurücklaufen wollte. Ich kam direkt an einem größeren überdachten Einkaufszentrum raus und ging erstmal in ein Café. Als ich alles abgegrast hatte (die Läden, nicht das Kuchenbuffet!), versuchte ich in der eigentlichen Innenstadt eine Bushaltestelle oder einen Taxistand zu finden, vergeblich. Zum Glück hatte ich ja einen Stadtplan und mit einem ziemlichen Umweg kam ich schließlich wieder bei Oscarlotta an. Und die war kalt! Okay, ich hatte nur die Nachtabsenkung eingestellt. Also hochdrehen! Nach einer Weile wunderte ich mich, dass die Heizkörper bzw. die Abdeckungen derselben immer noch kalt waren. Nanu??? Ich schaltete die Heizung noch einmal aus und wieder ein, sowohl auf Gas als auch auf Strom. Nichts! Ich öffnete das Bodenloch und überprüfte die Kabel, sogar die Glassicherungen. Alles sah heil und richtig aus. Inzwischen regnete es draußen und nur mit Mühe hörte ich, dass die Heizung im Gasbetrieb anlief, sich aber in dem Moment, wo sie zündete, wieder abschaltete. Ich probierte es noch ein paarmal mit dem immer gleichen Ergebnis und fand mich dann zähneknirschend damit ab, dass ich diese Nacht keine Heizung haben würde!!! Enttäuschtes Smiley Frieren wollte ich aber auch nicht. Also im Regen raus in die Heckgarage, den Heizlüfter rauskramen. Der war zum Glück so verstaut, dass ich nicht erst wer weiß was umräumen musste. Die Absicherung war auch hoch genug und genügend 50-Cent-Stücke für den Automaten hatte ich auch. Meine Laune war trotzdem nicht besonders gut! Irgendetwas hatte der junge Mann ja wohl falsch gemacht! Natürlich hätte ich die Heizung noch bei der Firma einschalten sollen, aber auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Gut, noch einmal wird mir das wohl nicht passieren! Kann man denn niemandem mehr vertrauen, dass er seine Arbeit sorgfältig macht??? Um halb elf warf ich vorsichtshalber noch ein paar Geldstücke nach, da ich am nächsten Morgen nicht tiefgefroren aufwachen wollte und ging in mein nicht allzu warmes Bett, zusammen mit meinem iPhone. Das wärmt zwar nicht, aber ich könnte dann im Bett auf den versprochenen Anruf warten. Den Wecker stellte ich auf kurz vor zehn. Bestimmt würde der Anruf nicht vor halb elf kommen.

Am nächsten Morgen hatte ich noch 12°C in Oscarlotta! Der Strom lief noch, also schaltete ich den Heizkörper auf höchste Stufe und verzog mich wieder ins Bett. Den Wecker schaltete ich aus, das iPhone an und Punkt 10 Uhr klingelte es! Das Caravan-Center Bocholt. Er habe eine gute und eine nicht so gute Nachricht für mich! Der Boiler sei vorrätig, könne aber von ihnen nicht ausgetauscht werden. Das könne bzw. dürfe nur die Firma Alde selbst. WARUM??? Ja, es handele sich um ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Bei dem Vorgängermodell der Heizung wäre das bei ihnen noch möglich gewesen, bei meinem Modell nicht mehr. (Diese Aussage stellte sich später allerdings als falsch heraus!) Das bedeutet, ich muss jetzt zu Alde fahren? Zurück in die Nähe von Würzburg??? 500km in die falsche Richtung??? Nun ja, die Alternative wäre, die Heizung auszubauen, zu Alde zu schicken, den Boiler dort austauschen zu lassen und zu warten, bis alles wieder zurückkommt. Ohne Heizung, ohne warmes Wasser? Ich könnte natürlich nach Rees (wo der Strom inklusive war) zurückfahren, den Heizlüfter laufen lassen und mir warmes Wasser auf dem Herd machen. Ich hätte auch, wie geplant, zu meinen Freunden nach Nordhorn fahren und mich bei ihnen auf die Gästecouch legen können, aber ich hatte weder Lust, Oscarlotta winterfest zu machen, noch sie allein auf dem Stellplatz stehen zu lassen. Keine der drei Möglichkeiten gefiel mir wirklich. Trauriges Smiley

Ich hätte aber auch noch eine nicht so gute Nachricht für ihn, teilte ich meinem Telefongeprächspartner mit. Meine Heizung wäre am Vorabend nicht mehr angesprungen! Kurzes Schweigen. Aber er hätte doch alle Kabel wieder angeschlossen!? Dann solle ich doch noch kurz auf der Fahrt zu Alde bei ihnen vorbeikommen, er sei aber nur bis 12:30 im Hause. Es war inzwischen Mittwoch. Ich würde bestimmt nicht noch für Freitag einen Termin bei Alde bekommen. Ich hatte die nächste Nacht schon bezahlt. Okay, auf €7,50 könnte ich zur Not noch verzichten. Aber erst meine Heizung wieder in Schwung bringen lassen und dann auf die Autobahn und mal eben 500km fahren? Da hatte ich so gar keine Lust drauf! Ich machte mich und Oscarlotta fahrfertig, zog mein Stromkabel von der immer noch funktionierenden Stromsäule ab und fuhr erst einmal zum Caravan-Center. Der junge Mann öffnete den Deckel, schaute prüfend auf die Kabel und Stecker und war immer noch sicher, alles richtig wieder angeschlossen zu haben. Er zog erneut alles ab und schaute sich die eine Etage tiefer liegenden funktionslosen Kabel an. Und siehe da, er hatte einfach nur vier Kabel miteinander vertauscht! Es war ihm anzumerken, dass es ihm schon etwas peinlich war, aber wer glaubt, dass ihm auch nur ein Wort der Entschuldigung über die Lippen gekommen wäre, der irrt sich. Kein „Oh, das tut mir aber Leid!“ oder „Da mussten Sie ja frieren heute Nacht!“ oder „Ich hoffe, Sie hatten wenigstens einen Heizlüfter?“. Nichts, gar nichts! Er verkabelte alles, diesmal richtig, wir starteten die Heizung, sie sprang an und er verließ sehr eilig Oscarlotta und mich.

Noch von dort aus rief ich bei Alde an und bekam einen Werkstatttermin für den nächsten Montag. Ich fuhr zum Stellplatz zurück, auf meinem Platz stand bereits ein anderes Wohnmobil und sein Stromkabel hing mit Sicherheit an meiner Steckdose mit meinem Restguthaben. Es war Sturm angesagt und so beschloss ich, mich für die nächste Nacht hinter das Anmeldegebäude auf die nicht schönen, aber baumlosen, Plätze zu stellen. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, mich mit den Tatsachen abzufinden.

Stellplatz Bocholt Aasee

Fortsetzung folgt… Cooles Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Kein Ende abzusehen – außer vom Jahr! :-(

 
Am 22. Dezember stellte ich fest, dass meine Heizung leckt!!! Enttäuschtes Smiley Immer, wenn ich mit jemandem über meine zahlreichen Werkstattbesuche der letzten Wochen redete, bekam ich zur Antwort, dass ich aber danach doch eine „neue“ Oscarlotta hätte. Und ich erwiderte jedesmal, dass immer noch meine Heizung alt ist und auch meine Aufbau-/Wohnraumbatterien und dass beides mit viel Glück noch eine Weile durchhält, toi, toi, toi!!! Die Batterien sind wirklich immer noch dieselben wie bei der Übernahme von Oscarlotta im April 2007 – unglaublich, aber wahr. Bei der Alde-Heizung wurde der Boiler das letzte Mal 2011 getauscht. Ich wurde aufmerksam, weil meine – neue – Druckpumpe sich auffallend oft einschaltete, obwohl ich gar kein Wasser entnommen hatte. Das ist immer ein Hinweis auf irgendeine Undichtigkeit. Ich wollte die Pumpe einer Sichtprüfung unterziehen und öffnete den Deckel zu dem Fach im Zwischenboden, in dem sowie die Pumpe als auch die Heizung untergebracht ist. Der Boden war nass! So eine Sch…!!! Konnte denn nicht langsam einfach gut sein??? Und nun? Zwei Tage vor Weihnachten? Ich nahm das Wasser auf und ließ das Heizungsfach offen, um die Sache zu beobachten und herauszufinden, was die Ursache der Feuchtigkeit war. Jetzt hatte ich ein Loch im Fußboden genau an der schmalsten Stelle vom Innenraum, zwischen Küchenblock und Kühlschrank. Ich lernte, aufzupassen, um mir nicht auch noch ein Bein zu brechen und ich lernte zu balancieren. Nur die Bedingungen des Wasseraustrittes durchschaute ich nicht. Das Wasser drückte zwar eindeutig an einer immer gleichen Stelle aus dem Inneren des Heizungsgehäuses heraus (Pfeil auf dem 2. Foto), aber es kam nicht kontinuierlich. Mal mehr, mal weniger, über Nacht wurde auch mal ein Handtuch so nass, dass ich es auswringen konnte und dann passierte mal zwei Nächte mit dem dazwischenliegenden Tag gar nichts!

HeizungsfachWasseraustritt (Pfeil)Trockenlegung

Nach Weihnachten telefonierte ich die in erreichbarer Nähe befindlichen Partnerwerkstätten von Alde ab. Betriebsferien zwischen den Jahren! Bei einer Werkstatt erreichte ich einen Menschen, nicht nur die Mailbox, aber man hatte keine Kapazitäten frei, auch nicht für einen Notfall. Trauriges Smiley Meine Pumpe schaltete ich nur noch kurz ein, wenn ich sie benötigte und ansonsten versuchte ich, immer ein Handtuch zu trocknen, während das andere im Einsatz war. Und ich versuchte – mit Erfolg – weiterhin, mir kein Bein zu brechen. Zwinkerndes Smiley Ein Zusammenhang zwischen dem wechselnden Wasserverlust und den wechselnden Bedingungen (fahren/nicht fahren) erschloss sich mir immer noch nicht.

Silvester wollte ich eigentlich in Geldern verbringen. Ich kannte den Stellplatz und die Stadt und glaubte, dort gut aufgehoben zu sein. Ein wenig Sorgen machte ich mir, dass der Platz so gut besucht sein könnte wie der in Brüggen, aber es war ja erst Mittwoch und der Stellplatz ist groß. Als ich ankam, bot sich mir dieses Bild!

Geldern

Kein einziges Wohnmobil auf dem ganzen Platz und alle Stromsäulen waren entweder mit Plastiktüten verhängt oder mit Absperrband umwickelt. Am Kassenhäuschen hing aber ein „Geöffnet“-Schild. Ich wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte und vor allem wusste ich (noch) nicht, wo ich sonst hinfahren könnte. Also stellte ich Oscarlotta erstmal mitten auf den Platz und ging zum Ticketautomaten. Der war betriebsbereit und es gab auch nirgendwo einen Hinweis, dass der Platz nicht zu nutzen sei oder es keinen Strom geben würde. Ich suchte gerade nach einer Telefonnummer, um nachzufragen, als ein städtischer Wagen auf den Platz fuhr. Nein, man wisse von nichts, aber ich solle mal bei der Stadtverwaltung anrufen. Ja, wenn da jemand drangeht? Ja, auf jeden Fall würde da jemand abheben! Es hob niemand ab!!! Einer der Männer war inzwischen zu einer der Stromsäulen mit Bauchbinde gegangen und teilte mir mit, dass er glaube, dass die Säule funktionieren würde. Es wurde schon langsam dunkel und ich hatte wenig Lust, im Dunkeln weiterzufahren, außerdem wollte ich in dem ortsansässigen Kaufland ein paar Sachen kaufen, die es nur dort gibt. Ich stimmte dem Stadtbediensteten zu, dass der Versuch, Strom zu bekommen, nur das überschaubare Risiko von 50 Cent beinhaltete und parkte Oscarlotta neben der Säule ein. Eine Nacht würde ich es hier allein aushalten, zur Not auch ohne Strom. Die Säule funktionierte! Warum werden funktionstüchtige Säulen als funktionsuntüchtig markiert??? Bestimmt war der Platz so leer, weil alle Wohnmobilfahrer gleich wieder gefahren waren. Ich löste ein Parkticket (€8), fuhr meine Trittstufen ein, verschloss meine Tür doppelt, wechselte das Handtuch aus und verbrachte einen gemütlichen Abend und eine ruhige Nacht.

Geldern 

Am nächsten Tag beschloss ich, mir einen schönen Tag im Städtchen zu machen und noch eine weitere Nacht zu bleiben. Oscarlotta war immer noch das einzige Wohnmobil auf dem Platz. Zwei zusammengehörende Concorde kamen, die Besatzungen sahen sich um, berieten kurz und fuhren wieder. Am übernächsten Tag schien endlich mal die Sonne und ich ging beschwingt noch einmal durch die Stadt und auf dem Rückweg zum Kaufland. Mein Ticket galt ja bis zum späten Nachmittag. Inzwischen wusste ich auch, wo ich hinfahren wollte und um 15 Uhr wechselten Oscarlotta und ich 44km weiter nach Rees auf den Stellplatz „Ebentalstraße“. Dort standen dann einige Wohnmobile, aber es war noch ein schöner Platz ohne direkte Nachbarn für uns frei. Der Platz kostet auch €8, aber im Preis inbegriffen ist nicht nur die Ent- und Versorgung, sondern auch der Strom – und das mit einer Absicherung von 16 Ampere!!! Also brauchte ich mir keine Gedanken zu machen, wo ich im Falle des Falles eine Gasflasche tauschen könnte. Jetzt galt es nur, die Zeit bis zum 2. Januar Handtuch und Jahr wechselnd zu überstehen und am ersten möglichen Tag hatte ich vor, nicht zu telefonieren, sondern sofort zur nächsten Servicewerkstatt in Bocholt zu fahren. Wenn ich dort auf der Matte stehen würde, könnte man mich nicht so leicht abwimmeln, wie am Telefon, so mein Plan.

Fortsetzung folgt… Cooles Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Weihnachten in Brüggen

 

Für die Weihnachtsfeiertage hatte ich mir das kleine Städtchen Brüggen ausgesucht, das auch einen Wohnmobilstellplatz hat. Brüggen liegt im Naturpark Schwalm-Nette in der Nähe von Mönchengladbach/Viersen und nicht weit von den holländischen Städten Venlo und Roermond entfernt. Ganz in der Nähe hatten meine Eltern über viele Jahre ihren Wohnwagen auf einem Campingplatz stehen. Diesen Wohnwagen, eher ein Wägelchen, hatte mein Vater zwischen 1955 und 1958 selbst entworfen und gebaut und zwar so, dass als Zugwagen unser erster PKW, ein Lloyd 600, ausreichte. Das Material war Flugzeugsperrholz, besonders leicht und formbar, außen verkleidet mit Kunststoffplatten und isoliert mit Styropor (?). Das kleine „Ei“ war 3m lang, 1,60 m breit und hatte ca. 1,90m Stehhöhe. Zunächst gab es aus Gewichtsgründen auch weder einen Deichselkasten für Gasflaschen noch ein hinteres Fenster. Beides wurde erst nachgerüstet, als sich in der Fahrpraxis der Lloyd dann doch recht schnell als untermotorisiert und absolut überfordert herausstellte und ein Ford ihn ablöste. Aber ein total hübsches Gespann waren der kleine grün-weiße Lloyd und der weiße, knuddelige Wohnwagen dahinter. Ich kann mich noch gut erinnern, dass Passanten auf der Straße uns lächelnd, amüsiert oder erstaunt hinterher sahen, denn Wohnwagen waren noch eine Rarität zu dieser Zeit. Ich war acht Jahre jung und ich erinnere mich gut, wie aufgeregt bangend wir an einem Tag darauf warteten, dass mein Vater nach Hause kam mit erfolgreicher TÜV-Abnahme. Es klappte tatsächlich gleich beim ersten Mal!

Die nächsten Jahre ging es ab dem Frühjahr bis zum späten Herbst jedes Wochenende aufs Land. Von einem Bauern hatte mein Vater ein kleines Stück Land am Waldrand gepachtet, wir standen dort ganz allein. Wasser zum Waschen und Kochen wurde in Kanistern vom Bauernhof geholt. Nein, fließendes Wasser gab es nicht in dem kleinen Wohnwagen, auch keine Toilette. Zu dieser Zeit ging man noch mit Spaten in den Wald. Laut lachen Zum (Hände) Waschen stand draußen eine kleine Plastikwanne. Der Wohnwagen bestand hauptsächlich aus zwei langen Bänken und einem großen Tisch. 4-5 Personen konnten dort bequem sitzen, mit herunterklappbarem Zusatzbrett und Klapphocker auch sieben. Zum Bett umgebaut ergab sich eine Liegefläche von 1,60 x 1,90. Mein 10 Jahre älterer Bruder fuhr nur zu Beginn noch mit, dann schlief ich auf einer Luftmatratze unter dem abgesenkten Tisch. Als ich älter wurde, bekam ich ein Zelt für mich allein. Vor dem Bett gab es einen schmalen Durchgang zur Eingangstür, an der Bugwand befand sich ein Kleiderschrank, ein Küchenunterschrank mit großer Arbeitsfläche, ein kleiner Oberschrank für Gläser und Tassen und über Eck war eine Vorrichtung, auf der ein Zweiflammen-Gaskocher Platz hatte. Drunter stand eine Kühlbox. Mehr brauchte man damals nicht zum Glücklichsein! In den Schulferien machten wir Urlaubsfahrten nach Holland, nach Österreich, nach Bayern. Besonders in Holland blieben meine Mutter und ich oft die ganzen Sommerferien und mein Vater, der ja nicht so viel Urlaub bekam, besuchte uns an den Wochenenden. Und das, obwohl er damals auch samstags noch bis Mittag arbeiten musste! Ich wurde also sehr frühzeitig infiziert mit dem Camping-Bazillus!

Ich war Mitte zwanzig, als meine Eltern sich entschlossen, einen größeren Wohnwagen zu kaufen. Mein Vater war gerade in Rente gegangen, sie planten längere Auslandsreisen und wollten für das obligatorische Mittagsschläfchen nicht immer ein Bett „bauen“ müssen. Den kleinen Wohnwagen verkaufen??? Erstauntes Smiley Ich beschloss, ihn zu übernehmen. Passenderweise wurde die Nachbarparzelle auf dem Campingplatz frei und ich pachtete sie. Reisen konnte ich mit dem „Ei“ allerdings nicht, da ich ja ausschließlich Enten fuhr, außerdem war es inzwischen auch schon etwas in die Jahre gekommen. Die nächsten 20 Jahre verbrachte ich aber im Sommer so gut wie jedes Wochenende dort und immer mindestens die Hälfte der Sommerferien. Ein Vorzelt gab es inzwischen, das eine größere Grundfläche hatte als der Wohnwagen, aber es gab immer noch weder fließendes Wasser noch eine Heizung, dafür aber im Vorzelt einen Haushaltskühlschrank und ein Porta Potti.

Ich habe es geliebt, dort zu sein! Und meine beiden Hunde, die ich nacheinander hatte, ebenfalls. Aber auch damals schon war ich kein Freund von Kuschelcamping und es war ideal, dass ich einen Eckplatz am äußersten Ende des Campingplatzes hatte, mit Nachbarn nur an einer Seite – und das waren meine Eltern.

Die Gegend dort ist sehr waldreich und man konnte auf schattigen Wanderwegen mit dem Rad bis Roermond fahren oder zum Baden an einen kleinen See oder eben nach Brüggen, zum Bummeln und zum Eis essen. Meine Hunde konnten immer frei mitlaufen, erst kurz vor Brüggen wurden sie in ihren Fahrradkorb verfrachtet. In einer guten halben Stunde waren wir dort. Wenn meine Eltern auch da waren, fuhren wir des öfteren zum Essen gehen nach Brüggen, entweder in die „Brüggener Mühle“ oder ins „Brüggener Klimp“, ein ehemaliger Bahnhof.

Brüggener MühleBrüggener MühleBrüggener MühleMühlbachBrüggener Mühle

Ja, und das alles wollte ich jetzt mal wiedersehen! Es hatte sich rein gar nichts verändert in den letzten 20 Jahren!!! Das Städtchen ist immer noch winzig und besteht hauptsächlich aus Boutiquen, Restaurants und Cafés. Anziehungspunkt war und ist das noch teilweise erhaltene Wasserschloss, auf dessen Gelände mehrmals im Jahr Feste ausgerichtet werden. Brüggen lebt vom Tourismus und von der Nähe zu Holland und in den Sommermonaten werden wohl immer noch Busladungen Reisender zum Kaffee trinken dort abgesetzt.

weihnachtliches Brüggenweihnachtliches Brüggenweihnachtliches Brüggenweihnachtliches BrüggenBurg BrüggenBurg Brüggen

Auch der Wohnmobilstellplatz war gut besucht! Als ich ankam, konnte ich mir noch einen Platz aussuchen und entschied mich für die fast leere Platzseite. Es stellte sich dann allerdings heraus, warum sie so leer war, es gab dort nämlich keinen Fernsehempfang! Zwinkerndes Smiley Bereits am 1. Weihnachtstag war auf der Seite mit Empfang kein Platz mehr frei und notgedrungen musste man auch mit der anderen Seite Vorlieb nehmen. Ich hatte Glück, zwischen den Flair-Nachbarn zur Rechten und Oscarlotta fuhr niemand rein. Der Stellplatz ist einfach, bietet Stellflächen auf Schotter für 40 Mobile, Strom pauschal für €2, allerdings nur mit einer Absicherung von 6 Ampere. Das reichte leider nicht für meine Kaffeemaschine! Also Weihnachten ohne Fernseher und Kaffee??? Ich kaufte mir Pulverkaffee. Enttäuschtes Smiley Pro Nacht werden (ohne Strom) €5 fällig, es gibt ein Rohr zur Toilettenkassettenentleerung und für Grauwasser und einen Frischwasserhahn, an den kein Schlauch angeschlossen werden kann. Dafür kostete weder die Ent- noch die Versorgung etwas. Vom Platzwart wurde ich wortlos beobachtet, als ich meine Kassette entleerte, sie mit dem Inhalt der bereitstehenden Gießkanne spülte und diese dann am Frischwasserhahn wieder auffüllte und zurückbrachte. Als ich gehen wollte, sprach er mich an und meinte, dass sich so mancher Camper ein Beispiel an mir nehmen könne. Als ich lachend fragte, was ich denn richtig gemacht hätte, entgegnete er, dass ich meine Kassette NICHT am Frischwasseranschluss gespült hätte. Cooles Smiley

Und hier am Stellplatz merkte ich dann, dass sich doch etwas verändert hatte in Brüggen. Dort, wo es früher nur einen Aldi gegeben hatte, gibt es jetzt gegenüber zusätzlich einen großen Rewe-Markt und 200 Meter weiter sogar ein kleines Einkaufszentrum mit Lidl, Dänischem Bettenlager, Rossmann, einem Odlo-Outlet, Fressnapf, einer Imbissstube, einem Bäcker. Ich konnte meinen gesamten Einkaufszettel abarbeiten und brauchte mir keine Sorgen zu machen, an den drei Weihnachtssonn/feiertagen zu verhungern. Smiley mit geöffnetem Mund

Meine Erkundungs- und Nostalgiegänge durch den Ort waren übrigens mit sehr gemischten Gefühlen verbunden. Sooo viele Erinnerungen, die gleichzeitig glücklich und traurig machten. In der englischen Sprache gibt es den dafür passenden Begriff bittersweet.

Brüggen zu Weihnachten 2017

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wynen- Tankflasche

Am 21. 12. hatte ich einen Termin bei der Firma Wynen zum Wiedereinbau meiner Gastankflasche. Die hatte ja die Gasprüfung nicht bestanden, weil sie den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr genügte (siehe auch „hier“). Die Befestigung im Flaschenkasten musste verstärkt werden und der Gasschlauch musste gegen eine Festverrohrung ausgetauscht werden.

Ich hatte die Info, dass ich am Vorabend anreisen und auf dem Betriebsgelände übernachten könne, einen Stromanschluss gäbe es auch. Bestens! Den Termin hatte ich auf 11 Uhr verhandelt. Zwinkerndes Smiley

Da es mir in Urmitz so gut gefiel, ließ ich eine eigentlich geplante weitere Zwischenstation ausfallen und fuhr am 20. direkt nach Viersen. Auf der linken Seite am grünen Zaun solle ich parken, die Steckdose sei am Küchenfenster. Ich war kurz vor 17 Uhr da, der Chef war noch im Büro und meinte, prima, dann könnten wir ja gleich morgen früh um 9 Uhr anfangen. NEIN!!! Ich hatte doch extra 11 ausgehandelt. Wir einigten uns dann auf 10 Uhr. Laut lachen

Ob ich mein Fahrzeug selbst in die Halle fahren wolle oder ob der Chef das machen solle, fragte mich am nächsten Morgen (9:55) die Sekretärin. Die Zufahrt war rechtwinklig, zur Begrenzungsmauer des Grundstücks war nicht viel Platz zum Ausholen. Trotzdem schaffte ich es in einem Rutsch, einer der Mechaniker signalisierte mir freie Fahrt. Drinnen musste dann ein wenig umgeschichtet werden, damit ich meine Seitenhecktür öffnen konnte, um die Tankflasche rausholen zu können. Ich hatte draußen noch überlegt, ob ich das vorher erledigen sollte und hatte mich dagegen entschieden. Ist ja oft so, dass man eine falsche Entscheidung trifft!

Der Chef höchstpersönlich fing sofort an zu arbeiten. Ich durfte in Oscarlotta bleiben. Der umbaute Gaskasten dient als Auflage für meinen Tisch, ich saß direkt daneben und die Bohr- und Montiergeräusche waren heftig. Als die neue Halterung am Fahrzeugboden befestigt war, gab es offenbar Probleme, die Tankflasche in den Gaskasten zurückzubekommen. Das verzweifelte Stöhnen (nicht der Tankflasche, die litt stumm) und die Schläge und Stöße bewogen mich ziemlich schnell, Oscarlotta zu verlassen und mich in die Besucherecke im Büro zu verziehen. Erstauntes Smiley

Nach einiger Zeit fragte ein Mechaniker, ob man mir die Tankflasche auch gleich befüllen solle? Dazu müsste ich rausfahren und man wäre jetzt auch fertig. Der Chef zeigte mir das Ergebnis seiner Arbeit und eröffnete mir, dass ich jetzt zum TÜV nach Mönchengladbach fahren müsse, um den Einbau abnehmen zu lassen. Diese Neuerung gab es erst seit einer Woche! Ob ich selbst fahren wolle oder ob sie das machen sollten? Ich ließ mir von der Sekretärin die Adresse geben, fütterte meinen Tommie damit, bezahlte €207,70 (incl. Tankfüllung und neuem Fülladapter für Spanien), wünschte frohe Weihnachten und fuhr los. Auf dem Hinweg machte Tommie seine Arbeit gut, auf dem Rückweg verlor er leider völlig die Orientierung und versuchte zweimal, mich durch 3,10m-Unterführungen zu leiten sowie durch eine Fahrradstraße.

Beim TÜV fotografierte ein freundlicher Prüfer akribisch sämtliche Details und wir diskutierten ein wenig über Sinn oder Unsinn dieser neuen Bestimmungen. Auf der rechten Seite des Flaschenkastens habe ich jetzt eine bombenfest verschraubte Gas(tank)flasche und daneben steht eine (Camping)gasflasche, die mit zwei „Schnürchen“ gesichert ist! In beiden Flaschen befindet sich im Falle eines Unfalls gleichgefährlicher Inhalt. Die gesetzliche Verordnung käme von den in PKWs eingebauten Gastanks, sei auf alle Gastanks übertragen worden und gelte demnach auch für Gastankflaschen, erfuhr ich. Toll, oder? Entweder der Mensch/das Gremium, der/das sich das ausgedacht hat, hat keine Ahnung von der Praxis (und von Camping schon mal gar nicht) oder man wollte einfach nur eine neue Einnahmequelle auftun. Die TÜV-Gebühr betrug knapp €60 und ich bekam mehrere Schriftformulare. Damit müsse ich jetzt nur noch zum Straßenverkehrsamt und die Neuerung im Fahrzeugschein eintragen lassen. Dazu würde mir ein neuer Schein ausgestellt werden. (Kostenpunkt?) Geht das bei jedem Straßenverkehrsamt, wollte ich wissen? Nein, nur da, wo das Fahrzeug zugelassen ist! Und muss ich das sofort machen??? Ja, es stände unverzüglich da, aber wenn ich erst in zwei Tagen hinfahren würde, wäre das auch noch okay. In zwei Tagen war ein Tag vor Weihnachten! Ich sagte nichts mehr und beschloss, dass mich mal alle gernhaben können. Wen interessiert es, ob eine Tankflaschenhalterung im Fahrzeugschein eingetragen ist oder nicht? Den Polizisten, der mich routinemäßig kontrolliert? Den interessiert allenfalls, ob ich von einer Firmen-Weihnachtsfeier komme und Alkohol im Blut habe. Der weiß nicht, dass ich eine Tankflasche im Kasten habe und er will auch nicht in den Flaschenkasten schauen. Und falls doch, dann weiß er mit Sicherheit nichts von Befestigungsbestimmungen und dass diese sich 2016 geändert haben. Ich setze also ohne auch nur den Ansatz eines schlechten Gewissens zu haben meinen geplanten Reiseweg fort. Wenn ich irgendwann im Frühjahr sowieso im Ruhrgebiet bin, werde ich es erledigen und ich bin sicher, dass man mich nicht inhaftieren und mir auch nicht den Kopf abreißen wird! Cooles Smiley

Schlauchverbindung CampinggasflascheFestverrohrung Tankflasche

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wer kennt Urmitz? ;-)

 

Mitte der nächsten Woche, nachdem der Schnee wieder getaut war, fuhr ich dann tatsächlich mal weiter, großräumig um Sauerland und Ruhrgebiet herum, linksrheinisch bis in die Nähe von Koblenz. Es war keine angenehme Fahrt, es stürmte, es regnete und in höheren Lagen ging der Regen in Schnee über und seitlich der Autobahn war alles wieder weiß! Aber immerhin waren die Staus nur in entgegengesetzter Richtung und sie waren kilometerlang. Glück gehabt! Uschi hatte einen Stellplatz auf halber Strecke für mich gesucht und Urmitz gefunden. Nie gehört? So ging es mir auch! Es gefiel mir sofort dort. Ein kleiner Platz für 24 Mobile, halbkreisförmig angelegt, mit Blick von jedem Platz auf den Rhein und die vorbeiziehenden Frachtschiffe. Es herrschte reger Verkehr, auf dem Rhein, der Stellplatz war fast leer. Wenn ihr den Link anklickt, auf dem zweitletzten Foto ist mein Platz zu sehen, der 3. von rechts, OHNE direkte Nachbarn!

Stellplatz Urmitz

Zwei offensichtliche Dauerbewohner gab es, einer davon ein alter VW-Bus. Wie das geht, weiß ich nicht, denn einen Sanitärcontainer/-raum gibt es nicht. Ansonsten aber alles, was man als Mobilist so braucht, sogar Wasser in Kleinmenge. Der Stellplatz wird am Ticketautomaten bezahlt (€7/Nacht), es wird auch kontrolliert, Strom gibt es jeweils 8 Stunden für €1. Mit €10 ist also dabei, wer über Strom auch heizen kann. Es gibt einen Brötchenservice, eine Gasflasche könnte man auch tauschen, einmal zur Straße vorgelaufen und kurz um die Ecke ist ein Nahkauf, der seinem Namen wirklich Ehre macht. Ganz leise ist es allerdings nicht, die Schiffe sind laut, ganz besonders, wenn sie sich stromaufwärts Meter für Meter vorwärtskämpfen. Und direkt nebenan verläuft eine Eisenbahnbrücke über den Rhein, Strecke nach Köln, also stark frequentiert. In der anderen Richtung geht es nach Koblenz und dort ist man in 10 Minuten für €3,70/Person/Strecke. Der Bahnsteig ist direkt an der Brücke und in wenigen Schritten vom Stellplatz aus erreicht.

Urmitz RheinbrückeUrmitz Richtung Rheinbrücke/Köln

Wie gesagt, jetzt im Winter ist der Stellplatz nicht sehr belegt, im Sommer dürfte das allerdings völlig anders sein. Und dann wird es eng! Durch die halbrunde Anordnung sind die Plätze hinten relativ breit, vorne aber recht schmal, vielleicht bleibt noch ein halber Meter zu jeder Seite. Also maximal ein Meter zwischen zwei Fahrzeugen! Es gibt außerhalb der asphaltierten Stellflächen Grünstreifen, auch eine großzügige Wiese in erster Reihe zum Rhein. Direkt hinter dem Platz, auf dem ich stand, ist eine Boule-Bahn, der von fröhlichen und lauten Spielern genutzt wurde, im Sommer bestimmt ständig. Smiley mit geöffnetem Mund

Der Rhein führte schon richtig Hochwasser! Unterhalb des Stellplatzes verläuft in beide Richtungen ein netter Spazierweg. Dort, wo ich an dem einen Tag noch um eine Hausecke bis zur Kirche (dort stand schon alles unter Wasser) gehen konnte, war das am nächsten Tag schon nicht mehr möglich. Die Gefahr einer Überflutung des Stellplatzes besteht aber nicht so schnell, er liegt um einiges erhöht.

Rheinhochwasser

Wenn man Glück hat und einen der ersten Plätze auf der rechten Seite erwischt, schwimmen die Schiffe wirklich direkt am Wohnzimmerfenster vorbei!

Am Sonntag fuhr ich per Zug nach Koblenz auf den Weihnachtsmarkt. Im Internet hatte ich mir ein PDF-Dokument heruntergeladen, auf dem die Innenstadt mit ihren insgesamt 7 (!) verschiedenen Märkten dargestellt wurde. Ich kenne Koblenz zwar, aber ohne den Plan hätte ich garantiert nicht alle gefunden und mich auch sicher verlaufen. Natürlich war es voll und etwas ernüchtert musste ich auch feststellen, dass mindestens 80% aller Buden „Fress- und Saufbuden“ waren. Damit ist natürlich am meisten Geld verdient!

Koblenz Weihnachtsmarkt

Ich war am Bahnhof Stadtmitte ausgestiegen und nicht am Hauptbahnhof. Ich lief so durch die Stadt, dass ich auch in Stadtmitte wieder zusteigen konnte. Eine Fahrkarte zu bekommen war kein Problem, aber bei keinem der infrage kommenden Züge des Abfahrtplans stand mein Zielbahnhof Urmitz Rheinbrücke dabei. Um 18 Minuten nach kam pünktlich ein Zug, an dem nicht erkennbar stand, wo er hinfährt, eine Ansage gab es auch nicht. Ich fragte den neben mir stehenden jungen Mann, ob dies der Zug Richtung Köln sei. Er bejahte das und meinte, dort wolle er hin und er würde jetzt auf jeden Fall einsteigen. Na, dann bin ich mal mutig und steige auch ein, entgegnete ich. Etwas mulmig war mir allerdings. Der Zug setzte sich in Bewegung und fuhr auch an dem großen Einkaufspark vorbei, wie auf der Hinfahrt. Dann hätte er aber schon wieder halten müssen, was er nicht tat. Die 10 Minuten waren auch schon rum! Der nächste Halt müsste meiner sein, aber warum hatte er zwischendurch nicht gehalten? Es kam eine Zugdurchsage. Nächster Halt Andernach!!! Das war eindeutig falsch! Also raus aus dem Zug! Unten auf der Straße stand ein Bus. Ob er zufällig nach Urmitz fahre? Nein, nach Urmitz gäbe es gar keine Busverbindung. Ich müsse mit dem Zug wieder zurück bis zum Hauptbahnhof Koblenz, dort umsteigen und dann nach Urmitz fahren. Nee, dazu hatte ich keine Lust, wer weiß, wann der nächste Zug kommt und der nach Urmitz fuhr sowieso nur alle Stunde. Gegenüber stand ein wartendes Taxi. Der Taxifahrer hat sich gefreut, er hatte bestimmt nicht damit gerechnet, an diesem Sonntagabend für eine einzelne Fahrt noch €30 einzunehmen!

Urmitz

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

HAPPY NEW YEAR!!!


wünschen wir allen unseren Lesern und dass ihr die Suche nach dem Topf am Ende des Regenbogens nicht aufgebt. Er möge, wenn ihr ihn denn gefunden habt, mit dem gefüllt sein, was ihr am nötigsten braucht, nicht mit dem, was ihr euch am dringlichsten wünscht.

Wir bedanken uns für ein weiteres Jahr „Verfolgung“ und Feedback!

Happy New Year Stern Bonne Année Stern Feliz Año Nuevo Stern A guads neis Johr Stern Gott Nytt År Stern Buon Capodanno Stern Blwyddyn Newydd Dda Stern Yeni Yiliniz Kutlu Olsun Stern Scastny Novy Rok Stern Srechno Novo Leto Stern Es Guets Neus Johr Stern Bonus Prinzipius E Mellus Finis Stern S Novim Godom Stern Feliz Ano Novo Stern Hallich Nei Yaahr Stern Guads neis joa Stern Gelükkig Nyjaar Stern felix sit annus novus Stern Gullukkig Niuw Jaar Stern Voorspoedige Nuwejaar

Quelle

Urlaub bei Erwin

 

Der Dezember war bisher, wie immer, dem Adventskalender vorbehalten, aber das heißt nicht, dass sonst nichts passiert wäre!

Ich wollte für zwei oder drei Nächte nach Wertheim (bei Würzburg), erhoffte mir, dass das Wertheim Village schon weihnachtlich illuminiert sein würde. Dem war dann auch so, sowohl von außen als auch verschwenderisch von innen war alles mit vielen Lichtern stimmungsvoll geschmückt. Der Anblick vom Parkplatz der „Erwin Hymer World“ war märchenhaft (das Headerfoto vom aktuellen Monat) und aus den geplanten maximal drei Nächten wurden fast drei Wochen!

Wertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim VillageWertheim Village

Das lag aber nicht daran, weil es mir so gut gefiel, sondern dass zunächst meine Heizung nicht im Elektrobetrieb funktionierte. Man bekommt hier Strom für €1/drei Stunden, die Absicherung ist ausreichend hoch und so nutzte ich die Gelegenheit, Kühlschrank und Heizung auf Strom laufen zu lassen. Nicht den ganzen Tag, sondern um die Kaffeemaschine „morgens“ nutzen zu können und dann noch einmal abends zur Unterstützung der Bordbatterien. Meine Heizkörper blieben allerdings kalt! Nun gibt es hier ja nicht nur eine große Wohnmobil- und Wohnwagenausstellung mit allen Marken der Hymergruppe und einen gut sortierten Movera-Shop, sondern auch eine Wohnmobilwerkstatt. Ich wurde also dort vorstellig und obwohl die Auftragsbücher voll waren, hieß es, ich solle am nächsten Tag um 10 Uhr mit dem Mobil kommen. Man würde dann, wenn zwischendurch mal Zeit wäre, nachschauen. Passenderweise gab noch am selben Tag der Kühlschrank, der bis dato 10 Jahre problemlos funktioniert hatte, den Geist auf!!! Nicht schön, aber perfektes Timing! Erstauntes Smiley

Erwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer World

Am nächsten Morgen gab ich den Kühlschrank als weitere Baustelle an. Und dann hieß es warten! Es gibt einen netten Wartebereich mit Fernseher, Kaffeeautomaten und WLAN. Ich hatte viel upzudaten, lud Kartenmaterial für die Navi-App herunter und trank Kaffee. So vergingen die ersten zwei Stunden recht schnell. Um 12 Uhr musste ich allerdings umziehen, Mittagspause bis eins. Ich ging in den Wartebereich der Ausstellung. Dort gibt es auch WLAN, aber dort ist es noch langsamer! Nun, die Stunde verging auch und ich wechselte wieder nach unten. Oscarlotta stand leider immer noch am selben Platz, außerhalb der Werkstatt. Enttäuschtes Smiley Sie käme aber jetzt dran, hieß es. Ich updatete weiter, so gut es eben ging, trank Kaffee und las Klatschzeitschriften. Irgendwann war ich mit allem fertig, nur Oscarlotta offenbar noch nicht. Ab 15 Uhr wurde die Zeit lang! Um 15:30 sah ich sie draußen vorbeifahren, aber es dauerte dann nochmal fast eine halbe Stunde. Schließlich bekam ich eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Heizung lief wieder (ein Kontaktfehler, der behoben wurde), das Kühlaggregat war kaputt. Vielleicht sei aber auch nur etwas verstopft, der gerade anwesende Dometic-Fachmann hätte gesagt, dass es schon mal vorkomme, dass sich solche Verstopfungen bei Erschütterungen wieder lösen würden. Das war mir allerdings zu vage, vor allem in Anbetracht des Alters des Kühlschranks. Ein neuer sollte €1500-1600 kosten und es wäre nicht sicher, dass er in den zur Verfügung stehenden Raum hineinpassen würde, aber man könne auch nur das Kühlaggregat austauschen. Das würde dann „nur“ €900 kosten. Das erschien mir die insgesamt sinnvollere Variante zu sein und ich bat darum, nachzufragen, ob ein Aggregat verfügbar sei. Ja, war es, aber es würde nicht vor Mitte der nächsten Woche da sein. Das war mir egal, ich hatte Zeit und brauchte einen funktionierenden Kühlschrank. Wieder auf meinem Stellplatz lagerte ich alles, was Kühlung brauchte, nach draußen auf den Fahrradträger aus. Das, was im Tiefkühlfach inzwischen aufgetaut war, wurde verarbeitet und ich aß an drei Tagen Gemüserisotto mit Tofu. Smiley mit geöffnetem Mund

Der Wohnmobilstellplatz der „Erwin Hymer World“ bietet alles, was man braucht. Er ist kostenlos, es gibt eine Ent- und Versorgungsstation, auch Kleinmengen (10l) Wasser und es gibt Gas. Als zum ersten Mal eine Gasflasche leer war, ging ich in den Shop, um zu fragen, wo ich tauschen könne. Unten am Automaten, hieß es. Es gibt Gasflaschentauschautomaten??? Ja, mit Kreditkarte zu bezahlen. Der große Container war mir noch nicht aufgefallen, obwohl er eigentlich unübersehbar ist.

Erwin Hymer World

Ich war gespannt! Man muss die Gasflasche (mit Schutzkappe) in ein Fach stellen und die Tür schließen, dann am Display auswählen, ob man tauschen oder kaufen will und ob es sich um eine Stahl- oder um eine Aluminiumflasche handelt. Dann wird die Flasche gescannt und wenn sie für in Ordnung befunden wurde, wird man aufgefordert, €21,95 per Karte zu bezahlen. Nachdem der Kassenbon ausgespuckt wurde, fängt es hinter der Tür gewaltig an zu rumpeln. Man kann akustisch mitverfolgen, wie die leere Flasche in den Tiefen des Containers verschwindet und eine volle herantransportiert wird. Im Display steht während dieses Vorgangs, dass man warten möge. Dann rumpelt es im Ausgabefach, man wird aufgefordert, die Tür zu öffnen und es steht tatsächlich eine neue, volle Gasflasche dort! Große Klasse!!! Noch ein zweites Mal tauschte ich ohne Probleme (es war inzwischen kalt geworden, trotz Stromzufuhr hielt eine Flasche nur noch 4 1/2 Tage), beim dritten Mal ging es schief! Der Kassenbon kam raus, es rumpelte, aber die Flasche wurde nicht abtransportiert. Im Display kam die Aufforderung, die Tür zu öffnen und den Eingabebereich zu leeren. Ich nahm die leere Flasche wieder heraus, stellte sie wieder hinein und schloss die Tür. Es rumpelte und dann stand im Display eine Fehlermeldung, man solle sich an den Service wenden, ein Tausch sei derzeit nicht möglich. Zum Glück war die Werkstatt bzw. die Rezeption noch besetzt und es wurde mir ein Servicemensch herausgeschickt. Ich vermutete, dass es keine vollen Flaschen mehr geben würde, es stellte sich aber heraus, dass es nur einen Leerflaschenstau gegeben hatte, weil die erste von fünf Flaschen sich in keine der vorhandenen Spuren eingeordnet hatte. Somit konnte meine leere Flasche nirgendwo mehr hin und konnte den Platz für die volle nicht freigeben. Also, vorsichtshalber keine Gasflasche tauschen wollen nach Feierabend und nicht am Sonntag! Verwirrtes Smiley

Ich verbrachte die Tage mit (aus)schlafen, Vorräte aufbrauchen, Wohnmobile anschauen, durchs Village schlendern (trotz besten Willens habe ich nichts gefunden, wofür ich Geld hätte ausgeben können), lesen, häkeln, telefonieren, Blogs lesen, Instagram, ein wenig Haushaltskram. Und ich genoss JEDEN Abend den Blick auf meine Türmchen! Nein, langweilig ist es mir nicht geworden. Smiley

Am Donnerstag der 2. Woche wurde dann das Kühlaggregat eingebaut. Werkstatttermin entgegenkommenderweise nicht schon um 8, sondern „erst“ um 9 Uhr. Diesmal ließ ich meine Lebensmittel, meinen „Vorgarten“ und mein angestecktes Stromkabel zurück, in der Hoffnung, alles wiederzufinden und mit der Absicht, meinen liebgewonnenen Platz wieder einzunehmen. Beides klappte! Ich hatte am Tag zuvor vergessen zu fragen, ob ich den Kühlschrank komplett leerräumen soll und musste beides in der Werkstatt dann noch schnell tun. Diesmal wurde sofort angefangen zu arbeiten. Ich setzte mich in den Wartebereich auf das gemütliche Sofa und genehmigte mir erstmal einen Kaffee. Während meine Updates im Schneckentempo auf meine Telefone krochen, las ich dieses Mal ein mitgebrachtes Buch. Das war so interessant, dass es ratzfatz 12 Uhr war. Der Kühlschrank war fertig, sollte aber noch seine wiedererweckte Kühlkraft unter Beweis stellen. Um 13 Uhr könne ich wiederkommen.

Endlich ergab sich eine gute Gelegenheit, der Schokoladen-Manifaktur einen ausgiebigen Besuch abzustatten, es gibt dort nämlich auch ein Café mit verführerischem Kuchen. Ich hatte ja nicht einmal gefrühstückt!

Wertheim VillageWertheim VillageWertheim Village

Kurz nach 13 Uhr kam mir Oscarlotta an der Schranke schon entgegengefahren. Ich bekam die Rechnung von knapp über €1000 präsentiert und war angenehm überrascht, dass der ursprünglich genannte Preis die Montage offensichtlich beinhaltete. Ist zwar immer noch viel Geld, aber man gönnt sich ja sonst nichts! Zwinkerndes Smiley

Ich fuhr noch über die VE-Station und dann „nach Hause“.

Am Sonntag wollte ich dann mal weiter, eigentlich. Der Wetterbericht sagte allerdings ab Sonntag Schneefall voraus, im Ruhrgebiet und besonders im Sauerland. Und ich musste über die A45, die Sauerlandlinie, die bei Schneefall nicht mehr das reine Vergnügen ist. Oscarlotta ist nun mal mein einziges Zuhause, das setze ich nicht leichtfertig aufs Spiel! In Wertheim hatte der Weihnachtsmarkt begonnen, warum also nicht noch ein wenig länger bleiben? Meine Vorräte gingen immer noch nicht zur Neige, außerdem gibt es in Wertheim einen Kaufland und einen Rewe. Und es gibt einen Shuttlebus zwischen dem Village und Wertheim. Der ist noch dazu kostenlos, wenn man sich vorher einen Berechtigungsschein besorgt hat. Und er fährt stündlich. Am Samstag fing es an zu stürmen und zu schneien, waagerecht. Am Sonntag war alles weiß, die Straßen nicht geräumt, kaum ein Auto unterwegs. Es war so, als ob es eine Welt da draußen nicht mehr gibt. So absolut geräuschlos hatte ich es hier noch nicht erlebt! Die Beleuchtung des Village war ausgeschaltet. Beruhigenderweise waren noch fünf weitere Mobile auf dem Platz. Es schneite immer noch und ich beschloss, einen weiteren Höhlentag einzulegen. Ob der Shuttlebus nach Wertheim überhaupt fahren würde, war mehr als fraglich. An der Haltestelle, die ich von Oscarlotta aus sehen konnte, kam jedenfalls keiner vorbei. War ich froh, nicht mit Oscarlotta unterwegs zu sein! Ich hatte noch genug zu essen, genug Gas, genug zu tun, der Strom funktionierte, ebenso Heizung und Kühlschrank. Also alles gut! Verliebt

Erwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer World

Es war sehr nett dort! Ich habe mich richtig wohlgefühlt, auch wenn der Stellplatz nicht ganz leise ist. Man hört ständig die nahe A3 und öfter parken LKWs an der benachbarten Straße und die Fahrer kontrollieren mit viel Getöse irgendetwas. Und die einzelnen Stellflächen sind teilweise so schräg, dass man Keile braucht. Es gibt keine Abfalleimer. Meinen „Gelber Sack“-Müll deponierte ich in der Heckgarage, das Altpapier entsorgte ich im Papiercontainer der angrenzenden Schokoladenmanufaktur und den Restmüll-Beutel versenkte ich in einem Müllbehälter im Village. Meine täglichen Kosten beliefen sich auf €3/Tag für Strom, alle paar Tage investierte ich 10 Cent für 10l Kaffee- und Teewasser und €21,95 für eine volle Gasflasche. Wenn mich die Lust auf langsames WLAN überkam, setzte ich mich in den Ausstellungsbereich und beobachtete das Treiben dort. Smiley

Und wenn das Wetter mal gar zu schlecht war, ging ich solange durch die Ausstellung, bis ich in Italien war!

Erwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer WorldErwin Hymer World

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Toller Service!?!?

 

An der Mäusefront herrscht Ruhe, wem auch immer sei Dank!!! Smiley Ich bin noch nicht restlos entspannt und die Falle steht nach wie vor im Außenstaufach, aber wohl nur noch bis Sonntag, wenn ich weiterfahre. Danach werde ich mein Augenmerk wieder auf verräterische Spuren richten und nur bei Bedarf aktiv werden (wird hoffentlich nicht nötig sein).

Ich wollte hier in Bad Windsheim eigentlich nur zwei oder drei Nächte bleiben, habe dann aber beschlossen, dass ich erst in Ruhe das Mäuseproblem angehen werde. Außerdem gefällt es mir hier immer wieder gut. Für November ist allerdings noch recht viel los auf dem Stellplatz „PhoeniX-Reisemobilhafen“, aber das liegt sicher daran, dass er an einem Thermalbad liegt. Das zieht zu jeder Jahreszeit, im Winter sicher noch mehr als im Sommer.

PhoeniX-Reisemobilhafen Bad Windsheim

Als ich ankam, war direkt an der Rezeption (unten links, Platz 21) ein großer Eckplatz mit Rasenstück an der Türseite frei und der Nachbar zur Linken war relativ weit weg. Großer Vorteil, das kostenfreie WLAN war hervorragend zu empfangen und es war schnell. Großer Nachteil, ab halb acht morgens ging das Geschnatter hinter meinem Bett los, die Sanitärcontainer sind eben auch in unmittelbarer Nähe. Dann gab es noch einen Notfall-Reparatureinsatz an einer Dachrinne, der mit viel Metallgeschmeiße verbunden war. Durch meine Mäuse war mein Schlafrhythmus aber sowieso gestört, da kam es darauf auch nicht mehr an. Müdes Smiley

Ich hatte bei meiner Ankunft gefragt, ob und wann ich eine Gasflasche tauschen könne, wenn sie leer ist und mir wurden die Winteröffnungszeiten der Rezeption genannt, morgens von 8 bis 11 Uhr und nachmittags von 16 bis 17 Uhr. Über Nacht war die Betriebsflasche dann leer und da ich umständehalber (!) früh auf war, bat ich kurz vor 11 noch um den Austausch. Ich solle die leere Flasche rausstellen und bekäme dann nach 11 eine volle gebracht. Toller Service! Smiley

Als ich mich entschlossen hatte, länger zu bleiben und umziehen musste (siehe Foto oben), weil mein Platz reserviert war, fragte ich, ob man mir die nächste Gasflasche auch auf dem unteren Platzteil bis zum Mobil bringen würde? Ja, kein Problem, hieß es, einfach Bescheid sagen. Toller Service! Smiley

Als ich dann allerdings Bescheid sagte, nachmittags zwischen 16 und 17 Uhr, stellte sich heraus, dass es diesen Service nur morgens gibt! Ich versuchte zu verhandeln, aber es hieß nur, das habe man mir aber schon gesagt (ich konnte mich nicht erinnern) und man sei ja allein in der Rezeption und könne (nicht MÜSSE) sich seine Zeit ja selbst einteilen. Ja, genau, deswegen wäre es doch eigentlich kein Problem und eine nette Geste, in Ausnahmefällen flexibel zu sein. Das sagte ich allerdings nicht laut, sondern dachte es mir nur. Auch der erneute Hinweis darauf, dass ich nun mal kein Frühaufsteher sei, nützte nichts. Die wenigsten Menschen verstehen auch nur ansatzweise, dass es für jemanden ein Problem oder zumindest unangenehm ist, früher aufstehen zu müssen als „man“ es für gewöhnlich tut. Ich habe da einschlägige Erfahrungen! Warum wird denn immer nur derjenige, der lange schläft, komisch angesehen oder mit irgendwelchen „lustigen“ Sprüchen konfrontiert und nie derjenige, der schon morgens zwischen 6 und 7 durch die Gegend läuft? Erzürnt

Es half alles nichts, ich solle einfach am nächsten Morgen kommen, man würde das schon regeln! Ein freundliches Lächeln, ein „Wir sehen uns morgen!“. Ja, wenn ich aufstehe!!! Ich war etwas angesäuert. Aber ich brauchte eine volle Gasflasche. Kurz überlegte ich, Oscarlotta zusammenzupacken und zum nächsten Baumarkt zu fahren. Aber es wurde schon dunkel und ich wusste nicht, wo der nächste Baumarkt ist. Also würde ich wohl in den sauren Apfel beißen müssen und mir den Wecker stellen! Der Gedanke schmeckte mir aber so gar nicht, jetzt, wo ich endlich mäusefrei war und wieder durch- und ausschlafen konnte. Ein klein wenig hoffte ich noch, dass der Platzbetreiber vielleicht doch noch ein Einsehen haben würde, da er sich seine Zeit ja selbst einteilen kann und mir nach 17 Uhr eine Gasflasche vorbeibringen würde. Das hätte ich dann für einen wirklich tollen Service gehalten. Aber natürlich passierte nichts derartiges. Trauriges Smiley

Jetzt wurde der Steinbock in mir munter! Ich befragte Google nach einem Baumarkt im Umkreis und siehe da, keine 10 Minuten zu Fuß gibt es die BayWa!!! Normalerweise müssten die Gasflaschen tauschen. Es war schon zu spät, um dort anzurufen, aber ich ging sehr zuversichtlich ins Bett und stellte den Wecker NICHT! Am nächsten Mittag ergab eine telefonische Nachfrage einen positiven Bescheid, die Sonne schien und ich machte mit der leeren Gasflasche auf meiner Karre einen schönen Spaziergang hin und mit einer vollen Gasflasche wieder zurück. Der Weg führte mich übrigens an der Stelle vorbei, wo ich die letzte Maus ausgesetzt hatte. Viele Sandhaufen sah ich, das Gelände gehört schon zum BayWa Baustoffbereich. Ich hoffe, das Mäuschen findet eine schöne Möglichkeit, den Winter zu überstehen!

Als ich nach einer halben Stunde wieder zurück war und meine Gasflasche angeschlossen hatte, freute ich mich doppelt. Ich hatte €3,51 gespart und ich hatte nicht früher aufstehen müssen! Wobei letzteres noch wesentlich wertvoller für mich ist als das gesparte Geld. Nachtmenschen wie ich werden mich verstehen! Cooles Smiley

SELBST IST DIE FRAU!!!

PhoeniX-Reisemobilhafen Bad WindsheimPhoeniX-Reisemobilhafen Bad WindsheimPhoeniX-Reisemobilhafen Bad Windsheim

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Numero 6!!!

 

Den ganzen Tag tat sich nichts! Ich bin jede Stunde kontrollieren gegangen, trotz des grauenvollen Wetters, das hier gerade herrscht. Die Heckklappe konnte ich immer nur einen Spalt aufmachen, sonst hätte der Sturm mir meine kunstvolle Konstruktion zerstört. Deswegen konnte ich zwar feststellen, dass aktuell keine Maus in der Tüte war, aber ich konnte nicht nachsehen, ob die Tüte evtl. schon wieder leergefressen war. Dieser Maus traute ich ja inzwischen alles zu! Nach der Falle im Außenstaufach mochte ich schon gar nicht mehr schauen. Enttäuschtes Smiley Ja, ich weiß, dass Mäuse nachtaktiv sind und hoffte einfach, dass sie irgendwo in den Tiefen von Oscarlotta schläft. Wer schläft, kann nichts zernagen! Aber auch gegen Abend blieb alles so, als ob es gar keine Maus mehr gibt. Wäre das schön!!! Ich gehe nämlich langsam auf dem Zahnfleisch, rechne bei jeder Schublade oder Schranktür, die ich öffne, damit, dass mich eine Maus anstrahlt. Suche überall als erstes nach Kötteln. Und mein Schlafdefizit ist inzwischen auch erheblich. Nicht zu vergessen die Sorgen, die ich mir mache, was diese Maus/Mäuse alles beschädigen könnten oder vielleicht schon haben. Und sie müssen dringendst raus, bevor sie untereinander anfangen, sich zu vermehren. Schon nach 6 Wochen! Man stelle sich das mal vor. Drei Wochen sind sie lebensuntüchtige Babies, die gesäugt werden und weitere drei Wochen später sind sie geschlechtsreif!

Meine Stimmung verschlechterte sich mit jedem erfolglosen Kontrollgang. Inzwischen war es kurz vor 21 Uhr. Bei der letzten Sichtung war ich mehr denn je überzeugt davon, dass die Tüte längst leergefressen war. Um 22 Uhr würde ich alles reinholen und für die Nacht wieder hier aufbauen.

UND PLÖTZLICH KNALLTE ES!!!

Wenn ich nicht ruhig in meinem Sessel gesessen und gehäkelt hätte, wäre es mir womöglich sogar entgangen. Ich stellte die Falle nämlich seit kurzem auf eine Pappunterlage, damit weder Flocken noch Köttel in meine Stauboxen fallen.

Ich stürzte nicht sofort los. Es gab nämlich zunächst keine weiteren Geräusche. Das bedeutete entweder, die Maus ist noch entwischt oder sie hat es nicht überlebt. Beides bedurfte keiner Eile. Ich war mir auch nicht ganz sicher, was mir lieber gewesen wäre. Nach ca. 5 Minuten ging dann plötzlich das Gerappel los, was ich von der ersten gefangenen Maus schon kannte. Wahrscheinlich hat das Mäuschen erstmal in aller Ruhe gefressen. Smiley Jetzt wurde ich aktiv! Zog mir feste Schuhe an, eine warme Jacke, die Regenjacke drüber, nahm eine große Plastiktüte mit, das iPhone und eine Taschenlampe. Die Maus randalierte! Und als ich die Staufachklappe öffnete und Licht machte, drehte sie fast durch vor lauter Angst. Ich hatte eine riesige Maus erwartet, es war aber wieder nur ein Mäuschen. Nicht so klein wie die „Drillinge“, vermutlich Maus-Normalgröße, aber ob das nun die war, die sich letzte Nacht aus der Waschmittelbox befreien konnte??? Aber erst einmal egal, ich hatte Maus Nummer 6 gefangen! Unser beider Adrenalinspiegel stieg noch etwas an, bis die Falle samt Maus in der Plastiktüte war und dann machten wir einen kleinen Abendspaziergang in Regen und Sturm. Diese Maus wollte ich nicht einfach neben Oscarlotta freilassen, die war mir zu clever und ich war ja auch noch nicht im Nachthemd. Zwinkerndes Smiley

Nr.6 = Mäuse-Mama?Nr.6 = Mäuse-Mama?Nr.6 = Mäuse-Mama?Nr.6 = Mäuse-Mama?Nr.6 = Mäuse-Mama?Nr.6 = Mäuse-Mama?

Wir liefen, d. h., ich lief bis zur Hauptstraße, überquerten sie und dann ging es noch ein ganzes Stück eine Siedlungsstraße entlang. An einem Brachgelände machte ich ein Abschiedsfoto und öffnete die Klappe ein kleines Stück. Wie der Blitz war die Maus draußen! Und lief zum Glück weiter nach vorne. Blieb immer wieder kurz stehen, um dann weiterzulaufen. Ich glaube, sie war etwas orientierungslos. Entweder sie ist auch in Oscarlotta geboren worden und war noch nie woanders oder sie fand es einfach nur unangenehm kalt im Gegensatz zu ihrem bisherigen warmen Zuhause. Ich machte schleunigst kehrt und ging schnellen Schrittes zurück, nicht ohne mich ab und zu umzudrehen und zu vergewissern, dass sie nicht hinter mir her läuft. Zwinkerndes Smiley

Und tschüss, pass auf dich auf!!!

Ich bin erleichtert, aber ich bin noch nicht unbeschwert. Traue dem Frieden noch nicht. Ich werde auch heute Nacht wieder alles aufbauen, die neue Konstruktion und auch die Falle, diesmal alles im Wohnraum. Ganz ruhig werde ich sicher auch diese Nacht noch nicht schlafen! Ich habe einfach schon zu oft gedacht, dass das jetzt die letzte Maus war… Ach, was wäre das schön, wenn es diesmal so wäre!!! Verliebt

Wenn ich mir auf den Fotos die Füße anschaue, dann denke ich, dass es eine absolut erwachsene Maus ist. Vielleicht doch die Mäuse-Mama? Und jetzt, wo klar ist, dass eben doch ein Wurf Junge in Oscarlotta geboren worden sind, verstehe ich auch dieses Zerfetzen von Papier und Servietten zu kleinsten Fitzelchen. Wahrscheinlich sollten das Nester werden!?

Nestbau???Nestbau???

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Kein Erfolgserlebnis :-(

 

Als ich ins Bett ging, fing es an zu stürmen und heftig zu regnen. Mist! Ich würde so nicht hören, wenn eine Maus in der Tüte ist. Sie würde ein weiteres Loch nagen (das erste hatte ich überklebt) und verschwinden. Ich konnte nicht einschlafen, wegen des Regens und wegen meiner Gedanken. Ich musste für eine Verstärkung sorgen. Eine zweite Tüte darüberziehen? Dann würde das Durchnagen schon einmal etwas länger dauern. Besser wäre, die Tüte in einem Eimer zu deponieren. Mein Eimer ist in der Heckgarage. Anziehen und in Regen und Sturm bei Eiseskälte raus, nur um einen Eimer zu holen? Wo es so schön kuschelig warm in meinem Bett ist? Aber es half ja nichts, ich musste etwas tun. Mir fiel die Waschmittelbox ein, in der ich Bastelmaterial lagere. Die stand hinter dem Beifahrersitz. Ich schichtete den Inhalt um in eine andere Plastiktüte. Sollte ich nun die Box nach innen oder nach außen tun? Ich entschied mich für ersteres. Die Tüte passte so gerade darüber und stand noch so weit über, dass ich sie wieder auf der Arbeitsfläche der Küche festkleben konnte. Den Deckel beschwerte ich mit dem Müslibehälter, als kleinen Anreiz für die Maus. Zwinkerndes Smiley

neue Konstruktion

Die Box ist innen mindestens so glatt wie die Tüte und die Wände sind starr, sodass es noch unmöglicher sein würde, da wieder raus zu kommen. Und ein Loch rein nagen geht gar nicht. Wobei ich gestern entdeckt habe, dass die Maus/Mäuse alles daran setzen, den Vorratsbehälter mit dem Grieß zu knacken. Ich wunderte mich über die feinen weißen Krümel im Außenstaufach und bei genauerem Hinsehen fand ich dies:

Vorratsbehälter, angenagt

Ich füllte die Box mit den Müsliflocken aus der Tüte und ging zurück ins Bett. Und schlief ziemlich sofort ein. Smiley

Maus kann kommen!

Irgendwann wurde ich wach! Die Uhr zeigte 7:20! Ich hörte nichts. Trotzdem stand ich auf, nahm die Taschenlampe, näherte mich vorsichtig und leuchtete in die Box hinein. Kein niedliches kleines Mäuschen schaute mich an! Aber auch keine Müsliflocken waren zu sehen. Die Box war leergefressen!!! So eine verfluchte Sch…!!! Wie war diese verflixte Maus da wieder rausgekommen?!?! Die Box ist 25cm hoch. Das kann nur eine große Maus schaffen. Also das Muttertier??? Dann ist sie nicht nur groß, sondern auch verdammt clever, zielsicher, risikofreudig, hartnäckig und kämpferisch. Und hungrig. Das wird wohl der einzige Vorteil für mich sein, nur darüber kann ich sie kriegen, wenn überhaupt. Verwirrtes Smiley

LEER(GEFRESSEN)!!!

Eine neue Strategie musste her! Die Höhe musste vergrößert werden ohne dass die Sicherheit verloren geht. Ich tüftelte eine Weile und so sieht die Konstruktion jetzt aus, die tagsüber wieder in der Heckgarage bleibt. Jede Stunde schaue ich nach! Ich hoffe, dass die Maus es aus der Tüte heraus nicht schafft. Wenn sie wieder ein Loch hinein nagt, landet sie in der Box. Das ist dann noch ein Stück tiefer. Aber aus der Box heraus kommen kann sie ja, wie ich weiß. Allerdings hängt die Plastiktüte ein Stück da rein. Es wird also reine Glücksache sein, dass ich den richtigen Zeitpunkt erwische. Vielleicht sollte ich mich in die Heckgarage setzen??? Enttäuschtes Smiley

neueste Konstruktion

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Etwas kürzerer Beitrag mit Fotos :-)

 
 
Das Mäuseproblem fing an, mir unter den Nägeln zu brennen! Mit jeder Nacht, mit jedem Tag, mit jeder Stunde, die verging, ohne dass ich die Maus/Mäuse fing, gab ich ihnen Gelegenheit, nicht kontrollier- und absehbare Schäden an Oscarlotta zu verrichten. Es musste dringendst etwas geschehen, das erfolgversprechender war als die Falle. Töten wollte ich die Tiere allerdings immer noch nicht, aus ethischen Gründen und weil ich Tiere im Allgemeinen und Mäuse im Besonderen mag. Smiley Das wird sicher nicht jeder unter unseren Lesern verstehen, aber das ist ja auch nicht nötig! Mir kam eine Idee! Uschi hatte mir erzählt, dass sie, als ich oben außerhalb des Campingplatzes gestanden hatte, aus Versehen einer Maus zum Ableben verholfen hatte. In unserem Blech-Gartenhäuschen sind immer mal wieder Mäuse, vor allem wenn wir im Frühjahr auf die Schwäbische Alb zurückkommen, finden wir Spuren von ihnen. Gerne zernagen sie alles, was aus Stoff ist, Arbeitskleidung oder Gartenhandschuhe. Jedes Mal, wenn diesen Sommer und Herbst jemand von uns das Häuschen betrat, huschte hörbar eine Maus davon. Das störte uns aber nicht weiter, denn dieses Häuschen mäusesicher zu machen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir ließen einfach nichts über den Winter liegen, was uns wichtig war.
Von unserer Spanien-Tour hatten wir eine besonders schöne und stabile Plastik-Einkaufstasche mitgebracht. Die war ein wenig feucht geworden und Uschi hängte sie im Häuschen zum Trocknen an einen Haken. Nach zwei Tagen nahm sie sie ab um sie zusammenzulegen und zu verstauen und wunderte sich, dass sie relativ schwer war. Ein prüfender Blick hinein erbrachte eine tote Maus! Die Tasche wird wohl nach Lebensmitteln gerochen haben, die Maus kam rein, aber nicht wieder raus. Was ich allerdings nicht verstehe, jetzt wo ich weiß, was für Nagekünstler Mäuse sind, ist, dass sie lieber gestorben ist als sich freizunagen! Wie dem auch sei, mir fiel in meiner aussichtslosen Situation diese Begebenheit ein. Ich suchte mir eine kräftige Plastiktüte aus meinem Fundus aus, bestückte sie mit etwas Müslimischung und klebte eine der oberen Seiten mit einem Stück Klebeband auf der Küchenanrichte fest. Es müsste eigentlich unmöglich für eine Maus sein, da wieder herauszukommen. Die Frage war nur, ob sie überhaupt den freien Fall in die Tüte wagen würde. Aber sicher sind Mäuse, so intelligent sie auch sein mögen, nicht in der Lage, eine solche Situation auf ihre Gefährlichkeit hin abschätzen zu können. Ich musste es auf jeden Fall versuchen! Und ich hoffte, dass ich wach werden würde, bevor eine Maus sich doch befreien könnte.

alternative Mausefalle

Ich wurde wach! Die Uhr zeigte 1:40! In der Tüte raschelte es. Mein Herz schlug etwas schneller. Ich nahm die Taschenlampe, näherte mich vorsichtig und leuchtete in die Tüte hinein. Ein niedliches kleines Mäuschen schaute mich an! Es blieb einfach sitzen, so als wollte es sagen, dumm gelaufen, ich komm hier nicht mehr raus, aber du tust mir ja nichts, oder? Als ich die Tüte samt Klebestreifen von der Küchenarbeitsplatte abzog und zur Tür transportierte, rannte sie in der Tüte aufgeregt ein wenig hin und her. Im Nachthemd öffnete ich die Tür und ließ die Maus samt der nicht gefressenen Müsliflocken aus der Tüte in die Freiheit rutschen. Das konnte ich ja jetzt tun, da alle Lochzugänge zu Oscarlotta verschlossen waren. Okay, den einen hatte ich wieder aufgeschnitten, aber der führt nur in einen geschlossenen Kasten, von dem aus keine Verbindung zum Inneren von Oscarlotta besteht. Ich füllte die Tüte neu, klebte sie wieder fest und ging zurück ins Bett.

KEIN FOTO VON MAUS NR. 1

Ich wurde wach! Die Uhr zeigte 4:10! In der Tüte raschelte es. Ich nahm die Taschenlampe, näherte mich vorsichtig und leuchtete in die Tüte hinein. Ein niedliches kleines Mäuschen schaute mich an! Es blieb einfach sitzen, so als wollte es sagen, dumm gelaufen, ich komm hier nicht mehr raus, aber du tust mir ja nichts, oder? Als ich die Tüte samt Klebestreifen von der Küchenarbeitsplatte abzog und zur Tür transportierte, blieb sie in der Tüte ganz ruhig sitzen. Im Nachthemd öffnete ich die Tür und ließ diese zweite Maus samt der nicht gefressenen Müsliflocken aus der Tüte in die Freiheit rutschen. Ich füllte die Tüte neu, klebte sie wieder fest und ging zurück ins Bett.

Maus Nr. 2

Ich wurde wach! Die Uhr zeigte 7:45! In der Tüte raschelte es. Ich nahm die Taschenlampe, näherte mich vorsichtig und leuchtete in die Tüte hinein. Ein niedliches kleines Mäuschen schaute mich an! Es blieb einfach sitzen, so als wollte es sagen, dumm gelaufen, ich komm hier nicht mehr raus, aber du tust mir ja nichts, oder? Als ich die Tüte samt Klebestreifen von der Küchenarbeitsplatte abzog und zur Tür transportierte, rannte und sprang es in der Tüte herum wie von der Tarantel gestochen. Fast wäre es herausgehüpft! Interessant, dass es auch bei Mäusen so unterschiedliche Wesensarten oder Charaktere gibt! Zwinkerndes Smiley Im Nachthemd öffnete ich die Tür und ließ diese dritte Maus samt der nicht gefressenen Müsliflocken aus der Tüte in die Freiheit rutschen. Zum Glück war noch keiner meiner Nachbarn zu dieser frühen Stunde unterwegs, der sich hätte wundern können über eine Frau im Nachthemd, die eine Plastiktüte ausschüttelt. Smiley mit geöffnetem Mund Ich füllte die Tüte neu, klebte sie wieder fest und ging zurück ins Bett.

KEIN FOTO VON MAUS NR. 3

Ich wurde wach! Die Uhr zeigte 11:45! In der Tüte raschelte es nicht. Ich brauchte keine Taschenlampe mehr, um zu sehen, dass in der Tüte nur Müslimischung war, keine Maus.

War es das jetzt? 5 Mäuse? Die letzten drei waren eindeutig noch sehr klein. Also hatte doch eine Mäusin bei mir in Oscarlotta ihre Jungen zur Welt gebracht? Zwischen der ersten (die mir an der Wand entlang laufend so groß vorgekommen war = vielleicht trächtig?) und der zweiten Maus lagen 6 Wochen. Das reicht, um zu gebären und die Jungen großzuziehen. Natürlich habe ich mich inzwischen etwas schlau gemacht. Die Tragezeit beträgt bei Mäusen drei Wochen und ebenfalls drei Wochen werden sie gesäugt. Das würde also passen! Die zweite Maus, die sich in der Falle stranguliert bzw. guillotiniert hat, habe ich mir nicht so genau angeschaut, aber sie war auch eher klein. Eine Maus kann im Jahr bis zu achtmal 3 bis 8 Junge werfen und die werden mit sechs Wochen geschlechtsreif. Habe ich nun die Muttermaus auch gefangen oder gibt es sie noch??? Sie kann nicht die erste gefangene Maus gewesen sein, denn wenn sie da ihre Kinder schon geboren gehabt hätte, hätten die nicht überlebt. War die erste Maus vielleicht der Mäusepapa? Es ist ganz unmöglich, dass diese winzigen Mäuschen, die ich letzte Nacht gefangen habe, Walnüsse über größere Distanzen transportieren können! Aber Mama und Papa hätten das wohl geschafft. Ich muss mal eben raus, im Außenstaufach nach der Falle schauen (sie steht da nach dem Motto: doppelt hält besser) und die Tüte, die den Tag über in der Heckgarage gehangen hat, für die Nacht wieder hereinholen.

Ich bin wieder da. Die Falle ist leergefressen! Die Tüte ist nicht leergefressen, hat aber ein Loch!!! Erstauntes Smiley

erfolgreicher Befreiungsversuch

Erwähnte ich schon, dass ich während meiner Steinhauszeit in meiner Dachgeschosswohnung (!) zwei Mäuseserien hatte mit jeweils weit über 100 Mäusen??? Erstauntes Smiley Erstauntes Smiley Erstauntes Smiley

ES BLEIBT SPANNEND!!!

(Ich höre sie übrigens gerade, sie ist/sind schon ganz in der Nähe!)

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Ein langer Beitrag ohne Fotos :-(

 
 
Die zweite Maus hatte dieselben Angewohnheiten wie die erste. Sie schlief auf den Putzlappen in der Heckgarage, sie lief durch die Besteckschublade, sie zernagte die Kartonverpackung der Brühwürfel. Und sie fraß die Falle leer, ohne dass diese zuklappte!!! Konnte es sein, dass die ausgesetzte Maus den Weg zurück gefunden hatte??? Katzen können das ja, über hunderte von Kilometern. Aber Mäuse? Auf dem Rückweg durch Lauterburg hätte es doch …zig erfolg- und futterversprechende neue Behausungen gegeben. Also hatte doch eine zweite Maus den Weg in Oscarlotta gefunden? Weil sie gerochen hatte, dass schon eine Artverwandte da drin (gewesen) war? Ich stellte die Falle gefüllt in das Außenstaufach. Drei Nächte hintereinander wurde sie leergefressen. Ich sah ein, dass es so nicht funktioniert und stellte die Falle in die Heckgarage neben den Mäuseschlafplatz. Das fand die Maus offenbar besonders „kundenfreundlich“ und fraß sie schon am frühen Abend leer. Jetzt nahm ich die Falle mit in den Wohnraum und ließ sie über Nacht vor der Couch stehen, direkt neben den Öffnungen zum Vorratsstaufach. Um 1:15 Uhr, ich war gerade erst ins Bett gegangen, knallte die Falle zu!!! Mein Herz raste! Als ich mich wieder etwas beruhigt hatte, stand ich auf, denn es waren keine rappelnden Geräusche zu hören. War es der Maus gelungen, die Falle rechtzeitig zu verlassen? Dann musste sie neu gefüllt und wieder aktiviert werden. Bei eingeschaltetem Deckenlicht war klar, nein, es war der Maus nicht gelungen. Die herunterfallende Klappe hatte sie beim Herauslaufen direkt hinter dem Kopf erwischt! Also ist auch eine Lebendfalle kein Garant für (unbeschädigtes) Leben. Zum Glück war kein Blut zu sehen, aber auch so fand ich die Situation schon schrecklich genug!!! Einen Moment lang war ich nur geschockt, angeekelt und hilflos. Dann sagte ich mir, dass ich da jetzt durch muss, atmete tief ein, gab mir einen Ruck und packte die Falle mit spitzen Fingern an, sah nicht so genau hin und brachte sie nach draußen. Nein, diese Maus habe ich nirgendwo mehr hingefahren. Enttäuschtes Smiley

Obwohl der Erfolg nicht so war, wie ich es mir gewünscht hatte, war ich froh, dass ich die (letzte?) Maus noch gefangen hatte, denn am nächsten Tag hatte ich den Werkstatttermin bei IVECO. Beim Abschiedskaffeetrinken bei Maiers kam die Frage auf, wieviele Junge eine Maus eigentlich kriegt? NEIN!!! Sollte etwa nicht eine zweite Maus den Weg nach innen gefunden haben, sondern sie war schon die ganze Zeit da? Und mit ihr noch ein paar Geschwister??? Und war die erste Maus, als sie an der Wand entlang lief, mir deswegen so viel größer vorgekommen, weil es die Muttermaus war und ich bisher nur zwei ihrer Kinder gefangen hatte? Wie oft vermehren sich Mäuse??? Aber ich hatte die Falle ja wieder aufgestellt und sie war nicht mehr leergefressen worden. Ich versuchte, die Gedanken zu verdrängen und hatte auch erstmal anderes zu tun. Zuerst fuhr ich zum Bauhaus, eine Flasche Gas tauschen, dann zum Reifenhändler, die Radmuttern nachziehen lassen und dann zur Firma Wellkawee, die bei LKWs, Bussen, Militärfahrzeugen etc. Wartungen und Reparaturen macht. Oscarlotta hat den kleinsten IVECO-LKW-Motor. Die Hupe hupte nicht mehr und der Meister wollte nachschauen, ob für den nächsten Tag eine neue bestellt werden müsste. Er fummelte ein wenig im Motorraum herum und siehe da, es hupte! Oscarlotta wurde ein Plätzchen freigeräumt, neben der Böschung zur obenverlaufenden B19, nicht ganz ruhig, aber machbar, die Werkstatttore wurden geschlossen und ich ging um 22 Uhr ins Bett.

Um 7:30 (!!!) Uhr sollte es losgehen! Enttäuschtes Smiley Zwei Minuten vorher waren Oscarlotta und ich einsatzbereit, um fünf nach halb kam ein Mensch mit Plastikfolien zum Schutz des Teppichbodens auf uns zu. Es ging zuerst auf den Bremsenprüfstand und zur Abgasuntersuchung. Das Diagnosegerät bei Oscarlotta anzuschließen ist jedesmal ein Akt. Der große und stämmige Werkstattmensch gab nach verzweifelten Versuchen, sich in den Fußraum vor dem Fahrersitz zu zwängen, auf und so musste der Meister selbst ran. Der war klein und schmächtig, was manchmal ein Vorteil ist. Aber auch er stöhnte und es dauerte, bis er eine geeignete Position gefunden hatte. Es geht nämlich nur der Länge nach halb auf dem Rücken liegend, die Beine abgewinkelt im Gang. Und Oscarlotta hat nun einmal keine Fahrertür.

Die AU war erfolgreich. Schlimm ist immer der Bremsenprüfstand. Besonders schlimm, wenn man, wie ich in diesem Fall, mit im Fahrzeug ist. Da aber alle Gewürzdosen an ihrem Platz blieben und keine Schranktür aufflog, wusste ich, dass alles gut gesichert ist. Es hört sich nur immer so schlimm an, wenn alles scheppert und klappert und man das Gefühl hat, dass das Fahrgestell gleich durchbricht. Enttäuschtes Smiley

Anschließend fuhr ich Oscarlotta in die Werkstatthalle über die Grube. Ein netter junger Mechaniker hörte sich meine Mäusegeschichte an, wurde vom Meister über alle abzuarbeitenden Vorgänge instruiert, ich kletterte mit die etwas deformierte Treppe hinunter und wir suchten zu dritt mit Hilfe einer starken Taschenlampe den gesamten Unterboden ab. Ein erstes Loch (Rohr) fand sich auf der Hälfte des Fahrgestells auf der Beifahrerseite, kurz hinter der Trittstufe. Direkt neben der Schürze, umgeben von Kabeln und Rohren, perfekte Einstiegshilfen. Wo geht dieses Rohr hin? Links vom Einstieg steht der Kühlschrank, es könnte also ein Entlüftungsrohr sein? Unter dem Kühlschrank ist die Schublade, in der die erste Maus so gewütet hatte. Klingt zwar logisch, aber wo kann die Maus aus dem Rohr raus? Auf der gegenüberliegenden Seite ein zweites Loch, 10-15cm im Durchmesser. Keine Einstiegshilfen rundherum, hier konnte keine Maus reinkommen, es sei denn, sie hätte eine Leiter dabei. Machen wir trotzdem zu, sagte der Mechaniker. Wie? Machen wir ein Lochblech drüber bzw. drunter. Sonst fanden wir nichts. Können sie über den Motorraum rein? Der Meister meinte, nein – unmöglich, da ist alles zu. Da laufen zwar Kabelstränge, aber die sind spritzwassergeschützt abgedichtet. Da kommt keine Maus durch. Wissen das die Mäuse??? Enttäuschtes Smiley

Ich ließ die Männer arbeiten und ging in die Stadt. Der Weg war weit und ich wollte eigentlich mit dem Bus fahren. Der fuhr aber zwischen 9 und 11 Uhr nicht. Also laufen! Ich war noch nie um 10 Uhr morgens in Aalen unterwegs. Es war Wochenmarkt und es war voll! In meinem Bäckereicafé, wo ich frühstücken wollte, war kein Platz mehr zu bekommen. Also ging ich erst einmal in den Buchladen, trank dort einen Latte Macciato und nutzte das hauseigene WLAN. Ich wollte Karten für meine Navigations-App herunterladen, hatte extra eine 32GB-Speicherkarte gekauft. Der Verkäufer hatte gemeint, ich wolle die aber nicht in mein iPhone einlegen??? Irgendwie trauen die jungen Leute älteren Menschen, insbesondere Frauen, kein technisches Verständnis zu. Vermutlich aber zu Recht. Zwinkerndes Smiley Nein, ich möchte Uschis ausrangiertes Android-Smartphone als Navigationsgerät nutzen. Die Speicherkarte wurde erkannt, es konnte aber nicht darauf zugegriffen werden, warum auch immer! Ein bug in dieser Android-Version, hieß es, Google machte mir aber keinen Lösungsvorschlag außer rooten. Na klasse! Ich hatte ein kostenloses WLAN, ich hatte jede Menge Zeit, einen Kaffee und es war warm. Und ich konnte nicht auf die SD-Karte zugreifen. Rundherum fröhliche Menschen, die sich am Markttag auf einen Plausch und ein Käffchen treffen. Und ich sitze da und bin frustriert. Und müde! Müdes Smiley

Gehe ich halt zu Mittag essen, direkt nebenan in einem Bistro-Restaurant. Es gab noch genau einen kleinen freien Tisch! Und es gab ein vegetarisches Mittagsgericht, Reis mit Gemüse in Currysoße. In der Grundversion schon €9,90, aufgestockt werden konnte es mit Fleisch oder Scampi. Ich bestellte es ohne alles. Es war lecker, aber völlig überteuert für die Menge! Eine Tasse Basmati-Reis, ein paar Möhrenscheibchen, etwas Paprika, zwei Brokkoliröschen, drübergestreut viel Rucola, damit alles nach viel aussieht. Materialwert? Nicht der Rede wert! Ich empfand es als Unverschämtheit. Oder war ich nur zu empfindlich, zu kritisch, zu unleidlich? Aber fast 10 Euro für wenig Reis, wenig Gemüse, wenig Soße? Auf jeden Fall eine gute Gewinnspanne. Enttäuschtes Smiley

Ich machte mich so langsam auf den Rückweg. Am Busbahnhof gelang es mir nicht, die richtige Buslinie zu erfahren. Der Busfahrer kannte nur das Industriegebiet, aber keine Industriestraße. Google Maps konnte mir auch keine Auskunft geben. Und da ich die Faxen jetzt sowieso schon dicke hatte, lief ich auch den Rückweg zu Fuß. Hatte den Vorteil, dass ich bei ATU vorbeikam und mir noch ein Döschen Bremsenreiniger kaufen könnte. Den brauche ich zum Durchspülen meiner neuen Gasfilter. Es gab aber bloß riesige Sprayflaschen, weil man ja immer beide Bremsscheiben reinigen müsse. Das will ich aber doch gar nicht! Enttäuschtes Smiley Als ich wieder bei Wellkawee ankam, war es 14 Uhr und meine Füße waren platt. Ich setzte mich in den Aufenthaltsbereich, irgendwann fuhr Oscarlotta aus der Halle und nach einiger Zeit fuhr sie wieder rein. Um 15 Uhr bekam ich alle Unterlagen ausgehändigt und der junge Mechaniker sagte, er habe im hinteren Bereich von Oscarlotta noch ein drittes Loch gefunden und alle drei mit Gitterblechen verschlossen. Da käme jetzt keine Maus mehr rein! Leider konnte ich nicht mehr nach unten, um zu schauen, wo das dritte Loch, was wir ja vorher nicht gesehen hatten, ist, weil Oscarlotta schon draußen stand. Alle Arbeiten seien erledigt, es habe keine Beanstandungen gegeben, die Rechnung würde mir zugeschickt (der Chef wolle immer drüberschauen, sei heute aber nicht im Hause), ich könne fahren. Dem jungen Mann musste ich ein Trinkgeld regelrecht aufzwingen!

Schon bei den ersten Metern ein helles Piepen, das vorher nicht da gewesen war. Es war nicht besonders laut, aber vernehmbar. Nach 200 Metern fing es an zu klappern oder besser, metallisch zu scheppern. Enttäuschtes Smiley Ich dachte, dass ich gerade an irgendeiner Firma vorbeifahre, ich war ja noch im Industriegebiet. Das Scheppern hörte aber nicht auf. Außerdem war der Monitor der Rückfahrkamera in Dauerbetrieb und das Autoradio wurde mit der Schaltung zusammen eingeschaltet. Das Radio ist schon ewig nicht mehr in Ordnung, lässt sich manuell nicht mehr ausschalten, geht aber nach einer Stunde automatisch aus. Im Fahrbetrieb allerdings nicht. Am nächsten Kreisverkehr drehte ich um und fuhr zur Firma zurück. Der Meister war ratlos, er habe doch eine Probefahrt gemacht! Und an der Rückfahrkamera bzw. am Monitor sei doch gar nichts gemacht worden. Und am Radio auch nicht!!! Er verschwand im Motorraum und stellte fest, dass der Keilriemen (?) der Fahrerhausklimaanlage nur noch ganz dünn sei oder schon abgerutscht sei oder auch nicht, ich habe es nicht so genau verstanden, was er mir alles erzählt hat. Die Klimaanlage stand auf der Mängelliste, sie hatte nicht mehr funktioniert. Enttäuschtes Smiley Eventuell habe meine (kurze) Fahrt jetzt auch den ??? beschädigt, dann müsse der noch ausgetauscht werden (Kondensator?). Ich konnte nicht mehr zuhören. Und fuhr Oscarlotta wieder in die Halle. Dort stand schon ein Bus und ich konnte nicht weit genug vorfahren, dass die Treppe nach unten zugänglich gewesen wäre. Der Mechaniker turnte immer über einen Werkzeugwagen nach unten. Ich konnte also wieder nicht nach dem dritten Loch schauen. Es dauerte! Offenbar war aber nichts weiter kaputt. Es wurde ein neuer Keilriemen aufgezogen, aber dafür dauerte es verdammt lange. Ich bestand darauf, dass das Problem mit dem Monitor und dem Radio noch gelöst wurde. Schließlich war beides vorher nicht so gewesen und nach einem Werkstattbesuch sollte ja eigentlich alles besser und nicht schlechter sein. Wenn es Frauen unter unseren Lesern gibt, die allein mit ihrem Fahrzeug in die Werkstatt fahren, dann wissen sie sicher, wie Werkstattmänner Frauen anschauen, wenn die eine Beanstandung äußern. Enttäuschtes Smiley Man habe doch gar nichts daran gemacht, hörte ich wieder. Aber es war vorher nicht so, entgegnete ich wieder. Das Monitorproblem wurde durch etwas Hin- und Herklicken gelöst. Für das Radio musste die Bedienungsanleitung herhalten. Die sagte, dass das Gerät bei eingeschalteter Zündung ausgeschaltet werden müsse, damit es sich danach nicht automatisch wieder einschaltet. Es lässt sich aber doch nicht mehr ausschalten! Der Meister persönlich gab alles! Ohne Erfolg. Gibt es nicht noch eine andere Möglichkeit? Es muss doch auch irgendetwas den neuen Zustand bewirkt haben! Meine Fragen stießen auf taube Ohren. Wenn Frauen unter unseren Lesern sind, die… (siehe oben). Enttäuschtes Smiley Um 16:30 Uhr bestand ich darauf, dass dieses Problem NICHT mehr zu lösen versucht werden sollte, ich würde das Radio eben leise stellen, wenn ich es nicht hören will und beim Ausschalten der Zündung würde es ja automatisch ausgehen. Der Meister drückte noch ein letztes Mal und das Radio ging aus!!! „Der Meister hat’s geschafft!“ jubelte der junge Mechaniker. Ich jubelte nicht, ich war nur noch genervt. Dann endlich wurde ich auf Probefahrt geschickt. Ob ich das allein machen könne oder solle der Meister mitfahren? Konnte ich allein. Und es hörte sich alles gut an, so wie gewohnt. Wenn alles in Ordnung sei, bräuchte ich nicht mehr in die Halle zu fahren, er könne dann so nachschauen, hatte es geheißen. Was der Meister im Motorraum sah, schien ihn zufriedenzustellen und um fast 17 Uhr konnte ich ENDLICH fahren!

Schon die Zufahrt zur B7 war zu. Auf der Autobahn lief es dann, da aber viel Verkehr war, blieb ich zwischen den LKWs. Ich war so müde! Und hungrig. In Feuchtwangen beschloss ich, Schluss zu machen. Die App „park4night“ listete einen kostenfreien Stellplatz mit 6 Plätzen auf, von Google Maps ließ ich mich direkt aus der App heraus hinführen. Ein wirklich gut angelegter Platz mit parzellierten, durch Büsche abgetrennten, geschotterten Stellflächen. Ein Strom-Münzautomat, 6 Steckdosen, eine VE-Station. Zwar direkt an der verkehrsreichen Durchgangsstraße gelegen, aber das war ich von der vorherigen Nacht ja schon gewöhnt. Ganz in der Nähe sämtliche Einkaufsläden, die man sich vorstellen kann. Für Oscarlotta war zwar nur einer der Plätze anfahrbar, aber da sonst niemand da war, war das kein Problem. Als ich das kleine Staufach öffnete und dort das Schiebeteil, um mein Stromkabel durchzuführen, erblickte ich ein hübsches silbernes Gitterblech! Ich Depp!!! Trauriges Smiley Warum war mir nicht eingefallen, dass das große runde Loch die Durchführung war??? Ich ließ Strom Strom sein, die Batterien waren noch voll genug und machte es mir gemütlich. Um 21:30 Uhr ging ich ins Bett. Wer mich kennt, weiß, was das heißt!

Am nächsten Tag knipste ich mit meiner Bastelzange die zum Glück dünnen Drähte durch, bog das Gewirr provisorisch nach unten um und fuhr bis Bad Windsheim. Die Schublade unter dem Kühlschrank, die der Mechaniker halb ausgeräumt hatte, um zu schauen, wo dahinter das Rohr sitzt, hatte ich schon am Abend wieder ordentlich eingeräumt. Als ich sie jetzt öffnete, um ein Tischset herauszunehmen, sah ich Mauseköttel!!! Enttäuschtes Smiley Also gibt es auf jeden Fall noch mindestens eine dritte Maus!!! Die Falle wurde gefüllt, in die Heckgarage gestellt und war heute Morgen leergefressen und offen. Ich habe übrigens nicht gut geschlafen heute Nacht, langsam mache ich mir echt Sorgen, was die Maus/Mäuse alles annagen könnten. Oder wo sie überall hinpinkeln. Sogar geträumt habe ich davon, da liefen mir Ströme von Wasser entgegen. Vor meiner Abfahrt habe ich eine Einkaufstasche, die immer in Flitzi liegt, zusammengefaltet in die Heckgarage geräumt. Heute sehe ich, dass sie innen (!) angenagt ist. Und auf dem Wohnzimmertisch lagen Mauseköttel!

Ich finde es nicht mehr lustig, ÜBERHAUPT NICHT!!! Enttäuschtes Smiley Trauriges Smiley Enttäuschtes Smiley

written by Ingrid

Refit für Oscarlotta

 
 
Seit dem 1. November darf Oscarlotta wieder auf die Straße. Und wie das bei Frauen halt so ist, ging die erste Tour zum Shoppen. Sie sollte neue Schühchen bekommen! Die alten hatte sie sich bei der Aktion mit der Maus beim Zurückfahren auf die nasse Terrasse derartig verschmiert, dass sie ganz unglücklich war. Da aber auch die Reifen-Verfallszeiten durchaus existent waren, ging es zum Reifenhändler. Der November wird ein teurer Monat!

Reifen (alt)Reifen (alt)Reifen (alt)Reifen (neu) 1Reifen (neu)

Oscarlotta weigerte sich danach standhaft, wieder in den Matsch zurückzufahren und so stehen wir jetzt vor der Schranke des Campingplatzes auf geschotterten Plätzen, mit sauberen Schuhen, sie sowie ich. Smiley

Nach nunmehr 10 Jahren fallen bei Oscarlotta so einige Arbeiten an, vorhersehbare und unvorhersehbare. Vorhersehbar war, dass die Gasanlage nach gesetzlichen Vorgaben erneuert werden musste. Schon bei Sichtung der eingebauten Wynen-LPG-Tankflasche (seit 2008 in Oscarlotta verbaut) durch unseren Wohnmobilreparateur ergab sich das erste Problem! Ich wurde informiert, dass es seit 2016 eine Gesetzesänderung gibt, nach der eine Tankflasche dieser Art so fest verankert sein muss, dass sie den Beschleunigungskräften bei einem Unfall standhält. Außerdem ist die bisherige Schlauchverbindung nicht mehr zulässig, es muss eine Festverrohrung vorliegen. Promobil sagt dazu: „Eine Gastankflasche und ihre Halterung im Fahrzeug müssen anders beschaffen sein als bei einer herkömmlichen Tauschflasche. Der Grund findet sich im Kleingedruckten der Gesetzestexte: Als fest verbauter Tank ist die Gastankflasche ein Teil des Fahrzeugs und muss andere Anforderungen erfüllen als eine Tauschflasche, die als Ladung definiert ist und die weniger stark gesichert sein muss – Spitzfindigkeiten mit enormen Auswirkungen.“ Den gesamten Text finden Interessierte „hier“.

Ohne erfolgreiche Gasprüfung und entsprechende Bescheinigung keine HU!!! Ich rief bei der Firma Wynen an, dort bestätigte man die Sachlage und ich erfuhr, dass eine Umrüstung beim Firmensitz in Viersen möglich sei. Auch bekam ich die hilfreiche Info, dass die in unseren Unterlagen aufgeführte Notwendigkeit einer Drucküberprüfung der Tankflasche nach 10 Jahren haltlos sei. Bei Tankflaschen, die nach 2006 hergestellt worden sind, reicht eine Sichtprüfung alle zwei Jahre.

Der Termin für die HU ist für die nächste Woche bei IVECO schon festgelegt. Es blieb also nur die Lösung, die Tankflasche vorübergehend auszubauen, um die Gasprüfungsbescheinigung zu bekommen. Da ich demnächst sowieso ins Ruhrgebiet fahre, werde ich in Viersen einen Termin machen.

Weiterhin vorhersehbar war der Austausch der Thetford-Kassettentoilette. Die war an einer Stelle gerissen, was aber keinerlei Undichtigkeiten zur Folge hatte, nur ein leichtes Schaukelgefühl bei der Benutzung. Nach 10 Jahren Dauerbenutzung darf es dann auch mal eine neue Toilette sein! Da seit einiger Zeit ja sog. Kompost- oder Trenntoiletten in bestimmten Wohnmobilkreisen „in“ sind und die Vorteile durchaus überlegenswert sind, haben wir uns informiert und gemessen. Wir konnten in einem Fernreisemobil vor ein paar Wochen sogar eine in natura anschauen, von der Firma Air Head. Die ist zwar nicht ganz preiswert, gescheitert ist es dann aber nicht daran, sondern dass sogar die kleinere Bootsausführung zu groß ist für das Bad von Oscarlotta. Sie würde zwar hineinpassen, aber der Durchgang zur Tür wäre sehr eingeschränkt und der Staubsauger in seiner Ladestation würde auch nicht mehr daneben passen, so wie jetzt. Und da Oscarlotta in der Regel sowieso auf Stell- oder Campingplätzen steht und von Anfang an über zwei Kassetten in zwei separaten Fächern verfügt, wurde es dann doch wieder eine Thetford-Toilette. Dasselbe Modell noch einmal zu bekommen, erwies sich dann allerdings als fast unmöglich. Beim Nachfolgemodell haben die Kassetten andere Maße dadurch, dass Räder und eine Transportstange integriert sind. Dank eines Wohnmobilkollegen hier auf dem Campingplatz konnte ich dann ein Ausstellungsmodell (nicht gebraucht!) kaufen, ich glaube, eins von insgesamt noch zwei verfügbaren in ganz Deutschland. Es wurde die Woche ebenfalls eingebaut, glänzt wunderschön neu und das ausgediente ging die Tage den Weg alles Irdischen. Enttäuschtes Smiley

Toilette (neu)Toilette (alt)Toilettenentsorgung etwas andersToilettenentsorgung etwas andersToilettenentsorgung etwas andersToilettenentsorgung etwas andersToilettenentsorgung etwas anders

Nicht vorhersehbar war, dass die Wasserpumpe ihren Geist aufzugeben androhte. Obwohl, nach ebenfalls 10 Jahren Dauergebrauch braucht man sich wohl weder zu wundern noch zu beschweren. Gut, dass alles auf einmal anfiel, dazu noch ein paar Kleinigkeiten wie ein abgerissener Sensordraht für die Anzeige des Frischwasserfüllzustandes und eine kaputte Begrenzungsleuchte am Fahrradträger. Gut für den Arbeitsaufwand, schlecht allerdings für das Portemonnaie. Zwinkerndes Smiley

Und noch etwas ist schlecht! Es gibt eine weitere Maus in Oscarlotta!!! Sie ist nicht zu hören und nicht zu sehen, hinterlässt aber Köttel und Plastiktütenfetzen und hat es letzte Nacht geschafft, die Rattenfalle leerzufressen, ohne dass die Klappe zugeflogen ist! Trauriges Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Ein Untermieter auf Zeit

 
 
Als ich bei unserer Rückkehr Oscarlotta offensichtlich unversehrt stehen sah, fiel mir ein Stein vom Herzen. Kein Partyzelt diesmal, das über sie hinweggeflogen war und sie beschädigt hatte. Ein banges Gefühl ist es dann noch, die Aufbautür zu öffnen und einen ersten Blick in das Innere zu werfen. Alles in Ordnung??? Ja, es sah so aus. Eine meiner ersten Handlungen war dann, den kleinen Abfalleimer in der Küche mit einem neuen Beutel zu versehen. Ich zog die Schublade unter dem Kühlschrank auf. Kennt ihr den Moment, wo eure Augen etwas sehen und der Verstand es nicht sofort verarbeiten kann? In der Schublade lag alles durcheinander! Das hatte ich doch so nicht hinterlassen!?!? Als mein Verstand sich zuschaltete, war sofort klar, das war eine Maus gewesen!!! Erstauntes Smiley Ich fand zerfetzte Plastiktüten, ein angeknabbertes Tischset aus Plastikmaterial und einen Wust von zu kleinsten Fitzelchen zerlegten Papierservietten. Und Mäuseköttel. Na prima! 10 Jahre lang war bisher alles gut gegangen, Oscarlotta hatte bereits 2013, als wir das erste Mal in USA/Kanada waren, für drei Monate abgestellt gestanden, ein weiteres Mal für zwei Monate, als wir unsere Erprobungsfahrt mit Fix und Boxi nach Dänemark machten, dann letztes Jahr bei Luise an der Oste, als wir ein halbes Jahr in Übersee waren und jetzt während unserer Frankreich/Spanien-Sommerreise. Diesmal hatte es uns also erwischt! Ich ahnte zum Glück noch nicht, in welchem Ausmaß. Aber dass es nicht die Schublade allein war, wurde klar, als ich im Außenstaufach (unter der Couch) eine neue Kartusche für den Wasserfilter holen wollte, der wieder in Betrieb genommen werden musste. Es fielen mir unzählige einzelne Teebeutel entgegen! Die verschlossenen, teilweise mit Cellophan ummantelten, Teepackungen in einem Plastikbehälter gestapelt waren teils ganz geöffnet, teils nur angeknabbert. Ein Teebeuteltütchen nach dem anderen war aus den angenagten und geöffneten Packungen herausgeholt und vor der Klappe des Vorratsfaches abgelegt worden, nach dem Motto: „Schmeckt mir nicht, schmeckt mir auch nicht, iiiihhh!“ Geschmeckt hatten aber offensichtlich sämtliche nicht in Plastikdosen befindliche Getreidekörner und auch meine Lieblingskekse, die noch gut verschlossen gewesen waren. Überall dazwischen Mäuseköttel. Ein großer Müllsack kam zum Einsatz!

Teeliebhaber :-)Körnerfresseralles leer!!!

Jetzt war klar, dass das vermutlich nicht alles gewesen war und ich ging auf die Suche. Schon der erste Schrank, den ich öffnete, war ein Volltreffer! Klar, bewahre ich im Oberschrank über der Küche nicht nur meine Kaffeekapseln auf, sondern auch die dazugehörigen Kekse. Nicht alle in verschließbaren Dosen. Aber der Maus kann es nicht nur um das Fressen gegangen sein, sondern sie wollte offenbar auch noch Spaß haben. Oder ihre Zähne wetzen. Ich habe keine Ahnung, wie Mäuse ticken. Auf jeden Fall hat sie die Kaffeepackung nicht nur so weit angenagt, bis sie sie öffnen konnte, sondern sie hat sie so wie die Servietten in der Schublade „pulverisiert“. Spieltrieb? Die Kaffeekapseln hat sie interessanterweise nicht geöffnet, nur im Schrank verteilt. Die Kekse waren angefressen. Ich auch! Grün vor Neid

KaffeepauseKaffeepause

Die Besteckschublade hatte sie auch inspiziert, da dort aber nichts Fressbares zu finden war, hatte sie nur überall hingepinkelt und -geköttelt. Mir reichte es fürs Erste!!! Nachdem ich die Unordnung in Außenstaufach, Oberschrank und Schublade beseitigt hatte, beschloss ich, die Besteckschublade auf den nächsten Tag zu verschieben und erst einmal etwas zu Abend zu essen. Der leere Kartoffelsalatbehälter kam anschließend in den Trockenmüll, ohne Deckel. Für den Gelbe-Sack-Müll benutzen wir schon immer den herausziehbaren Gitterkorb neben der Badezimmertür, der innen im Badunterschrank integriert ist. Er ist eigentlich für Schmutzwäsche gedacht. Es dauerte nicht lange, da raschelte es gut vernehmbar in der Abfalltüte im Korb! Die Maus!!! Ich öffnete den Korb ein kleines Stückchen und knallte ihn wieder zu. Ruhe! Für die Nacht versperrte ich den Eingang von innen. Am nächsten Tag kam ich auf die Idee, dass ich versuchen könnte, die Maus in diesem Korb zu fangen! Ich müsste dann nur schneller sein als sie, den Korb blitzschnell öffnen, wenn ich sie darin gehört hätte, ein Tuch reinschmeißen und die Tüte verknoten. Während ich das alles so überlegte, saß ich beim Frühstück, es war ganz ruhig in Oscarlotta. Plötzlich hörte ich ein undefinierbares Geräusch, schaute nach rechts und sah, wie eine Maus ganz langsam und vorsichtig hinter den Oberschränken hervor die mit Teppichboden verkleidete Wand hinunterlief und hinter der Couch Richtung Außenstaufach verschwand. Erstauntes Smiley Auch jetzt war mein Verstand ein paar Sekundenbruchteile hinter meinen Augen zurück, denn es wäre vermutlich ein Leichtes gewesen, die Maus am Schwanz zu packen und ins Freie zu befördern, war sie doch höchstens 1 1/2m von mir entfernt. So aber sah ich ihr nur völlig perplex hinterher! Ich muss dazusagen, dass ich keine Angst vor Mäusen habe, einschlägige Erfahrungen mit ihnen während meiner Steinhauszeit machte und sie unglaublich niedlich finde mit ihren kleinen rosafarbenen Pfötchen und den Knopfaugen. Aber mir meine Kekse wegfressen und alles vollpinkeln geht gar nicht!!! Die Maus muss wieder ausziehen! Uschi fuhr sowieso nach Essingen und bekam den Auftrag, eine Lebendfalle zu kaufen.

Ich wollte meine Sommerschuhe verstauen und öffnete die Heckgarage. Warum lagen auf den Sportschuhen im Regal so viele Papierstückchen? Ich nahm den ersten heraus und wunderte mich, dass er so schwer ist!? Der zweite und der dritte auch! Alle waren bis in die Spitzen vollgestopft mit Walnüssen, alle Zwischenräume ausgefüllt mit kleingerupften Kleenextüchern. Die Walnüsse lagen seit zwei Jahren in einer Plastiktüte links im Eingang der Heckgarage, ich wollte sie diesen Sommer endlich mal knacken und war sicher, dass sie innen alle schon vertrocknet sein würden und ich sie wegschmeißen kann. Dazu war es aber dann doch wieder nicht gekommen. Die Schuhe stehen auf einem Regal ungefähr 2m entfernt und in 1m Höhe. Wie transportiert eine kleine Maus ca. 40 Walnüsse über diese Distanz? Auch hier hat sie aber nicht nur schwer gearbeitet, sondern auch noch ihren Spaß gehabt. Indem sie alle meine Waschschwämme, Putzlappen und sogar die Stofftasche, in der diese sich befanden, zernagt hat. Auch den Pappkarton, in dem die Stofftasche lag. Die Schuhe waren unversehrt! Von den Hundeleckerchen, die ebenfalls in der Heckgarage gelagert waren, war natürlich nicht mehr viel da!

Winterlager für WalnüsseHundeleckerli und Zerstörungswut

Ich leuchtete mit einer Taschenlampe die hinteren Ecken der Heckgarage aus und es erschien mir, als ob hinten links etwas wäre. Also den Fahrradträger abklappen und die hintere Heckklappe öffnen. Direkt dahinter liegt die Winterabdeckung für das Armaturenbrett in einer Stoffhülle. Die war zerlöchert! Beim Herausheben erschien uns das ganze Paket ungewöhnlich schwer. Als wir es öffneten, zogen wir mit der Winterabdeckung eine Menge loser Haferflocken heraus! Ich wusste, dass ich kurz vor unserer Abreise noch ein Paket Haferflocken gekauft und in einem Küchenschrank deponiert hatte. Dort fand ich später auch die total leere 500-Gramm-Tüte. Haferflockentüte Die Distanz vom Schrank in der Küche bis zum letzten Winkel der Heckgarage beträgt ca. 2,5m in der Länge und 1,40m in der Höhe. Man stelle sich vor, wie oft die Maus mit einer vollen Maulladung Haferflocken diese Strecke gelaufen und geklettert sein muss! Ich hätte ja liebend gerne „Mäuschen gespielt“ bei all diesen Aktionen!!! Leider hatten die Haferflocken ihr aber nicht gereicht, sie hatte außer der Stoffhülle auch die Winterabdeckung angefressen, am unteren Saum und mittenrein ein großes Loch. Das fand ich dann gar nicht mehr lustig. Sogar die Teppichbeschichtung an der Wand unterhalb der Heckklappe war an einer Stelle angefressen.

Jetzt beschloss ich, auf den oberen Teil des Campingplatzes zu fahren in der Hoffnung, dass die Maus, wenn der Motor angelassen wird, in Panik ins Freie flüchtet. Vorher warf Uschi vorsichtshalber einen Blick in den Motorraum und suchte nach angenagten Kabeln. Die fanden sich zum Glück nicht, dafür aber ein ausgewachsenes Vogelnest mit einem nicht ausgebrüteten Ei, festgeklebt am Wasserbehälter für die Scheibenputzanlage. Ein Wunderwerk der Nestbautechnik, so ein Vogelnest! Oscarlotta sprang an, wir fuhren nach oben neben die Schranke und am Abend war klar, die Maus war mitgefahren. Laut lachen

VogelnestVogelnest

Die Mausefalle, die Uschi mitbrachte, war nicht größer als die Maus! Die zufallende Tür, wenn die Maus denn überhaupt hineingehen würde, würde ihr den Schwanz abschlagen. Also noch eine Nacht ohne Falle! Aber da war ja noch die Idee mit dem Trockenmüll. Ich präparierte einen Joghurtbecher mit Müsliflocken, legte einen Stofflappen in Griffnähe, lehnte die Tür des Abfallfaches nur an und wartete einen ganzen Abend voller Spannung. Es passierte – nichts! Am nächsten Morgen sah ich, dass der Becher leergefressen war!

Jetzt nahm ich mir endlich meine Besteckschublade vor, spülte alles und schnitt für jedes Fach neue Anti-Rutschmatten zu. Wisst ihr, wie Mäusepipi riecht??? Bei der Gelegenheit öffnete ich den danebenliegenden Apothekerauszug. Na, was glaubt ihr? Sämtliche Backpulvertütchen waren geöffnet worden, der Inhalt sagte aber offenbar nicht zu. Aber das konnte die Maus ja erst wissen, nachdem das zweite, das dritte, das vierte… bearbeitet worden war. Ebenso die Vanillezuckertüten und die Tütensuppen. Dort fand ich, neben den entnommenen getrockneten Champignons, zwei Plastikgabeln aus der Besteckschublade. Warum transportiert eine Maus Plastikgabeln aus dem einen Fach zu den Tütensuppen in einem anderen Fach??? Weiß sie nicht, dass man Suppe mit Löffeln isst? Smiley mit geöffnetem Mund Von den Mandeln, die in einem Stoffsäckchen aufbewahrt worden waren, war nur noch das verpinkelte Säckchen da. Brühwürfel mochte sie dagegen offenbar nicht. Einen aus der Cellophanhülle befreiten fand ich Tage später im Topfschrank unter dem Backofen auf einem Pfannendeckel. Köttel natürlich auch!

Backpulver und Vanillin-Zuckerplus zwei Gabelnfür die Suppe???Wie krieg ich den Dreck da unten raus?

Das Gute an solchen Aktionen ist ja, dass man danach weiß, was an Vorräten man noch hat und dass alles wieder schön übersichtlich und sauber ist!

Die Maus war wirklich überall in Oscarlotta unterwegs gewesen, erkennbar an den hinterlassenen Kötteln. Sogar den abgetauten und auf Dauerlüftung gestellten Kühlschrank hatte sie inspiziert. Es ist absolut erstaunlich, wo Mäuse überall hinein und vor allem auch wieder heraus kommen! Das Spülbecken war abgedeckt mit einer Platte. Das Griffloch hat höchstens Mäusegröße, das Becken ist aus glattem Edelstahl. Die Maus war drin und ist wieder herausgeklettert. Hinter dem Becken befinden sich zwei Fächer, in denen Behälter hängen, die eigentlich für Abfall gedacht sind. Wir bewahren da schon immer u. a. unser Brot drin auf. In der zweiten Nacht kam ich nicht auf die Idee, das im Durchmesser 2 1/2cm kleine Griffloch mit der draufgestellten Teekanne zu verschließen. Die Folge war am nächsten Morgen angeknabbertes Brot, durch eine Plastik- und eine Papiertüte hindurch!

So langsam reichte es mir! Wir fuhren zum Bauhaus und kauften eine Rattenfalle. Die war schön groß und ich erhoffte mir den gewünschten Erfolg. Mit Krümeln des angeknabberten Brotes gefüllt stellte ich sie gespannt in das Außenstaufach. Nicht nur die Falle war gespannt, sondern auch ich. Ich würde es hören, wenn sie zuschnappt. Ich verzichtete sogar auf meine Freitags-Talkshow, damit es möglichst ruhig in Oscarlotta war. Um 0:15 Uhr knallte die Tür der Falle zu! Mit solchem Krach, dass ich fast von meinem Sessel fiel! Okay, Jacke und Schuhe angezogen, Autoschlüssel und Führerschein geschnappt. Flitzi stand schon bereit. Eine Tasche und ein Tuch, um den Gitterkäfig anfassen zu können, ohne von der Maus gebissen zu werden, lagen schon im Eingang. Ganz gespannt schloss ich das Außenstaufach auf. Die Rattenfalle war zu, leergefressen und LEER!!! Diese Maus musste ein Akrobat sein, es war mir absolut schleierhaft, wie sie das geschafft hatte! Und nun? Ich nahm die Falle mit rein, zog mich wieder aus und befüllte sie neu. Dann beschloss ich, die Falle über Nacht vor der Couch stehenzulassen und ging ins Bett. Und konnte natürlich nicht einschlafen, weil ich jederzeit mit dem lauten Knall der zufliegenden Tür rechnete. Wach wurde ich irgendwann von metallischem Gerappel. Gleich würde es knallen! Es rappelte weiter, ein Knall kam nicht. Langsam wurde mir klar, dass es schon geknallt haben musste (vielleicht war ich deshalb wach geworden) und der Lärm von der in der Falle befindlichen Maus kam. Ich öffnete die Schiebetür zum Wohnraum, machte das große Deckenlicht an und erblickte ein ob des hellen Lichtes erschrockenes Mäuslein. In der Falle! War es, als es an der Wand entlang lief, nicht viel größer gewesen? Ich stellte mich vor, versicherte ihm, dass ich ihm nichts tun würde, es also keine Angst zu haben brauche. Die hatte es aber offensichtlich auch vorher schon nicht gehabt, denn alle Müsliflocken waren aufgefressen. Da es so entspannt war, schaltete ich mein iPhone ein und machte ein kleines Video. Das ist allerdings total langweilig, weil das Mäuschen nur ganz unaufgeregt von einer Ecke in die andere GEHT, um zu schauen, ob es nicht doch irgendwo einen Ausgang gibt. Wer es sich trotzdem anschauen möchte, bitte auf das Foto klicken!

Der Übeltäter

Es war übrigens kurz nach 4 Uhr! Ich überlegte, was ich tun sollte. Die Falle samt Maus nach draußen unter Oscarlotta stellen, damit ich weiterschlafen kann? Nein, ich hätte sicher nicht wieder einschlafen können. Also, siehe oben! Um zwanzig Minuten nach vier Uhr in der Früh fuhren Flitzi, das Mäuschen und ich durch ein ausgestorbenes Lauterburg bis zum Wanderparkplatz vor Bartholomä. Es war stockdunkel und etwas neblig, die roten Warnlichter der Windkrafträder in der Nähe blinkten gespenstisch und im Scheinwerferlicht brachte ich die Falle samt Maus zur Wiese, sagte ihr, dass es mir Leid täte, sie sich jetzt aber ein schönes neues Zuhause suchen müsse und öffnete die Klappe. In Sekundenbruchteilen war sie draußen, rannte zwei Meter, stutzte kurz und verschwand dann in der Dunkelheit.

Es tut mir ja WIRKLICH Leid, dass ich ihr ihre ganze, viele, unglaublich umfangreiche Arbeit kaputtmachen musste, sie ihrer wertvollen Wintervorräte berauben musste. Wenn sie nicht auch noch so viel zerstört und nicht alles verunreinigt hätte, hätte sie ja vielleicht eventuell wohnen bleiben dürfen. Und Walnüsse knacken über den Winter. Ich hätte ihr sogar dabei geholfen und die Nüsse ein wenig vorgeknackt. Damit sie es etwas einfacher hat. Aber so? Sie hat es halt etwas übertrieben und so bewahrheitet sich für sie leider das Sprichwort: „Wie gewonnen, so zerronnen!“.

Ich schlief gut den Rest der Nacht! Die Falle stellte ich gefüllt wieder in das Außenstaufach, Lebensmittel ließ ich nicht offen liegen, Kekse wurden in Dosen gefüllt, der Zugang zum Brotfach verschlossen. Es war ja noch nicht sicher, dass es nur diese eine Maus gewesen war. Bei jedem ungewöhnlichen Geräusch zuckte ich zusammen! Ein Wohnmobil macht viele Geräusche, sei es dadurch, dass sich in der Sonne etwas ausdehnt und knackt, sei es, dass der Wind Blätter oder kleine Zweige auf das Dach befördert. Jeden Tag kontrollierte ich die Falle, suchte nach Mäusekötteln, aber es schien alles in Ordnung zu sein. Oscarlotta und ich fuhren wieder auf unseren Platz.

Obwohl ich alles gesäubert hatte, verschwand der stechende Geruch nach Mäusepipi nicht. Besonders bemerkte ich das, wenn ich auf meinem Stammplatz, dem Beifahrersitz, saß. Dann wollte ich die Aldi-SIM-Karte, die Uschi nicht mehr brauchte, verräumen. In den Büro-Schrank oberhalb meines Sitzes. Oha!!! Hier hatte die Maus in einer Ecke ihre Toilette eingerichtet und sich auch gleich jede Menge Toilettenpapier zurechtgenagt. Sogar einen der Plastik-Ablagekörbe hatte sie angenagt! Warum tun Mäuse das? Warum zernagen sie Plasiktüten, Pappkartons, Servietten, Papier? Weil nagen ihre Bestimmung ist, als Nagetiere? Aber das macht doch weder satt noch kann es gut schmecken! Okay, satt vielleicht, ist ja Zellulose. Aber einen Nährwert kann es ja nicht haben. Weiß das die Maus bloß nicht? Oder ist das ein genetisch bedingter Zwang??? Herr von S., Sie als Fachmann, bitte klären Sie uns auf! SIM-Karten mochte sie offensichtlich auch, sogar spanische. Und die Jahresrechnung von unserem Stellplatz fand sie offenbar genauso hoch wie wir. Cooles Smiley

Toilettenpapier???gründliche Arbeitnach Hause telefonieren?indiskutable Jahresrechnung

Inzwischen habe ich zwar in alle weiteren (Ober-)Schränke geschaut und auch in die Fächer im Zwischenboden, bis auf weitere Köttel aber keine Schäden entdeckt. Ich weiß jetzt auch, welche Schränke unzugänglich sind. Es sind nicht viele… Es gibt eine Lichtleiste in einem durchlaufenden Kanal in Oscarlotta, die sich im Wohn- und im Schlafbereich zwischen Decke und Oberschränken durchzieht. Ich mag sie sehr, das Mäuslein wohl vor allem den Kanal. Smiley

Liebe Leser, ihr habt euch bestimmt gut amüsiert bis hierher, oder? Sicher auch ein wenig gegruselt, vor allem die Wohnmobilbesitzer unter euch. Ja, ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist. Die Lebensmittelverluste und Sachschäden sind nicht gravierend, die Winterabdeckung kann ich reparieren. Was mir aber wirklich zu schaffen macht, ist, dass wir Oscarlotta in Zukunft ja wohl nicht mehr unbewohnt stehenlassen können, um mit Fix und Boxi zu reisen oder um noch einmal nach USA/Kanada zu fliegen. Wie hätte es denn wohl ausgesehen, wenn die Maus noch mehr Zeit gehabt hätte oder wenn es eine Mäusin gewesen wäre, die ihre Kinder hier zur Welt gebracht hätte??? Diese Gedanken sind es, die mir echt zu schaffen machen! Übernächste Woche muss Oscarlotta zu IVECO in die Werkstatt, Jahresinspektion und HU. Dann werde ich mit in die Grube steigen und von unten mal schauen, wo überall eine Maus überhaupt reinkommen kann. Ob es Möglichkeiten gibt, etwas zu verschließen, mit Maschendraht, Fliegendraht, Stöpseln oder so. Zumindest, wenn man das Fahrzeug längere Zeit stehenlassen muss/möchte. Wenn jemand von euch Ideen oder Erfahrungswerte hat, her damit!!! Ich bin für jeden Rat dankbar! Denn so etwas brauche ich wirklich nicht unbedingt noch einmal!!!

written by Ingrid
photos and video taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Da sind wir wieder! ;-)

 

Unsere Sommerpause ist beendet, für uns zumindest. Uns bedeutet, Uschi, ich und Fix und Boxi. Oscarlotta und Flitzi müssen (oder dürfen?) noch schön geruhsam am Hirtenteich weiter stehenbleiben.

Abreise

Unsere Planung war ja, ca. Mitte August eine kleine Spätsommertour zu starten, so bis Mitte Oktober. Meine (junge) Zahnärztin und ihre (ebenfalls sehr junge) Assistentin bekamen einen fast hysterischen Lachanfall, als ich meinte, ich sei noch einmal kurz weg und sie nachfragten, was ich denn unter kurz verstehen würde. Nun ja, zwei Monate eben! Cooles Smiley

Wir müssen Mitte Oktober zurück, weil Uschis Vater 90 wird und ihre Schwester zur Feier aus den U.S.A. hierher kommt. Und da wir in Lauterburg erst einmal alles erledigt hatten (okay, Oscarlotta ist noch nicht poliert!), sind wir schon am Sonntag losgefahren, also etwas früher als geplant. Wir verabschiedeten uns am Samstag bei einem leckeren Abendessen bei Maiers von Maiers und von Alexej. Von den zwei Hundis, Jule und Mona, konnten wir uns nicht mehr verabschieden bzw. hatten das schon tun müssen. Beide leben leider nicht mehr, obwohl erst 11 und 13 Jahre alt! Besonders unser „Ferienhund“ Jule fehlt uns schmerzlich. Weinendes Smiley

Jule nicht ganz sauber :-) 

Am Sonntag ging es nur bis Freiburg. Dort waren wir auch schon wieder zwei Jahre nicht gewesen und kamen jetzt incognito. Entsprechend erstaunt waren die Gesichter der Betreiber, denn sie erkannten zwar uns, konnten aber Oscarlotta nirgendwo entdecken. Also stellten wir ihnen Fix und Boxi vor und erklärten, dass wir mit unserem „Reise“mobil unterwegs wären und unser „Wohn“mobil auf unserem Dauerplatz stehen würde. Und gut, dass es so war! Wir hatten angenommen, dass der Stellplatz in Freiburg an einem Sonntagspätnachmittag einigermaßen leer sein würde. Weit gefehlt!!! Es gab noch drei Plätze, die für uns infrage gekommen wären; mit Oscarlotta hätten wir keine Chance gehabt, außer wir hätten vorher reserviert. Der Platz war voll mit Italienern, Spaniern, Franzosen, Schweizern, Holländern, Briten und ein paar Deutschen. 🙂 Und dabei ist der Platz in der Zwischenzeit durch Neuanordnung der Plätze auf 100 Stellplätze angewachsen. Aber wenn man so sieht, was auf den Straßen an Wohnmobilen unterwegs ist, ist es auch logisch, dass die Stellplätze voll sind, vor allem in solch attraktiven Städten wie Freiburg. Völlig unverständlicherweise soll der Platz schon seit Jahren aufgegeben werden, da die Fläche mit Wohnhäusern für Professoren der Universität Freiburg bebaut werden soll. Zum Glück zieht sich das Vorhaben in die Länge! Es ist der einzige Wohnmobilstellplatz in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt und alle Mobilisten gehen einkaufen, bummeln, essen. Bringt das etwa kein Geld in die Stadt?

Da wir eine kleine Sonderstellung bei den Betreibern, Frau Nöltge und Herr Tigges, haben (wir sind mal durch Zufall zu den „Covergirls“ auf ihrem Flyer geworden), bekamen wir den Platz an ihrem Garten angeboten. Der war eigentlich für ein 8-Meter-Mobil vorgesehen und so hatten wir nach hinten ausreichend Platz (wir haben ja eine Hecktür) und auf der linken Seite eine schöne Aussicht.

Vorgarten BissierstraßeVorgarten BissierstraßeVorgarten BissierstraßeVorgarten Bissierstraße    Vorgarten Bissierstraße

Rechts von uns standen Spanier und bei dem Versuch einer kleinen Unterhaltung stellten wir fest, was wir schon geahnt hatten: Unsere Spanischkenntnisse reichen nach dreijähriger Abwesenheit von Spanien noch ansatzweise aus, um zu verstehen, aber absolut nicht mehr, um zu reden!!! 😦 Zum Glück sprachen die Spanier englisch!

Wir machten noch einen Abendspaziergang an die Dreisam und bewunderten sowohl den Sonnenuntergang als auch den riesigen Fast-Vollmond. Ausnahmsweise hatte ich mein iPhone nicht dabei, sodass es davon keine Fotos gibt!

Am nächsten Morgen ging es schon um 10 Uhr weiter, denn es lag eine größere Etappe vor uns. Davon und ab jetzt alle weiteren Berichte lest ihr bei Fix und Boxi. Wer sich immer noch kein Lesezeichen gesetzt hat, kann den nachfolgenden Link verwenden:

https://fixundboxi.wordpress.com/

Und wer nicht immer auf Verdacht nachschauen will (wir werden NICHT jeden Tag schreiben und auch nicht jeden zweiten, sondern eher sporadisch), kann sich anmelden und Follower werden und bekommt dann eine Benachrichtigung. Kostet nichts und tut auch nicht weh! Zwinkerndes Smiley

P. S.: Falls sich jemand wundert,warum dieser Artikel erst jetzt erscheint, sei ihm gesagt, dass der Mobilfunkempfang dort, wo wir hingefahren sind, so gut wie nicht existent war, WLAN gar nicht. Roaming ohne Zusatzkosten ist von der Idee her ja eine feine Sache, aber die Bedingungen müssen halt immer noch stimmen… Trauriges Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Aus zwei mach eins

 

In Bad Schönborn warteten Uschi, Alexander und Paul auf mich. Paul war, im Gegensatz zu Alexander, einem Stellplatznachbarn, nicht zweibeinig, sondern zweirädrig. Smiley mit geöffnetem Mund Köhlers, die Stellplatzbetreiber vom WellMobilPark, verkaufen auch E-Bikes. Wir wollten ja eigentlich noch keine, hatten vor zwei Jahren bei unserem Aufenthalt hier unsere Fahrräder noch teuer aufarbeiten lassen. Aber da stand dann Paul und Uschi verliebte sich! Ein Pedelec mit 20 Zoll-Reifen, faltbar.

PaulPaulPaul geklapptPaul gefaltet

Zugegebenermaßen ein hübscher Kerl, aber ich blieb standhaft. Ich will immer noch kein batteriebetriebenes Fahrrad, obwohl alle Menschen, die eins fahren, beteuern, wie toll das ist und dass sie nie wieder etwas anderes fahren wollen. Und dass man sich genauso anstrengen könne wie bei einem ohne Batterie. KÖNNE! Ich weiß genau, dass ich mich nicht mehr anstrengen werde, wenn ich nicht MUSS. Jetzt muss ich und ich nehme es in Kauf, dass ich bei allzu heftigen Steigungen eben mal absteigen und schieben muss. Ja, und Gegenwind kann sehr unlustig sein. Ich will aber keine 70km-Radtour am Tag machen und auch keine mit 50km. Ich will ab und zu mal zum Einkaufen fahren oder eine nette Waldrunde, bevorzugt mit einem Ausflugslokal als Ziel. Dafür reicht mir mein altes Fahrrad allemal.
Da Uschis KTM-Rad hochwertiger ist als mein Pegasus, fingen wir an zu demontieren. Meine Lenkerhalterung wollte ich unbedingt behalten, war ich doch vor zwei Jahren so froh gewesen, die hässliche alte austauschen zu können. Die Schrauben waren etwas festgerostet und nach einer Weile konnte der Nachbar von gegenüber es offensichtlich nicht mehr aushalten, unsere Bemühungen zu beobachten. Ob er den „Damen“ helfen könne? Wir lehnten höflich dankend ab und er hatte wohl schon damit gerechnet, zumindest schien er nicht beleidigt zu sein, was wir auch schon erlebt haben. Wir nahmen allerdings die Hilfe von WD-40 in Anspruch, erfolgreich. Die Lenkerbefestigung wurde ausgetauscht, ebenso die Halterung für die Lenkertasche. Meine silbernen Schutzbleche wollte ich auch gerne „umziehen“. Wir fingen mit dem Vorderrad an. Die Demontage am Hinterrad hätte sich etwas schwieriger gestaltet und darüberhinaus fand ich es absolut passend, zwei unterschiedlich farbige Schutzbleche zu haben, da das Rad vorne hauptsächlich silberfarben und hinten schwarz ist. Cooles Smiley Mein Sattel ist bequemer als der vom KTM, also wurde auch er ausgewechselt. Das Endergebnis sah dann aus wie unten zu sehen und in den nächsten Tagen konnten wir einige Menschen beobachten, die sich über dieses seltsame halbe Fahrrad auf dem Fahrradträger ihre Gedanken machten. Es wird in Lauterburg restlos ausgeschlachtet werden und alles, was noch als Ersatzteil tauglich ist, wird aufgehoben.

aus zwei mach eins Ersatzteilewas ist das denn? 

Am „Vatertag“ beendeten wir unsere Deutschland-Überwinterung und fuhren zu unserem Heimatcampingplatz auf die Schwäbische Ostalb. Vorsichtshalber nahmen wir die Autobahn, wir wollten den Leiterwagen ziehenden „Vätern“ auf den Landstraßen nicht in die Quere kommen. Sarkastisches Smiley
Der Campingplatz war nahezu komplett voll! Langes Wochenende und traumhaftes Wetter ist eine gute Kombination. Gut, dass wir unseren Dauerplatz haben!

unsere Terrasse

Eine Menge Arbeit wartete auf uns und konnte jetzt endlich erledigt werden! Den Hänger freischneiden, Flitzi aktivieren und waschen, die Steuererklärungen machen, Rasen mähen (unsere Terrasse war zwar vom Campingplatzbetreiber freundlicherweise schon gemäht worden, aber das Gras wächst so schnell!), Wäsche mal wieder waschen und – als größere Herausforderung – Oscarlotta vom Dreck der letzten 1 ½ Jahre befreien. Die provisorische Reinigung nach dem halben Jahr Sommerpause bei Luise hatte ja mehr verschlimmert als verbessert und im Winter hatten wir nirgendwo eine Gelegenheit. Wie immer fingen wir auf dem Dach an, schraubten alle drei Dachluken ab und entfernten endlich den Dreck, der zwischen der Ober- und der Unterschale saß. Vier Stunden waren wir zu zweit beschäftigt, bis das Dach wieder hell war!

Dachreinigung

Rundherum ist Oscarlotta erst zur Hälfte sauber, Fix und Boxi noch gar nicht, poliert ist logischerweise auch noch nicht. Aber die Frischwasseranlagen sind gereinigt und desinfiziert, die Abwassertanks gesäubert. Wir teilen uns die Arbeit ein und genießen zwischendurch, endlich wieder barfuß auf schönem weichen Gras laufen zu können und in der Sonne zu sitzen. Beziehungsweise eher im Schatten, denn das Wetter ist sommerlich. Sogar unsere neue Outdoor-Küche haben wir schon aktiviert. Endlich kommt unsere Fire Pit-Eisenpfanne mal wieder zum Einsatz! Smiley

outdoor-Küche

Apropos aktivieren, ich habe, als Vodafone-Kunde, mich für das neueste Angebot, den GigaCube, entschieden. Vorgestern habe ich ihn in Betrieb genommen und nun verfügen wir über monatliche 50GB LTE-Internet für €24,99. Es ist eine wahre Freude, wie schnell sich jetzt Seiten aufbauen und Fotos öffnen. Und endlich können wir uns auch die diversen Videos und Vlogs anschauen, die einige Blogschreiber veröffentlichen und die bisher unser verfügbares Datenvolumen überforderten.

Die nächsten ca. zwei Monate werden wir hier unseren Alltag leben und der lohnt nicht, darüber zu berichten. Deswegen verabschieden wir uns hiermit in eine kurze Sommerpause bis Mitte August. Wie es dann weitergeht, verraten wir noch nicht! Zwinkerndes Smiley

Wir wünschen allen unseren Lesern schöne Pfingsttage und einen schönen Sommer!!! Man liest, hört oder sieht sich!

wir wünscheneinenschönenSommer

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wie es weiterging…

 

Am Sonntag nach unserem Busausflug zur Bastei gingen unsere Fahrwege in unterschiedliche Richtungen. Uschi fuhr nach Haßfurt, um Big Fix beim Nissan-Händler einer Inspektion zu unterziehen sowie die HU und Gasprüfung durchführen zu lassen. Außerdem war ein Reifenwechsel aller vier Räder angesagt, da es seltsame Verschleißerscheinungen gab, die bei der Laufleistung noch nicht hätten sein dürfen. Ich fuhr einmal quer durch Deutschland, um in Nordhorn meine Freunde zu besuchen. Wie immer stand ich mit Oscarlotta auf dem Stellplatz am Vechtesee. Die Hälfte des Platzes ist mit Rasengittersteinen gepflastert, die andere Hälfte ist naturbelassen. Es gibt sechs Reihen, in denen die Mobile hintereinander stehen, eine V/E-Anlage, Müllentsorgung, Stromautomaten (€1/5 Stunden) und einen Parkscheinautomaten, an dem pro 24 Stunden €5 zu bezahlen sind. Das Besondere ist die Nähe zum See und die fußläufige Entfernung zur hübschen Innenstadt. Rund um den See gibt es Fuß- und Radwege, ein schönes Seerestaurant plus Hotel ist vorhanden und es ist ruhig, trotz der Straße, die am Stellplatz vorbeiführt. Radfreunde können hier voll auf ihre Kosten kommen, man merkt die Nähe zu Holland, hier ist Radfahrerland!

Vechtesee

Eine ganze Woche blieb ich hier, offiziell erlaubt sind allerdings nur 3 Nächte. Der Platz ist immer gut besucht und über den 1. Mai waren nur noch wenige Plätze frei. Es hätte aber absolut nicht sein müssen, dass ein Mobilist direkt im Anschluss an die Entsorgungsstation über Stunden parkt, sodass man nicht mehr durchfahren konnte, sondern vorwärts rein und rückwärts wieder rausfahren musste. Oder umgedreht. Vermutlich wollte er keinen Stellplatz belegen, aber diese Entscheidung war mehr als dämlich. Und Kurzzeitparkgebühr hat er sicher nicht bezahlt, ich habe jedenfalls kein Ticket gesehen (er stand genau gegenüber von Oscarlotta). Was manche Menschen sich denken (oder auch nicht), erschließt sich mir oft nicht!

Stellplatz am Vechteseeparken auf der V/E-Station

Ein paar Kilometer weiter wohnt seit 5 Jahren ein Freund den Sommer über auf dem Campingplatz „Saller See“, der zwar Campingplatz heißt, aber inzwischen fast ausschließlich aus Mobilheimen besteht. Es gibt eine Alibiwiese mit angeblich 14 Touristenplätzen. Da dort aber auch noch die anliegenden Mobilheimbesitzer ihre PKWs parken, dürfte das schwierig werden. Außer Oscarlotta war jedoch kein anderes Wohnmobil da. Etwas eng die Zufahrt, etwas heruntergekommen die Sanitäranlagen und wieder einmal merkte ich, dass Dauercamperbehausungen, egal ob Mobilheim oder Wohnwagen oder Wohnmobil nichts für mich sind. Zu eng, zu dicht auf dicht, kein Ausblick und schlimmstenfalls an drei Seiten Nachbarn. Es gibt ja Menschen, denen macht das nichts aus und es gibt sogar welche, die genau das lieben (die die Winter in Spanien und Portugal auf Stell- und Campingplätzen unter noch verschärfteren Bedingungen verbringen), ich gehöre definitiv nicht dazu!

TouristenplatzSaller SeeSaller SeeSanitärhaus aus den 1970er-JahrenSaller SeeSaller See

Mein Weg ins Ruhrgebiet führte mich über Münster. Vom Stellplatz „Camp Marina Alte Fahrt“ in Greven-Fuestrup hatte ich noch eine Guthabenkarte. Von 2008! Ich konnte gar nicht glauben, dass wir seitdem nicht mehr da gewesen waren!?! Der Platz liegt direkt am Dortmund-Ems-Kanal und mir war nach ein paar Tagen Ruhe und Schiffe gucken. Beim ersten Überfahren des Platzes stellte sich heraus, dass die erste Reihe am Kanal mit Hütchen komplett gesperrt war und zwischendrin auch sehr viele Plätze. Nicht alle Plätze sind für Oscarlotta lang genug und so stellte ich mich erst einmal auf den angrenzenden Platz, der als Winterlager für die Schiffe genutzt wird und im Sommer als Ausweichplatz für Wohnmobile. Dieser Stellplatz ist nämlich so begehrt, dass er in der Reisesaison zumindest an den Wochenenden ständig ausgebucht ist. Und das, obwohl es außer der Möglichkeit, Schiffe zu gucken und Rad zu fahren nichts gibt. Okay, ein Restaurant ist vorhanden. Theoretisch (und praktisch, Batteriefahrräder sind hilfreich) kann man per Rad nach Münster fahren, das sind aber einige Kilometer.

LageplanBlick vom Kanal ausFähre von Dover nach CalaisMarina Alte Fahrt FuestrupSlipanlageWLAN-Verfügbarkeit

Ich guckte mir einen geeignet erscheinenden Platz aus, von dem allerdings nicht ganz klar war, ob das Hütchen nur für den Nachbarplatz oder auch für ihn galt und wartete, bis um 17 Uhr der Platzwart erschien. Der Platz war frei! Alle gesperrten Plätze waren neu eingesät worden. Nun stand ich zwar in der vorletzten von 6 Reihen, aber die Plätze vor mir waren alle gesperrt, sodass mir niemand die Sicht auf den Kanal nehmen konnte. Das sollte sich allerdings zum Wochenende hin ändern, da blieb mir noch ein winziger Durchblick! Meine Guthabenkarte wurde tatsächlich noch anerkannt, interessant war die Preisentwicklung. Hatten wir noch 2008 für eine 10er-Karte €60 bezahlt, so kostet diese inzwischen €99 (regulärer Preis €11/Tag ohne Strom). Aber was wird schon preiswerter?

noch ist PlatzKanalblickKanalblick?

Ich entschied mich erst nur für eine Nacht, es gab nämlich so gut wie kein Vodafone-Netz. Zumindest nicht auf meinem iPhone. Testweise hängte ich am Abend den Mobilfunkrouter ins Fenster, bestückt ebenfalls mit einer Vodafone-Karte. HSPA!!! Das iPhone sagte derweil „Kein Netz“. Mir doch egal, zum abendlichen Telefonat mit Uschi setzte ich mich an den Kanal, zum Schiffe gucken auch, Hauptsache, ich hatte abends in Oscarlotta Internet. Ich verlängerte um weitere 3 Nächte!


 
Dann ging es zügig nach Hattingen. Ich hatte einen Nachbesserungstermin bei meinem Lackdoktor, der vor einem Jahr die Schäden an Oscarlotta durch die blödsinnige Kollision mit dem Schrankenpfosten größtenteils beseitigt hatte. Die Schrammen sind zwar nicht mehr zu sehen, aber Farbabweichungen im Lack. Leider könne er da nichts weiter machen, silbermetallic sei einfach eine schwierige Farbe. Ein erneutes Überpolieren brachte leider keine Verbesserung. Wir werden wohl damit leben müssen!

Lackschaden

Ich stand, bis ich einen Termin bekam, in Velbert-Neviges. Einmal an der A45 direkt im Wald, Zwinkerndes Smiley

A45Am Nizzabad

einmal am Schloss Hardenberg auf dem öffentlichen Parkplatz, wo drei Wohnmobile kostenfrei stehen dürfen. Den Platz und seine Bedingungen kannte ich noch vom letzten Jahr. Er bietet keinerlei Infrastruktur und liegt dicht an einer stark befahrenen Bundesstraße, aber auch neben einem kleinen Park, dem Schloss und einem großen Waldgebiet. Eine nette Nachbarin hatte ich auch.

Velbert-NevigesSchloss Hardenberg (Wirtschaftsgebäude)WehrturmNachbarschaft

Der Stellplatz in Hattingen an der Minigolfanlage hat inzwischen das geplante Sanitärhaus bekommen (2 Duschen, €1/4 Minuten, 2 Toilettenräume mit je 2 Toiletten), kostet dafür aber jetzt 10 Euro statt wie bisher 7! Es ist ja ganz nett, wenn man mal aushäusig duschen kann, es erspart das Putzen des Bades/der Dusche und das verfrühte Auffüllen des Frischwasser- und das Leeren des Abwassertanks. Aber wenn ich dafür dann gleich 3 Euro mehr bezahlen muss, auch wenn ich gar nicht jeden Tag duschen will (und das Duschen selbst ja auch noch €2 kostet, denn mit 4 Minuten komme ich, mit Haare waschen, nicht aus), dann würde ich lieber auf die Annehmlichkeit eines Sanitärhauses verzichten. Denn die anderen Bedingungen des Stellplatzes sind gleich geblieben, sprich relativ enge Parzellen. Trotzdem gefällt es mir dort, die Nähe zur Ruhr, die Möglichkeiten, dort zu laufen oder Rad zu fahren und mitten im Ruhrgebiet und trotzdem mitten in der Natur zu sein.

Stellplatz an der MinigolfanlagePlatz 13 brachte kein Unglück (gegenüber vom Schrankenpfosten!)HenrichshütteHenrichshütteAn der Ruhr

Eines Abends hatte eine Schafherde ihr Nachtlager auf einem Teil der Ruhrböschung aufgeschlagen. Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, was anders war. Habt ihr schon einmal so viele nackte Schafe gesehen???

nackte Schafenackte Schafenackte Schafenackte Schafenackte Schafenackte Schafe

Uschi wartete bereits in Bad Schönborn auf mich und so fuhr ich am vorletzten Sonntag auch dort hin. Es waren nur 336km, für die ich aber, mit Pausen, satte 7 Stunden brauchte! Es war Muttertag und ich hatte den Eindruck, dass halb Deutschland auf dem Weg zu oder von den Müttern auf der Autobahn unterwegs war! Mein Tommie war auch etwas durch den Wind. An jeder Autobahnausfahrt im Frankfurter Raum wollte er, dass ich abfahre. Originalton: „Nehmen Sie die Ausfahrt! Am Ende der Straße drehen Sie um, dann fahren Sie rechts!“ Vielleicht wollte er auch zu seiner Mama??? Cooles Smiley

written by Ingrid
photos and video taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Busausflug zur Bastei

 
 
Am Donnerstag nach Ostern nahmen wir eines der Ausflugsangebote des Campingplatzes „LuxOase“ wahr und fuhren in das Elbsandsteingebirge. Der Bus brachte uns bis zur Bastei. Dort hatten wir bis 15 Uhr Zeit, uns alles genau anzuschauen. Eine sehr beeindruckende Landschaft! Solche Felsformationen hatten wir noch nirgendwo gesehen. Ein wenig wurden wir an die Hopewell Rocks an der Bay of Fundy erinnert, die wir bei unserem Nordamerikaaufenthalt 2016 so beeindruckend fanden. Vor vielen Millionen von Jahren entstanden durch ähnliche Bedingungen an unterschiedlichen Orten eben sehr ähnliche Naturbauwerke. Wer an den geologischen Einzelheiten der Entstehung des Elbsandsteingebirges interessiert ist, findet „hier“ eine ausführliche Ausarbeitung und „hier“ einen zusammenfassenden, kurzen Überblick.

Elbsandsteingebirge

Im Mittelalter wurde in diesem unwegsamen Felsmassiv von böhmischen Rittern eine Natursteinfestung angelegt, die Felsenburg Neurathen. Das Gelände kann gegen einen geringen Obolus besichtigt werden, von der Festung ist allerdings bis auf eine Zisterne, ein paar Steinschleuderkugeln und in den Fels gehauene Treppenstufen nichts mehr erhalten. Trotzdem ist die Vorstellung, mit den Mitteln des 14. Jahrhunderts hier oben gebaut zu haben, faszinierend und die Ausblicke von den verschiedenen Stellen des Rundweges sind beeindruckend.

Felsenburg NeurathenSteinkugelnSteinkugelnSteinschleuderSteinschleuderFelstreppeFelstreppeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirge

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen nach und nach immer mehr Reisende in diese Gegend und das Erklimmen dieser mit 194m recht stattlichen Felsformation scheint viele gereizt zu haben. Einheimische, die als Führer fungierten, konnten sich eine neue Erwerbsquelle erschließen. 1814 wurden die ersten 487 Stufen angelegt, 1816 war die Zufahrt von der Straße Lohmen-Hohnstein ausgebaut und 1826 wurde dann endlich vom Neurathener Felsentor über die Mardertelle (40 m tiefe Schlucht) hinweg zum Basteimassiv eine Holzbrücke geschlagen und die mühsame Kraxelei durch die Vogeltelle beendet. Und pünktlich zur Einweihung der Eisenbahnstrecke durch das Elbtal im Jahre 1851 war die Holzbrücke, die wegen der vielen Reparaturen zum Ärger der Besucher häufig gesperrt werden musste und schließlich ganz baufällig geworden war, durch eine Steinbrücke ersetzt worden. Sie hat eine Länge von 76,50m und überspannt mit 7 Bögen die Mardertelle. In nur zwei Jahren erbaut, ist sie immer noch das weltweit bekannte Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Schon der berühmte Maler der deutschen Frühromantik, Caspar David Friedrich, malte hier 1822 sein bekanntes Bild Felsenpartie im Elbsandsteingebirge.

Gemälde "Felsenpartie im Elbsandsteingebirge"BasteibrückeBasteiausblickBasteiausblickBasteiausblickBasteiausblickBasteiausblick

Wir waren erstaunt, wie viele Menschen an einen ganz normalen Donnerstag hier unterwegs waren und sich über die Felsenbrücke schoben. Viele Asiaten mit immer einsatzbereitem Selfie-Stick! Das Wetter war endlich sonnig und frühlingshaft warm, zumindest für diesen einen Tag. Unser Programm sah vor, dass wir um 15 Uhr unten im Kurort Rathen an der Schiffsanlegestelle von der LuxOase vorreservierte Tickets abholen sollten, um dann um 15:20 mit dem Raddampfer auf der Elbe zurückzufahren. Wir machten uns rechtzeitig an den Abstieg über viele Treppen und teilweise steile Wege durch einen wunderschönen, schon maigrünen Wald. Erstaunlich viele Besucher kamen uns entgegen und taten uns echt Leid, da wir ja wussten, was ihnen noch bevorstand. Runter ist zwar auch anstrengend und wir hatten auch einen ordentlichen Muskelkater am nächsten Tag, aber rauf hätte zumindest ich diese Tour ganz sicher nicht machen wollen!

ElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirgeKurort Rathen

Unten angekommen hatten wir noch ausreichend Zeit, uns den kleinen Ort anzuschauen (was allerdings schnell erledigt ist), etwas zu essen und, nachdem wir unsere Tickets bezahlt und erhalten hatten, einen Kaffee in der Sonne mit Blick auf die Elbe zu trinken. Unser Schiff verspätete sich. In die Gegenrichtung war der Schiffsverkehr eingestellt, hatten wir beim Ticketkauf gehört. Was, wenn unser Schiff nicht kommt? Außer uns wartete eine ganze Reihe von Menschen. Aber dann tauchte sie doch noch auf, die PD (Postdampfer? – siehe Kommentare) „Kurort Rathen“, ein restaurierter Schaufelraddampfer von 1896. Länge 55,76m, Breite 5,02m ohne die Radkästen.

PD "Kurort Rathen"

Überwiegend offene Decks, teilweise immerhin überdacht. Natürlich wollten wir auf dem Außendeck mitfahren, so wie die meisten anderen Passagiere. Kaum hatten wir abgelegt, verschwand die Sonne hinter dicken Wolken. Sofort wurde spürbar, dass es immer noch April war. Der Fahrtwind kam dazu und machte die Angelegenheit ziemlich schnell ziemlich ungemütlich. Das Deck leerte sich zusehends. Wir harrten noch eine Weile aus, drehten uns mit dem Rücken zum Wind und flüchteten schließlich total durchfroren doch in die Mitte des Schiffes. In die überfüllten Salons wollten wir nicht und so blieben wir direkt oberhalb der frei einsehbaren Dampfmaschine und neben den durch Glaswände abgetrennten Schaufelrädern stehen. Die rhythmischen, immer gleichen Bewegungen und Geräusche der verschiedenen Kolben waren fast meditativ. So standen wir eine Stunde bei einigermaßen erträglichen Temperaturen über dem Motorraum, beobachteten den Maschinisten bei seinen Kontroll- und Wartungsarbeiten, verfolgten die An- und Ablegeprozeduren und waren froh, endlich an der Anlegestelle Schloss Pillnitz aussteigen zu dürfen.
 

 
Das Schloss, ebenfalls im Besitz August des Starken und seiner Erben, diente der damaligen Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts als „Lustschloss“ und Sommerresidenz. Unsere Lust, uns noch etwas anzuschauen, hielt sich schwer in Grenzen. Wir wollten nur ins Warme! Eine gute Stunde hatten wir, bis der Bus uns hier wieder abholen würde. Alles, was wir noch hätten besichtigen können, war draußen und kostete Geld. Die berühmte Kamelie blühte schon nicht mehr und ob der Palmengarten noch geöffnet war, haben wir gar nicht erfragt. Wir machten ein paar Fotos von dem wirklich schönen Schloss mit seinen vielen Türmchen und verdrückten uns in den Souvenirshop. Dort war es so herrlich warm! Laut lachen

Schloss PillnitzSchloss PillnitzSchloss Pillnitz

written by Ingrid
photos and video taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

DRESDEN – top oder Flop?

 
 
Mit Norma hatten wir nicht nur unsere persönliche Reiseleiterin, sondern auch eine private Taxifahrerin! Jeden Tag kam sie uns abholen und natürlich fuhren wir dann auch nach Dresden. In der Inneren Neustadt hinter dem Albertplatz fanden wir einen Parkscheiben-Parkplatz am Straßenrand und kauften uns alle drei zuallererst sündhaft teure, weil vegane, Barfußschuhe. Sündhaft teuer bei Schuhen ist für uns eher ungewöhnlich.Smiley mit geöffnetem Mund So gerüstet marschierten wir die Hauptstraße entlang Richtung Goldener Reiter, legten vorher aber noch einen Kaffeezwischenstopp in einer ehemaligen Markthalle ein, die uns sofort an spanische Markthallen erinnerte. Und die Hauptstraße hätte von ihrer Art und dem üppigen Baumbestand her auch fast die Rambla in Barcelona sein können. Erstaunlich, dass die Häuserfassaden und die Balkone direkt am Neustädter Markt, also kurz vor dem Übergang zur Altstadt, total heruntergekommen waren und vor sich hin rotteten. Dass man das an solch einer Touristenmeile nicht ändert, hat uns sehr gewundert!

Markthalle

Der goldene männliche Mensch auf seinem Pferd wurde zwar von uns fotografiert, weil er ja offensichtlich etwas Besonderes darstellte, aber in seinen Bann zog er uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der Panoramablick auf die monumentalen Gebäude der Altstadt von der ebenfalls alten Augustusbrücke aus war allerdings beeindruckend. Diese Brücke wird übrigens die nächsten zwei Jahre restauriert und ist im Moment nur noch für Fußgänger und Radfahrer passierbar. Wir hatten also noch Glück, auf ihr die Elbe überqueren zu können.

August der StarkeAugust der StarkePanoramaansicht (Canaletto-Blick) Panoramaansicht

Elbansicht von den Brühlschen Terrassen Norma zeigte uns alles, die Katholische Hofkirche, das Schloss, die Semperoper, den Zwinger, den Fürstenzug, natürlich die Frauenkirche und schlussendlich die Brühlschen Terrassen. Aber trotz der zweifellos sehr eindrucksvollen Gebäude sprang der Funken bei diesem ersten Besuch nicht über, nicht bei Uschi und nicht bei mir. Mir war alles zu düster. Ich mag Sandstein, wenn er hell ist, aber diese Gebäude waren alle überwiegend schwarz.

KirchenKirchen 

Einzig der Fürstenzug faszinierte mich. Ein Wandgemälde, bestehend aus 23621 fugenlos aneinandergesetzten Porzellanfliesen, natürlich gebrannt und handbemalt von der Manufaktur Meißen (1905-1907). Wie durch ein Wunder überstand dieses wertvolle Juwel den Bombenangriff und Feuersturm im Februar 1945, der fast alles rundherum in Schutt und Asche legte. 35 Fürsten aus dem Geschlecht der Wettiner dokumentieren auf diesem Wandbild ihre mehr als 800-jährige Herrschaft. Über eine Fläche von 101,90m Breite und 10,51m Höhe reiten in unglaublicher Detailfreude die namentlich benannten Fürsten auf ihren prächtig geschmückten Pferden in eine imaginäre Schlacht, begleitet von allerlei Fußvolk.

FürstenzugFürstenzug 

Mit Konrad dem Großen, Markgraf von Meißen, fing es Mitte des 12. Jahrhunderts an und mit Georg, König von Sachsen, hört es 1904 auf. Mittendrin (1670-1733) dann der „Goldene Reiter“, Kurfürst Friedrich August I., Beiname „der Starke“. Er bewarb sich später um die polnische Krone, die nicht vererbt, sondern an den vielversprechendsten Bewerber vergeben wurde. Sachsen war seit der Reformation überwiegend protestantisch. Um König werden zu können, musste er zum Katholizismus konvertieren und als er die Krone 1697 erhielt und fortan als König August II. residierte, ließ er neben dem Schloss eine katholische Kirche errichten. Immerhin verlangte er von seinem Volk nicht, dass es ebenfalls katholisch werden musste! Jetzt erlebte Dresden seine Blütezeit. Sämtliche bedeutende Gebäude der Stadt entstanden auf sein Geheiß hin, darüberhinaus sammelte er neben Orangenbäumen leidenschaftlich Unmengen an Porzellan, das er aus Fernost einführen ließ, da die Porzellanherstellung hierzulande noch nicht „erfunden“ war. Die Porzellansammlung im Zwinger ist gewaltig und muss eine unvorstellbare Menge an Geld verschlungen haben. Es wird aus Platzgründen nur ein Teil der Sammlungsstücke ausgestellt und die wiederum sind in ihrer Gesamtsumme nur der Teil, der die Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg überstanden hat. Mein Geschmack deckt sich nicht mit dem Geschmack August des Starken, aber die Vorstellung, dass diese zerbrechlichen Gegenstände über Tausende von Kilometern zu Lande (Kutschen auf Kopfsteinplaster!!!) und zu Wasser transportiert werden mussten, ist schon beeindruckend. Eine Kutsche schaffte damals 30-40km pro Tag!

Norma fuhr uns dann noch großräumig in/um Dresden herum, rauf und wieder runter, natürlich auch über das Blaue Wunder, die alte genietete Eisenbrücke, die ihren Namen von ihrer Farbe hat. Das alles gefiel uns schon besser.

Spitzhausblick 

Über die Osterfeiertage (ja, so weit hinken wir mit unserer Berichterstattung inzwischen hinterher!) hatten wir auf dem Campingplatz „LuxOase“ östlich von Dresden reserviert. Uns war nach ein wenig Luxus, obwohl der Name einfach der Familienname der Betreiber ist. Da es sich aber um einen 5-Sterne-Platz handelt, war trotzdem alles vom Feinsten.

LuxOase SanitärbereichSanitärbereichSanitärbereichSanitärbereichSanitärbereichSanitärbereich für KinderDuschbereich für Kinder     

Wir bekamen vom Chef höchstpersönlich einen der neugestalteten XXL-Plätze zugewiesen, auf dem wir gemeinsam stehen durften. Das verdankten wir ausschließlich der Tatsache, dass Big Fix ein Allradfahrzeug ist, das versprach, die neu eingesäte Wiesenfläche nicht zu zerstören. Oscarlotta möge doch bitte auf dem Weg stehenbleiben, der eine Sackgasse war. Links von uns wurde noch gebaut, es war aber Baustopp während der Osterferien. So hatten wir nur hinter uns Nachbarn, vor und neben uns den schönen Ausblick auf den kleinen Stausee. Leider spielte das Wetter nicht mit (es schneite sogar noch kurz), um unsere große Wiese nutzen zu können! Der Campingplatz hat übrigens für Alleinfahrende ein besonderes Preisangebot, incl. 5 kW Strom/Tag.

LuxOaseLuxOase

Eine der Besonderheiten der LuxOase sind die Busausflüge, die angeboten werden, u. a. nach Prag. Ich war sehr interessiert bis ich erfuhr, dass es frühmorgens um 6 Uhr losgehen würde. Nein danke, das geht für mich gar nicht, so schön kann Prag gar nicht sein! Ich beschloss, Dresden doch noch eine zweite Chance zu geben und buchte die Stadtrundfahrt. Die kostete €20 und startete (erst) um 9 Uhr direkt am Campingplatz, was für mich immer noch mitten in der Nacht ist. 😉 Einer der Stadtrundfahrtbusfahrer wohnte am Campingplatz und durfte seinen Doppeldeckerbus mit nach Hause nehmen. Demzufolge nahm er morgens auf der Fahrt zur Arbeit die interessierten Campinggäste mit in die City. Die Fahrt dauerte 45 Minuten und wir Mitfahrer wurden schon mit vielen Vorab-Infos versorgt. Am Zwinger konnte man entweder direkt die 90-minütige Stadtrundfahrt machen, mit Aus- und Einsteigmöglichkeit an 22 Haltestellen oder man wartete auf die Stadtführer zur Zwingerführung, zur Fürstenzugführung und zur Führung rund um die Frauenkirche. Alle drei Führungen dauerten zusammen 2 Stunden. Ich hatte das Glück, eine sehr kompetente Stadtführerin zu erwischen, die sehr humorvoll und interessant erzählte. Geschichte war früher in der Schule nie mein Lieblingsfach und inzwischen verstehe ich, warum man zu all den trockenen Zahlen, die in Büchern stehen, keinen Bezug bekommt und somit auch nicht zu den Ereignissen, die die Zahlen dokumentieren. Aber wenn man vor einem Palast steht und erzählt bekommt, was den damaligen Bauherrn bewogen hat, ihn genau so bauen zu lassen, dann erhält diese Anlage, die man vorher bestenfalls schön oder beeindruckend oder imposant fand, auf einmal etwas wohltuend Persönliches. Und auch der Mensch, der bisher nur ein Name war, den man irgendwann mal gelernt hat, zu dem man aber nie einen Bezug hatte, bekommt im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht. Ab da hatte mich Dresden!

ZwingerZwingerZwingerZwingerZwingerZwingerZwinger

Um 17:30 Uhr nahm der Busfahrer uns wieder mit zurück zum Campingplatz. Ich hatte noch lange nicht alles gesehen! Wie gut, dass es die Möglichkeit gab, für nur 2 Euro einen weiteren Tag zu buchen, mit sämtlichen Inhalten. Allein die Tatsache, dass ich bereit war, noch einmal mitten in der Nacht aufzustehen, beweist, dass Dresden mich inzwischen faszinierte. Die Frauenkirche fehlte mir noch. Es wurde ein halbstündiger Film angeboten über den Wiederaufbau nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Wenn man einen Eindruck bekommt von den Dimensionen dieser baulichen Leistung, nicht nur in finanzieller Hinsicht, schaut man sich das Kirchengebäude anschließend mit anderen Augen an. Ich trank danach direkt nebenan einen Kaffee draußen in der Sonne. Die vielen schwarzen Steine inmitten vieler hellerer hatten jetzt eine andere Bedeutung für mich bekommen, nachdem ich wusste, wie mühselig sie nach fast 50 Jahren aus den Trümmern der Kirche geborgen und beim Neuaufbau wieder integriert worden waren, überwiegend sogar an den alten Stellen. So besteht die Frauenkirche, obwohl vom Bombenangriff am 13./14. Februar 1945 fast vollständig zerstört (auf Dresden wurden am 13. und 14. Februar 1945 insgesamt 1480 Tonnen Spreng- und 1190 Tonnen Brandbomben abgeworfen, insgesamt rund 2670 Tonnen), zu sagenhaften 45% aus originalem Steinmaterial. Ein Detail zeigt sehr anschaulich alt und neu, zu sehen auf dem letzten Foto, wenn es groß geklickt wird.

FrauenkircheFrauenkircheFrauenkircheFrauenkirche   

Nein, alles gesehen habe ich natürlich immer noch nicht! Aber das wäre ja ein Grund, irgendwann noch einmal nach Dresden zu fahren! Norma würde sich freuen! Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Bei Norma

 
 
Auf direktem Weg ging es weiter Richtung Dresden, aber nicht, ohne vorher noch eine Zwischenstation im Spreewald zu machen. Ein kleiner Wohnmobilstellplatz irgendwo im Nirgendwo, ursprünglich nur für Wassersportler zum Übernachten per Zelt gedacht. Es gab ein kleines Sanitärgebäude, je eine Dusche für Männlein und Weiblein, eine Außenspülküche, eine Entsorgungsstation und das alles für €5/Nacht, incl. Strom. Rundherum nichts als Ruhe und unter Wasser stehendes Sumpfgebiet. Von den Wegen abzukommen ist nicht ratsam!

Groß WasserburgFrühlingSpreewald

Dann aber endgültig Dresden! Es gibt mehrere Möglichkeiten, mit dem Wohnmobil dort zu stehen, preiswert ist keine. Eine der bevorzugten ist wohl der Stellplatz der Firma Schaffer. Von dort sind es aber auch immer noch mehrere Kilometer bis ins Stadtzentrum und €15 ist eine Ansage. Wir wollten aber nicht nur Dresden sehen, sondern uns mit Norma treffen, der Frau, die 2015 auf ihrer Rollertour bis Luzern durch Zufall bei uns auf dem Campingplatz auf der Schwäbischen Alb gelandet war und mit der wir seitdem in Kontakt sind. Norma lebt 24km nördlich von Dresden und so entschieden wir uns für den kostenfreien Stellplatz beim Wohnmobilhändler Meinert in Moritzburg-Boxdorf auf halber Strecke zwischen Normas Wohnort und Dresden. Wir rechneten damit, dort vielleicht nur ein oder zwei Nächte stehenbleiben zu dürfen, aber nein, wir könnten so lange bleiben, wie wir wollen, hieß es. Strom gab es über einen Münzautomaten zu den üblichen Konditionen (50 Cent/kW), eine V/E-Station war vorhanden und der Platz war absolut ruhig, obwohl in einem Industriegebiet gelegen. Ein wenig schief und auf Schotter, aber ansonsten standen wir dort richtig gut. Gasflasche leer? Kein Problem, nebenan im Shop gab es eine neue.

Stellplatz Caravan Meinert 

Norma freute sich, uns zu sehen und wir hatten für die nächsten Tage unsere ganz persönliche Reiseleiterin! Zunächst erkundeten wir die nähere Umgebung und waren damit schon gut beschäftigt. Unter Moritzburg hatte ich mir eine kleine, nette Stadt vorgestellt, es besteht aber nur aus einer Hauptstraße mit vielen Restaurants, Cafés, einem Gestüt und natürlich dem Schloss. Das allerdings ist wirklich sehenswert und wir hatten das Glück, dass das Wetter mitspielte. So kamen wir auch noch in den Genuss einer kleinen Wanderung durch den Schlossgarten, den anschließenden Wald (Moritzburg war das Jagdschloss des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen, besser bekannt als August der Starke) bis zum Fasanenschlösschen und dem hübschen kleinen Leuchtturm.

Moritzburg SchlossMoritzburg SchlossMoritzburg LeuchtturmMoritzburg LeuchtturmMoritzburg LeuchtturmMoritzburg SchlossMoritzburg SchlossMoritzburg SchlossMoritzburg Schloss

An einem anderen Tag wollte Norma eine etwas größere Rundwanderung zu den Biberteichen mit uns machen, 13,5km. Das ist zu weit für mich und so bekam ich Normas Roller. Nicht den, mit dem sie bei uns war, sondern einen mit Batterie!!! Natürlich keinen Kinderroller, sondern vorne ein 28-Zoll-Rad und hinten eins mit 20 Zoll. Ich war sofort hin und weg! Dumm war nur, dass ich jetzt VIEL schneller war als die beiden und immer hin und her fahren musste! Laut lachen Aber ich habe nicht nur die Batterie genutzt, sondern mich auch etwas angestrengt und getreten. So eine schöne Wanderung hatte ich selten!

BiberpfadRoburBatterie-RollerNorma und Uschi wandernIngrid rollert ;-)BiberpfadBiberpfadBiberdammBiberburgBiberarbeitBiberteichBiberteichBiberteich

Biber haben wir allerdings keine gesehen, obwohl angeblich 40 Familien in dem Wald- und Sumpfgebiet leben sollen. Uschi und Norma sind noch extra auf einen Aussichtsturm gestiegen, kein Biber weit und breit, nur der Roller und ich. Zwinkerndes Smiley

Aussichtsturm von untenUschi und Norma auf dem Weg nach obenAussicht von oben

Dann ging es ans Käselöcher bohren. Norma besitzt einen Schrebergarten und baute sich gerade einen neuen Zaun. Bei der Befestigung der Zaun(p)latten am Tor war sie froh um weitere zwei Hände (Uschis) und damit das Ganze nicht so festungsmäßig aussah, zeichnete ich viele „Käselöcher“ an, die von den beiden ausgebohrt bzw. -gesägt wurden. Das Gesamtergebnis ist richtig schön geworden!

SchrebergartenSchrebergartenalternative Wohnform ;-)alternative Wohnform ;-)SchrebergartenNormas WerkstattNormas WerkstattNormas WerkstattNormas ZaunohneundmitKäselöchern

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.