Kraichgau-Camping “Wackerhof”

 

Wenn ihr unser aktuelles Headerfoto genauer anschaut, erkennt ihr im rechten Teil ein paar weiße, wie Wohnmobile oder Wohnwagen aussehende Flecken. Nachdem ich bei meinem Fotoausflug diese schöne Panoramaaussicht genossen und konserviert hatte, wollte ich natürlich auch wissen, wie dieser vermutete Campingplatz heißt. Ein paar Tage später bin ich dann mit Uschi dort gewesen und wir fühlten uns in eine andere Welt zurückversetzt, genauer gesagt in die 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nein, Hippies, love and peace oder Anpflanzungen ominöser grüner Pflanzen haben wir nicht gesehen, wohl aber Sanitär- und sonstige Anlagen, die es so fast nirgendwo mehr gibt. Alles war sauber, alles funktionierte, alles war sympathisch einfach und unprofessionell im guten Sinne. Schlagartig waren die längst vergessenen Gefühle aus der Zeit wieder da, als ich vier- und fünfjährig mit meinen Eltern und meinem großen Bruder im Zelt auf dem Strandcampingplatz an der Ostsee glücklich war. Oder später auf dem Bauernhof-Campingplatz im Allgäu. Kurz gesagt, wir haben einen Campingplatz entdeckt, der keine Sterne vorzuweisen hat, auf dem es kein Internet gibt, wo es vor den Einzelwaschkabinen nur Vorhänge gibt, wo die Bekanntmachungen nicht laminiert, sondern mit Tesa an die Wand geklebt sind. Es gibt Wiesen, Bäume, Terrassen, neben jedem Stellplatz einen ausgewiesenen PKW-Abstellplatz in gleicher Größe. Der Besitzer lief mit uns mit und zeigte uns, wo wir mit unserem schweren, großen Mobil auf Schotterrasen stehen könnten und sagte gleich dazu, dass er uns dort aber keinen Dauerplatz zur Verfügung stellen könne, da bei längerem Aufenthalt das Gras unter dem Fahrzeug kaputt gehen würde. Aber urlaubsmäßig mal für eine Woche oder so sei in Ordnung! Wie sympathisch und auch wie authentisch, zeigt es doch, dass ihm sein Besitz wertvoller ist als das Geld, das er ihm einbringen könnte. Wir baten darum, uns auf dem gesamten Platz (100 Dauercamper- und 50 Touristenplätze) umschauen zu dürfen und dabei sind viele Fotos entstanden. Dieser Campingplatz, der wunderbar ruhig inmitten der wunderschönen Natur des Kraichgaus liegt, bietet sich an, wenn man Ruhe, Rasen und die Ursprünglichkeit und wohltuende Einfachheit möchte, die es in der heutigen Zeit schon fast nicht mehr gibt.

Wackerhof

-Stellplatz/Nacht €3,20 (!) -Person/Nacht  €3,40 (!) -Kind bis 14 Jahre/Nacht €2,40 (!) -kWh €0,50 -Warmwasser/Duschen/Müll frei –Benutzung Campingwerkstatt (Fotos unten) frei

GPS-Koordinaten: 49° 12’ 2” N und 8° 45’ 37” O

WackerhofRezeptionEingangspfortekostenloser Strom für Ankommende während der MittagspauseStellplatz für schwere MobileTouristenplätzeje ein Stellplatzund ein PKW-ParkplatzSanitärgebäudeChemie-ToilettenausgussHundeduscheEnt- und VersorgungsstationSpülkücheBehinderten-SanitärraumBekanntmachungenEinzelwaschkabinenDuscheAufenthalts- und LeseraumBlick auf den DauercampingbereichDauercampingbereichSanitärgebäudeStiefelduscheTrockner und WaschmaschinenPreisliste's Camper Werkstättle's Camper WerkstättleLeihstühle für ZweiradcamperBaumdekoBrunnendeko's Schäufele fürs Häufele

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Oberstdorf – camperfreundlich!!!

 
 
In Oberstdorf gibt es zwei Campingplätze am nordöstlichen Rand des Ortes und einen Wohnmobilstellplatz ganz in der Nähe vom Eissportzentrum und der Nebelhornbahn direkt an der Trettach. Alle drei Plätze haben Vor- und Nachteile.

Der absolute Vorteil des gut ausgestatteten Wohnmobilstellplatzes ist die ortsnahe Lage, zu Fuß ist man in 5-10 Minuten mittendrin, ein Lebensmittel- und Getränkemarkt befindet sich neben dem Stellplatz nur über die Straße. Es gibt Strom, eine großzügige VE-Station, ein Sanitärhaus mit Duschen und WC, eine kleine Spülküche und Waschmaschine+Trockner. Soweit, so gut. Der Preis ist mit 12 incl. VE, Strom 2,50 pauschal pro Übernachtung und Duschen 1 schon im oberen Bereich für Stellplätze angesiedelt. Mir/uns war’s das über Jahre hinweg wert. Der Nachteil des großen Platzes (für 200 Mobile angegeben) überwiegt leider inzwischen. Er ist meistens voll bis fast überfüllt, d. h. man steht sehr eng, wer “Kuschelcamping” mag, ist hier richtig! Geheimnis erzählendes SmileyGeheimnis erzählendes Smiley

2009 Vor fünf Jahren war es dort noch anders, wie hier zu sehen ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

zu den CampingplätzenCampingplatz Oberstdorf Empfangsgebäude

Die beiden Campingplätze am Rand des Ortes werden durch die Trettach getrennt.

Campingplatz Oberstdorf die Trettachdie TrettachRubi-Camp

Von beiden Plätzen aus kann man zu Fuß über einen Weg an der Trettach entlang in den Ort gelangen, gemütliche Gehzeit 20 Minuten. Mit Fahrrädern geht es schneller, mit E-Bikes wahrscheinlich noch flotter als mit dem PKW. Zwinkerndes Smiley Die bequemere Art ist folgende: Man geht zu Fuß zum P1 (5-7 Minuten) und steigt da in den für Kurkartenbesitzer kostenlosen Ortsbus (Nummer 900 mit Haltestellen am P1, P2, am Bahnhof, in der Ortsmitte und an der Nebelhornbahn), natürlich kann man kostenlos genauso wieder zurückfahren, aber nur bis 18:30 Uhr. Die allerbequemste Art ist, mit Auto , falls man hat, zum P1 zu fahren anstatt zu laufen!!!

Der Nachteil gegenüber des Stellplatzes ist jedoch bei den zwei Campingplätzen nicht nur die größere Entfernung zum Ort, sondern auch die höheren Preise.

Rubi-Camp

Rubicamp – Sommerpreise*: Stellplatz 10,95-12,95 , Erw. 9 , zus. Auto 2,60 , Umweltgeb. 1,00 , Strom 0,70 pro KW/h (*beinhaltet KOSTENLOSE Benutzung der Bergbahnen ab 7 Tage Aufenthalt) – (Winterpreise: Stellplatz 11,90 , Erw. 5,35 , Rest siehe Sommer)

Übrigens, Hunde sind mit 3,50 pro Schnauze wahrscheinlich nicht erwünscht!

Campingplatz Oberstdorf

Campingplatz Oberstdorf – Sommerpreise: Stellplatz 8,50 (Flitzi incl.), Erw. 5,10 , Umweltgeb. 1,00 , Strom 0,60 pro KW/h, Hund 0,50 – (Winterpreise: Stellplatz 9,00 , Erw. 5,60 , Rest siehe Sommer)

Anmerkung: Die Kurtaxe mit 2,60 pro Person und Übernachtung kommt an allen drei Plätzen obendrauf! Smiley mit herausgestreckter Zunge

Der Vorteil beider Plätze gegenüber dem Wohnmobilstellplatz ist für uns eindeutig der VIEL größere Abstand zum Nachbarn, da auf beiden Campingplätzen die Stellplätze großzügig bemessen sind.

Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf Campingplatz Oberstdorf

Hund,                                      Katze,                                     M…, nein, Haus!

HundKatzeHaus

Unsere Wahl fiel auf den “Campingplatz Oberstdorf”, einfach wegen seiner Preisgestaltung. Wir wollen auch nicht jeden Tag eine Bergbahn benutzen. Eine Fahrt mit der Kanzelwandwandbahn in Riezlern haben wir uns am letzten Samstag bei herrlichstem Wetter mit toller Fernsicht auf 2000m Höhe gegönnt. Eine Berg- und Talfahrt kostet pro Person 26,50 , incl. einem Haferl Kaffee und einem Riesenstück Kuchen. Verliebt  (Bericht und Fotos im letzten Beitrag) Wir haben es nicht bereut!

 

???Camping KlauseTerrasse

Zum Schluss möchte ich noch einen guten Grund nennen, der für den von uns gewählten Campingplatz spricht: Das kleine Lokal, bei gutem Wetter mit großer Terrasse, ist sehr gut sortiert und preiswert, hat in der Küche gute Leute und sehr freundliches und aufmerksames Servicepersonal. Alles, was wir probiert haben, schmeckte sehr lecker!

Abendstimmung bei klarer Sicht!

Schattenbergschanzenletzte Sonnenstrahlenletzte Sonnenstrahlen

Schatten und Licht

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Der Sonne entgegen!

 
 
Seenlandschaft Am Sonntagvormittag brachen wir in Lauterburg auf zu unserer Herbsttour in’s Bayrische. Erstes Ziel war Seefeld am Pilsensee. Da hatte ich uns einen Campingplatz ausgesucht, der direkt am See liegt und ACSI akzeptiert (18.-€ incl. Strom). X=unser Platz Vorsichtshalber (Münchner Oktoberfest) habe ich am Samstag dort angerufen und um eine Reservierung für unser doch relativ großes Mobil gebeten. Die Antwort des Mannes am anderen Ende “der Strippe” lautete kurz und (bayrisch) knapp: Wir haben Plätze genug! Was sich am Sonntagnachmittag dann doch als etwas übertrieben herausstellte. Doch bevor wir dort ankamen, mussten wir bis kurz vor Memmingen im grauen Einerlei fahren. Dann wurde der bayrische Himmel jedoch weiß-blau, so wie es sich gehört, Sonne satt! Die graue Wolkenwand nördlich der Autobahn war dauernd zu sehen, Gott sei Dank bewegte sie sich nicht weiter nach Süden. Der einfache, urwüchsige Campingplatz liegt mitten in einem Park am See mit hohem Baumbestand. Wir bekamen einen Platz (angeblich den letzten großen für eine ganze Woche) zugewiesen, der von der Länge her gerade lang genug ist, aber quer riesig, nur leider total schief. Egal, wir stehen schön mit Blick auf den See und unser Flitzi passt noch prima neben Oscarlotta. Dass der Platz an den Seiten ziemlich matschig ist, liegt einfach an den Regenfällen in der letzten Woche.
Platz für alleSeeblick
Wir genossen die Sonne bei einem Milchkaffee auf der lauschigen Terrasse des kleinen aber feinen Lokals mit Biergarten direkt am See. SeehausSeehaus-KaffeegartenSeehaus-TerrasseBlick auf den SeeBlick auf den SeeSeehaus-Garten 
Bei einem Spaziergang am See entlang entdeckten wir lustige “Schlaffässer” und die wohl kleinste Ketsch der Welt, für Nichtsegler: ein Segelschiff mit Großmast und Besan (kleinerer Mast am Heck).
SchlaffässerMini-Ketsch
Beim weiteren Rundgang über den Campingplatz inspizierten wir das (einzige) Sanitärhaus, alles ok, Waschmaschinen und Trockner gibt es auch. Der kleine Laden hat jetzt zum Saisonende nur noch am Vormittag auf.
VERBOTEN!!!Pech für Paule, Glück für OskarWir sind in Bayern!Gartenidylle GartenidylleBademoden (auch für Frösche?) 
Zum Schluss noch Grüße von unseren “Beifahrern”, wobei der kleine Bär “Fritzi” in Flitzi bei Ingrid nur gepennt hat. Hippolinchen hat behauptet, dass sie in Oscarlotta Uschi ganz dolle unterstützt hat, indem sie “Tommie” kontrolliert hat, damit wir alle auch ja gut an unserem Ziel ankommen.
Beifahrer Fritzi (sonnt sich oder schläft?)nach getaner Arbeit

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Im Osten Deutschlands

 
 
Am Samstag haben wir uns schweren Herzens von Berlin (-Kladow) getrennt und sind wieder zurück gen Süden gefahren. Zunächst einmal Richtung Leipzig. Nach fast genau 300km waren wir im Thüringer Wald in der Nähe von Erfurt. Der Campingplatz “Stausee Hohenfelden” sollte unser Nachtquartier sein. Er ist Teil eines großen Freizeitparks mit Klettermöglichkeiten, See-Badeanstalt und großem Thermal-Erlebnisbad “Avenida Therme”. Der Platz ist ganzjährig geöffnet, liegt unweit der Autobahnen A4 und A71/A73 und ca. 20 Autominuten von Erfurt sowie Weimar entfernt. Es gibt 600 Stellplätze sowie 52 unterschiedlich geartete Ferienhäuser. Ein Teil der Touristenplätze liegt direkt am Stausee mit Badezugang. Der Platz ist sehr groß, Touristen- und Dauercampingplätze liegen in getrennten Bereichen nebeneinander und teilweise auch vermischt, es gibt große Areale nur für Zelte, ein Restaurant, einen Einkaufsladen, einen Kinderspielplatz und drei Sanitärgebäude. Da der Platz auf einem zum See hin abschüssigen Gelände liegt, sind die Plätze teilweise terrassiert. Es war alles, soweit wir es auf unserem Rundgang sehen konnten, in Ordnung, allerdings wirkte die gesamte Anlage etwas antiquiert. Negativ ausgedrückt könnte man sagen, mit dem “Charme” der früheren DDR, positiv, der Platz ist NICHT “manikürt”. Aber mit all den Möglichkeiten rundherum lässt es sich bestimmt auch länger als nur eine Nacht aushalten, vor allem für Familien mit Kindern. Sehr positiv zu vermerken ist, dass die ACSI-Rabattkarte akzeptiert wurde, sogar in der Hauptsaison Ende August. So bezahlten wir nur € 16 incl. Strom, Ent- und Versorgungsmöglichkeit direkt am Stellplatz und zwei Duschmarken. Regulär hätte es € 23,60 gekostet. Da kann man doch nicht meckern!

Touristenbereich direkt am SeeTouristenbereichBlick auf die Thermesurfen undBoot fahren erlaubtSanitärgebäudeKinderspielplatzSpielgerät 1Spielgerät 2Camperidylle 1Camperidylle 2DetailCamperidylle 3Camperidylle 4 in modernoder so

Übrigens: Unser Tommie sagt uns ganz zuverlässig, wo und wie wir fahren sollen. Uschi konnte ihm noch keine Schlamperei nachweisen! Er nervt nicht, sagt rechtzeitig Bescheid, wenn sich etwas ändert und kennt sich offensichtlich aus. Wir sind sehr zufrieden!!! Allerdings will das Kartenmaterial schon wieder upgedatet werden, mit 3 GB! Da brauchen wir mal ein WLAN ohne Volumenbeschränkung.

Seit Sonntagnachmittag sind wir in Bad Schönborn und stehen wie immer in Köhlers „WellMobilPark“ am Thermalbad. Einen ausführlichen Bericht über diesen schönen Stellplatz findet ihr, wenn ihr „hier“ klickt und auch oben in der Menüleiste bei unseren Stellplatzbeschreibungen.

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

 
Wir befinden uns (fast) im Havelland und natürlich fällt Menschen unseres Alters dazu sofort das Gedicht von Theodor Fontane ein, das wir alle irgendwann einmal in der Schule auswendig lernen mussten. Allerdings müssen wir der Ehrlichkeit halber gestehen, dass wir alle nicht mehr über die ersten drei Verse hinauskamen (vom vierten Vers wussten wir noch “weit und breit”). Schande über unsere Häupter? Oder ist es einfach nur zu lange her??? Bevor ihr auf den Link klickt, versucht doch einmal, euch zu erinnern! Wie weit kommt IHR denn?

Das Havelland war und ist fruchtbares Weideland und Gemüse- und Obstanbaugebiet, letzteres vor allem rund um Werder an der Havel. Die Stadt liegt rund 10km bzw. 40km südwestlich der Stadtzentren von Potsdam und Berlin. Die Kernstadt liegt auf einer Insel in der dort 700 bis 1400 m breiten Havel. Davon leitet sich auch der Stadtname ab, denn Werder bedeutet – ähnlich wie Werth oder Wörth – Insel im Fluss. Außerdem ist Werder von den Havelseen Schwielowsee, Glindower See, Großer Plessower See und Großer Zernsee umgeben. Ein wunderschönes Fleckchen Erde, wie so vieles hier im Umkreis von Berlin. Wasser, immer wieder Wasser, Boote, Schiffe, kleine Häfen. Hatten wir schon gesagt, wie gut es uns hier gefällt??? Aber seht selbst:

WasserlandschaftAn der HavelAn der HavelAn der HavelTraumhäuserWerder (Havel)Werder (Havel)Werder (Havel)

Direkt vor der Brücke zur Altstadtinsel gibt es einen Wohnmobilstellplatz (An der Föhse). 27 Stellplätze bis 12m auf Rasengittersteinen und Schotter; € 6,50 incl. Müllentsorgung (bis 2 Std. kostenfrei); Strom pauschal € 3,50; Trinkwasser € 1,-; Toilettenhaus vor der Anlage; KEINE Entsorgung für Chemietoiletten möglich; Blick auf die Havel und den kleinen Yachthafen. GPS-Daten: N 50°44’2″ O 12°23’43“ (lt. Bordatlas 2013 S.467)

Werder (Havel)Werder (Havel)Werder (Havel)Werder (Havel)Werder (Havel)Werder (Havel)Werder (Havel)Werder (Havel) Werder (Havel)Werder (Havel)

Und dieses hübsche Segelschiff, mit dem überall Werbung für die Stadt Werder gemacht wird, begegnete uns in echt, als wir auf einer schwimmenden Restaurantterrasse leckere Fischbrötchen aßen. Es heißt „Havelwunder“ und wenn ihr „hier“ klickt, erfahrt ihr mehr darüber.

Werder (Havel)Werder (Havel)Werder (Havel)
written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

DCC-Campingplatz Berlin-Kladow

 
 
Maiers haben drei Enkelkinder in Berlin und haben deswegen vor Jahren nach einem Campingplatz gesucht, der a) einigermaßen stadtnah und b) trotzdem im Grünen liegt. Vorrangig war, dass man mit Jule sowohl schöne Spaziergänge als auch kleinere oder größere Radausflüge machen konnte, möglichst ohne Leine. Da blieb dann nach ausgiebiger Suche nur der Campingplatz in Kladow übrig. Kladow liegt im Westen von Berlin an der Grenze zu Brandenburg und ist der südlichste Ortsteil des Bezirks Spandau.

Berlin

An Gewässern gibt es im Osten und Südosten die Havel sowie den Sacrower See und den Groß Glienicker See und der DCC-Campingplatz liegt direkt an Letzterem am Rande des Naturschutzgebiets “Sacrower See und Königswald”. Es ist traumhaft schön hier!

viel Wasserrund um den Campingplatzmoderne Datscherund um den Campingplatzein Zwerglein saß im Walde... 

Nach einem ersten Spaziergang versuchten Uschi und Helmut sich am Aufbau des Wohnwagenvordachs, während Jule und ich die Oberkontrolle übernahmen.

Vorbauaufbaublutiges GeschäftOberaufsicht

Nun noch ein paar Fakten zum Campingplatz:

Ein großer DCC-Platz mit über 700 Plätzen, überwiegend von Dauercampern bewohnt. Die ca. 150 Standplätze für Touristen liegen auf einer ebenen Fläche unter hohen Laubbäumen, gegliedert durch Hecken und Büsche. Der Ortskern von Kladow ist ca. 1,7km entfernt, eine Bushaltestelle zur nächsten S-Bahnstation ist in 250m Entfernung, bis in die Stadtmitte Berlins braucht man ca. 1 1/2 Stunden mit ein paarmal umsteigen. Das ist nicht gerade wenig und deswegen bietet sich dieser Platz eher an für Menschen, die nicht jeden Tag in die City wollen, sondern auch oder überwiegend Natur pur, Aktivitäten im Grünen, Schiffsausflüge und Ruhe möchten. Der Campingplatz ist ganzjährig geöffnet.

CampingplatzWasserstelle mit FernsehempfangBlick Richtung SanitärhausBerliner Bär unser Stellplatz neben Maiers

written by Ingrid
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Eine Nacht in Schnarchenreuth

 

gut verpackt Wir sind “on tour”!!! Um 11 Uhr waren wir startklar, unsere ganzen Vorarbeiten hatten wir gestern schon erledigt, sodass wir nur noch das Stromkabel ziehen und – NATÜRLICH – Jule Ferienhund einladen mussten. Aus Jule Ferienhund wurde nun ganz plötzlich Jule Reisehund! Jule kennt unsere Oscarlotta ja gut, hat in ihrem nun auch schon fast achtjährigen Hundeleben schon einige Nächte gut und gerne hier geschlafen, aber sie hat Oscarlotta noch nie woanders gesehen als auf unserem Dauerstellplatz. Für sie war das bisher sicher nichts anderes als ein Wohnwagen, so wie der in Berlin. Und nun stand Oscarlotta plötzlich vor dem Haus, Fraule begleitete sie und schob sie die Eingangsstufen hinauf und DANN FUHR Oscarlotta auf einmal!!! Jule kennt nur PKWs und es war ihr zwar sicher ein Trost, dass wir beide da waren, aber etwas komisch kam ihr die Sache wohl doch vor. Jule und GustavoBis zur Autobahn war sie nicht dazu zu bewegen, sich hinzulegen und als sie dann endlich lag, war der Straßenbelag so katastrophal, dass sie sich sofort wieder aufsetzte. Irgendwann war es aber gut und den ersten Stopp auf einer Raststätte fand sie dann geruchstechnisch sehr interessant. Danach hatte sie offensichtlich beschlossen, dass das wohl alles so seine Richtigkeit hat und wir fuhren entspannt und zielstrebig 320km bis SCHNARCHENREUTH! Das heißt hier wirklich so – okay – offiziell Berg-Schnarchenreuth. kostbare FrachtEs gibt hier laut dem Bordatlas 2013 von Reisemobil International (S.74) einen Wohnmobilstellplatz, in Sicht- und Hörweite der BAB 9. 20 Plätze auf Pflaster oder Wiese, €5,- zuzüglich optional €2,50 für Strom und Wasser. Geöffnet von April bis Oktober. Der Platz gehört zum Gasthof Gebhardt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Nichts Dolles, aber für eine Übernachtung in Ordnung. Leider gibt es nicht wirklich Möglichkeiten für Hundespaziergänge, der einzige Weg, den uns der Wirt nennen konnte, führte einmal rund um einen Acker! Da es geregnet hatte, war dort alles ziemlich patschig und von Schnecken übersät. Jules Pfoten und unsere Schuhe mussten danach erst einmal unter den Wasserschlauch!!!

SchnarchenreuthSchnarchenreuthStellplatz in SchnarchenreuthStellplatz in SchnarchenreuthStellplatz in SchnarchenreuthSchnarchenreuthStellplatz in SchnarchenreuthStellplatz in SchnarchenreuthSchnarchenreuth 
Wir befinden uns hier am Rand des Frankenwaldes, im früheren “Zonenrandgebiet”. Vor 1989 verlief ca. 17km Luftlinie von hier bei Hof die Grenze zur damaligen DDR. Wir wissen ja nicht, wie es damals hier ausgesehen hat, aber sooo furchtbar viel kann sich nicht verändert haben. Das Gasthaus Gebhardt sieht innen jedenfalls so aus, wie Gasthäuser in dünn besiedelten Gebieten/kleinen Dörfern immer schon ausgesehen haben. Sehr nostalgisch, mit einem ganz eigenen Charme. Aber – es war sauber, die Leute waren sehr freundlich, die Pommes und der Salat waren gut (was anderes gibt es für Nicht-Fleischesser in solchen Lokalen nicht) und wir brauchten, weil wir eingekehrt waren, nicht einmal unseren Strom zu bezahlen.

Gasthaus GebhardtGasthaus Gebhardt

Am nettesten war die erste Seite der Speisekarte!

Gasthaus Gebhardt

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Die Wintersaison 2013/2014 ist endgültig vorbei

 
Nun wird es ernst! Nachdem wir uns hier in Bad Schönborn noch eine Woche “Urlaubsverlängerung” gegönnt haben, verbunden mit ein paar ärztlichen Routine-Untersuchungen, die wir seit Jahren hier erledigen, müssen wir dann morgen wohl endgültig mal auf die Schwäbische Alb zurückkehren. Schnee ist dort hoffentlich nicht mehr zu erwarten! Ihr lacht, aber auch das hatten wir Ende Mai dort schon, siehe “hier”. Bis auf die letzten Tage war das Wetter für uns Wetterverwöhnte sehr gewöhnungsbedürftig, aber nun sind hoffentlich auch die Eisheiligen vorbei. Zum Glück gibt es hier direkt neben dem Stellplatz ja das Thermalbad und dort waren wir dann auch gleich dreimal. Wir gehen immer abends von 20-22 Uhr, da ist es preiswerter, nicht mehr voll und die Zeit reicht uns völlig aus. Es ist ein besonderer Genuss, in den Außenbecken die Abenddämmerung zu beobachten. Oder im warmen Wasser zu sein, während einem kalter Regen auf’s Haupt fällt!

Auch diesmal hat es uns auf dem Stellplatz “WellMobilPark” bei Köhlers wieder sehr gut gefallen. Hier ist Platz für 86 Wohnmobile. Bis 10m Länge kostet die Nacht € 9, darüber € 13 (Preise incl. Kurtaxe und Ent-/Versorgung). Strom gibt es entweder pauschal für € 2/Nacht (4 A) oder an Automaten für 50 Cent pro Kilowatt. Dort ist die Absicherung dann 16 A. Es gibt ein paar Plätze, die lang genug sind, um mit PKW-Anhänger eine Nacht zu bleiben, ohne abkoppeln zu müssen, ansonsten muss man den Hänger noch auf seinem Platz unterbringen und den PKW auf einem der benachbarten PKW-Parkplätze abstellen. Diese Regelung stammt daher, dass es immer wieder und überall Menschen gibt, die ohne zu zögern und ohne Unrechtsbewusstsein ihren PKW auf dem freien Nachbarplatz parken. Eine Unsitte, die wir auch überall auf den Campingplätzen beobachten. Am Torre la Sal gibt es inzwischen jeden Tag zwei bis drei Lautsprecherdurchsagen dieses Inhaltes, die allerdings so gut wie nichts bewirken. Es ist eigentlich traurig, dass man offenbar nur mit strikten Verboten und Überwachung derselben plus Androhung von Konsequenzen sein Ziel erreicht. Herr Köhler könnte, wie so manch anderer Stell- oder Campingplatzbetreiber, mit dem wir uns unterhalten haben, ein Buch schreiben über seine schmunzeligen bis ärgerlichen Erlebnisse. Immer wieder erheiternd ist, dass offenbar die meisten Wohnmobilfahrer gewöhnt sind, dass die Parzellen quadratisch-praktisch-gut angelegt sind. Nun hat Herr Köhler bei Anlegung seines Stellplatzes seiner Phantasie freien Lauf gelassen und in der Mitte des Geländes 17 Stellplätze in Form einer großen 8 angelegt (auf der Homepage im Lageplan gut erkennbar). die "Tortenstück"-HerausforderungSehr schön, aber für viele Mobilisten eine (fast) unlösbare Herausforderung! Man steht in zwei Kreisen, einmal mit 7, einmal mit 10 Mobilen, wie bei einer in 10 Stücke geschnittenen Torte. Vorteil: Der Abstand zum Nachbarn ist an einem Ende des Mobils enger und am anderen größer (sinnvollerweise da, wo man herausschaut). Ihr glaubt gar nicht, wie viele Ankommende das nicht verstehen, obwohl die Beschriftung der Plätze mit Pfeil zu Pfeil sowie Pfeilen auf der Straße und Begrenzungslinien unverwechselbar ist. Aber nein, man stellt sich parallel zum Nachbarmobil, blockiert so auch noch den nächsten Platz oder hat selbst keinen Sitzplatz draußen mehr. Wir verstehen es nicht, wie man so blöd oder ignorant sein kann!!! Köhlers haben es längst aufgegeben, die Leute zu bitten, ihr Mobil richtig hinzustellen, außer der Platz ist voll. Und das ist er oft! Viele bleiben nur eine Nacht, aber viele auch für einen Kurzurlaub. Oder ein Partner ist in einer der vielen Reha-Kliniken hier und der andere steht mit Wohnmobil hier. Auf jeden Fall gibt es ein reges Kommen und Gehen, was aber nicht stört, da der Platz sehr weitläufig ist. Ein Highlight ist sicher das direkt neben dem Stellplatz gelegene sehr schöne Thermalbad, außerdem gibt es ein medizinisches Fittness-Studio und das Thermalbad-Restaurant. Weitere Restaurants aller Güten und Preisklassen im fußläufig entfernten Ort. Verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sind per Fahrrad gut erreichbar. Aber die täglichen Frühstücksbrötchen kann man am Stellplatz bestellen und vor dem Thermalbad stehen jeden Tag Verkaufswagen mit frischem Saisongemüse und –obst direkt vom Erzeuger sowie Backwaren. Wir haben in Spargel und Erdbeeren geschwelgt!!! Ein weiteres “Lieblingrezept” folgt demnächst.

In der anderen Richtung ist man sofort in einem großen Waldgebiet mit geteerten Straßen und naturbelassenen Wegen. Wunderbar geeignet zum Rad fahren, reiten, inline-skaten, joggen, walken oder einfach nur spazierengehen. Einen niedlichen kleinen Tierpark Tierpark (1)Tierpark (2)Tierpark (3)Tierpark (4)Tierpark (5)Tierpark (6)

gibt es und auf der anderen Seite der Wiese, auf die wir schauen, das große und sehr interessant gestaltete Gelände der “Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn”. Der nächste Fahrtag ist leider erst am 1. Juni, aber wir haben ein paar Fotos von vor einigen Jahren für euch. Auf unserem “Regenbogen-Foto” im vorletzten Beitrag konnte man schon ein wenig vom Eingang sehen.

So, viel Spaß beim Anschauen und wir melden uns dann wieder aus Lauterburg!

Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (1)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (2)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (3)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (4)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (5)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (6) Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (7)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (8)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (9)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (10)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (11)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (12)Eisenbahn-Freunde Bad Schönborn - Fahrtag (13)

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Auf der Sonnenbank (oder so ähnlich)

 
 
“Aux rives du soleil” heißt der nächste Campingplatz, den Uschi ausgesucht hatte und er erwies sich ebenfalls als besonders empfehlenswert. Ein ACSI-Platz unter holländischer Leitung, direkt an der Saône in Pont-de-Vaux zwischen Mâcon und Tournus. Eine Steigerung zum letzten Platz war ja fast nicht möglich, aber auch hier waren wir sofort angetan von der liebevollen Gestaltung und der netten Begrüßung durch den Junior, der erstens deutsch, wenn auch gebrochen, sprach und uns zweitens per Fiets zu unserem Platz geleitete. Wieder sehr schöner alter Baumbestand, nicht so flächendeckend wie am Pont du Gard, sondern versetzt mit vielen halbhohen Buchenhecken, die den Durchblick verhinderten, aber nicht den Überblick. So sah es aus unserem Auto heraus aus:

Blick durch unsere Frontscheibe

Wir liefen erst einmal zur Saône, die im Sommer zusätzlich zu einem kleinen Swimmingpool als “Badeanstalt” genutzt wird und eine sehr gute Wasserqualität haben soll. Auf dem Weg dorthin stand auf der Wiese ein Imbisswagen mit verlockend aussehenden patates frites! Leider (noch?) geschlossen. Aber es gab ja auch noch ein Lokal. Die Chancen auf Fritten zum Abendessen standen gut.

Imbisswagennoch in der Vorbereitung

Weiter Richtung Rezeption fiel uns eine witzige Sache auf, die wir noch nie irgendwo anders gesehen haben. Ein Baum war “gespickt” mit Kuscheltieren. Gut, dass unsere Rasselbande das nicht gesehen hat!!! Da hätte der Eine oder die Andere schon Angst bekommen. Aber niiiiie würden wir Hippolinchen oder Fritzi oder Schäfi oder Eisbärli oder Nino oder Carlo Colucci oder sonst einen aus unserer Crew dort annageln! NIEMALS!!!

Friedhof der KuscheltiereFriedhof der KuscheltiereFriedhof der KuscheltiereFriedhof der KuscheltiereFriedhof der KuscheltiereFriedhof der Kuscheltiere

Aber das war noch lange nicht alles, was es zu entdecken und bewundern gab!

Hondenpoep zakjesHondenpoep zakjesDeko Deko Deko DekoDeko

Leider stellte sich heraus, dass das Restaurant ausgerechnend an diesem Tag geschlossen hatte!!! So mussten wir uns halt sattsehen und da gab es ja wahrlich genug.

zum Restaurantheute geschlossenDekoDekoRestaurant(4)NebengebäudeSanitärgebäudeBegrüßungBriefkastenInternetraumunser Platz MIT Internetzugang

Hier waren wir hoffentlich auch nicht zum letzten Mal, schließlich müssen wir die Patat ja noch probieren!

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Papa Luna in Peñiscola oder doch in Avignon?

 
Ihr erinnert euch an den netten älteren Herrn, der im letzten Beitrag in Peñiscola neben Uschi auf den Steinen saß? “Papa Luna” haben wir ja schon öfter mal erwähnt und eure (und unsere) Geschichtskenntnisse aufgefrischt mit Wikipedia-Wissen. Papa (Papst) Luna war einer der Gegenpäpste (pseudopapa, antipapa) zu dem amtierenden in Rom. Zur Aufstellung von Gegenpäpsten kam es, weil sich z. B. das Kardinalskollegium spaltete oder der Kaiser bzw. römische aristokratische Familien in die Papstwahl eingriffen. Im Laufe der Zeit soll es zwischen 25 und 40 Gegenpäpste gegeben haben und einer von ihnen war “unser” Papa Luna. Er hatte übrigens nichts mit dem Mond zu tun, wie sein Name vermuten ließe, sondern hieß offiziell Pedro Martinez de Luna y Gotor oder verkürzt Pedro de Luna. Sein späterer Papstname war Benedikt XIII. Ab 1309 residierten insgesamt sieben von der gesamten Kirche anerkannte Päpste in Avignon und erst Gregor XI ließ sich 1377 zur Rückkehr nach Rom überzeugen (wohin ihn Pedro de Luna begleitete, damals noch als Kardinal). Die französischen Kardinäle (die die Mehrheit im Kardinalskollegium stellten) erkannten dies jedoch nicht an und erklärten den Heiligen Stuhl daraufhin für vakant. Bis 1417 gab es daraufhin einen Papst in Rom und einen Gegenpapst in Avignon, von 1394 an war es Benedikt XIII als Nachfolger des in Avignon im Exil lebenden Papstes Clemens VII. Erst das Konzil von Konstanz (1414-1418) beendete die Spaltung der lateinischen Kirche. Benedikt XIII widersetzte sich der Absetzung durch das Konzil und zog sich, seiner Definition nach immer noch als Gegenpapst, auf die Bergfestung in Peñiscola zurück, wo er im Alter von 90 Jahren (!) starb.

Soweit ein kleiner Teil der verwirrenden Geschichte der lateinischen Kirche des Abendlandes. Hochinteressant, wenn man sich genauer damit beschäftigt und absolut unverständlich bzw. nicht nachvollziehbar aus heutiger Sicht. Oder doch???

Okay, wir sind auf einem sehr schönen Campingplatz ganz in der Nähe von Avignon. Das Städtchen heißt Remoulins, der Campingplatz “La Sousta”. Ein parkähnliches Gelände mit wunderbar altem Baumbestand. Kleine, nicht als solche gekennzeichnete oder abgeteilte Parzellen, die Bäume regeln das. Die große Fläche, auf der wir stehen, ist vermutlich in zwei Plätze unterteilt, aber jetzt in der Nebensaison interessiert das niemanden. Nicht viele Plätze sind für uns anfahrbar, die Bäume!

Platz 90 oder 90+? Und endlich macht sich auch unsere Investition vom letzten Frühjahr bezahlt! Nach unseren Strom-Schwierigkeiten in Palavas-les-Flots hatten wir uns im dortigen Yachthafen bei einem Schiffsausrüster einen Adapter von französischem Stecker auf Euro-Stecker “basteln” lassen. Und ohne den wären wir jetzt auch hier wieder aufgeschmissen gewesen. Wir befinden uns in Frankreich! Hier gehen die Uhren noch etwas anders als in der übrigen Welt, siehe das Toiletten-Foto vom letzten Beitrag. 😉

französisch!!! französisch zu europerfekte Kombi 

Nur wenige hundert Meter von uns entfernt befindet sich das UNESCO-Weltkulturerbe “Pont du Gard”. Erstaunlicherweise kostet der Campingplatz auch in der Hauptsaison nur die Hälfte von dem, was man in Spanien an der Mittelmeerküste bezahlt. Aktuell müssen wir € 15,30 für den Platz incl. 2 Personen bezahlen, Flitzi kostet nichts extra. Für Strom werden noch einmal pauschal € 4,10 fällig. WLAN gibt es, aber nicht kostenfrei, sondern mit € 4/Tag ganz schön happig! Die Dame an der Rezeption klärte uns nicht darüber auf, dass man mit einem Zugang zwar nicht parallel, wohl aber nacheinander online gehen konnte! Also investierten wir noch einmal € 8!

Den Pont du Gard fuhren wir heute als erstes an, aber die Parkplatzpreise ließen uns ganz schnell wieder umkehren. Also erst den Stadtbummel. Danach brachten wir Flitzi auf unseren Platz und liefen die paar Meter zu Fuß, um dann festzustellen, dass nicht nur das Parken kostet, sondern man ohne Eintritt zu bezahlen nirgendwo hinlaufen darf.

Parkgebühren Pont du GardEintritt zu Fuß Pont du Gard 

Die spinnen wohl, die Römer – ähh, die Franzosen! Wir versuchten es noch von der anderen Seite bzw. vom anderen Flussufer aus, gleiches Ergebnis. Und die Gegend ist so waldreich, dass man absolut keine Chance hat, auch nur ein Zipfelchen des Aquäduktes zu sehen!!! Vielleicht hätten wir es uns noch überlegt, aber es war schon 18 Uhr und um 19 Uhr wird der Pont du Gard geschlossen! Früher haben bestimmt die Römer um diese Zeit das Wasser abgestellt! Es bleibt uns also nur, euch einen Link zu, ihr wisst schon, Wikipedia anzubieten: “hier” 😉

Bei Avignon waren wir uns beide nicht sicher, ob wir in früheren Jahren schon einmal hier gewesen waren. Es ist eine sehr schöne und typisch französische Stadt. Rundherum von einer noch vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben, innen sehr mittelalterlich anmutende Gässchen und Straßen. Und wunderschöne, sehr stylische Geschäfte mit Schaufenstern, wie es sie eben nur in Frankreich gibt. Ich mag ja Spanien inzwischen sehr, aber Frankreich ist einfach eine alte Liebe von mir, gewachsen aus etlichen Urlauben in den 80er-Jahren mit Zelt und Hund und 2CV. In Spanien sind alte, verfallende Häuser einfach nur alte, verfallende Häuser, in Frankreich haben auch sie noch einen unerklärbaren morbiden Charme. Und selbst die kleinsten Dörfchen haben Charisma. Auch hier fällt der Putz von den Wänden, sind Häuser unbewohnt, aber da blüht ein Oleander hinter einem rostigen Balkongeländer oder es stehen zwei wackelige Holzstühle und ein kleiner Tisch mit gusseisernem Gestell direkt neben der Straße und laden zum Verweilen ein. Ich habe den Eindruck, dass es den Franzosen wichtiger ist als den Spaniern, auch mit wenigen Mitteln ihre Häuser, Dörfer, Städte ansprechend und schön zu gestalten. Mein Herz schlägt für Frankreich und ich möchte mal wieder länger hier sein als immer nur kurz auf der Durchreise.

À bientôt!

PapstpalastMonument mit iPhone geknipstmit Spiegelreflexkamera aufgenommenDetailAltstadt           

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

2 Stellplatzbeschreibungen und Franz

 
 
Vor mehreren Tagen haben wir eine Erkundungsfahrt Richtung Mazarrón gemacht, wir wollten uns zwei Wohnmobil-Stellplätze anschauen, die uns interessierten. Der erste Platz heißt “Camperstop Sierra Espuña” und liegt, wie der Name besagt, an den Ausläufern der Sierra Espuña bei der kleinen Stadt Totana in der Region Murcia, ca. 34 km vom Meer bei Mazarrón entfernt. Die Anfahrt ist für große Mobile etwas problematisch, da die Zufahrtsstraße über mehrere hundert Meter nur 1 1/2-spurig ist. Der Platz selber liegt sehr schön mit weiter Aussicht auf die Umgebung, Totana ist ein nettes kleines Städtchen, aber mehr gibt es nicht. Ohne PKW dürfte es für längere Zeit nur für absolut Ruhesuchende interessant sein (über die angepriesenen Wanderwege können wir keine Auskunft geben). Die Platzkapazität wird mit bis zu 25 Mobilen angegeben, nun ja. Die Einteilung bzw. Begrenzung der einzelnen Plätze durch kleine, neuangepflanzte Bäume ist sehr minimalistisch! (Sehr gut auf dem Stellplatzplan der Homepage zu sehen.) Ein größeres Mobil füllt einen (der größeren) Plätze fast vollständig aus. Solange der Nachbarplatz frei ist, kein Problem. Bei unserem Besuch standen gut verteilt 5 Mobile auf dem Platz. Die Ausstattung lässt keine Wünsche offen, sogar Waschmaschine und Trockner gibt es. WLAN umsonst! Sehr gut gelöst auch die räumliche Entfernung zwischen Ent- und Versorgungsstation. Der Platz ist sehr liebevoll angelegt und sehr gepflegt. Eine Preisübersicht findet ihr ebenfalls auf der Homepage, die so nett gestaltet ist wie der Platz.

Picknickplatz mit Aussicht Picknickplatz Detailansicht

Versorgungsstation WC-Entsorgung Entsorgungsstation

ohne Worte

Unser nächstes Ziel war der Stellplatz “Rancho Buena Vista” bei Mazarrón. Durch einen Tipp aus gut informierter Quelle vermuteten wir hier die Anwesenheit von Franz und Burkhard, die beiden Zimmermänner aus der 37° ZDF-Sendung “Wenn ich will, kann ich weg”, die “Gegenspieler” unseres Freundes Brodo. Und tatsächlich trafen wir sie dort an!!! Unverkenn- und unübersehbar das Wohnmobil von Franz, inzwischen vollständig bemalt incl. des im Film noch roten Anhängers.

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (24)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (25)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (27)

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (33)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (39)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (40)

Wir wurden, als Fremde, zuerst etwas misstrauisch beäugt und die Hunde von Franz signalisierten deutlich “bis hierher und nicht weiter”. Nur der Jüngste war unvoreingenommen knabberfreudig, nicht nur bei Franz.

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (30) Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (31)  Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (32)

Nachdem wir uns zu erkennen gegeben hatten, “ach, die zwei Lehrerinnen!”, entwickelte sich ein netter Plausch mit den beiden Männern und wir durften uns alles ganz genau anschauen sowie Fotos für das Blog machen. Seit Dezember verweilen die Beiden jetzt schon hier auf dem wirklich schönen Stellplatz und haben die Zeit für allerlei Umbauarbeiten genutzt. Mitte April soll es dann aber mal weitergehen Richtung Afrika, zunächst in die Gegend um Malaga, wo ein Job wartet.

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (22)

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (28) Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (29) Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (35)

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (34) Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (37) Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (38)

Der Stellplatz ist noch im Aufbau, bietet aber schon sehr schöne und großzügig angelegte Parzellen für z. Z. ca. 25 Mobile, die auch bereits fast alle belegt waren. Die weitere Planung kann man sehr gut “hier” sehen. Ein Holzhäuschen steht bereits und am vorderen Rand der “Erweiterungsfläche” sind auch schon Wohnmobilstellplätze fertig für Hundebesitzer. Nachteile (eventuell, je nach Geschmack): Nach Mazarrón und somit zum Meer sind es 15 km, rundherum ist nichts als Natur, die hier, wie überall in dieser Region, sehr steppenartig ist. Das versucht der Platzbetreiber mit viel Blumenschmuck und netten Deko-Elementen auszugleichen. Ach ja – freilaufende Hühner und Hähne gibt es auch! Uns hat der Platz sehr gut gefallen und für eine kürzere Zeitspanne käme er durchaus in Frage.

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (1)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (3)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (4)

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (Zufahrt)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (Hundeteil)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (Rezeption)

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (Grillplatz und Versammlungsraum)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (Versammlungsraum)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (Detail)

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (ein Miethäuschen)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (Hühnergehege)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (glückliche Hühner)

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (und Hähne) Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (Duschcontainer)Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (von innen)

Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (19) Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (8) Stellplatz 'Rancho Buena Vista' (13)

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Caravaning “La Manga”

 

Camping 'La Manga' Bei unserem Ausflug zum Mar Menor haben wir natürlich die Gelegenheit genutzt, um uns den Campingplatz “La Manga” mal wieder anzuschauen. Dort haben wir 2002 in unserem ersten gemeinsamen Spanienwinter das Weihnachtsfest zusammen mit Dietmar, Heidi und Edelgard verbracht. Für mich war das damals unwahrscheinlich, Ende Dezember in kurzen Hosen und T-Shirt draußen in der Sonne zu sitzen! Uschi hatte mir zwar immer davon erzählt, ich hatte es ihr auch geglaubt, aber richtig vorstellen kann man sich das erst, wenn man es selbst erlebt hat. Dietmar band sich zur Feier des Tages ganz stilbewusst eine Krawatte um, wir nahmen unser “Festmahl” ein, solange es noch hell war und erst später brauchte man dann eine leichte Jacke. Es war nett, Dietmar, nicht wahr? 

Heiligabend 2002Oscar IV und FriedaiHeiligabend 2002Heiligabend 2002Heiligabend 2002 Heiligabend 2002Heiligabend 2002
Das war damals der Beginn einer “wunderbaren Freundschaft” zwischen Spanien und mir. Besonders begeistert war ich von der Blütenpracht mitten im Winter, so etwas kannte ich halt nicht. Jetzt haben wir es schon so viele Winter erlebt, aber es ist immer noch keine Selbstverständlichkeit für mich/uns, wir genießen es sehr bewusst.

Mojacar 2002Steingarten Kap Nau 2002Guadelest 2002Mojacar 2002

Camping "La Manga" Schon 2002 wies dieser Campingplatz eine Besonderheit auf: Über weite Bereiche waren die einzelnen Parzellen zugebaut mit Wohnwagen, Vorzelten, festen Vorbauten, Vorhängen, Gitterzäunen etc… Dauerplatzbereiche auf spanisch! Sehr eng, sehr gewöhnungsbedürftig für Mitteleuropäer mit dem Anspruch auf ein wenig Privatheit. Aber, das haben wir inzwischen gelernt, “der” Spanier kennt keine Berührungsängste. Wir waren gespannt, wie es wohl heute aussehen mochte. Die Antwort auf diese Frage seht ihr jetzt 😉

Camping 'La Manga' Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'  

Camping 'La Manga' Wir möchten uns gar nicht vorstellen, wie das hier während der Hauptsaison im Sommer aussieht! Auch sonst hatte sich auf dem Campingplatz nicht viel verändert. Die Sanitäranlagen sind immer noch aus den 80er-Jahren, es ist sauber, aber altmodisch und nicht sehr komfortabel. Allerdings bietet der Platz ansonsten alles, was das Camperherz begehrt, es gibt ein großes Restaurant mit Terrasse direkt am Mar Menor und ein Stück Sandstrand. Und sogar eine Hundedusche! Die Briten sind immer noch in der Überzahl und “rotten” sich in bestimmten Abschnitten zusammen. Die Stellplätze sind eng und teilweise für große Mobile nicht anfahrbar. Es wäre nicht direkt eine Strafe, hier den Winter verbringen zu müssen, aber es gibt schönere Plätze. Die Blütenpracht allerdings gibt es auch immer noch!

Camping 'La Manga' Camping 'La Manga' Camping 'La Manga'HundeduscheHundedusche

Camping 'La Manga' Camping 'La Manga' Camping 'La Manga'  

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Besuch bei Björn auf der Finca-Caravana

 

Route nach Yecla Uschi liest ja schon seit geraumer Zeit die verschiedensten Blogs, von Weltumseglern oder solchen, die sich nur so nennen und von Wohnmobilisten, älteren und jüngeren, die teilweise ganz in ihrem Mobil leben, so wie wir, oder “nur” den Winter in Spanien verbringen. Bei einem jüngeren Paar stieß sie vor ein paar Tagen auf einen Bericht über einen jungen Mann, der ca. 120 km von uns entfernt in den Bergen in Eigenregie einen Stellplatz für Wohnmobile aufbaut. Das las sich so interessant, dass wir gestern einen Sonntagsausflug mit Flitzi dorthin unternahmen. Wir wollten ja sowieso mal in’s Hinterland, jetzt hatten wir ein Ziel. Unser Frühstück packten wir ein und verzehrten es picknickartig am Rande einer Zitronenbaumplantage. Unser Flitzi ist wirklich vielseitig nutzbar!!! FrühstückFrühstück   

Steinmännchen Gegen 14 Uhr hatten wir die Abzweigung von der Nationalstraße erreicht und nun ging es ca. 4 km über eine zwar asphaltierte, aber recht unebene 1 1/2-spurige Landstraße weiter. Dann kam die beschriebene und gut ausgeschilderte Stelle, an der es links ab auf einen Schotterweg ging. Auf beiden Seiten wiesen niedliche “Steinmännchen” den Weg und dann sahen wir ihn schon, den Stellplatz. Ein großes, ebenes Gelände mit inzwischen 10 parzellierten Flächen, jede ca. 200 m² (!) groß. Björn, der Besitzer und Betreiber, kam uns mit seiner Hündin Nora entgegen, freute sich über den unerwarteten Besuch, lud uns auf einen Kaffee ein und bestand darauf, seine Arbeitsklamotten gegen “Sonntagskleidung” zu tauschen. 😉 Wir waren übergangslos in einem intensiven und interessanten Gespräch, er zeigte uns alle seine bisher fertig gewordenen Einrichtungen und wir waren und sind voller Bewunderung für den Tatendrang, Idealismus, Mut, Durchhaltewillen und die Visionen eines jungen Mannes. Er macht das alles ganz allein und Stück für Stück. Letzteres im Wortsinne, seine Wege sind gesäumt von kleinen Bruchsteinen!!! Allein das eine Heidenarbeit! Auch hier wieder kleinere Steinmännchen, auf denen Solarlämpchen stehen. Strom gibt es nämlich nicht, Frischwasser (aus einer Quelle) wird angeliefert und in einem großen Tank gelagert, Abwasser und Fäkalien sammeln sich in zwei weiteren Tanks. Alle sind unterirdisch verlegt. Oberirdisch gibt es eine gut durchdachte und konzipierte Ent- und Versorgungsstation, eine Möglichkeit, Geschirr zu spülen, eine Windschutzmauer für Zusammenkünfte im Freien und eine große und sehr schön gestaltete Gemeinschaftsküche mit Grill und Brotback-/Pizzaofen. Seit einem Jahr ist die “Finca-Caravana” jetzt in Betrieb, es ist noch nicht alles fertig, aber alles nutzbar. Der “Run” hält sich naturgemäß noch in Grenzen, aber inzwischen findet man den Stellplatz u. a. im Reisemobil-Bordatlas 2014, in einem ADAC-Stellplatzführer und natürlich im Internet in diversen Foren, Blogs etc… Vielleicht muss er noch ein wenig Geduld aufbringen, sein Enthusiasmus scheint auf jeden Fall ausreichend groß zu sein.

Björn und Nora das Gelände VE-Station mit unterirdischen Tanks Spüle, Abfallsammelstation, VE Nora der "Garten" die Außenküche

Mandelblüte

Es gibt (bisher) einige Mandelbäume, die hier oben auf 700 m jetzt erst blühten, drei Wochen später als an der Küste. Rundherum ist trockenes, steiniges Land mit macchieartigem Bewuchs. Nachbarn, vielbefahrene Straßen, Lärm – Fehlanzeige. Dafür eine tolle Fernsicht, viele Wander- oder Radmöglichkeiten, Natur pur, ein angenehmes Klima im Winter und erträgliche Temperaturen im Sommer, richtig für Menschen, die dem Trubel der Küstenorte mal entfliehen wollen. Björn bringt, wenn gewünscht, seine Animateurerfahrung in’s Spiel und bietet eine Reihe von Freizeitaktivitäten an. Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist 10 km entfernt in Caudete, der Kühlschrank sollte bei Anreise also gefüllt sein. Aber Björn nimmt auch Einkaufszettel entgegen! Spanische Gasflaschen können getauscht werden und zur Not hilft er bei Strom- bzw. Batterieengpässen mit einem Generator aus.

liebevolles Kunstobjekt

Wir sind autark mit unseren vier Solarplatten auf dem Dach und können uns durchaus vorstellen, ein paar Tage auf der “Finca-Caravana” zu verbringen. Dass andere Besucher genauso angetan waren von Björns Projekt und sich rundum wohlgefühlt haben bei ihm, kann man auf seiner Homepage im Gästebuch nachlesen sowie in den Berichten verschiedener Wohnmobil-Reiseblogs, z. B. bei “AMUMOT” oder “Flairchen”.

Wir waren sehr zufrieden mit unserem kilometermäßig doch etwas umfangreicheren Tagestrip. Zurück wählten wir die schnellere Strecke über die Autobahn (Murcia) und fuhren an riesigen Mandelbaumplantagen in knatschpink vorbei! Die Landschaft hier ist sehr interessant, viele Bergzüge, weite Hochebenen, sehr karg, aber auch wieder waldähnliche Vegetation und ein traumhaft blauer Stausee! Wunderschönes Spanien!!!

Stausee
P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Irgendetwas ist immer :-(

 
 
A75 Wir fuhren bei herrlichstem Sonnenschein von unserer Entsorgungsstation und diesmal direkt auf die Autobahn 75. Die führt durch das Zentralmassiv und steigt bis auf knapp 1200 Meter. In ihrem Verlauf von 340 km weist sie drei Tunnel und acht Großbrücken auf. Diese Autobahn ist mautfrei, bis auf die Brücke bei Millau, die für unser Mobil € 24,50 kostete. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk, die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt, die über das Tal des Tarn führt. Leider hatte die Sonne sich irgendwann verabschiedet und es waberten Wolkenfetzen und Nebel ringsherum. Schade, von der tollen Landschaft war nicht mehr viel zu sehen. Aber die Aussicht, bald am Mittelmeer zu sein, versöhnte uns. Wir probierten einen weiteren uns unbekannten Stellplatz aus, in Port la Nouvelle (zwischen Gruissan und Leucate). Der Platz ist ausgewiesen für ca. 150 Mobile, eine große geschotterte Fläche ohne Einteilungen, von einem Wassergraben unterteilt und mit ein paar Palmen aufgelockert. Sogar ein eingezäunter Bereich mit ein paar Picknicktischen ist vorhanden. Es gibt eine Zufahrtsschranke und ein besetztes Kassenhäuschen, wir zahlten den Nebensaisonpreis von € 4,00/Nacht und hatten dann freie Stellplatzwahl. Dieser Platz eignet sich sehr gut, wenn man entweder einen angehängten PKW oder einen auf eigenen Rädern dabei hat, denn er dürfte nie wirklich ganz voll sein, außer vielleicht im Sommer.

Wir freuten uns über die ersten Palmen nach 6 Monaten, stellten uns direkt neben eine und kürten sie zur “Palme der Wintersaison 2013/2014”!

Palme der Wintersaison '13-'14

Das Städtchen haben wir uns am nächsten Tag angeschaut. Es gibt zwar, wie aus dem Stadtnamen erkennbar, einen Hafen, aber der ist nicht besonders attraktiv, rundherum befinden sich Industriebauten. Die Stadt ist nicht touristisch, wie etwa Palavas les Flots, sondern eine ganz normale französische Kleinstadt. Nicht hässlich, aber auch nichts Besonderes.

Santa SusannaDer Ruhetag hat uns gut getan und heute (Donnerstag) hatten wir nur noch eine kleine Strecke von knapp 200 km über die Grenze nach Spanien bis Santa Susanna (Malgrat de mar). Der Campingplatz “Bon repos” gehört seit Jahren zu unseren bevorzugten Anlaufstellen, weil man mit ein wenig Glück in der ersten Strandreihe ein Plätzchen findet. Der Blick über das Meer ist ein Traum! Jetzt in der Nebensaison ist er mit einem Pauschal(tages)preis von € 21 bezahlbar (im Sommer € 60!!!). Dazu kommen aber noch Personengebühren von € 2,10 (im Sommer € 6,00) pro Person. Mit derzeit € 25,20 immerhin preiswerter als auf der Entsorgung in Frankreich 😉

Wir hatten viel Glück und ergatterten einen freien Platz, der für unser großes Mädchen anfahrbar war. Es gibt hier nämlich auch, wie am Torre, die hübschen, aber sehr niedrig in die Breite wachsenden Maulbeerbäume, die im Sommer sicher unentbehrlich sind.

Sta. Susanna

So weit, so gut! Ein kleiner (?) “Schönheitsfehler” machte sich kurz vor dem Grenzübertritt bemerkbar in Form leicht veränderter Motorgeräusche. Zu sehen war nichts Auffälliges im Motorraum, Oscarlotta fuhr wie immer. Die Störgeräusche wurden lauter, vielleicht ein defekter Auspuff? Diese Vermutung bestätigte sich bei der Ankunft hier. Eine Schweißnaht am Auspufftopf scheint gebrochen zu sein, ein Teil unserer Auspuffanlage hängt durch! Haben wir wohl Glück gehabt, dass es bis hier gehalten hat. In der Nachbarstadt gibt es eine Iveco-Vertragswerkstatt. Wir werden also morgen ein Foto machen und per Rad dort hinfahren um zu erfragen, ob und wie uns geholfen werden kann…

Für 26 Euro eine Nacht auf der Entsorgungsstation

 
Wie der Wetterbericht vorhergesagt hatte, regnete es am Sonntagmorgen Bindfäden – oder, wie man im Pott sagt, es plästerte. Auch für große Teile Frankreichs sollte es so sein. Uschi hatte deswegen am Samstagabend noch eingehend im Internet die Regenradarvorhersage geprüft und kurzerhand unsere geplante Route geändert in der Hoffnung, die von Westen kommenden Tiefs schnell zu durchqueren. Es funzte, nach 150 km schien die Sonne und es wurde von Kilometer zu Kilometer merklich wärmer! Aus der Planänderung resultierte, dass Uschi erneut den Bordatlas bemühen musste, um neue Übernachtungsplätze zu finden. Aber wir lernen auch gerne immer mal wieder etwas Neues kennen und fahren ungern immer die gleichen ausgelatschten Pfade. Also ging es diesmal ab Freiburg die A36 Richtung Dijon und etwas südlich davon war in Seurre unser erster Stellplatz. Gleich ein Volltreffer! Ein hübsches kleines französisches Städtchen in fußläufiger Entfernung, der Stellplatz direkt an einem kleinen Yachthafen, alles an der Saône gelegen. Es gibt 6 eingezeichnete Plätze auf Asphalt, bis 7 Meter Länge. Wir passten (zur Erinnerung: unsere Oscarlotta ist mit Fahrradträger 8,50m lang) nur rückwärts drauf, indem wir mit dem Heck über die anschließende Rasenfläche fuhren, bis direkt vor die Hecke. Da wir den letzten (und letzten freien) Platz nahmen, hätte sogar unser Flitzi noch daneben gepasst – aber den haben wir ja gar nicht dabei. Ist aber eine Überlegung für die Rückfahrt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen auf einem Schotterplatz weitere Wohnmobile, Wohnwagengespanne und PKW. Wird als Ausweichplatz wohl geduldet. Es gab ferner eine großzügig angelegte Ent- und Versorgungsanlage, die allerdings für 20 Minuten € 4,10 in Rechnung stellte, ausschließlich mit Kreditkarte zu bezahlen, wie in Frankreich üblich. Dafür ist der Stellplatz kostenlos. Für eine Toilettenkassette ausleeren war es uns aber trotzdem zu teuer, zum Glück haben wir ja eine Kassette in Reserve.

Stellplatz in Seurre Stellplatz in Seurre

AusweichplatzEnt- und Versorgungsstation

Seurre Seurre

Nach ein paar Schritten Richtung Städtchen sprach uns ein Spaziergänger an, der sich freute, mal wieder deutsche Töne zu hören. Wie sich herausstellte, auch ein Mobilist, auch aus dem Pott, Alleinfahrer, da seine Frau vor 5 Jahren verstorben ist, die auch Ingrid hieß! Er liebt Frankreich, war zwei Monate unterwegs und jetzt auf dem Heimweg. Der Nachbar, der nach Post und Haus und Garten schaut, hätte schon telefonisch angefragt, ob er überhaupt nochmal komme. Wir setzten unseren Gang zu dritt fort und hatten ein angeregtes Gespräch mit viel Erstaunen seinerseits. Zwei Frauen allein? Keine Wohnung mehr? Wie geht denn das? So weit sei er noch nicht, obwohl das Haus für ihn allein viel zu groß sei, ein Reihenendhaus in Essen, und mit Gartenarbeit habe er es auch nicht. Im Winter könne er gar nicht weg, 80m Gehweg müssten geräumt werden, wenn es schneit… Wir wollten ihm die Alleinfahrergruppen an’s Herz legen und siehe da, er hatte schon davon gehört. Er berichtete, dass er eine Alleinfahrerin in einem VW-Bus getroffen habe, die sei auf dem Weg nach Spanien gewesen und habe ihm einiges erzählt. Die lebe auch nur in ihrem Wohnmobil, das könne er sich ja nun überhaupt nicht vorstellen, so wenig Platz. Witzigerweise kennen wir diese Frau auch! Nach einem gemeinsamen Kaffee und einem Gang durch den Ort haben wir ihn mit vielen neuen Gedanken, Überlegungen, Anregungen, der www-Adresse vom Torre und unserer Visitenkarte zurückgelassen. Wir wissen nicht einmal, wie er heißt. Könnte Hans-Peter sein, würde irgendwie passen.

Heute Morgen brauchte er noch eine Personalverlängerung von uns, um sein undichtes Heckfenster abzukleben. Tape hatte er immerhin selbst. Danach fuhr er in die eine und wir in die andere Richtung weiter. Diesmal ging es für uns immer südwestlich über Landstraßen weiter Richtung Clermont-Ferrand. Die Sonne schien, das Thermometer verkündete über 20°C! Hübsche kleine französische Dörfer und Städtchen, herbstlich gefärbte Wälder, weiße Kühe, ein erstes baguette, ein erstes pain au chocolat. Geht nicht mehr viel besser! Der nächste Stellplatz sollte der in Cheix sur Morge sein, ausgewiesen als 6 Plätze bis 12 Meter Länge, neben einem Sportplatz am Ortsrand, mit Entsorgungsstation, kostenlos. Stimmte fast alles, er sah auch ganz neu angelegt aus, nur leider muss der Stellplatzbauer keinen Zollstock dabeigehabt haben. Obwohl Platz genug gewesen wäre, sind die Plätze nur höchstens 6m lang geworden! Rückwärts über die Rasenfläche fahren ging nicht, weil hinter jedem Platz im Abstand von ca. einem Meter sehr dekorativ ein Baum angepflanzt wurde!

Cheix sur MorgeCheix sur Morge

Der Platz war leer, der Ort zu Fuß zu weit weg, also haben wir nur entsorgt und sind nochmal 40 km weiter gefahren bis Orcet zum Campingplatz “Le Clos Auroy”, der noch bis Ende des Monats geöffnet haben sollte. Hat er auch, aber irgendwie auch nicht. Madame von der Rezeption musste erst herbeigeklingelt werden, seulement un nuit?, huit mètres? Sie lief zielstrebig auf den Platz mit der Sani-Station und bedeutete uns, dass wir uns dort hinstellen könnten. Kein anderer Platz mehr frei? Und was ist mit dem oder dem oder dem? Der Campingplatz erschien uns absolut leer. Wiesenplätze, auf die wir nicht fahren dürfen. Ihr Chef wird sie erschießen, lässt sie uns durch Gesten wissen. Ookayy, also Entsorgungsstation für 26 Euro, schon mit 8 Euro Nebensaison-Rabatt. Was gibt es hier mehr als auf einem kostenfreien Stellplatz? Ein Sanitärhaus (wir hätten auch in Oscarlotta duschen können), Strom (um mal wieder unsere Nespresso-Maschine laufen lassen zu können) und WLAN (kostet € 2 extra, aber das seid ihr uns ja wert!!!). Bei einem Gang über den Platz fanden wir eine Reihe von freien Stellplätzen, wo wir locker draufgepasst hätten, geschottert! Ob wir hier noch einmal hinfahren werden, ist eher fraglich.

in Orcet auf der Entsorgungfreier, großer, geschotterter Platz in Orcet

Für den Anfang erst mal nur 6 Räder

 

aaa Aufbruch Lauterburg Wir sind wieder unterwegs!!! Ein paar Tage später als geplant, weil uns ein paar unklare Blutuntersuchungsergebnisse noch einige abklärende Arzttermine “bescherten”. Da sich glücklicherweise aber alles klären ließ, sind wir gestern, Freitag, in unseren Überwinterungs-”Urlaub” 2013/14 gestartet. Unsere Oscarlotta scharrte schon seit Tagen mit den Hufen, sie war schon lange fix und fertig gepackt und fürchtete, wie im letzten Herbst, noch einzuschneien. Am Donnerstag wurde Enti runter nach Essingen gefahren und in ihre Winterscheune gebracht. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen mit Uschis Vater und einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen bei Maiers ging es dann um 12:15 los! Wir fuhren quer über die Schwäbische Alb (Göppingen – Tübingen – Rottweil – Bad Dürrheim – Titisee-Neustadt) durch wunderbar herbstlich gefärbte Landschaften und zuletzt mit Blick auf die Schweizer Alpen bis Freiburg.

Dieses Mal hatten wir uns wieder für den Stellplatz in der Bissierstraße entschieden. Hier waren wir ja schon öfter, die Betreiber kennen uns inzwischen und wir “zieren” sogar den Stellplatz-Flyer mit unserem Foto. 😉 Es reichte also, zwei Tage vorher anzurufen und um die Reservierung eines ausreichend großen Platzes für uns zu bitten. Das stellte sich als eine sehr weise Entscheidung heraus, es war Freitag, die Wettervorhersage noch einmal richtig sommerlich, letzte Chance für die Saisonkennzeichen-Mobilisten, vor der Winterpause noch einmal zu fahren. Soll heißen, der Stellplatz war gerammelt voll!!! Man hatte uns den Platz reserviert, auf dem wir immer stehen, aber als wir Oscarlotta eingeparkt hatten, war sie eindeutig länger als die markierte Fläche. Der Stellplatzbetreiber hatte seit letztem Herbst neue Einteilungen gemacht und meinte erstaunt, er habe unser Mobil nicht als sooo groß in Erinnerung gehabt. Da hinter uns noch eine Reservierung für ein weiteres großes Mobil vorgesehen war, hätte man dieses dann nur noch per Kran einparken können. Und nun? Es gäbe da noch einen sehr schönen Platz ganz am Ende des Stellplatzes, viel leiser, da weiter von den Bahngleisen weg, mit eigener großer Wiese, aaaber, er wisse nicht, ob wir da reinkommen würden, ginge nur rückwärts und “um die Ecke”. Aber im Moment sei der Platz gegenüber noch frei, zum Rangieren. Angeschaut, na klar nehmen wir den, einparken war kein Problem, ob wir wieder rauskommen, wird sich zeigen. Mein erster spontaner Gedanke beim Anblick des wunderschönen großen “Vorgartens” war, hier könnten wir auch den Winter verbringen! Machen wir vielleicht irgendwann mal, Freiburg ist ja sowieso unsere Lieblingsstadt in Deutschland und bietet so viel.

So haben wir heute, am Samstag, dann auch einen ausgiebigen Stadtbummel gemacht. Es ist der Wahnsinn, wie viele Menschen am Wochenende in der Stadt unterwegs sind. Man hört die verschiedensten Sprachen und es war ausgesprochen schwer, einen freien Tisch in einem der vielen Straßencafés zu ergattern. Obligatorisch wurde, als uns die Füße langsam wehtaten, in der Markthalle beim Asia-Stand lecker gegessen und ein Eis auf die Faust versüßte uns den Heimweg. Zu Fuß ist der in etwa 20 Minuten zu bewältigen, es gibt aber auch eine Straßenbahnverbindung. Unsere Räder sind reisefertig auf dem Fahrradträger verpackt und für einen Tag lohnt es nicht, sie herunterzunehmen. Flitzi steht ja in Spanien in einer privaten Tiefgarage und wartet auf uns. So werden wir also vorerst auf den sechs Rädern unserer Oscarlotta weiterfahren…

Viele Fotos haben wir nicht, nur ein paar Impressionen. Aber es lohnt sich, das Video auf der Homepage des Stellplatzes anzuschauen, es bietet nicht nur einen schönen Überblick über die Anlage (ziemlich am Anfang sieht man unseren Platz, vor dem großen weißen Wohnhaus), sondern auch noch einen ausführlichen Spaziergang durch Freiburg. Überhaupt ist die Homepage sehr schön gestaltet, für einen doch relativ kleinen (mit 60 Plätzen) Stellplatz. Hier ist der Link:

http://www.stellplatz-freiburg.de/

Morgen fahren wir über die Grenze nach Frankreich und melden uns wieder, sobald wir eine Internetverbindung haben. Noch einmal zur Erinnerung: Wir sind, für euch zu Verbindungspreisen wie in Deutschland, telefonisch erreichbar, vorzugsweise unter meiner Handynummer. Da wir das Vodafone-Reiseversprechen gebucht haben, kostet uns jeder Anruf bis zu einer Stunde nur 75 Cent! Skype ist von der Qualität der verfügbaren Internetverbindung abhängig und erfahrungsgemäß eher schlecht bis nicht möglich, eMail geht eigentlich immer. Wir sind dann zwar “mal weg”, aber nicht aus der Welt! Also, bis die Tage!!!

Indian Summer in FreiburgIndian Summer in Freiburg

Herz-Jesu-KircheHerz-Jesu-Kirche

UnimogPiaggio-Ape

Nachtrag: Den Termin zur Reparatur unserer Satellitenanlage mussten wir canceln und einen neuen hätte es erst ab dem 4. November gegeben! Und zu unserem Mobiso-Treffen sind wir aus Zeitgründen auch nicht mehr gefahren (außerdem wären es einige km in die verkehrte Richtung gewesen). Ist zwar schade, aber alles geht halt nicht.

BLACK FOREST/SELVA NEGRA/FORÊT-NOIRE/FORESTA NERA/SVART SKOG/ČERNÝ LES/黑森林

Wir haben unsere 5 Tage im (siehe Überschrift) sehr genossen, vor allem, weil das Wetter so schön war (3 1/2 Tage lang!). Kirchzarten ist ein recht nettes Städtchen, nicht besonders groß, aber es gibt alles, was man zum Leben braucht. Terrasse essZimmerMit dem Campingplatz haben wir einen sehr guten Griff getan, er ist seiner 5 Sterne würdig! Grandios gut ist das Campingplatzlokal, “essZimmer”, mit überwiegend vegetarischen Gerichten. Alles ganz frisch, sehr phantasievoll, preislich angemessen. Wir waren – sehr ungewöhnlich für uns – dreimal hintereinander dort essen! Es gibt auch einen täglich wechselnden Mittagstisch zu reduzierten Käsepizockel und Quiche mit Salat Preisen (Menü € 9,00; “schneller Teller”=nur der Hauptgang € 7,50; immer ein vegetarisches und ein nicht vegetarisches Gericht). Wir werden sicher nicht zum letzten Mal hier gewesen sein.

SchwarzwaldmädelAm Mittwoch haben wir die KONUS-Gästekarte (KOstenlose NUtzung Schwarzwald) eingesetzt, die dazu berechnet, alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Schwarzwald zu benutzen. Wir haben uns für die Fahrt mit der Höllentalbahn bis zum Schluchsee entschieden. Die Fahrt war sehr beeindruckend, der Schluchseeaufenthalt fiel allerdings nur kurz aus, weil es außer Restaurants nichts gab. Wir sind mit dem nächstmöglichen Zug wieder zurückgefahren und am Titisee noch einmal ausgestiegen. Der ist genauso schön. Über alles andere kann man streiten, wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, ist dort definitiv falsch. Dafür kann man unter sehr vielen Kuckucksuhrmodellen wählen! Oder sich einen neckischen Schwarzwaldhut kaufen.

Leider war das schöne Wetter heute schon wieder vorbei, wie angekündigt fing es am Nachmittag an zu regnen. Die Temperaturen sollen auch wieder bis zu einstelligen Werten fallen! Wir werden uns trotzdem morgen todesmutig auf den letzten Abschnitt unserer Überwinterungstour begeben. Nach dem Motto: “Im Winter sind wir gefahren, im Winter kehren wir zurück.”

Titisee (1) Titisee (2) Kirchzarten (1) Kirchzarten (2) Kirchzarten (3) Kirchzarten (4) unser Platz Nachbarschaft

Wir sind in Deutschland!

 
 
Unsere “Gewalttour” haben wir erfolgreich hinter uns gebracht mit einer Zwischenübernachtung in Villars-les-Dombes zwischen Bourg-en-Bresse und Lyon. Dort gibt es die Möglichkeit, auf den PKW-Parkplätzen eines großen Vogelparks Poulet de Bresse zu übernachten. Bis vor zwei Jahren existierte dort ein offizieller Wohnmobilstellplatz mit VE-Station. Jetzt gibt es einen Hinweis, dass man, wenn man den Park nicht besuchen möchte, doch auf den 500m entfernten Campingplatz ausweichen möge. Wir vermuten, dass der Campingplatzbetreiber sich dagegen verwehrt hat, dass die Wohnmobile am Vogelpark umsonst stehen können und ihm dadurch Einnahmen entgehen. Als wir ankamen, waren schon 20-25 Mobile über den riesigen Parkplatz verteilt. Da wir vorhatten, den Vogelpark endlich mal zu besuchen, gesellten wir uns ohne schlechtes Gewissen dazu. Heute Morgen waren dann alle anderen Mobile wieder verschwunden (der Park öffnet erst um 10 Uhr) und da das Wetter nicht besonders schön war (kalt, grau, nicht zum Fotografieren geeignet), sind wir auch weiter gefahren. Es wurde nicht kontrolliert, ob man den Park nun besucht oder nicht und wir gehen davon aus, dass das Übernachten auch weiterhin geduldet wird. Ansonsten gäbe es sicher an der Einfahrt eine Höhenbegrenzung, wie auf fast allen Parkplätzen in Frankreich.

Heute sind wir dann die letzten 400 km bis Kirchzarten bei Freiburg gefahren und da wir ja z. Z. eher auf Campingplätze stehen als auf Stellplätze, bleiben wir noch 5 Tage hier (Frühlingsangebot für € 107 incl. Bus- und Bahntickets in der Region und innerhalb Freiburgs). Ab morgen soll es angeblich warm und sonnig werden! Im Moment finden wir es temperaturmäßig sehr gewöhnungsbedürftig!!! Wir sind halt verwöhnt 😉

Camping Kirchzarten

Immer noch Palavas les Flots ;-)

 
 
StrandlebenUschi hat im Internet gesehen, dass es ab Lyon regnet und Richtung Schweiz evtl. sogar schneit! Darauf haben wir überhaupt keine Lust!!! Deswegen haben wir beschlossen, hier noch abzuwarten. Uschi hat drei weitere Übernachtungen incl. Strom “am Stück” geordert und per Karte bezahlt. Und siehe da, diesmal gab es eine Rechnung! Wir hatten zwei wunderbare Frühsommertage (es gibt schon Strandleben, siehe Beweisfoto), gestern etwas Regen (der die Mücken auf unserer Front/-scheibe aufgeweicht hat) und heute Mistral. Morgen wagen wir es dann aber mal und wollen in 2 Tages-Etappen nonstop bis Freiburg fahren. Sind ja nur noch etwas über 700 km! (Fährt Luise auf einer Arschbacke!!!) Palavas ist wirklich eine Reise (oder einen Zwischenstopp) wert, wir werden bestimmt mal wieder hier vorbeischauen.

Vorgestern haben wir uns noch die anderen 3 Campingplätze angesehen und festgestellt, dass wir wirklich den besten erwischt haben. Er liegt am dichtesten an der Stadt und hat vor allem schon ab Anfang April geöffnet. Ein weiterer Platz macht dieses Wochenende erst auf!

Übersichtskarte Palavas les Flots

Schade, dass alle spätestens Ende September schon wieder schließen und sie deshalb für die Anreise nach Spanien nicht infrage kommen. Es war jetzt für uns eindeutig komfortabler und angenehmer als auf dem Stellplatz, weil man nicht sofort nebenan das nächste Wohnmobil hat. Dafür zahlen wir gerne etwas mehr! Unsere anfängliche Enttäuschung darüber, dass der Stellplatz belegt war, hat sich umgekehrt und zu der Erkenntnis geführt, dass manchmal ein Campingplatz die bessere Alternative ist. Vor allem, wenn man länger als nur eine Nacht bleiben will.

Montpellier Plage auch hier ist alles bunt farblich passend

Blick von unserem Stellplatz auf Emma

Mietunterkünfte Litfaßsäule

ein Vorgarten Vorgartendetails

Wer nochmal die Fotos sehen möchte, die wir 2011 gemacht haben, kann hier klicken! Wir melden uns wieder, wenn wir in Deutschland sind.

Unsere Rückreise (Stellplatzbeschreibungen)

 
Es gestaltet sich alles wieder etwas schwierig! Unsere erste Station war nach nur 150 km Cambrils. Wir wollten uns den dortigen Stellplatz einfach mal anschauen und eigentlich auch die Stadt. Der Stellplatz “Camperpark Las Moreras” gehört zum Campingplatz “Playa y Fiestas” und liegt bei Mont-Roig del Camp, ca. 6 km von Cambrils entfernt (GPS: 41°02’40’’N/00°59’40’’E). Die Lage ist direkt am Meer, die Plätze (120 Stück) waren in Ordnung und auch für unser Mobil ausreichend groß. Der Preis betrug € 11,45 (incl. “Kurtaxe”). WLAN kostete extra. Es gibt eine Entsorgungsstation zum Darüberfahren und alles, was man sonst so braucht. Wir hatten aber keine Lust, unsere gut verpackten Fahrräder zu aktivieren und auf der Landstraße nach Cambrils zu fahren, also haben wir entschieden, die Stadt ein anderes Mal (wenn wir Flitzi dabei haben) zu besuchen.

Cambrils (1) Cambrils (2)

Unser nächstes Ziel sollte der Stellplatz “Platja d’Aro (Reisemobil-Bordatlas Europa 2012, S. 121) sein. Laut Beschreibung gibt es am Straßenrand Ausweichplätze, falls der Stellplatz mal belegt sein sollte. Am Straßenrand standen jede Menge Wohnmobile, aber der Stellplatz war mit Schranken und die Entsorgungsanlage mit Blumenkübeln “verrammelt”. Große Enttäuschung! Am Straßenrand (eng, voll, auf Asphalt) wollten wir nicht stehenbleiben und entschieden uns, noch ca. 75 km weiterzufahren bis Navata, 10 km nördlich von Figueres (Reisemobil-Bordatlas Europa 2012, S. 121), wo wir auf der Hinfahrt schon übernachtet hatten. Es ist ein privater Stellplatz neben einem kleinen Restaurant, ein großer runder Schotterplatz mit angrenzenden Grünflächen für ca. 20 Mobile (auch sehr gut geeignet, wenn man mit Hänger unterwegs ist), ohne Strom, aber mit der Möglichkeit, zu ent- und versorgen. Der Betreiber/Wirt ist sehr freundlich, es gibt kostenlos WLAN. Bei Verzehr im Lokal ist die Übernachtung frei, ansonsten kostet es € 2,00. Ein kleiner Supermarkt ist direkt gegenüber. Der Ort ist winzig, aber recht nett und für einen kleinen Nachmittagsspaziergang gut geeignet. Ganz toll war der Blick vom Wohnmobil auf die schneebedeckten Ausläufer der Pyrenäen!

Navata (3)

Navata (2) Navata (1) Navata (5) Navata (6) Navata (4) Navata (7) Navata (8)

Nach einer ruhigen Nacht mit nur zwei weiteren Mobilen in der Nachbarschaft wurde es dann irgendwann ernst und wir mussten Spanien verlassen!!! Unser nächstes Etappenziel war wieder das nette Städtchen Palavas les Flots in Südfrankreich (in der Nähe von Montpellier), wo wir auf der Hinfahrt das Theater mit dem “überflüssigen” Motoröl hatten (hier noch einmal nachzulesen). Wir kamen gegen halb 3 nachmittags am Stellplatz an, hatten beim Vorbeifahren mit Blick auf seeehr viele Wohnmobile schon eine böse Vorahnung, und tatsächlich war der Platz (für ca. 140 Mobile) komplett belegt! Vor uns standen noch zwei weitere Mobile vor der geschlossenen Schranke und es werden im Laufe des Tages sicher noch einige mehr gewesen sein. Wir waren einigermaßen schockiert! Ein normaler Dienstag im April!!! Man verwies auf die benachbarten Campingplätze und so fuhren wir den nächstgelegenen an, Camping “Montpellier Plage”. Es ist o.k., wir stehen wunderbar auf Grasboden, ein paar Meter weiter am Ende des Platzes ist ein Etang mit Flamingos, wir haben keine unmittelbaren Nachbarn, der wunderbare Sandstrand ist auf der anderen Seite der Straße. Mit den Rädern ist man in 10 Minuten im Stadtzentrum. Es ist natürlich etwas teurer hier (€ 21,80 für Mobil + 2 Personen, Strom € 4,45/Nacht, € 4,00 für WLAN/Tag oder € 14/Woche). Es ist aber sicher um Klassen besser hier als auf einem überfüllten Asphaltplatz. Der Campingplatz ist allerdings nur in der Sommersaison geöffnet. Aber natürlich gab es auch hier wieder ein paar Haken (leider aber keinen einzigen in irgendeiner der vielen Duschen!!!!). Zum einen sprach natürlich wieder niemand irgendetwas anderes als französisch! Die Dame an der Rezeption hatte größte Probleme mit dem Rechnen und gab uns verkehrt heraus. Mit mühsam hervorgekramten französischen Brocken (uns fällt alles nur noch in spanisch ein!), Bleistift und Zettel haben wir erfolgreich reklamiert. Dann kam die Sache mit dem Strom! Wir hatten uns dafür entschieden wegen unserer Kaffeemaschine. Als Uschi den Stromkasten öffnete und den Schukostecker anstecken wollte, stellte sie fest, dass hier nur französische Stecker passen. Also zurück zur Rezeption und nach einem Adapter gefragt. Gibt es nicht! Gegenüber in einem Kiosk: Haben wir leider nicht! Also Stromgeld zurückverlangt, die zweite schon bezahlte Nacht gecancelt und die WLAN-Karte zurückgegeben. Das war dann alles absolut zuviel für die sehr nette, bemühte Dame an der Rezeption! Unsere Satellitenschüssel fand keinen Satelliten, mein 12-Volt-Ladeteil für den Computer hatte einen Wackelkontakt und so gab es weder Kaffee noch Fernsehen noch Computer noch WLAN. Wir verbrachten den Abend mit lesen 😉 Heute Morgen entschieden wir, dass doch alles nicht so schlimm ist und Uschi bezahlte un nuit plus und eine Tageskarte WLAN. Beim Stadtbummel schauten wir im Hafen beim Schiffsausrüster vorbei und ein netter junger Mann (englischsprechend!) bastelte uns innerhalb einer halben Stunde einen französischen Stecker, ein Stück Kabel und eine Euro-Steckdose zusammen, für nur € 24,00 (Materialpreis nur für die Stecker!). Jetzt haben wir unseren ganz persönlichen französischen Adapter, ein Unikat! Zurück am Campingplatz orderten wir Strom für heute Nacht und die (immer noch sehr freundliche) Rezeptionistin verlangte die schon bezahlte Campingplatzmiete gleich noch einmal mit! Zum Glück sagte ihr der Computer auf unseren Protest hin, dass wir im Recht waren und schon bezahlt hatten (Rechnungen gibt es keine). Der Adapter interessierte sie sehr. Vielleicht bleiben wir noch eine Nacht länger…

Palavas les Flots so etwas gibt es hier wirklich noch

Etang mit Flamingos

Etang in der Abenddämmerung (1) Etang in der Abenddämmerung (2)

Anreise mit Hindernissen

 
 
Wir sind heute Abend um kurz nach 19 Uhr wider Erwarten doch noch auf dem Stellplatz in Palavas-les-Flots in Südfrankreich angekommen. Wir hatten keine besonders gute Fahrt und trotzdem auch wieder viel Glück im Unglück! Es fing alles eigentlich ganz gut an, wir hatten gestern Abend in einem kleinen französischen Städtchen einen von nur vier ausgewiesenen Wohnmobil-Stellplätzen bekommen (Cousance; kostenlos; Bordatlas Europa 2012; A39 Richtung Lyon, Ausfahrt 9, 7 km bis zur Ortsmitte, dann als Entsorgungsstelle für Wohnmobile ausgeschildert; kein Strom; Ent- und Versorgung kostenfrei; Supermarkt ca. 100 m). Heute brachen wir dann schon – für unsere Verhältnisse – ziemlich früh auf, weil wir möglichst schnell an’s Meer wollten. Wir frühstücken ja immer erst unterwegs und wollten das zur Abwechslung mal an/in einer französischen Raststätte tun. Bei der ersten, die wir anfuhren, wollten wir wie immer zwischen den LKW parken, aber das war, völlig überraschend, für Wohnmobile und Wohnwagengespanne nicht erlaubt. Als wir die Schilder sahen, kamen wir aber schon nicht mehr in den anderen Bereich und mussten weiterfahren. Bei der nächsten Raststätte wurden rundherum alle Parklätze umgebaut und als wir endlich einen freien Platz erwischt hatten, fing es heftig an zu regnen und wir hätten um mehrere Kurven von Bauzäunen laufen müssen. Das Ergebnis war Frühstück im Mobil und Frust! Der Regen hörte nicht mehr auf und machte die Fahrerei nicht angenehmer. Unser dringendes Kaffeebedürfnis konnte über lange Zeit nicht befriedigt werden, weil wir wenig Lust hatten, auf dem Weg bis zur Raststätte klatschnass zu werden. Gegen 15 Uhr wurde dann aber der Wunsch nach Kaffee übermächtig und wir beschlossen, bei der Gelegenheit auch gleich vollzutanken. Danach fuhr ich mit Flitzi voraus Richtung LKW-Parkplätze und stellte nach kurzer Zeit fest, dass Uschi mit Oscarlotta nicht hinterher kam. Gut, dass wir Handfunken in Gebrauch haben! Oscarlotta sprang nämlich nicht mehr an!!!

1. Mal Glück im Unglück: Normalerweise kommt man an Raststätten-Tankstellen nicht mehr zur Tankstelle zurück, wenn man schon auf dem Weg zu den Parkplätzen ist. Hier führte der Weg aber sehr verschlungen in verkehrter Richtung noch einmal an der Tankstelle vorbei, mit der Möglichkeit einer erneuten Zufahrt. Oscarlotta startete nicht, zeigte nur im Display eine Warnmeldung an: “Motorölstand überprüfen”. Wir haben eine Woche vor unserer Abfahrt in Aalen bei Iveco einen Ölwechsel durchführen lassen sowie einen Kundendienst!

2. Mal Glück im Unglück: An einer Tankstelle gibt es Motoröl zu kaufen! Unser Ölmessstab zeigte KEINERLEI erkennbare Ölspuren! Also kauften wir gleich 2 Liter Öl. Keine Veränderung! Also wieder durch strömenden Regen in den Verkaufsraum zurück und eine weitere Flasche gekauft. Nichts! Nach der 4. Flasche erste leichte Spuren am Ölmessstab. Voller Hoffnung Oscarlotta gestartet, es klickte nur leise. Die Warnmeldung war zwar weg, dafür hatten wir dann die Meldung, dass der Öldruck nicht stimmt. Unser Service-Handbuch besagt, dass jetzt der Kundendiest kontaktiert werden muss! Wir sind in Südfrankreich und es ist Sonntag!!!

3. Mal Glück im Unglück: Es gibt eine 7-Tage/24-Stunden-Hotline von unserer Iveco-Werkstatt. Es meldet sich jemand und er erinnert sich sogar an uns. Bloß helfen kann er uns auch nicht. Natürlich will er sich unserem Verdacht, dass bei dem Ölwechsel das Öl zwar abgelassen, aber kein neues nachgefüllt wurde, nicht anschließen. Aber man verliert ja wohl nicht unbemerkt innerhalb einer Woche mehr als 4 Liter Motoröl! Also bleibt uns nur noch der Anruf beim ADAC. Eine nette Dame nimmt meine Angaben entgegen und schickt mich dann mit dem Handy zur Tankstelle, damit sie mit einer Angestellten in französisch reden kann. Grund ist, dass französische Tankstellen Privatgelände sind und der ADAC dort keinen Pannendienst hinschicken darf. Der muss von der entsprechenden Tankstelle beauftragt werden! Die nette Tankstellenangestellte läuft durch den unvermindert strömenden Regen mit zu unserem Mobil und lässt sich den Fahrzeugschein geben, um einen Abschleppdienst organisieren zu können. Sie bietet uns auch einen Kaffee an, aber die Lust darauf ist uns inzwischen vergangen. Wir wissen, dass unser automatikgetriebenes Fahrzeug nicht einfach so abgeschleppt werden kann, es muss die Kardanwelle abgeflanscht werden. Weiß und kann der französische Mechaniker das bzw. können wir mit unseren kümmerlichen Französischkenntnissen ihm das klarmachen? Die Info der ADAC-Mitarbeiterin war, dass wir zu einer Werkstatt geschleppt werden, die Diagnose aber sicher erst am nächsten Tag erfolgen kann, denn (wie bereits erwähnt): es ist Sonntag. Nach 30 sehr unentspannten Minuten kommt ein unglaublich cholerischer Pannendienstfahrer mit einem lächerlich kleinen Abschleppfahrzeug. Natürlich spricht er ausschließlich französisch! Also muss wieder der ADAC ran. Nach mehrfachem Handytausch Mechaniker-ADAC, ADAC-ich und wildem Rumspringen rein in Oscarlotta, raus aus Oscarlotta, Motorhaube auf, fummeln hier und schrauben dort steht fest, dass er uns nicht helfen kann und abschleppen kann er unser großes Fahrzeug auch nicht! Rat vom ADAC: die 112 anrufen und ein größeres Abschleppfahrzeug ordern. Sie können uns LEIDER nicht helfen! Der Pannendienstmensch hat aber wohl noch eine Idee und findet einen losen Batteriekontakt. OSCARLOTTA SPRINGT AN!!!

4. Mal Glück im Unglück: Es war wohl mal wieder die Duplizität der Fälle und das Nichtanspringen hatte gar nichts mit dem fehlenden Motoröl zu tun. Wir wären also weiter, nichts Böses ahnend, mit trockenem Motor gefahren. Warum wir keine Warnanzeige bekommen, wissen wir nicht. Wie lange wäre das wohl noch gut gegangen?

Jetzt wurde es langsam Zeit, um 19 Uhr schließt der Stellplatz hier und wir hatten noch über 100 km zu fahren. Natürlich haben wir uns auf den letzten Kilometern, im Dunkeln und immer noch bei Regen, noch zweimal verfahren, weil sich unsere zwei Navigationsgeräte nicht einig waren. Frau Becker stellte sogar den Dienst auf den letzten Metern ganz ein!

5. Mal Glück im Unglück: Es war schon nach 19 Uhr und der Stellplatz war noch geöffnet. Nur Flitzi durfte nicht mit rein und steht jetzt ganz allein und unbeschützt in einer Seitenstraße. Wir hoffen sehr, dass unsere Pechsträhne beendet ist und wir ihn übermorgen unbeschadet und komplett mit Navi wieder mitnehmen können. Ein wenig Sorgen machen wir uns schon!

Stellplätze nach/ab/seit Dänemark

 
 
Hier kommen noch ein paar Stellplatzbeschreibungen “zum Nachfahren” für die Mobilisten unter unseren Lesern!

1. WohnmobilPark Schacht-Audorf bei Rendsburg (Bordatlas 2012 S.480)

28 große Plätze; 10 €/Nacht; VE; Strom(münz)säulen

54°18’11’’N/9°42’38’’O

Ein besonderer Platz direkt am Nord-Ostseekanal mit Blick auf die großen “Pötte”. Wir hatten leider nicht das Glück, einen Platz in der 1. Reihe zu ergattern, aber da wir nur eine Nacht bleiben wollten, war es uns nicht so wichtig. Es war auch so beeindruckend genug, wenn fast direkt vor der Windschutzscheibe riesige Containerschiffe vorbeiziehen.

Nach Rendsburg gelangt man per Rad am Kanal entlang und dann über die Schwebefähre unter der Eisenbahnhochbrücke über den Kanal. Rendsburg gefällt uns immer wieder gut!

Schacht-Audorf (1) Schacht-Audorf (2) Schacht-Audorf (3) Schacht-Audorf (4) Schacht-Audorf (5) Schacht-Audorf (6) Schacht-Audorf (7) Schacht-Audorf (8) Schacht-Audorf (9)

2. Stellplatz “Gaststätte Moorstübchen” in Rieste am Alfsee (Bordatlas 2012 S.463)

25 große Plätze; 12 €/Nacht (incl. Dusche); Strom 50 Cent/KW; Müll 2 € (einmalig); VE; neue Sanitäranlage mit Dusche, WC, Spülküche, Waschmaschine+Trockner

52°28’41’’N/7°59’21’’O

Ein noch ganz neuer, netter, sehr ruhiger, gut betreuter Platz ganz in der Nähe des Campingparks “Alfsee”. Dort waren wir nur zum Wasserski-, Dauercamper- und Touris-gucken und froh, dass wir anschließend und vor allem nachts unsere Ruhe hatten 😉 Fotos haben wir keine gemacht.

3. Wohnmobil-Park “Am Eifelbad” in Bad Münstereifel (Bordatlas 2012 S.142)

26 große Plätze; 6 €/Nacht (incl. Strom); zzgl. 1 €/Person Kurtaxe; VE; Duschmöglichkeit im Hallen- und Freibad (erm. Preis für 2 Std. 3,60 €)

50°32’53’’N/6°45’49’’O

Der Platz liegt ruhig im Grünen unmittelbar neben dem Bad. Der Ort ist zu Fuß (oder per Rad) gut erreichbar, klein, aber nett mit teilweise sehr hübschen Fachwerkhäusern. Heino-Café 😉 (normalerweise!) Fotos haben wir keine gemacht.

4. Stellplatz “Am Lago” in Heinsberg (Bordatlas 2012 S.290)

44 große Plätze; 10 €/Nacht; Strom(münz)säulen; VE

51°4’25’’N/6°5’33’’O

Sehr schön gelegen direkt an einer Grünanlage, eingezäunt mit Schranke (von Hand zu öffnen), mit Blick auf den See, ein kleines Café in der Nähe, sehr ruhig (bei Badewetter fraglich). Stadt in fußläufiger Entfernung, sehr nett. Rundweg um den See ca. 3 km. Die Gänseherde ist besser als Kino, vor allem, weil immer wieder Spaziergänger mit Brot vorbeikommen. Wir wussten bisher nicht, wie lustig rennende, flügelschlagende Gänse aussehen! Öfter lautes Geschnatter!!!

Heinsberg (1) Heinsberg (2) Heinsberg (3) Heinsberg (4) Heinsberg (5) Heinsberg (6)

5. Reisemobilhafen “Am Holländer See” in Geldern (Bordatlas 2012 S.255)

55 große Plätze; 7 €/Nacht (3-Tages-Ticket 17 €); Strom(münz)säulen; VE (sehr großzügig!)

51°30’40’’N/6°19’43’’O

Sehr viele ausgearbeitete Radtouren mit genauen Kilometerangaben (gratis in Heftform mit Beschreibung der Sehenswürdigkeiten am Wegrand) bis nach Holland, See direkt neben dem Platz (Rundweg ca. 1 km), Bäckerwagen am WE um 8:30 (!), ruhig, nettes Städtchen in fußläufiger Entfernung.

Am Holländer See (1) Am Holländer See (4) Am Holländer See (2) Am Holländer See (3) Am Holländer See (5) Holländer See (1) Holländer See (2) Geldern (1) Geldern (2)

Hier bleiben wir aus zahntechnischen Gründen 😦 noch eine weitere Woche! Aber da 1. endlich der Sommer ausgebrochen ist, 2. wir wieder einen Smart gemietet haben (diesmal weiß/silber) und 3. unser Stellplatz wirklich schön im Grünen liegt (siehe Foto 1), gibt es Schlimmeres, finden wir!

Kleine Beschreibung zweier Campingplätze und eines Stellplatzes in DK

 
Auf der Rückfahrt von Göteborg nach Deutschland haben wir den “Landweg” gewählt. In diesem Beitrag möchte ich (Uschi) ein wenig näher auf die zwei von uns besuchten Campingplätze und einen Stellplatz eingehen. Den ersten Campingplatz wählten wir wegen seiner Nähe zu Kopenhagen. Zuerst die Adresse:

Hundige Strand Familiecamping (Weitere Infos unter www.hsfc.dk)
Hundige Strandvej 72
2670 Greve

Es ist ein ruhiger gemütlicher Platz (übrigens der älteste Campingplatz Dänemarks von 1926) in einem richtig schönen Park mit großzügigen Standplätzen. Die sanitären Anlagen sind einfach, aber zweckmäßig und sauber, Waschmaschine und Trockner sowie eine VE-Station sind vorhanden. Zur S-Bahn nach Kopenhagen oder Køge sind es nur 800 m. Die Fahrzeit nach Kopenhagen beträgt etwa 20 Min., nach Køge 15 Min. (In Kopenhagen waren dieses Jahr leider fast alle großen Plätze eine Großbaustelle wegen des U-Bahnbaus, trotzdem hat sich der Besuch gelohnt. Besser hat mir wieder ein ausführlicher Stadtbummel in Køge gefallen, es ist einfach ein niedliches Kleinstädtchen.) Shoppen und Lebensmitteleinkauf ist direkt beim Bahnhof Hundige in einem großen überdachten Einkaufszentrum möglich. Die Brötchen zum Frühstück gibt es beim Bäcker gegenüber vom Campingplatz. Beim Empfang trafen wir auf sehr freundliche deutschsprechende Rezeptionisten, die uns alle wichtigen Infos geben konnten. 17 € für eine Woche WLAN haben wir uns gegönnt.

02 Hundige Camping (1) 03 Hundige Camping (2) 04 Hundige Camping (3) 05 Hundige Camping (4) 06 Hundige Camping (5) 07 Hundige Camping (6) 08 Hundige Camping (7) 09 Hundige Camping (8) 10 Hundige Camping (9) 11 Hundige Camping (10)12 Hundige Camping (11) 13 Hundige Camping (12) 14 Hundige Camping (13)

Der zweite Campingplatz, den wir angefahren haben, liegt in nächster Nähe zur Storebæltbrücke etwa 2 km vor dem Städtchen Nyborg. Hier wieder zuerst die Adresse:

Nyborg Strand Camping
Hjejlevej 99
5800 Nyborg

Auch für diesen Campingplatz gilt: Die sanitären Anlagen sind einfach, aber zweckmäßig und sauber, Waschmaschine und Trockner sowie eine VE-Station sind vorhanden. Der Ausblick aus unserer Oscarlotta war grandios, denn wir standen hier in der 1. Reihe mit Blick auf die Ostsee und die Brücke. Leider kostete dieser Luxus extra, wie auch die Dusche. Für das auch hier gut funktionierende WLAN bezahlten wir etwa 6 € für 3 Tage. Die 2 km in die Stadt waren mit dem Fahrrad kein Problem auf einem prima Radweg, Lidl war etwa auf halbem Weg dorthin. Brötchen konnten wir am Platz bei der freundlichen Dame an der Rezeption bestellen. Auch sie sprach gutes Deutsch.

Nyborg Strandcamping (1) Nyborg Strandcamping (6) Nyborg Strandcamping (13)

Für die letzte Übernachtung etwa 30 km vor der Grenze bei Flensburg waren wir auf einem Reisemobil-Stellplatz am Yachthafen von Aabenraa. (Siehe Bordatlas Europa 2012 Seite 99 unter der Überschrift DK-6200 Apenrade anstatt DK-6200 Aabenraa.)

Aabenraa Sejl Clubs
Kystvej 55
6200 Aabenraa

Der Platz war riesig, direkt am Wasser, ruhig und in fußläufiger Entfernung zum hübschen Städtchen.

Gegen Gebühr gab es auch hier Duschen und Waschmaschine + Trockner.

Aabenraa (1) Aabenraa (2) Aabenraa (3) Aabenraa (4) Aabenraa (5) Aabenraa (6)

Mit 17€ Stellplatzgebühr pro Nacht war dieser Platz sehr viel günstiger als die Übernachtungen auf den Campingplätzen, die mit 32€ in Greve bzw. 41€ in Nyborg p.N. zu Buche schlugen.

Finanzielles Resümee dieser Reise war: Der Seeweg auf der Hinfahrt und der Landweg ohne Fährfahrt über die 2 großen Brücken kosteten bis auf 2€ GLEICH viel!

Am grünen Rand vom Ruhrpott

 
 
Seit Sonntag sind wir in meiner alten Heimat! Wir stehen ziemlich in der Mitte zwischen Bochum, wo ich die ersten 50 Jahre meines Lebens gelebt habe und dem Schwalm-Nettetal, wo ich über ca. 15 Jahre viele, viele Wochenenden und Ferienwochen auf einem Campingplatz in meinem kleinen Wohnwagen verbracht habe. Wir sind in dem Camping- und Ferienpark “Blaue Lagune” in der Nähe von Wachtendonk, kurz vor der holländischen Grenze bei Venlo. Die Anlage ist sehr weitläufig mit Dauercamper-Teil, Mobilheim-Park, Touristen-Teil, getrennt nach Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen, Ferienhäuschen und –häusern, einem Badesee mit Sandstrand, einer Wasserski-Anlage und einem Hochseilklettergarten. Das Wetter ist leider nicht so toll, aber vermutlich wäre sonst der Teufel hier los! Das große “Vollmondfest” mit über 1000 Teilnehmern haben wir glücklicherweise um einen Tag verpasst 😉

in der Blauen Lagune Blaue Lagune (Wasserskianlage und Hochseilgarten) 007 Ferienhäuschen (4) Blaue Lagune (Strand) Blaue Lagune (See)

Am Montag haben wir mit Martinas Hilfe unseren Mietwagen abgeholt. Wie ich es mir heimlich gewünscht hatte, hat unser kleines Smart-Cabrio die Farbe blau/silber mit schwarzem Dach. Es ist sooo niedlich!!! Es macht unheimlich Spaß, mit ihm durch die Gegend zu fahren, es ist richtig spritzig und fährt auch auf der Autobahn wie ein Großer! Hoffentlich können wir noch mit offenem Verdeck fahren.

Smart-Treffen unser Kleiner

Gestern sind wir mal kurz über die Grenze nach Venlo. Ich war positiv überrascht, wie nett dieses Städtchen geworden ist. Leider machten alle Geschäfte Punkt 18 Uhr zu und wir hatten Mühe, noch ein paar Patatas frites zu bekommen.

Venlo Rathaus Venlo Häuserzeile

Heute entwickelte sich das Wetter noch richtig gut, sodass wir schön durch Brüggen bummeln konnten und uns dort zwei leckere Eisbecher genehmigt haben.

Brüggen 'Alter Bahnhof' Lok

Morgen geht es dann mal wieder in die Hattinger Straße 106!

Torre la Sal ‘2

 
 
Wir sind vorgestern am Spätnachmittag nach einer guten Fahrt über eine fast freie Autobahn (auch in Spanien fahren Sonntags keine LKWs) am Torre angekommen. Kaum ist man mal 6 Monate weg, ist schon (fast) alles anders! Es war schon lange die Rede davon gewesen, dass die Durchgangsstraße zwischen dem unteren und oberen Platzteil verbreitert werden soll und dafür die äußerste Stellplatzreihe des unteren Platzteils wegfallen müsse. Das wird jetzt gerade in die Tat umgesetzt. Die Rezeption ist schon ein Stück weiter nach innen versetzt neu aufgebaut worden, größer und schöner. Jetzt sind die Arbeiter dabei, eine neue Innenmauer zu ziehen und einige Randsteine anzupassen. Da wir aber dieses Mal ja auf dem oberen Platzteil stehen, sind wir von den Arbeiten nicht betroffen.

Nachdem wir Oscarlotta eingeparkt hatten, stellte sich heraus, dass einer der Drähte, an denen im Sommer eine Sonnenschutzplane befestigt wird, genau dort verläuft, wo unsere Sat-Schüssel hochfährt. Wir füllen den Platz in der Länge aber schon fast komplett aus! Wir sind dann noch so weit nach hinten gefahren, wie es eben ging und müssen jetzt unseren Fahrradträger in die Hecke abklappen, wenn wir unsere Heckklappe mal öffnen wollen. Aber es geht! Gegenüber sind während des Sommers hübsche neue Miethäuschen aus Holz errichtet worden. Wenn wir Glück haben, bleibt das genau gegenüberliegende frei, sodass wir uns am Spätnachmittag dort noch in die Sonne setzen können (wenn unsere Oscarlotta Schatten wirft). Sonntagabend habe ich zuerst heftig gefremdelt auf diesem für uns neuen Stellplatz 😉 Gestern Morgen bei herrlichem Sonnenschein und “Kurze-Hosen”-Temperaturen ging es dann aber schon besser und nachdem wir unseren Begrüßungsrundgang gemacht hatten, in unserem Lieblingscafé am “Katzenboulevard” mit Blick auf das Meer einen café con leche (ich) und einen café cortado (Uschi) getrunken und auf dem Rückweg barfuß durch das noch überraschend warme Meer (man munkelt etwas von 23 Grad!) gewatet sind, war auch ich “zu Hause” angekommen. Mein “Schaufenster” habe ich inzwischen auch schon gestaltet und hoffe darauf, im Verlauf des Winters (der ja auch hier noch kommen wird) einige meiner vielen neu gearbeiteten Häkelmützen zu verkaufen.

Der Platz ist überraschend voll, aber erfahrungsgemäß sind jetzt noch viele “Herbstler” hier, es wird in den nächsten Wochen also noch einige Wechsel geben. Dass dieser Platzteil erst im vorletzten Sommer neu erstellt worden ist, merkt man jetzt schon überhaupt nicht mehr. Wie schnell die Hecken, Palmen und Maulbeerbäume gewachsen sind, allein seit dem Frühjahr, als wir das erste Mal hier gestanden haben! Aktuell sind die Gärtner des Platzes wieder vollauf damit beschäftigt, alle Bäume zu beschneiden. Daraus resultiert die “Sommer”- und “Winter”ansicht, es gibt für einen kurzen Zeitraum beides. Seht selbst:

Platz 133 im April '11 Platz 133 im November '11 eigenes Spülbecken im Original eigenes Spülbecken von Uschi verschönert neue Rezeption (1) Sommeransicht (1) Winteransicht (1)Sommeransicht (2) Winteransicht (2)

Und wer noch mehr davon sehen möchte, kann hier und hier klicken (das Weiterblättern von Foto zu Foto geht oben rechts über „Siguiente“)

HOLA ESPAÑA!

Jetzt möchte ich die “andere Geschichte” des letzten Blogeintrages fortführen:

Am Sonntag, 16. Oktober gegen Mittag überquerten wir die Grenze nach Spanien und sind bei Figueres auf den Camping “Aquarius” gefahren. Da wir schon vor 9 Jahren Ende November mal hier gewesen waren, wussten wir, dass der Platz sehr gepflegt ist und schöne, gut ausgestattete Sanitäranlagen hat. Außerdem sind Restaurant und Supermarkt, wie der Platz auch, noch geöffnet bis einschließlich 5. November (vor 9 Jahren war er noch ganzjährig offen). Außerdem gibt es auch hier ACSI-Rabatt!

Wir waren erstaunt, wie viele deutsche Urlauber mit Kindern die Herbstferien hier verbringen. Der Platz ist noch gut belegt. Das Wetter ist auch noch erfreulich spätsommerlich mit Tagestemperaturen über 20°C und Wassertemperatur von 19°C. Viele Kite- und Windsurfer haben ihren Spaß, vor allem, wenn der Wind, meistens am Nachmittag, etwas stärker wird. Uns wäre das Wasser schon zu kalt und so schwingen wir uns lieber auf unsere Räder (seit Bad Sobernheim mit “unkaputtbaren” Reifen ausgestattet) um die nähere und weitere Umgebung zu erkunden.

Damit ihr einen Eindruck vom Platz bekommt, habe ich einen Spaziergang unternommen und die verschiedensten Ecken für euch fotografiert.

Noch einmal zur Erinnerung:

Ihr braucht, wie bei fast allen Fotos bisher schon, nur mit dem Mauszeiger auf das Foto “fahren” und schon seht ihr den Text dazu!

Doch nun viel Spaß beim Anschauen!

aa.Nette Begrüßung ab.entspanntes Parken ac.und eine ae.Die gärtnerische Kunst af.fällt an jeder Ecke ag.sofort ins Auge ah.Im weitläufigen Innenhof ai.sind ein Restaurant aj.ein Supermarkt ak.und ein Spielplatz untergebracht al.Diese Lok steht am.neben einem an.Sanitärgebäude ao.mit Innengestaltung ap.Brauch ich aq.auch wichtig! ar.Hier gehts as.zum Strand at.ohne au.Worte av.einfach toll aw.doppelt gemoppelt ax.toller Platz! ay.UND az.TSCHÜSS

Wir werden uns am nächsten Sonntag, 30. Oktober, hier verabschieden und zu unserem “Winter-Zuhause” fahren.

Von dort wird dann die nächste “Meldung” erfolgen! (siehe Karte)

Spanien

Unsere Fahrt durch kalte Regengebiete in sonnige warme Gefilde!

 
00.Etappen F

 
Am 5.10. haben wir uns in Bad Sobernheim von unseren “letzten Mohikanern” verabschiedet und sind Richtung Frankreich gestartet. Diesen Herbst fuhren wir eine völlig andere Route als sonst. Daraus ergaben sich für uns noch unbekannte Stellplätze als Etappenziele. Die Stellplätze habe ich bei der Vorbereitung unserer Reise im Bordatlas (Stellplätze in Europa) gefunden.

Anschließend findet ihr zu den Stellplätzen jeweils eine kurze Beschreibung und Fotos.

Der 1. Stellplatz nach 319 km über Landstraßen war/ist in LIgny-en-Barrois:

leicht zu findender Platz, kostenlose Übernachtung, stadtnah, VE, Wlan umsonst (funktionierte sehr gut), 14 enge Plätze (bis 7m Länge), an der Zufahrtsstraße längs eingezeichnete Plätze für etwa 4 längere Mobile, bei Nacht ziemlich laut wegen LKW-Verkehr

01.am Hafen 02.kurze Plätze 03.Übernachtung am Seitenstreifen

Den 2. Stellplatz erreichten wir nach 306 km am 6.10. in Vailly-sur-Sauldre:

leicht zu übersehende Einfahrt über eine kleine Brücke (waren nicht die Einzigen, die erst mal dran vorbei gefahren sind), Platz unter Laubbäumen (Fernsehempfang eingeschränkt), VE, bei Nacht sehr ruhig, Gebühr 3,50€ +2,50€ für Strom (zu bezahlen in der danebenliegenden Touristeninfo), Platz schließt am 31.10.

04.ruhiges Plätzchen 05.kleines Sanitärgebäude 06.spezieller WC-Ausguss

Der 3. Stellplatz, wir erreichten ihn am 7.10. nach 191 km, in Saint Pourcain-sur-Sioule liegt idyllisch am Fluß:

Anfahrt gut ausgeschildert, etwa 30 nicht sehr breite Plätze + Ausweichplatz, angenehm ruhige Lage hinter Sportanlagen, kostenlos bis auf VE (2€ für 10 Min.) und Strom (sehr begrenzte Anzahl von Steckdosen), symphatisches Städtchen in fußläufiger Entfernung

07.netter Empfang 08.direkt am Fluss

Als 4. Stellplatz nach einem Ruhetag hatte ich eigentlich Millau (unterhalb der großen Brücke) rausgesucht. Da das Wetter ziemlich bescheiden war, fuhren wir lieber weiter über die Brücke (Gebühr für unser “Schiff” 22,50€, allerdings war die ganze Strecke auf der A 75 kostenlos), der Sonne entgegen!!!

09.Brücke von Millau 10.tolle Konstruktion

So war unser 4. Etappenziel nach 447 km am 9.10. der Campingplatz “Nautique” (nahe Narbonne):

wunderschön angelegter Campingplatz an einem “Etang” (Salzwassersee), Übernachtungsgebühren inklusive Strom 15€ (mit ACSI-Rabatt), große Plätze mit eigenem Bad (hatten wir noch nie, war aber klasse), Narbonne 5km entfernt (wegen starkem Mistral leisteten wir uns eine Taxifahrt in das hübsche Städtchen und verzichteten auf die Fahrradtour)

Wir haben auf dieser Fahrt den Campingplatz einem der zahlreichen Stellplätze in der Ecke vorgezogen, weil wir unbedingt eine Waschmaschine wollten und der Platz relativ stadtnah zu Narbonne liegt.

11. 30°C 12.Sonne satt 13.großzügiger Platz 14.Siesta 15.unser eigenes Bad 16.Innenansicht 17.die Fahrt gut überstanden

Auf diesem Campingplatz (Öffnungszeit vom 15.3. – 15.11.) haben wir eine beschauliche, sonnige Spätsommerwoche genossen. Wir werden gerne mal wiederkommen, auch wenn der Platz nicht am Meer liegt.

Am Sonntag, 16.10., fuhren wir gegen 12:00 Uhr bei für diese Gegend zu dieser Jahreszeit untypischer Windstille (!) über die Grenze nach Spanien. Alles Weitere ist eine andere Geschichte und ergibt einen neuen Blogeintrag.

Bei Freunden in Nordhorn

 
 
Seit einer Woche sind wir nun in Nordhorn, wie jedes Jahr mindestens einmal. Seit 1975 habe ich (Ingrid) Freunde hier, Katrin kenne ich seit sie ein Baby war! Wir stehen immer auf dem WoMo-Stellplatz (fast) am Vechtesee, wunderbar in der Natur gelegen und trotzdem nur 10 Gehminuten bis zur Stadtmitte. Der Platz kostet 5 Euro/Nacht, Strom 1 Euro/5 Stunden (2 Stromsäulen mit je 6 Steckern), hat ca. 35 Stellplätze und wird bevorzugt von Holländern angefahren. Im Sommer ist es schwierig, hier einen freien Platz zu ergattern, deswegen darf man auch nur maximal 3 Nächte hier bleiben. Jetzt interessiert das aber niemanden. Das Wetter war überwiegend gut, ich war mal wieder im Kino (!!!), gegessen haben wir lecker im angrenzenden “Pier 99” mit Blick auf den See und außerdem haben wir schöne Stunden mit meinen Freunden verbracht.

Morgen fahren wir dann mal weiter, unser Mobiso-Herbsttreffen ruft!

Vechtesee mit Pier 99 Stellplatzimpressionen (die Scheußlichkeit des Jahres!) Stellplatzimpressionen (3) Stellplatzimpressionen (4)Stellplatzimpressionen (ein) Stellplatzimpressionen (süßer HY) Lingen Lingen Lingen (4) Lingen (7) Lingen

Bei den Ostfriesen

Moin, moin!!!

Wir melden uns aus dem derzeit seeeehr stürmischen und regnerischen Ostfriesland! Der temporäre Sommer hat uns gerade mal wieder verlassen, unsere Oscarlotta wird von den Windböen heftig geschüttelt. Dabei stehen wir schon etwas geschützt hinter dem Deich in Dornumersiel. Also war heute mal wieder ein “Höhlentag” angesagt, den wir mit Freunden aus Lauterburg bei Kuchen und Klötenköm gut verbracht haben. Wir haben uns gestern in Neßmersiel auf dem Wohnmobilstellplatz am Fährhafen nach Baltrum (verabredet) getroffen. Wir kamen noch in Kniehosen und T-Shirt dort an, da es nur wenige Kilometer weiter in Neuharlingersiel bei unserer Abfahrt noch richtig warm gewesen war. Der Stellplatz hat eine schöne Aussicht auf den Hafen, aber sonst bietet er gar nichts, keine Entsorgungsstation, keinen Strom, nicht einmal einen Abfalleimer, keine Läden oder Lokale in der Nähe. Und dafür muss man dann 9 Euro/Nacht/Mobil bezahlen! Den Zugang zum Strand lassen sie sich mit 2,20 Euro/Person und 1 Euro/Hund noch extra bezahlen!!!

Nessmersiel (1)

Für eine Nacht war es okay, aber heute sind wir dann 10 km weitergefahren. Hier kostet es zwar genauso viel (5 Euro Stellplatz, 4 Euro Kurtaxe, egal ob für 1, 2 oder mehr Personen, also nicht einzelfahrerfreundlich!), aber es gibt Strom (extra zu bezahlen) und einen netten kleinen Ortskern. Morgen besuchen wir Freunde von uns, die hier seit ein paar Jahren auf einem Resthof mit inzwischen 6 Hunden, 3 Pferden und einem Kater leben. Wir haben darum gebeten, abgeholt zu werden, da an Rad fahren bei der Wetterlage nicht zu denken ist 😉

Die Tage in Neuharlingersiel waren – nicht nur wettermäßig – sehr schön. Tino und Nina warteten dort schon auf uns und es war sehr nett mit ihnen. Wir haben u. a. einen Ausflug nach Langeoog gemacht, wo einige der nachfolgenden Fotos entstanden sind.

Hafen Neuharlingersiel (1) Hafenpanorama Neuharlingersiel Langeoog (2) Langeoog (3) Langeoog (9)

 

Nachtrag:

Der nachfolgende Artikel über unseren Besuch auf der ALEGRÍA-RANCH war aus unerklärlichen Gründen aus diesem Blog verschwunden! 😦 Der Einfachheit halber habe ich ihn hierher kopiert:

Letzten Mittwoch haben wir von Dorumersiel aus Maria und Ulrich auf ihrem Resthof besucht. Wir wollten uns anschauen, wie weit ihre Umbauarbeiten gediehen sind und natürlich die neuesten Familienmitglieder kennenlernen, Leon und Leya und Mary. Netterweise hat Ulrich uns mit dem Auto abgeholt, zum Rad fahren war es eindeutig viel zu windig und vor allem zu nass. Wir haben ein paar nette und unterhaltsame und leckere Stunden dort verbracht und werden bei nächster Gelegenheit wiederkommen!!!

Alegría Ranch  Karla Leon Leya John Boy alle außer Malakia (genannt Klobürste)alle außer Karla Vorsicht Katze!!! Leya Sultan, Mary und Mäxchen Sultan Leon, John Boy, Leya, Karla, Klobürste, Kiko (von links)