DHL-Packstationen

 

Unbezahlte Werbung aus Überzeugung

Während der Lockdown-Monate mit zeitweiser Schließung fast aller Geschäfte habe auch ich auf den Online-Versandhandel zurückgegriffen und habe im Zuge dessen die Möglichkeit zu schätzen gelernt, unterwegs von (fast) überall Lieferungen entgegennehmen zu können. Eine Kundenkarte der Deutschen Post hatte ich schon seit Jahren, aber bisher ergab sich noch keine Notwendigkeit, sie einzusetzen, da ich entweder in Lauterburg war oder mir Post/Pakete an die jeweilige Stell-/Campingplatzadresse schicken lassen konnte. Das ging in Coburg nicht und als das Ersatzteil für meine Toilettenreparatur fälschlicherweise nach Lauterburg geschickt worden war, war die Packstation die einzige Möglichkeit. Ein vorheriger Versuch war gescheitert, was aber eindeutig an mir lag. Es gab außer der Packstation noch einen Paketshop bei dem Supermarkt, in dem ich regelmäßig einkaufte und dort hatte ich mir die ersten beiden Lieferungen hinschicken lassen. Die kamen bloß nie an. Eine telefonische Nachfrage bei der einen Firma ergab, dass die Lieferung zurückgeschickt worden war, die andere Firma behauptete, keine Rücksendung meiner bestellten Artikel erhalten zu haben. Letzteres blieb ergebnislos und ich auf dem Geld sitzen. Die erste Lieferung konnte ich umleiten zur Packstation und sie dann dort zwei Tage später abholen. Beim Paketshop erklärte man mir, dass man bei ihnen zwar Päckchen und Pakete aufgeben könne, sie aber aus Platzgründen keine Lieferungen annehmen. Auf die Idee, dass es so etwas gibt, war ich nicht gekommen! Hätte ich mich vorher genauer mit der Post & DHL-App beschäftigt, hätte ich herausgefunden, dass bei jedem existierenden Paketshop in Deutschland angegeben wird, ob es nur eine Annahme oder auch eine Ausgabe gibt. Nun ja, ab und zu muss man wohl Lehrgeld zahlen. Zwinkerndes Smiley

Besagte App ist für die Nutzung der Packstationen zwingend erforderlich, für die Abholung bei Poststellen genügt die Postnummer. Die App erzeugt einen vierstelligen Zahlencode, der zusätzlich zu der Identifikation mittels der Kundenkarte eingegeben werden muss. Diese Identifikation auf der Karte besteht aus einem Strichcode, der von einem Lesegerät am Display der Packstation gescannt wird. Man kann diesen Strichcode auch in die App übertragen, dann braucht man die Karte gar nicht dabeizuhaben. Bei mir funktioniert das problemlos, es scheint aber auch zu passieren, dass die App diese Kennung wieder „vergisst“ und bei Uschi, die sich erst vor ein paar Wochen registriert hat, scheint es diese Möglichkeit gar nicht mehr zu geben, zumindest haben wir sie (noch?) nicht gefunden. Ob es am Betriebssystem liegt oder weil ihre Registrierung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, keine Ahnung! Es scheint aber auch alle paar Tage etwas verändert bzw. optimiert zu werden. Enttäuschtes Smiley

Packstation CoburgPackstation Coburg

Aber jetzt erkläre ich den gesamten Vorgang mal von Anfang an!
1. Registrierung und Postident „hier“.

Registrierung

2. Es wird eine Postnummer generiert, die auf der Kundenkarte vermerkt wird. Die Postnummer benötigt man zum Paketempfang an einer Packstation oder einer Filiale/Paketshop. Sie muss bei einer Bestellung zwingend mit angegeben werden, sonst scheitert die Zustellung! (Näheres weiter unten…)
3. Postadresse für die Kundenkarte angeben.
4. In einer Bestätigungsmail auf den Link klicken, um die Registrierung abzuschließen. (Bei Uschi war kein anklickbarer Link, erst nach der zweiten Anfrage kam eine Korrektur, natürlich ohne Erklärung/Entschuldigung.Enttäuschtes Smiley)
5. Zu diesem Zeitpunkt, also wenn die Registrierung erfolgreich absolviert ist, kann man die Packstationen noch nicht nutzen, aber man kann, da man seine Postnummer schon mitgeteilt bekommen hat, sich in der App (siehe Punkt 8) anmelden.
6. Ab jetzt hat man auch ein Kundenkonto, bei dem man sich mit den bei der Registrierung festgelegten Daten anmelden kann. Hier sind alle Funktionen, die die App bietet, ebenfalls verfügbar, zusätzlich zu vielen verschiedenen Anwendungsbeispielen, veranschaulicht durch zahlreiche Erklär-Videos.
7. An die Postadresse wird jetzt eine AdressTAN geschickt, die dann auf der Webseite eingegeben werden muss. Erst jetzt hat man sich erfolgreich legitimiert und die Kundenkarte wird zum Versand gebracht.

AdressTAN

8. Während der Wartezeit bis zum Eintreffen der Kundenkarte kann man sich schon einmal die App (Android oder iOS) herunterladen und sich mit den bei der Registrierung festgelegten Daten anmelden.
9. In der App kann man deutschlandweit Packstationen und Poststellen suchen (über „Standorte“). Wenn man der App erlaubt, den aktuellen Standort zu verwenden, wird auf einer Karte sofort angezeigt, ob und wo in der unmittelbaren Umgebung es welche gibt. Für andere Standorte kann man in die Suchmaske Postleitzahl und/oder Stadt eingeben. Man bekommt dann alle Packstationen, Postfilialen und Paketshops mit der ihnen zugeordneten Nummer aufgezeigt. Die Nummern sind notwendig für die Adressierung (siehe weiter unten).

Standorte suchen

10. Über „Versenden“ hat man die Wahl zwischen Brief, Postkarte, Päckchen und Paket und bekommt alle Möglichkeiten aufgelistet, die es gibt, mit Maßen und Preisen. Frankieren kann man auf vielfache Art, dazu mehr im letzten Video am Ende des Artikels. Bei Briefen und Postkarten gibt es eine ganz neue und interessante Möglichkeit. Entweder man druckt sich, falls möglich, die Marke selbst aus oder man lässt sich einen Code zum Beschriften erstellen. Diesen schreibt man gut lesbar in Druckschrift und mit einem feinen, gut kontrastierenden Stift (Filzstift oder Kugelschreiber) in die obere rechte Ecke des Briefes oder der Postkarte. Bezahlt wird in allen Fällen per PayPal oder mit Kreditkarte. So vorbereitet kann man seine Post dann zum nächsten Briefkasten bringen. Ob ich bei einem wichtigen Brief darauf vertrauen würde, dass es funktioniert? Etwa ich? Jürgen Vogel ist davon überzeugt! Ich werde es irgendwann mal ausprobieren!
 

 
11. Unter „Verfolgen“ ist es möglich, den Versandweg der bestellten Artikel zu verfolgen, wenn man eine Sendungsnummer mitgeteilt bekommen hat. Außerdem werden hier alle in der Vergangenheit abgeholten Sendungen aufgelistet, bis man sie löscht.
12. Wenn eine Bestellung in der Packstation eingelagert wurde, erhält man per eMail eine Benachrichtigung und hat 7 Tage Zeit, um die Lieferung auszulösen. Macht man das nicht innerhalb der ersten drei Tage, bekommt man eine Erinnerungsmail. Grund ist, dass die Fächer möglichst schnell wieder zur Verfügung stehen sollen.

BenachrichtigungBenachrichtigung

13. Man fährt/geht also mit dem Smartphone, auf dem die App installiert ist, zur Packstation. Die Kundenkarte braucht man nicht, wenn man sie zuvor in die App integriert hat. Das Touch-Display bietet die Möglichkeit, die Sprache auf englisch umzustellen und zeigt zwei Schaltflächen zum Abholen oder Versenden. Beim Abholen wird nun mit der Lesefunktion des Displays der Barcode gescannt, indem man entweder die Kundenkarte davor hält oder den Barcode in der App vergrößert und das Smartphone vor die Lesefunktion hält. Bei mir hat letzteres etliche Male ohne Probleme funktioniert.

AbholungAbholungAbholungAbholung

14. Jetzt wird der Abholcode (mTAN) verlangt, der bis zur letzten Aktualisierung der App auf derselben Seite direkt sichtbar zur Verfügung stand. Aktualisierungen bringen nicht immer nur Verbesserungen, sodass ich die ersten ein/zwei Male etwas suchen musste, bis ich ihn eingeben konnte.

AbholungAbholung

15. Hat man sich bis hierhin erfolgreich durchgearbeitet, ist nur noch ein Klick auf den Sendungsbalken nötig. Und schon hört man, dass sich eines der vielen Fächer öffnet, je nach dem Umfang der Lieferung ein kleines, mittleres oder eins von den großen. Wenn zufällig zwei oder mehr Sendungen von verschiedenen Versendern am selben Tag ankommen, dann sind sie alle in einem Fach vorzufinden.

AbholungAbholung

16. In dem Moment, in dem man die Tür des Faches wieder schließt, schließt auch die Funktion des Displays den Abholvorgang ab und der nächste Kunde kann abholen oder versenden.

AbholungAbholung

17. Man erhält ein paar Stunden später noch eine eMail mit einem Dank, dass man seine Sendung abgeholt hat. Smiley

Was man noch wissen sollte:
– Ohne Smartphone und Installation der App funktioniert nichts, weil der Abholcode (mTAN) nur dort erzeugt wird.
– Man benötigt dafür einen Internetzugang (mobiles Internet). Ob man sich den Abholcode schon zu Hause (Wohnmobil, Ferienwohnung), wenn man noch online ist, anzeigen lassen kann und dann an der Packstation kein Internet mehr braucht, weiß ich nicht. Ich stand zwar schon einmal davor, als mein Internetvolumen aufgebraucht war und nichts mehr ging bzw. ich keine Lust hatte, ewig zu warten, aber das war am letzten Tag des Monats und ich bin dann einfach am nächsten Tag noch einmal hingelaufen, waren ja nur 5 Minuten. Auf die Idee, es zu Hause mal auszuprobieren, bin ich nicht gekommen!
– Es gibt Packstationen unterschiedlichen Alters mit unterschiedlichen Funktionen und unterschiedlicher Größe, insgesamt ca. 7000 in Deutschland.

kleine Packstation

Die neuesten können fast alles und werden langfristig die eine oder andere Poststelle ersetzen. Zum Beispiel gibt es Packstationen ohne Display, die ausschließlich mit der App gesteuert werden. Dafür braucht man allerdings eine zusätzlich, nämlich die „Packstation Kompakt App“.

appgesteuerte Packstation
 

 
– Wenn man also ein Paket an eine Packstation oder in eine Poststelle schicken lassen will, ist es notwendig, dass man bei der Bestellung seine Postnummer im Adresszusatzfeld der Lieferadresse angibt. Also so:

Adressangabe

– Man kann nur Produkte bestellen/Pakete schicken lassen, die nicht größer sind als das größte verfügbare Fach.

Adressangabe

– Nicht alle Versandhändler verschicken an Packstationen. Und nicht alle Dienstleister beliefern sie.
– Packstationen sind überwiegend 24 Stunden nutzbar.
– Es ist sogar möglich, dass eine Bestellung aus dem Ausland an die Packstation geliefert wird, vorausgesetzt die Maße werden eingehalten. Zudem muss der Transport über die DHL erfolgen.
– Auch Sendungen per Nachnahme können an der Packstation abgegeben werden. Bezahlt wird die Sendung bei Abholung dann direkt am Automaten mit der EC-Karte.

Schlussbemerkung:
Ich bin begeistert von dieser Möglichkeit, seine Post überall in Deutschland erhalten zu können! So hat Uschi mir nicht nur ein Weihnachtspäckchen schicken können, sondern auch meine aufgelaufene Briefpost. Aber auch für Menschen im Steinhaus kann es von Vorteil sein, sich in einer Packstation oder Poststelle beliefern zu lassen, weil man Termine hat oder berufstätig ist und die Nachbarn nicht einspannen möchte. Ich traf bei der Packstation eine junge Frau, die in dem Hochhaus lebt, das vom Coburger Stellplatz aus zu sehen ist. Ihre Wohnung ist in einer der höheren Etagen und sie berichtete, dass die Paketzusteller dort schon gar nicht mehr klingeln, weil ihnen dann zu viel Zeit verloren geht. Feststellen konnte sie das, als sie coronabedingt 14 Tage in Quarantäne war. Die Sendungen werden irgendwo unten abgegeben und ob sie dann weitergegeben werden, ist Glücksache. Sie hatte jedenfalls keine Lust mehr, im ganzen Haus nach ihren Paketen zu suchen und lässt sich alles nur noch an die Packstation schicken.

Behandelt habe ich jetzt überwiegend das Thema „Abholung“. Für das Versenden gibt es unzählige Möglichkeiten, die alle digital erledigt werden können und sogar, ohne dass man seine Wohnung verlassen muss! Infos dazu auf der DHL-Webseite, im eigenen Kundenkonto, in der App oder bei YouTube. Da muss man sich einfach mal umschauen und reinarbeiten. Eine erste ganz gute Erklärung in folgendem Video:
 

 
Wenn ihr allerdings solch einen Briefkasten seht, dann bitte keine Frankierungen per Stift! Hier braucht es nach wie vor Briefmarken, im besten Fall die der besonderen Art. Cooles Smiley

nur Liebesbriefe

nur Liebesbriefe
 

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

 
written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Warmer Hintern – voller Bauch ;-)

 

Da wir in Nordamerika (Kanada/USA) nicht frieren und nur Käsebrot essen wollen, haben wir uns schon mal um die nötigen “Energiespender” gekümmert. Ganz geschickt war, dass wir hier den schon von Ingrid erwähnten Umformer (Trafo) von 110 auf 230 Volt günstig erwerben konnten. Somit stehen uns in Nordamerika immer 1500 Watt (Dauerstrom) zur Verfügung, natürlich nur, wenn wir einen “Landstromanschluss” haben. Damit können wir  problemlos den Kühlschrank, unsere Induktionskochplatte (850 Watt) oder einen unter dem Namen “Schweizer Würfel” bekannten Heizlüfter mit Konvektionswärme in 3 Leistungsstufen (450W/750W/1500W) betreiben. Da er mit 259 Euro (Berger-Katalog) nicht ganz preiswert ist, reicht eventuell auch der natürlich sehr viel einfachere und damit wesentlich preisgünstigere Keramikheizlüfter “Cuby” (750W/1500W), Kostenpunkt 49,99 Euro, auch Berger-Katalog, Entscheidung steht noch aus. Wir werden uns außerdem noch einen Toaster (etwa 1000W) zulegen, damit im “Toastbrotland” knusprige Brotscheiben oder auch mal Brötchen zum Frühstück gesichert sind.

Da wir in Nordamerika sicherlich öfter ohne Stromanschluss in State- oder Nationalparks übernachten werden, brauchen wir zum Betreiben von Heizung, Herd und Kühlschrank natürlich unseren zweiten “Energiespender” Gas. Haben wir Zwinkerndes Smiley , im Gaskasten unserer neuen “Boxi” (Tischer-Kabine) ist aber nur Platz für 2x5kg Gasflaschen (in Oscarlotta passen 2x11kg-Gasflaschen in den Gaskasten).

Und jetzt kommen noch die besonderen Gegebenheiten in USA und Kanada dazu, die da wären:

Seit 2003 werden KEINE deutschen Tauschgasflaschen mehr gefüllt (Auskunft des Gas-Sachverständigen von Seabridge), weil sie keinen automatischen Füllstopp haben. Das bedeutet, dass man die sehr viel teureren Tankflaschen mit Füllstopp für USA/Kanada braucht. Wir haben schon seit Jahren eine Tankflasche zusätzlich zur Tauschflasche im Gaskasten von Oscarlotta fest eingebaut, um problemlos an Autogastankstellen Gas nachfüllen zu können, was für uns vor allem in Frankreich hilfreich ist.

links Tauschflasche, rechts Tankflasche

Wynen Tankflasche - FüllstoppWynen Tankflasche - Füllstopp

Für unsere “Boxi” brauchen wir nun zwei neue Gasflaschen. Die (normalen) deutschen Tauschflaschen sind zwar sehr viel günstiger als die Tankflaschen, aber in USA/Kanada nutzlos! Also, wir müssten 2 Tankflaschen einbauen, aber…

a) kostet eine Tankflasche (z.B. bei “WYNEN-Gas”) mal locker 295 Euros plus 79 Euros für die Halterung und

b) kommt eine zweite Besonderheit ins Spiel: Vom Hafen von Halifax (Nova Scotia, Kanada) aus können wir unser “Gespann” NUR zurück nach Hamburg verschiffen, wenn wir unsere (teuren) Gastankflaschen teuer (100 CAD pro Flasche Weinendes Smiley Weinendes Smiley) spülen lassen (angeblich mit Stickstoff – böse Zungen behaupten, es wird nur Pressluft verwendet), damit auch ja kein Rest von Propangas mehr in den Flaschen ist!

Die Möglichkeit, eine amerikanische Gasflasche vor Ort zu kaufen, entfällt, weil diese von den Maßen her nicht in unseren Gaskasten passt (jetziger Wissensstand).

Wir denken, dass es in Boxi für Europa eine Kombination wie in unserer Oscarlotta wird (eine Tausch- und eine Tankflasche). Für USA/Kanada muss dann einfach eine Tankflasche mit 5kg Inhalt reichen und dafür öfter nachgefüllt werden Weinendes Smiley, die zweite Gasleitung im Gaskasten wird mit einem Blindverschluss stillgelegt und die deutsche Tauschflasche bleibt in Deutschland. Zähnezeigendes Smiley Somit sparen wir bei Rückverschiffung 100 CAD. Um in Nordamerika Gas nachgefüllt zu bekommen braucht man jedoch auch noch den passenden Adapter. (Fülladapter ACME 21.8)

Fülladapter für Nordamerika

Diesen Adapter werden wir mit einer Tankflasche gleich mitbestellen.

Wir hatten am Wochenende richtig Glück, dass wir Jens und Elisabeth kennengelernt haben, die erst im letzten Jahr neun Monate lang in USA/Kanada unterwegs waren. Jens hatte die GANZ WICHTIGE Telefonnummer der anscheinend einzigen autorisierten Werkstatt in Halifax für uns parat, die seine zwei 11-kg-Gastankflaschen für die Rückverschiffung des Reisemobils gespült haben, DANKE!!! Außerdem war es richtig schön, mit euch zu klönen!

Den Fülladapter für USA/Kanada durften wir beim Abschied fotografieren und ein Erinnerungsfoto entstand bei der Gelegenheit dann auch noch.

Erinnerungsfoto

Eine zweite richtig nette Begegnung hatten wir beim Bestaunen eines Fernreisemobils. Wir kamen mit zwei Frauen, Silvia und Marita, ins Gespräch, die ähnliche Reiseträume wie wir haben, aber schon längere Reisen in Neuseeland und Afrika realisiert hatten. Wir möchten mit den Beiden auch in Verbindung bleiben. Liebe Grüße und schaut mal, was wir zur Verweildauer des Mobils in USA herausgefunden haben (letzter Beitrag)!

Doch nun noch einmal zurück zu den “Energiespendern”. Zum Laden und Betreiben unserer diversen Kommunikationsmittel haben wir auch in “Boxi” selbstverständlich 12V-Steckdosen. Damit die auch dafür notwendige Versorgungsbatterie bei Sonne schön nachgeladen wird, ist auf dem Dach ein Solarmodul (dritter “Energiespender”) installiert.

Und zum Schluss ein Hinweis für alle, die sich eine Tankflasche zulegen möchten: Man kann sie nicht nur über die Firma “WYNEN-Gas” beziehen oder einbauen lassen, sondern auch z.B. bei der “gasfachfrau”. Hier ist der Preis etwas günstiger, aber der direkte Tankstutzen und die genaue Füllstandsanzeige sind nicht inbegriffen.

Wynen Tankflasche

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Überwintern im Oman, Mogge on tour und anderes…

 
Seabridge-Treffen 2015 (Sonntag) Und so sah es dann am Sonntagabend aus. Der Platz – fast – leer und unsere Köpfe randvoll mit Informationen. Wir haben mit unseren Fragen gelöchert, wer auch immer sich dafür bereit erklärt hat bzw. nicht schnell genug flüchten konnte. 😉 Es gab so viele widersprüchliche Aussagen oder man wusste es dann doch nicht so ganz genau, dass es anstrengend und zeitaufwändig war. Aber es hat sich gelohnt! Wer nie nach USA/Kanada will, ob mit oder ohne eigenem/s Mobil, kann jetzt mal einen Kaffee kochen gehen. Den anderen erzähle ich unseren Wissensstand wie folgt.

Thema Aufenthaltserlaubnis: Wie schon berichtet, berechtigt ein offizielles Besucher/Touristen Visum (B2-Visum) theoretisch, sich über einen Zeitraum von 10 Jahren pro Jahr 6 Monate in den USA aufzuhalten (Verlängerung bis zu einem weiteren halben Jahr gegen Bezahlung beantragbar). Ohne Visum darf man als Tourist nur 90 Tage (sog. “Visa Waiver Program”) bleiben. Es gibt wohl eine offizielle Vereinbarung, die besagt, dass zwischen Ausreise und erneuter Einreise in die USA mindestens 6 Monate liegen müssen. Wie das in der Praxis gehandhabt wird, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und liegt absolut im Ermessen des Immigration-Officers. Man kann auf keinerlei Rechte pochen! So gab es wohl auch schon Menschen, die nach Ablauf des halben Jahres in ein Drittland ausgereist sind und wenige Tage/Wochen später bei der erneuten Einreise innerhalb eines Jahres wieder 6 Monate bewilligt bekamen. Wir sind 2013 bei der Einreise von Kanada in die USA von einem sehr freundlichen und gut gelaunten IO abgefertigt worden, der spaßeshalber fragte, ob wir deutsches Bier dabei hätten. Das hätte er wohl sehr gerne beschlagnahmt! Als wenn das alles nicht schon genügend Willkür wäre, kommt erschwerend hinzu, dass offenbar nicht alle Einwanderungs- und Zollbeamten alle ihre Vorschriften kennen, die sich wohl auch öfter mal ändern.

Thema Aufenthaltsdauer Fahrzeug: Das interessierte uns noch viel mehr, da die Verschiffung ja nicht gerade billig ist, die Unterstellmöglichkeiten in den USA grandios einfach und bezahlbar sind und es sich also anbieten würde, das Mobil einfach im Land zu belassen. Immer wieder hieß es aber, nach 12 Monaten MUSS das Fahrzeug wieder ausgeführt werden. Unser aktueller Wissensstand ist folgender: Registriert wird das Fahrzeug NUR bei Einreise über einen US-amerikanischen Seehafen. Und nur bei Ausreise über denselben oder einen anderen US-Hafen würde es nach Ablauf der 12 Monate zu Problemen führen. Wenn man aber über einen kanadischen Hafen einreist und auch wieder ausreist (oder einen US-Hafen), kann man Glück haben und es interessiert niemanden. Noch sicherer wäre, über eine Landesgrenze von Mexico aus einzureisen, da interessierte das Fahrzeug bisher ebenfalls niemanden. Aber auch da scheint sich gerade etwas zu ändern, die Fahrzeugdaten werden neuerdings erfasst, auf Nachfrage, weil man wissen möchte, welche Fahrzeuge sich im Land bewegen. Mexico gewährt übrigens generell eine Aufenthaltsdauer von 10 Jahren für Fahrzeuge. Und wenn man über Panamá (Panama), Buenos Aires (Argentinien), Montevideo (Uruguay) oder Rio de Janeiro (Brasilien) zurückverschifft, interessiert es sowieso überhaupt gar niemanden.

Kaffee fertig? Kaffee schon auf?? Den hatten wir, als ganz am Ende der Vorstellung der so verheißend klingenden Reise “OMAN – Überwintern im Orient” ganz lapidar erwähnt wurde, dass es zurück durch Saudi Arabien gehe und dort ALLE Frauen a) zum Tragen eines schwarzen, den Körper und die Beine komplett verhüllenden Umhanges (sog. Abaya) sowie u. U. eines leichten Tuches/Schals für den Kopf verpflichtet sind sowie b) für Frauen ein absolutes Autofahrverbot herrscht. Nein danke! In solche Länder wollen wir gar nicht!

Ansonsten haben wir beeindruckende Reiseberichte erlebt! Afrika in 5 verschiedenen Variationen + Marokko; 4 Variationen (Weiß-) Russland, Ural, Kaukasus; Südasien; Südamerika; Südosteuropa; Neuseeland. So “normale” Reisen wie nach Schottland, Frankreich, Island & Färöer haben wir uns gar nicht erst angesehen, nur noch aus Interesse das Baltikum, zum Nachfahren. Pausen dazwischen gab es kaum, der Hintern tat weh, die Augen wurden müde, irgendwann warf man alles durcheinander! Die “Seidenstraße” wäre mein Favorit: 170 Tage Russland, Sibirien, Mongolei, China, Tibet, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan, Iran, Türkei. Beginn in Riga, Ende in Istanbul. Schotterstraßen, keine Campingplätze, sicher auch weder Mobilfunknetze noch Internet. Mobile müssen absolut autark sein und leidensfähig, die Reisenden auch. Danach hat man entweder Freunde oder Feinde fürs Leben, aber auch unheimlich viel gesehen, erlebt und er-fahren. Preis? € 11.890,- pro Person bei 2 Personen im Reisemobil, Einzelfahrer auf Anfrage. Auffallend war übrigens die große Anzahl Schweizer Eidgenossen, bestimmt ca. 40% der Anwesenden. Die Schweizer müssen ziemlich viel richtig gemacht haben in ihrer Vergangenheit und Gegenwart, sie fahren die teuersten (Fernreise-) Mobile und hatten nach Handzeichen schon so ziemlich alles abgefahren, was es an geführten Reisen bei Seabridge gibt.

Am Samstagabend beim schnellen Spaghetti-Essen zwischendurch fuhr MOGGE draußen vorbei! Mogge on Tour ist ein Fernreise-Blog, den Uschi schon seit 2013 liest und den sie, wie bei allen wirklich interessanten Blogs, von Anfang, also von 2010 an, nachgelesen hat. Sie outete sich als “Fan” und am Sonntagnachmittag kam es dann noch zu einem sehr netten und informativen Kaffeetrinken mit Esther und Erich. Sie waren 4 Jahre am Stück in Nord- und Mittelamerika unterwegs und mussten letztes Jahr wegen diverser Probleme unterbrechen. Die erneute Verschiffung ist aber bereits gebucht, Südamerika steht noch auf dem Programm. Wir werden ihre Reise mitverfolgen!

MoggeMoggeMogge               

Soviel für heute! Und weil ihr so brav bis hierhin durchgehalten habt, gibt es noch ein paar Fotos, von? Na klar, Fernreisemobilen!!! 😉

FernreisemobileFernreisemobilFernreisemobilFernreisemobilFernreisemobil

Reisebegleitung gesucht!FernreisemobilFernreisemobil

Und das hier will noch eins werden:

Fernreisemobil im BauFernreisemobil im Bau

written by Ingrid
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Seabridge-Treffen 2015 in Bad Dürrheim

 

Wir hatten es ja schon erwähnt, dass wir in Bad Dürrheim sind, weil eines der diesjährigen Seabridge-Treffen an diesem Wochenende hier stattfindet. Die Firma Seabridge erfährt seit Jahren solch einen Zulauf, dass inzwischen mehrere Treffen pro Jahr an verschiedenen Orten Deutschlands stattfinden. Wir waren vor Jahren schon einmal auf einem dieser Treffen, da es immer schon ein Wunschtraum von uns war, mit dem eigenen Mobil durch USA/Kanada zu reisen. Als wir dann allerdings unsere Oscarlotta hatten, konnten wir uns nicht mehr dazu entschließen, sie zu verschiffen. Zuerst, weil sie noch nagelneu war und wir Sorgen hatten, dass ihr was passieren könnte, später, weil sie eben unser einziges Zuhause ist und wir Sorgen hatten, dass ihr was passieren könnte. Dagegen sprach außerdem, dass IVECO in USA völlig unbekannt ist, wir also schon bei einfachsten Pannen Werkstattprobleme bekommen würden. Unsere Reifengröße gibt es in Nordamerika ebenfalls nicht, was bedeuten würde, zwei Reservereifen mitzunehmen (Oscarlotta hat 6 Räder). Die Vorstellung, dass uns von einem der in rasender Fahrt überholenden Holzlaster durch einen aufwirbelnden Stein unsere Frontscheibe zertrümmert werden könnte, ließ uns unseren Wunsch dann endgültig begraben. Wir haben uns 2013 dann ja dafür entschieden, drüben ein Wohnmobil zu mieten und haben darüber ausführlich berichtet, “hier” nachzulesen. Es war auch alles gut, die Entscheidung war richtig und unser “Venti” mit seinen knapp über 6m hat uns wirklich gut gefallen. Das Fazit dieser für mich ersten Amerikareise war, JA, das will ich noch öfter und länger als “nur” 3 Monate. Dann wird das Mieten allerdings heftig teuer! Es ist einfach nachzurechnen, dass es sich preislich lohnt, ab 2-3 Monaten, je nach Größe des Fahrzeugs, sein eigenes Mobil zu verschiffen. Diese ganzen Überlegungen gaben letztendlich den Ausschlag dafür, uns für den Kauf eines “Reisemobils” zu entscheiden, wie wir “hier” bereits ausgeführt haben.

Seit Donnerstagabend finden Lichtbildvorträge statt zu den unterschiedlichsten geführten Wohnmobilreisen, die Seabridge anbietet, teils mit dem eigenen Mobil, teils in Mietmobilen. Zuerst gab es natürlich eine ausführliche Infoveranstaltung zum Verschiffen des eigenen Mobils. Ab Dienstag trafen Seabridge-Teilnehmer ein, entweder wie wir, die sich informieren wollen und viele Fragen beantwortet haben möchten oder “Veteranen”, die ihre Erfahrungen weitergeben, Reisefreunde wiedersehen oder sich für die nächste Reise entscheiden wollen. Es dürften inzwischen so ca. 200 Mobile hier sein, die z. T. auf dem Extraplatz für Gruppen stehen, der mit grob gezählten 80 Fahrzeugen voll ist, siehe Fotos vorher – nachher:

Seabridge-Treffen 2015 (Mittwoch)Seabridge-Treffen 2015 (Freitag)     

Wir haben gerade für gar nichts anderes mehr Zeit, schauen und hören uns die Reiseberichte von Seabridge an, die total interessant sind, gerade über die Länder, die wir voraussichtlich in diesem Leben nicht mehr bereisen werden. Außerdem versuchen wir, unsere Fragen beantwortet zu bekommen, die es bezüglich Aufenthaltsdauer, getrennt nach Personen und Fahrzeug, Gas- und Stromversorgung etc… gibt, trotz ausführlicher Vorrecherche im Internet, in Blogs und Büchern. Auch ohne die Beantragung eines Visums für die USA hätten wir eine Gesamtaufenthaltszeit zusammen mit Kanada von 9 Monaten. Was uns bisher aber niemand beantworten konnte, war u. a. die Frage, läuft die Zeit nach der Einreise in eines der beiden Länder weiter, wenn man in das andere Land wechselt (also wenn wir z. B. nach 2 Monaten Aufenthalt in USA nach Kanada einreisen). Kann man die restlichen 30 von den 90 Tagen, die man als Tourist in USA bewilligt bekommt, “aufsparen” und nach einigen Monaten in Kanada aufbrauchen oder nicht. Die Antwort ist übrigens “nein”, die Zeit läuft weiter. Wenn man länger in USA bleiben möchte bzw. nach einem längeren Kanada-Aufenthalt noch einmal in die USA zurück möchte, muss man erst einmal in ein sog. Drittland ausreisen. Mexico zählt nicht mehr dazu, es müsste mindestens Belize sein oder man müsste sein Mobil in einem der überall verfügbaren “Storages” unterstellen und mal kurz nach Deutschland, nach Australien, Neuseeland oder sonstwohin fliegen und danach neu einreisen. Wenn man ein Visum für die USA beantragt und auch erhält, hat man theoretisch das Recht, sich über die Dauer von 10 Jahren pro Jahr 6 Monate in den USA aufhalten zu dürfen. Theoretisch deswegen, weil es im Ermessen des Officers liegt, der einen bei der Einreise abfertigt, ob er einem die vollen 6 Monate zubilligt oder weniger oder sogar die Einreise ganz verweigert! Wenn man das Glück hat und eine Aufenthaltsdauer von 6 Monaten in seinen Pass gestempelt bekommt, gibt es die Möglichkeit, relativ unproblematisch per Internet eine Aufenthaltsverlängerung von weiteren 3 Monaten zu beantragen, was $200 kostet und bis zur Entscheidung ca. 2 Monate braucht. Dann hätte man, mit den 6 Monaten von Kanada, insgesamt zwar 15 Monate Aufenthaltszeit. Das große ABER ist, dass das Fahrzeug nach 12 Monaten wieder ausgeführt werden muss!!! Wenn das nicht passiert, läuft man bei der Rückverschiffung Gefahr, dass es vom Zoll beschlagnahmt wird!

Außerdem unterhalten wir uns mit anderen Teilnehmern dieses Treffens, die überwiegend schon die tollsten Reisen, mit oder ohne Seabridge gemacht haben. Da sind wir Waisenkinder dagegen! Ein notwendiges Utensil konnte Uschi schon gebraucht erwerben, nämlich einen Trafo, also einen Spannungswandler, der aus den in Nordamerika üblichen 110 Volt die für unser Mobil benötigten 230 Volt macht. Ist ein sauschweres Teil, obwohl es gar nicht so groß ist und sieht so aus:

Trafo

Und dann musste ich natürlich die diversen Fernreisemobile fotografieren!!! Eine kleine Auswahl hier:

FernreisemobileFernreisemobil (Saurer)FernreisemobilFernreisemobil
Dieser Bericht entstand heute bis weit nach Mitternacht während und nach „meiner“ Freitags-Talkshow. Jetzt schnell veröffentlichen, frühstücken und weiter geht es mit der „Seele Afrikas“ und der „Baja California“. Kurze Kaffeepause, dann weiter mit „Oman – Überwintern im Orient“. 😉
Sobald wir wieder durchatmen können, melden wir uns wieder!!!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Boxen für Boxi

 

Nein, einen Boxkampf gibt es hier jetzt nicht. Und Boxi, der noch nicht fertiggestellte Teil-Neuzugang in unserem Fuhrpark, wird auch nicht in einem Reitstall untergestellt werden, er/es ist ja schließlich kein Pferd. Boxen für Boxi heißt nichts anderes, als dass wir ein wenig gehäkelt haben, Aufbewahrungsbehälter für Krimskrams, Kleinkram, Computer- und Handyzubehör oder für Dinge, die noch gar nicht wissen, dass sie darin landen werden. Jungs, für euch ist das heute leider eher nichts, sorry! Schaut euch doch derweil einfach mal unsere Rubrik “Tipps und Tricks” an oder unsere “Stell- und Campingplatzinfos”. Mädels, wenn ihr interessiert seid und schon einmal eine Häkelnadel in den Fingern hattet und etwas mehr hinkriegt als nur Luftmaschen, dann ist das hier für euch!

Ich kann, als frühere Lehrerin für Textilgestaltung, schlecht an Handarbeitsgarnen vorbeigehen, ohne etwas zu kaufen. Als ich noch steinwandig wohnte, hatte ich genug Lagermöglichkeit, jetzt im Wohnmobil ist das natürlich ganz anders. Richtig große Projekte gibt es nicht mehr, aber Mützen, “Schlubberschuhe” oder ähnliches muss immer mal wieder sein. Und wenn ich ein besonders außergewöhnliches Strick- oder Häkelgarn sehe, muss es meistens doch mit nach Hause. Gerne kaufe ich etwas, nur weil es mir gefällt, ohne überhaupt schon zu wissen, was ich daraus herstellen könnte. Auf diese Weise entstand Box Nr.1:

Box 1 von oben betrachtet Box 1 Unterseite Box 1 von der Seite

Das Material für die Bodenfläche ist ein dünnes silberfarbenes Bindfadengarn, die Seiten sind mit Deko-Bast in silber gearbeitet und, da das Material nicht ausreichte und auch nicht nachkaufbar war, habe ich den Umschlag mit “normalem” hellgrauen Viskosegarn (doppelter Faden) gehäkelt. Die (Umfang-) Größe ergab sich aus der Lauflänge des Bindfadens, ich habe (für den Boden) einfach alles aufgebraucht. Es wurden 20cm Ø, die Gesamthöhe beträgt 11cm und den Umschlag habe ich 4cm breit gearbeitet. Das Muster entsteht, indem man bei den festen Maschen immer nur in den hinteren Maschenteil einsticht. Die letzte Runde ist in Krebsmaschen gearbeitet. Die genaue Häkelanleitung findet ihr am Ende dieses Beitrags.

Uschi strickt sehr schöne Socken und nachdem meine Box fertig war, wollte sie unbedingt auch eine häkeln. Von unserem Herbstaufenthalt hier wussten wir, dass es im benachbarten Östringen ein sehr gut sortiertes Handarbeitsgeschäft gibt. Dort wurden wir schnell fündig! Zu unseren neuen Polsterfarben passend kauften wir je ein Knäuel (100g) “Dochtgarn” in hellbraun, mittelbraun und hellblau sowie zwei Knäuel Bändchengarn á 50g in verschiedenen Blautönen. Für alles zusammen bezahlten wir €29.

DochtgarnEtikett mit Nadelstärkenangabe

Gereicht hat es für insgesamt drei niedliche “Boxen”! Größen: 21cm, 18cm, 14cm (Ø); 14cm, 12cm, 11cm (Höhe); 5cm, 4cm, 3,5cm (Umschlag). Aber seht selbst!

Boxen (links v. Ingrid, rechts v. Uschi) und MaterialBoxen (links v. Ingrid, rechts v. Uschi)Boxen (groß und klein)Boxen (Detailansicht)Boxen (gestapelt) 

Und hier nun eine allgemeingültige Häkelanleitung zum Rundhäkeln:

(Lm=Luftmasche, Km=Kettmasche, fM=feste Masche, Rd=Runde)

3-4 LM, mit 1 Km zum Ring schließen

1. Rd: in die Mitte (großes Loch, NICHT in eine Lm!) des Lm-Rings so viele fM häkeln, wie hineinpassen (eng häkeln)

2. Rd: in jede Masche 2 fM häkeln

3. Rd: in jede 2. M. 2 fM häkeln

4. Rd: in jede 3. M. 2 fM häkeln

5. Rd: in jede 4. M. 2 fM häkeln usw…

Den Beginn einer Runde merkt man sich am besten an dem kleinen Anfangsfädchen des Luftmaschenrings. Die Anleitung ist nur eine Empfehlung. Je nach Dicke des Garns und des persönlichen Häkelstils muss man entweder mehr oder weniger Maschen dazuhäkeln. Anhaltspunkt: Wenn der “Teller” anfängt, sich am Rand zu wellen, hat man zuviel zugenommen. Wenn er sich biegt wie eine Schüssel, zu wenig. Man muss also selbst ausprobieren und evtl. wieder aufribbeln. 😦

Mustermöglichkeiten:

1. durch die ganze Masche stechen (kleine querliegende Box)

2. nur durch den hinteren Teil der Masche stechen (es entstehen “Streifen” oder “Rillen” wie bei der silbernen Box und der großen von Uschi)

3. Kombination beider Arten für Boxkörper und Umschlag

4. letzte Reihe des Umschlags mit Krebsmaschen (je 1 fM, 1 Lm, 1 M überschlagen und rückwärts gehäkelt, also in entgegengesetzter Richtung) oder Mausezähnchen (3 Lm, in die 1. Lm 1 fM häkeln, 1 oder 2 M überschlagen, 1 fM usw.)

Ansonsten sind eurer Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt! Wir wünschen euch viel Erfolg und Vergnügen! Unser gekauftes Material hat genau für diese drei hübschen Boxen gereicht, also im Schnitt pro Box €10. Ist natürlich abhängig von der Garnqualität und dem entsprechenden Verkaufspreis. Das Garn sollte relativ dick (siehe Etikett) und fest gedreht (Dochtgarn) sein.

alle drei Boxen

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nachtrag zu: „Achtung vor bösen Buben!”

 
In unserer Serie über wichtige Infos für Spanienfahrer hatten wir u. a. beschrieben, welche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind, wenn man ohne böse Überraschungen dieses schöne Land bereisen will. Aus aktuellem Anlass berufen wir uns noch einmal auf diesen Artikel Achtung vor “bösen Buben”!
Im Blog „Wohnmobilleben“ von Melanie und Wolfgang gibt es einen ganz aktuellen Bericht eines PKW-Fahrers, der an einer Tankstelle kurz vor Barcelona ausgeraubt wurde. Mit Erlaubnis der Beiden veröffentlichen wir den Bericht hier, ihr könnt ihn auch lesen, wenn ihr auf den Link oben klickt. Wir wollen keine „Bildzeitungs-Sensations-Hetze“ betreiben, denken aber, dass es nicht schaden kann, die Notwendigkeit für Aufmerksamkeit, Wachsamkeit, Vorsicht immer wieder mal in das Bewusstsein zu rufen. Es ist traurig, aber die Welt ist halt so. Wir haben ja selbst schon erfahren, dass es NICHT ausreicht, zu sagen (und es überzeugt zu meinen!): „Mir passiert das nicht, ich passe ja auf!“
Hier ist der Bericht:

Hallo Wolfgang, hallo Meli
Ich bin auch einer der leisen Leser eurer Webseite. Ich war bis vor 2 Monate auch Wohnmobil-Fahrer und habe auch schon Ferien in Spanien verbracht. Jetzt bin ich In Peniscola da ich gerne eine Finca zwischen Benicarlo und Calig anschauen möchte.
Ich kann mich noch erinnern dass Ihr in einmal von Einbrüchen in Wohnmobile geschrieben habt.
Ihr glaubt nicht was mir Heute passiert ist. Da mir vor 1.5 Jahren im Winter schon mal auf der Raststätte in Benicarlo jemand ins Womo eingebrochen ist bin ich ja sehr sehr vorsichtig. Aber gegen diese Banden hast Du einfach keine Chance:
Heute Mittag ca. 14.00. Tanknadel meines Wagens zeit fast leer. ca. 50ig Km vor Barcelona. Dachte mir das ist ja noch einige Kilometer vor Barcelona. Tanken wird man da ja schon noch können. (Pipi habe ich mir verkniffen)
Also ich gehe zur Tankstelle. Habe mein Wagen an der Tankstelle (Säule) abgeschlossen und wollte tanken. Dies war nicht möglich da mein Tank (moderner ohne Tankdeckel) bei verschlossenem Wagen sich nicht öffnet. Gut dachte ich stehe ja beim Wagen da kann nicht viel passieren – und ich öffnete den Wagen um tanken zu können. Alle 6 anderen Tanksäulen waren besetzt. ich war also einer von vielen welcher getankt hat.
10 Liter, 20 Liter….. auf einmal spricht mich ein Mann von hinten an in einer Sprache die mir wirklich fremd war. Ich teilte ihm auf englisch mit dass es mir leid tut aber ich ihn wirklich nicht verstehe. – In diesem Augenblick kamen mir viele Berichte in den Sinn wo Opfer irgendwelcher Ueberfälle angesprochen wurden. Sofort schaute ich um mein Auto und sah dass ein anderer Mann knieend von meinem Auto wegschlich. Auch jene Person welche mich angesprochen hat duckte sich und alle (Total 3 Männer) hauten in einem weissen Auto ohne Nummernschild ab. Sofort war mir klar was passiert war. Die haben in dieser Zeit als ich getankt hatte die vordere Beifahrertüre geöffnet und mir eine Reisetasche geklaut. Mit dem konnte ich noch gut leben. Was mich aber total verwunderte war dass dieser oder ein anderer Mann mir aus meiner kurzen Hosentasche hinten mein Portemonnaie gestohlen hatten. Dass obwohl meine Hosentasche hinten noch mit einem Reisverschluss verschlossen war. Unglaublich. Und ich habe nichts, aber überhaupt nichts gemerkt. Das waren absolute Profis. – Alle Ausweise, Karten usw. weg.
Ich habe mich dann bei der Tankstelle gemeldet und diese Leute gebeten die Polizei zu verständigen. Mir wurde dann mitgeteilt dass ich auf den nächsten Polizeiposten muss um dies zu melden. in so einem Fall kommt die Polizei nicht.
Dies habe ich auch getan. Ein sehr höflicher Polizist hat dann meine Anzeige und den Diebstahl aufgenommen. Ich teilte ihm mit dass ich es irgendwie schon begreife dass Spanien in einer tiefen Rezession steckt und sich die Leute irgendwie unterhalten müssen.
Er erwiderte aber dass dies auf keinen Fall Spanier waren. Die Ueberfälle auf Raststätten und Autobahnen werden meist von professionellen Banden aus den Oststaaten und dem ehem. Jugoslawien verübt. Er teilte mir auch mit dass solche Ueberfälle wie diese mir passiert sind alleine auf dieser Raststätte bei welcher ich auseinandergenommen wurde ca. 5-10x pro Tag passieren. Ein Grossteil der Geschädigten fährt aber ohne sich bei der Polizei zu melden weiter.
Zum Glück blieb ich weiterhin Inhaber meiner Kreditkarte wo ich meine 9 Tage welche ich jetzt noch in Peniscola verbringen möchte auch ein wenig geniessen kann. Ohne diese wüsste ich nicht was ich machen sollte. Das ganze Bargeld ist ja weg.
Zum Glück hat sich die grosse Aufregung jetzt bereits wieder ein wenig gelegt. Eine Flasche Spanier hat mir dabei ein wenig geholfen.
Was ich Euch eigentlich mit diesem Mail mitteilen möchte ist dass es auf keinen Fall nur die Womo Fahrer trifft sondern auch viele andere Reisenden die Ihren Urlaub im sonnigen Spanien verbringen wollen. Besonders gefährdet ist man auch mit ausländischen Nummernschildern. Als Schweizer Bürger ist dies aber nicht nur in Spanien ein Problem.
So jetzt ist aber genug geschrieben. Hoffe ich habe Euch nicht gelangweilt. Hatte einfach das Bedürfnis Euch dies mitzuteilen.
Grüsse aus Peniscola
Sandro A.

(Name ist der Redaktion bekannt)

Lost in the jungle Teil 6a ;-)

 

Ich hab’s doch geahnt: ISS NOCH NICH FETTIG!!! Keine Sorge, bei uns ist alles gut, Tommie spurt 😉 Aber in Kommentaren haben sich neue Fragen und auch Antworten ergeben, die eine Fortsetzung sinnvoll bzw. notwendig erscheinen lassen. Also hier jetzt Teil 6a:

1. TomTom hat als einziger (?) Hersteller die sog. „Map Share-Community“, was bedeutet, dass jeder Besitzer eines TomTom-Navigationsgerätes über sein TomTom-Konto Veränderungen, Fehler etc. mitteilen kann, die von TomTom geprüft und dann sofort als Update veröffentlicht werden. Deswegen kann/muss/sollte man sein Navigerät JEDEN Tag an den Computer hängen und updaten, wenn man immer auf dem absolut neuesten Stand sein möchte, spätestens aber vor einer geplanten Fahrt.

2. TomTom bietet für alle Versionen/Editionen „lebenslange“ kostenlose Updates an! „Lebenslang“ bezieht sich auf die Lebensdauer einer Produktserie! Wenn die Produktserie von TomTom eingestellt wird, entfallen auch die (kostenfreien) Updates.

3. Bei dem für uns als Wohnmobilfahrer evtl. interessanten TomTom Camper & Caravan-Gerät gilt z. B. laut Kleingedrucktem bei TomTom folgendes:

Wenn innerhalb von 90 Tagen nach der Erstnutzung eine neue Kartenversion für Ihr Gerät verfügbar ist, können Sie die neue Karte über MyTomTom einmalig kostenlos herunterladen.

Man beachte: EINMALIGE kostenlose Aktualisierung der speziellen Europakarte für Wohnmobile und Wohnwagen und auch nur vielleicht (90 Tage)!!! Außerdem bedeutet die Camper & Caravan-Version lediglich, dass über 20.000 Sonderziele wie Campingplätze, chemische Toiletten und Werkstätten für Wohnmobile angeboten werden sowie Informationen wie Telefonnummern und Öffnungszeiten abgerufen werden können. Das finden wir in jedem Campingführer und in unserem Iveco-Servicebuch. Im Notfall weiß es der ADAC. Der ACSI-Campingführer Europa z. B. listet bei der Beschreibung der Campingplätze sogar auf, ob Parzellen für Fahrzeuge länger als 8m und schwerer als 4t vorhanden sind. Die TomTom Camper & Caravan-Version berücksichtigt nur Wohnmobile bis 3,5t. Für uns mit unserer 6t schweren Oscarlotta also witzlos! Die TomTom PRO 5150 Truck LIVE-Version ist wirklich für Trucks und liefert eine auf LKW zugeschnittene Routenführung anhand der eingegebenen Informationen: LKW-Typ, Ladung, Höhe, Gewicht, Länge, Beschränkungen und maximale Geschwindigkeit. Auf Basis dieser Informationen wird die reale Ankunftszeit berechnet und schmale oder Einbahnstraßen, scharfe Kurven, U-turns, niedrige Brücken oder Unterführungen oder enge Tunnel vermieden.

Man beachte: EINBAHNSTRASSEN werden vermieden!!! Ist das nur interessant, wenn ich mit einem LKW unterwegs bin?

Wir haben uns auch gegen diese Version entschieden und fahren nach dem Motto: Überall, wo ein Bus durchkommt, passen wir auch durch! Ansonsten sind LKW-Durchfahrtsverbote für uns auch ein Maßstab. Wir standen bisher noch NIE vor einer Unterführung oder Brücke, die für uns zu niedrig war!

4. Es gibt Lifetime TomTom Traffic (Dienst für Echtzeit-Verkehrsinformationen) in den Versionen „Smartphone Connected“ (Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, Internetflat zwingend notwendig, im Ausland anfallende Roaminggebühren) und „Always Connected“ (keine zusätzlichen Roaming-Kosten in 25 EU-Ländern). Zum Einrichten von TomTom Traffic muss auf dem Gerät ein neues TomTom-Konto erstellt werden oder man muss sich bei seinem schon bestehenden Konto anmelden. TomTom Traffic ist erst verfügbar, wenn dieser Schritt abgeschlossen wurde! Ob eine einmalige/jährliche Gebühr für die SIM-Karte berechnet wird, habe ich nicht ausfindig machen können. Außerdem muss natürlich ein Mobilfunknetz verfügbar sein!

5. Dann gibt es noch verschiedene Dienste, die man abonnieren kann, z. B. Warnung vor Radarkameras oder das Paket „LIVE Services“ (nur für Geräte der Modellreihen GO LIVE 800 und 1000 sowie Via LIVE). „LIVE Services“ beinhaltet TomTom Traffic, Radarwarnungen, Wetteraussagen über den Zielort und die (überflüssige, Meinung der Redaktion) Möglichkeit, über Twitter mitteilen zu können, wo ich gerade bin oder wann ich laut TomTom am Zielort ankommen werde. Dafür berechnet TomTom pro Jahr € 49,95! Bei der TomTom Camper & Caravan-Version gibt es „LIVE Services Europa“ für 1 Jahr kostenlos.

6. Jetzt zu der „Billig“-Serie von TomTom! Es gibt die Geräte Start 40 (4,3-Zoll-Display), Start 50 (5-Zoll-Display), Start 60 (6-Zoll-Display). Aus der Beschreibung von TomTom: Während der gesamten Lebensdauer Ihres Produkts können Sie pro Jahr mindestens vier vollständige Karten-Updates auf Ihr Gerät herunterladen.

Wie das ging und mit welchen Schwierigkeiten haben wir ja nun ausreichend beschrieben, hier nachzulesen: Lost in the jungle Teil 3, Lost in the jungle Teil 4, Lost in the jungle Teil 5, Lost in the jungle Teil 6

Laut Tests der PC-Welt können diese TomTom-Geräte alles, was die „großen“ (und doppelt bis dreifach so teuren) „GO“-Geräte auch können, außer den „Echtzeit“-Verkehrsinformationen und dafür gibt es ja noch den Verkehrsfunk über Radio!

In jedem Fall muss man die entsprechende Verbindungs-Software auf seinen Computer herunterladen und installieren, sich ein TomTom-Konto erstellen und dort sein Gerät verknüpfen, sonst geht gar nichts! Und wie Wolfgang als (TomTom) Navi-Experte in einem Kommentar mitteilte, umfasst ein Kartenupdate immer das gesamte Kartenmaterial, sodass unsere entstandenen 4,5 GB realistisch waren. Was aber auch bedeutet, dass Menschen wie wir mit Volumenbegrenzung nur in einem öffentlichen WLAN updaten können!

Wir können auf unserem Gerät ablesen, welches Kartenmaterial wir installiert haben: Hauptmenü – Einstellungen – Mein Gerät und ich – Info zu meinem Gerät – Kartenversion – Veröffentlichungsdatum Kartenmaterial. Beim Kauf stand dort April 2013, jetzt Mai 2014. Also auch wenn man sich ein neues Gerät kauft, kann man nicht automatisch davon ausgehen, dass das Kartenmaterial auf dem neuesten Stand ist!

So, ich bin jetzt TomTom-Experte! Vielleicht bekomme ich ja ein Angebot als freier Mitarbeiter 😉 Mehr kann und möchte ich nicht für euch Nicht-Updater, Noch-Nie-Updater, Ich-Weiß-Nicht-Ob-Es-Geklappt-Hat-Updater oder Ich-Weiß-Nicht-Wie-Es-Geht-Updater tun. An dieser Stelle „Hut ab“ an Wolfgang, der im Winter in Spanien gut damit beschäftigt ist, Navis von deutschen Rentnern upzudaten! Und zu Navigationsgeräten anderer Hersteller kann ich NICHTS sagen. Dieser Bericht samt Recherche hat nicht nur 10 Minuten gekostet, wie ihr euch vielleicht denken könnt. Es gibt ALLE Infos zu ALLEN nur denkbaren Fragen und Problemen im Internet, man muss halt die erforderliche Zeit und Mühe aufwenden und AUCH das Kleingedruckte lesen.

Liebe Grüße, eure Ingrid 😉

Lost in the jungle Teil 6

 
 
HURRA!!! (???) HIPP HIPP HURRA!!! (???) JIPPIE!!! (???) WIR SIND FERTIG!!! (???)

Jawoll, wir sind fertig! (Oder vielleicht doch nicht?) Einfach, kundenfreundlich, selbsterklärend sieht (für uns) definitiv anders aus! Uschi buchte heute Morgen unser Internetvolumen bei 1und1 nach und stellte erstaunt fest, dass der Download von gestern Abend fortgesetzt wurde. Schnell stöpselten wir unseren TomTom an den Computer an und schon waren 100% erreicht und die heruntergeladenen Daten wurden aktualisiert. Wir trennten todesmutig die Internetverbindung, ja – die Aktualisierung wurde fortgeführt. 162 Minuten und 47 Sekunden wird es dauern, wurde uns angezeigt. Gut, wir warten. Wenn es denn nur endlich klappt!!! Es geht dann sogar viel schneller, es erscheint die Meldung auf dem Navi-Bildschirm, dass die Aktualisierung erfolgreich beendet wurde und das Gerät jetzt neu gestartet wird. Wir wagen fast nicht, uns zu freuen!

GesamtübersichtAktualisierungverbleibende Minuten15%fertig

Ich habe heute Nacht noch sowohl unser verbrauchtes Volumen im 1und1-Kundenkonto geprüft als auch mit einem Hotline-Mitarbeiter telefoniert. Ergebnis: Das Update hat sage und schreibe 4,5 GIGABYTE (GB) verbraten! Ein Kartenupdate bei einem als neu gekauften Gerät!?!? SEHR SELTSAM! Wir haben keine DSL-Flatrate, wir haben als im Wohnmobil Lebende einen Volumentarif, einen mit 7,5 GB/Monat. Da sind mal eben 4,5 GB viel.

Auf dem Navi-Bildschirm können wir ablesen, dass wir nun Kartenmaterial von Mai 2014 installiert haben. Na, prima!!! Uschi geht online, eine neue Internetseite öffnet sich und TomTom erklärt uns, dass 4 neue Karten-Updates verfügbar seien! Gesamtgröße: 3130 MB! ÄÄÄHM??? Alles von vorne, oder was? Wir akzeptieren, um zu schauen, was Sache ist. Der erste Hinweis auf dem Navi-Bildschirm sieht so aus:

WarnungWir klicken auf “Anmelden”:

Glückwunsch

Jetzt wollen wir zum Torre!!! SOFORT!!!

keine Route geplantWarnung MautRoute Torre

Die Internetseite unseres Kontos sieht zum Glück inzwischen „nur“ noch so aus:

4 Updatesneue Elemente

Wir klicken auf “Alle aktualisieren”, auch wenn wir ein wenig Angst um unsere gerade hinzugebuchten 2 GB haben, aber wir wollen ENDLICH mal fertig werden! Die folgenden zwei Fotos zeigen das Ergebnis und darüber sind wir bis jetzt nicht hinausgekommen. Vor Wut kochen

es rödeltkann man das glauben

Zum Glück finden wir den Weg zum Torre inzwischen ja im Schlaf, wir werden den TomTom spaßeshalber aber mal mitlaufen lassen…

Hiermit schließe ich (endgültig?) die unsägliche Serie “Lost in the jungle” ohne richtige Befriedigung. Wirklich daraus befreien konnten wir uns nicht! Verärgertes Smiley

written by Ingrid

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

 

Nachtrag:

Unser Tommie scheint die Abwechslung zu lieben! Nachdem ich ihn dann versuchsweise noch einmal an MEINEN Laptop angeschlossen habe, erledigte er ohne zu murren und ohne Verzögerung die noch ausstehenden Aktualisierungen. Das Ergebnis:

Ende gut, alles gut

              E N D E  G U T  –  A L L E S  G U T ! ! !

Lost in the jungle Teil 4

 
 
Wir haben immerhin schon mal Antwort von TomTom bekommen! Wir sollen doch bitte die Seriennummer unseres Gerätes mitteilen, man werde es dann manuell in der Datenbank verknüpfen. Haben wir gestern getan, jetzt warten wir GEspannt auf ein Ergebnis… Währenddessen lehnen wir uns ENTspannt zurück und schauen ein wenig in den (spanischen Winter-) Himmel. Habt ihr auch Lust? Dann klickt doch einfach „hier„.

written by Ingrid

Lost in the jungle Teil 3

 
 
Wie versprochen, es geht weiter! Sogar zunächst positiv, wer hätte das vermutet! (Wer nicht weiß, wovon jetzt überhaupt die Rede ist, kann „hier“ und „hier“ und „hier“ nachlesen.) Also: 1&1 hat eine nächste Rechnung geschickt, die tatsächlich richtig war! Unser Guthaben wurde verrechnet und alles hatte seine Richtigkeit. Dass ich noch ein paar Tage vorher die Kontoverbindung geändert (und bestätigt bekommen) hatte und die Abbuchung dann doch vom alten Konto erfolgte, wollen wir mal nicht so eng sehen, oder? Zu unserem reklamierten und zurückgeschickten Navigationsgerät von Pearl erhielten wir nach ca. einer Woche eine eMail, dass das von uns bestellte Gerät LEIDER nicht mehr verfügbar sei, man werde uns den Kaufbetrag auf unser Kreditkartenkonto zurücküberweisen. Natürlich war es nicht mehr verfügbar, das war es ja vorher schon nicht gewesen, sonst hätte man uns ja das richtige Gerät geschickt. Dass es dann noch eine gute Woche dauerte, bis das Geld gutgeschrieben war, wollen wir mal nicht so eng sehen, oder?

Soweit, so gut! Wir fuhren zu Expert und suchten uns ein TomTom aus. TomTom hat fast jeder, muss also gut sein, dachten wir. Und kostenlose Updates während der gesamten Lebenszeit des Geräts, bis zu viermal im Jahr, ist ja auch nicht schlecht. Uschi ist die Navi-Fachfrau bei uns und sie bestand darauf, das mit dem Navi, der dazugehörigen Software und ihrem Netbook selbst zu machen. Software installieren – kein Problem! Gerät an Computer anschließen – auch kein Problem, super! Bei TomTom registrieren – wunderbar, klappt. Jetzt soll das Gerät mit dem gerade erstellten Konto verknüpft werden. PROBLEM!!! „Bitte installieren Sie den Adobe Flashplayer.“ Der ist installiert, sogar die neueste Version! Also vorsichtshalber deinstalliert und neuinstalliert. „Bitte installieren Sie den Adobe Flashplayer.“ Nach dem dritten Mal gibt Uschi entnervt auf. Also alles auf Anfang! Mit meinem Notebook können wir diese Hürde überwinden, warum auch immer, aber der Versuch, Gerät und Konto zu verknüpfen, endet nach minutenlangem Rödeln mit dem Hinweis: „…ist im Moment nicht möglich, bitte versuchen Sie es später noch einmal…“ Wir haben es seitdem etliche Male versucht, immer mit demselben Ergebnis! Die installierte Software meldet ständig, dass 4 Aktualisierungen verfügbar seien, „Bitte schließen Sie das Gerät an.“ Bevor nicht Gerät und Konto miteinander verknüpft sind, nützt uns das aber gar nichts, das Ergebnis ist: „…ist im Moment nicht möglich, bitte versuchen Sie es später noch einmal…“ Jetzt warten wir gespannt auf die Antwort vom TomTom-Support. Uschi möchte morgen zu Expert fahren, mit ihrem Netbook und dem Navi und einen Aufstand machen, ich bin dafür, noch auf die Antwort von TomTom zu warten. Wenn sie denn irgendwann kommt…

written by Ingrid

P. S.: Damit ihr mich nicht falsch versteht: Das Navigerät ist super, viel einfacher zu bedienen als unsere alte „Frau Becker“. Uschi würde es sehr gerne behalten. Aber wenn es uns nicht gelingt, es mit dem Konto zu verknüpfen, können wir es nicht updaten! WEM VON EUCH TOMTOM-BESITZERN IST DAS EIGENTLICH SCHON MAL GELUNGEN???

 

Noch etwas:
Unsere Fotoreportage bei AutoBild Reisemobile erscheint leider noch nicht in der August-Ausgabe. Die prominente Konkurrenz ist wohl interessanter. Wir wurden verschoben auf die Winterausgabe. Wir sagen rechtzeitig Bescheid!

Der April macht was er will

 
 
Wir haben gar nicht April? Auch nicht November, wie es die Tage mal schien?? Wir haben Anfang August, also Hochsommer??? Seltsam! Okay, es ist warm, aber es regnet mal, mal scheint die Sonne, dann ist es mal kurz neblig. WER SOLL SICH DA NOCH AUSKENNEN? Wir haben uns angepasst, verbringen Höhlentage, wenn nötig und nutzen die Sonne, wenn möglich. Lange im Voraus planen macht wenig Sinn, Flexibilität ist gefragt. So schnappten wir uns die Woche an einem schönen Sommertag kurzentschlossen unsere Räder und fuhren durch den Wald zum Tauchenweiler. Ob der Name entstanden ist, weil hier früher einmal eine Handvoll Menschen ansässig war (Weiler: Bezeichnung für eine aus wenigen Gebäuden bestehende Siedlung), wissen wir nicht. Jetzt steht der Name hauptsächlich für die Ausflugsgaststätte “Tauchenweiler”, beliebtes Ziel für Wanderer, Radler oder auch einfach für Menschen, die bequem mit dem Auto anreisen. Es gibt sensationell guten Kuchen dort und ansonsten deftige Hausmannskost. Zu Fuß braucht man von unserem Campingplatz eine gute Stunde (einfach) und wir sind die Strecke schon oft gelaufen, z. B. bei den Treffen unserer Wohnmobilgruppe. Vor einigen Wochen hatten wir hier mal sehr nette britische Nachbarn, die gerne per Rad ein wenig die Gegend erkunden wollten. Mit denen sind wir dann an einem schönen sonnigen Tag auch zum Tauchenweiler gefahren und sie waren begeistert. Er hat dort das erste Hefeweizen seines Lebens getrunken!

kleiner Radausflug am Nachmittag1. VerschnaufpauseSchäferkarren im WaldAusflugslokal TauchenweilerBiergarten TauchenweilerRadausflug mit unseren britischen Nachbarn (2)

Biergarten Tauchenweiler mit Maibaum

Sowohl damals als auch jetzt ging der Weg zurück über das Naturschutzgebiet “Weiherwiesen”, ein bezauberndes Areal mit zwei großen Moorseen. Jede Tageszeit hat dort ihren eigenen Reiz, es ist unglaublich still und friedlich dort, noch ein richtiges kleines Paradies. Wir haben ausgiebig Frösche geguckt, die sich am Ufer sonnten, ein wenig herumschwammen oder versuchten, auf die Seerosenblätter zu krabbeln.

Naturschutzgebiet Weiherwiesen

MoorseeMoorseeMoorseeFrosch 1, sich sonnendFrosch 2, sich sonnendFrosch 3, schwimmendFrosch 4, auf Seerosenblatt MoorseeLupineHochstand

Und auf besonderen Wunsch von Uschi, die sagt, dass dies hier für sie der schönste Platz auf der ganzen Schwäbischen Ostalb ist, noch ein ganz besonders schönes Foto!

Moorsee (Panorama)

Wer mal in unsere Gegend kommt und auf dem Campingplatz “Hirtenteich” Station macht, kann diese schöne Tour auch machen, indem er sich die Routenbeschreibung (von Uschi erstellt) “hier” anschaut oder ausdruckt. Wir wünschen viel Vergnügen!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Kein Einkauf möglich!

 
 
Damit euch nicht der gleiche Lapsus passiert wie uns am 19. Juni / Fronleichnam / Feiertag in Baden-Württemberg (“hier” nachzulesen), haben wir uns die Mühe gemacht, alle “einkaufsfreien” Tage in Spanien in der nächsten Wintersaison mit Datum und Anlass aufzulisten.

 Markt in Oropesa

8. Kapitel: Feiertage in Spanien für die Wintersaison 14/15 und regionale “Fiestas”

Zuerst die Feiertage für ganz Spanien (kirchlich und gesetzlich):

12.10.14 Nationalfeiertag / Fiesta Nacional de España, die Spanier feiern an diesem Tag Columbus und seine Verbreitung spanischer Kultur und Sprache

01.11.14 Allerheiligen / Fiesta de Todos los Santos

06.12.14 Tag der spanischen Verfassung / Dìa de la Constituciòn, hat nix mit dem Nikolaus zu tun Zwinkerndes Smiley !

Nikolausabend in Alcossebre am Strand

08.12.14 Mariä Empfängnis / La inmaculada

25.12.14 Weihnachten / Navidad

 Abenddämmerung am 24.12.

01.01.15 Neujahr / Año Nuevo / Prost! / ¡Salud!

06.01.15 Hl. 3 Könige / Reyes Magos

Wind und die Heiligen 3 Könige

03.04.15 Karfreitag / Viernes Santo

05.04 Ostersonntag / Domingo de Resurrecciòn oder Domingo de Pascua

Die Karwoche ist in Spanien die Semana Santa.

01.05 Tag der Arbeit / Dìa del Trabajo

Arbeitspause

Außerdem gibt es in Spanien noch viele regionale Feiertage. Wir möchten an dieser Stelle nur die wichtigste “Fiesta” in der Region Valencia anführen:

15.03. – 19.3.15 Fallas (“hier” und “hier” und “hier” und „hier“ nachzulesen, sowie 3 Fotoalben oben in der Menüleiste)

So, ihr lieben Blogleser aus nah und fern, wir danken euch sehr für euer großes Interesse an unserer Serie und wünschen euch noch einen richtig angenehmen sonnigen Sommer. Allen Spanienfahrern wünschen wir eine unfall- und überfallfreie Fahrt in den Süden und einen angenehmen Winter in Spanien, egal wo ihr euer Lager aufschlagt!

Um es mit den Amerikanern zu sagen: RELAX AND ENJOY!

Ohne Worte!

…ENDEDERSERIE!ENDEDERSERIE!ENDEDERSERIE!NDEDERSERIE!…

 

Frei nach Paulchen Panther:

Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät?
Soll das heißen…? Ja ihr Leut´,
mit dem Blog ist Schluss für heut´.

Wer hat an der Uhr gedreht?
Ist es wirklich schon so spät?
Stimmt es, dass es sein muss:
ist für heute wirklich Schluss?

HEUTE IST NICHT ALLE TAGE, ICH KOMM WIEDER – KEINE FRAGE!!!

 

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Kein Anschluss unter dieser Nummer!

Damit euch das in Spanien (oder im sonstigen EU-Ausland) nicht passiert, folgt jetzt unser

7. Kapitel: “Computer und Telefon”

-89  -134 -87   -62   31   -80

Dies ist mein (Ingrids) Ressort, also darf ich jetzt auch mal wieder! Zuerst zum TELEFONIEREN: Es gibt in Deutschland zwar nur 4 (nach der Zusammenlegung von O2 und E-Plus nur noch 3) Netzanbieter, aber jede Menge sog. Provider. Deswegen muss jeder von euch sich explizit nach den Auslandsbedingungen seines Anbieters erkundigen. Generell gilt aber, dass Sprachflats i. d. R. NUR in Deutschland gelten. Es gibt aber auch hier, wie überall, Ausnahmen. Wir können unser Gesprächsguthaben von 60 Min./Monat auch im EU-Ausland nutzen. Voraussetzung dafür ist das “Vodafone-Reiseversprechen”, sodass uns pro abgehendem sowie ankommendem Gespräch (letzteres für die Dauer bis zu einer Stunde) nur 75 Cent berechnet werden. Noch lohnt sich das für uns, aber spätestens Ende 2015, wenn die EU-Roaminggebühren ganz abgeschafft werden, müssen wir neu überlegen. Wer von euch eine zusätzliche “Roaming”-Option für das Ausland hat (Vorsicht: Mancher Handytarif-Provider schaltet seinen Kunden eine vom EU-Tarif abweichende Option auch automatisch!), sollte die Preisbedingungen unbedingt überprüfen, denn seit 1. Juli 2014 dürfen die Telefonanbieter laut EU-Verordnung nur noch max. 23 Cent/Minute für abgehende Gespräche, max. 5 Cent/Minute für eingehende Gespräche und max. 7 Cent für eine abgehende SMS (ankommende Roaming-SMS sind kostenlos) berechnen. Bei Grenzübertritt erhält man von seinem Anbieter eine entsprechende Info-SMS. In welchem ausländischen Netz man eingebucht ist, spielt keine Rolle (mehr). Vorsicht geboten ist beim Versand UND Empfang einer MMS (Multimedia Messaging Service). Schon das Einfügen netter Icons kann aus einer SMS eine MMS machen! Während die Versandpreise für MMS in Deutschland bei allen Mobilfunk­netzen bei einheitlichen 39 Cent liegen, gestaltet sich die Tarifstruktur für den MMS-Versand im Ausland deutlich komplexer. Einige Netzbetreiber staffeln die Kosten nach Ländergruppen und Datenvolumen, andere Anbieter geben feste Preise für alle Versandgrößen an. Vorsicht ist beim EMPFANG von MMS geboten, da hier ein klarer Unterschied zur SMS besteht. Während der Empfang einer SMS grundsätzlich kostenlos ist, also auch bei einem Auslandsaufenthalt, können beim Erhalt einer MMS im Ausland je nach Anbieter hohe Kosten anfallen. Eine ankommende MMS muss der Empfänger “genehmigen”, bevor Kosten für ihn entstehen können.

Ganz wichtig für den Preis eines Telefonats ist die Taktung. Auch hier hat der Euro-Tarif dafür gesorgt, dass die Mobilfunkkosten möglichst überschaubar bleiben. Abgehende Telefonate müssen im 30/1-Takt abgerechnet werden, was bedeutet, dass nach der ersten halben Minute im Sekundentakt abgerechnet wird. Eingehende Telefonate werden sogar komplett im Sekundentakt abgerechnet. Auch das Umleiten der Gespräche auf die Mailbox darf seit 2010 keine zusätzlichen Kosten mehr verursachen. Das Abhören der Mailbox vom Ausland aus bleibt jedoch unabhängig vom Land weiter kostenpflichtig. Wir haben unsere Mailboxen grundsätzlich ausgeschaltet/deaktiviert, wer etwas von uns will, wird es auch ein zweites Mal probieren.

Weiterführende Infos:

Jetzt das INTERNET: Im Zeitalter der Smartphones gewinnt natürlich auch die mobile Datennutzung im Ausland immer mehr an Bedeutung. Auch hier sind die Unterschiede von Anbieter zu Anbieter groß! Seit 2012 greift aber auch hier die EU-Verordnung, die aktuellen Preise liegen bei max. 24 Cent pro Megabyte (MB). Das hört sich zunächst preiswert an, jedoch ist nicht zu unterschätzen, wie schnell sich ein Datenvolumen ergibt, das dann doch sehr teuer werden kann. Die modernen internetfähigen Handys haben die Angewohnheit, sich ständig und unbemerkt mit dem Internet zu verbinden und es interessiert sie überhaupt nicht, wo sich ihr Besitzer gerade aufhält. Wer nicht weiß, wie er seinem Smartphone diese Unart austreiben kann, hat schlechte Karten. Und kontrollieren sollte man das auch von Zeit zu Zeit, wenn man auf der sicheren Seite sein will! Zwar ist zum Schutz der Nutzer vor teuren Rechnungen eine automatische Unterbrechung des Datenzugangs eingerichtet, wenn knapp 60 Euro (incl. Mehrwertsteuer) erreicht werden. Diese automatische Unterbrechung erfolgt aber NUR, wenn der eigene Mobilfunk-Anbieter seinen Sitz innerhalb der EU hat. Bei Einreise in ein Land, in dem die Kostenbremse nicht funktioniert, müssen Verbraucher per SMS entsprechend informiert werden. KOSTENFALLE WhattsApp: Wer WhatsApp im Ausland benutzen möchte, benötigt dafür wie auch in Deutschland eine Internetverbindung! Nur wer einen Auslandstarif mit entsprechendem Inklusivvolumen gebucht hat oder sich in einem WLAN befindet, kann WhatsApp bedenkenlos nutzen.

Sicher sind folgende Möglichkeiten:

1. Die Datenverbindung/Daten-Roaming im Handy deaktivieren und nur per WLAN surfen (öffentliches oder eigenes per ausländischem Mobilfunkstick bzw. Mobilfunkrouter).

2. Bei seinem Anbieter einen Auslands-Datentarif (Roaming-Paket) buchen. Die Bedingungen dafür variieren sowohl bei der Dauer (1 Tag bis 1 Woche) als auch beim inkludierten Volumen (50 MB bis 150 MB) und natürlich beim Preis. Große Sprünge kann man damit nicht machen, skypen z. B. kann man gleich vergessen, zumindest, wenn man die Videofunktion eingeschaltet lässt! Aber skypen ohne Bild ist wie Erdbeertorte ohne Sahne, da kann man auch gleich telefonieren.

3. Sich eine ausländische SIM-Karte mit Surf-Option besorgen. Dazu habe ich ausführlich schon im Artikel “Thema Mobilfunk und Internet im In- und Ausland“ berichtet.

4. Internet nur oder überwiegend mit dem Note-/Netbook oder Tablet über das campingplatzeigene WLAN nutzen. Das ist manchmal sogar kostenlos, manchmal aber auch heftig teuer und ganz oft überlastet oder von der Übertragungsgeschwindigkeit her nicht gerade Freude bringend. Am Torre trifft alles außer teuer zu! In den Spitzenzeiten im Winter (Jan.-Ende März) sind schätzungsweise 300 Laptops von morgens bis abends online, dazu noch inzwischen einige Smartphones, während ihre Besitzer draußen in der Sonne ihren Mittagsschlaf halten, mit dem Nachbarn ratschen, Kaffee trinken. Da wird es in der Telefonleitung naturgemäß ein wenig „eng“. Vorteil von Nachteulen wie ich es bin: Ab 23 Uhr flutscht es wieder!!! Alternative und/oder Ausweichmöglichkeit auch hier: eine ausländische Mobilfunkkarte besorgen. Wir sind sehr zufrieden mit dem voreingestellten 1€-Tarif von Carrefour, da der Euro nur anfällt, wenn wir Carrefour nutzen. Wir haben dann 100 MB für 24 Stunden zur Verfügung. Es verfällt nichts und es verlängert sich nichts automatisch. Genaueres auch hierzu in oben verlinktem Artikel „Thema Mobilfunk und Internet im In- und Ausland“.

Wem das nun alles viiiel zu kompliziert, unzuverlässig, nicht vertrauenerweckend erscheint, der kann sein Handy auch einfach a) zu Hause lassen, b) temporär ausschalten, c) stumm schalten, d) den Flugmodus aktivieren, e) nicht drangehen, wenn es bimmelt oder f) nur Musik damit hören und schöne Fotos schießen:

Pilar de la Horadada

Im “Vor-Handy”-Zeitalter hat man in solchen Situationen einfach nur seinen Eisbecher, die Sonne und die Aussicht genossen! Vielleicht ist “Kein Anschluss unter dieser Nummer” bzw. “Der gewünschte Teilnehmer ist zur Zeit nicht erreichbar” manchmal gar nicht so schlecht!

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Fortsetzung folgt…

written by Ingrid
photo taken with iPhone

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Wir bemühen uns eigentlich immer vorsichtig zu sein und trotzdem hat es uns auch schon erwischt, mitten in Barcelona (wer “hier” klickt, kann die ganze Geschichte noch einmal lesen)…

Colòn in BarcelonaAussicht auf die Rambla in Barcelona

6. Kapitel: “Achtung vor bösen Buben!”

Am Anfang dieses Eintrags möchte ich eine Geschichte zum Besten geben, bei der sich allerdings Wahrheit und Dichtung vermischen, glauben wir (die Namen sind von der Redaktion geändert): Also, Ida und Edi waren ein frisch verliebtes Paar mit zwei kleinen Hundis. Sie haben sich ganz spontan und ohne irgendwelche Vorkenntnisse im Herbst 2007 dafür entschieden, mit ihrem neuen ersten Wohnmobil nach Spanien zu fahren. Nach sehr langer Fahrt, auf der Autobahn A7 um Barcelona herum bestand Ida darauf, die nächste Raststätte anzufahren, weil sie so müde sei. Edi gab nach, fuhr auf die nächste Raststätte und sie legten sich schlafen, die Hundis auch. Am Morgen stellten sie entsetzt fest, dass im Fahrerhaus des Alkovenmobils die Handtasche von Ida, seine Herrenhandtasche mit Inhalt und seine Lederjacke fehlten. Die Hunde hatten nicht angeschlagen und die Türschlösser waren nicht aufgebrochen worden. Auf der Polizeistelle, die sie dann angefahren haben, gaben sie alles zu Protokoll, dabei kam ein Polizist von draußen rein und trug die Jacke von Edi…?!?

Als wir uns die Geschichte von den armen Überfallenen selbst angehört hatten, waren wir zwar betroffen, konnten aber so viel Leichtsinn nicht verstehen. Wir glauben immer noch, dass auf jeden Fall eine Tür des Fahrerhauses nicht abgeschlossen war, sie tief und fest geschlafen hatten, die Hunde übrigens auch, und die Story mit der Jacke…?

Aber nun zurück zum Thema: der Streckenabschnitt der Autobahn A7, der nördlich um Barcelona herumführt Richtung Tarragona, ist berüchtigt für Überfälle aller Art. Es soll z. B. wie folgt ablaufen: Aus einer überholenden, meist hochpreisigen Limousine heraus wird dem Fahrer des Wohnmobils bzw. Wohnwagengespannes bedeutet, dass er einen Platten hat und die Autobahnräuber versuchen, ihn auf dem Standstreifen zum Halten und dann zum Aussteigen zu bewegen. Währenddessen wird auf der Beifahrerseite blitzschnell die Tür geöffnet und der Beifahrerin die Handtasche entrissen. Das war’s dann. Noch schneller als die Straßenräuber aufgetaucht sind, sind sie auch wieder verschwunden. Es soll auch sogar schon auf Rücklichter geschossen worden sein, damit jemand anhält, hat derjenige aber nicht, so blieb es beim Einschussloch im Rücklicht. Also nochmal die Warnung: Fahrt möglichst nach der letzten Mautstelle vor Barcelona ohne anzuhalten, also kein Tankstopp o. ä., um Barcelona herum bis ihr wieder zur ersten Mautstelle (wo man nur wieder ein Ticket zieht) kommt.

Wir haben da so unsere ganz eigenen Vorgehensweisen, diesen berüchtigten Streckenabschnitt möglichst unbeschadet hinter uns zu bringen. Wir fahren ihn eigentlich immer sonntags um die Mittagszeit. Unsere Theorie ist: Die “bösen Buben” sind erst beim Sonntagsgottesdienst und anschließend bei Mama zum Mittagessen! Sarkastisches Smiley Wer das nicht glaubt oder nicht zur rechten Zeit s. o. fährt, kann ja unsere zweite Fahrversion probieren, nämlich an der Peripherie von Barcelona die große Stadt an der Meerseite zu umfahren. Haben wir schon ein paarmal gemacht, funzt gut und bietet außer Tunnels auch noch schöne Ausblicke auf Hafen und Meer. Diese Version ist ein wenig zeitaufwändiger (…aber wir haben ja Zeit) und etwas teurer (Maut,…).

Aber ihr solltet auch sonst (besonders im Süden von Frankreich und in Spanien) immer auf der Hut sein, auf Parkplätzen an der Straße oder auch vor großen Supermärkten, an Tankstellen oder Raststätten. Schließt immer ab und wenn möglich, sollte immer einer direkt beim oder im Fahrzeug bleiben. Wenn wir unterwegs bei Aldi oder Lidl usw. auf dem Parkplatz stehen, gehe ich grundsätzlich alleine einkaufen, Ingrid bleibt sichtbar in unserer Oscarlotta und passt auf unser Hab und Gut auf. Wir lassen aber auch sonst Vorsicht walten, wir würden NIE an den gerade beschriebenen Orten übernachten, für uns ist eine ungestörte Nachtruhe auf einem Stellplatz oder Campingplatz wichtiger als ein paar Euro zu sparen. Außerdem fahren wir in Etappen, die uns nicht an den Rand der Erschöpfung bringen. Ein Ruhetag auf einem besonders schönen Stell- oder Campingplatz zwischen den Fahrtagen hat auch was.

Aber nicht nur im Süden, sondern überall in Europa ist Vorsicht wichtig, wenn man sein Eigentum behalten möchte!

Unsere Vorsichtsmaßnahmen im Überblick:

Wir haben an unserer Oscarlotta an unserer EINZIGEN Tür ein Zusatzschloss von “Ölmühle” einbauen lassen. (lesenswerte Einbaustory “hier”)

Türschloss außenTürschloss innen

Unsere drei Schiebefenster können wir von “Haus aus” von innen verriegeln. Auf eine Heckleiter haben wir bewusst verzichtet. Alle sechs Reifen sind mit Ventilaufsätzen von “TireMoni” ausgerüstet

2 Ventile für ZwillingsreifenVentil Nr. 5

und der kleine Monitor, der jeden einzelnen Reifendruck anzeigt, ist während der Fahrt immer auf der Fahrerseite an der Scheibe befestigt.

Unsere "Moni"

Uns kann niemand bedeuten, wir hätten einen Platten, solange unsere ”Moni” nicht Alarm schlägt, fahren wir – nicht unbedingt gelassen – aber weiter. Außerdem haben wir auf dem Monitor immer die Kontrolle über die Reifendrücke.

Da Oscarlotta unser einziges Zuhause ist, bewahren wir nicht nur alles Entbehrliche (vor allem auf der Fahrt) in unserem Safe auf, sondern haben auch Kopien aller wichtigen Papiere und Unterlagen im Safe bei guten Freunden in Deutschland. Da wir aber wissen, dass sogar auf bewachten Campingplätzen ungebetene “Nachtschwärmer” unterwegs sein können, schließen wir jeden Abend unser Tagesequipment (Stühle etc.) in der Heckgarage ein und rings um’s Fahrzeug alle Schlösser zu. Soviel Zeit muss einfach sein! Bis auf unser unliebsames Erlebnis in Barcelona sind wir bisher ZUM GLÜCK von “bösen Buben” verschont geblieben.

Trotz aller Horrorgeschichten fühlen wir uns in Spanien sehr wohl und wir schätzen die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Spanier. Das Land des Sonnenlichts

Cabo de San Antoni + Cabo de la Nao im Gegenlicht

ist uns zur Winterheimat Nr.1 geworden!

wunderschöne Abendstimmung am Torrestrand

Fortsetzung folgt…

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Lästige, aber wichtige, Vorbereitungen

geben auf jeden Fall persönliche Sicherheit und einen freien Kopf für die schönen Dinge während der Reise!

altes Kloster in toller LageSteilküste

5. Kapitel: Krankenversicherung und SIP-Karte – ADAC – Reisen mit Hund

Normalerweise hat jeder Deutsche eine Krankenversicherung. Wer wie wir privat versichert ist, hat 6 Monate nur die gleichen “Probleme” wie in Deutschland. Er muss Arztrechnungen oder benötigte Arzneimittel erst einmal selbst bezahlen und kann dann anschließend sich die Beträge von der KV wieder erstatten lassen. Wenn wir länger als 6 Monate im europäischen Ausland bleiben wollen, müssen wir das unserer KV nur rechtzeitig melden.

Bei den gesetzlich Versicherten variieren die Bedingungen je nach Krankenkasse, also besser vor der Reise nachfragen. Die Krankenversicherungskarten gelten in der Regel europaweit, aber wie bei den privat Versicherten müssen die entstehenden Kosten erst einmal vorgelegt werden. Eine Ausnahme bilden Krankenhausaufenthalte, da wird unseres Wissens nach mit der jeweiligen KV direkt abgerechnet. Voraussetzung dafür (und auch für Behandlungen beim Arzt) ist die sogenannte SIP–Karte. Das ist die in Spanien für Einheimische UND Ausländer gesetzlich vorgeschriebene KV–Ausweiskarte, ohne die man nicht behandelt wird. Man kann auf allen Campingplätzen in Spanien bei der Anmeldung direkt nach dem Prozedere fragen, am Torre liegt dazu am Tresen sogar ein Informationsblatt auch in deutsch aus.

Der ADAC hilft seinen Mitgliedern mit der “ADAC Plus-Mitgliedschaft”, früher “Auslandsschutzbrief”, (fast) in allen Lebenslagen. Wir haben uns gerade ein Serviceheft mit den Versicherungsbedingungen auf der Geschäftsstelle Aalen mitgenommen, frei nach dem Motto: “Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.” Wir können uns nämlich nur die allerwichtigsten Dinge auf Dauer merken. Ahnungsloses Smiley Es folgen einige “allerwichtigste” Dinge für “Überwinterer” in Spanien:

– zwei aktuelle Telefonnummern, mit denen man die Helfer im Ausland um Hilfe bitten kann:

+49 89 22 22 22 bei Fahrzeugschaden und

+49 89 76 76 76 bei Erkrankung/Verletzung

– die Frist für den Krankenrücktransport sowie für die Rückführung des Wohnmobils/Wohnwagengespannes (Höhenbegrenzung 3,20m!!!) beträgt NUR 92 Tage, außerdem MUSS das Wohnmobil/Wohnwagengespann in den Wintermonaten mit Winterreifen bestückt sein.

– der ADAC bietet einen Auslands-Krankenschutz Langzeit an (je älter, desto teuer). Weinendes Smiley  Genauere Infos “hier” !

Ihr könnt euch auch einfach mit allen persönlichen Fragen direkt an die meist netten Mitarbeiter einer ADAC-Geschäftsstelle wenden. Bei der Gelegenheit könnt ihr auch gleich Kartenmaterial und sogar Routenvorschläge für eure Reise mitnehmen. Neue Straßenkarten im Auto zu haben, ist auch im Navi-Zeitalter beruhigend. Zwinkerndes Smiley

Übrigens: Aktuell gibt es beim ADAC jetzt eine neue Campingkarte: Camping Key Europe. Sie löst die alte Camping Card International ab, ist aber leider nicht mehr 3 Jahre, sondern nur noch 1 Jahr gültig. Einen Vorteil hat sie aber vor allem für Skandinavienfahrer: Sie beinhaltet vollständig die “Camping Card Skandinavia”! Die Kosten für die neue Campingkarte belaufen sich auf 12,- im Jahr. Interessant sind auch die Versicherungsleistungen! Wer es ganz genau wissen will, holt sich eine Broschüre dazu in einer ADAC Geschäftsstelle oder schaut im Internet unter www.adac.de/shop

Wir sind zusätzlich abgesichert durch den Schutzbrief unserer  Wohnmobilversicherung KRAVAG, bei der es weder zeitliche Beschränkungen noch solche in Höhe/Länge/Gewicht des Fahrzeuges gibt.

Wer mit seinem Hund nach Spanien reist (die Bedingungen für Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Ratten, Goldhamster, Goldfische etc. entziehen sich unseren Kenntnissen) kennt in der Regel durch Tierarztbesuche die Bedingungen für das Reiseland. Darüberhinaus gibt es dort noch spezifische Spielregeln. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass in Spanien kein Hund in ein Lokal und oft nicht mal auf die Terrasse darf (Ausnahmen bestätigen die Regel). Öffentliche Verkehrsmittel und Mietautos sind auch tabu (ganz wenig Ausnahmen gibt es auch hier). In Spanien haben Hunde fast überall Strandverbot, das ist aber meistens auf die Sommermonate beschränkt. Damit die Hundis weiterhin in den Wintermonaten am Strand toben dürfen, sollten ALLE Strandläufer mit Hund immer ein Kack-Tütchen dabei haben und es auch im Falle eines Falles benutzen. Es ist einfach unfair, die Hinterlassenschaften nur mit Sand abzudecken! Daumen runter

Sonne, Strand und Wasser können Mensch und Tier in Spanien so richtig Spaß machen, besonders im Winter!

Torrestrand

Fortsetzung folgt…

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wasser ist nicht gleich Wasser,

das ist in allen südlichen Ländern so, auch in Spanien.

4. Kapitel: Wasserversorgung – Abwasser und WC-Kassette

Bei uns kommt das Wasser auch in Deutschland nicht einfach aus dem Wasserhahn. Zum Waschen, Zähne putzen, spülen, Kartoffeln oder Nudeln kochen benutzen wir normalerweise das Wasser aus unserem Frischwassertank. Damit wir das relativ unbedenklich tun können, wird bei uns einmal jährlich die gesamte Wasseranlage gründlich gereinigt und desinfiziert.

siehe Wasserpeter

Die Prozedur ist etwas aufwändig und bedeutet für uns ein bis zwei Tage Wasser nur aus dem Wasserkanister und Toilettenspülung mit Wasser aus einer Flasche. Wie die Reinigung und Desinfizierung des gesamten Wassersystems ganz genau funktioniert, erfahrt ihr aus erster Hand beim “Wasserpeter”! Falls ihr euch nach der ganzen Aktion, wie wir die Tage, über den fast nicht mehr vorhandenen Wasserdruck wundert, es ist nichts kaputt! Ihr solltet nur alle Perlatoren und den Vorfilter der Wasserpumpe (falls vorhanden) reinigen, dann ist alles wieder paletti!

Bei jeder neuen Befüllung des Wassertanks geben wir “Micropur-Pulver” dazu, das mit Silberionen Trinkwasser konserviert. Außerdem benutzen wir zum Auffüllen IMMER unseren eigenen Wasserschlauch. Wenn ich mit Gießkanne nachfüllen muss, erleichtert mir das kurze

Kurzschlauch

Schlauchstück mit Gardena-Kupplung das Wasserfassen sehr.

passt immer!

Diesen “Universalanschluss” kann man an jedem Wasserhahn ohne Gewinde aufstecken und so überall den Übergang zum Gardena-System herstellen. Dieser Anschluss war beim Kauf* der “Rollo”- Flachschlauchkassette mit dabei (*ist leider viele Jahre her). Fragt einfach im Campingzubehörshop nach oder googelt das Ding.

In Spanien kaufen die meisten Camper zum Trinken und Kochen von Kaffee und Tee Wasser in 5l oder 6l – Flaschen.

span.Wasserflasche (etwa 1€- 1,50€)

Da bei uns der Wasserverbrauch dafür bei etwa 5l (~eine Flasche) pro Tag liegt, hätten wir ein großes Flaschen – und damit auch großes Plastikabfallaufkommen, auch wenn wir die leeren Flaschen immer “zertreten” zum Müll geben. Um das zu vermeiden, haben wir uns etwas anderes ausgedacht. Wir kaufen uns zuerst genau die fotografierte Flasche (wegen des stabilen Henkels!) und füllen die Flasche immer wieder mit Trinkwasser aus den mit “Trinkwasser” gekennzeichneten Wasserstellen auf. Dann wird das Wasser aus dieser Flasche durch diese Kanne mit dem eingesetzten (monatlich zu wechselnden) Wasserfilter gejagt.

Wasserfilter

 

 

Der Anschaffungspreis für die Kanne und den Filter hält sich unserer Meinung nach in vertretbaren Grenzen, es gibt sie z. B. bei Mediamarkt. Wir sind mit diesem System hochzufrieden, Kalkablagerungen im Wasserkessel sind so gut wie nicht mehr vorhanden und dazu ist der leichte Chlorgeruch im spanischen Trinkwasser auch verschwunden. Kaffee und Tee schmecken gut.

 

 

Nun zum 2.Teil des Themas Wasser:

Das Abwasser läuft natürlich nicht durch den Abfluss ins Nirwana, sondern in den Abwassertank, der dann irgendwann mal voll ist. Auf vielen Stellplätzen und Campingplätzen gibt es auch in Spanien Ver- und Entsorgungsstationen. Dort wird das Abwasser einfach abgelassen. Leider haben wir diese Einrichtung am Torre etwa 3 Monate lang nicht. Aber dafür haben wir einen Rollwagen, der 25l fasst. Damit rollern wir zum Chemietoilettenausguss und entleeren das Abwasser dort. An dieser Stelle entleeren wir auch unsere Kassettentoilette.

Damit die sauber und funktionstüchtig bleibt,  wird sie einmal im Monat gegen unsere zweite Kassette ausgetauscht und gründlich mindestens 24h “eingeweicht”, öfter gedreht, geschrubbt und ausgespült. Als Reinigungsmittel verwenden wir ganz normales WC–Gel, gemischt mit flüssigem Kalkentferner, diese Prozedur funzt seit Jahren gut, ohne den Dichtungsring aus Gummi zu zerstören.

Die oben gezeigte Flasche mit dem gelben Deckel enthält “KeimEx”, das erledigt über Nacht seine Aufgabe der Reinigung des Frischwassertanks und der Frischwasserleitungen.

siehe WasserpeterDie Abwasserleitungen und der Abwassertank werden bei der jährlichen Reinigungsprozedur des Trinkwassersystems gleich mitverarztet. Das Pulver aus dieser Dose erledigt zur gleichen Zeit dieselbe Aufgabe, nämlich die Reinigung für das gesamte Abwassersystem. Jeweils nach der Desinfektion (kleine Flasche) und Entkalkung (große Flasche mit grünem Deckel) des Frischwassersystems werden die “Lösungen” und das “Spülwasser” durch die Abwasserleitungen in den Abwassertank geleitet und dort dann an der Entsorgungsstation entsorgt, einfach “Schieber auf!”
Jetzt ist auch das Abwassersystem wieder “geruchsneutral”. Flirten - Mann

Zum Schluss noch ein Foto von Wasser in einer seiner schönsten Formen!

Ausblick am Eurocamping Oliva

Fortsetzung folgt…

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

230-Volt–Spannung in Spanien,

nicht immer ganz zuverlässig, deswegen in diesem Blogeintrag dazu ein paar Infos.

3. Kapitel: Elektrik

Ihr braucht für Spanien eigentlich nur euer elektrisches Equipment wie in Deutschland. Allerdings gibt es auf älteren spanischen Campingplätzen noch oft Schuko-Steckdosen in den Stromkästen. Dann braucht ihr dafür natürlich den Schuko-Stecker, der blaue Eurostecker ist zwar sicherer und schöner, aber er passt nicht. Zwinkerndes Smiley Die Absicherung auf den Campingplätzen beträgt teilweise nur 6 Ampere, manchmal auch 10 Ampere. Deswegen ist es unumgänglich, ab und zu die Formel: Volt x Ampere = Watt anzuwenden, damit man nicht schuld daran ist, wenn die mit dem Nachbarn geteilte Sicherung dauernd rausfliegt; nein, ich war nie Elektriker, leider! Trauriges Smiley Die Kosten auf spanischen Campingplätzen für den Strom liegen zwischen 25 und 50 Cent pro Kilowatt/Stunde oder werden pauschal pro Tag erhoben, Preise unterschiedlich. Am Torre la Sal sind z. B. im Winterpreis für Langzeitcamper 250 kWh pro Monat enthalten.

über den Wohnmobildächern vom Torre

Leider gibt es in Spanien viel öfter Stromausfall, als wir es aus Deutschland kennen. Dass der Strom manchmal auch länger weg ist, ist für uns Wohnmobilfahrer ein kleines bis gar kein Problem. Die Wohnwagenfahrer sitzen dann zwar am Abend schon mal bei Kerzenschein und ohne fernsehen zu können beim Karten- oder Würfelspiel, aber das größere Problem haben alle erst dann, wenn der Strom im “E-Werk” wieder eingeschaltet wird. Da entstehen oft eklatante kurzzeitige Spannungsspitzen, die 230-Volt-Geräten leicht den Garaus machen können. Wir haben nach zwei Totalausfällen von neuwertigen Brotbackautomaten erst Jahre später erfahren, warum. Außerdem sind schon Fernseher und Kaffeemaschinen in unserem Freundeskreis daran zugrunde gegangen. Wir sind vor zwei Jahren dann dem Rat eines Freundes gefolgt und haben mit seiner Hilfe einen Netzprotektor der Firma Calira als Überspannungsschutz zwischen Außensteckdose (die bei uns in einem trockenen Außenstaufach eingebaut ist) und der 230-Volt Verteilerdose  angebracht.

Netzprotektor gegen Überspannungen

Seither haben wir keine Probleme mehr, allerdings brauchen wir auch keine Brotbackautomaten mehr, weil es in Oscarlotta einen eingebauten Gasbackofen gibt. Die Firma Calira wurde inzwischen von Truma übernommen, der Netzprotektor wird aber noch (?) nicht von Truma vertrieben. Er ist aber sowohl bei eBay als auch in verschiedenen Campingzubehör-Shops zu finden. Der Preis liegt bei z. Z. € 135. Übrigens: Für den Betrieb des Notebooks gibt es natürlich auch 12-Volt-Netzteile.

Spanien im Winter ist gegensätzlich und vielfältig.

Felsendorf El RocíoUnser Traumstrand in der Mittagssonne

Fortsetzung folgt…

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nachtrag zu: Auch in Spanien wird’s mal kühl

Uschi schrieb:

Ihr müsst euch unbedingt vor der Reise noch in Deutschland das Adapterset im Campingzubehörshop kaufen (€ 17,90), in Spanien gibt es das NICHT!!!!
Den “Gasflaschenkopf” mit Gewindeanschluss gibt es dagegen nur in Spanien entweder im Laden des Campingplatzes oder in jeder “Ferretería”, das sind in Spanien kombinierte Haushalts-/Eisenwarenläden.

Dazu bekamen wir per Kommentar (siehe auch dort) von Paules eine wertvolle ergänzende Info:

Den „Gasflaschenkopf“ gibt es im Internet unter „Die Gasfachfrau, Karin Nöfer“ mit Adapter Nr.4 für z.Zt. 24,50€ plus Versand. Richtiger Name: Clip-On Adapter JUMBO.
Wir haben uns dann noch bei Ebay Kleinanzeigen eine spanische Gasflasche gekauft und konnten so in Spanien sofort die Füße hochlegen.
P.S.: Der Gasflaschenkopf ist kein billiger Schrott, sondern Markenware von GOK!

Wir sagen herzlichen Dank für den Hinweis und bedanken uns auch bei Melanie und Wolfgang für ihre positive Bewertung (solche Leser lieben wir!!!) 😉

Auch in Spanien wird’s mal kühl,

Frierend deshalb gibt es jetzt wichtige Tipps dazu!

2. Kapitel: Gasversorgung

Die spanischen 11kg-Gasflaschen haben die gleiche Größe wie die deutschen und deshalb passen sie gut in die Gaskästen. Man kann sie an vielen Campingplätzen kaufen, die leere Flasche kostet zwischen 35 und 40 Euro. Wenn der Campingplatz selbst keine Flasche verkauft, wissen die Rezeptionisten in der Regel, wo man sie bekommen kann. Die Kosten für die Füllung lagen im letzten Winter bei 15 bis 17 Euro. Die gebräuchlichste Stahl-Gasflasche in Spanien ist die orangefarbene von “Repsol”. Achtung: Nur die Flasche mit der schwarzen “Bauchbinde” enthält Propangas, die ohne enthält Butangas. Der Nachteil von Butangas ist, dass es rußt ohne Ende. Man kann die leere Gasflasche meist an bestimmten Wochentagen am Campingplatz tauschen, aber auch viele Tankstellen führen Repsol-Flaschen und tauschen. An Tankstellen sieht man auch ab und zu Aluflaschen von “Cepsa”, wir haben jedoch keine Erfahrung, wie man an diese Flaschen kommt und wo man sie tauschen kann.

Wenn man eine volle Gasflasche hat (sie ist immer “kopflos” mit orangefarbener “Schutzkappe”, ich habe hier unsere leere fotografiert ohne Plastikkappe),

leere Propangasflasche

braucht man noch den “Kopf” mit Gewinde für die Messing-Schraubenmutter Nr.4 aus dem Euroset, in dem noch drei andere Adaptermuttern enthalten sind für andere Reiseländer in Europa.

Euro-Set mit 4 Adaptern

Achtung: Nicht zu verwechseln mit dem “Füllset”, das Adapter für die Befüllung von deutschen Gasflaschen im europäischen Ausland bietet. Wir fahren auch dieses seit vielen Jahren spazieren, haben es aber noch NIE gebraucht und deswegen keine Erfahrung damit. Doch nun zurück zur Messingschraubenmutter Nr.4: Ihr könnt sie einfach auf das seitlich angebrachte Gewinde des “mobilen” spanischen Gasflaschenkopfes drehen und schon habt ihr VOLLWERTIGEN Ersatz für den “festinstallierten” Kopf auf deutschen Gasflaschen.

span Gasflaschenkopf+Mutter Nr.4

Die spanische Flasche + aufgestecktem Kopf mit Mutter Nr.4 passt nun prima in den Gasflaschenkasten und kann wie eine deutsche Flasche angeschlossen werden.

Alles gut!

Ihr müsst  euch unbedingt vor der Reise noch in Deutschland das Adapterset im Campingzubehörshop kaufen (€ 17,90), in Spanien gibt es das NICHT!!!! Den “Gasflaschenkopf” mit Gewindeanschluss gibt es dagegen nur in Spanien entweder im Laden des Campingplatzes oder in jeder “Ferretería”, das sind in Spanien kombinierte Haushalts-/Eisenwarenläden. (Solche Läden sind in Deutschland ja leider so gut wie ausgestorben.) Wir lieben das Einkaufen in spanischen Ferreterías!  So, mit voller spanischer Gasflasche, dem Kopf dazu und der Schraubenmutter Nr.4 seid ihr bestens ausgerüstet, jedoch NUR so! Lasst euch auf keine “Murksereien” mit Dichtungen für Wasserleitungen oder ähnlichen unpassenden Gummiteilen ein, auch wenn der “Klugscheißer” von nebenan es angeblich seit Jahren so macht! Es ist übelst gefährlich! Teufel

Spanien im Winter

es blüht immer

ist farbig!

und überall

Fortsetzung folgt…

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Auf nach Spanien, aber…

… hoffentlich gut vorbereitet!

Sonne, Strand und Mittelmeer

1. Kapitel: Fahren auf Autobahnen in Frankreich und Spanien mit Maut

Es fährt sich auf fast allen mautpflichtigen Streckenabschnitten sehr entspannt bei viel weniger Verkehr als auf deutschen Autobahnen, aber…

alle, die Autobahnen in Frankreich und in Spanien nutzen, brauchen unbedingt eine gültige Kreditkarte, die EC-Karte wird meistens nicht akzeptiert! Zähnezeigendes Smiley An den unvermeidlichen Mautstellen gibt es so gut wie keine menschlichen Helfer in “Häuschen“ mehr. Mit Bargeld bezahlen kann nur der PKW-Fahrer, aber vor allem mit den Scheinen ist das schon nervig. Die Fahrer größerer Wohnmobile können an den Automaten nur die obere Bezahlvorrichtung benutzen, für die untere sind die Arme einfach zu kurz. Das bedeutet, hier kann man meist NUR mit Kreditkarte bezahlen, sonst geht es nicht weiter und die Warteschlange hinter einem wird unweigerlich länger. Das Positive ist: Mit der Kreditkarte ist es ganz leicht. Zuerst Ticket in den farbig blinkenden Schlitz stecken, dann Kreditkarte in den nächsten farbig blinkenden Schlitz stecken, wieder rausziehen, möglichst nicht fallen lassen und fertig! Aber nicht nur beim Autobahn fahren, auch beim Tanken oder Einkaufen in Supermärkten ist eine Kreditkarte fast schon notwendig, (wenn man nicht immer Bargeld mit sich rumschleppen möchte). Bei uns kommt die EC-Karte ab der Grenze nach Frankreich in den Safe und bleibt da bis zur Rückkehr nach Deutschland. Ich muss dann meistens nach den 6 bis 7 Monaten die PIN wieder nachsehen und mich an die oft in Deutschland geforderte Unterschrift gewöhnen.

Desierto de las Palmas

Fazit: Auch wenn man nur Landstraßen benutzt, ist eine Kreditkarte in F und E nicht unnötig! Daumen hoch Jedoch, die lange Fahrt nach Süden lohnt sich!

Palme im Sonnenscheindoppelter Regenbogen am Torrestrand
Fortsetzung folgt…

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nach der WM ist vor der WM

und für uns gilt: Nach Spanien ist vor Spanien!

Oropesa,unser Heimatstädtchen im Winter

Cooles Smiley Die Sonnenbrille im Gepäck ist schon mal nicht schlecht, aber es gibt noch ein paar andere wichtige Kleinigkeiten, die wir in unserem Blog (exklusiv für unsere Leser Zwinkerndes Smiley ) vor allem ERSTLINGSTÄTERN mit Wohnmobil oder Gespann an’s Herz legen möchten!

Da die Liste der schon mal auf Papier gesammelten Stichwörter zum Thema Reisevorbereitungen und Reise doch ziemlich lang geworden ist, haben wir uns dazu entschlossen, euch unsere Infos häppchenweise zukommen zu lassen.

Zur Orientierung gibt es an dieser Stelle erst mal ein Inhaltsverzeichnis über die einzelnen Kapitel:

1. Kapitel: Fahren auf Autobahnen in Frankreich und Spanien mit Maut

2. Kapitel: Gasversorgung

3. Kapitel: Elektrik

4. Kapitel: Wasserversorgung – Abwasser und WC-Kassette

5. Kapitel: Krankenversicherung und SIP-Karte, ADAC, Reisen mit Hund

6. Kapitel: Achtung vor “bösen Buben”!

7. Kapitel: Computer und Telefon

8. Kapitel: Feiertage in Spanien für die Wintersaison 14/15 und regionale “Fiestas”

Legt euch schon mal Stift und Notizblock bereit, denn die Serie beginnt morgen!

Gute Nacht!

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Thema Mobilfunk und Internet im In- und Ausland

 
Elke schrieb folgenden Kommentar:

Hallo Ihr Beiden, Euer Thema zu Tarifen ist schon sehr frustrierend. Da ich ja auch immer nur Prepaid nutzen kann, hat sich hier in Belgien von Proximus = Vodafone 500 MB für € 10,– gültig für 4 Wochen bewährt. Nun habe ich aber gelesen, da ich ADAC Mitglied bin, dass die unheimlich günstige Angebote für alle Bereiche, auch Ausland, für Telefonie und Internet haben. Da ihr ja sicher auch im ADAC seid, schaut Euch das doch mal an. Bei mir hier in Oostende ist UMTS sehr langsam und instabil, aber mit EDGE habe ich keine Probleme und es geht   r e l a t i v  schnell.

Statt auf den Kommentar zu antworten, habe ich mich entschlossen, kurz 😉 einen weiteren Blogbeitrag zu dem Thema zu schreiben. Der ADAC bietet seit kurzem eigene Prepaid-Telefonkarten an (in Kooperation mit Base, also E-Plus-Netz), die allerdings keine besseren Konditionen haben als andere Anbieter schon seit langem. Es gilt: 9 Cent in alle deutschen Netze und ebenfalls 9 Cent für abgehende Gespräche aus der EU inkl. Norwegen, Island, Liechtenstein und Schweiz nach Deutschland UND in die EU (also z. B. innerhalb Spaniens), EINGEHENDE Gespräche im EU-Ausland zzgl. Norwegen, Island, Liechtenstein, Schweiz sind kostenfrei. (Letzteres gibt es bei blau.de schon länger und bei Aldi Talk seit Anfang März diesen Jahres.) Eine Internet-Flat für das Smartphone ist zubuchbar für € 3,90/30 Tage, mit 100 MB zur max. Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s, danach GPRS-Geschwindigkeit von max. 56 kBit/s, mit automatischer Verlängerung, falls genügend Guthaben verfügbar ist, ansonsten wird das MB mit (relativ günstigen) 24 Cent abgerechnet. Mit 100 MB für 30 Tage kommt man aber nirgendwo hin!!! Es gibt auch noch die Internetflat L für € 9,90/30 Tage mit den gleichen Bedingungen wie bei der Flat XS. Da gibt es dann 1 GB für 30 Tage und das ist für „normale“ Internetnutzer ausreichend. Gut ist, dass man bei beiden Flats jederzeit neues High-Speed-Volumen der gleichen Größenordnung für jeweils € 3,- nachbuchen kann. Das Volumen wird auf 0 gestellt (MB reset) und gilt wieder 30 Tage. Für € 5,95 (bis 31. August nur € 4,95) kann man auch das Vorteilspaket S buchen (100 Minuten oder 100 SMS, Internetflat mit 100 MB Highspeed) oder für € 7,95 das Vorteilspaket M (100 Minuten, 100 SMS, Internetflat mit 200 MB Highspeed und ADAC Community Flat). Auch hier kann bei beiden Paketen jederzeit das Internetvolumen für € 3,- nachgebucht werden. Großer Nachteil (ist aber überall so): Roaming (also Internet im Ausland) nicht möglich! Und die Vorteilspakete insgesamt gelten sowieso nur in Deutschland!

Jetzt gibt es aber natürlich auch noch ein Auslandsangebot: das EU Sprachpaket (inkl. 100 Minuten) für € 4,99/7 Tage und das EU Internetpaket (inkl. 100 MB) zum gleichen Preis mit gleicher Laufzeit. Absolut albern! Das reicht vielleicht gerade, um mails abzurufen und macht pro Monat dann ja auch schon fast € 20, für insgesamt 400 MB. Völlig indiskutabel, wenn man, wie wir, Monate im Ausland ist.

Wer sich das alles direkt beim ADAC anschauen möchte, kann „hier“ klicken.

MEIN FAZIT: Die Wahl des Mobilfunknetzes ist das Wichtigste bei der Entscheidung für einen Anbieter. Immer noch liegen in Deutschland Vodafone und Telekom an der Spitze, wechseln sich in schöner Regelmäßigkeit ab auf den Plätzen 1 und 2. Wie es nach der Fusion von E-Plus (KPN) und O2 (Telefónica) dort weitergeht, wird sich herausstellen. Entscheidend ist die Mobilfunkabdeckung bei der Nutzung von Internet, egal ob direkt mit Handy, Smartphone, Phablet, Tablet oder per USB-Internetstick am Net-/Notebook (oder Mobilfunkrouter). Wenn nur GPRS verfügbar ist (wie am Wohnort von Uschis Vater), kann man es vergessen, EDGE ist „na ja“, UMTS macht schon Spaß und HSDPA ist besser als ein langsames DSL. Welches Netz am jeweiligen Wohn-/Standort wie gut ist, kann man auf den jeweiligen Anbieterseiten prüfen.

Nun noch zum AUSLANDS-INTERNET! Optimal wäre ein Dual-SIM-Handy, dann kann man seine Standard-SIM-Karte weiterverwenden und ist unter seiner üblichen Handynummer weiterhin erreichbar. Seit dem 1. Juli gilt die neue EU-Roaming-Verordnung, ab sofort dürfen die Mobilfunkanbieter maximal 19 Cent pro Minute bei abgehenden und nur noch 5 Cent pro Minuten bei eingehenden Telefongesprächen berechnen. (Ab Ende des Jahres 2015 dürfen dann keinerlei Roaming-Gebühren mehr in der EU verrechnet werden.) Für den zweiten SIM-Karten-Schacht könnte man sich dann im Urlaubsland eine Karte mit einer Internetflat besorgen. Wenn mir nicht mein iPhone über den Weg gelaufen wäre, hätte ich mir auf jeden Fall ein Dual-SIM-Handy zugelegt. Die sind inzwischen richtig gut geworden und auch bei renommierten Anbietern zu haben. Wer kein Dual-SIM-Handy hat, sollte zu seinem eigenen Schutz die mobile Datenübertragung in seinem Handy deaktivieren und Internet nur über WLAN nutzen. Sonst kann es schnell sehr teuer werden!!!

WIR NUTZEN für unsere Computer und Tablets in Spanien sowohl das WLAN-Angebot der Campingplätze als auch Internet per Mobilfunk, entweder per Mobilfunk-Stick oder per Mobilfunk-Router. Letzteres hat den Vorteil, dass mehrere Geräte gleichzeitig online gehen können, erfordert aber Konfigurationskenntnisse. In Spanien kämpfen mit Vodafone, Orange und Telefónica drei Netzbetreiber um die Gunst ihrer Kunden. Wie auch in Deutschland ergänzen viele Discount-Anbieter das Angebot der Mobilfunkbetreiber. Zu den spanischen Prepaid Discountern zählen z.B. Yoigo, Simyo, Happy Móvil, Hitsmobil, MoviData, Masmóvil und Carrefour Móvil. Bisher waren wir mit dem Angebot von Carrefour Spanien zufrieden (Orange-Netz), die Netzabdeckung ist sehr gut. Es gibt eine Tages-Flat von 100 MB/24 Stunden für € 1,- (plus 21% IVA = € 1,21) sowie zwei Flatrates von 1 GB (€ 19,-) oder 3 GB (€ 29,-), jeweils zuzüglich IVA. Allerdings kann man nach Verbrauch kein Volumen nachbuchen, sondern muss sich für den Rest des Monats (oder Tages) mit GPRS-Geschwindigkeit begnügen. Als wir im März wegen unserer Blog-Fotoaktion einen sehr hohen Verbrauch hatten, haben wir zwei Carrefour-Karten abwechselnd verwendet, um durchgängig schnelles Internet zu haben. Weiterführende Infos „hier„.

Für den NÄCHSTEN WINTER werde ich mich aber wieder neu orientieren und evtl. auch neu entscheiden. Es gibt eine sehr interessante Seite, auf der man für viele verschiedene Länder Anbieter finden und das für sich passende Angebot aussuchen kann:

http://prepaidwithdata.wikia.com/wiki/Prepaid_SIM_with_data

Jetzt noch ein Tipp ganz speziell für dich, Elke 😉 EDGE von BASE Belgium ist schneller als das von Proximus oder Mobistar und BASE bietet eine Flatrate von 1 GB/30 Tage für € 10,- an. Das ist immerhin doppelt soviel an Volumen wie du jetzt zur Verfügung hast. Aldi Talk bietet dasselbe an für € 9,50 (gleiches Netz), die SIM-Karte ist kostenfrei mit € 9,99 incl. € 10,- Startguthaben. Einen freien Stick hast du ja, soweit ich weiß. Ansonsten hast du dir leider ein sehr teures Land ausgesucht, zumindest was das Internet angeht!

So, liebe Leser, ich weiß, dass euch jetzt wieder der Kopf raucht! Aber der eine oder andere von euch ist ja vielleicht ganz dankbar für diese Infos. Hoffe ich zumindest!!!

 

NACHTRAG!!!

Mit den neuen Roaming-Gebühren scheint sich gerade eine Menge zu bewegen:

Die neuesten Infos von Vodafone (prepaid und Vertrag):

Ab sofort können Vodafone-Kunden die Vodafone WebSessions International zum Tagesnutzungspreis von 2,99 Euro statt bisher 14,95 Euro buchen. Das inkludierte Datenvolumen wurde zudem von 50 MB auf 100 MB verdoppelt. Die Vodafone WebSession International ist ab Aktivierung 24 Stunden nutzbar und wird bei Ausschöpfung des inkludierten Datenvolumens vorzeitig beendet.
Unter www.vodafone.de/websession erhalten Leser weitere Informationen zu den Auslandstarifen.

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Die neuesten Infos von ALDI:

Das EU-Internetpaket kostet 4,99 Euro bei einer Laufzeit von 7 Tagen und beinhaltet jetzt 150 MB. Neben den EU-Ländern können die EU-Pakete auch in den Ländern Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island genutzt werden. Diese Länder zählen bei Aldi-Talk generell zur Ländergruppe 1 und es werden auch in diesen seit Anfang März keine Roaming-Gebühren berechnet. Im EU-Ausland (Ländergruppe 1) können Kunden von Aldi-Talk seit März zu Inlandspreisen telefonieren, simsen und surfen. Abgehende Gespräche in das deutsche Festnetz und in alle deutschen Mobilfunknetze werden mit jeweils 11 Cent berechnet. Gespräche zu anderen Aldi-Talk Kunden kosten nur 3 Cent pro Minute und Telefonate in andere EU-Netze 11 Cent. Für eingehende Telefonate werden keinerlei Roaming-Gebühren berechnet. Der Versand einer SMS kostet wie im Inland 7 Cent. Einzig eine gebuchte Internet-Flat ist nicht im EU-Ausland nutzbar. Wird nicht das EU-Internetpaket gebucht, fallen pro übertragenem MB 23 Cent an.

Lost in the jungle Teil 2

 
 
Ihr erinnert euch? Es geht noch etwas weiter! Denjenigen, die den ersten Teil gar nicht gelesen haben, weil er ihnen zu lang, zu kompliziert, zu negativ, zu trocken oder sonstiges war, sei gesagt, dass es nur ein einziges Mittel gibt, im Dschungel der Telefongesellschaften nicht verloren zu gehen. Das ist: informiert, wachsam, misstrauisch und hartnäckig zu sein. Oder wieder zu Rauchzeichen zurückzukehren. 😉

Ihr erinnert euch? Letzter Abschnitt (vor dem Foto) von „Lost in the jungle„. Wir mussten die verbilligte Hardware, die an den stornierten Vertrag bei 1&1 gebunden war, zurückschicken, um dann ein identisches neues Gerät zugeschickt zu bekommen. Soweit-so gut. Inzwischen sind 4 Wochen vergangen und in unserem online-account war immer noch für den zurückgeschickten Router keine Gutschrift erfolgt. Natürlich war aber bereits der Preis für den neuen Router von unserem Konto abgebucht worden! Außerdem stimmte etwas mit einer Rechnung nicht, die nachgebuchte 2GB-Flat war doppelt berechnet worden. Rechnungen lagen uns in dreierlei Art vor, in Papierform, als eMail-Anhang und im Kundenkonto online. Nachdem ich gestern Abend mal wieder mühsam versucht hatte, mir einen Durchblick zu verschaffen (mit zusätzlicher Überprüfung des letzten Kontoauszuges der Bank) und unser Tisch voll war mit diversen Notizzetteln, entschloss ich mich noch um 23:30 die Hotline von 1&1 anzurufen. Da ist tatsächlich rund um die Uhr jemand zu erreichen und wenn man die 1&1 SIM-Karte benutzt, ist der Anruf sogar kostenfrei! Nach relativ kurzer Zeit hatte ich eine „freie Mitarbeiterin“ am anderen Ende und im Verlauf des Gesprächs hörte ich im Hintergrund mindestens zwei weitere Hotline-Mitarbeiterinnen im Kundengespräch. Abends um kurz vor Mitternacht! Während der nächsten halben Stunde versuchte die freundliche Dame sich konzentriert und leise vor sich hin murmelnd mit der einen oder anderen Nachfrage einen Durchblick zu verschaffen. Sie konnte feststellen, dass der Router als zurückgeschickt vermerkt war, aber warum noch keine Gutschrift erfolgt war, wusste sie nicht. Sie wollte mir dann 30 Euro gutschreiben, wir hatten aber nur € 19,99 bezahlt. Wo denn der Preis für den Router stehe? Na, auf der Webseite, aber mit der Preispolitik ihrer Firma war sie offensichtlich nicht vertraut. Sie sagt mir also zu, € 19,99 gutzuschreiben. Jetzt noch die doppelt berechnete Flat. Ja, da kann sie mir leider nicht weiterhelfen, da ich den Einzelverbindungsnachweis bisher nicht freigeschaltet habe! Der ist, wie ich jetzt erfahre, standardmäßig deaktiviert. Als ich ihn noch während des Gesprächs aktiviere, steht dort, dass der Einzelverbindungsnachweis ab der ÜBERnächsten Rechnung zur Verfügung steht. Ihr Computer sagt ihr, dass ich zwei 2GB-Flats nachgebucht habe, ich sage ihr, dass das nicht stimmt. Ja, dann steht jetzt Aussage gegen Aussage!!! Es ist 3 Minuten vor 12 und da die Dame, wie sich kurz darauf rausstellt, um 0 Uhr Feierabend hat, sagt sie, dass sie sich ja gar nicht mit mir rumstreiten will und mir die € 9,99 auch noch vergütet. Die insgesamt € 29,98 würden mit den folgenden Rechnungen verrechnet. Ihr wisst also, was ich die nächsten Wochen zu tun habe?

Teil 3 folgt dann irgendwann einmal…

OHNE Gewähr!!!

 

Maße

Kleiner Nachtrag zum Beitrag “Sieben-Meilen-Stiefel”:

Damit ihr euch die Größenverhältnisse der Filzsocken besser vorstellen und sie nacharbeiten könnt, habe ich einen bunten Socken vor dem Waschen fotografiert und die von mir gemessenen, NUR für meine Schuhgröße passenden, Maße in die Fotos eingetragen.

Ihr solltet die Maße natürlich eurer Größe anpassen. Als kleine Hilfe für das Verlängern von Schaft oder Gesamtlänge könnt ihr ungefähr 1cm pro Strickrunde annehmen. Wer noch zusätzlich eine grundsätzliche Strickanleitung für Socken braucht, findet sie z. B. bei http://www.strickenlernen.info/socken-stricken-strickkurs/ Daumen hoch oder bei mir persönlich ab Mitte November am Torre la Sal 2! Sarkastisches Smiley Der Vollständigkeit halber gibt es auf dem nächsten Foto noch die Maße des einfarbigen schon gefilzten Sockens.

Maße
written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Sieben-Meilen-Stiefel!

 
 
Damit ich im Winter in Spanien an den langen Abenden im Auto wieder warme Füße haben werde, kaufte ich mir… nein, keine Hausschuhe, sondern dicke Filzwolle, GROSSES FRAGEZEICHEN! Nachdem mir nach vier Jahren meine im Ausnahmewinter (Fotoalbum dazu oben in unserer Menüleiste!) an der Nordsee in St. Peter-Ording gestrickten Hausschuhe fast auseinandergefallen waren (obwohl Ingrid sie xmal gestopft hatte), wollte ich unbedingt wieder neue haben. Wie die Strickaktion dafür abläuft erkläre ich euch jetzt in Wort und Bild:

Zuerst kauft man Filzwolle, für Schuhgröße 38/39 200g und ein Nadelspiel in Größe 8 (in Worten acht). Dann strickt man einen Socken (Anschlag 4 x 10 Maschen). Es entsteht ein “Sieben-Meilen-Socken”, so in Größe XXXL!

7-Meilen-Sockenbuntes Söckchen Gr. 38

Zusatzinfo: Wenn jemand eine grundsätzliche Strickanleitung für Socken braucht, Kommentar genügt, dann folgt postwendend ein Extra – Blogeintrag.

Die folgenden Fotos zeigen den Größenunterschied an meinen Füßen.

GrößenvergleichGrößenvergleich

Jetzt müssen die Riesensocken natürlich “geschrumpft” werden, und das ist kinderleicht: In der nächsten Wäsche bei 60° mitwaschen, dann entstehen aus den Stricksocken automatisch Filzsocken, dick, warm und kuschelig!

Filzsocken

Filzwolle gibt es übrigens in vielen Farben, Preis pro 50g-Knäuel liegt etwa bei 5€. 

Wer etwas schickere (aber leider etwas komplizierter herzustellende) Hausschuhe, bei uns “Schlubberschuhe” genannt, für kühle Abende im Wohnmobil oder auch im “Steinhaus” möchte, sollte sich noch das letzte Foto für heute unbedingt anschauen.

made by Ingrid

Nein, die sind NICHT gestrickt! Verspotten

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Lost in the jungle

 
 
Nach einigen erheiternden/frustrierenden/unverschämten/ärgerlichen/unsinnigen/total bescheuerten Erfahrungen mit den Bedingungen und Gepflogenheiten der Handynetz- und Tarifanbieter muss ich meinen Gefühlen hier mal freien Lauf lassen. Vielleicht lernt der Eine oder Andere von euch ja daraus oder wird zumindest etwas wachsamer vor Abschluss eines Vertrags oder Buchung eines Volumentarifs.

Es fing an, als wir vor fast 2 Jahren Uschis Vater zu seinem 85sten Geburtstag ein Tablet geschenkt hatten, damit er, wenn wir die Wintermonate in Spanien verbringen, zusätzlich zu den wöchentlichen Telefonaten unsere Blogeinträge verfolgen kann. Also musste logischerweise auch ein Internetzugang her! Die Telekom schied aus, weil er schon seit Jahren keinen Festnetzanschluss mehr hat, sondern über Vodafone die Zuhause-Option zu seinem Mobilfunkvertrag nutzt. Vodafone schien von der Netzabdeckung her geeignet zu sein, vorsichtshalber lieh ich mir von Freunden zusätzlich einen Mobilfunk-Stick im Telekom-Netz aus. Bei beiden war das enttäuschende Ergebnis GPRS, also das langsamste Internet, was es gibt. So langsam, dass man sich in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellen kann, dass es das noch gibt. Eine Geschwindigkeit wie in der Internetsteinzeit Anfang der 90er-Jahre. Selbst für einen 85-Jährigen mit keinerlei Computer-/Internetvorkenntnissen eigentlich nicht tragbar. Er wohnt im Randgebiet einer Kleinstadt. Aber er konnte deswegen ja schlecht umziehen! Ich fand nach eingehenden Recherchen ein günstiges Angebot im Vodafone-Netz, befristet auf zwei Jahre, danach würde es deutlich teurer werden. DAS IST DIE ERSTE FALLE!!! Die Tarifbetreiber hoffen, dass man dies im Verlauf der zwei Jahre vergisst, den Vertrag nicht rechtzeitig kündigt und dann für mindestens ein weiteres Jahr mit wesentlich höheren Gebühren gebunden ist. Denjenigen von euch, die jetzt fragen, warum Vertrag und nicht Prepaid, sei gesagt, dass Vertrag immer die besseren Konditionen hat. Nur wenn man, wie wir, viele Monate des Jahres im Ausland verbringt, lohnt sich ein Vertrag nicht.

Das Vodafone-Internet kroch in Schneckengeschwindigkeit durch den angesteckten Stick in das Tablet. Wenn Uschis Vater Glück hatte, konnte er nach einigen Minuten immerhin schon unsere Texte lesen, die Fotos brauchten laaange oder wurden erst gar nicht angezeigt. Zu unserem und seinem Glück hatte er keinerlei Vergleichsmöglichkeiten zu schnellem Internet und behauptete auch, er habe doch Zeit. Nun ja! Ich probierte, dem Stick in einem Mobilfunk-Router direkt auf der Fensterbank zu mehr Geschwindigkeit zu verhelfen, es war erfolglos!

Wir nutzten seit Jahren einen Stick der Internetcommunity wkw (wer kennt wen) im Vodafone-Netz. Das war nicht die preiswerteste Variante, aber unkompliziert und zuverlässig. Guthaben konnte nach Belieben aufgebucht werden und verfiel nicht während unserer Spanienmonate. GROSSER VORTEIL (wenn auch teuer): Falls das gebuchte Volumen vor Ende der gebuchten Zeit aufgebraucht war, konnte man ein neues Paket kaufen und von vorne anfangen. Das ist nicht bei allen Anbietern der Fall, oft muss man mit dem oben erwähnten Schneckentempo bis zum Ende der Laufzeit auskommen. Im Mai, wir hatten kaum die Grenze von Frankreich nach Deutschland überfahren, wollte ich wkw aktivieren. Es ging nicht! Ich vermutete schlechten Mobilfunkempfang, wunderte mich allerdings, dass mein Handy, auch Vodafone, dies nicht bestätigte. An einem anderen Standort passierte das Gleiche. Irgendwann rief ich bei der Hotline an und erfuhr, dass wkw seinen Mobilfunkbereich zum Ende des Monats Mai aufgeben würde. Ob ich denn keine Post bekommen hätte? Hatte ich bestimmt, aber ich war halt noch nicht da, wo meine Post lag. Ja – aber, wir haben doch erst Anfang Mai, warum funktioniert es jetzt schon nicht mehr? Und wieviel Guthaben habe ich denn noch??? Die Post besagte, man möge doch bitte die ab und zu auftretenden technischen Schwierigkeiten entschuldigen und eine Kontoverbindung angeben, wohin das Restguthaben zurückerstattet werden würde. Es betrage € 8,41. Inzwischen in Lauterburg gelang es mir zwischen zwei auftretenden technischen Schwierigkeiten, mich einzuloggen, ein Internetpaket zu buchen und dabei konnte ich feststellen, dass mein/unser Guthaben noch € 19,76 betrug!!! Ich telefonierte wieder, um mitzuteilen, dass ich mein Guthaben bis zum Ende des Monats verbrauchen würde und dass es wesentlich höher sei als mitgeteilt. “Unser System sagt € 8,41”, war die Antwort! Bis Ende des Monats hatte ich erfolgreich zwei Wochenflats zu je einem GB gebucht und verbraucht, die deutlich teurer als € 8,41 waren. DAS IST DIE ZWEITE FALLE!!! Wenn man nicht selbst nachprüfen kann, wieviel Geld man noch auf dem Konto hat, erzählen sie einem die Story vom Pferd. Hätte ich das Geld zurückbuchen lassen, hätte ich mit Sicherheit nur € 8,41 bekommen. Beispiel Aldi, unsere SIM-Ersatzkarte für besondere Anlässe: Wir hatten die Karte verlegt, sie war weder in dem entsprechenden Handy noch im Tablet noch im Web-Stick. Ich wusste, dass noch Guthaben da war, aber nicht wieviel. Der freundliche Aldi-Mitarbeiter von der Hotline sagte, kein Problem, er schickt mir kostenfrei eine neue SIM-Karte, überträgt das Guthaben von € 20 und wenn ich die neue SIM in Betrieb genommen und aktiviert habe, wird die alte automatisch deaktiviert. Die neue Karte kommt, wir fahren nach Spanien (wo ich sie nicht wirklich brauche). Irgendwann haben wir kein Internet und ich will das wöchentliche Telefonat mit unserem Freund Brodo über Aldi führen bzw. ihm eine SMS schicken, dass er mich anruft. Er hat eine Flatrate und Aldi hatte gerade die Roaminggebühren abgeschafft. Mein Handy sagt, dass das Guthaben € 0,00 beträgt! Also kann ich noch nicht einmal bei der Hotline nachfragen. Das tue ich, als wir wieder in Deutschland sind. „Tut mir Leid, aber ich kann die Verbräuche nur 90 Tage zurückverfolgen.“ Also habe ich Pech gehabt? Ja, leider!!! € 20 im A…

Den Vertrag für Uschis Vater kündigte ich fristgerecht und bat um eine Kündigungsbestätigung. Die kam (natürlich) nicht. Nachfrage bei meinem Bruder in Bochum (meine Meldeadresse), nichts. Also telefonisch nachfragen, “der nächste Mitarbeiter ist schon für Sie reserviert, bitte legen Sie nicht auf, alle Mitarbeiter sind momentan im Kundengespräch”. Sie haben keine Kündigungsbestätigung von uns bekommen??? Das verstehe ich aber gar nicht! DAS IST DIE DRITTE FALLE!!! Kündigungen unbedingt per Einschreiben schicken oder faxen (ich hatte gefaxt). Und frühzeitig nachhaken!!!

Uschis Vater braucht ab Mitte August einen neuen Internetanbieter. Also wieder Vodafone, Telekom mit und ohne Router bei ihm zu Hause getestet. In den letzten zwei Jahren hat sich leider offensichtlich nichts verbessert, immer noch nur GPRS. Nach frustrierenden hin und her-Versuchen sagt Uschi zum Schluss: “Probier doch mal Aldi!” Hahaha, E-Plus-Netz in Zang! Ich probiere trotzdem und SIEHE DA: EDGE! Das ist auch noch nicht wirklich schnell, aber immerhin ca. 4x so schnell wie GPRS. Hurra!!! Wir überließen ihm unsere SIM-Karte, ich richtete auf meinem Tablet eine Monatsflat ein (1,5 GB für € 9,99), wir tauschten seinen Internetstick, der nur SIM-Karten im Vodafone-Netz akzeptiert aus gegen unseren “freien” Stick und fuhren hocherfreut auf den Campingplatz zurück. Nach drei Wochen und der Aussage von Uschis Vater, dass das Internet jetzt wirklich schneller geworden sei, kauften wir ihm bei Aldi einen Stick (€ 39) und ein Starterpaket (€ 12,99 incl. SIM-Karte und € 10 Startguthaben). Unsere Karte und unseren Stick brauchen wir auf Dauer für uns. Beim Tausch wunderte ich mich, dass sein Tablet mir mitteilte, dass jetzt eine Tagesflat aktiv sei. Ich hatte vorher auf meinem Tablet mit seiner neuen SIM-Karte wieder eine Monatsflat gebucht. Mein Tablet, in das ich unsere alte SIM-Karte legte, die er jetzt drei Wochen genutzt hatte und wo noch eine Woche gültige Monatsflat verfügbar sein musste, sagte, dass die Tagesflat jetzt aktiv sei. Hä??? Also Anruf bei Aldi-Talk, “der nächste freie Mitarbeiter…”. Nachdem die freie Mitarbeiterin verstanden hatte, was ich von ihr wollte, erklärte sie mir, dass die SIM-Karte in Verbindung mit einem Stick nur für den Computer oder das Note-/Netbook gedacht sei. Ich müsse die SIM-Karte in ein Tablet einlegen, um die “kleine” Flat nutzen zu können. Sonst würde jeden Tag eine Tagesflat berechnet. (€1,99 mal 30 Tage gleich € 59,70!!! Ein wenig teuer, oder?) Gute Frau, es gibt Tablets mit SIM-Karteneinschub und solche, an die man nur einen Stick mit eingelegter SIM-Karte anstecken kann! Ja, aber dann funktioniert es eben nicht! Dann geht nur die Tagesflat oder die “große” Monatsflat (€ 14,99 für 5 GB). Wo steht das in Ihren Prospekten, im Internet etc.? Schwammige Antwort und Wiederholung dessen, was ich nun schon weiß. Ja, die Monatsflat ist aktiv und auch berechnet worden, zusätzlich jeweils eine Tagesflat an den Tagen, an denen das Internet genutzt wurde. Wir können ja nichts dazu, wenn Sie die Monatsflat dann gar nicht nutzen. WIR KONNTEN SIE NICHT NUTZEN, WEIL UNS NIEMAND GESAGT HAT, DASS ES SO NICHT FUNKTIONIERT!!! Also gut, sie verbindet mich jetzt mit der Kulanzabteilung, ich erzähle die ganze Geschichte noch einmal, bekomme das Gleiche zu hören und die freundliche freie Mitarbeiterin stimmt mir sogar zu, dass das alles wenig kundenfreundlich ist. Ob sie die Möglichkeit habe, solche Kritikpunkte weiterzugeben? Eher nicht, aber sie schreibt mir die € 9,99 gut. DAS IST DIE VIERTE FALLE!!! Glaube nicht, dass alles in Ordnung ist, nur weil es so zu sein scheint! Sei misstrauisch, glaube niemandem irgendetwas, kontrolliere und überprüfe alles und ständig.

Jetzt gäbe es mehrere Möglichkeiten:
Umzug in eine Gegend mit besserem Netzausbau – nicht realisierbar.

Ein anderes Tablet mit SIM-Karteneinschub kaufen – unsinnig.

Die Monatsflat für € 14,99 mit 5 GB buchen, von denen er dann vielleicht 500 MB verbraucht – unwirtschaftlich und Verschwendung.

Nach einem anderen Anbieter im E-Plus-Netz suchen, bei dem es diese Stolperfalle nicht gibt – zeitaufwändig und Ingrid hat die Nase voll.

Den Internetzugang rationieren und per Tagesflat nur noch nutzen, wenn wir Bescheid gesagt haben, dass wir einen neuen Blogbeitrag online haben – unbefriedigend, aber machbar.

Wem noch etwas einfällt, bitte melden!!! Ich könnte noch weiter auflisten, z. B., dass man GEBRAUCHTE verbilligte Hardware, die an einen stornierten Vertrag gebunden ist und die man gegen Bezahlung des Differenzbetrages behalten möchte, zurückschicken muss, um dann ein identisches, NEUES  Modell zugeschickt zu bekommen. Dass bei einem stornierter Vertrag der Internetzugang durch deaktivieren der SIM-Karte nicht zum Monatsende, sondern nach Eingang des Stornierungsantrags gesperrt wird. “Sie hatten zusätzliche 2 GB Volumen dazugebucht und hätten bis zum Monatsende noch sechs Tage Zeit um es zu verbrauchen? Das tut mir Leid, aber einen stornierten Vertrag kann ich nicht mehr reaktivieren!” Und so weiter, und so fort. Ich mache jetzt Schluss, ist eh schon ein halber Roman geworden. Mein Fazit ist: Du wirst überall zu besch… versucht, der Begriff “Ehre” scheint nicht mehr bekannt und schon gar nicht mehr gebräuchlich zu sein, wer dumm, gutgläubig oder vertrauensvoll ist, hat im Zweifel halt Pech gehabt. Antwort bei Beschwerde: “Ach, das haben Sie nicht gewusst??? Das tut mir jetzt aber Leid!”

unsere verschiedenartigen mobilen Internetlösungen

P. S.: Informiert euch über den Abrechnungszeitraum eures gebuchten Volumens! Das geht nicht immer vom ersten Tag bis zum letzten Tag des Monats und erst recht nicht von der ersten Verwendung an 30 Tage. Bei 1&1 z. B. wird in der Nacht vom 22. auf den 23. umgestellt. Wenn ich also am 18. d. M. mein 3 GB-Volumen beginnen werde, weil ich gerade dann meine neue SIM-Karte zugeschickt bekommen habe, verfällt alles, was ich bis zum 22. nicht verbraucht habe. Ich glaube NICHT, dass es anteilig verrechnet wird.

Papa Luna in Peñiscola oder doch in Avignon?

 
Ihr erinnert euch an den netten älteren Herrn, der im letzten Beitrag in Peñiscola neben Uschi auf den Steinen saß? “Papa Luna” haben wir ja schon öfter mal erwähnt und eure (und unsere) Geschichtskenntnisse aufgefrischt mit Wikipedia-Wissen. Papa (Papst) Luna war einer der Gegenpäpste (pseudopapa, antipapa) zu dem amtierenden in Rom. Zur Aufstellung von Gegenpäpsten kam es, weil sich z. B. das Kardinalskollegium spaltete oder der Kaiser bzw. römische aristokratische Familien in die Papstwahl eingriffen. Im Laufe der Zeit soll es zwischen 25 und 40 Gegenpäpste gegeben haben und einer von ihnen war “unser” Papa Luna. Er hatte übrigens nichts mit dem Mond zu tun, wie sein Name vermuten ließe, sondern hieß offiziell Pedro Martinez de Luna y Gotor oder verkürzt Pedro de Luna. Sein späterer Papstname war Benedikt XIII. Ab 1309 residierten insgesamt sieben von der gesamten Kirche anerkannte Päpste in Avignon und erst Gregor XI ließ sich 1377 zur Rückkehr nach Rom überzeugen (wohin ihn Pedro de Luna begleitete, damals noch als Kardinal). Die französischen Kardinäle (die die Mehrheit im Kardinalskollegium stellten) erkannten dies jedoch nicht an und erklärten den Heiligen Stuhl daraufhin für vakant. Bis 1417 gab es daraufhin einen Papst in Rom und einen Gegenpapst in Avignon, von 1394 an war es Benedikt XIII als Nachfolger des in Avignon im Exil lebenden Papstes Clemens VII. Erst das Konzil von Konstanz (1414-1418) beendete die Spaltung der lateinischen Kirche. Benedikt XIII widersetzte sich der Absetzung durch das Konzil und zog sich, seiner Definition nach immer noch als Gegenpapst, auf die Bergfestung in Peñiscola zurück, wo er im Alter von 90 Jahren (!) starb.

Soweit ein kleiner Teil der verwirrenden Geschichte der lateinischen Kirche des Abendlandes. Hochinteressant, wenn man sich genauer damit beschäftigt und absolut unverständlich bzw. nicht nachvollziehbar aus heutiger Sicht. Oder doch???

Okay, wir sind auf einem sehr schönen Campingplatz ganz in der Nähe von Avignon. Das Städtchen heißt Remoulins, der Campingplatz “La Sousta”. Ein parkähnliches Gelände mit wunderbar altem Baumbestand. Kleine, nicht als solche gekennzeichnete oder abgeteilte Parzellen, die Bäume regeln das. Die große Fläche, auf der wir stehen, ist vermutlich in zwei Plätze unterteilt, aber jetzt in der Nebensaison interessiert das niemanden. Nicht viele Plätze sind für uns anfahrbar, die Bäume!

Platz 90 oder 90+? Und endlich macht sich auch unsere Investition vom letzten Frühjahr bezahlt! Nach unseren Strom-Schwierigkeiten in Palavas-les-Flots hatten wir uns im dortigen Yachthafen bei einem Schiffsausrüster einen Adapter von französischem Stecker auf Euro-Stecker “basteln” lassen. Und ohne den wären wir jetzt auch hier wieder aufgeschmissen gewesen. Wir befinden uns in Frankreich! Hier gehen die Uhren noch etwas anders als in der übrigen Welt, siehe das Toiletten-Foto vom letzten Beitrag. 😉

französisch!!! französisch zu europerfekte Kombi 

Nur wenige hundert Meter von uns entfernt befindet sich das UNESCO-Weltkulturerbe “Pont du Gard”. Erstaunlicherweise kostet der Campingplatz auch in der Hauptsaison nur die Hälfte von dem, was man in Spanien an der Mittelmeerküste bezahlt. Aktuell müssen wir € 15,30 für den Platz incl. 2 Personen bezahlen, Flitzi kostet nichts extra. Für Strom werden noch einmal pauschal € 4,10 fällig. WLAN gibt es, aber nicht kostenfrei, sondern mit € 4/Tag ganz schön happig! Die Dame an der Rezeption klärte uns nicht darüber auf, dass man mit einem Zugang zwar nicht parallel, wohl aber nacheinander online gehen konnte! Also investierten wir noch einmal € 8!

Den Pont du Gard fuhren wir heute als erstes an, aber die Parkplatzpreise ließen uns ganz schnell wieder umkehren. Also erst den Stadtbummel. Danach brachten wir Flitzi auf unseren Platz und liefen die paar Meter zu Fuß, um dann festzustellen, dass nicht nur das Parken kostet, sondern man ohne Eintritt zu bezahlen nirgendwo hinlaufen darf.

Parkgebühren Pont du GardEintritt zu Fuß Pont du Gard 

Die spinnen wohl, die Römer – ähh, die Franzosen! Wir versuchten es noch von der anderen Seite bzw. vom anderen Flussufer aus, gleiches Ergebnis. Und die Gegend ist so waldreich, dass man absolut keine Chance hat, auch nur ein Zipfelchen des Aquäduktes zu sehen!!! Vielleicht hätten wir es uns noch überlegt, aber es war schon 18 Uhr und um 19 Uhr wird der Pont du Gard geschlossen! Früher haben bestimmt die Römer um diese Zeit das Wasser abgestellt! Es bleibt uns also nur, euch einen Link zu, ihr wisst schon, Wikipedia anzubieten: “hier” 😉

Bei Avignon waren wir uns beide nicht sicher, ob wir in früheren Jahren schon einmal hier gewesen waren. Es ist eine sehr schöne und typisch französische Stadt. Rundherum von einer noch vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben, innen sehr mittelalterlich anmutende Gässchen und Straßen. Und wunderschöne, sehr stylische Geschäfte mit Schaufenstern, wie es sie eben nur in Frankreich gibt. Ich mag ja Spanien inzwischen sehr, aber Frankreich ist einfach eine alte Liebe von mir, gewachsen aus etlichen Urlauben in den 80er-Jahren mit Zelt und Hund und 2CV. In Spanien sind alte, verfallende Häuser einfach nur alte, verfallende Häuser, in Frankreich haben auch sie noch einen unerklärbaren morbiden Charme. Und selbst die kleinsten Dörfchen haben Charisma. Auch hier fällt der Putz von den Wänden, sind Häuser unbewohnt, aber da blüht ein Oleander hinter einem rostigen Balkongeländer oder es stehen zwei wackelige Holzstühle und ein kleiner Tisch mit gusseisernem Gestell direkt neben der Straße und laden zum Verweilen ein. Ich habe den Eindruck, dass es den Franzosen wichtiger ist als den Spaniern, auch mit wenigen Mitteln ihre Häuser, Dörfer, Städte ansprechend und schön zu gestalten. Mein Herz schlägt für Frankreich und ich möchte mal wieder länger hier sein als immer nur kurz auf der Durchreise.

À bientôt!

PapstpalastMonument mit iPhone geknipstmit Spiegelreflexkamera aufgenommenDetailAltstadt           

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Unsere Rückreise (Stellplatzbeschreibungen)

 
Es gestaltet sich alles wieder etwas schwierig! Unsere erste Station war nach nur 150 km Cambrils. Wir wollten uns den dortigen Stellplatz einfach mal anschauen und eigentlich auch die Stadt. Der Stellplatz “Camperpark Las Moreras” gehört zum Campingplatz “Playa y Fiestas” und liegt bei Mont-Roig del Camp, ca. 6 km von Cambrils entfernt (GPS: 41°02’40’’N/00°59’40’’E). Die Lage ist direkt am Meer, die Plätze (120 Stück) waren in Ordnung und auch für unser Mobil ausreichend groß. Der Preis betrug € 11,45 (incl. “Kurtaxe”). WLAN kostete extra. Es gibt eine Entsorgungsstation zum Darüberfahren und alles, was man sonst so braucht. Wir hatten aber keine Lust, unsere gut verpackten Fahrräder zu aktivieren und auf der Landstraße nach Cambrils zu fahren, also haben wir entschieden, die Stadt ein anderes Mal (wenn wir Flitzi dabei haben) zu besuchen.

Cambrils (1) Cambrils (2)

Unser nächstes Ziel sollte der Stellplatz “Platja d’Aro (Reisemobil-Bordatlas Europa 2012, S. 121) sein. Laut Beschreibung gibt es am Straßenrand Ausweichplätze, falls der Stellplatz mal belegt sein sollte. Am Straßenrand standen jede Menge Wohnmobile, aber der Stellplatz war mit Schranken und die Entsorgungsanlage mit Blumenkübeln “verrammelt”. Große Enttäuschung! Am Straßenrand (eng, voll, auf Asphalt) wollten wir nicht stehenbleiben und entschieden uns, noch ca. 75 km weiterzufahren bis Navata, 10 km nördlich von Figueres (Reisemobil-Bordatlas Europa 2012, S. 121), wo wir auf der Hinfahrt schon übernachtet hatten. Es ist ein privater Stellplatz neben einem kleinen Restaurant, ein großer runder Schotterplatz mit angrenzenden Grünflächen für ca. 20 Mobile (auch sehr gut geeignet, wenn man mit Hänger unterwegs ist), ohne Strom, aber mit der Möglichkeit, zu ent- und versorgen. Der Betreiber/Wirt ist sehr freundlich, es gibt kostenlos WLAN. Bei Verzehr im Lokal ist die Übernachtung frei, ansonsten kostet es € 2,00. Ein kleiner Supermarkt ist direkt gegenüber. Der Ort ist winzig, aber recht nett und für einen kleinen Nachmittagsspaziergang gut geeignet. Ganz toll war der Blick vom Wohnmobil auf die schneebedeckten Ausläufer der Pyrenäen!

Navata (3)

Navata (2) Navata (1) Navata (5) Navata (6) Navata (4) Navata (7) Navata (8)

Nach einer ruhigen Nacht mit nur zwei weiteren Mobilen in der Nachbarschaft wurde es dann irgendwann ernst und wir mussten Spanien verlassen!!! Unser nächstes Etappenziel war wieder das nette Städtchen Palavas les Flots in Südfrankreich (in der Nähe von Montpellier), wo wir auf der Hinfahrt das Theater mit dem “überflüssigen” Motoröl hatten (hier noch einmal nachzulesen). Wir kamen gegen halb 3 nachmittags am Stellplatz an, hatten beim Vorbeifahren mit Blick auf seeehr viele Wohnmobile schon eine böse Vorahnung, und tatsächlich war der Platz (für ca. 140 Mobile) komplett belegt! Vor uns standen noch zwei weitere Mobile vor der geschlossenen Schranke und es werden im Laufe des Tages sicher noch einige mehr gewesen sein. Wir waren einigermaßen schockiert! Ein normaler Dienstag im April!!! Man verwies auf die benachbarten Campingplätze und so fuhren wir den nächstgelegenen an, Camping “Montpellier Plage”. Es ist o.k., wir stehen wunderbar auf Grasboden, ein paar Meter weiter am Ende des Platzes ist ein Etang mit Flamingos, wir haben keine unmittelbaren Nachbarn, der wunderbare Sandstrand ist auf der anderen Seite der Straße. Mit den Rädern ist man in 10 Minuten im Stadtzentrum. Es ist natürlich etwas teurer hier (€ 21,80 für Mobil + 2 Personen, Strom € 4,45/Nacht, € 4,00 für WLAN/Tag oder € 14/Woche). Es ist aber sicher um Klassen besser hier als auf einem überfüllten Asphaltplatz. Der Campingplatz ist allerdings nur in der Sommersaison geöffnet. Aber natürlich gab es auch hier wieder ein paar Haken (leider aber keinen einzigen in irgendeiner der vielen Duschen!!!!). Zum einen sprach natürlich wieder niemand irgendetwas anderes als französisch! Die Dame an der Rezeption hatte größte Probleme mit dem Rechnen und gab uns verkehrt heraus. Mit mühsam hervorgekramten französischen Brocken (uns fällt alles nur noch in spanisch ein!), Bleistift und Zettel haben wir erfolgreich reklamiert. Dann kam die Sache mit dem Strom! Wir hatten uns dafür entschieden wegen unserer Kaffeemaschine. Als Uschi den Stromkasten öffnete und den Schukostecker anstecken wollte, stellte sie fest, dass hier nur französische Stecker passen. Also zurück zur Rezeption und nach einem Adapter gefragt. Gibt es nicht! Gegenüber in einem Kiosk: Haben wir leider nicht! Also Stromgeld zurückverlangt, die zweite schon bezahlte Nacht gecancelt und die WLAN-Karte zurückgegeben. Das war dann alles absolut zuviel für die sehr nette, bemühte Dame an der Rezeption! Unsere Satellitenschüssel fand keinen Satelliten, mein 12-Volt-Ladeteil für den Computer hatte einen Wackelkontakt und so gab es weder Kaffee noch Fernsehen noch Computer noch WLAN. Wir verbrachten den Abend mit lesen 😉 Heute Morgen entschieden wir, dass doch alles nicht so schlimm ist und Uschi bezahlte un nuit plus und eine Tageskarte WLAN. Beim Stadtbummel schauten wir im Hafen beim Schiffsausrüster vorbei und ein netter junger Mann (englischsprechend!) bastelte uns innerhalb einer halben Stunde einen französischen Stecker, ein Stück Kabel und eine Euro-Steckdose zusammen, für nur € 24,00 (Materialpreis nur für die Stecker!). Jetzt haben wir unseren ganz persönlichen französischen Adapter, ein Unikat! Zurück am Campingplatz orderten wir Strom für heute Nacht und die (immer noch sehr freundliche) Rezeptionistin verlangte die schon bezahlte Campingplatzmiete gleich noch einmal mit! Zum Glück sagte ihr der Computer auf unseren Protest hin, dass wir im Recht waren und schon bezahlt hatten (Rechnungen gibt es keine). Der Adapter interessierte sie sehr. Vielleicht bleiben wir noch eine Nacht länger…

Palavas les Flots so etwas gibt es hier wirklich noch

Etang mit Flamingos

Etang in der Abenddämmerung (1) Etang in der Abenddämmerung (2)