Start in den Frühling mit Fix und Boxi

 
 
Bad SchönbornNach einem dreimonatigen “sportlichen” Winteraufenthalt auf dem Stellplatz in Bad Schönborn mit Besuch des benachbarten Fitnessstudios hatte ich erst einmal Termine bei Tischer (Hersteller der Aufbaukabine)  und Storkan (Nissanhändler), damit mein Gespann auch fit wurde.

Bei Tischer gab es die fällige Dichtigkeitsprüfung (ohne Befund) und einen Ersatz für die  Bordbatterie, die sich leider Knall auf Fall verabschiedet hatte. Schon längere Zeit hatte ich mich mit dem Thema ”Lithiumbatterie” beschäftigt und mir vorgenommen, bei einem irgendwann mal nötigen Batterietausch eine Lithiumbatterie + Wechselrichter einbauen zu lassen. Nun kam der Zeitpunkt zwar früher als gedacht, aber ich blieb bei meinem Vorhaben. In Boxi ist nun, passend zur Solarplatte eine 100AH-Lithiumbatterie mit einem neuen Ladegerät eingebaut. Ein Wechselrichter mit 1000 Watt Leistung ermöglicht mir, alle elektrischen Kleingeräte, die ich besitze, zu betreiben. Meine Kabel und Adapter sind seit  Inbetriebnahme der neuen Errungenschaften  “out of order” und führen hoffentlich die meiste Zeit des Jahres ein “Kellerdasein” im Staufach.

WechselrichterLiFePo4Ladegerät

Beim nächsten Stopp in Haßfurt bei der Firma Storkan gab es nur eine kleine Inspektion, dann konnte ich meine geplante Frühjahrstour ins “Bayrische” starten.

bei Storkan

In Bad Windsheim mussten wir noch eine Woche Eiseskälte überstehen. Cooles Smiley

Bad Windsheimeine Woche -10°C

ErdingDas nächste Ziel war Erding, um gute Freunde, die in der Nähe wohnen, zu besuchen. Leider hatte sie die Grippewelle lange im Griff, sodass ich nach einer Woche einen Ortswechsel vornahm. In Weilheim konnte ich zwar dann noch mit einer Freundin einen sonnigen Nachmittagsspaziergang unternehmen, aber alle weiteren Ausflugspläne fielen auch da dem Grippevirus zum Opfer. Ganz Bayern schien die Grippe zu haben, ich blieb verschont! Nachdem dann auch ein verspäteter Wintereinbruch vorhergesagt wurde (und auch stattfand), fuhr ich kurzerhand “nach Hause”, gleichbedeutend mit Campingplatz in Lauterburg.
Eiszapfen bei TagEiszapfen bei Nacht

Nach einer 4-wöchigen Reisepause startete ich Ende März zum neuen Versuch einer Frühlingsreise, mit Erfolg! Erstes Ziel war Bad Dürrheim, dort fand das Treffen von “Seabridge” (Verschiffung von Wohnmobilen und geführte Gruppenreisen) statt, wieder mit einigen auch für mich interessanten Bildvorträgen und natürlich vielen Gesprächen mit Gleichgesinnten. Außerdem konnten wir alle das sonnige, warme Wetter mit Aktivitäten oder auch “Passivitäten” (rumsitzen) im Freien genießen.

Nach den Tagen in Bad Dürrheim fuhr ich am Bodensee entlang über die “Alpenstraße” ins Allgäu (meine heimliche Heimat). Die Kulisse auf der Fahrt war wunderschön: blauer See, weiß-blauer Himmel, weiße Alpengipfel, grüne Wiesen und blühende Büsche! Auf dem Stellplatz in Oberstdorf war der Frühling zwar noch nicht vollständig angekommen, aber das Wetter war nach einem Regentag wieder vom Feinsten und ich habe eine Woche lang meine ausgedehnten Wanderungen und das Städtchen richtig genossen.

unterwegsunterwegsunterwegsunterwegs

Ich wollte auch noch mir unbekannte Stellplätze im Allgäu erkunden. So fuhr ich zunächst den Stellplatz in Fischen an. Er ist schön angelegt, aber ich wollte an dem Tag schon noch ein Stück weiter. Am Mittag landete ich dann in Bad Hindelang. Hier blieb ich eine ganze Woche, weil: superschöner Platz mit toller Ausstattung, superschöne Umgebung, superschönes Wetter und ich kam in den Genuss von einem Zwischensaisonangebot: 5 Nächte bezahlen, 7 Nächte bleiben.

HindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelangHindelang

Auf meiner weiteren Erkundungstour fuhr ich über Nesselwang nach Pfronten-Weißbach. Der Stellplatz in Nesselwang ist direkt neben dem Großparkplatz an der Alpspitzbahn im Grünen angelegt. Ich richtete mich dann aber auf dem Stellplatz im übernächsten Dorf (Pfronten-Weißbach) für unbestimmte Zeit ein. Hier gibt es, wie auch in Bad Hindelang, ein gutes Restaurant und gute Sanitäranlagen sowie Waschmaschine und Trockner.

Pfronten

Als besonderes Schmankerl  bekommt man hier am Stellplatz in Pfronten-Weißbach die  “PfrontenCard”  umsonst, das bedeutet “Freie Fahrt” mit Bus und Bahn im Ostallgäu!

PfrontenCard

(Alle Stellplatzbeschreibungen und GPS-Daten zu den von mir angefahrenen Plätzen findet ihr im Bordatlas 2018 und/oder in den verschiedensten Apps und/oder hinter dem jeweiligen Link.)

Eine Woche ist seit meiner Ankunft schon wieder vergangen und zwischenzeitlich stehen “Oscarlotta” und “Fix und Boxi” wieder nebeneinander hier auf dem Platz und haben sich, so wie wir, über das Wiedersehen gefreut.

Pfronten

Pfronten

Die nächsten Neuigkeiten präsentiert euch dann wieder wie gewohnt Ingrid!

written by Uschi
photos taken with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Kurpark mit Gradierwerk

 

Kurpark mit Teich und SpringbrunnenZu jedem Kurort gehört zwingend ein Kurpark, der mal größer, mal kleiner, mal mehr oder mal weniger schön ist. Bad Dürrheim hat es da ganz gut gemacht, was sicher auch, aber nicht nur, an dem Gradierwerk liegt, einem unverzichtbaren Bestandteil eines Sole-Badeortes. Die Anlage ist, im Vergleich z. B. zu dem Fast-Namensvetter Bad Dürkheim, winzig, dafür aber richtig nett und liebevoll gestaltet. Und die salzhaltige Luft reichte für alle Anwesenden aus!

Kurpark mit GradierwerkGradierwerkGradierwerkGradierwerkDorngestrüpp aus den Zweigen des SchwarzdornsSalzablagerungenGradierwerk mitBaum

Die Fitnessgeräte in einem Teil des Kurparks habt ihr ja schon im letzten Artikel gesehen, mit Uschi bei der Arbeit bzw. Demonstration. Sie sind allerdings eher nur etwas für den Spaß, sehr wenig geschmeidig in ihrer Bewegungsfolge (die Geräte, nicht Uschi). Einen kleinen “Sinnesgarten” gibt es auch, mit Barfußpfad etc., aber da haben wir auch schon Besseres gesehen. Deswegen auch kein Foto!
Schön hingegen ist der Kurparkteich mit Springbrunnen (siehe 1. Foto und hier folgend). Direkt dahinter ist das “Solemar” zu sehen. Lustig ist es, wenn man im letzten Außenbecken liegt und nur noch durch einen Zaun von den Spaziergängern im Kurpark getrennt ist. So müssen sich Zootiere fühlen und so wie im Zoo ist es auch hier nicht klar, wer denn nun wen beobachtet. Es war aber auf jeden Fall sehr schön, bei Sonnenschein im warmen Wasser zu liegen, während die Spaziergänger noch Wintermäntel trugen!

Kurpark mit Teich und Springbrunnen

Narrenschopf-Museum
Ansonsten gab/gibt es viele schöne Blumen, ein kleines Bistro, das “Narrenschopf-Museum” und das große “Kurhaus”. Die Öffnungszeiten waren aber im April, trotz des schönen Wetters und trotz des Seabridge-Treffens immer noch auf Winterschlaf eingestellt, sodass wir dort nicht essen waren.

KurparkKurparkKurhaus

Wir hätten uns aber natürlich Thermoskanne und Stullen mitbringen können und draußen picknicken! Zwinkerndes Smiley

Picknick-GarniturenPicknick-Garnitur

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Skurriles und Normales

 

Das Städtchen Bad Dürrheim hat mehr zu bieten als man auf den 1. Blick sieht. Da wirkt es wie ein etwas verschlafenes, typisches Kurbad. Wer keinen Blick für die Feinheiten hat, wird mit diesem Eindruck auch wieder wegfahren. Wir haben so einiges entdeckt, Skurriles und Normales.

SolemarSolemarFacebook-ParkplatzFacebook-ParkplatzParkplatz für Blinde

Haus des GastesStadtmobil an SteckdoseGesamtansicht

SkulpturSkulptur

Narrenschopf-MuseumNarrenschopf-MuseumNarrenschopf-Museum

Fitnessgeräte im KurparkFitnessgeräte im KurparkFitnessgeräte im Kurpark

Wir haben uns wohl gefühlt hier, was aber in ganz besonderem Maße an unserem für uns PERFEKTEN Stellplatz lag. Wechselnde Nachbarn auf der einen Seite, bei denen es egal war, wie sie sind, sie fuhren ja wieder. Ein sehr netter Nachbar (Dauercamper aus der Schweiz) auf der anderen Seite, der uns zum Abschied eine Flasche Dornfelder brachte und dem wir versprachen, dass wir mal wiederkommen. Wenn wir nicht gewisse Pläne hätten, könnten wir problemlos den Sommer hier verbringen. Wie gesagt, das Städtchen bietet genug für den Alltag, es gibt den schönen Kurpark (Bericht folgt noch), das Thermalbad (nicht ganz so schön wie in Bad Schönborn), ebenfalls ein medizinisches Fitnessstudio, mehrere Eis- und sonstige Cafés, alles in ein paar Minuten zu Fuß erreichbar oder noch schneller mit dem Rad. Außerdem eine gute Nordic-Walking-Strecke direkt vom Platz aus mit Sonne und Schatten, vielen Bänken zum Ausruhen und der Möglichkeit, zum Schluss im Café “Narrenschopf” einen Kaffee zu trinken. Etwas außerhalb des Stadtkerns gibt es zwei aneinandergrenzende große Einkaufszentren mit Media-Markt, Kaufland, Edeka und allem, was es sonst noch so gibt. Und wenn das noch nicht reicht, kann man ein paar Kilometer weiter zum Stadtbummel nach Villingen fahren oder in das “Schwarzwald-Baar-Center”, ein großes Shoppingcenter. DAS kennen wir noch nicht, also müssen wir wirklich wiederkommen!

unser StellplatzStellplatz bei NachtStellplatz

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wasser marsch!

 

Location: Ent- und Versorgungsstation Bad Dürrheim; Uschi kommt mit Gießkanne und 10l-Kanister; auf der Entsorgung steht ein Wohnmobil und wird mit gefühlten 500l Frischwasser betankt

Versorgungsstation (gesamt)

 

1. Akt:
Ein weiterer “Wasserholer” mit kleinem Essigkanister taucht auf und fragt:

Suchen Sie was?

Nein, ich bin am Warten.

Ach so. Man kann auch DA Wasser holen!

Ja, das weiß ich, aber DA brauche ich 5 Minuten für 10 Liter, so wie es da raus trielt!

Ach so!

 

2. Akt:
Nach 10 Minuten Wartezeit und erfolgreichem Befüllen der beiden Behältnisse zieht Uschi ihr kurzes Schlauchstück ab, geht zu Oscarlotta entleeren und kehrt zum Tatort zurück.

Ach, waren Sie noch nicht fertig?

Nein, warum?

Ja, weil Sie den langen Schlauch nicht wieder angesteckt haben!

Ja – und, warum sollte ich?

Da hat gerade einer furchtbar geschimpft!

Warum?

Ja, der ist ganz nass geworden.

Warum?

Der hat auf den Schalter gedrückt und nicht gemerkt, dass der Schlauch ab war.

Ja, selber Schuld. Wenn er das nicht merkt, oder?

Ja, schon. Kommen Sie noch mal wieder?

Ja, warum?

Ja, weil Sie Ihren Schlauch mitnehmen, aber den anderen Schlauch immer noch nicht wieder aufstecken.

Ich bin in 2 Minuten wieder da. Warum sollte ich jedes Mal den Schlauch wieder anstecken, wenn doch gar nicht sicher ist, dass zwischendurch jemand anderes kommt. Und wenn, dann kann der den Schlauch doch auch anstecken. Wenn er es sieht. Sonst wird er nass!

Hmm! Warum machen Sie denn Ihren kurzen Schlauch drauf und nehmen nicht den, der schon dran ist?

Weil ich nicht weiß, in welche Löcher der schon gesteckt worden ist!!!

Ach so.

 

3. Akt:
Uschi kommt zum 3. Mal zurück. Ein weiteres Wohnmobil wird entsorgt. Die Beifahrerin steht draußen und beobachtet, wie Uschi den von jemandem wieder angesteckten langen Schlauch abzieht, ihren kurzen Schlauch aufsteckt, ihre Behälter füllt, den kurzen Schlauch abzieht und den langen Schlauch wieder aufsteckt in der Annahme, dass dieses Wohnmobil auch noch betankt werden soll. Als sie wieder zurück kommt (zum 4. Mal), fragt die Frau ganz erstaunt:

Darf ich Sie mal was fragen? Wofür brauchen Sie sooo viel Wasser???

Für unseren Wassertank.

Wieviel Wasser passt denn da rein?

150 Liter.

So viel? Dann müssen Sie wohl nochmal laufen?

Noch ein paar Mal.

Ja, haben Sie es weit? Soll ich Ihnen helfen?

Nein danke, das mache ich ja immer, das ist mein persönliches Fitnessprogramm. 

Ach so. Wissen Sie, ich bin das erste Mal dabei, ich weiß das alles noch nicht.

 

4. Akt:
Uschi kommt und zieht den langen Schlauch ab. Ein weiterer Wasserholer sagt:

Den dürfen Sie nicht wegmachen!!!

Warum darf ich den nicht wegmachen?

Weil die Leute damit ihre Autos betanken.

Steht hier ein Schild, dass man den Schlauch nicht abmachen darf um seinen eigenen Schlauch anzustecken?

Nein. Aber warum nehmen Sie denn nicht den Schlauch, der schon dran ist?

Siehe oben!!!

 

5. Akt:
Uschi wie immer, ein Wasserholer fragt:

Versorgungsstation (Detail)

Warum stellen Sie Ihre Gießkanne denn nicht DA hin? Da haben Sie doch eine Ablage und müssen sie nicht heben?

DA passt zwar meine Gießkanne unter den Hahn, aber mein Kanister nicht.

Das glaube ich nicht, haben Sie es schon probiert?

Ja. Außerdem sieht man das doch, dass es nicht passt.

Und das passt wirklich nicht?

Nein.

So etwas passiert Uschi (weil sie eine Frau ist?) ständig. Ob aus Langeweile, Hilfsbereitschaft, Kontrollbedürfnis, Nettigkeit wissen wir nicht. Uschi kann nur noch selten humorvoll darauf reagieren, meistens nervt es sie nur. ICH verstehe das gut und bin froh, dass sie den Job macht!!!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Stadtbummel in Villingen

 

Keine Panik!!! Es kommt nicht schon wieder nordamerikanische Planungstheorie! 😉 Wir haben zwar noch nicht alle Fragen abschließend geklärt, aber: kommt Zeit, kommt Rat. Heute wollen wir euch zur Erholung einfach nur mal mitnehmen auf einen kleinen entspannten Bummel durch ein hübsches Städtchen hier in der Nähe: Villingen. Wir waren letzte Woche einen Nachmittag dort und haben das wunderbare Frühsommerwetter genossen. Den letzten und gleichzeitig ersten Bummel haben wir 2010 beim Herbsttreffen unserer Mobiso-Gruppe (Wohnmobilgruppe für Alleinfahrer/Solisten) gemeinsam dort gemacht und hatten Villingen in guter Erinnerung. Auch damals haben wir mit mehreren Mobilen hier auf dem Stellplatz gestanden und auch damals gab es schon Reisevorführungen, allerdings nicht von Seabridge, sondern von unserem Rolf, der uns abends seine Indien-Reise auf großer Leinwand mit Beamer im Freien vorführte. Es war schon Oktober und wir mummelten uns in warme Decken ein. Schön war’s! Traurig beim Anschauen der alten Fotos: Vilem lebt schon nicht mehr und Lore ist so krank, dass sie nicht mehr reisen kann. Auch deshalb wollen wir nicht mehr lange warten mit den Touren, die wir gerne noch machen möchten. Man weiß nicht, wie lange man es noch kann. Zeit zu verschenken haben wir jedenfalls nicht mehr.

Bad Dürrheim (2010)Bad Dürrheim (2010)   

Aber zurück zu Villingen! Eigentlich heißt es richtig Villingen-Schwenningen und besteht aus den beiden seit 1972 vereinigten Städten sowie 9 weiteren eingemeindeten Ortschaften. Die hübschere Stadt scheint Villingen zu sein und wenn ihr euch einen Überblick über den historischen Stadtkern machen wollt, könnt ihr “hier” klicken. Wir sind einfach so drauflos gelaufen und lassen unsere Fotos sprechen.

Oberes TorVillingenMünster "Unserer Lieben Frau" mit MünsterbrunnenMünsterbrunnenMünsterbrunnenMünsterbrunnenMünster "Unserer Lieben Frau" Münster "Unserer Lieben Frau" Münster "Unserer Lieben Frau" Münster "Unserer Lieben Frau" VillingenVillingenCafé RabenVillingenVillingen VillingenVillingenVillingenVillingen

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Warmer Hintern – voller Bauch ;-)

 

Da wir in Nordamerika (Kanada/USA) nicht frieren und nur Käsebrot essen wollen, haben wir uns schon mal um die nötigen “Energiespender” gekümmert. Ganz geschickt war, dass wir hier den schon von Ingrid erwähnten Umformer (Trafo) von 110 auf 230 Volt günstig erwerben konnten. Somit stehen uns in Nordamerika immer 1500 Watt (Dauerstrom) zur Verfügung, natürlich nur, wenn wir einen “Landstromanschluss” haben. Damit können wir  problemlos den Kühlschrank, unsere Induktionskochplatte (850 Watt) oder einen unter dem Namen “Schweizer Würfel” bekannten Heizlüfter mit Konvektionswärme in 3 Leistungsstufen (450W/750W/1500W) betreiben. Da er mit 259 Euro (Berger-Katalog) nicht ganz preiswert ist, reicht eventuell auch der natürlich sehr viel einfachere und damit wesentlich preisgünstigere Keramikheizlüfter “Cuby” (750W/1500W), Kostenpunkt 49,99 Euro, auch Berger-Katalog, Entscheidung steht noch aus. Wir werden uns außerdem noch einen Toaster (etwa 1000W) zulegen, damit im “Toastbrotland” knusprige Brotscheiben oder auch mal Brötchen zum Frühstück gesichert sind.

Da wir in Nordamerika sicherlich öfter ohne Stromanschluss in State- oder Nationalparks übernachten werden, brauchen wir zum Betreiben von Heizung, Herd und Kühlschrank natürlich unseren zweiten “Energiespender” Gas. Haben wir Zwinkerndes Smiley , im Gaskasten unserer neuen “Boxi” (Tischer-Kabine) ist aber nur Platz für 2x5kg Gasflaschen (in Oscarlotta passen 2x11kg-Gasflaschen in den Gaskasten).

Und jetzt kommen noch die besonderen Gegebenheiten in USA und Kanada dazu, die da wären:

Seit 2003 werden KEINE deutschen Tauschgasflaschen mehr gefüllt (Auskunft des Gas-Sachverständigen von Seabridge), weil sie keinen automatischen Füllstopp haben. Das bedeutet, dass man die sehr viel teureren Tankflaschen mit Füllstopp für USA/Kanada braucht. Wir haben schon seit Jahren eine Tankflasche zusätzlich zur Tauschflasche im Gaskasten von Oscarlotta fest eingebaut, um problemlos an Autogastankstellen Gas nachfüllen zu können, was für uns vor allem in Frankreich hilfreich ist.

links Tauschflasche, rechts Tankflasche

Wynen Tankflasche - FüllstoppWynen Tankflasche - Füllstopp

Für unsere “Boxi” brauchen wir nun zwei neue Gasflaschen. Die (normalen) deutschen Tauschflaschen sind zwar sehr viel günstiger als die Tankflaschen, aber in USA/Kanada nutzlos! Also, wir müssten 2 Tankflaschen einbauen, aber…

a) kostet eine Tankflasche (z.B. bei “WYNEN-Gas”) mal locker 295 Euros plus 79 Euros für die Halterung und

b) kommt eine zweite Besonderheit ins Spiel: Vom Hafen von Halifax (Nova Scotia, Kanada) aus können wir unser “Gespann” NUR zurück nach Hamburg verschiffen, wenn wir unsere (teuren) Gastankflaschen teuer (100 CAD pro Flasche Weinendes Smiley Weinendes Smiley) spülen lassen (angeblich mit Stickstoff – böse Zungen behaupten, es wird nur Pressluft verwendet), damit auch ja kein Rest von Propangas mehr in den Flaschen ist!

Die Möglichkeit, eine amerikanische Gasflasche vor Ort zu kaufen, entfällt, weil diese von den Maßen her nicht in unseren Gaskasten passt (jetziger Wissensstand).

Wir denken, dass es in Boxi für Europa eine Kombination wie in unserer Oscarlotta wird (eine Tausch- und eine Tankflasche). Für USA/Kanada muss dann einfach eine Tankflasche mit 5kg Inhalt reichen und dafür öfter nachgefüllt werden Weinendes Smiley, die zweite Gasleitung im Gaskasten wird mit einem Blindverschluss stillgelegt und die deutsche Tauschflasche bleibt in Deutschland. Zähnezeigendes Smiley Somit sparen wir bei Rückverschiffung 100 CAD. Um in Nordamerika Gas nachgefüllt zu bekommen braucht man jedoch auch noch den passenden Adapter. (Fülladapter ACME 21.8)

Fülladapter für Nordamerika

Diesen Adapter werden wir mit einer Tankflasche gleich mitbestellen.

Wir hatten am Wochenende richtig Glück, dass wir Jens und Elisabeth kennengelernt haben, die erst im letzten Jahr neun Monate lang in USA/Kanada unterwegs waren. Jens hatte die GANZ WICHTIGE Telefonnummer der anscheinend einzigen autorisierten Werkstatt in Halifax für uns parat, die seine zwei 11-kg-Gastankflaschen für die Rückverschiffung des Reisemobils gespült haben, DANKE!!! Außerdem war es richtig schön, mit euch zu klönen!

Den Fülladapter für USA/Kanada durften wir beim Abschied fotografieren und ein Erinnerungsfoto entstand bei der Gelegenheit dann auch noch.

Erinnerungsfoto

Eine zweite richtig nette Begegnung hatten wir beim Bestaunen eines Fernreisemobils. Wir kamen mit zwei Frauen, Silvia und Marita, ins Gespräch, die ähnliche Reiseträume wie wir haben, aber schon längere Reisen in Neuseeland und Afrika realisiert hatten. Wir möchten mit den Beiden auch in Verbindung bleiben. Liebe Grüße und schaut mal, was wir zur Verweildauer des Mobils in USA herausgefunden haben (letzter Beitrag)!

Doch nun noch einmal zurück zu den “Energiespendern”. Zum Laden und Betreiben unserer diversen Kommunikationsmittel haben wir auch in “Boxi” selbstverständlich 12V-Steckdosen. Damit die auch dafür notwendige Versorgungsbatterie bei Sonne schön nachgeladen wird, ist auf dem Dach ein Solarmodul (dritter “Energiespender”) installiert.

Und zum Schluss ein Hinweis für alle, die sich eine Tankflasche zulegen möchten: Man kann sie nicht nur über die Firma “WYNEN-Gas” beziehen oder einbauen lassen, sondern auch z.B. bei der “gasfachfrau”. Hier ist der Preis etwas günstiger, aber der direkte Tankstutzen und die genaue Füllstandsanzeige sind nicht inbegriffen.

Wynen Tankflasche

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Überwintern im Oman, Mogge on tour und anderes…

 
Seabridge-Treffen 2015 (Sonntag) Und so sah es dann am Sonntagabend aus. Der Platz – fast – leer und unsere Köpfe randvoll mit Informationen. Wir haben mit unseren Fragen gelöchert, wer auch immer sich dafür bereit erklärt hat bzw. nicht schnell genug flüchten konnte. 😉 Es gab so viele widersprüchliche Aussagen oder man wusste es dann doch nicht so ganz genau, dass es anstrengend und zeitaufwändig war. Aber es hat sich gelohnt! Wer nie nach USA/Kanada will, ob mit oder ohne eigenem/s Mobil, kann jetzt mal einen Kaffee kochen gehen. Den anderen erzähle ich unseren Wissensstand wie folgt.

Thema Aufenthaltserlaubnis: Wie schon berichtet, berechtigt ein offizielles Besucher/Touristen Visum (B2-Visum) theoretisch, sich über einen Zeitraum von 10 Jahren pro Jahr 6 Monate in den USA aufzuhalten (Verlängerung bis zu einem weiteren halben Jahr gegen Bezahlung beantragbar). Ohne Visum darf man als Tourist nur 90 Tage (sog. “Visa Waiver Program”) bleiben. Es gibt wohl eine offizielle Vereinbarung, die besagt, dass zwischen Ausreise und erneuter Einreise in die USA mindestens 6 Monate liegen müssen. Wie das in der Praxis gehandhabt wird, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und liegt absolut im Ermessen des Immigration-Officers. Man kann auf keinerlei Rechte pochen! So gab es wohl auch schon Menschen, die nach Ablauf des halben Jahres in ein Drittland ausgereist sind und wenige Tage/Wochen später bei der erneuten Einreise innerhalb eines Jahres wieder 6 Monate bewilligt bekamen. Wir sind 2013 bei der Einreise von Kanada in die USA von einem sehr freundlichen und gut gelaunten IO abgefertigt worden, der spaßeshalber fragte, ob wir deutsches Bier dabei hätten. Das hätte er wohl sehr gerne beschlagnahmt! Als wenn das alles nicht schon genügend Willkür wäre, kommt erschwerend hinzu, dass offenbar nicht alle Einwanderungs- und Zollbeamten alle ihre Vorschriften kennen, die sich wohl auch öfter mal ändern.

Thema Aufenthaltsdauer Fahrzeug: Das interessierte uns noch viel mehr, da die Verschiffung ja nicht gerade billig ist, die Unterstellmöglichkeiten in den USA grandios einfach und bezahlbar sind und es sich also anbieten würde, das Mobil einfach im Land zu belassen. Immer wieder hieß es aber, nach 12 Monaten MUSS das Fahrzeug wieder ausgeführt werden. Unser aktueller Wissensstand ist folgender: Registriert wird das Fahrzeug NUR bei Einreise über einen US-amerikanischen Seehafen. Und nur bei Ausreise über denselben oder einen anderen US-Hafen würde es nach Ablauf der 12 Monate zu Problemen führen. Wenn man aber über einen kanadischen Hafen einreist und auch wieder ausreist (oder einen US-Hafen), kann man Glück haben und es interessiert niemanden. Noch sicherer wäre, über eine Landesgrenze von Mexico aus einzureisen, da interessierte das Fahrzeug bisher ebenfalls niemanden. Aber auch da scheint sich gerade etwas zu ändern, die Fahrzeugdaten werden neuerdings erfasst, auf Nachfrage, weil man wissen möchte, welche Fahrzeuge sich im Land bewegen. Mexico gewährt übrigens generell eine Aufenthaltsdauer von 10 Jahren für Fahrzeuge. Und wenn man über Panamá (Panama), Buenos Aires (Argentinien), Montevideo (Uruguay) oder Rio de Janeiro (Brasilien) zurückverschifft, interessiert es sowieso überhaupt gar niemanden.

Kaffee fertig? Kaffee schon auf?? Den hatten wir, als ganz am Ende der Vorstellung der so verheißend klingenden Reise “OMAN – Überwintern im Orient” ganz lapidar erwähnt wurde, dass es zurück durch Saudi Arabien gehe und dort ALLE Frauen a) zum Tragen eines schwarzen, den Körper und die Beine komplett verhüllenden Umhanges (sog. Abaya) sowie u. U. eines leichten Tuches/Schals für den Kopf verpflichtet sind sowie b) für Frauen ein absolutes Autofahrverbot herrscht. Nein danke! In solche Länder wollen wir gar nicht!

Ansonsten haben wir beeindruckende Reiseberichte erlebt! Afrika in 5 verschiedenen Variationen + Marokko; 4 Variationen (Weiß-) Russland, Ural, Kaukasus; Südasien; Südamerika; Südosteuropa; Neuseeland. So “normale” Reisen wie nach Schottland, Frankreich, Island & Färöer haben wir uns gar nicht erst angesehen, nur noch aus Interesse das Baltikum, zum Nachfahren. Pausen dazwischen gab es kaum, der Hintern tat weh, die Augen wurden müde, irgendwann warf man alles durcheinander! Die “Seidenstraße” wäre mein Favorit: 170 Tage Russland, Sibirien, Mongolei, China, Tibet, Kirgisistan, Usbekistan, Turkmenistan, Iran, Türkei. Beginn in Riga, Ende in Istanbul. Schotterstraßen, keine Campingplätze, sicher auch weder Mobilfunknetze noch Internet. Mobile müssen absolut autark sein und leidensfähig, die Reisenden auch. Danach hat man entweder Freunde oder Feinde fürs Leben, aber auch unheimlich viel gesehen, erlebt und er-fahren. Preis? € 11.890,- pro Person bei 2 Personen im Reisemobil, Einzelfahrer auf Anfrage. Auffallend war übrigens die große Anzahl Schweizer Eidgenossen, bestimmt ca. 40% der Anwesenden. Die Schweizer müssen ziemlich viel richtig gemacht haben in ihrer Vergangenheit und Gegenwart, sie fahren die teuersten (Fernreise-) Mobile und hatten nach Handzeichen schon so ziemlich alles abgefahren, was es an geführten Reisen bei Seabridge gibt.

Am Samstagabend beim schnellen Spaghetti-Essen zwischendurch fuhr MOGGE draußen vorbei! Mogge on Tour ist ein Fernreise-Blog, den Uschi schon seit 2013 liest und den sie, wie bei allen wirklich interessanten Blogs, von Anfang, also von 2010 an, nachgelesen hat. Sie outete sich als “Fan” und am Sonntagnachmittag kam es dann noch zu einem sehr netten und informativen Kaffeetrinken mit Esther und Erich. Sie waren 4 Jahre am Stück in Nord- und Mittelamerika unterwegs und mussten letztes Jahr wegen diverser Probleme unterbrechen. Die erneute Verschiffung ist aber bereits gebucht, Südamerika steht noch auf dem Programm. Wir werden ihre Reise mitverfolgen!

MoggeMoggeMogge               

Soviel für heute! Und weil ihr so brav bis hierhin durchgehalten habt, gibt es noch ein paar Fotos, von? Na klar, Fernreisemobilen!!! 😉

FernreisemobileFernreisemobilFernreisemobilFernreisemobilFernreisemobil

Reisebegleitung gesucht!FernreisemobilFernreisemobil

Und das hier will noch eins werden:

Fernreisemobil im BauFernreisemobil im Bau

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Seabridge-Treffen 2015 in Bad Dürrheim

 

Wir hatten es ja schon erwähnt, dass wir in Bad Dürrheim sind, weil eines der diesjährigen Seabridge-Treffen an diesem Wochenende hier stattfindet. Die Firma Seabridge erfährt seit Jahren solch einen Zulauf, dass inzwischen mehrere Treffen pro Jahr an verschiedenen Orten Deutschlands stattfinden. Wir waren vor Jahren schon einmal auf einem dieser Treffen, da es immer schon ein Wunschtraum von uns war, mit dem eigenen Mobil durch USA/Kanada zu reisen. Als wir dann allerdings unsere Oscarlotta hatten, konnten wir uns nicht mehr dazu entschließen, sie zu verschiffen. Zuerst, weil sie noch nagelneu war und wir Sorgen hatten, dass ihr was passieren könnte, später, weil sie eben unser einziges Zuhause ist und wir Sorgen hatten, dass ihr was passieren könnte. Dagegen sprach außerdem, dass IVECO in USA völlig unbekannt ist, wir also schon bei einfachsten Pannen Werkstattprobleme bekommen würden. Unsere Reifengröße gibt es in Nordamerika ebenfalls nicht, was bedeuten würde, zwei Reservereifen mitzunehmen (Oscarlotta hat 6 Räder). Die Vorstellung, dass uns von einem der in rasender Fahrt überholenden Holzlaster durch einen aufwirbelnden Stein unsere Frontscheibe zertrümmert werden könnte, ließ uns unseren Wunsch dann endgültig begraben. Wir haben uns 2013 dann ja dafür entschieden, drüben ein Wohnmobil zu mieten und haben darüber ausführlich berichtet, “hier” nachzulesen. Es war auch alles gut, die Entscheidung war richtig und unser “Venti” mit seinen knapp über 6m hat uns wirklich gut gefallen. Das Fazit dieser für mich ersten Amerikareise war, JA, das will ich noch öfter und länger als “nur” 3 Monate. Dann wird das Mieten allerdings heftig teuer! Es ist einfach nachzurechnen, dass es sich preislich lohnt, ab 2-3 Monaten, je nach Größe des Fahrzeugs, sein eigenes Mobil zu verschiffen. Diese ganzen Überlegungen gaben letztendlich den Ausschlag dafür, uns für den Kauf eines “Reisemobils” zu entscheiden, wie wir “hier” bereits ausgeführt haben.

Seit Donnerstagabend finden Lichtbildvorträge statt zu den unterschiedlichsten geführten Wohnmobilreisen, die Seabridge anbietet, teils mit dem eigenen Mobil, teils in Mietmobilen. Zuerst gab es natürlich eine ausführliche Infoveranstaltung zum Verschiffen des eigenen Mobils. Ab Dienstag trafen Seabridge-Teilnehmer ein, entweder wie wir, die sich informieren wollen und viele Fragen beantwortet haben möchten oder “Veteranen”, die ihre Erfahrungen weitergeben, Reisefreunde wiedersehen oder sich für die nächste Reise entscheiden wollen. Es dürften inzwischen so ca. 200 Mobile hier sein, die z. T. auf dem Extraplatz für Gruppen stehen, der mit grob gezählten 80 Fahrzeugen voll ist, siehe Fotos vorher – nachher:

Seabridge-Treffen 2015 (Mittwoch)Seabridge-Treffen 2015 (Freitag)     

Wir haben gerade für gar nichts anderes mehr Zeit, schauen und hören uns die Reiseberichte von Seabridge an, die total interessant sind, gerade über die Länder, die wir voraussichtlich in diesem Leben nicht mehr bereisen werden. Außerdem versuchen wir, unsere Fragen beantwortet zu bekommen, die es bezüglich Aufenthaltsdauer, getrennt nach Personen und Fahrzeug, Gas- und Stromversorgung etc… gibt, trotz ausführlicher Vorrecherche im Internet, in Blogs und Büchern. Auch ohne die Beantragung eines Visums für die USA hätten wir eine Gesamtaufenthaltszeit zusammen mit Kanada von 9 Monaten. Was uns bisher aber niemand beantworten konnte, war u. a. die Frage, läuft die Zeit nach der Einreise in eines der beiden Länder weiter, wenn man in das andere Land wechselt (also wenn wir z. B. nach 2 Monaten Aufenthalt in USA nach Kanada einreisen). Kann man die restlichen 30 von den 90 Tagen, die man als Tourist in USA bewilligt bekommt, “aufsparen” und nach einigen Monaten in Kanada aufbrauchen oder nicht. Die Antwort ist übrigens “nein”, die Zeit läuft weiter. Wenn man länger in USA bleiben möchte bzw. nach einem längeren Kanada-Aufenthalt noch einmal in die USA zurück möchte, muss man erst einmal in ein sog. Drittland ausreisen. Mexico zählt nicht mehr dazu, es müsste mindestens Belize sein oder man müsste sein Mobil in einem der überall verfügbaren “Storages” unterstellen und mal kurz nach Deutschland, nach Australien, Neuseeland oder sonstwohin fliegen und danach neu einreisen. Wenn man ein Visum für die USA beantragt und auch erhält, hat man theoretisch das Recht, sich über die Dauer von 10 Jahren pro Jahr 6 Monate in den USA aufhalten zu dürfen. Theoretisch deswegen, weil es im Ermessen des Officers liegt, der einen bei der Einreise abfertigt, ob er einem die vollen 6 Monate zubilligt oder weniger oder sogar die Einreise ganz verweigert! Wenn man das Glück hat und eine Aufenthaltsdauer von 6 Monaten in seinen Pass gestempelt bekommt, gibt es die Möglichkeit, relativ unproblematisch per Internet eine Aufenthaltsverlängerung von weiteren 3 Monaten zu beantragen, was $200 kostet und bis zur Entscheidung ca. 2 Monate braucht. Dann hätte man, mit den 6 Monaten von Kanada, insgesamt zwar 15 Monate Aufenthaltszeit. Das große ABER ist, dass das Fahrzeug nach 12 Monaten wieder ausgeführt werden muss!!! Wenn das nicht passiert, läuft man bei der Rückverschiffung Gefahr, dass es vom Zoll beschlagnahmt wird!

Außerdem unterhalten wir uns mit anderen Teilnehmern dieses Treffens, die überwiegend schon die tollsten Reisen, mit oder ohne Seabridge gemacht haben. Da sind wir Waisenkinder dagegen! Ein notwendiges Utensil konnte Uschi schon gebraucht erwerben, nämlich einen Trafo, also einen Spannungswandler, der aus den in Nordamerika üblichen 110 Volt die für unser Mobil benötigten 230 Volt macht. Ist ein sauschweres Teil, obwohl es gar nicht so groß ist und sieht so aus:

Trafo

Und dann musste ich natürlich die diversen Fernreisemobile fotografieren!!! Eine kleine Auswahl hier:

FernreisemobileFernreisemobil (Saurer)FernreisemobilFernreisemobil
Dieser Bericht entstand heute bis weit nach Mitternacht während und nach „meiner“ Freitags-Talkshow. Jetzt schnell veröffentlichen, frühstücken und weiter geht es mit der „Seele Afrikas“ und der „Baja California“. Kurze Kaffeepause, dann weiter mit „Oman – Überwintern im Orient“. 😉
Sobald wir wieder durchatmen können, melden wir uns wieder!!!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wie ein roter Faden

oder eher eine rote Leine zieht sich das Thema “Wäsche waschen” durch die “Fulltimer-Blogs”! Allenthalben liest man über die verschiedensten Methoden der Bewältigung von Schmutzwäschebergen in Wohnmobilen. Von kleiner bis zu großer (Handtücher und sogar Bettwäsche Erstauntes Smiley ) Wäsche von Hand, mit oder ohne “Pümpel”,

Handwäsche

über Versuche mit Campingwaschmaschinen (2,2 kg Fassungsvermögen) bis hin zu der Benutzung einer eigenen “Haushaltswaschmaschine” in der Heckgarage mit extra dafür eingebautem Zusatzwassertank (Grün vor Neid) reichen die Bemühungen der “Dauerwomobewohner”, ihrer anfallenden Schmutzwäsche Herr zu werden.

Die diversen Varianten der nach dem Waschen unvermeidlich anfallenden Trockenprozedur reichen von “in der Sonne und bei starkem Wind in 10 Minuten trocken” (nur auf einer Leine im Süden Europas möglich), über trocknen mit einem elektrischen “Luftentfeuchter” bis hin zum Trocknen auf gespannten Leinen im Wohnmobil, meist in der Heckgarage, soweit vorhanden. Wer im Besitz eines Alkovenmobils ist, kann natürlich auch das Fahrerhaus als Trockenraum zweckentfremden. Cooles Smiley

Naturgemäß werden auch unsere Klamotten und die Haushaltswäsche schmutzig und wir haben weder eine Waschmaschine in der Heckgarage noch eine Campingwaschmaschine noch gespannte Leinen im  Wohnmobilinneren. Allerdings haben wir einen Wäscheständer dabei, um auch mal draußen Handtücher usw. trocknen zu können. Wäsche auf gespannte Leinen hängen wir nur in Spanien auf unserer Campingplatzparzelle oder in Lauterburg im Sommer. Wenn wir auf Campingplätzen stehen, werden die fast immer vorhandene Waschmaschine (und evtl. der Trockner) benutzt. Ab und zu gibt es sogar schon auf Stellplätzen Waschmaschine und Trockner, klasse Einrichtung, nur leider selten! Ein Plus für Bad Schönborn! Wir genossen von November bis März den “Wäscheservice” von Köhlers. Geheimnis erzählendes Smiley

In Freiburg gibt es in der Nähe des Stellplatzes zwei Waschsalons, na ja, Freiburg ist eben eine Studentenstadt! Da sich etwas viel Wäsche angesammelt hatte, fuhr Ingrid mich mit Flitzi zur Wäscherei, da wir wussten, dass es dort keine Parkplätze gab und für den Transport per Fahrrad die Menge einfach zu groß war. Ich begab mich mit meinen zwei prall gefüllten spanischen Wäschetaschen (aus Erfahrung weiß ich, dass eine volle Tasche einer Waschmaschinenladung von 5-6kg entspricht) in den “Maschinenraum”. Die Geräte waren riesig, vor allem die Trockner. Kleingeld war mitzubringen, ich hatte 2- sowie 1-Eurostücke extra gesammelt. Ein wartender Student weihte mich freiwillig in die Bedienung der Geräte, vor allem aber in die Tücken des Bezahlautomaten ein, nette Geste!

Die Industriewaschmaschinen arbeiteten schnell und gründlich. Nach etwa 80 Minuten war alles sauber gewaschen und “schranktrocken”, die Kosten waren mit 8€ für 2 Wäscheladungen waschen und einer großen Wäscheladung trocknen günstig. Die Wartezeit auf dem Holzbänkchen vertrieb ich mir mit “Leutekucken”: Studenten „spielten“ mit ihrem Smartphone, Frauen aus umliegenden Wohnblocks unterhielten sich lebhaft und ein älterer Mann füllte erst seinen Rucksack mit der sauberen Wäsche (zusammenlegen Fehlanzeige) und rollte dann seinen gewaschenen und getrockneten Schlafsack mühselig und unter leisem Schimpfen zusammen. Bevor er aber mit seinen umfangreichen Habseligkeiten abzog, las er noch in aller Ruhe eine Ausgabe “Neue Post”. Nach der kurzweiligen Wartezeit konnte mich mein persönliches Taxiunternehmen auch schon wieder abholen, samt meiner wieder prall mit sauberer, trockener, zusammengelegter Wäsche gefüllten Wäschetaschen. Verliebt

Die bisher letzte Waschorgie habe ich letzte Woche in der hiesigen Wäscherei in Bad Dürrheim hinter mich gebracht. Bei Regenwetter fuhr ich die üblichen zwei gefüllten Wäschetaschen mit Flitzi “direkt vor’s Haus”!

Miniparkplatz

Ein paar Tage vorher fuhren wir mit dem Rad bei der uns schon von früher bekannten Wäscherei vorbei, um zu schauen, welche Bezahlmodalitäten hier gefragt waren. Alle Haushaltsmaschinen, Waschmaschinen und Trockner hatten einen eigenen Automaten, der nur mit 50-Centstücken gefüttert werden wollte, na dann, für 2x Waschen und Trocknen sammelte ich schon mal 26 (in Worten: sechsundzwanzig!) 50er! (Gleiche Anzahl von Wäscheladungen wie in Freiburg, aber mit 13 Euro doch sehr viel teurer!)

Kleinstadtwäscherei

Dieses Mal betrug meine Wartezeit bis die Wäsche gewaschen war 1 Stunde, das Trocknen dauerte noch mal so lange. Die erste Stunde verbrachte ich einsam mit Sudokus,

im Charme der 70-er

in der zweiten Stunde machte ich einen Spaziergang zum Eiscafé und gönnte mir einen Eiskaffee.

unscharf, aber lecker

Fazit meiner für mich doch etwas umfangreichen Ausführungen ist: Wir haben noch NIE in den vielen Jahren unseres Fulltimerlebens Klamotten solange tragen müssen, dass wir sie nur noch hätten wegschmeißen können. Es gibt immer irgendeine “Wasch-und Trocknenlösung”!!!

Zum Schluss möchte ich noch mein persönliches Waschproblem mit “öffentlichen” Maschinen loswerden: Ich weiß nie, wer vor mir welche Wäsche gewaschen hat!?! Zähnezeigendes Smiley

DESHALB:

Ich bin kein “FROSCH” und verwende das gleichnamige flüssige Waschmittel.

UND:

Ich ”DENKE MIT” und verwende einen Desinfektionsspüler von:

d(enke) m(it). Zwinkerndes Smiley

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Eine Radtour, die ist lustig…

…eine Radtour, die ist schööön! SCHÖN??? Ja, fing ja noch ganz schön an, Wetter schön, Laune schön, Straßen schön (leer). Unsere Räder laufen, nachdem wir sie generalüberholt haben (lassen, ist eine andere Geschichte), wie “Sau”. Also alles grün, alles so schön bunt hier, alles schön. Eine Radwegekarte hatten wir auch, trotzdem sind wir dann irgendwie zu früh abgebogen und schlagartig war vorbei mit schön. Es ging nämlich stetig bergauf, im Wald. Nein, wir haben keine Batterie-Fahrräder, wir wollen uns noch etwas sportlich betätigen und durchaus auch anstrengen. Aber wenn mir die Sonne auf den Kopf knallt (zur Erinnerung, wir haben erst Mitte April, die Bäume im Wald sind noch nicht belaubt) und der erste Gang schon geschaltet ist, aber nicht reicht, dann reicht es mir! Also schiiiieben!!! Endlos, steil. Noch bis zur nächsten Kurve, dann gebe ich auf! An der nächsten Kurve steht ein Hinweisschild: Waldcafé 400m. Also, wenn ich mich hier schon so quäle, dann will ich wenigstens eine Belohnung! 400m? Schaffe ich!!! Geschafft schleppte ich mich auf die Terrasse, die bevölkert war von Menschen mit Autos oder Batterierädern. Aussicht schön, Kaffee schön, Kuchen konnte mich noch gerne haben, schöner roter Kopf noch nach einer halben Stunde.

Dann aber kam die Rückfahrt! SCHÖÖÖN!!! Immer bergab! Jetzt endlich kamen auch noch ein paar schöne Fotomotive und die richtige Strecke haben wir auch gefunden. 😉

DorfkircheLourdes-KapelleLourdes-KapelleLourdes-KapelleLourdes-KapelleLourdes-KapelleLourdes-Kapelle

Rast am SalinenseeRast am Salinensee Salinensee

Aber das absolute Highlight gab es dann im Ort. Nein, nicht die Kugel Eis “auf die Faust”, sondern dies hier:

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MG 1

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Reisemobilhafen Bad Dürrheim

 

Am Sonntagmittag haben wir uns – ungern – am Stellplatz in Freiburg verabschiedet, aber neue Termine warten woanders schon auf uns. Einen Tag zuvor klopfte es vormittags an unsere Tür und draußen stand ein weiterer unserer Blogleser, sogar ein Follower, den wir bisher aber nur namentlich kannten und natürlich von seinem eigenen Blog. Ich war noch nicht gesellschaftsfähig, so unterhielt Uschi sich kurz mit ihm und sagte, dass wir später mal bei ihm und seiner Frau vorbeikämen. Die beiden kamen gerade von einer 6-wöchigen Spanientour zurück und beklagten den kalten Wind, der ständig da gewesen sei. Trotz Sonnenscheins sei es nicht richtig warm geworden. Den Reisebericht, den Erich in mehreren Worddokumenten bereits geschrieben hat, wird er nachträglich in seinem Blog veröffentlichen. Das ist zwar nicht der eigentliche Sinn eines Reiseblogs, aber wenn man in Deutschland ein verwaistes Haus stehen hat, möchte man verständlicherweise nicht so gerne im Internet kundtun, dass dem so ist. Wir haben uns nett unterhalten und jetzt haben wir eine sehr sympathische Vorstellung von beiden und sie von uns (hoffentlich!) auch.

Sonntag dann also die riesige Fahrleistung von 82km (!) bis nach Bad Dürrheim. Hier findet übernächstes Wochenende ein großes “Seabridge”-Treffen statt. “Seabridge” ist die Firma, mit der man sein Wohnmobil verschiffen lassen kann, wenn man nach USA, Kanada, Südamerika, Südafrika, Australien oder Neuseeland möchte. Seabridge bietet in diesen und weiteren (auch europäischen) Ländern auch geführte Touren im eigenen Mobil an. Wir wollen allerdings nur verschiffen, aber nicht Oscarlotta, sondern unser neues Reisemobil, wie “hier” schon berichtet. Da wir noch so einige unbeantwortete Fragen haben, wollen wir die Gelegenheit nutzen und Menschen treffen, die sich schon auskennen. Außerdem verspricht das Programm einige interessante Reiseberichte in Wort und Bild.

Plan Reisemobilhafen Bei unserer Ankunft, übrigens bei herrlichstem Frühsommerwetter, schien uns der Reisemobilhafen schon ziemlich voll zu sein. Wir haben Mitte April!!! Da die Rezeption erst um 16 Uhr wieder geöffnet wurde, parkten wir Oscarlotta und Flitzi auf dem ersten freien Stellplatz und gingen auf Suche. Mal wieder gar nicht so einfach! Wir haben ja so unsere Vorlieben und Abneigungen, aber die Plätze müssen auch einfach von der Größe her passen, es dürfen keine Baumäste zu niedrig hängen etc… Und wenn wir Flitzi noch mit auf den Platz bringen wollen, wird es schon richtig eng. Dazu kam noch, dass die Stromversorgung mit nur 4 Ampere beschrieben war. Es sollte angeblich auch Plätze mit 16 Ampere geben, aber wo? Wir fragten den einen oder anderen Camper. Stirnrunzeln und Schulterzucken! An den Stromkästen stand immer nur 4 Ampere. Es wurde mal wieder sehr deutlich, dass viele Menschen, auch männlicher Natur, keinen Schimmer haben, wie man Volt, Watt, Ampere miteinander in Verbindung bringt. Nach dem Motto, wenn die Sicherung rausfliegt, dann hatte die Kaffeemaschine wohl doch etwas zuviel Watt. Uns ging es ausschließlich um unsere Nespresso-Maschine, auf die wir nur ungern verzichten. Die hat 1200 Watt und da 4 Ampere nun mal nur 920 Watt ergeben, würde das eben nicht reichen. Den Strom mit 4 Ampere gibt es als Pauschale zu € 2,50/Nacht. Für 16 Ampere, falls es sie überhaupt geben würde, hofften wir auf einen Preis nach Verbrauch. Wir haben ja unsere Solarpanele, sodass wir von “Landstrom” relativ unabhängig sind, aber nicht von gutem Kaffee!!!

ag Rezeption Unsere Stellplatzsuche war nicht sehr erfolgreich, aber es war fast 16 Uhr, also gingen wir zur Rezeption zurück. Am liebsten hätten wir ja den Platz genommen, auf dem wir schon standen, aber der würde ganz sicher schon für das Seabridge-Treffen reserviert sein. Nein, war er nicht!!! Und 16 Ampere könne man an jedem Platz haben, das würde der Chef morgen höchstpersönlich an unserem Stromkasten ändern. Die Pauschale müssten wir allerdings trotzdem zahlen und zusätzlich den Mehrverbrauch. Uschi versuchte klar zu machen, dass wir eher weniger verbrauchen werden (Solar), aber im Falle des Falles eben die höhere Absicherung brauchen (Nespresso-Maschine). Keine Chance! Wir fallen mal wieder durchs Raster! Also gut, dann läuft eben auch der Kühlschrank über Strom, gegebenenfalls auch mal kurz unsere Heizung mit 1000 Watt oder unsere Klimaanlage. Unsere Pauschale beinhaltet 4 Kilowatt und alles, was wir darüberhinaus verbrauchen, müssen wir mit €0,60/kW bezahlen. Unser normaler Tagesverbrauch (Kühlschrank auf Gas) beträgt 0,5 (Sommer) – 1 1/2 (Winter) kW. Also müsste man uns eigentlich ja Geld auszahlen! Aber das ist im System natürlich nicht vorgesehen. Da loben wir uns doch die Stellplätze wie in Bad Schönborn oder jetzt in Freiburg, wo es Stromautomaten (mit 16 Ampere Absicherung) gibt, mit denen man seine Kosten über diverse Sparvorhaben (Solar, Kühlschrank auf Gas) selbst bestimmen kann.

Aber egal, unser Platz ist für uns perfekt! Wir haben nur einen direkten Nachbarn, haben Schatten- oder Sonnen-Sitzplätze nach Belieben, vorne und links je eine große Rasenfläche und Flitzi passt auch noch drauf. Für €9,- (ohne Strom), da kann man doch nicht meckern! Zur Entsorgungsstation sind es nur ein paar Meter. Leider reicht die Signalstärke des Stellplatz-WLANs nicht bis zu uns, würde aber auch €1/Tag kosten.

unser Stellplatz

Einen ersten Erkundungsgang in den Ort haben wir schon gemacht, außerdem eine Einkaufstour per Rad zum ca. 3km entfernten großen Einkaufszentrum und gestern war “turnen” und in der Sonne sitzen angesagt. Es geht uns gut! Unser neues Header-Foto ist übrigens von gestern Abend (Blick durch die Frontscheibe, aber von draußen fotografiert).

Sonnenuntergang

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wir sind “on tour”!

 

Reiseübersicht

Bonjour, mes amis!

Heute melde ich mich mal bei euch, die (bessere?) Hälfte von Uschi. Wir haben erfreulicherweise einen Campingplatz mit WLAN erwischt, sodass wir unsere Reisedokumentation wie versprochen fortsetzen können. Unsere Reiseroute, die ihr oben seht, haben wir inzwischen bis in die Camargue „abgearbeitet“.

Aber zunächst noch ein kurzer Rückblick auf die letzten Tage in Deutschland: Wir hatten ein wirklich schönes Mobiso-Treffen in Bad Dürrheim mit insgesamt 16 menschlichen und 5 hündischen Teilnehmern, je einer davon sogar aus Schweden!

Zu Bad Säckingen und Bad Bellingen hat Uschi ja schon berichtet, also mache ich mit dem Übergang nach Frankreich weiter. Dieser erfolgte bei schönstem Wetter und unsere Stimmung war entsprechend gut. Endlich on tour!!! Unsere erste Tagesetappe führte uns an Bourg-en-Bresse vorbei

Poulet de Bresse

bis zum „Vogelpark“ in Villars-les-Dombes. Diesen Tipp haben wir von den Einzelfahrern der Wohnmobil-Solisten und er stellte sich als wirklich gut heraus. Ein sehr großer (PKW-) Parkplatz, der jetzt in der Nachsaison sogar am Wochenende so wenig belegt wird, dass man sich ohne Probleme quer über mehrere Plätze stellen kann. Die offiziell ausgewiesenen 10 WoMo-Stellplätze haben wir gar nicht gefunden und auch nicht explizit gesucht 😉 Leider war es schon zu spät, um den Park zu besuchen und am nächsten Tag kamen mehrere Busladungen an, sodass wir entschieden, weiterzufahren und es auf der Rückfahrt im Frühling noch einmal zu versuchen.

Ich hatte mir gewünscht, als nächstes in Avignon oder Arles Station zu machen und Uschi hatte die in Frage kommenden Campingplätze herausgesucht. Da die meisten Campingplätze in Frankreich bereits Mitte September schließen, war die Auswahl sehr beschränkt und völlig überflüssig, wie sich herausstellen sollte. Bei Avignon wurde uns jede Abfahrt von der Schnellstraße in die Stadt bzw. zum Campingplatz verwehrt (Zufahrt für Fahrzeuge über 3,5 t verboten!), in Arles gelangten wir zwar problemlos bis zum Campingplatz, aber der war bereits geschlossen (ob nur für den Winter oder grundsätzlich, war nicht erkennbar, laut Campingführer hätte er noch offen sein müssen). Es blieb uns also nichts anderes übrig, als zähneknirschend weiterzufahren. Wir versuchten es zunächst mit dem östlichen Ende der Camargue und fuhren nach Port-St-Louis-du-Rhône. Dieser Teil der Camargue gefiel uns nicht besonders, nur steppenartige Landschaft und viel Industrie. Es sah absolut nicht so aus, wie man sich die Camargue vorstellt! Nach relativ eintöniger Fahrt endlich angekommen stellte sich heraus, dass man an der ausgewiesenen VE-Station zwar ent-, aber nicht versorgen konnte. Ein deutscher WoMo-Fahrer klärte uns auf, dass man Jetons braucht, die der Hafenmeister ausgibt, aber nicht am Wochenende! Er habe sich auch schon mal an den Bootsstegen mit der Gießkanne Wasser besorgt. Das wollten wir nicht und da uns der Stellplatz auch nicht wirklich zusagte, entschlossen wir uns, die ganze Strecke wieder zurückzufahren und es in Saintes-Maries-de-la-Mer zu versuchen.

Übersichtsplan Camargue

Wir wurden entschädigt und belohnt! Endlich fuhren wir durch die „richtige“ Camargue, die mit den weißen Pferden, den schwarzen Stieren und den Flamingos, die in Mengen rechts und links der Straße zu bewundern waren. Das alles wohl nur, weil die Landschaft hier zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Am Stellplatz gab es dann allerdings auch kein Frischwasser, weil es inzwischen schon 18 Uhr geworden war und die VE-Stationen täglich um 15 Uhr abgeschaltet werden. Um 15 Uhr hat der Stellplatzwächter Feierabend, die Zufahrtsschranke bleibt geöffnet, ankommende Mobilisten können, wenn sie entsprechend früh am nächsten Morgen wieder fahren, umsonst übernachten, sollen dann aber nicht auch noch umsonst ent- und versorgen können. Also fiel das Waschen vor dem Zubettgehen diesen Abend aus 😉

Am nächsten Tag war es erst mal so wie immer, wenn wir in Südfrankreich sind: es stürmte! Wir wagten uns trotzdem an den Strand, der direkt vor dem Stellplatz begann, mit dem Erfolg, dass wir „sandgestrahlt“ wurden. Aber das Gefühl, endlich mal wieder barfuß durch das Mittelmeer zu waten, machte alles wett. Nachts wurden Oscarlotta und wir ordentlich durchgeschüttelt und da machte es fast nichts mehr, dass pünktlich um 8 Uhr die Schaufelbagger direkt vor unserer Windschutzscheibe sehr laut anfingen, die Wellenbrecher zu verbreitern. In regelmäßigen Abständen kam ein LKW mit neuen riesigen Felsbrocken, fuhr sehr entschlossen in die Lücke zwischen uns und dem Nachbarmobil, um dann rückwärts die Rampe hochzufahren und mit unglaublichem Getöse seine Steine von der Ladefläche rutschen zu lassen! Wir blieben trotzdem!!! Der Blick auf das Meer direkt vor uns, das überraschend nette Städtchen, das tolle Sommerwetter ab dem dritten Tag versöhnten uns mit allem. Hier möchten wir noch einmal hin (und dann sind die Wellenbrecher ja auch sicher fertig!).

Am 6. Oktober fuhren wir sagenhafte 39 km weiter bis in die Nähe von Aigues-Mortes. Dort gibt es einen Wohnmobilstellplatz „in der Pampa“. Er wurde zwar betrieben, war auch sehr groß und gut gestaltet, aber absolut leer! Kein weiteres WoMo! Wir beschlossen, trotzdem keine Angst haben zu müssen, dass uns oder Oscarlotta etwas zustoßen könnte und fuhren per Rad in das mittelalterliche Städtchen mit seiner noch vollständig erhaltenen Stadtmauer. Als wir durch den Mauerbogen in den Innenbereich gegangen waren, wusste ich, dass ich hier vor ca. 30 Jahren schon mal war! Es ist schon erstaunlich, was das Gehirn alles abspeichern und wieder aufrufen kann, nach so langer Zeit.
 
 

 
 
Als wir zum Stellplatz zurückkamen, waren 6 weitere Wohnmobile da und am nächsten Tag trudelten 30 weitere ein, ein französisches Clubtreffen! Wir wurden rundherum völlig zugeparkt. Ein weiterer Radausflug in die entgegengesetzte Richtung nach Le Grau-du-Roi war dann eher ein Flop, sehr touristisch mit basarähnlichen, schon sehr an spanische Märkte erinnernde Verkaufs-„Verschläge“. Lediglich der Hafen und die Straßen rechts und links davon waren sehenswert. Aber da das Wetter immer noch traumhaft sommerlich war, hat es trotzdem Spaß gemacht, zumal die Fahrt auf Schotterwegen immer zwischen dem Kanal und dem Etang je-ne-sais-pas entlang ging, wo wir aus nächster Nähe Flamingos bewundern konnten.

Übrigens sind palavernde, sich voneinander verabschiedende Franzosen auch nicht wesentlich leiser als Bagger! Als wir aufstanden, war der Platz wieder (fast) genauso leer wie bei unserer Ankunft.

9. Oktober

Seit gestern sind wir nun wieder ein winziges Stückchen weiter, stehen auf einem niedlichen, kleinen Campingplatz direkt am Meer in der Nähe von Sète, den uns ein Stellplatznachbar empfohlen hatte. Er hatte auch etwas von WLAN gesagt und – große Freude – der Internetzugang ist sogar kostenlos!!! Leider stürmt es schon wieder, draußen sein macht nicht wirklich Spaß und so kommt ihr in den Genuss dieser Aktualisierung. Ich hoffe, ihr habt Freude daran! Jetzt verabschiede ich mich erst einmal und übergebe wieder an Uschi.

à bientôt – hasta luego – ciao – cul8r – bis die Tage – eure Ingrid

Eine neue Winterreise steht an!

 
 

Ich freue mich, euch wieder mit meinem “Tagebuch” ein bisschen näher zu sein und hoffe, dass ihr Spaß dabei habt, uns auf unserer Winterreise 2010-2011 zu begleiten.

Heute (28.09.10) war unser Start in Bad Dürrheim nach dem Ende des Mobil-Solisten-Treffens. Unsere erste Etappe führte uns nur 100km weiter nach Bad Säckingen (annehmbarer Stellplatz und nettes Städtchen). Wir werden morgen nur einen kleinen Rutsch nach Bad Bellingen machen, wo die allerletzten Dinge wie ein Einkauf, ein Gang zur Post, ein Besuch im dortigen Thermalbad und die endgültige Verabschiedung von unserer so geliebten Internetverbindung in Deutschland anstehen.

Am Freitag geht es dann in kleineren Etappen Richtung Südfrankreich und Spanien.

Da wir vermutlich erst wieder ab 8. November eine Internetverbindung haben werden, bitte ich euch um etwas Geduld (ab da sind wir dann am Camping “Torre la Sal”).

Einen Bericht vom Mobiso -Treffen mit Fotos werde ich euch dann schnellstmöglichst nachreichen, genauso wie meine Aufzeichnungen während unserer Reise ohne Internet.

Bis dann wünschen Ingrid und ich euch allen eine gute Zeit!