Schöne Grüße nach nebenan ;-)

 
 
beim Nachbarn auf'm Dach Nun sind wir schon eine ganze Woche hier und nachdem wir Flitzi geholt haben (er sprang natürlich nach 7 Monaten nicht an, aber dank Elenis Töchtern+Auto konnten wir überbrücken), hat Uschi schon wieder soviel Kapazitäten frei, dass sie den Nachbarn auf’s Dach gestiegen ist 😉 Ich glaube, die haben das gar nicht gemerkt!!!

Wir haben uns gut eingelebt bzw. uns sofort wieder heimisch gefühlt. Marlene, unsere Lieblingsnachbarin, ist zwar leider auch wieder da, aber bisher verhält sie sich einigermaßen ruhig. Es ging ja das Gerücht, sie und ihr Mann hätten Platzverbot, weil sich so viele über sie beschwert hätten. Bisher hat noch keine Party stattgefunden!

In Benicàssim haben wir uns einen neuen “Vorgarten” besorgt und endlich darf Gustavo, unser spanischer Elch, auch wieder nach draußen.

VorgartenGustavo schnuppert

und passt

gut auf

Bei einem kleinen Radausflug heute Nachmittag sahen wir dieses interessante Gefährt in Strandnähe stehen, frei (“wild”) natürlich. Auch diese Menschen haben ein Faible für Pflanzen, hinten gab es noch eine Art Veranda mit einer ganzen Reihe Blumentöpfe. Dass die Pflanzen vorne in den Reifen und vor der Stoßstange dem Fahrtwind trotzen ist schon erstaunlich!

Freisteher

Unsere Ausflüge: 2.: Desierto de Las Palmas

 
Eine weitere Tour haben wir in das Naturschutzgebiet hinter Benicàssim gemacht. Die Vegetation des Parks befindet sich in einem Zustand der Regeneration aufgrund eines schweren Feuers im Jahr 1992. Die Beschaffenheit der Böden ermöglicht die Existenz von Korkeichen und Steineichen, Pinien und Aleppo-Kiefern. Außerdem findet man eine typische Buschwald-Formation mit Heideflächen, Wolfsmilchgewächsen, Sanddorn, Wacholder, Mastix und natürlich den Palmen. Und viele Tierarten, auch seltene, gibt es natürlich auch. Die haben sich aber, bis auf ein paar Vögel, vor uns versteckt. Abgesehen von der wunderbaren Natur gibt es dort eine Klosteranlage von Karmelitermönchen (ein Bettelmönchorden), gegründet im 12. Jahrhundert. Von der damaligen Anlage existiert noch eine traumhaft schöne Kirchenruine und ein paar Grundmauern des Klosters. Der Blick von der Straße über die Ruine bis zum Meer ist unbezahlbar! Die Mönche wussten immer schon, wo es schön ist zum Leben und Beten! Auch heute gibt es dort, ein paar hundert Meter weiter, ein bewohntes Kloster. Wir hatten vor zwei Jahren schon einmal einen Blogeintrag dazu, wer möchte, kann ihn sich hier noch einmal anschauen.

In Spanien gibt es sehr viele Naturschutzgebiete, die ersten Nationalparks wurden bereits 1918 errichtet. Über diesen Link können Interessierte noch mehr erfahren (es öffnet sich ein neuer Tab/Registerkarte). Nun aber unsere Fotos:

Mapa_Desierto de las Palmas Desierto de Las Palmas-Übersichtsplan

Burgruine Turmruine Desierto de las Palmas (Restaurante) Blick von der Terrasse auf's Meer Desierto de las palmas Klosterruine

Bergpanorama

Abschied ;-(

 
 
Es wird Ernst!!! Morgen müssen wir uns nun definitiv vom Torre la Sal 2 verabschieden ;-( Abschied ist schon seit Tagen angesagt, da etliche unserer Freunde/Bekannten schon weg sind. Das macht es für uns aber nur wenig leichter. Wir haben seit Tagen wunderbares Frühsommerwetter, gestern um Mitternacht z. B. immer noch 12°C! Wir waren noch ein letztes Mal am “Katzenboulevard” einen Kaffee trinken und haben in unterhaltsamer Gesellschaft ein letztes Mal bei “David” zu Abend gegessen. Am Donnerstag sind wir noch einmal auf dem schönen Radweg am Meer entlang nach Benicassim gefahren, waren auf dem Markt und natürlich in unserem Stammcafé “Esther”. Heute gab es einen leckeren, von einem amigo spendierten Fruchtsalat, einen Nachmittags-Kaffee in netter Gesellschaft und ein sagenhaft leckeres Fruchteis-Getränk bei Bruno an der Bar. Wie können wir da leichten Herzens hier wegfahren? Unsere Absicht, den nächsten Winter mal wieder in Deutschland zu verbringen, weil wir im Frühjahr 2013 endlich in die USA fliegen wollen, haben wir schon revidiert. Die Vorstellung, erst im übernächsten Winter wieder hier zu sein, gefiel uns überhaupt nicht! Also hoffen wir, am 11. November d. J. wieder hier einzuparken, auf der parcela 133. Ist ja ein überschaubarer Zeitraum, nur etwas mehr als ein halbes Jahr 😉 Wir sind hier ja wirklich länger am Stück als sonst irgendwo und es fühlt sich absolut wie Heimat an. Wir haben diesen Winter auch fleißig unsere Spanischkenntnisse zu verbessern versucht und üben bei/mit Bruno an der Bar der wunderschönen Badelandschaft, deren Wiedereröffnung wir dieses Frühjahr noch miterleben durften. Seit Freitag reisen die Spanier an, ihre semana santa (“Heilige Woche” von Palmsonntag bis Ostersonntag) beginnt – und der Wetterbericht sagt prompt wieder Regen voraus! Irgendwann bleiben wir über Ostern mal hier und machen uns selbst ein Bild davon, wie die Spanier diese für sie so wichtige Urlaubswoche verbringen. Man hört nämlich die unterschiedlichsten Aussagen, von “ganz schrecklich laut, Disco bis 3 Uhr nachts, Kindergeschrei und Hundegebell” bis “ist gar nicht schlimm”. Dieses Jahr haben wir aber über Ostern bei Figueres, wo wir im Oktober auf der Hinfahrt schon waren, gebucht und werden dort noch zwei Wochen bleiben. Wir melden uns dann von dort wieder!

Hasta el noviembre, Torre La Sal’2 – a nosotras nos hemos gustado mucho!!!

Fiestas San Antonio y Santa Águeda 2011 in Benicàssim

Durch Ellen und Siggi, die seit Jahren auf dem Campingplatz „Bonterra Park“ in Benicàssim überwintern, haben wir von der alljährlich stattfindenden Festwoche zu Ehren des heiligen Antonius (Schutzpatron der Tiere) und der heiligen Águeda erfahren.

Siggi war der Meinung, dass wir uns das Hauptgeschehen am Freitag nicht entgehen lassen dürften und holte uns um kurz vor 11 (!) mit seinem PKW ab. Als wir in Benicàssim ankamen, war die Hauptstraße schon komplett abgesperrt und überall lagen Sandhaufen, abgesägte Äste und anderes Brennholz herum sowie von der Stadtverwaltung angelieferte Tische.

Es war schon ein reges Treiben zu beobachten. Ab 12 Uhr wurden in einem Lokal Schürzen, Reis und Öl ausgegeben und damit begann der „Paella-Tag“. Wir flüchteten vor der für Spanien außergewöhnlichen Kälte in ein Café und konnten von dort wunderbar beobachten, wie direkt vor unserem Fenster eine von mehreren Hundert Paellas entstand. Wenn ihr den Mauszeiger auf die Fotos führt, könnt ihr die Zubereitung genau mitverfolgen!

Alles geschieht an den Straßenrändern, wo Familien, Freundeskreise, Restaurantbesatzungen ihre eigene, besondere Paella zubereiten. Alle zwei bis drei Meter gibt es eine Feuerstelle und das die gesamte Hauptstraße (ca. 1 km) entlang sowie in allen Nebenstraßen! Als wir aus dem Café wieder herauskamen, waren Rauchschwaden und Gerüche so extrem, dass uns binnen kürzester Zeit die Augen tränten. Aber es war ein Erlebnis!

Das gesamte Festprogramm beinhaltet Umzüge mit prächtigen Karossen, Stiertreiben, das Segnen von Haustieren und das Austeilen von „pan bendito“ (heiligem Brot), das man auch als „coqueta“ kennt.

Benicasim (valenz.: Benicàssim) ist eine Stadt an der Costa del Azahar in der Provinz Castelló in der Region Valencia (Comunidad Valenciana), Spanien. Die Stadt grenzt direkt nördlich an Castellón de la Plana an. Durch ihre Funktion als Touristenort steigt die Bevölkerung in der Saison auf bis zu 40.000 Menschen.