Der Hase und der Igel

 

Nun waren die Tage am Meer auch schon Vergangenheit, leider. Ich hätte am liebsten den Sommer dort oben verbracht, an der Ostsee hat es mir immer schon gefallen. Ob es daran liegt, dass ich mit 4 Jahren in ihr schwimmen gelernt habe, damals in Kellenhusen? Mein Vater hat es mir beigebracht, zunächst, indem er mich an den Trägern meines Badeanzuges, die am Rücken über Kreuz liefen, über Wasser hielt. Irgendwann kam ich ihm auf die Schliche, dass er längst losgelassen hatte! Aber das war schon im nächsten Jahr, als ich fünf war. Und dann sollte ich über eine kurze Distanz allein zu ihm hin schwimmen und ertappte ihn bald dabei, dass er heimlich immer weiter rückwärts ging. Ich war sauer, aber ich konnte schwimmen!

Am Palmsonntag fuhr ich bis Buxtehude. Ich wollte unsere Freundin Gisela in Hamburg besuchen und Brodo, ebenfalls ein langjähriger Wohnmobilreisender, Freund und Fulltimer (lebt wie wir ständig im Wohnmobil), wollte mich in Buxtehude treffen, nicht nur, aber auch, damit ich mich seiner diversen Computer-, Tablet- und Smartphoneprobleme annehmen kann. Zwinkerndes Smiley Gisela äußerte dann den Wunsch, ihr erstes Smartphone zu kaufen und entschloss sich auch dazu, nachdem ich ihr angeboten hatte, es ihr einzurichten und zu erklären. Gisela ist 80.

So war ich gut beschäftigt. Meinen Vorgarten stellte ich auf Frühling um, was dem Winter aber offensichtlich nicht gefiel.

Frühlings-Vorgarten (!)Frühlings-Vorgarten (?)Ostern mit SchneeOstern mit Schnee

Ich hatte damit gerechnet, dass der Stellplatz „Schützenplatz“ über Ostern voll werden würde. Buxtehude ist ja ein nettes Städtchen, der Platz liegt stadtnah und trotzdem im Grünen und kostet nur €5. Offiziell darf man nur maximal 3 Tage bleiben, aber das interessiert offenbar niemanden. Es wurde nicht voll, über die Ostertage waren mit uns höchstens 6 oder 7 Mobile da.

Stellplatz "Schützenplatz"Stellplatz "Schützenplatz"auf dem Weg in die StadtStellplatz "Schützenplatz"BuxtehudeBuxtehudeBuxtehudeBuxtehudeOstern naht!

In Buxtehude soll sich der Überlieferung nach ja das Wettrennen zwischen dem Hasen und dem Igel abgespielt haben. Dem war zwar nicht so, aber das Grimm’sche Märchen ist natürlich eine gute Marketingidee für die Stadt. So findet man die beiden Figuren auch an den verschiedensten Stellen, oft an das Verkaufsangebot des Geschäftes, vor dem sie stehen, angepasst.

Uhren-IgelHaseImbiss-Igel

Das mit dem leeren Stellplatz änderte sich schlagartig am Dienstag nach Ostern! Da kamen die Mobile im Minutentakt! Hatten alle noch mit den Enkelkindern Ostereier suchen müssen? Uschi hatte dann die Erklärung: Es war Anfang April, alle Saisonkennzeichenfahrer durften mit ihren Fahrzeugen wieder auf die Straße!!! Jetzt beginnt wieder die schwierigere Jahreszeit. Zwar ist das Wetter besser (hoffentlich!), dafür sind aber die Stellplätze überfüllt. Zeit, auf die Schwäbische Alb zurückzukehren. Vorher möchte ich aber noch meine Freunde in Nordhorn besuchen und einen Abstecher ins Ruhrgebiet machen. Und Ende des Monats zum Jazzfrühling und Wohnmobiltreffen nach Kempten fahren. Gisela und ihr Smartphone kommen auch! Smiley

nach Osternnach OsternFußmatte ohne Matte

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Wir verabschieden uns aus Deutschland!

 

Noch 3x schlafen! Am Mittwoch bringt uns Luise nach Hemmoor auf den Bahnhof, wir fahren (ab Hamburg) per ICE nach Frankfurt, übernachten im NH-Hotel in Flughafennähe und steigen am Donnerstagnachmittag (hoffentlich) entspannt in unseren Flieger. Und dann sind wir mal für ‘ne Weile weg!!! Aber keine Sorge, wir haben vor, zurückzukommen, aaaber noch nicht so bald! Und mit Blogartikeln versorgen können wir euch ja von überall auf der Welt, eine Internetverbindung vorausgesetzt.

Wir sind unserer Freundin Luise SEHR dankbar für ihre Unterstützung! Nicht nur, dass Oscarlotta hier auf ihrem Garagenhof 6 Monate gut behütet stehenbleiben kann, es war auch eindeutig sehr viel komfortabler und einfacher, alle notwendigen Vorarbeiten zu erledigen als auf einem Stellplatz. Uschi ist jetzt schon seit 6 Wochen hier und bei mir sind es heute auch schon drei. Zwei Wochen stand Oscarlotta direkt an der Oste mit immer wechselnden Ausblicken (die Oste ist ein Tidengewässer) und traumhaften Sonnenuntergängen.

AbendstimmungNiedrigwasserDeichhotel Bootsanleger SeefahrerAbendstimmungAbendstimmungAbendstimmung mit SchiffAbendstimmungAbendstimmung   Abendstimmung      

Am Dienstag mussten wir dann leider umziehen, für den Vatertag wurde der hintere Parkplatz des Deichhotels “Seefahrer” für einen Bier- und einen Würstchenstand sowie einen Toilettenwagen gebraucht.

Oscarlotta an der OsteFest am Vatertag

Es war dann gar nicht sooo einfach, Oscarlotta passgenau vor Luises Hoftor einzuparken! Per Kran wäre es leichter gewesen. Schon die Deichlücke ist so bemessen, dass rechts und links vom Spiegel nur noch Zentimeter verbleiben und wenn das Heck noch nicht durch ist, muss man schon rechtwinklig abbiegen. Luises Garagenhof ist etwas verwinkelt und Oscarlotta war dann doch etwas größer als Luise sie in Erinnerung hatte! Erstauntes Smiley Aber mit hin und her, vor und zurück stand sie irgendwann perfekt in Parkposition.

Oscarlottas SommersitzOscarlottas SommersitzOscarlottas Sommersitz Achthöfen  

Damit hatte sich der ursprüngliche Plan, über das Wochenende noch einmal an die Oste zurückzufahren, erledigt!

Wir haben nicht nur gearbeitet, sondern auch “Urlaub” gemacht. Waren in Buxtehude und haben Birgit und Steffi samt Edelweiß noch einmal getroffen, bevor wir abdüsen. Stade haben wir auch noch einmal besucht, Uschi hatte dort eine Woche auf dem sehr schönen, noch relativ neuen Stellplatz gestanden, bevor sie bei Luise aufschlug.

BuxtehudeStadeStade

Ein paar Ausflüge mit Luises kleinem Citroen ins Alte Land mussten natürlich auch sein, als das Wetter endlich frühlingshaft wurde und die Kirschblüte einsetzte. In Stadersand an der Elbe waren wir, ohne Fix und Boxi vorbeischwimmen zu sehen, aber das wisst ihr ja schon!

Stadersand

StadersandStadersandStadersand

Stadersand     

Und dann haben wir Oscarlotta noch von ihren im Laufe der Jahre sehr unschön gewordenen Designfolien befreit. Die eine hatte im Sommer 2013 sehr gelitten, als während unserer damaligen Abwesenheit (1. Nordamerikareise) 3 Monate die pralle Sonne darauf “knallte”. Bei der anderen hatte sich in diesem Winter von uns unbemerkt eine Wasserblase gebildet, das Wasser war gefroren und nach anpieksen der wieder flüssigen Blase lief das Wasser zwar ab, aber die Folie sah so aus:

Aufkleber linksAufkleber rechts

Auf der sonnenbeschienenen Seite konnten wir die Folie in großen Stücken relativ einfach abziehen, auf der Schattenseite mit Hilfe eines Föhns. Die Konturen der abgelösten Folien sind leicht zu sehen, der Lack darunter ist eben noch “fabrikneu”, das hat auch das häufige Polieren von Oscarlotta nicht verhindern können. Wir lassen es trotzdem erstmal so, jetzt über den Sommer sowieso. Vielleicht kommt im November etwas Neues drauf, eine entsprechende Firma ist hier ganz in der Nähe.

FolienentfernungFolienentfernungFolienentfernung

Jetzt muss noch der Kühlschrank leergegessen und danach abgetaut werden. Ersteres ist gar nicht so einfach, da Luise immer wieder etwas Leckeres kocht oder eine ihrer sensationellen Torten backt. Und dann müssen wir Koffer packen!!!

Luises Torten

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.