Refit für Oscarlotta

 
 
Seit dem 1. November darf Oscarlotta wieder auf die Straße. Und wie das bei Frauen halt so ist, ging die erste Tour zum Shoppen. Sie sollte neue Schühchen bekommen! Die alten hatte sie sich bei der Aktion mit der Maus beim Zurückfahren auf die nasse Terrasse derartig verschmiert, dass sie ganz unglücklich war. Da aber auch die Reifen-Verfallszeiten durchaus existent waren, ging es zum Reifenhändler. Der November wird ein teurer Monat!

Reifen (alt)Reifen (alt)Reifen (alt)Reifen (neu) 1Reifen (neu)

Oscarlotta weigerte sich danach standhaft, wieder in den Matsch zurückzufahren und so stehen wir jetzt vor der Schranke des Campingplatzes auf geschotterten Plätzen, mit sauberen Schuhen, sie sowie ich. Smiley

Nach nunmehr 10 Jahren fallen bei Oscarlotta so einige Arbeiten an, vorhersehbare und unvorhersehbare. Vorhersehbar war, dass die Gasanlage nach gesetzlichen Vorgaben erneuert werden musste. Schon bei Sichtung der eingebauten Wynen-LPG-Tankflasche (seit 2008 in Oscarlotta verbaut) durch unseren Wohnmobilreparateur ergab sich das erste Problem! Ich wurde informiert, dass es seit 2016 eine Gesetzesänderung gibt, nach der eine Tankflasche dieser Art so fest verankert sein muss, dass sie den Beschleunigungskräften bei einem Unfall standhält. Außerdem ist die bisherige Schlauchverbindung nicht mehr zulässig, es muss eine Festverrohrung vorliegen. Promobil sagt dazu: „Eine Gastankflasche und ihre Halterung im Fahrzeug müssen anders beschaffen sein als bei einer herkömmlichen Tauschflasche. Der Grund findet sich im Kleingedruckten der Gesetzestexte: Als fest verbauter Tank ist die Gastankflasche ein Teil des Fahrzeugs und muss andere Anforderungen erfüllen als eine Tauschflasche, die als Ladung definiert ist und die weniger stark gesichert sein muss – Spitzfindigkeiten mit enormen Auswirkungen.“ Den gesamten Text finden Interessierte „hier“.

Ohne erfolgreiche Gasprüfung und entsprechende Bescheinigung keine HU!!! Ich rief bei der Firma Wynen an, dort bestätigte man die Sachlage und ich erfuhr, dass eine Umrüstung beim Firmensitz in Viersen möglich sei. Auch bekam ich die hilfreiche Info, dass die in unseren Unterlagen aufgeführte Notwendigkeit einer Drucküberprüfung der Tankflasche nach 10 Jahren haltlos sei. Bei Tankflaschen, die nach 2006 hergestellt worden sind, reicht eine Sichtprüfung alle zwei Jahre.

Der Termin für die HU ist für die nächste Woche bei IVECO schon festgelegt. Es blieb also nur die Lösung, die Tankflasche vorübergehend auszubauen, um die Gasprüfungsbescheinigung zu bekommen. Da ich demnächst sowieso ins Ruhrgebiet fahre, werde ich in Viersen einen Termin machen.

Weiterhin vorhersehbar war der Austausch der Thetford-Kassettentoilette. Die war an einer Stelle gerissen, was aber keinerlei Undichtigkeiten zur Folge hatte, nur ein leichtes Schaukelgefühl bei der Benutzung. Nach 10 Jahren Dauerbenutzung darf es dann auch mal eine neue Toilette sein! Da seit einiger Zeit ja sog. Kompost- oder Trenntoiletten in bestimmten Wohnmobilkreisen „in“ sind und die Vorteile durchaus überlegenswert sind, haben wir uns informiert und gemessen. Wir konnten in einem Fernreisemobil vor ein paar Wochen sogar eine in natura anschauen, von der Firma Air Head. Die ist zwar nicht ganz preiswert, gescheitert ist es dann aber nicht daran, sondern dass sogar die kleinere Bootsausführung zu groß ist für das Bad von Oscarlotta. Sie würde zwar hineinpassen, aber der Durchgang zur Tür wäre sehr eingeschränkt und der Staubsauger in seiner Ladestation würde auch nicht mehr daneben passen, so wie jetzt. Und da Oscarlotta in der Regel sowieso auf Stell- oder Campingplätzen steht und von Anfang an über zwei Kassetten in zwei separaten Fächern verfügt, wurde es dann doch wieder eine Thetford-Toilette. Dasselbe Modell noch einmal zu bekommen, erwies sich dann allerdings als fast unmöglich. Beim Nachfolgemodell haben die Kassetten andere Maße dadurch, dass Räder und eine Transportstange integriert sind. Dank eines Wohnmobilkollegen hier auf dem Campingplatz konnte ich dann ein Ausstellungsmodell (nicht gebraucht!) kaufen, ich glaube, eins von insgesamt noch zwei verfügbaren in ganz Deutschland. Es wurde die Woche ebenfalls eingebaut, glänzt wunderschön neu und das ausgediente ging die Tage den Weg alles Irdischen. Enttäuschtes Smiley

Toilette (neu)Toilette (alt)Toilettenentsorgung etwas andersToilettenentsorgung etwas andersToilettenentsorgung etwas andersToilettenentsorgung etwas andersToilettenentsorgung etwas anders

Nicht vorhersehbar war, dass die Wasserpumpe ihren Geist aufzugeben androhte. Obwohl, nach ebenfalls 10 Jahren Dauergebrauch braucht man sich wohl weder zu wundern noch zu beschweren. Gut, dass alles auf einmal anfiel, dazu noch ein paar Kleinigkeiten wie ein abgerissener Sensordraht für die Anzeige des Frischwasserfüllzustandes und eine kaputte Begrenzungsleuchte am Fahrradträger. Gut für den Arbeitsaufwand, schlecht allerdings für das Portemonnaie. Zwinkerndes Smiley

Und noch etwas ist schlecht! Es gibt eine weitere Maus in Oscarlotta!!! Sie ist nicht zu hören und nicht zu sehen, hinterlässt aber Köttel und Plastiktütenfetzen und hat es letzte Nacht geschafft, die Rattenfalle leerzufressen, ohne dass die Klappe zugeflogen ist! Trauriges Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Ein Untermieter auf Zeit

 
 
Als ich bei unserer Rückkehr Oscarlotta offensichtlich unversehrt stehen sah, fiel mir ein Stein vom Herzen. Kein Partyzelt diesmal, das über sie hinweggeflogen war und sie beschädigt hatte. Ein banges Gefühl ist es dann noch, die Aufbautür zu öffnen und einen ersten Blick in das Innere zu werfen. Alles in Ordnung??? Ja, es sah so aus. Eine meiner ersten Handlungen war dann, den kleinen Abfalleimer in der Küche mit einem neuen Beutel zu versehen. Ich zog die Schublade unter dem Kühlschrank auf. Kennt ihr den Moment, wo eure Augen etwas sehen und der Verstand es nicht sofort verarbeiten kann? In der Schublade lag alles durcheinander! Das hatte ich doch so nicht hinterlassen!?!? Als mein Verstand sich zuschaltete, war sofort klar, das war eine Maus gewesen!!! Erstauntes Smiley Ich fand zerfetzte Plastiktüten, ein angeknabbertes Tischset aus Plastikmaterial und einen Wust von zu kleinsten Fitzelchen zerlegten Papierservietten. Und Mäuseköttel. Na prima! 10 Jahre lang war bisher alles gut gegangen, Oscarlotta hatte bereits 2013, als wir das erste Mal in USA/Kanada waren, für drei Monate abgestellt gestanden, ein weiteres Mal für zwei Monate, als wir unsere Erprobungsfahrt mit Fix und Boxi nach Dänemark machten, dann letztes Jahr bei Luise an der Oste, als wir ein halbes Jahr in Übersee waren und jetzt während unserer Frankreich/Spanien-Sommerreise. Diesmal hatte es uns also erwischt! Ich ahnte zum Glück noch nicht, in welchem Ausmaß. Aber dass es nicht die Schublade allein war, wurde klar, als ich im Außenstaufach (unter der Couch) eine neue Kartusche für den Wasserfilter holen wollte, der wieder in Betrieb genommen werden musste. Es fielen mir unzählige einzelne Teebeutel entgegen! Die verschlossenen, teilweise mit Cellophan ummantelten, Teepackungen in einem Plastikbehälter gestapelt waren teils ganz geöffnet, teils nur angeknabbert. Ein Teebeuteltütchen nach dem anderen war aus den angenagten und geöffneten Packungen herausgeholt und vor der Klappe des Vorratsfaches abgelegt worden, nach dem Motto: „Schmeckt mir nicht, schmeckt mir auch nicht, iiiihhh!“ Geschmeckt hatten aber offensichtlich sämtliche nicht in Plastikdosen befindliche Getreidekörner und auch meine Lieblingskekse, die noch gut verschlossen gewesen waren. Überall dazwischen Mäuseköttel. Ein großer Müllsack kam zum Einsatz!

Teeliebhaber :-)Körnerfresseralles leer!!!

Jetzt war klar, dass das vermutlich nicht alles gewesen war und ich ging auf die Suche. Schon der erste Schrank, den ich öffnete, war ein Volltreffer! Klar, bewahre ich im Oberschrank über der Küche nicht nur meine Kaffeekapseln auf, sondern auch die dazugehörigen Kekse. Nicht alle in verschließbaren Dosen. Aber der Maus kann es nicht nur um das Fressen gegangen sein, sondern sie wollte offenbar auch noch Spaß haben. Oder ihre Zähne wetzen. Ich habe keine Ahnung, wie Mäuse ticken. Auf jeden Fall hat sie die Kaffeepackung nicht nur so weit angenagt, bis sie sie öffnen konnte, sondern sie hat sie so wie die Servietten in der Schublade „pulverisiert“. Spieltrieb? Die Kaffeekapseln hat sie interessanterweise nicht geöffnet, nur im Schrank verteilt. Die Kekse waren angefressen. Ich auch! Grün vor Neid

KaffeepauseKaffeepause

Die Besteckschublade hatte sie auch inspiziert, da dort aber nichts Fressbares zu finden war, hatte sie nur überall hingepinkelt und -geköttelt. Mir reichte es fürs Erste!!! Nachdem ich die Unordnung in Außenstaufach, Oberschrank und Schublade beseitigt hatte, beschloss ich, die Besteckschublade auf den nächsten Tag zu verschieben und erst einmal etwas zu Abend zu essen. Der leere Kartoffelsalatbehälter kam anschließend in den Trockenmüll, ohne Deckel. Für den Gelbe-Sack-Müll benutzen wir schon immer den herausziehbaren Gitterkorb neben der Badezimmertür, der innen im Badunterschrank integriert ist. Er ist eigentlich für Schmutzwäsche gedacht. Es dauerte nicht lange, da raschelte es gut vernehmbar in der Abfalltüte im Korb! Die Maus!!! Ich öffnete den Korb ein kleines Stückchen und knallte ihn wieder zu. Ruhe! Für die Nacht versperrte ich den Eingang von innen. Am nächsten Tag kam ich auf die Idee, dass ich versuchen könnte, die Maus in diesem Korb zu fangen! Ich müsste dann nur schneller sein als sie, den Korb blitzschnell öffnen, wenn ich sie darin gehört hätte, ein Tuch reinschmeißen und die Tüte verknoten. Während ich das alles so überlegte, saß ich beim Frühstück, es war ganz ruhig in Oscarlotta. Plötzlich hörte ich ein undefinierbares Geräusch, schaute nach rechts und sah, wie eine Maus ganz langsam und vorsichtig hinter den Oberschränken hervor die mit Teppichboden verkleidete Wand hinunterlief und hinter der Couch Richtung Außenstaufach verschwand. Erstauntes Smiley Auch jetzt war mein Verstand ein paar Sekundenbruchteile hinter meinen Augen zurück, denn es wäre vermutlich ein Leichtes gewesen, die Maus am Schwanz zu packen und ins Freie zu befördern, war sie doch höchstens 1 1/2m von mir entfernt. So aber sah ich ihr nur völlig perplex hinterher! Ich muss dazusagen, dass ich keine Angst vor Mäusen habe, einschlägige Erfahrungen mit ihnen während meiner Steinhauszeit machte und sie unglaublich niedlich finde mit ihren kleinen rosafarbenen Pfötchen und den Knopfaugen. Aber mir meine Kekse wegfressen und alles vollpinkeln geht gar nicht!!! Die Maus muss wieder ausziehen! Uschi fuhr sowieso nach Essingen und bekam den Auftrag, eine Lebendfalle zu kaufen.

Ich wollte meine Sommerschuhe verstauen und öffnete die Heckgarage. Warum lagen auf den Sportschuhen im Regal so viele Papierstückchen? Ich nahm den ersten heraus und wunderte mich, dass er so schwer ist!? Der zweite und der dritte auch! Alle waren bis in die Spitzen vollgestopft mit Walnüssen, alle Zwischenräume ausgefüllt mit kleingerupften Kleenextüchern. Die Walnüsse lagen seit zwei Jahren in einer Plastiktüte links im Eingang der Heckgarage, ich wollte sie diesen Sommer endlich mal knacken und war sicher, dass sie innen alle schon vertrocknet sein würden und ich sie wegschmeißen kann. Dazu war es aber dann doch wieder nicht gekommen. Die Schuhe stehen auf einem Regal ungefähr 2m entfernt und in 1m Höhe. Wie transportiert eine kleine Maus ca. 40 Walnüsse über diese Distanz? Auch hier hat sie aber nicht nur schwer gearbeitet, sondern auch noch ihren Spaß gehabt. Indem sie alle meine Waschschwämme, Putzlappen und sogar die Stofftasche, in der diese sich befanden, zernagt hat. Auch den Pappkarton, in dem die Stofftasche lag. Die Schuhe waren unversehrt! Von den Hundeleckerchen, die ebenfalls in der Heckgarage gelagert waren, war natürlich nicht mehr viel da!

Winterlager für WalnüsseHundeleckerli und Zerstörungswut

Ich leuchtete mit einer Taschenlampe die hinteren Ecken der Heckgarage aus und es erschien mir, als ob hinten links etwas wäre. Also den Fahrradträger abklappen und die hintere Heckklappe öffnen. Direkt dahinter liegt die Winterabdeckung für das Armaturenbrett in einer Stoffhülle. Die war zerlöchert! Beim Herausheben erschien uns das ganze Paket ungewöhnlich schwer. Als wir es öffneten, zogen wir mit der Winterabdeckung eine Menge loser Haferflocken heraus! Ich wusste, dass ich kurz vor unserer Abreise noch ein Paket Haferflocken gekauft und in einem Küchenschrank deponiert hatte. Dort fand ich später auch die total leere 500-Gramm-Tüte. Haferflockentüte Die Distanz vom Schrank in der Küche bis zum letzten Winkel der Heckgarage beträgt ca. 2,5m in der Länge und 1,40m in der Höhe. Man stelle sich vor, wie oft die Maus mit einer vollen Maulladung Haferflocken diese Strecke gelaufen und geklettert sein muss! Ich hätte ja liebend gerne „Mäuschen gespielt“ bei all diesen Aktionen!!! Leider hatten die Haferflocken ihr aber nicht gereicht, sie hatte außer der Stoffhülle auch die Winterabdeckung angefressen, am unteren Saum und mittenrein ein großes Loch. Das fand ich dann gar nicht mehr lustig. Sogar die Teppichbeschichtung an der Wand unterhalb der Heckklappe war an einer Stelle angefressen.

Jetzt beschloss ich, auf den oberen Teil des Campingplatzes zu fahren in der Hoffnung, dass die Maus, wenn der Motor angelassen wird, in Panik ins Freie flüchtet. Vorher warf Uschi vorsichtshalber einen Blick in den Motorraum und suchte nach angenagten Kabeln. Die fanden sich zum Glück nicht, dafür aber ein ausgewachsenes Vogelnest mit einem nicht ausgebrüteten Ei, festgeklebt am Wasserbehälter für die Scheibenputzanlage. Ein Wunderwerk der Nestbautechnik, so ein Vogelnest! Oscarlotta sprang an, wir fuhren nach oben neben die Schranke und am Abend war klar, die Maus war mitgefahren. Laut lachen

VogelnestVogelnest

Die Mausefalle, die Uschi mitbrachte, war nicht größer als die Maus! Die zufallende Tür, wenn die Maus denn überhaupt hineingehen würde, würde ihr den Schwanz abschlagen. Also noch eine Nacht ohne Falle! Aber da war ja noch die Idee mit dem Trockenmüll. Ich präparierte einen Joghurtbecher mit Müsliflocken, legte einen Stofflappen in Griffnähe, lehnte die Tür des Abfallfaches nur an und wartete einen ganzen Abend voller Spannung. Es passierte – nichts! Am nächsten Morgen sah ich, dass der Becher leergefressen war!

Jetzt nahm ich mir endlich meine Besteckschublade vor, spülte alles und schnitt für jedes Fach neue Anti-Rutschmatten zu. Wisst ihr, wie Mäusepipi riecht??? Bei der Gelegenheit öffnete ich den danebenliegenden Apothekerauszug. Na, was glaubt ihr? Sämtliche Backpulvertütchen waren geöffnet worden, der Inhalt sagte aber offenbar nicht zu. Aber das konnte die Maus ja erst wissen, nachdem das zweite, das dritte, das vierte… bearbeitet worden war. Ebenso die Vanillezuckertüten und die Tütensuppen. Dort fand ich, neben den entnommenen getrockneten Champignons, zwei Plastikgabeln aus der Besteckschublade. Warum transportiert eine Maus Plastikgabeln aus dem einen Fach zu den Tütensuppen in einem anderen Fach??? Weiß sie nicht, dass man Suppe mit Löffeln isst? Smiley mit geöffnetem Mund Von den Mandeln, die in einem Stoffsäckchen aufbewahrt worden waren, war nur noch das verpinkelte Säckchen da. Brühwürfel mochte sie dagegen offenbar nicht. Einen aus der Cellophanhülle befreiten fand ich Tage später im Topfschrank unter dem Backofen auf einem Pfannendeckel. Köttel natürlich auch!

Backpulver und Vanillin-Zuckerplus zwei Gabelnfür die Suppe???Wie krieg ich den Dreck da unten raus?

Das Gute an solchen Aktionen ist ja, dass man danach weiß, was an Vorräten man noch hat und dass alles wieder schön übersichtlich und sauber ist!

Die Maus war wirklich überall in Oscarlotta unterwegs gewesen, erkennbar an den hinterlassenen Kötteln. Sogar den abgetauten und auf Dauerlüftung gestellten Kühlschrank hatte sie inspiziert. Es ist absolut erstaunlich, wo Mäuse überall hinein und vor allem auch wieder heraus kommen! Das Spülbecken war abgedeckt mit einer Platte. Das Griffloch hat höchstens Mäusegröße, das Becken ist aus glattem Edelstahl. Die Maus war drin und ist wieder herausgeklettert. Hinter dem Becken befinden sich zwei Fächer, in denen Behälter hängen, die eigentlich für Abfall gedacht sind. Wir bewahren da schon immer u. a. unser Brot drin auf. In der zweiten Nacht kam ich nicht auf die Idee, das im Durchmesser 2 1/2cm kleine Griffloch mit der draufgestellten Teekanne zu verschließen. Die Folge war am nächsten Morgen angeknabbertes Brot, durch eine Plastik- und eine Papiertüte hindurch!

So langsam reichte es mir! Wir fuhren zum Bauhaus und kauften eine Rattenfalle. Die war schön groß und ich erhoffte mir den gewünschten Erfolg. Mit Krümeln des angeknabberten Brotes gefüllt stellte ich sie gespannt in das Außenstaufach. Nicht nur die Falle war gespannt, sondern auch ich. Ich würde es hören, wenn sie zuschnappt. Ich verzichtete sogar auf meine Freitags-Talkshow, damit es möglichst ruhig in Oscarlotta war. Um 0:15 Uhr knallte die Tür der Falle zu! Mit solchem Krach, dass ich fast von meinem Sessel fiel! Okay, Jacke und Schuhe angezogen, Autoschlüssel und Führerschein geschnappt. Flitzi stand schon bereit. Eine Tasche und ein Tuch, um den Gitterkäfig anfassen zu können, ohne von der Maus gebissen zu werden, lagen schon im Eingang. Ganz gespannt schloss ich das Außenstaufach auf. Die Rattenfalle war zu, leergefressen und LEER!!! Diese Maus musste ein Akrobat sein, es war mir absolut schleierhaft, wie sie das geschafft hatte! Und nun? Ich nahm die Falle mit rein, zog mich wieder aus und befüllte sie neu. Dann beschloss ich, die Falle über Nacht vor der Couch stehenzulassen und ging ins Bett. Und konnte natürlich nicht einschlafen, weil ich jederzeit mit dem lauten Knall der zufliegenden Tür rechnete. Wach wurde ich irgendwann von metallischem Gerappel. Gleich würde es knallen! Es rappelte weiter, ein Knall kam nicht. Langsam wurde mir klar, dass es schon geknallt haben musste (vielleicht war ich deshalb wach geworden) und der Lärm von der in der Falle befindlichen Maus kam. Ich öffnete die Schiebetür zum Wohnraum, machte das große Deckenlicht an und erblickte ein ob des hellen Lichtes erschrockenes Mäuslein. In der Falle! War es, als es an der Wand entlang lief, nicht viel größer gewesen? Ich stellte mich vor, versicherte ihm, dass ich ihm nichts tun würde, es also keine Angst zu haben brauche. Die hatte es aber offensichtlich auch vorher schon nicht gehabt, denn alle Müsliflocken waren aufgefressen. Da es so entspannt war, schaltete ich mein iPhone ein und machte ein kleines Video. Das ist allerdings total langweilig, weil das Mäuschen nur ganz unaufgeregt von einer Ecke in die andere GEHT, um zu schauen, ob es nicht doch irgendwo einen Ausgang gibt. Wer es sich trotzdem anschauen möchte, bitte auf das Foto klicken!

Der Übeltäter

Es war übrigens kurz nach 4 Uhr! Ich überlegte, was ich tun sollte. Die Falle samt Maus nach draußen unter Oscarlotta stellen, damit ich weiterschlafen kann? Nein, ich hätte sicher nicht wieder einschlafen können. Also, siehe oben! Um zwanzig Minuten nach vier Uhr in der Früh fuhren Flitzi, das Mäuschen und ich durch ein ausgestorbenes Lauterburg bis zum Wanderparkplatz vor Bartholomä. Es war stockdunkel und etwas neblig, die roten Warnlichter der Windkrafträder in der Nähe blinkten gespenstisch und im Scheinwerferlicht brachte ich die Falle samt Maus zur Wiese, sagte ihr, dass es mir Leid täte, sie sich jetzt aber ein schönes neues Zuhause suchen müsse und öffnete die Klappe. In Sekundenbruchteilen war sie draußen, rannte zwei Meter, stutzte kurz und verschwand dann in der Dunkelheit.

Es tut mir ja WIRKLICH Leid, dass ich ihr ihre ganze, viele, unglaublich umfangreiche Arbeit kaputtmachen musste, sie ihrer wertvollen Wintervorräte berauben musste. Wenn sie nicht auch noch so viel zerstört und nicht alles verunreinigt hätte, hätte sie ja vielleicht eventuell wohnen bleiben dürfen. Und Walnüsse knacken über den Winter. Ich hätte ihr sogar dabei geholfen und die Nüsse ein wenig vorgeknackt. Damit sie es etwas einfacher hat. Aber so? Sie hat es halt etwas übertrieben und so bewahrheitet sich für sie leider das Sprichwort: „Wie gewonnen, so zerronnen!“.

Ich schlief gut den Rest der Nacht! Die Falle stellte ich gefüllt wieder in das Außenstaufach, Lebensmittel ließ ich nicht offen liegen, Kekse wurden in Dosen gefüllt, der Zugang zum Brotfach verschlossen. Es war ja noch nicht sicher, dass es nur diese eine Maus gewesen war. Bei jedem ungewöhnlichen Geräusch zuckte ich zusammen! Ein Wohnmobil macht viele Geräusche, sei es dadurch, dass sich in der Sonne etwas ausdehnt und knackt, sei es, dass der Wind Blätter oder kleine Zweige auf das Dach befördert. Jeden Tag kontrollierte ich die Falle, suchte nach Mäusekötteln, aber es schien alles in Ordnung zu sein. Oscarlotta und ich fuhren wieder auf unseren Platz.

Obwohl ich alles gesäubert hatte, verschwand der stechende Geruch nach Mäusepipi nicht. Besonders bemerkte ich das, wenn ich auf meinem Stammplatz, dem Beifahrersitz, saß. Dann wollte ich die Aldi-SIM-Karte, die Uschi nicht mehr brauchte, verräumen. In den Büro-Schrank oberhalb meines Sitzes. Oha!!! Hier hatte die Maus in einer Ecke ihre Toilette eingerichtet und sich auch gleich jede Menge Toilettenpapier zurechtgenagt. Sogar einen der Plastik-Ablagekörbe hatte sie angenagt! Warum tun Mäuse das? Warum zernagen sie Plasiktüten, Pappkartons, Servietten, Papier? Weil nagen ihre Bestimmung ist, als Nagetiere? Aber das macht doch weder satt noch kann es gut schmecken! Okay, satt vielleicht, ist ja Zellulose. Aber einen Nährwert kann es ja nicht haben. Weiß das die Maus bloß nicht? Oder ist das ein genetisch bedingter Zwang??? Herr von S., Sie als Fachmann, bitte klären Sie uns auf! SIM-Karten mochte sie offensichtlich auch, sogar spanische. Und die Jahresrechnung von unserem Stellplatz fand sie offenbar genauso hoch wie wir. Cooles Smiley

Toilettenpapier???gründliche Arbeitnach Hause telefonieren?indiskutable Jahresrechnung

Inzwischen habe ich zwar in alle weiteren (Ober-)Schränke geschaut und auch in die Fächer im Zwischenboden, bis auf weitere Köttel aber keine Schäden entdeckt. Ich weiß jetzt auch, welche Schränke unzugänglich sind. Es sind nicht viele… Es gibt eine Lichtleiste in einem durchlaufenden Kanal in Oscarlotta, die sich im Wohn- und im Schlafbereich zwischen Decke und Oberschränken durchzieht. Ich mag sie sehr, das Mäuslein wohl vor allem den Kanal. Smiley

Liebe Leser, ihr habt euch bestimmt gut amüsiert bis hierher, oder? Sicher auch ein wenig gegruselt, vor allem die Wohnmobilbesitzer unter euch. Ja, ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist. Die Lebensmittelverluste und Sachschäden sind nicht gravierend, die Winterabdeckung kann ich reparieren. Was mir aber wirklich zu schaffen macht, ist, dass wir Oscarlotta in Zukunft ja wohl nicht mehr unbewohnt stehenlassen können, um mit Fix und Boxi zu reisen oder um noch einmal nach USA/Kanada zu fliegen. Wie hätte es denn wohl ausgesehen, wenn die Maus noch mehr Zeit gehabt hätte oder wenn es eine Mäusin gewesen wäre, die ihre Kinder hier zur Welt gebracht hätte??? Diese Gedanken sind es, die mir echt zu schaffen machen! Übernächste Woche muss Oscarlotta zu IVECO in die Werkstatt, Jahresinspektion und HU. Dann werde ich mit in die Grube steigen und von unten mal schauen, wo überall eine Maus überhaupt reinkommen kann. Ob es Möglichkeiten gibt, etwas zu verschließen, mit Maschendraht, Fliegendraht, Stöpseln oder so. Zumindest, wenn man das Fahrzeug längere Zeit stehenlassen muss/möchte. Wenn jemand von euch Ideen oder Erfahrungswerte hat, her damit!!! Ich bin für jeden Rat dankbar! Denn so etwas brauche ich wirklich nicht unbedingt noch einmal!!!

written by Ingrid
photos and video taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Man kann nicht alles haben!

 

Die Tage kam Post vom Erwin Hymer Museum mit einer Einladung zum Museumsfest: “Summertime!”. Wie der Event-Titel besagt, findet das Ganze im Sommer statt, genau am 13. und 14. August in Bad Waldsee, dem Sitz der Wohnmobilfirma Hymer. Das Treffen steht unter dem Motto “Let’s go West” und wendet sich in erster Linie an Besitzer und Liebhaber amerikanischer (Camping-) Fahrzeuge. Besonders willkommen sind US-Oldtimer, aber auch alle anderen Caravans, Reisemobile und Campingbusse der Baujahre bis 1980. Wer über ein solches Fahrzeug verfügt, wird aufgerufen, sich zu bewerben und für zwei Tage Teil der lebendigen Ausstellung zu werden. Teilnahmebedingungen und Anmeldeunterlagen finden sich auf der Homepage. Wer mitmacht, kann auf dem Sonderparkplatz für Oldtimer stehen und erhält freien Eintritt ins Museum. Ein buntes Rahmenprogramm lässt laut Ankündigung den “American Way of Life” hochleben.

Normalerweise wäre das genau das Richtige für uns! Schon immer habe ich für die silbernen Aluminium-“Zigarren” geschwärmt, die Airstreams!!! Und auf dem Flyer sieht man einen solchen mit einem rosafarbenen amerikanischen Straßenkreuzer als Zugwagen! Ohhh!!! ABER leider (nein, nicht leider!) sind wir zu der Zeit nicht hier, sondern genau da, wo diese Fahrzeuge herkommen. Wir werden uns also dort auf die Suche machen! Airstreams sieht man ab und zu noch in freier Wildbahn. Mehr als 65% aller seit den 1930er Jahren gebauten Airstreams existieren noch! Wir werden berichten… Kaufen kann man die übrigens immer noch, neu – und sogar in Deutschland, umgerüstet auf europäische Anforderungen. Im Vergleich zu den US-Modellen sind sie deutlich leichter und haben niedrigere Stützlasten. Airstream Europamodelle haben Stützlasten im Bereich von 70-150 kg. Sie haben serienmäßig eine Antischlingerkupplung und eine 100 km/h Zulassung. Die gesamte Verkehrstechnik entspricht europäischen Standards. In USA sind Stützlasten von 300-500 (!) kg üblich, diese müssen für eine Zulassung in Europa deutlich reduziert werden. Die Inneneinrichtung amerikanischer Campingfahrzeuge ist für Europäer ja, um es vorsichtig auszudrücken, gewöhnungsbedürftig! Wir konnten uns 2013 selbst davon überzeugen und hatten mit unserem “Venti” noch Glück. Um den Qualitätsansprüchen europäischer Kunden gerecht zu werden, haben die Airstream Europamodelle deswegen einen deutlich höherwertigeren und dennoch leichteren Innenausbau als ihre US-Geschwister. Die Möbel stammen aus deutscher Produktion und werden aus High-Tech Materialien hergestellt. Die gesamte Haptik des Innenausbaus übertrifft laut Werbeaussage den der US-Modelle bei weitem. Die Ausstattung der Airstream Europamodelle ist deutlich besser als die der US-Modelle. Sie verfügen zum Beispiel serienmäßig über eine Warmwasser-Zentralheizung der schwedischen Firma Alde. Hierbei fließt Wasser in bis zu 14 Metern Heizleitungen durch das Fahrzeug und es entsteht eine sehr angenehme indirekte Wärme. Ein deutlicher Unterschied im Vergleich zu den Warmluftheizungen, die in den US-Modellen eingesetzt werden. Wie angenehm eine Alde-Heizung ist wissen wir ja von Oscarlotta und wie laut eine amerikanische Warmluftheizung ist haben wir noch von “Venti” in Erinnerung.  

Gefallen könnte mir ein Airstream auch heute immer noch! Aber leider sind sie immer noch so schweineteuer! Eben Einzelanfertigung und Handarbeit mit 300-400 Arbeitsstunden, das kostet.

Airstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WA

written by Ingrid
photos taken with Canon Powershot A720 IS

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Noch eine Woche!

 

Aus Uschis Bericht konntet ihr ja schon entnehmen, wie weit wir sind mit unseren Reisevorbereitungen und jetzt steht auch unser Abreisetermin hier fest. Heute in einer Woche soll es soweit sein! Immerhin haben wir es inzwischen gut 4 Monate hier auf der Ostalb „ausgehalten“, was allerdings nicht besonders schlimm war. Zwinkerndes Smiley Der Winter war ja gut erträglich, geregnet hat es nur ab und zu, richtig kalt war es auch nur zwischendurch immer mal wieder für kurze Zeit, gestürmt hat es öfter mal. Im Moment ist es wieder etwas matschig vor der Tür, wobei heute Morgen alles leicht überfroren war, rauhreifmäßig. Auf den Trittstufen von Oscarlotta lag keine Puderzuckerschicht Schnee, wie es beim ersten Blick aussah, sondern eine Puderzuckerschicht Eis. Vooorsichtiges Aus- und Einsteigen war angesagt oder als Alternative kochendes Wasser drüber schütten und/oder ein Hämmerchen einsetzen.

Wir haben heute einen Rundumschlag Erledigungen gemacht und bei der Gelegenheit auch gleich einen Termin bei der Wohmobilfirma unseres Vertrauens für eine noch fällige Reparatur an Oscarlotta. Das Spülwasser für die Toilette läuft außer in die Kassette über irgendeine undichte Schlauchstelle in das Kassettenstaufach und seit ein paar Tagen hat auch noch die SOG-Entlüftung den Geist aufgegeben. Mittwoch 11 Uhr Firma Mühlich in Aalen und danach Richtung Norden! Vorher muss Flitzi noch sauber gemacht (lohnt sich!) und verpackt werden, die Reisekoffer müssen aus dem Haus von Uschis Vater geholt werden und verabschieden müssen wir uns dort und hier natürlich auch noch. Dann dürfen wir nicht vergessen, alles, was wir in meinem Hänger zwischengelagert haben, in Oscarlotta oder sofort in Fix und Boxi umzuräumen. Ja, und dann werden wir in einer ganz ungewohnten Fahrgemeinschaft unterwegs sein, nicht Oscarlotta und Flitzi wie die letzten 3 1/2 Jahre, auch nicht Fix und Boxi samt Ente wie auf der Hinfahrt unserer Sommertour letztes Jahr, sondern wieder so wie zu Beginn unserer gemeinsamen Reisezeit 2002 mit zwei Wohnmobilen hintereinander her. Da wir das 5 Jahre erfolgreich absolviert haben, werden wir es wohl noch können!

Küstenstraße SpanienMar MenorSta.Susannabei Conil Santa Susanna

written by Ingrid
photos taken by Uschi with Canon Powershot A720 IS

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Eine laaange To-do-Liste oder…

 

Vorbereitungen für unsere sechsmonatige Reise mit unserem Huckepack-Team durch den Nordosten von Kanada und USA

Damit unsere (zum großen Teil schon abgeschlossenen) Vorbereitungen auch anderen Reisemobilisten, die eine solche oder ähnliche Tour nach Nordamerika = USA/Kanada planen, leicht nachlesbare Hilfestellungen bieten kann, wähle ich in diesem speziellen Blogeintrag eine unterteilte Darstellung zwecks besserer Übersicht:

– Wir haben für unser “Huckepack-Team” eine Roll On / Roll Off – Verschiffung von Hamburg nach Halifax (Nova Scotia, Kanada) inklusive Versicherungen bei SeaBridge gebucht.

erste Informationen zur Verschiffung mit “SeaBridge” auf www.sea-bridge.de

– Besuch eines SeaBridge-Treffens, dieses Jahr in Bad Dürrheim vom 21.-24. April und 12.-14.September, in Bad Königshofen vom 8.-11. September

– Um die Elektrizität in Nordamerika nützen zu können braucht man einen Umformer, um 110V in 230V umzuwandeln (wird auf den Treffen gebraucht angeboten für etwa 100 Euro).

– bei der Wahl der Gasflasche sollte man auf jeden Fall eine LPG-Tankflasche wählen, ein sehr gut informierter Mitarbeiter von Seabridge hat mir diesen Rat beim Treffen gegeben mit dem Hinweis, dass deutsche Campinggasflaschen schon seit vielen Jahren in Nordamerika NICHT mehr gefüllt werden. (Der deutsche und der nordamerikanische Füllstutzen sind identisch, also braucht man an der Tankflasche KEINEN Fülladapter zu kaufen.) Wir haben uns für nur EINE Tankflasche entschieden, weil speziell in Halifax vor der Rückverschiffung die Flasche “gespült” werden muss, Kostenpunkt 100 CAD (zur Zeit 65 Euro). Aus unserer Erfahrung der letzten Reise im Nordwesten von USA/Kanada wissen wir, dass Tanks (Tankflaschen) auf fast allen Camping- und RV-Plätzen und an vielen Tankstellen gefüllt werden können. Die wahrscheinlich kostengünstigste Möglichkeit zur Lösung des Gasproblems ist eine amerikanische Gasflasche in USA oder Kanada zu kaufen, z. B. bei Walmart (geht nur, wenn der Gaskasten groß genug ist, da der Durchmesser dieser Flaschen etwas größer ist als eine deutsche 11kg-Gasflasche). Einen Adapter muss man aus Deutschland mitnehmen, auch hier wird einem beim Treffen geholfen, mit Adapterverkauf und amerikanischer Gasflasche, die man probeweise in den Gaskasten des eigenen Mobils stellen kann, um zu sehen, ob man ganz ohne deutsche Gasflasche verschiffen kann. (Leider kommt für uns diese Möglichkeit nicht in Frage, da in Nordamerika 5kg-Gasflaschen nicht gebräuchlich sind.)

– Die Verschiffung kostet pro m³ des Mobils dieses Jahr 44 Euro, ohne Hafen-, Zoll- und sonstige Gebühren! Außerdem ist eine Transportversicherung nötig, die Prämienhöhe beläuft sich auf 0,9% des Zeitwertes des Fahrzeugs. (Angaben für  die einfache Fahrt von Hamburg nach Halifax)
*rechnet möglichst auf den Zentimeter genau

– da unsere deutsche Versicherung für Amerika NICHT gilt, muss man eine amerikanische Versicherung für das Fahrzeug abschließen, nähere Infos auch bei SeaBridge. Wir werden unserer KFZ-Versicherung in Deutschland den Zeitraum mitteilen, in dem wir die Versicherung nicht benötigen und hoffen auf eine Beitragsrückerstattung.

– Für die Einreise mit dem Flugzeug in die USA muss man vorher im Internet ein ESTA-Visum beantragen (“Visa Waiver” Programm, 2013 kostete es 15 USD pro Person, mit Kreditkarte zu bezahlen). Es gilt für max. 90 Tage Aufenthalt! Wer gerne 6 Monate in USA bleiben möchte muss ein B2-Visum beantragen (umfangreiches Prozedere). Für die Einreise mit dem Flugzeug nach Kanada muss man (ab 15. März 2016) ein ETA-Einreisevisum auch im Internet beantragen (7 CAD pro Person, mit Kreditkarte zu bezahlen). In Kanada kann man 6 Monate ohne weiteres Visum bleiben.Übrigens, das eigene Fahrzeug darf in Nordamerika (also USA und Kanada) nur ein Jahr bleiben, dann muss es ausgeführt werden.

– Unser Reisemobil “schwimmt” ~ 15 Tage über den Nordatlantik, wir dürfen leider nicht “mitschwimmen”!

– Unsere Flugreise mit Condor von Frankfurt nach Halifax kostet ~ 800 Euro (pro Person, hin und zurück)

– Das Fahrzeug muss in Hamburg im Hafen sauber (innen und außen!) abgegeben werden. Obligatorisch ist zusätzlich noch eine Unterbodenwäsche, die kostenpflichtig im Hafen durchgeführt wird. Normalerweise kann man 18 Tage später in Halifax sein Fahrzeug wieder auslösen. (Rückverschiffung bei uns von Halifax nach Hamburg).

– Wir haben für die Nacht vor dem Abflug aus Deutschland ein Hotelzimmer in einem der Flughafenhotels in Frankfurt gebucht und für die Tage bis zur Abholung unseres “Gespanns” ein Hotel im “Herzen” von Halifax.

– Gefühlte tausend Kleinigkeiten wie Werkzeugergänzung, Durchsicht des Fahrzeugs in der Werkstatt plus Ergänzung der Ausstattung, Reisepassgültigkeit überprüfen, internationalen Führerschein besorgen (für ETA schon notwendig!) usw. haben wir schon fast in trockenen Tüchern. Ausräumen aller NICHT erlaubten und nicht notwendigen und seefestes Verstauen aller erlaubten Dinge erledigen wir natürlich “auf den letzten Drücker” bei unserer Freundin Luise, ganz in der Nähe von Hamburg! Zwinkerndes Smiley

Weitere Einzelheiten würden den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen!

Huckepackteam

Alle, die ähnliche Reisen vorhaben, können bei einem SeaBridge-Treffen ganz viele Menschen treffen, die schon geführte Reisen mit Seabridge gemacht haben oder schon Touren auf eigene Faust (wie wir) gefahren sind. Das von uns im Herbst besuchte Treffen in Bad Dürrheim war ringsrum nur KLASSE, aber auch anstrengend. Wir haben 3 Tage und lange Abende bei Diavorträgen über geführte Reisen “Gottweißwohin” durchgestanden, aber keine Minute bereut. Außerdem haben wir Gleichgesinnte getroffen und viel geklönt. Wir konnten den für Nordamerika nötigen Umformer erstehen und alle Fragen, die wir schon im Vorfeld gesammelt hatten, nicht nur loswerden, sondern wir bekamen auch Antworten. (Bericht von damals siehe „hier„)

Man kann natürlich auch OHNE die professionelle Hilfe von SeaBridge eine Reise mit dem eigenen Mobil  über die “großen Teiche dieser Welt” planen und durchführen. Vielleicht ist es im Einzelfall etwas kostengünstiger, uns wäre es auf jeden Fall zu stressig!!! Wir können mit dem “Fastrundumsorglospaket” (fast)gelassen unser Abenteuer Nordamerika angehen.

Wenn ihr die Reise von Big Fix&Boxi mit uns verfolgen möchtet…

https://fixundboxi.wordpress.com ab Mitte April Bin gleich zurück !

 

Irgendwo in Kanada

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Live von der Microsoft-Front

 

Aktuell 16:26 Uhr. Ich sitze wieder im Steinhaus neben dem Computer von Jules Fraule, schon seit gestern. Nein, ich habe nicht hier geschlafen! Zwinkerndes Smiley Aber gestern war ja Microsoft Patch Day und wir warteten auf das ange(drohte)kündigte Upgrade auf Windows 10. Der Laptop war seit dem frühen Morgen eingeschaltet und um 15 Uhr kam ich dann mal nachsehen. Es wurden mir 7 optionale Updates angeboten, die bisher nicht installiert worden waren, aus den letzten zwei Jahren. Sonst nichts! Nun ja, Microsoft sitzt in den USA, im Nordwesten im Staat Washington, also ca. 9 Stunden hinter uns in Deutschland. Und bei so vielen Upgrades, die in die ganze Welt verschickt werden müssen, kann das ja schon mal ein wenig dauern. Vielleicht macht man ja auch um jedes noch ein rotes Schleifchen drum herum, wer weiß? Also erst mal Kaffee trinken!

Irgendwann beschloss ich, nach Hause zu gehen und zur Not noch einmal wiederzukommen. Aber es passierte gar nichts mehr gestern, auch auf meinen Laptops wurden keine Updates angekündigt. Also wohl doch eine leichte Überforderung bei Microsoft, oder was?

Also heute wieder zum Steinhaus. Nein, es sei noch nichts passiert. Ich ließ den Computer nach Updates suchen. 20 WICHTIGE Updates wurden mir zur Installation angeboten. Wunderbar, ABER das, worauf wir warteten, war nicht dabei! Jetzt bin ich ja mal sehr gespannt, wie es weitergeht! Die letzten Infos in den diversen Computer-Newslettern hießen, dass man schon noch einmal um Erlaubnis gefragt werden würde und das Upgrade auf Windows 10 nicht völlig automatisch ablaufen würde. Haben trotzdem zu viele Kunden protestiert und man hat alles gecancelt? Warten wir mal ab…

suchen...gefunden!Ergebnis Prozess

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Mobil oder Immobilie?

Wohnsituation

Heute können wir wieder ausziehen, aus der Steinhaus-Immobilie zurück in unsere Mobile. Und, was meint ihr? Sind wir froh oder traurig? Nun, ihr könnt es euch sicher schon denken, wie immer gibt es Vor- und Nachteile. Jeder wird es für sich ganz persönlich entscheiden und so leben, wie es für ihn passt. Über die Vor- und Nachteile ist auch schon auf diversen Blogs viel geschrieben worden, das müssen wir jetzt nicht alles nochmal wiederholen. Deswegen fassen wir uns kurz und sagen:

FÜR UNS MUSS ES EIN WOHNMOBIL SEIN!

– Wir schätzen KLEINE (und wenige) Räume. Dort kann man nicht mehr ansammeln und aufheben, als man wirklich zum Leben braucht. Eine (große) Wohnung verführt dazu, vieles anzuschaffen und aufzuheben, das man eigentlich gar nicht (mehr) braucht.
– Wir mögen den UNMITTELBAREN Kontakt mit der Natur. Wie schon berichtet, hört man in einer Wohnung oder in einem Haus in der Regel nicht mal mehr, wenn es draußen regnet oder man merkt nicht, wenn es stürmt oder schneit. Die Geräusche oder Bewegungen, die das Wetter mit einem Wohnmobil macht, kann man nicht nicht merken.
– Wir nehmen die NACHTEILE gegenüber einer Wohnung in Kauf und befüllen gerne weiterhin unseren Frischwassertank, damit Wasser aus den Hähnen kommt, entleeren unseren Abwassertank und die Toilettenkassette, schleppen Gasflaschen.
– Natürlich hat man in einer Wohnung mehr BEWEGUNGSFREIHEIT, in einer großen oder einem ganzen Haus sowieso. Aber sind das freiwillige oder eher auf Grund der weiten Wege erzwungene Bewegungen? Wir bewegen uns lieber draußen, egal ob bei den nötigen Ver- und Entsorgungsarbeiten oder ansonsten bei Freizeitaktivitäten. Darüberhinaus ist es dann egal, ob die Räumlichkeit groß oder eben klein ist, denn sitzen kann man ja immer nur auf einem Stuhl/Sofa/Sessel. Die Tage hier in der Steinhauswohnung haben wir uns tagsüber ausschließlich in immer demselben einen Raum aufgehalten (mit kurzen Abstechern in die Küche), obwohl es einige Möglichkeiten mehr gegeben hätte. Aber es wurde sehr schnell deutlich, dass wir auch dann keine Abwechslung oder große Auswahl brauchen, wenn sie zur Verfügung stehen.
– Und was war mit JULE? Die lag, saß, spielte immer da, wo wir waren, erst abends legte sie sich fünf Meter weiter in den dunklen Flur. Die Badewanne, die es in einem Wohnmobil nicht gibt, haben wir für sie nicht gebraucht. Wenn sie richtig schmutzig vom Spaziergang zurückkam, haben wir ihr die Pfoten und den Bauch mit einem nassen Handtuch draußen aus einem mit Regenwasser gefüllten Bottich heraus gesäubert und konnten dann einen „wohnungstauglichen“ Hund mit hereinnehmen. So gesehen hätten wir sie auch mit in Oscarlotta nehmen können! Wahrscheinlich würden wir das beim nächsten Mal auch (wieder) so machen!

Abschließendes Fazit:
Für uns sollte/darf es noch lange nichts anderes sein als ein Wohnmobil! Und wenn wir dann doch irgendwann mal „in die Jahre“ kommen, dann käme ein Wohnwagen oder eher ein Mobilheim infrage, irgendwo auf einem Campingplatz, der unseren dann geänderten Ansprüchen entspricht. Aber bis dahin darf es ruhig noch ein wenig dauern!!!

written by Ingrid
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Bergfest

 

Die Hälfte unserer Hundesitting-Zeit ist herum, Bergfest sozusagen! Zur Feier des Tages gab es Berliner Ballen zum Kaffee (den wir jeden Nachmittag als „Arbeitsessen“ mit dem Rezeptionisten des Campingplatzes einnehmen) und abends Kartoffel-Gemüsepfanne mit den Resten unseres Silvestereises als Nachtisch. Wir haben hier in der Steinhauswohnung zwar eine Spülmaschine, aber jeden Vorspülgang übernimmt mit Begeisterung natürlich Jule!
Ein weiteres Zwischenfazit: In einer Steinhauswohnung, die aus mehr als einem Zimmer besteht, verliert man sich. Wenn man etwas von dem anderen will, muss man brüllen, hinterherlaufen oder telefonieren. Zwinkerndes Smiley „Wo bist du denn gerade?“ ist hier zur Zeit jeder zweite Satz.
Jule ist erwartungsgemäß absolut zufrieden, lieb und ewig hungrig. Trotz des nicht allzu schönen Wetters bekommen wir sie einigermaßen sauber von den Spaziergängen wieder nach Hause. Zur Not gäbe es noch die Badewanne, aber das war bisher noch nicht nötig.
Ab und zu findet sich noch ein versprengter Schneefleck, der natürlich gnadenlos ausgeschöpft wird!

written by Ingrid
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Auf den Hund gekommen oder der ultimative Test: “Wie lebt es sich in einer Steinhauswohnung?”

Auf den Hund gekommen sind wir ja schon öfter, wenn wir hier in/auf unserem Heimathafen/-campingplatz sind. Jule Ferienhund ist unseren Stammlesern schon ein Begriff. Immer wenn ihre Leute Termine haben, wo Hund nicht möglich, sinnvoll oder erlaubt ist, springen wir ein, wenn wir gerade hier sind. Jule kennt das inzwischen und da wir wirklich gut miteinander auskommen, ergibt sie sich nicht nur in ihr Schicksal, sondern wir sind sicher, dass sie genauso gerne mit uns zusammen ist wie wir mit ihr. Am schönsten ist es für Jule natürlich im Sommer, wenn sie den ganzen Tag draußen vor Oscarlotta im Gras liegen kann und sie liebt es, wenn mindestens eine von uns in ihrer unmittelbaren Nähe ist. Anzuleinen brauchen wir sie nie, sie läuft nicht weg, sie bellt nicht, die anderen Hunde, die urlaubsmäßig da sind, interessieren sie nicht. Coole Jule eben!

Nun sind die Bedingungen draußen ja gerade nicht so toll! Der Schnee ist wieder weg, der Matsch ist wieder da. Da ist Oscarlotta nicht ganz der geeignete Ort für einen Schlammpfotenhund und zu wenig Bewegungsfreiheit wäre hier auch. Eine gute Gelegenheit für uns, nach langer Zeit mal wieder das Leben in einer Steinhauswohnung zu testen! Zwinkerndes Smiley Heute ist erst Tag 3, wir werden bei mehr Erfahrungswerten berichten, ihr müsst euch also noch etwas gedulden. Ein erstes Fazit: Man hört nicht, wenn es regnet!!! (Ist das gut, ist das schlecht? Was meint ihr?)

in der Steinhauswohnung (1)

written by Ingrid
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Auf der Ostalb nichts Neues

 

Es gibt nichts Neues, zumindest nichts wirklich Erwähnenswertes. Der Schnee schmilzt leider schon wieder, sodass der Skibetrieb im unmittelbar an den Campingplatz grenzenden “Skizentrum Hirtenteich” (3 Lifte, Flutlichtpisten und kilometerlange Langlaufloipen) nach einer kurzen Woche schon wieder eingestellt werden musste. Schade! Bald werden wir den Matsch zurückhaben, aber das ist ja auch nichts Neues! Erstauntes Smiley
Ein paar Fotos haben wir für euch, sonst nichts!

Skizentrum HirtenteichSkizentrum HirtenteichSkizentrum HirtenteichSkizentrum HirtenteichSkizentrum HirtenteichSkizentrum HirtenteichSkizentrum Hirtenteich

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Schnee, viel Schnee!

 

Freitagabend vor einer Woche wollte ich gerne mal wieder meine NDR-Talkshow sehen. Unsere Sat-Schüssel lag schon länger eingefahren auf dem Dach und hatte ein Schneehäubchen. Würde sie hochfahren? Mit einem leicht bangen Gefühl versuchten wir es, sie ächzte ein wenig, es fiel ihr hörbar nicht leicht, aber sie schaffte es! Nur war offenbar der Schnee, der auf ihr gelegen hatte, an eine ausgesprochen ungünstige Stelle gefallen, denn zwei Stunden später retour ging gar nichts mehr. Es kam eine Fehlermeldung “Motorblockade”: “Irgendetwas blockiert den Motor. Bitte stellen Sie sicher, dass die Antenne sich frei bewegen kann und starten Sie den Vorgang erneut.” Ein weiterer Versuch ergab dasselbe Ergebnis. Die Schüssel blieb die Nacht über aufgestellt. Für die nächsten Tage war Sturm angesagt, also ging Uschi am Samstag auf’s Dach und klopfte zunächst nur den schon festgefrorenen Schnee rund um die Sat-Schüssel weg. Mehr war nicht möglich, da es schon wieder schneite. Aber immerhin konnten wir sie wieder einfahren! Als dann die Woche endlich mal die Sonne schien, ging es der gesamten Dachlast an den Kragen, auf Knien wegen der Rutschgefahr. Und das hat sich gelohnt, wie ihr sehen könnt. Oscarlotta atmete spürbar auf, nachdem sie von den Schneemassen befreit war, die sich auf ihr angesammelt hatten.

18. Jan. 18. Jan.18. Jan.18. Jan.

Ich assistierte von der Trittleiter (Bett zu Heki) aus und dabei entstanden noch ein paar schöne Fotos von der Nachbarschaft. Schnee in Verbindung mit Sonne hat schon was!

18. Jan.18. Jan.18. Jan.18. Jan.  18. Jan.

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Der Matsch ist weg…

 

…der Schnee ist da! Da muss ich nicht fragen, ob das nun gut oder schlecht ist. Alles, was diesen fürchterlichen Zustand vor Oscarlotta beseitigt, IST gut! Der Zustand jetzt ist zwar auch etwas beschwerlich, aber zumindest sauber. Es hat gestern unablässig geschneit, dazu blies immer noch ein heftiger Wind, der binnen kürzester Zeit dafür sorgte, dass die hintere Treppe zu den Serviceräumen des Campingplatzes nicht mehr erkenn- geschweige denn begehbar war. Der Traktor wurde zum Schneeschieber umfunktioniert, aber so schnell wie es schneite konnte man kaum schieben. Für die Treppe war er sowieso nicht geeignet und da bei Oscarlotta heute Ent- und Versorgung anstand, hieß es für uns, die eigene Schneeschaufel aus dem Blechhäuschen holen und bahnen. Maulwurfgänge rund um das Mobil, das ein wenig vor sich hinfriert, zum Glück nur äußerlich. Big Fix und Boxi sowie Flitzi stehen zusammen auf einem Stellplatz in der Nähe der Ausfahrtschranke, denn von unserer Terrasse aus käme man bei dem Schnee nicht mehr den leicht ansteigenden Weg hoch. Immerhin müssen wir ja mal einkaufen fahren. Und wenn das so weitergeht mit dem WINTER, fahren wir mit Big Fix und schalten den Allradantrieb zu. Wofür hat man denn so viele Fahrzeuge? Cooles Smiley

16. Jan.16. Jan.16. Jan.16. Jan. 16. Jan.16. Jan. 16. Jan.16. Jan.16. Jan.16. Jan.16. Jan.16. Jan.16. Jan.16. Jan.16. Jan.16. Jan.

written by Ingrid
photos taken with iPhone and with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Januar-Blues

 

Es passiert GAR NICHTS auf der Schwäbischen Ostalb, zumindest dort, wo wir sind. Ist das nun gut oder schlecht? Das Wetter ist unentschlossen und launisch wie eine Diva, der Winter kann sich nicht so recht entscheiden, ob er nun Winter sein will oder Spätherbst oder Vorfrühling. Unten in Essingen blüht ein rosafarbener Kirschbaumtraum. Immer wieder mal schneit es, um noch am selben Tag wieder wegzutauen. Der Rasen vor Oscarlotta hat sich verwandelt in ein Fußballfeld nach dem Spiel bei Regen. Schuhe mit reinnehmen geht gar nicht! Zentimeterweise klebt matschiges braunes Irgendwas unter den Sohlen, wenn man auf den Wiesen beim Spaziergang nicht aufpasst, kann es auch die Sorte sein, die nicht so besonders gut riecht. Erstauntes Smiley Das will man dann erst recht nicht drinnen haben! Wir eiern mehr als wir gehen, egal ob Schnee liegt oder nicht. JA, das haben wir alles gewusst, als wir uns dafür entschieden haben, hier die Wintermonate zu verbringen. Aber ich möchte jetzt gerade mal ein wenig rumjammern!!! Uschi hat sich ein neues Smartphone und ich mir (nach 9 Jahren!) einen neuen Laptop gekauft, so haben wir wenigstens zu tun, einrichten, einarbeiten, umgewöhnen. Einkaufen fahren, Besuche bei Uschis Vater, Geburtstage feiern, nachmittägliche Kaffeetreffen mit Jule Ferienhund und ihrem Herrle und Fraule, Hundespaziergänge, mehr ist nicht. Außer den üblichen “Hausarbeiten” und sonstigen Verrichtungen natürlich. Ja, ihr in Spanien, ihr liegt in der Sonne!!! Aber die Hälfte der “harten” Wintermonate Dezember, Januar, Februar haben wir ja schon rum und dann kann es nur noch besser werden. Hoffen wir zumindest. Im Anschluss eine bunte (Wetter-) Bildermischung.

EispizzaLauterburg am AbendAbendstimmungJule im LaubJule-SpaziergangNebel über LauterburgChristrosenZobi (Opas Dackel) Vollmond

Und so sieht es aktuell vor der „Haustür“ aus, nach zwei Tagen heftigstem Sturm:

13. Jan.

written by Ingrid
photos taken with iPhone (full moon with Canon EOS 600D)

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Reise in die Vergangenheit

 

Im Dezember gab es im benachbarten Städtchen am 4. Adventswochenende einen kleinen, feinen Weihnachtsmarkt, den Heubacher Kugelmarkt. Ein Teil der Verkaufsstände war in einem Gebäude untergebracht, das sich Schloss nennt, aber eher wie ein großes Rathaus aussieht. Das Woellwarthsche Schlossgebäude aus dem Jahr 1524 wurde in den 90er Jahren aufwändig und mit viel Liebe zum Detail saniert. Untergebracht sind dort heute die Stadtbibliothek, ein Trauzimmer, ein kleines Heimatmuseum und ein in seiner Art in Deutschland einmaliges Miedermuseum (Heubach ist Sitz der Firma Triumpf International). Alle Räumlichkeiten waren an diesem Wochenende kostenfrei zu besichtigen und so landeten wir ganz überraschend in einem historischen Klassenzimmer aus der Zeit um 1900.

Für unsere älteren Leser dürften die Fotos nicht ganz unbekannt sein! Auch wir haben unsere ersten Schuljahre noch so ähnlich erlebt, haben in solchen Bänken gesessen und unsere ersten Schreibversuche auf Schiefertafeln mit Griffeln gemacht.

Mein erstes Schuljahr

Erinnern können wir uns auch noch gut an die ausziehbaren Kartenständer, die gerne einmal mitsamt der Karte umfielen, wenn diese zu schnell nach oben befördert wurde. Smiley mit geöffnetem Mund Der Lehrer allerdings muss ein Chaot gewesen sein, so wie es um sein Pult herum aussieht!!! 

Bänke für 40 Schüler/innenSchulranzen aus LederSchiefertafeln, Griffel, Schwämmchen und Putzlappen, selbstgehäkeltdie große Tafel mit SchwingrahmenLandkarte am Kartenständerdas Lehrerpult auf einem Podest

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Jahresrvüocrksbclhiacuk

Nein, mit meinem Computer ist alles in Ordnung! 😉

Wir haben uns dieses Jahr gegen einen Rückblick und statt dessen für eine Jahresvorschau entschieden. 2015 war beherrscht von Big Fix und Boxi und das habt ihr ja alles mitverfolgt.

2016 steht im Zeichen NORDAMERIKA! Nach einigen Zweifeln und Verunsicherungen haben wir dann doch beschlossen, unsere geplante Halbjahresreise nach Kanada und USA in Angriff zu nehmen. Schließlich hatten wir ja extra dafür Big Fix noch die teure Rahmenverstärkung verpasst. Und jünger werden wir auch nicht.

Steve Jobs   

Also hat Uschi Flüge und Hotelzimmer in Frankfurt und Halifax gebucht sowie die Verschiffung unseres Gespanns über SeaBridge. Diese ist für den 30. April terminiert, in Hamburg. Drei Tage vorher können wir Fix und Boxi im Hafen abgeben, mit ziemlich restriktiven Vorgaben. Es darf kein noch so klitzekleines Krümelchen Erde oder ein Sandkorn irgendwo haften, weder außen noch innen an z. B. Campingstühlen oder Fußmatten. Die Kanadier reagieren da panisch. Zwar wird der Wagen im Hamburger Hafen noch dampftgestrahlt und es wird ein Zertifikat darüber ausgestellt, aber wenn das den Sauberkeitsvorstellungen der Kanadier nicht genügt, wird dort (teuer) nachgebessert. Das Fahrzeug (in unserem Fall Big Fix) muss sichtleer sein, nicht einmal einen Kugelschreiber soll man sehen können. Also natürlich auch keinen Monitor einer Rückfahrkamera. Wir werden mit der geplanten Aufrüstung also noch warten bis nach der Reise, damit auf dem Schiff nichts abgeschraubt werden kann. Wir hoffen, dass wir von Boxi keinen Schlüssel abgeben müssen, werden aber natürlich auch dort keine Wertsachen mitverschiffen. Aber einiges an nötigen Ausrüstungsgegenständen müssen wir schon drin lassen, z. B. den Stromumwandler von 110 auf 230 Volt und dann das übliche Campingzubehör. Nicht erlaubt sind Lebensmittel, Alkohol und auch keine Medikamente (gelten als Drogen!). In das Hafen-/Zollgebiet darf zur Abgabe des Wohnmobils nur eine Person reinfahren, mit gültigen Kennzeichen. Danach kann und sollte man die abschrauben und entweder im Fluggepäck mitnehmen oder im Mobil verstecken.

Natürlich wird noch eine Seetransportversicherung fällig sowie für “drüben” eine Kfz-Versicherung. Beides nicht so ganz preiswert! Die Verschiffung selbst wird nach Kubikmetern berechnet und beläuft sich in unserem Fall auf ca. €2160 für die einfache Fahrt incl. Hafen- und Zollgebühren. Wenn man bedenkt, dass das Mieten eines kleineren Wohnmobils für 3 Monate uns 2013 fast €10000 gekostet hat, dann kann man gegen die Transportkosten wirklich nichts sagen. Zumal man dann sein eigenes vertrautes Zuhause dabei hat und klamottenmäßig nicht an die 23kg Fluggepäck gebunden ist. Unterwegs ist das Schiff zwei Wochen, die planmäßige Ankunft soll am 15. Mai 2016 sein, die Abholung des Mobils ist allerdings frühestens am 18. Mai möglich (Suche nach Erde und Sand!). Wir werden am 12. Mai nach Halifax fliegen und die Wartezeit dort in einem zentral gelegenen Hotel verbringen. Und uns natürlich Halifax und Umgebung schon einmal ansehen.

Oscarlotta können wir bei Luise an der Oste abstellen. Dort steht sie gut und sicher, wird gestreichelt und belüftet. 😉 Und wir können in aller Ruhe ein- und umpacken. Bis Ende Januar/Anfang Februar werden wir wohl noch hier am Hirtenteich bleiben und uns dann mal langsam gen Norden bewegen.

Wir freuen uns schon sehr auf ein halbes Jahr Nordamerika, diesmal auf der anderen Seite des Kontinents als beim letzten Mal. Hoffentlich kommt uns nichts in die Quere!!! Unser Reisegebiet wird in etwa im Bereich der Route (nicht genauso wie die eingezeichnete Route) auf dem Foto sein. Mehr werden wir wohl nicht schaffen, weil wir weder jeden Tag fahren noch riesige Kilometermengen bewältigen wollen. Und gerade in diesen Gegenden wird es viel Interessantes zu sehen geben, fing die Besiedelung Amerikas doch hier an der Ostküste an.
 ostkueste-usa-kanada

So, jetzt wünschen wir euch einen guten Rutsch in ein hoffentlich für uns alle friedliches und gesundes Jahr 2016!!!

written by Ingrid

Endspurt

 

Nun dauert es gar nicht mehr lange und das Christkind kommt geflogen, um lieben Kindern – kleinen und großen – Geschenke zu bringen. In Deutschland traditionell am Heiligen Abend, nach dem Kirchgang, nach dem festlichen Abendessen, unter dem Weihnachtsbaum. So war es zumindest in meiner Familie üblich. Bei uns gab es aber weder am 1. noch am 2. Weihnachtstag ein warmes Mittagessen, auch nie an Sonn- oder Feiertagen, sondern nur ein ausgiebiges Frühstück, nachmittags Kaffee und Kuchen und abends noch eine Kleinigkeit. Deswegen war das festliche Essen bei uns immer an Heiligabend. Der Kirchgang fand hauptsächlich statt, um in eine besinnliche Stimmung zu kommen und auch nicht jedes Jahr, je nach Laune. Besonders religiös waren wir nämlich nicht! Wenn es in einer Familie noch kleine Kinder gibt, findet die Bescherung auch schon mal vor dem Essen statt, das oft aus Würstchen mit Kartoffelsalat oder ähnlich unspektakulären Gerichten besteht, da das Festessen mittags am 1. Weihnachtstag stattfindet. Oft geht man auch statt des Kirchganges am Nachmittag in die Mitternachtsmesse. So hat jede Familie ihre eigene Tradition. In der Regel wird gesungen, musiziert, es werden Gedichte vorgetragen oder die Weihnachtsgeschichte wird vorgelesen, mit zunehmend sehnsüchtigen Blicken der Kinder auf die verpackten Geschenke. Meine Mutter bestand immer darauf, dass gesungen wurde, auch in den Jahren, als mein Bruder und ich schon erwachsen waren. Ich erinnere mich auch dunkel an frühe Blockflötenversuche meinerseits, die nie besonders rühmlich ausfielen, denn besonders musikalisch war in meiner Familie auch niemand. Obwohl meine Mutter eine sogenannte “Höhere Tochter” war und Klavier spielen konnte. Es gab sogar mal einen Flügel, aber der hat den Krieg nicht überstanden. An Owie erinnern mein Bruder und ich uns beide und auch daran, dass unsere Mutter es überhaupt nicht lustig fand, wenn wir uns bei der Owie-Passage angrinsten. ;-)) Irgendwann gab es dann Enkelkinder und das Singen machte wieder mehr Spaß. Überhaupt lebt Weihnachten ja hauptsächlich von der Freude der Kinder. Und für mich muss Winterwetter herrschen, bevorzugt mit Schnee. Das habe ich mir allerdings meist vergebens gewünscht. Auch diesmal wird es sicher nichts werden!

Zur Einstimmung gibt es jetzt für euch noch ein paar vorweihnachtliche Impressionen. Wir wünschen euch einen stressfreien Vorbereitungs-Heiligabend, eine schöne Bescherung, gemütliche Stunden im Familienkreis. Und denen, die den Heiligen Abend allein verbringen wollen oder müssen, wünschen wir inneren Frieden und dass die Erinnerungen an andere, frühere Weihnachten nicht so sehr schmerzhaft sind, sondern von Dankbarkeit erfüllt.

Weihnachtsmarkt HeubachWeihnachtsmarkt HeubachWeihnachtsmarkt HeubachWeihnachtsmarkt HeubachWeihnachtsmarkt HeubachWeihnachtsmarkt Heubach  Weihnachtsmarkt Aalen
written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nu isser da…

 

…der Winter! Angekündigt war er für Sonntag, hier bei uns auf der Ostalb. Als wir am Sonntagmorgen die Verdunkelungs-Jalousien runterschoben, war draußen??? ALLES WEISS!!! Vorsorglich waren der Frischwassertank bis zum Rand aufgefüllt, der Abwassertank (fast) restlos leer, ebenso die Toilettenkassette. Die dicken Jacken und die Winterschuhe waren nicht mehr in der hintersten Ecke der Heckgarage, sondern in der Dusche und im Gartenhäuschen steht jetzt IMMER eine volle Gasflasche. Wir haben zwar den letzten Winter auch schon in Deutschland verbracht, wie unsere Stammleser wissen, aber da waren wir in der milden Heidelberger Ecke und hatten nur einmal einen Hauch von Schnee. Jetzt sind wir auf der rauen Schwäbischen Ostalb, wo es schon mal Ende August schneien kann (selbst erlebt!) oder Mitte Mai (siehe “hier”). Heute nach Mitternacht zeigte das Thermometer -5°C!!! Ja, okay, im Vergleich zu dem Ausnahmewinter 2009/10 mit –10/15°C ist das noch gar nichts. Da waren wir an der zugefrorenen deutschen Nordseeküste und haben es auch überlebt. Es war sogar ein ganz besonderes und unvergessliches Erlebnis!

St. Peter-OrdingSt. Peter-OrdingSt. Peter-Ording

Meine ersten beiden Winter im Wohnmobil habe ich ebenfalls schon hier auf dem Campingplatz “Hirtenteich” verbracht, 2003/04 und 2004/05. Damals noch in meiner Frieda, aber schon auf unserem jetzigen Stellplatz. Uschi hatte noch ihren “Baby-Flair”. Ich bin ja ein Großstadtkind „aussem Pott“ und sooo viel Schnee kannte ich nur von Weihnachtsurlauben in Oberstdorf oder Ruhpolding. Wir wussten irgendwann nicht mehr, wohin mit dem weggeschaufelten Schnee! Aber die Sonne schien fast immer und es war einfach nur traumhaft.

Rezeption und SanitärgebäudeDezember 2004 (Frieda und Oscar)Dezember 2004Dezember 2004Dezember 2004Dezember 2004Dezember 2004Februar 2005Februar 2005Februar 2005

Mit solchen Schneefotos können wir jetzt natürlich noch nicht dienen, wir fangen ja erst an! 😉 Aber schlecht sind die aktuellen auch nicht, oder?

1. Schnee Mitte November1. Schnee Mitte November1. Schnee Mitte November   1. Schnee Mitte November1. Schnee Mitte November1. Schnee Mitte November

written by Ingrid
photos taken by Uschi with Canon Powershot A20 (2004/05), Canon Powershot A720 IS (2009/10) and Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Der Winter naht!

 

Die letzten schönen, sonnigen und warmen Herbsttage sind wohl gezählt. Der Winter steht bereits in den Startlöchern, man merkt es deutlich, wenn die Sonne untergegangen ist. Im Bewusstsein dessen genießen wir noch jeden Sonnenstrahl! Ein paar verheißungsvolle Gedanken machen sich ungeplant auf Richtung Spanien. Wenn wir nun eventuell vielleicht doch eher nicht nach Kanada/USA fliegen sollten (ist noch nicht endgültig entschieden, danke für die vielen Ermutigungen per mail!), dann könnten wir doch vielleicht…

Waldspaziergang Aber jetzt ist jetzt und sonniger Herbst. Noch! Jules Hunderundeweg durch den Wald ist nur noch ein schmaler Pfad durch mehr als knöchelhohes Laub. Ein rascheliges Vergnügen für Hund und Mensch. Die Stimmung im Wald kurz vor Sonnenuntergang ist unglaublich friedlich und wohltuend. Und der Abendhimmel lockt uns aus dem Wald heraus noch auf die Wiesen und Hügel hinter dem Dorf. Skilift Dort stehen schon die Skilifte bereit und warten auf ihren Einsatz.

 

Blick zum CampingplatzWaldspaziergang WaldspaziergangWaldspaziergangWaldspaziergangWaldspaziergangWaldspaziergang10.jpg  AbendhimmelAbendhimmelAbendhimmel

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Durchhänger

 

Seit langer Zeit hat es gestern keinen Beitrag zum Sonntag gegeben. Sorry! Wir haben aber natürlich unsere Gründe. Zum einen passiert bei uns gerade GAR NICHTS, was wert wäre schriftlich festgehalten zu werden und wir möchten unsere Leser bekanntlich weder langweilen noch mit irgendwelchen Lückenfüllern „beglücken“. Zum anderen fühlen wir uns, nach den Terrorakten der letzten Zeit und den übrigen Berichterstattungen, etwas mutlos, hoffnungslos, kraftlos, hilflos, antriebslos und verunsichert. Die Hintergründe, Aktionen, Vereitelungs- und Revancheversuche sind ja hinlänglich bekannt, darüber müssen wir nicht reden. Uns beschäftigt der Gedanke, was kann man denn in dieser immer unsicherer werdenden Welt noch einigermaßen gefahrlos tun? Im Moment befinden wir uns noch auf unserem Heimatcampingplatz und verspüren keinerlei Ansporn, uns woanders hin zu begeben. Noch ist es leicht, hier zu sein, das Wetter ist bisher sonnig und auch noch relativ warm. Aber für den nächsten Sonntag ist von Schnee die Rede! Wir woll(t)en ja eigentlich im nächsten Frühjahr/Sommer/Herbst mit Fix und Boxi nach Kanada/USA und es wäre jetzt an der Zeit, die Flüge zu buchen und den Verschiffungstermin. Wir können uns z. Z. nicht dazu durchringen. Ja, wir wissen, dass die für die Attentate Verantwortlichen genau das wollen: Angst und Schrecken verbreiten, die Vergnügungen und Leichtigkeiten der westlichen Welt vernichten. Leider gelingt es ihnen, auch wenn es Menschen gibt, die diese realen Gefahren verdrängen können. Aber es gibt auch viele, die, so wie wir, nicht mehr sorglos zu Großveranstaltungen gehen oder in beliebte Großstädte fahren werden. Oder in ein Flugzeug steigen. Ja, wir wissen auch, dass es nirgendwo einen hundertprozentigen Schutz gibt, aber es gibt halt Orte und Unternehmungen, die sicherer oder unsicherer oder potentiell gefährlich sind. Hier ist es vermutlich ziemlich sicher, aber wollen wir für den Rest unseres Lebens hier bleiben? Wohl eher nicht. Jemand sagte, wenn es mich erwischt, dann bin ich eben tot. Ja, wenn man sofort tot ist, dann hat man „nur“ das Pech, ein paar Jahre vor dem Unvermeidlichen abtreten zu müssen. Aber wenn man schwer verletzt, schwer traumatisiert überlebt? So, wie vermutlich auch jetzt in Paris viele der Betroffenen? Es ist wohl, wie bei allem im Leben, die Frage, welchen Preis ich bereit bin zu zahlen für das Er(g)(l)ebnis, das ich möchte. Wir können diese Frage für uns gerade nicht beantworten.

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written by Ingrid
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Irritationen und andere Ärgernisse

 

Und Oscarlotta war doch beleidigt! Unsere Wynen-Gastankflasche war bei nur noch 10% und da sie ja als Reserveflasche dient, wenn die Campinggasflasche leer geworden ist, würde das bedeuten, dass wir irgendwann, wenn die automatische Umschaltung bei Nacht erfolgt, mangels Gas mindestens eine kalte Nase bekommen würden. Wir wollten also Gas tanken fahren. Oscarlotta wurde fahrfertig geräumt und – sprang nicht an!!! Kein Mucks, kein Klack, absolut NICHTS! Unser Zentralpanel hatte die ganze Zeit immer mal wieder gezeigt, dass die Starterbatterie mitgeladen wird. Jetzt zeigte es “Fahrzeugbatterie entladen”. Nicht schön! Unsere Iveco-Werkstatt für LKW in Aalen wurde kontaktiert und abends schon in der Dämmerung kam ein Servicewagen mit dem Chef persönlich. Wir haben schon so manches Gespräch mit ihm geführt, wenn Oscarlotta zum Kundendienst dort war. Eine neue Starterbatterie hatte er schon vorsichtshalber dabei. Nun ist nicht wirklich viel Bewegungsfreiraum im Motorraum, die Motorhaube relativ klein, der Chef relativ groß. Er hatte einige Mühe, bis er die alte Batterie draußen hatte. Sie sah nicht mehr sehr gesund aus! Wir dachten ja, mit 5 1/2 Jahren sei sie noch nicht besonders alt, aber das sah Herr Popp anders. Normalerweise würde er Batterien dieses Alters gar nicht mehr prüfen. Er tat es trotzdem und es war erkennbar, dass eine Zelle absolut tot war. Der Einbau der neuen Batterie ging dann schneller vonstatten, probestarten, bevor er sie endgültig befestigte, Ergebnis: Oscarlotta sprang an! Jubel!!! Wir waren alle froh, dass die Temperaturen noch so angenehm waren, denn der letzte Batteriewechsel im Februar 2010 fand bei -10°C in St. Peter-Ording statt. Das war damals der norddeutsche Ausnahmewinter, in dem sogar die Nordsee zugefroren war. Fotos und Bericht sind “hier” noch einmal nachzulesen.

Am nächsten Tag also ein zweiter Versuch, Gas zu tanken. Oscarlotta sprang ohne zu murren an, ABER im Display stand: “Motor überprüfen lassen” und eine gelbe Statusleuchte, die wie ein Motor aussah, brannte. Na prima! Motor aus, Motor an, gleiches Ergebnis. Wir fuhren tanken und dann gleich weiter zu Iveco. Herr Popp hatte bei der Verabschiedung gesagt, bis demnächst mal wieder, aber sooo schnell? Er guckte auch etwas erstaunt und schickte nach unserer Schilderung sofort einen jungen Mechaniker mit dem Fehler-Auslesegerät heraus. Das sagte alles mögliche und als letzte Meldung: “Drosselklappe defekt”. Die müsse man bestellen, koste “nur” ca. €270 und der Austausch würde 3-4 Stunden dauern. So mit €600-700 sei zu rechnen. Es blieb als kleine Hoffnung, dass der Batteriewechsel vom Vortag eine Falschmeldung provoziert haben könnte. Also wurden alle Fehlermeldungen gelöscht, damit erlosch auch die Warnleuchte. Wenn sie während der Fahrt nicht wieder auftauchen würde, sei alles gut! Ja, aber wir fahren doch nur wieder bis zum Campingplatz hoch! Dann sollen wir doch einmal großräumig um den Block fahren. Ob er mitfahren solle? Ob er unsere Oscarlotta denn mal selbst fahren dürfe?? Er durfte. Wir unterhielten uns ein weiteres Mal angeregt, diesmal über die aktuellen Flüchtlingsprobleme. Die Leuchte blieb aus! Sie blieb auch bei der Heimfahrt aus und hoffentlich auch in Zukunft.

MissWellkawee Herr Popp hatte uns noch erzählt, dass sich eine junge Frau beworben habe für die Ausbildung zur KFZ-Mechanikerin. Sie war den 2. Tag zum Probe arbeiten da. Wenn sie in der Männerdomäne Fuß fassen kann, dann würde auch endlich das Firmenlogo stimmen!

written by Ingrid

Der Mann auf dem Dach

 

Oscarlotta schien die Sommermonate ohne uns gut überstanden zu haben. Wenn man von den schwarzen Regenstreifen absieht, die rundum vom Dach herunter ihre Spuren hinterlassen hatten. Das Dach interessierte uns aus einem anderen Grund brennend. Während wir mit Fix und Boxi in Dänemark waren, erreichte uns eines schönen Tages ein Anruf von unserem Heimat-Campingplatz und man teilte uns mit, dass Oscarlotta beschädigt worden sei. Auf dem Nebenplatz hatten Wohnmobil-Touristen einen Party-Pavillon aufgestellt – ohne Absicherung – und waren trotz Gewittervorhersage spazieren, wandern, in das Campingplatzlokal oder sonstwo hingegangen. Eine kräftige Windböe muss ausgereicht haben, um den Pavillon gegen Oscarlotta zu schleudern, an ihr hoch und über das Dach hinweg auf den nächsten Platz. Dort blieb er zerstört in der Böschung hängen und wurde bei der nächsten Gästeeinweisung durch den Rezeptionisten entdeckt. Die zurückkehrenden Besitzer des Pavillons zeigten sich erschrocken, schuldbewusst und gaben zu, den Pavillon nicht befestigt zu haben. Der Campingplatzbesitzer sowie eine Leiter wurden geholt, es wurden Fotos gemacht, die Personalien der Touristen festgehalten, unsere Telefonnummer bekannt gegeben. Bei welcher Versicherung sie haftpflichtversichert sind, fiel den Leuten spontan nicht ein, diese Info bekamen wir später per SMS. Es war die HUK. Man beteuerte, den Schaden zu melden.

PlatzansichtPlatzansichtPavillon in BöschungPavillon in Böschung

Eine Woche später erhielten wir eine eMail vom Campingplatz mit einem gescannten Schreiben der HUK. Man bedauere sehr, dass wir bei dem Sturm Schaden erlitten hätten. Zitat: “Eine Haftung unseres Versicherungsnehmers setzt voraus, dass er schuldhaft eine Beschädigung Ihres Eigentums verursacht hat. Der am Schadentag herrschende Sturm war ursächlich für den Ihnen entstandenen Schaden. Bei diesem Sachverhalt können wir eine Haftung unseres Versicherungsnehmers nicht erkennen. Vielmehr handelt es sich um ein Naturereignis, für dessen Folgen unser Versicherungsnehmer nicht verantwortlich gemacht werden kann. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir deshalb Ihre Forderungen als rechtlich unbegründet zurückweisen müssen.”

Verständnis? Wir hatten kein Verständnis, nicht mal ansatzweise! Ein Versicherungsnehmer hat also nicht schuldhaft gehandelt, indem er trotz Gewittervorhersage seinen Zelt-Pavillon nicht verankert, befestigt und dann auch noch unbeaufsichtigt gelassen hatte? Er konnte also gar nichts dafür, dass sein Pavillon über unsere Oscarlotta geflogen war und sie beschädigt hatte?? Alles höhere Gewalt??? Ich legte Einspruch ein. In einem nächsten Schreiben hieß es: “Nach Rücksprache mit unserem Versicherungsnehmer gehen wir nunmehr von unserer Haftung aus. Wir haben einen Sachverständigen mit der Besichtigung Ihres Fahrzeugs beauftragt.”

Nun wollten wir natürlich ungern unseren Dänemarkaufenthalt abbrechen und zum Glück erklärte sich der Campingplatzverwalter unseres Vertrauens bereit, die Angelegenheit für uns zu regeln. Ein Termin wurde gemacht, ein Gutachter der Dekra kam, war offenbar erstaunt, dass der Schaden sich auf dem Dach eines Wohnmobils von 3m Höhe befand. Nein, eine Leiter habe er nicht mitgebracht! Es wurde die campingplatzeigene Leiter geholt, der Gutachter begutachtete den Schaden und kam sehr zügig zu der Meinung, dass es sich hierbei um einen Hagelschaden handeln würde. Die Beteuerungen, dass es in diesem Jahr hier noch keinen Hagel gegeben hätte, beeindruckten ihn in keinster Weise. Es wurden Fotos gemacht, viele Fakten notiert und dann entschwand der Herr wieder.

Eine Woche später kam eine eMail der HUK mit angehängtem Gutachterbericht. Zitat: “Die sachverständigenseits festgestellten Beschädigungen sind nicht mit dem geschilderten Hergang in Einklang zu bringen. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir nicht in die Regulierung eintreten können.” Der “Sachverständige” hatte allen Ernstes einen Hagelschaden auf einer Fläche von ca. 60cm x 100cm konstatiert, bei einem ansonsten völlig unversehrten Dach! Wer hat schon einmal erlebt, dass Hagel lediglich auf einer so kleinen Fläche niedergeht? Und dann noch Hagel, den es gar nicht gegeben hatte? Jetzt reichte es mir endgültig! Wir hatten Fotos von unserer letzten Putzaktion Anfang Juni von einem völlig unbeschädigten Dach. Ein Hagelvorschaden war also auszuschließen. Ich teilte das der Versicherung mit. Oscarlotta hat neuerdings ein Saisonkennzeichen, das besagt, dass sie von Juni bis Ende Oktober nicht fahren darf. Sie konnte also nirgendwo anders gewesen sein (wo es vielleicht gehagelt haben könnte) als auf dem Campingplatz. Ich teilte das der Versicherung mit. Wenn es hagelt, dann hagelt es großräumig und ein Hagelschaden auf einem Wohnmobildach dürfte in der Regel das ganze Dach betreffen und nicht eine kleine Teilfläche. Ich teilte das der Versicherung mit. Die “Tatverursacher” hatten ihr schuldhaftes Verhalten zugegeben. Ich teilte das der Versicherung mit. Durch Fotos belegbar war der Pavillon von der Vorderseite Oscarlottas auf die Rückseite befördert worden. Da er kaum seitlich im Halbkreis um Oscarlotta herumgeflogen sein konnte, blieb nur der Weg über das Dach mit den entsprechenden Schadenspuren. Ich teilte das… Zitat: “Wir sind entsetzt und befremdet darüber, dass a) ein Dekra-Sachverständiger über soviel nicht vorhandenen Sachverstand verfügt und b), dass Sie als regulierender Versicherungsgeber diesen unsachgemäßen Beurteilungen folgen, um einen Schaden, der uns ohne unser Zutun zugefügt wurde, nicht abwickeln zu müssen. Der Verdacht, dass der Sachverständige NICHT unabhängig ist, bleibt da leider nicht aus. Wir bitten dringend und bestimmt um eine erneute Besichtigung durch einen anderen Sachverständigen.”

Die HUK antwortete per eMail: “Wir haben in diesem Sachverhalt den Sachverständigen Hr. XYZ der DEKRA Niederlassung Aalen damit beauftragt den Schadenfall erneut zu prüfen. Bitte nehmen Sie bezüglich des weiteren Vorgehens Kontakt mit der DEKRA Niederlassung Aalen auf.” Herr XYZ (Name geändert) war der Gutachter, der den angeblichen Hagelschaden festgestellt hatte. Er würde ja wohl kaum bei einem zweiten Besuch etwas anderes erklären! Ich rief bei der Versicherung an. Nein, sie würden den Gutachter nicht festlegen, das mache die Dekra. Ja, sie würden verstehen, dass wir nicht denselben Gutachter noch einmal möchten. Ich rief bei der Dekra an. Einen Moment, man verbinde mich weiter. Es meldete sich? Herr XYZ! Ich legte auf. Und rief erneut an. Es meldete sich Frau XYZ! Ich machte ihr klar, dass ich mit jemandem anderen sprechen möchte als mit ihrem (vermutlich) Mann. Der nächste Gesprächspartner war sehr freundlich und erklärte mir, dass er schon verstanden habe, dass wir den Herrn XYZ nicht noch einmal als Gutachter möchten. Er würde uns den Herrn A… schicken. Der sei aber noch in Urlaub und erst nächste Woche wieder einsatzbereit. Wunderbar, nächste Woche sind wir auch wieder zurück. Herr A… rief wie versprochen gleich am Montag an und wir machten einen Termin. Der musste abgesagt werden wegen vorhergesagtem Regen. Wir machten einen neuen Termin eine Woche später. Früher könne er leider nicht. Diesmal schien die Sonne. Und so kam es, dass eines Tages in der letzten Woche ein Mann bäuchlings auf dem Dach von Oscarlotta lag!

Wir hatten hin und her überlegt, ob es sinnvoll sein würde, erneut einen Gutachter der Dekra zu akzeptieren, da er ja gegen seinen Kollegen aussagen müsste. Wir hatten aber keinerlei Kraftreserven mehr, jetzt noch nach einem unabhängigen Gutachter zu suchen, außerdem drängte die Zeit, denn bis zum 1. November, wo Oscarlotta wieder fahren darf und soll, war es nicht mehr weit. Ich war außerdem zuversichtlich, alle Gegenargumente schlüssig und überzeugend dargelegt zu haben. Herr A… schaute sich jeden Quadratzentimeter des Daches an, machte ein bedeutsames Gesicht und teilte mir mit, dass wir beide Recht hätten, der Herr XYZ und ich. Das Dach hätte einen leichten Hagelvorschaden! Als Beweis dafür führte er drei minimale Vertiefungen von ca. 2mm Durchmesser an, die man nur erkennen konnte, wenn er seinen ausgefalteten Spiegelungsschutz darüber hielt. Ich fragte ihn, ob das sein Ernst sei? Ja, das sei ein Hagelvorschaden. Aber ich hätte auch Recht, denn die Beschädigungen auf der Teilfläche hätten eine völlig andere Struktur. Es wurden Fotos gemacht, viele Fakten notiert und dann entschwand Herr A… wieder. Die Tage rief er an und teilte mir mit, dass er seinen für uns positiven Bericht der HUK geschickt habe. Jetzt sind wir mal gespannt…

Schadenfläche mit Eindellungen     

Der Schaden hält sich zum Glück in verdaubarem Ausmaß, aber jetzt geht es uns einfach nur ums Prinzip!!! Es ist doch ein Unding, für etwas, an dem man keinerlei Mitschuld trägt, so vera…t zu werden, sich dermaßen zur Wehr setzen und abstrampeln zu müssen, um sein Recht und zumindest ein kleines “Schmerzensgeld” als Wertminderungsausgleich zu erhalten.

written by Ingrid

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Und dann war Norma plötzlich da!

 

RentnerbänkchenAls Uschi am Sonntagmorgen unsere Frühstücksbrötchen in der Rezeption abholen gehen wollte, gab es rund um das gegenüberliegende “Rentnerbänkchen” etwas, das am Abend vorher noch nicht da gewesen war. Ein winziges Zelt, ein paar Utensilien rundherum und eine freundliche Frau, die ganz offensichtlich zu alldem gehörte und Uschi mit einem fröhlichen ”Guten Morgen” begrüßte. Eine Rucksacktouristin? Als Uschi mit der Brötchentüte zurückkam, entdeckte sie, halb unter den Bäumen und Büschen versteckt, das Gefährt, mit dem die Frau unterwegs war. Das war so ungewöhnlich, dass sich sofort eine Unterhaltung entwickelte, die darin gipfelte, dass Uschi unsere Nespresso-Maschine anwarf und Norma, wie die Frau sich vorgestellt hatte, einen Kaffee brachte. Normas TretrollerNorma war seit 20 Tagen unterwegs, war in ihrer Heimatstadt Dresden gestartet und will zu ihrer Nichte nach Luzern. Nein, sie hatte kein Fahrrad dabei, kein Motorrad, keinen Motorroller, sondern einen… Tretroller! Sie besitzt sowohl ein normales Fahrrad als auch ein Batteriefahrrad, aber das war ihr alles zu schnell. Sie wollte die Gegenden, durch sie sie kommen würde, “erleben”. Eigentlich wollte sie wirklich mit dem Rucksack auf Wanderschaft gehen, aber dafür war die Gesamtstrecke dann doch ein wenig weit. Da kam ihr die Idee mit dem Roller! Natürlich kann sie nur “rollern”, wenn die Straße mindestens eben ist, bergab kann sie sogar auf einem kleinen “Hilfsfahrradsattel” sitzend fahren. Meistens aber läuft und schiebt sie, erzählte sie, so ca. 70%. Sie wirkte sehr glücklich und zufrieden. Übernachtet hatte sie bisher in Waldhütten, auf Campingplätzen oder auch schon einmal in einem Gasthaus, wenn nichts anderes zu finden gewesen war. Letzteres aus Kostengründen nur ungern, denn ihr Reisebudget ist sehr überschaubar. €40 für eine Übernachtung mit Frühstück reißt ein großes Loch, weswegen sie dann lieber auf das Frühstück verzichtet und sich selbst verpflegt. Das ist aber gar nicht so einfach! Es gibt nur ein kleines Packfach für ein Brettchen, ein Messer, eine Gabel, einen Löffel. Ein Glas Pulverkaffee hatte sie dabei und eine kleine Thermoskanne, aber keinen Kocher! Heißes Wasser würde sie sich erbitten, das würde fast immer klappen und wenn nicht, dann gäbe es eben mal keinen Kaffee, auch nicht schlimm! Brot hatte sie, Hartwurst und bei der Hitze vor sich hinschmelzende Hanuta. Gekocht werden könne nicht, aber einmal habe sie in einer Gaststätte fränkische Bratwurst mit Bratkartoffeln gegessen. Zu trinken hatte sie ausreichend dabei, das war ihr wichtig.

Am Samstag kam sie aus der Nähe von Dinkelsbühl, unterwegs hatte sie ein Reifenproblem und musste in eine Fahrradwerkstatt. Irgendwann hatte sie Aalen erreicht. Auf der Suche nach einer Waldhütte zum Übernachten lief oder rollte sie bis Essingen. Da nichts zu finden war, entschloss sie sich, den Campingplatz “Hirtenteich”, den ihr Fahrradnavi ihr anzeigte, anzusteuern. Sie wusste auch, dass er etwas höher liegt. Kurz vor Mitternacht hatte sie mit Hilfe des noch ziemlich vollen Mondes unseren Campingplatz erreicht, nach ca. 50km! Wir liegen auf 700m Höhe, von Essingen hoch geht es über eine Distanz von 6km bis zu 12% bergan, es ist eine nicht beleuchtete zweispurige Landstraße ohne Randstreifen. Viele unübersichtliche Kurven, eine nicht nur bei Dunkelheit nicht ungefährliche Angelegenheit, dort zu Fuß hochzulaufen/-schieben! Irgendwann habe eine Frau mit PKW gehalten und gefragt, ob alles in Ordnung sei mit ihr. Mehr konnte die aber auch nicht für sie tun. Norma fand “unser” Rentnerbänkchen, sah das Licht in unserem Wohnmobil, schlug ihr Zelt auf und schlief vermutlich, bevor sie richtig lag.

Normas ZeltplatzNormas Zelt

Den Sonntag hatte sie zum Ruhetag erkoren und so lernte ich sie dann auch noch kennen. Norma war Krankenschwester und will jetzt, mit 63 Jahren, ihr Rentnerleben genießen. Sie fand unsere Art zu leben total interessant und es bestärkte sie, ihr Anderssein, das so viele Menschen in ihrem Umfeld als “verrückt” bezeichnet hatten, voller Überzeugung und Mut weiter zu leben. So zum Beispiel mit einem Tretroller von Dresden nach Luzern zu fahren. Wir luden ihre Akkus und das Handy auf, Norma lud sich selbst wieder auf, wir halfen abends noch mit Spaghetti und Gemüsesoße nach. Telefonnummern wurden ausgetauscht, sie versprach, sich zu melden. Und am Montagmorgen war Norma wieder weg!

Normafährtwieder

Am Dienstag rief sie an, sie habe so einen tollen Tag gehabt. Im Wald fand sie an einer Bank eine Plastiktüte voller Pfandflaschen, die sie mitnahm. Kurz drauf sprach sie ein älterer Spaziergänger an, zeigte sich interessiert und erstaunt ob ihres vollgehängten Gefährts und fragte, ob er ihr was abnehmen könne. Ja, vielleicht die Tüte mit den Pfandflaschen, die sie ja eigentlich abgeben wolle, die aber doch sehr hinderlich sei. Daraufhin habe der Mann seinen Geldbeutel gezückt, ihr einen 20-Euro-Schein in die Hand gedrückt und gemeint, die Flaschen solle sie mal ruhig selbst abgeben, im nächsten Ort sei ein “Norma”. Natürlich wollte sie das Geld nicht annehmen, aber der Mann habe nur gemeint, so ein bewundernswertes Unterfangen müsse er einfach unterstützen. Die Flaschen ergaben eine Pfandsumme von €5. Glücklich über diesen unerwarteten Geldsegen leistete Norma sich an der Bäckertheke einen Becher Kaffee und ein Stück Kuchen. Da sprach sie eine Frau an, ob das da draußen ihr Gespann sei? Nachdem Norma kurz ihre Story erzählt hatte, meinte die Frau, sie müsse jetzt unbedingt noch etwas warten, sie rufe jetzt die Lokalreporterin des Tagesblattes an, die mache dann ein Interview mit ihr. Wenige Minuten später war die Zeitungsfrau da, befragte Norma und gab ihr als “Honorar” €15. So war Norma an einem einzigen Tag völlig unverhofft zu “Einnahmen” in Höhe von €40 gekommen, hatte nette Begegnungen und lecker gegessen. Sie schwärmte am Telefon von der Herzlichkeit der Baden-Württemberger! Vielleicht hätte sie bei “Norma” ihren Personalausweis vorzeigen sollen. Wer weiß, ob sie dann nicht noch mit Rabatt hätte einkaufen können!!! Versuch es beim nächsten Mal, Norma! Es war sehr nett, dich kennengelernt zu haben!  🙂

written by Ingrid
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Und so ging es weiter:

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NUR für Interessierte!

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Die Sendung, äh, die Sache mit der Maus

 

Mäusebeerdigung Am Sonntagmorgen erzählte mir Uschi, als ich noch im Bett lag, dass sie in unser Blechhäuschen gegangen sei um etwas zu holen und da habe sie eine schlafende Maus entdeckt. Die lag auf Uschis Arbeitsklamotten, die wiederum oben auf unserer Reservegasflasche lagen. Die Maus habe sich nicht gerührt! Als ich aufgestanden, gewaschen und angezogen war, nahm ich mein iPhone und schlich mich in das Häuschen. Ja, die Maus lag da noch und während ich sie, ohne mich schnell oder laut zu bewegen, fotografierte, wurde die Vermutung zur Gewissheit. Das Mäuschen schlief den ewigen Schlaf! Da hatte es sich aber ein feines Plätzchen zum Sterben ausgesucht, schön gemütlich auf Uschis Fleecehose neben den Baumwollsocken. Und was machen wir nun, fragte Uschi. Erst mal frühstücken! Gestärkt hub ich mit unserem Klappspaten eine kleine Grube unter den Büschen aus, direkt neben dem Ein- oder Ausgang zum Mäusebau, der jetzt wohl neuvermietet werden kann. Gehüllt in ein weißes Tuch bestattete ich das Mäuslein, das arme. Hoffentlich hatte es ein schönes Mäuseleben! Und ich möchte jetzt hier kein einziges “Igitt, eine (tote) Maus!” hören!!!

MäusebeerdigungMäusebeerdigungMäusebeerdigungMäusebeerdigung

Ich habe ein ganz besonderes Verhältnis zu Mäusen und ich finde sie unglaublich süß. Diese niedlichen, kleinen, rosafarbenen Pfötchen und erst die Knopfaugen!!! Dass Frauen beim Anblick einer Maus hysterisch quiekend auf einen Stuhl steigen, werde ich wohl nie verstehen! Als ich noch in einem Steinhaus wohnte (4. Etage unterm Dach), hatte ich mal zwei Mäuse-Serien. Nach einem Sommerurlaub war der Getreidekranz, der an einer Schranktür hing, kahl. Ich wunderte mich und vermutete zunächst Erschütterungen vom Verkehr der vielbefahrenen Straße vor dem Haus, bis ich dann zwischen den Spelzen am Boden die Mäuseköttel sah. Mäuse? Im 4. Stock?? In einer verschlossenen Wohnung??? Ein paar Tage später stand ich beim Bügeln in meiner Küche und hörte ein wildes Hin und Her auf der abgehängten Küchendecke. Aha! Am nächsten Tag lagen Mäuseköttel neben dem Fressnapf meines Hundes, der am Ende der Küchenzeile stand. Sie kamen also vom Dachboden irgendwie in meine Küche und liefen hinter den gesamten Küchenunterschränken an der Wand entlang bis zum Napf. Eine Lebendfalle war schnell besorgt, mein Vater erhöhte sie mit Fliegendraht um gute 10cm, der untere Zugang wurde mit einem Korken verstopft. Ich befüllte sie mit etwas Obstmüslimischung und stellte sie in die Nähe vom Hundenapf. Während der nächsten Wochen fand ich alles in der Falle: von einer kleinen Maus über eine große Maus bis zu keiner Maus, aber leergefressen. Der Rekord waren sieben Mäuse aller Größen gleichzeitig! Da war die Falle aber schon gut voll!!! Jeden Tag trug ich die Falle vier Etagen nach unten, oft zweimal, durch den Keller bis zum Ende vom Garten und entleerte sie hinter der Gartenmauer auf ein brachliegendes Gelände. Mein Vater behauptete, die Mäuse seien vermutlich eher wieder oben in meiner Wohnung als ich! Die erste Serie, ich führte eine Strichliste auf einem Wandkalender, ergab, ich weiß die Zahl nicht mehr ganz sicher, irgendetwas um die 140 Mäuse!!! Dann war Schluss, keine Mäuse mehr. Nach ca. 2 1/2 Jahren ging es wieder von vorne los, diesmal waren es unwesentlich weniger Mäuse und es dauerte wieder ein paar Wochen bis zum endgültigen Mäusestopp. Es hat sich mir bis heute nicht erschlossen, wie Mäuse an einer glatten, nicht mit Wein, Efeu oder ähnlichem berankten Außenfassade bis in den 4. Stock kommen können! Ein verliebtes Mäusepaar, eine schwangere Mäusedame? Ich konnte jedenfalls über Monate ausgiebigste Mäusestudien betreiben und fand sie alle, jede einzelne Maus für sich, einfach nur süüüüß!!! 

Mäusleinwritten by Ingrid
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Jetzt reicht’s!

 

Puh – nun hab’ ich aber wirklich langsam die Nase voll! Nicht nur vom Wetter, das ja nun alles andere als sommerlich zu beschreiben ist. Ja, ich weiß, wir haben kalendarisch immer noch Frühling, aber es war doch schon sooo schön warm. Aktuell sind es gerade mal noch 8,5°C, tagsüber!!! Ende Juni! Schafskälte hin oder her, was ist das überhaupt? Aber eigentlich meinte ich ja unseren Arbeitsmarathon, der dieses Mal so umfangreich war wie noch nie. Wieso eigentlich? Weil wir im Winter in Deutschland geblieben sind und da halt an Oscarlotta nicht so viel machen konnten wie im warmen Spanien? Oder hat uns nur die Arbeitswut übermannt? Das kennt man ja, wenn man mal irgendwo angefangen hat, lacht einen plötzlich hier noch etwas an und da und dort… Aber nun reicht es! Alles ist erledigt, unsere to-do-Liste ist abgearbeitet.

polieren Uschi hat Oscarlotta poliert, wie jedes Jahr. Deswegen sieht sie auch nach inzwischen 8 Jahren noch (fast) wie neu aus. Toi, toi, toi haben wir ihr in der ganzen Zeit auch keine Kratzer, Dellen, abgefahrene Ecken zugefügt, dank umsichtigen Fahrens, der Rückfahrkamera und des jeweiligen Beifahrers, der in potentiell gefährlichen Situationen draußen steht und Anweisungen gibt.

polierenpolierenEndergebnis    

Dabei stellte sie dann fest, dass nicht nur unser Heki neu abgedichtet werden musste, sondern ALLE Fenster es dringend nötig hätten. Gesagt – getan.

Vorarbeit abklebenschön gerade!einmal rundherumund nun die "Spritze"Kurvenlösungsauber, oder?

MissWellkawee Jetzt fehlten noch Gasprüfung, Kundendienst mit Ölwechsel und Hauptuntersuchung. Ersteres machte, wie immer, unser Wohnmobilfachbetrieb “Mühlich” in Aalen, letzteres ließen wir, ebenfalls wie immer, bei der Firma “Wellkawee” in Aalen erledigen, eine Servicewerkstatt für LKW, u. a. auch auf Iveco. Wir haben ja das kleine LKW-Fahrgestell des Iveco Daily 60 C 18, deshalb sind wir hier an der richtigen Adresse. Mängel wurden keine festgestellt, als einzigen Mangel hatten wir die nur sehr unzuverlässig funktionierende Warnblinkanlage angegeben, die meist erst beim 3. oder 4. Mal an-, dafür aber nicht wieder ausging. Der Schalter war defekt, wie sich herausstellte.

 GasprüfungTÜV

Es regnete wie aus Kübeln an dem Tag! Wir hatten zwar Flitzi dabei, um in die Stadtmitte fahren zu können, aber das Herumlaufen dort machte keinen Spaß. So kam Uschis Vater in den “Genuss” eines Kaffee- und Kuchenbesuchs von uns. Um 17:30 war Oscarlotta abholbereit und wir um eine Stange Geld ärmer!!! Als wir dann wieder auf unserem Dauerstellplatz waren und unsere “Wohnordnung” wiederhergestellt hatten, waren wir mehr als froh, auch diesen Punkt auf unserer Liste abhaken zu können! Die Bremsenüberprüfung bei der Hauptuntersuchung bedeutet ja, alles innerhalb und außerhalb der Schränke noch besser zu verstauen und zu sichern, als wir das bei “normalem” Fahrbetrieb machen. Und entsprechend viel ist dann wieder zurückzuräumen. Dass diese Prozedur für Wohnmobile über 3,5t jährlich nötig ist, ist so unverständlich wie lästig!

Aber nun ist alles gut! Unsere Belohnung kam die Tage per mail und kündigte uns die Auslieferung von Boxi für den 25. Juni an! Montag also Straßenverkehrsamt in Heidenheim und am Donnerstag fahren wir nach Kreuzwertheim!!! 🙂 🙂

written by Ingrid
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Der kleine Bruder

 

Haflinger Am Samstagnachmittag nach dem wöchentlichen Telefonat mit einem Freund fuhr ich mit Flitzi runter nach Essingen zu Rewe. Uschi war noch mit dem Polieren von Oscarlotta beschäftigt. Als ich vor dem Laden einparkte, stieg direkt vor mir in der nächsten Reihe ein älterer Mann in ein mir sehr bekannt vorkommendes Auto. Schon wieder ein Steyr Puch! Ich stürzte auf den erstaunten Fahrer zu und sagte, dass ich unbedingt ein Foto von seinem Auto machen müsse. Bereitwillig fuhr er es zwischen den anderen parkenden Autos weg vor eine Hecke. Ich erzählte ihm dann die Geschichte vom “großen Bruder” Pinzgauer und dass ich es lustig fände, in so kurzer Zeit zwei so außergewöhnliche Fahrzeuge zu treffen. Aber, das ist eben die Duplizität der Ereignisse, ein bekanntes Phänomen.

Der Haflinger ist um einiges kleiner als der Pinzgauer und mit max. 27 PS relativ untermotorisiert (meine Ente hat 29 PS!), aber er ist durch seine beiden getrennten Differentialsperren auch ein echtes Geländewunder und er wurde ebenfalls, aber nicht ausschließlich, als Militärfahrzeug gebaut. Dieser Haflinger ist von 1971 und dient seinem Besitzer als Arbeits- und Transportfahrzeug im Wald. Er hat ein Stoffdach über dem Fahrerhaus und auch die (Metall?-) Türen sind mit festem Canvas überzogen.

Ein richtig kleiner Großer, aber ich fand ihn trotzdem nur niedlich! Verliebt

HaflingerHaflingerHaflingerHaflingerHaflingerHaflingerHaflingerHaflingerHaflingerHaflinger

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Für’s Erste (fast) fertig!

 

DachreinigungSeit 4 Wochen sind wir jetzt (auch schon wieder!) hier und unser “Arbeitseinsatz” neigt sich dem Ende zu. Er war intensiv, umfangreich, zeitraubend, aber erfolgreich. Flitzi wurde nach kurz aufeinanderfolgenden Regenschauern, die allen Winterdreck schön eingeweicht hatten, sauber “geledert”, außen wie innen. Uschi stieg nach langer Zeit mal wieder Oscarlotta aufs Dach und war entsetzt, wie dreckig alles war! In Spanien ist sie öfter mal da oben und der Dreck hat gar keine Chance, sich gemütlich einzurichten. Aber diesen Winter bei Kälte, aber ohne Schnee, war sie natürlich nicht oben und entsprechend sah unser Dach aus. Durch 4 Solarplatten, 1 Klimaanlage, 2 normale Luken, 1 Ventilatorluk, 1 großes Heki und die Satellitenschüssel ergeben sich unzählige Ecken und Schlupflöcher, in denen sich außer Schmutz auch Blätter, Tannennadeln, Zweige sammeln. DachreinigungUnsere Solarplatten waren bisher immer unser besonderes Sorgenkind, da wir mit keinem Gegenstand so richtig in den Zwischenraum zum Dach kamen. Beim letzten Stadtbummel in Aalen haben wir aber endlich etwas Geeignetes gefunden, eine überdimensionierte Flaschenbürste. Nun könnte man zwar sagen, wenn man den Dreck unter den Platten gar nicht sehen konnte, hätte er dort doch bleiben können. Aber dass man sein Wohnmobil rundherum so schön sauber halten kann, wie man will, das aber völlig sinnlos ist, solange das Dach schmutzig ist, das weiß jeder erfahrene Wohnmobilfahrer. Uschi wirkte ganz oben, ich nahm mich, auf der Trittleiter auf unserem Bett stehend, des auch nicht mehr ganz sauberen Hekis und seiner Umgebung an, nicht, so weit die Füße tragen, sondern so weit die Arme reichten. Bei der Gelegenheit entfernte und ersetzte Uschi auch gleich die bröselnde Dichtung rund um das Heki.

Dachreinigung (vorher)Dachreinigung (nachher)neu eingedichtetsauber!vom Dach gefallen

Am nächsten Tag war der Hänger dran, mit Schlauchbürste und Spezialreiniger wurden alle Spuren des Winters beseitigt, zuvor natürlich erst alle Zweige, Blätter etc. vom Dach gekehrt. Uschi war so gut “warmgearbeitet”, dass sie gleich mit Oscarlotta weitermachte. Ich bekam die verantwortungsvolle Aufgabe zugeteilt, den Wasserhahn aufzudrehen, zuzudrehen, aufzudrehen, zuzu…

HängerrreinigungReinigung Oscarlotta

Kurz vor Beendigung dann Menschen- und Materialermüdung!!!

FaulpelzdurchgerostetFlickversuch

Zum Glück waren wir hierfür dann nicht mehr zuständig!!!

HundereinigungHundereinigung

written by Ingrid
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Nachbarschaft

 

Zu unserer Freude bekamen wir am letzten Wochenende zur Abwechslung mal wieder richtig nette Nachbarn und dann noch mit einem absolut einzigartigen Wohnmobil. Wohnmobil ist nicht ganz treffend, war es doch ein kleines Expeditionsmobil mit Schlaf- und Kochmöglichkeit, letzteres allerdings nur bei gutem Wetter, da sämtliche Küchenutensilien nebst Zweiflammkocher sich in einer großen ausziehbaren Schublade hinter der Hecktür befanden. Die Bezeichnung Expeditionsmobil hat es aber auf jeden Fall verdient, da das Basisfahrzeug für Militäreinsätze konzipiert wurde und mit allem ausgerüstet ist, was man da so brauchte: Steyr Puch Pinzgauerriesige Reifen, eine Seilwinde vorne, zwei einzeln zuschaltbar/angetriebene (sperrbare) Achsen, eine Steigfähigkeit von 100%. Der Besitzer sagte, solange die Reifenprofile noch etwas zum Greifen haben, klettert er! ER??? Die Freaks unter unseren Lesern wissen jetzt sicher schon, um wen es sich handelt:

Steyr Puch Pinzgauer

 

 

 

ein Steyr Puch Pinzgauer von 1973, ein Geländewagen für schwerstes Gelände!

 

Die erste Baureihe von 1971 bis 1985 wurde ausschließlich mit einem luftgekühlten Vierzylinder-Reihenmotor gebaut (Puch-Eigenentwicklung: 2,5 l mit 62–66 kW) und dementsprechend langsam für die heutigen Autobahnen ist man mit ihm dort unterwegs. Aber Autobahnen braucht man ja nur, wenn man weite Strecken in kurzer Zeit bewältigen will oder muss.

Wir kamen ins Gespräch mit dem netten und interessanten/interessierten Eignerpaar und durften Fotos schießen. Sie kamen gerade von der Abenteuer & Allrad-Messe in Bad Kissingen und wären gerne noch ein paar Tage in der schönen Landschaft und der wunderbaren Ruhe der Schwäbischen Ostalb geblieben. Ein paar lohnende Aufstiege hätte es hier auch gegeben!!! Aber leider rief der Job!

Steyr Puch PinzgauerSteyr Puch Pinzgauer (Seilwinde)Steyr Puch PinzgauerSteyr Puch Pinzgauer (Küchenschublade)Steyr Puch Pinzgauer (Innenraum Fahrerhaus)Steyr Puch Pinzgauer (Innenraum Fahrerhaus)Steyr Puch Pinzgauer

Zur Entschädigung konnten wir ihnen dann immerhin noch einen mittelspektakulären Abendhimmel bieten (unser neues Headerfoto!).

AbendhimmelAbendhimmelAbendhimmelAbendhimmel

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Besser später als nie!

 

Zur Abwechslung melde ich mich heute mal wieder zu Wort (Uschi). Ich möchte von kleinen und mittelgroßen Aktionen berichten, die sich aufgrund von Wehwehchen von Oscarlotta ergeben haben. Die erste Aktion ergab sich, als letzte Woche der Abfluss des Abwassertanks verstopft war. Und das, obwohl wir den Tank bei unserer Ankunft vor gut 2 Wochen ja so gründlich entleert und gespült hatten! Dieses Problem kennen wir schon seit Jahren. Es tritt gelegentlich nur nach langen Standzeiten und/oder nach der Reinigung der Frischwasseranlage auf. Die gelösten Ablagerungen aus dem gesamten Wassersystem “überfordern” den Ausgang des Abwassertanks zum Abwasserrohr offenbar. Das bedeutete mit viel Wasserdruck von unten der Ursache zu Leibe zu rücken…und siehe da… anschließend war nach Leerung und intensiver Säuberung des Tanks die erste Aktion erfolgreich beendet. (Hierzu haben wir keine Bilder für euch) Verlegenes Smiley

Das nächste Wehwehchen besteht schon länger, aber wir hatten überhaupt keine Idee parat. Manchmal mahlen die Mühlen im Gehirn einfach sehr langsam, bis dann irgendwann eine Eingebung die Lösung bringt. Das Problem bestand in täglichen Wasseransammlungen in der Ablaufrinne des Kühlschranks. Das klitzekleine Röhrchen zum Ablaufschläuchlein war verstopft, einfach zuuu!!!

Ablaufrinne, wieder ok!

Nur durch Aufsaugen mit einem Spültuch konnten wir für ein paar Stunden verhindern, dass das Wasser überlief und sich überall im Kühlschrank verteilte, kein Dauerzustand also! Da sowieso eine Abtauaktion anstand, wollten wir dabei diesen “Zustand” endgültig beenden. Nach langen Überlegungen und einigen Versuchen mit klitzekleinem Flaschenbürstchen und diversen Drähtchen das verwinkelte Röhrchen frei zu bekommen, alles vergeblich,  kam dann doch noch die obengenannte vielversprechende Eingebung. Man müsste von oben mit Druckluft das Anschlussröhrchen zum Ablaufschläuchlein freipusten, bloß wie und womit???? Dann war die rettende Idee ziemlich plötzlich da: Wir besitzen doch seit Jahren schon ein “Powerpaket”, um unter anderem Fahrradreifen und kleine Autoreifen aufpumpen zu können.

Powerpaket Improvisation

Damit könnten wir es versuchen.

Kondenswasser läuft wieder durch!

Den kleinen Plastikschlauch, der das Kondenswasser in einen weiter unten befestigten Plastikbecher leiten soll, habe ich vorher abgenommen, um das obenliegende Röhrchen besser frei zu bekommen. Und siehe da: Nach einigen Sekunden Pusterei mit Druckluft war das Röhrchen wieder frei. Erkennbar an mehreren winzigen Bröckelchen Dichtungsmasse auf dem Boden vom Außenfach. Auf die Idee hätten wir schon viel früher kommen können, aber… (siehe Titel).

Dass Plastikteile im Laufe der Jahre spröde und brüchig werden können, weiß man eigentlich. So passiert nach fast acht Jahren mit den Türverschlüssen und der “Bremse” unten an unserer Kühlschranktür.

Kühlschrankverschlüsse, oben alt, unten neu"Bremse" (Plastikknopf unten)

Zwei Notreparaturen an den Verschlüssen hielten erstaunlich lange, die angeklebte “Bremse” auch. Aber jetzt gab es neue Teile, bestellt übers Internet und auch prompt geliefert. Die Preise waren wie oft bei Ersatzteilen stark überdimensioniert. Ein Verschlussschieber kostete 13,09€, die “Bremse”, ein Plastikknopf mit kleinem Stiel, 3,21€, satte 6,50€ Versandkosten ließen die Rechnung für 3 Teile, die in einen wattierten Briefumschlag gepasst hätten, auf insgesamt 36,43€  ansteigen, wir fanden es unverschämt. Verärgertes Smiley 

Ein “altbekanntes” Ärgernis” trat nach der gründlichen Teppich- und Bodenreinigung wieder zutage.

Mit dem Mittel aus der pinken Flaschewerden Teppiche und Polster SUPERsauber!

Seit dem “Einzug” in Oscarlotta vor acht Jahren ärgern uns die breiten Spalten rund um die Sockel des Fahrer- und Beifahrersitzes.

Ärgernisse

So manches Kleinteil verschwand schon in diesen Versenkungen. Ingrid rückte nun dem sich natürlich auch angesammelten Schmutz mit allerlei Gerätschaften zu Leibe. Nachdem sie diese nicht unanstrengende Aktion mit Erfolg gemeistert hatte, wollte ich eine sinnvolle Endlösung. Mir fiel (dieses Mal sogar ziemlich spontan Zwinkerndes Smiley ) die große Rolle selbstklebendes Abdeckband aus Gummi ein (eigentlich für Abdichtungen an Spülen oder Abschlussleisten für Fußböden zu verwenden). Sie ist mir letzte Woche beim Aufräumen unseres Gerätehäuschens in die Hände gefallen.

Alle Spalte werden abgeklebtetwas enge "Baustelle"

Innerhalb einer halben Stunde war die Arbeit erledigt und kein Schräubchen oder andere oft wichtige (!) Kleinteile können mehr darin auf Nimmerwiedersehen verschwinden, klasse.

Endlich zu!

Wir freuen uns immer wieder, wenn wir o h n e Besuch einer Wohnmobilwerkstatt auskommen, auch wenn die zündende Idee manchmal auf sich warten lässt. Sarkastisches Smiley  Womit wir wieder beim Thema wären…

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.