Nicht nur der Himmel brennt!

 
 
Wir schrieben ja schon von den phantastischen Sonnenuntergängen, die wir hier oft bewundern und natürlich auch fotografieren können. Eigentlich solltet ihr jetzt die Fotos anschauen, aber aus aktuellem Anlass gibt es erst noch einen anderen Bericht. Am Montag, wir saßen mal wieder draußen in der Sonne, stellte unsere Nachbarin beim Blick Richtung Meer fest, dass es ein paar hundert Meter hinter dem Campingplatz brannte. Nun wird hier in den verbliebenen Plantagen öfter mal etwas verbrannt, aber DAS sah anders aus. Eine riesige Rauchwolke, schwärzer als schwarz! Ich schnappte mir das Fahrrad und fuhr mal los. Die Idee hatten einige Camper, teils aus Neugierde, teils aber auch aus echter Sorge. An der nächsten Querstraße sah man den Brandherd schon sehr genau, es loderte an drei Stellen, eine davon war schon sehr dicht an ein paar kleineren Wohnhäusern. Der dicke schwarze Qualm kam aus einer Piniengruppe. So etwas habe ich noch nie gesehen! Es hieß, es würde ein zusammengeschlagenes Haus brennen, mehr wusste niemand. In den ehemaligen Plantagen, seit Jahren nur noch brachliegende Gelände, hatten sich Rumänen, Marokkaner oder andere ausländische Familien in den übriggebliebenen Gebäuden eingerichtet. Wir konnten über die Jahre beobachten, dass die Grundstücke ziemlich zugemüllt wurden und man vermied es, zu dicht daran vorbei zu gehen oder zu fahren. Seit Jahren wird von den offiziellen Stellen versucht, die Häuser zu räumen und immer, wenn das gelungen war, wurden die Häuser zerschlagen. Der Schutt bleibt dann meistens noch lange liegen oder man sieht ihn irgendwann nicht mehr, weil er überwuchert worden war. Jetzt war, aus unerfindlichen Gründen, ein Brand entstanden und da es an dem Tag zudem sehr windig war, hatte sich das Feuer rasch ausgebreitet. Nach einiger Zeit landete ein Hubschrauber Löschhubschrauber nach dem Einsatz auf dem Flugplatzim Feld direkt neben uns, der Pilot stieg aus und machte irgendetwas. Beim Start hing dann ein roter Löschkorb am Hubschrauber, er flog Richtung Meer, kam nach kurzer Zeit zurück und ließ über dem Feuer gezielt das Wasser ab. Dazu musste er mitten durch den Qualm fliegen! Aber solch ein bisschen Wasser bei soviel Feuer? Der Löschwagen, auf den wir alle warteten, kam irgendwann auch, aber es wurde nicht, wie wir es gewöhnt sind, ein Löschschlauch an einen Hydranten angeschlossen, sondern er entleerte seinen Tankinhalt (wie, konnte ich leider nicht sehen) und fuhr wieder. Das Feuer näherte sich immer mehr den Wohnhäusern! Dann Löschflugzeug nach dem Einsatz auf dem Flugplatz kam dieses kleine Flugzeug, flog einen großen Bogen und dann in gerader Linie über alle drei Feuer, einen riesigen Schwall Wasser abwerfend. Die Schaulustigen, die am Ende des letzten Feuers standen, wurden voll erwischt! Danach war der schwarze Qualm sofort weg, also war es wohl kein Wasser, sondern eher irgendwelche Chemikalien. Der Hubschrauber flog weiter einen Einsatz nach dem anderen und es schien so, dass er versuchte, die Häuser abzuschirmen.

Ich fuhr, wie die meisten anderen, wieder zum Campingplatz zurück und erstattete Bericht. Eine Stunde später machte ich mich auf meine übliche abendliche Rad- und Fotografierrunde, die in Richtung Brandstelle geht. Schon an der ersten Kreuzung, ca. 200m hinter dem Campingplatz, war ich hell entsetzt darüber, dass dort alles schwarz verbrannt war, es keinen einzigen Baum mehr gab und es an einigen Stellen noch loderte! Das war ca. 200m von der eigentlichen Brandstelle entfernt und ich hätte nicht vermutet, dass sich das Feuer bis dahin ausgebreitet hatte. Es war zwar Polizei zu sehen, aber gelöscht wurde hier nicht (mehr?). Auf dem Rückweg stellte ich, noch entsetzter, fest, dass das Feuer bis ca. 100m an den Nachbarcampingplatz herangekommen war, im Park neben dem alten Wachturm brannten zwei Palmen, sehr dekorativ Funken sprühend, noch immer vor sich hin!!! Der Boden verbrannt bis zum Holzsteg, der an allen Campingplätzen vorbeiführt. Keine Feuerwehrmänner zu sehen! 50m daneben stand seit Tagen ein großes amerikanisches Wohnmobil mit PKW-Anhänger “wild” auf einem Parkplatz. Die Besitzer waren mit ihrem PKW unterwegs und werden wohl bei ihrer Rückkehr einen ziemlichen Schrecken bekommen haben.

Feuer 27.01.2014Feuer 27.01.2014Feuer 27.01.2014

Am nächsten Mittag sind wir mit Flitzi auf dem Weg zur Tankstelle noch einmal direkt zur Brandstelle gefahren und haben uns das Schadensausmaß angesehen. Obwohl es so lange und heftig gebrannt hatte, lag noch unglaublich viel Müll herum, halb verbrannt, ganz verbrannt, fast unbeschadet. Zwischen den Schuttresten der Häuser war offensichtlich der gesamte Hausrat der Bewohner liegengeblieben. Vielleicht wurden sie des Landes verwiesen und da nimmt man ja keine Möbel oder Haushaltsgegenstände mit. Es sah erschreckend aus und an einigen Stellen schwelte es immer noch heftig. Immerhin fuhr eine Brandwache durch und kontrollierte die schwelenden Haufen. Die Wohnhäuser sind übrigens nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, was fast an ein Wunder grenzt. Das Feuer ist rechtwinklig an ihnen vorbei gelenkt worden und vermutlich deswegen auch so dicht an die Campingplätze gelangt. Wir denken, dass wir alle verdammt Glück gehabt haben! Ein Campingplatz, auf dem es brennt, mit explodierenden Gasflaschen, muss die Hölle sein. Und die Feuerbekämpfung erschien mir nun nicht so wirklich vertrauenerweckend!

am Tag danacham Tag danacham Tag danacham Tag danachHäuserresteRestmüllam Tag danacham Tag danacham Tag danacham Tag danach am Tag danacham Tag danach am Tag danacham Tag danach
P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wenn ich will, kann ich weg! (Zitat Brodo)

 
 
Na, wie hat euch die Sendung gestern Abend gefallen? Wir fanden sie gut zusammengestellt und sowohl Brodo als auch seine Frau kamen sehr sympathisch rüber. Wir denken, dass das Thema der Sendung sicher viel Gesprächsstoff beinhaltet und vielleicht den Einen oder Anderen dazu angeregt hat, über das Leben im Allgemeinen und im Besonderen nachzudenken. Wir waren ja sooo gespannt, ob wir nun auch darin vorkommen, immerhin war die kurze Filmsequenz in unserer Oscarlotta über eine Stunde lang im Original und wir waren auch noch, zusammen und einzeln, sehr intensiv über unsere Lebensgeschichte und unsere Beweggründe, ausschließlich im Wohnmobil zu leben, interviewt worden. Wir sind aber nicht böse darüber, dass das alles der Schere zum Opfer gefallen ist! Brodo wurde am letzten Samstag beim Gas kaufen bei Hornbach in Kiel schon von der Kassiererin erkannt, da es an dem Tag einen ganzseitigen Artikel bei den Kieler Nachrichten gegeben hatte. „Oh, das sind ja Sie! Aus der Zeitung!! Und da steht ja auch ihr Wohnmobil!!!“ Wir haben ihm schon geraten, sich Autogrammkarten drucken zu lassen 😉 Er wird sicher demnächst des Öfteren auf Stellplätzen angesprochen werden, denn die Zuschauerzahl von 37° liegt bei durchschnittlich 2 Millionen Haushalten.

So, und jetzt für die, die
1. die Sendung verpennt haben oder
2. effektiv keine Zeit hatten oder
3. nicht die Möglichkeit hatten (Moni!, Anja!, My!)
gibt es „hier“ den Link zur ZDF-Mediathek. Dort steht die Sendung eine Woche lang zur Verfügung und kann auch, etwas Fachwissen vorausgesetzt, dauerhaft heruntergeladen werden.

Ciudad De Las Artes Y Las Ciencias, Valencia

 
Oceanogràfic Anfang Januar haben wir etwas verwirklicht, das schon lange auf unserem Wunschzettel stand: ein Besuch im “Oceanogràfic” in Valencia. Der Begriff Aquarium beschreibt nur SEHR unvollständig, worum es geht. Das Oceanogràfic ist die größte Anlage dieser Art in Europa (über 45.000 Lebewesen und 500 verschiedene Arten) und beherbergt Meeresspezies aus aller Welt, einschließlich der Arktis, der tropischen Meere und des Roten Meers. Es ist Teil der innovativen Stadt der Künste und der Wissenschaften (Ciudad de las artes y las ciencias) und verfügt über 12 Gebäude, die die Meeresökosysteme der Erde perfekt wiedergeben. Zu den dort zu sehenden Tierarten gehören riesige Weißwale, Pinguine, Schildkröten, Quallen und Krustentiere jeder Art, ferner Fische (fast 7.400) aller Arten sowie Robben, Seelöwen, Walrosse, Delfine. Besonders hervorzuheben ist unter anderem der Durchgang unter dem Hauptaquarium, wo man Haie und Rochen aus nächster Nähe betrachten kann. Uns hat besonders gut gefallen, dass man von einem zum anderen Gebäude nur oberirdisch kommt, zum einen, weil das Wetter so schön war, zum anderen, weil man so die Tiere teilweise oberhalb und unterhalb der Wasseroberfläche sehen kann.

Übersichtskarte

Das Gebäude 4 ist zudem eine Art riesige Vogel-Voliere, in der man zwischen bzw. unter den Vögeln durchlaufen kann. Wir haben sehr aufgepasst, nicht zur “Zielscheibe” zu werden. 😉 Ach ja, Wasserschildkröten gab es hier auch, einige! Es ist die Nachbildung zweier der außergewöhnlichsten Feuchtgebiete der Erde: der amerikanische Mangrovenwald und die mediterranen Sumpfgebiete. Ich konnte an dem Nachmittag gar nicht aufhören zu fotografieren und zu filmen!!! Aber seht selbst:

OceanogràficGebäude 4Gebäude 4Gebäude 4 Gebäude 4 Gebäude 4 Gebäude 4 Gebäude 4Gebäude 4Gebäude 4

Ich liebe Schildkröten, aber mein absoluter Favorit in diesem Gebäude war der hier:

Gebäude 4Gebäude 4Gebäude 4Gebäude 4

In den anderen Gebäuden habe ich überwiegend gefilmt, aber ein paar Fotos sind natürlich auch noch entstanden:

Oceanogràfic

OceanogràficOceanogràficOceanogràfic OceanogràficOceanogràficOceanogràficOceanogràficOceanogràficOceanogràfic

Bitte beachtet, dass es oben zwei Links mit weiterführenden Informationen gibt und denkt auch daran, dass jedes Foto durch anklicken in der Originalgröße dargestellt wird. Und jetzt kommen noch zwei nette kleine Videofilme. An dieser Stelle oute ich mich als stolzer und glücklicher Besitzer eines iPhones 4s ;-), mit dem alle Fotos und alle Videosequenzen (gut, finde ich) erstellt wurden. Bisher war ich ja kein Apple-Freak, aber nun sage ich, ein besseres Smartphone gibt es (für mich) nicht!!! Die Bedingungen, in die Wasserbecken hinein zu fotografieren, waren teilweise recht schwierig und ich war positiv überrascht, wie gut es zum größten Teil gelungen ist.

Viel Spaß beim Anschauen!!!

Video 1

Video 2

 

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

ZDF 37°

 
 
Nun ist heraus: Wie unser Freund Brodo uns gestern bei unserem wöchentlichen Skype-Telefonat mitteilte, wird die Reportage über ihn am Dienstag, 28. Januar in der Sendung 37° des ZDF ausgestrahlt. Es besteht eine winzige Möglichkeit, dass wir auch darin vorkommen, da das ZDF-Team im Sommer ‘12 extra zu unserem Mobiso-Treffen nach Schweden gereist war. Allerdings dauert die Sendung nur 30 Minuten und es geht, außer um Brodo (mit richtigem Namen Herbert), noch um einen anderen Menschen. Wir sind trotzdem sehr gespannt, was aus dem vielen Filmmaterial, das über einen Zeitraum von zwei Jahren entstanden ist, übrig geblieben ist.

Also, wenn es euch interessiert, hier sind die Daten:

Sendetermine

Und wer vorher noch ein wenig mehr wissen will, kann “hier” nachlesen.

*stop* Weihnachten *stop* endgültig *stop* vorbei *stop*

 
Reyes Magos Ja, liebe Leser, nun ist es endgültig: WEIHNACHTEN IST VORBEI!!! Mit dem Dreikönigstag endete auch in Spanien das Weihnachtsfest. Das “diesjährige” kann man in dem Falle ja nicht sagen, irgendwie ist, zumindest in Spanien, offenbar immer Weihnachten.

Wie jedes Jahr kamen die Heiligen 3 Könige natürlich auch auf dem Campingplatz vorbei! Und da die Rentner ja schon alles haben, vor allem aber immer Durst, gab es Sangría satt!!! Und Kamelle, wie in Kölle 😉

Wenn ihr unseren ausführlicheren Bericht vom letzten Jahr mit mehr Detail-Infos noch einmal lesen wollt, dann könnt ihr “hier” klicken (dort gibt es am Ende dann noch einmal einen Link!).

Einen kleinen Videoclip gibt es auch. Er lässt allerdings qualitativ etwas zu wünschen übrig, auch wegen der mangelhaften Lichtverhältnisse. Wer tapfer ist, kann ihn sich “hier” anschauen.

Nach Marina d’Or kamen die Heiligen Drei Könige schon am Sonntagabend. Wie bereits vermutet, waren ganz genau dieselben Kutschen und Karossen im Einsatz wie an Silvester. Auch der Ablauf war gleich, nur saßen halt auf einem der Wagen die Reyes Magos de Oriente. Wir haben es uns trotzdem gerne noch einmal angeschaut! Es ist halt eine Ferien(hotel)anlage. Da bleiben die Gäste höchstens 2 Wochen, also gibt es die Show in Variationen das ganze Jahr über. Der Aufwand würde sich ja sonst auch nicht lohnen!

Unser Jahreswechsel 2013/2014

Jahreswechsel 2013-2014 anzeigen

Wir hoffen, ihr seid alle gut in das Neue Jahr gestartet und möchten euch einen kleinen Nachtrag zu unserem Silvesterabend geben:

Wir sind ja nicht so die Liebhaber von Silvester-Galas, Disco, Riesenparties etc… Deswegen hatten wir uns entschieden, wieder mal in das 35 km entfernte Peñiscola zu fahren. Dort findet über den Jahreswechsel immer ein kleiner Mittelaltermarkt statt, außerdem ist die Altstadt mit der Burg immer einen Besuch wert. Die Burg diente ab 1411 Benedikt XIII. (auch nach seinem Geburtsnamen Pedro de Luna und dem Mond in seinem Wappen „Papa Luna“ genannt) als Residenz. Er war einer der letzten beiden Gegenpäpste des Abendländischen Schisma.

Peñiscola SilvesterPapa LunaPeñiscola SilvesterPeñiscola SilvesterPeñiscola Silvester

Die Stadt war, wie am Silvesternachmittag/-abend zu vermuten gewesen war, ziemlich leer und alle Geschäfte waren geschlossen. In den Lokalen liefen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten auf Hochtouren. Der Spaziergang zur Burg war schnell beendet, auf dem Markt gab es, im Gegensatz zum letzten Jahr, nichts für uns zu essen. Und was nun? In einer typischen spanischen Café-Bar fanden wir ein paar vegetarische Teigtaschen (vegetarisch ist schwierig in Spanien!) und da wir inzwischen richtig heftig Hunger und zu Hause ja nichts vorbereitet hatten, sah unser Silvestermenü dann dieses Mal so aus 😉

Peñiscola Silvester

Etwas frustriert (vor allem ich) waren wir gegen 19:30 schon wieder in der Nähe des Campingplatzes. Ganz in der Nähe liegt ja der große Hotelkomplex “Marina d’Or” mit einer ca. 1/2 km langen “Prachtstraße”, die man normalerweise schon von weitem sieht. Diesmal nicht! Sollte dort an Silvester etwa gar nichts los sein??? Wir machten also einen kleinen Abstecher, wunderten uns über die Unmengen an geparkten Autos und dann darüber, dass ein Parkwächter uns nicht durchfahren ließ. Die Straße sei gesperrt. Warum verstanden wir nicht, sahen es aber, als wir andersherum fahrend am anderen Ende der Prachtstraße ankamen. Dort standen lange, bunte, bewegte, riesige Themenwagen und mit unserem Eintreffen (ganz schnell Flitzi geparkt und losgerannt) setzte sich eine wunderschöne Parade in Bewegung. Und zeitgleich gingen alle Lampen wieder an! Es ging im Zeitlupentempo die gesamte Straße hinunter, immer wieder stoppte der Zug, damit Fotos und Videos gemacht werden und die Kinder hinter den Absperrungen angesprochen werden konnten. Es war einfach zauberhaft! Die Akteure in ihren Märchen- und Phantasiekostümen tanzten später noch vor dem Eingang des Hotels (wo wir zufällig standen) und zum Schluss gab es ein Mini-Feuerwerk. Klein-Ingrid war glücklich!!!

Parade (1)Parade (2)Parade (3)Parade (4)Parade (5)Parade (7)Parade (8)Parade (10)Parade (16)Parade (17)Parade (11) Parade (20)Parade (22)Parade (18)

Als wir zu Flitzi zurückgingen, kam uns der Drachenwagen (mein Favorit), immer noch beleuchtet, aber nicht mehr animiert, entgegen und wir konnten noch beobachten, wie er und die anderen Anhänger in einer großen Halle abgestellt wurden.

Parade (24)Parade (25)Parade (27)Parade (28)

Die gesamte Veranstaltung war von der Gruppe “Marina d’Or” organisiert und durchgeführt worden als Teil des Silvesterprogramms für die Hotelgäste. Anschließend gab es die Silvestergala, aber natürlich nicht für uns, da wir ja weder das kleine Schwarze noch unsere Highheels anhatten!

'Prachtstraße'  Marina d'Or

Wenn ihr jetzt noch nicht trunken vor Lichtern und Farben seid, könnt ihr euch „hier“ unser Video anschauen.

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Der Kreis schließt sich

 

Die Woche am Torre verging wie im Flug und heute mussten wir uns endgültig verabschieden 😦 Auf dem oberen Platzteil hat es uns so gut gefallen, dass wir unseren für den nächsten Winter schon wieder reservierten Doppelplatz eingetauscht haben gegen den Platz 133 hier auf dem Gelände einer ehemaligen spanischen Finca. Dieses ganze Areal wurde erst im letzten Jahr vom Besitzer des Campingplatzes dazugekauft und die Stellplätze konnten im Spätherbst bezogen werden. Der große Vorteil hier oben ist, dass es keine großen Bäume gibt, die einem bei Sturm auf das Mobil fallen können!!! (Insider wissen, was wir meinen!) Und ein weiteres Plus ist das eigene Spülbecken, das zu jedem Platz gehört und das den Wasserverbrauch im Mobil erheblich reduziert. Es geht ja nicht nur um das Spülen, sondern auch um das Gemüse putzen, Obst waschen etc… Und zum Wasser tanken können wir ganz einfach einen Schlauch anschließen 🙂

Leider haben wir die Eröffnung der neuen, inzwischen fertiggestellten Badelandschaft nicht mehr erlebt, wir hätten sie gerne noch ausprobiert! Im nächsten Winter wird sie wohl eher nicht geöffnet sein. Wir können euch aber zeigen, wie schön sie geworden ist:

Und das gibt es auch noch 😉

Wir sind heute zum ersten Mal nicht weiträumig auf der Autobahn um Barcelona herumgefahren, sondern auf Empfehlung von Harald an der Küste und am Hafen entlang mitten durch Barcelona durchgefahren. Es war alles so vertraut! Auch die Strecke von Barcelona bis hier nach Santa Susanna, die wir schon so oft mit dem Zug zurückgelegt haben. Bei unserer letzten Zugfahrt Anfang November ging es uns ja gar nicht gut, da waren wir gerade in Barcelona bestohlen worden. Dieses Mal verzichten wir auf Barcelona, aber hauptsächlich aus Zeitgründen. So langsam müssen wir nämlich wirklich zurück nach Deutschland, es hilft alles nichts! Es fällt schwer, weil hier jetzt schon die „Sommer“saison angefangen hat, die Strände sind voll mit Badenden und Sonnenanbetern, das Meer hat schon 22 Grad!!! Und es ist noch nicht unerträglich heiß, sondern sehr angenehm warm. Eine wunderbare Jahreszeit in Spanien! Wir freuen uns jetzt schon darauf, in 6 Monaten und 9 Tagen wieder hier zu sein 😉

Zurück am Torre oder: Endlich wieder ohne Ohrstöpsel!!!

Gestern haben wir uns mit Bedauern vom Eurocamping in Oliva verabschiedet. Die 2 Monate dort sind so schnell vergangen. Wir hatten wirklich eine gute Zeit, das Wetter war überwiegend schön, die Ausflüge in das Um- und Hinterland (letzte Fotos am Ende dieses Artikels) waren lohnend. Während der gesamten Zeit (nach unserem Umzug) hatten wir keine direkten Nachbarn und dadurch immer einen schönen Ausblick zu allen vier Seiten. Wir hoffen, dass wir nächsten Winter wieder dort sein werden, reserviert haben wir jedenfalls.

Nach einer guten Fahrt waren wir um halb 3 nachmittags wieder am Torre la Sal 2, wo wir noch eine Woche verbringen wollen, bevor es dann langsam zurück nach Deutschland geht. Es ist sehr leer hier geworden, die meisten Überwinterer fahren offensichtlich Ende März/Anfang April nach Hause. Wir wollten mal die neuen Plätze auf dem oberen Platzteil ausprobieren und stehen jetzt in der Nähe der neuen Badelandschaft, die wirklich sehr schön geworden ist. Leider ist wohl erst zu Ostern Eröffnung, wenn die Spanier „einfallen“. Dann wollen wir aber lieber nicht mehr hier sein 😉

Das Wetter ist traumhaft, in der Mittagszeit sind es locker 20 Grad im Schatten, in der Sonne besteht akute Sonnenbrandgefahr. Wir würden ja gerne mal sehen, wie es in den Hauptsaisonmonaten Juli/August hier zugeht, aber das würden wir wohl keine 24 Stunden aushalten, viel zu heiß, viel zu voll, viel zu laut – und teuer noch dazu!

So, und jetzt könnt ihr euch noch die Fotos unserer diversen Ausflugsfahrten von Oliva aus anschauen (Beschreibung wie immer in den Fotos):

Klein-Manhattan

 

Leider mussten wir unseren kleinen italienischen Freund letzte Woche wieder abgeben, aber vorher haben wir natürlich noch ein paar Fahrten gemacht, u. a. nach Benidorm! Ja – das muss sein, wenn man schon so kurz vor der Costa Blanca ist. Es gibt ja zwei Hauptmeinungen zu Benidorm, die einen finden es absolut schrecklich und die anderen finden es toll. Wir stellen euch einfach mal ein paar Fotos vor.

Wir sind übrigens bei Nieselregen hier losgefahren und unterwegs wurde es immer heftiger. Nachdem wir die Abfahrt zum Einkaufszentrum hinter Benidorm verpasst hatten, fuhren wir dann doch zuerst nach Villajoyosa. Dort war Uschi mit ihrem Sohn Anfang der 90er-Jahre einige Male während der Weihnachtsferien auf einem Campingplatz, den ich dann im Winter 02/03 auch noch kennengelernt habe. Wir wussten, dass es ihn, wie alle anderen auch, inzwischen nicht mehr gibt, wegen geplanter Bauvorhaben. Jetzt wollten wir sehen, was gebaut worden ist und waren schon auf Hotel- oder Appartementblöcke gefasst. Und was ist? Wie so oft in Spanien: Viele Straßen und jede Menge Straßenlaternen, ein großer Bauzaun um das gesamte Areal und innerhalb eine Strandpromenade, die niemand benutzen kann! Info: Wenn die Straßenlaternen stehen, können finanzielle Zuschüsse beantragt werden. Dann kam aber wohl auch hier die Finanzkrise dazwischen. Und so ist aus mehreren schönen Campingplätzen direkt am Meer Brachland geworden, es ist zum Weinen! Wenigstens das Wetter wurde dann noch richtig schön 🙂


Fallas in Dénia

 

Heute war der Haupttag im Fallas-Geschehen und Dénia ist nach Valencia die wichtigste Stadt im Fallas-Fieber. Die 10.180 Ferienapartments sind seit Wochen vollständig ausgebucht, seit 2005 war die Nachfrage nicht so hoch. Die Preise liegen bei bis zu 300 Euro/Nacht! Seit 1947 wird hier ohne Unterbrechung Fallas gefeiert. Es gibt 11 Fallas-Vereine und für den Bau der 11 großen sowie der 11 Kinder-Fallas wurden insgesamt mehr als 900.000 Euro ausgegeben, obwohl das Budget in dieser finanziell schwierigen Zeit schon “etwas gekürzt” wurde. Hinzu kommen noch die Ausgaben für Blumenschmuck, Pyrotechnik (dazu später mehr), Veranstaltungen und die Gagen der Musikvereine. Alles wird durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Werbeanzeigen in den Festprogrammen finanziert und wird von der Stadtverwaltung bezuschusst, in diesem Jahr “nur” mit 69.000 Euro (2010 waren es noch 156.000 Euro!). Rund 2.500 Personen sind am guten Gelingen der Feierlichkeiten beteiligt. Die Vorbereitungen laufen das ganze Jahr über. Jede Falla-Vereinigung beauftragt einen Künstler mit dem Bau der Figur. Es wird festgelegt, unter welchem sozialkritischen Motto die Gesamtfigur stehen soll. Dabei geht es sowohl um nationale als auch ortstypische Themen, die das Volk beschäftigen. Über Monate hinweg werden dann die Einzelfiguren, Ninots genannt, in riesigen Hallen in akribischer Detailarbeit angefertigt. Fallas fängt immer am 15. März an, dann werden die Ninots an ihre Standplätze gebracht und dort aufgebaut. Es stehen immer eine “große” Falla und eine Kinder-Falla nebeneinander. Die Kunstwerke wiegen bis zu 10 Tonnen und können bis zu 30 Metern hoch sein. In den nächsten drei Tagen können die Gesamtkunstwerke von der Bevölkerung besichtigt werden und werden von einer Jury bewertet. Und schon am 19. März (also noch heute Nacht) werden erst die Kinder-Fallas verbrannt und danach alle anderen, wobei die schlechtplatzierteste als erste gegen Mitternacht (!) drankommt. Bis alles fertig ist, kann es früher Morgen werden. Und das alles passiert, für uns völlig unvorstellbar, mitten in den Wohngebieten, teilweise nur wenige Meter von den Häusern entfernt!!!

Das “Salz in der Suppe” ist aber an jedem Tag die “mascletà”, ein WIRKLICH ohrenbetäubendes Böllerkonzert. Es findet um 14 Uhr vor dem Rathaus und heute auch noch an anderen Plätzen statt und es verkündet den Beginn des Verbrennens um Mitternacht. Wer sich nicht die Ohren zuhält, riskiert, dass ihm das Trommelfell platzt! Und dazu knallen die Kinder und Jugendlichen während der Festtage ständig und überall wie an Silvester. Auch jetzt hören wir Böller von Oliva her – und das ist 7 Kilometer entfernt!

 
mascletà (2) mascletà (1) mascletà (3) mascletà (4)

Es gab natürlich heute in der ganzen Stadt viel Musik, dazu auch hier die Blumenumzüge. Da fast die gesamte Innenstadt für Autos gesperrt und noch dazu Feiertag war, konnten wir wunderbar alles anschauen. Ein paar Momentaufnahmen seht ihr noch hier, die Fotos von den Falla-Figuren findet ihr im Album. Viel Spaß beim Anschauen!

 
Musikumzug (1) Musikumzug (2) Musikumzug (3) Musikumzug (4) Musikumzug (5) Musikumzug (6) Musikumzug (7) traditioneller Kopfschmuck (1) traditioneller Kopfschmuck (2)

Fallas-Figuren anzeigen
vollständiges Album bei WindowsLive:

Fallas

 

Angesichts der fürchterlichen Katastrophen in Japan kommt uns die Beschäftigung mit unserem Blog sehr banal vor. Wir haben uns aber trotzdem dafür entschieden, weiterzumachen, da auch wir für Japan ja nicht mehr tun können als beten und spenden.

Heute möchten wir euch von FALLAS berichten, einem traditionellen Fest in Valencia und Umgebung. Bevor wir euch aber jetzt lang und breit erklären, was Fallas ist, lest es doch besser hier nach:

https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Fallas

http://www.spanien-abc.com/Die-Fallas-in-Valencia.621.0.html

Bis zu 300.000 Menschen, Valencianer und Touristen, vertreiben so jedes Jahr gemeinsam die bösen Geister. Im Prinzip wird bei den „Fallas“ das Fest der Frühjahrssonnenwende mit christlichen Traditionen wie den Blumenopfern für die „Virgen de los Desamparados“, der Schutzpatronin der Stadt Valencia, vermischt.
Für die Festtage und die zahlreichen Veranstaltungen kleiden sich die Teilnehmer mit ihren traditionellen Trachten. Jeder Fallas-Verein wählt sogar zwei Festköniginnen, die „Fallera Major“ (für die Erwachsenen) und die „Fallera Infantil“ (für die Kinder). Den Blumenumzug gab es heute auch hier bei uns in Oliva, ob es zu Ehren derselben Schutzheiligen war, wissen wir leider nicht. Es war sehr eindrucksvoll und wir hoffen, euch mit den Fotos eine kleine Freude zu machen! Die Fotos von den Ninots (Fallasfiguren) liefern wir nach, wenn wir noch in Dénia waren.

Und dann konnten wir noch eine ganz normale spanische Familie mit Opa (abuelo), Oma (abuela), Papa, Mama und den zwei süßen Töchterchen/Enkelinnen (hijas/nietas) beobachten. Der stolze Papa hat nicht aufgehört zu fotografieren 😉


Rundgang über den Eurocamping in Oliva

 

Heute ist Freitag, 11. März, draußen ist es grau in grau, es regnet und windet bei 9°C, auf gut norddeutsch „Schietwetter“. Eigentlich wollten wir heute Nachmittag mit unserem kleinen „Italiener“ eine Fahrt ins Nachbarstädtchen Gandía machen. Der Stadtbummel entfällt aber, bei Regenwetter bleiben wir lieber zu Hause und machen einen „Höhlentag“. Für euch bedeutet das einen neuen Blogeintrag 😉

Vor kurzem habe ich (Uschi) mal wieder einen kleinen Rundgang über unseren Campingplatz gemacht und die für Camper interessanten Einrichtungen und Stellplätze fotografiert. Vielleicht bekommt dadurch die/der eine oder andere Lust, auch einmal hierher zu fahren.

Bevor ihr die dazugehörigen Fotos anschauen könnt, noch ein paar Infos zum Platz:

GPS-Daten (aus ADAC-Campingführer): 38°54’20“N / 0°3’60“W(!)

Preis – Beispiele (Winter): 1ÜN mit Wohnmobil oder Wohnwagen incl. 2 Personen und Strom (6A), bei Aufenthalt von mind. 30 Tagen 13,50 €, mind. 60 Tagen 12,80 €, Dünenplatz+2.30 € (exclusive 8% Mehrwertsteuer).

Nun die versprochenen Fotos (Titel wie immer mit Mauszeiger zu sehen):

Ausflug nach Calpe

 

Gestern sind wir nach Calpe gefahren und habe Freunde besucht, die dort auf dem Campingplatz sind. Der Platz hat uns zwar nicht gefallen (wenige Möglichkeiten für große Mobile), aber Calpe selbst ist nicht schlecht. Es wird allerdings gerade in der Altstadt ziemlich gebaggert, da man eine Fußgängerzone errichten will. Klar, dass diese Arbeiten im Winter gemacht werden. Es gibt aber noch zwei sehr schöne Strandpromenaden; Strand eher weniger, was im Sommer sicher problematisch sein wird. Und besonders eindrucksvoll ist natürlich das Wahrzeichen der Stadt: der „Peñon de Ifach“ (Peñon = Felskuppe). Wir hatten leider nicht wirklich Fotografierwetter, aber dafür sind mir noch ein paar ganz vertretbare Fotos (mit meinem Handy!) gelungen, finde ich (Ingrid).

 

Heute war Ben nur Dritter!!!

 

Heute sind wir – man glaubt es kaum – um 8 (!!!) Uhr aufgestanden. Wir hatten uns gestern kurzfristig für einen Mietwagen entschieden und der musste in Moraira abgeholt werden. Da praktischerweise heute Ilona und Klaus weiterreisten und ihre Tour in diese Richtung ging, konnten wir bei ihnen mitfahren. Und das bedeutete eben, Wecker stellen 😉 Ben war noch nicht auf!!! (Stand der Dinge ist: er bellt jeden Morgen! Wir haben jetzt herausgefunden, dass er frühmorgens nach draußen geschickt und dort angeleint wird, während Herrchen und Frauchen zum Duschen gehen und dann drinnen frühstücken, bei geschlossener Tür, weil es so früh morgens draußen noch kalt ist! Also kann Ben ungestört jede Katze anbellen, die sich blicken lässt und das tut er ausgiebigst. Unsere Lösung sind Ohrstöpsel, anders geht es nicht. Für alle anderen Nachbarn ist morgens gegen 8 Uhr normale Aufsteh-Zeit, deswegen stört es nur uns. Minderheiten hatten es halt immer schon schwer!)

Wir waren um halb elf bei der Vermietstation und entschieden uns spontan für einen hübschen kleinen Italiener, einen Lancia Ypsilon in Silber. Natürlich mussten wir ihn erst mal ausgiebig probefahren und bei der Gelegenheit haben wir uns auch schon mal Moraira angeschaut. Ein nettes kleines Städtchen am Meer, fest in britischer Hand – und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass aus dem geplanten Kaffee ein britisches Frühstück wurde, mit weißen Bohnen, gegrillten Tomaten und Champignons, zwei Eiern und Toast mit Butter. Na ja, noch einmal müssen wir das nicht unbedingt haben 😉 Aber das Wetter war einfach traumhaft, blauer Himmel, warm (das 1. Eis des Jahres auf die Faust), wir fühlten uns wie im Urlaub in Spanien! Schaut euch die Fotos an:


„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

Wilhelm Tell hat es gewusst und wir mussten es leider auch erfahren! Zwei Tage nach unserer Ankunft quetschte sich ein Paar aus NF mit Wohnwagen, Vorzelt, Windschutz hinten und Windschutz vorne samt 3 Hunden zwischen Ilona + Klaus und uns. Eine der ersten „Amtshandlungen“ der sehr resoluten Dame war es, sämtliche Futternäpfe der in der Nähe gefütterten freilebenden Katzen zu entsorgen, mit der Begründung, dass es ihre Hunde stört, wenn so viele Katzen herumlaufen. „Hanni“ hätte das vor 30 Jahren mal angefangen, aber „Hanni“ sei jetzt über 90 und würde nicht mehr kommen. Das Füttern hätte jemand anderer übernommen, aber das müsse ja nicht in ihrer Nähe sein! Als nächstes wies sie Uschi an, die auf ihrer Seite an unser Außenstaufach musste, ihre Hunde am besten gar nicht zu beachten, da sie sonst „so aufdringlich“ würden. Die Hunde gewöhnten sich schnell daran, dass Uschi ab und zu an das Fach ging, aber von ihrem Frauchen erntete Uschi nur böse Blicke. Eines Vormittags, die Dame lag, wie immer in einem äußerst knappen Bikini (bösartig gesagt war er minimum 2 Nummern zu klein), auf ihrer Liege, kam Uschi wieder um die Ecke und die Hunde standen erwartungsvoll auf, wurden sofort zurückgepfiffen und als Uschi beschwichtigend meinte, es sei alles gut, wurde sie angeraunzt, was sie zu ihren Hunden sagt, entscheidet allein sie! Daraufhin war Funkstille! Damit hätten wir ja vielleicht noch leben können, aber jeden Morgen wurden wir zwischen 8 und halb 9 durch rege Geschäftigkeit geweckt. Erst wurden Betten zurückgebaut, dann wurden drinnen gesaugt, draußen gefegt, die Hundedecken ausgeschlagen (direkt neben unserem Bett), sich laut von drinnen nach draußen und umgekehrt unterhalten und schließlich ging es zum Hundespaziergang, was bei drei Hunden nicht ohne Freudengebell abging. Danach war es eine Zeitlang ruhig, aber wir waren so wach und so sauer über soviel Rücksichtlosigkeit, dass an schlafen nicht mehr zu denken war. Vorgestern gaben wir dann auf, erkundigten uns in der Rezeption nach freien Plätzen und waren innerhalb einer halben Stunde umgezogen. Jetzt stehen wir auf der anderen Seite vom Restaurant auf Düne 15, zwar nicht mehr in der 1. Reihe, aber immer noch mit Blick auf’s Meer, das halt ein paar Meter weiter entfernt ist. Ihr könnt die Fotos ja vergleichen. Leider bekommen wir nun nicht mehr mit, wieviele verschiedene Bikinis die „Dame“ dabei hat, bei 3 sind wir umgezogen 😉

Am nächsten Morgen wurden wir von einem bellenden Schäferhund geweckt, kurz danach fuhr jemand auf einem Fahrrad mit kreischenden Bremsen die Auffahrt neben unserem Auto runter zum Waschhaus und als nächstes rumpelte ein Anhänger mit Toilettenkassette zur Entsorgung! Ben, ein riesiger Schäferhund, „wohnt“ schräg gegenüber in einem recht kleinen Wohnmobil. Ben verlässt jeden Morgen sehr früh mit seinem Herrchen das Mobil zum Gassigehen und verkündet unüberhörbar allen verhassten Katzen, dass er jetzt wieder da ist! Wir lieben Hunde, aber wir sind auch keine Frühaufsteher! Wir werden uns wohl Stöpsel in die Ohren stecken müssen!


Wochenend und Sonnenschein

 

Ja – wir wissen, dass das Wetter in Deutschland (zumindest im Norden) nicht so toll ist! Wir zeigen euch trotzdem, wie gut wir es hier getroffen haben 😉 Gestern waren wir zum 1. Mal in diesem Jahr mit den Füßen im Meer und heute badete ein Mann schon ausgiebig. Es geht uns gut – das Leben ist schön!


12 statt 7 – ein Rückblick

 

Als erstes die Info, dass wir vorgestern nach guter Fahrt im Sonnenschein auf “unserer” Düne in Oliva angekommen sind. In der Nacht zog ein heftiges Gewitter durch und den ganzen Montag regnete es, sodass wir erst mal ruhigen Gewissens einen “Höhlentag” einlegen konnten. Den Blick auf das sehr bewegte Meer haben wir, obwohl es sehr grau und bedrohlich aussah, durch unsere Frontscheibe trotzdem genossen (Fotos folgen). Heute schien dann schon wieder die Sonne! Die Wettervorhersage verspricht uns, dass es jeden Tag etwas wärmer werden soll 🙂

Jetzt möchte ich noch einmal kurz zurückblicken auf unseren Aufenthalt am Torre la Sal 2: Wir hatten ja eigentlich nur bis zum 2. Weihnachtstag gebucht und danach hier in Oliva reserviert. Aber schon bald war uns klar, dass “nur” 7 Wochen Torre viiiel zu kurz sein würden und so entschieden wir, um weitere 5 Wochen zu verlängern. Vielleicht liegt es daran, dass wir im letzten Winter ja nicht in Spanien waren, auf jeden Fall haben wir uns dieses Mal besonders wohl gefühlt. Der Torre la Sal 2 ist inzwischen wirklich eine 2. Heimat geworden, alles ist sehr vertraut und es gibt so viele Menschen, die wir kennen. Einige nur vom Sehen, andere, mit denen man mal ein Schwätzchen “auf der Straße” hält und dann die, die zu der Kategorie gute Bekannte bis liebe Freunde zählen. Wir hatten Besuch aus Deutschland, Besuch von den Nachbarplätzen in näherer und weiterer Umgebung, diverse Ausflugsfahrten mit unterschiedlichen Begleitungen in’s Umland, nette nachbarschaftliche Kontakte und unseren privaten Sprachlehrer! Das Wetter war überwiegend gut, streckenweise etwas zu kalt, aber Regen hatten wir so gut wie nie. Wir haben unseren XXL-Platz für den nächsten November schon wieder reserviert und werden gerne wiederkommen!!!

Abschied vom Torre la Sal 2!

 
 

Hinweis: Wie immer ist der zusammenhängende Text lesbar, wenn ihr mit dem Mauszeiger auf die einzelnen Fotos fahrt.

Fiestas San Antonio y Santa Águeda 2011 in Benicàssim

Durch Ellen und Siggi, die seit Jahren auf dem Campingplatz „Bonterra Park“ in Benicàssim überwintern, haben wir von der alljährlich stattfindenden Festwoche zu Ehren des heiligen Antonius (Schutzpatron der Tiere) und der heiligen Águeda erfahren.

Siggi war der Meinung, dass wir uns das Hauptgeschehen am Freitag nicht entgehen lassen dürften und holte uns um kurz vor 11 (!) mit seinem PKW ab. Als wir in Benicàssim ankamen, war die Hauptstraße schon komplett abgesperrt und überall lagen Sandhaufen, abgesägte Äste und anderes Brennholz herum sowie von der Stadtverwaltung angelieferte Tische.

Es war schon ein reges Treiben zu beobachten. Ab 12 Uhr wurden in einem Lokal Schürzen, Reis und Öl ausgegeben und damit begann der „Paella-Tag“. Wir flüchteten vor der für Spanien außergewöhnlichen Kälte in ein Café und konnten von dort wunderbar beobachten, wie direkt vor unserem Fenster eine von mehreren Hundert Paellas entstand. Wenn ihr den Mauszeiger auf die Fotos führt, könnt ihr die Zubereitung genau mitverfolgen!

Alles geschieht an den Straßenrändern, wo Familien, Freundeskreise, Restaurantbesatzungen ihre eigene, besondere Paella zubereiten. Alle zwei bis drei Meter gibt es eine Feuerstelle und das die gesamte Hauptstraße (ca. 1 km) entlang sowie in allen Nebenstraßen! Als wir aus dem Café wieder herauskamen, waren Rauchschwaden und Gerüche so extrem, dass uns binnen kürzester Zeit die Augen tränten. Aber es war ein Erlebnis!

Das gesamte Festprogramm beinhaltet Umzüge mit prächtigen Karossen, Stiertreiben, das Segnen von Haustieren und das Austeilen von „pan bendito“ (heiligem Brot), das man auch als „coqueta“ kennt.

Benicasim (valenz.: Benicàssim) ist eine Stadt an der Costa del Azahar in der Provinz Castelló in der Region Valencia (Comunidad Valenciana), Spanien. Die Stadt grenzt direkt nördlich an Castellón de la Plana an. Durch ihre Funktion als Touristenort steigt die Bevölkerung in der Saison auf bis zu 40.000 Menschen.

Ein Hauch von Sonnenaufgang ;-)

 

So, nun bekommt ihr endlich unsere Fotos vom ersten Sonnenaufgang des Jahres zu sehen (allerdings fast OHNE Sonne)! Es war trotzdem ein sehr beeindruckendes Erlebnis und wir haben es nicht bereut, dafür nach nur ca. 4 Stunden Schlaf aufgestanden zu sein. Juan ist gar nicht zum schlafen gekommen, da er direkt neben der Disco wohnt und dort bis in die frühen Morgenstunden Party war. Ohrstöpsel kamen ja nicht in Frage, weil er sonst den Wecker nicht gehört hätte.

Wir fuhren bis auf den höchsten befahrbaren Punkt über Alcossebre, stellten den Wagen ab und kraxelten über Geröll und durch Gehölz bis ganz nach oben. Dort wurden wir belohnt durch einen phantastischen Blick auf das tief unter uns liegende beleuchtete Alcossebre. Allein dafür hatte es sich schon gelohnt! Wie es dann weiterging, zeigen euch die nachfolgenden Fotos (Mauszeiger auf das Foto zeigt den Titel):

Gegen 9 Uhr machten wir uns an den Abstieg und liefen zur benachbarten Ermita St. Lucia, wo der von Uschi selbstgebackene Bananenkuchen mit Blick auf das glitzernde, sonnenbefleckte Meer ausgezeichnet mundete.

So gestärkt fuhren wir weiter nach Peñiscola, wo immer über den Jahreswechsel ein Mittelaltermarkt stattfindet. Es kommt ja wahrlich nicht oft vor, dass wir ZU FRÜH irgendwo sind, aber hier mussten wir erst noch einen Kaffee trinken gehen und hatten dann das Glück, dass einige Stände schon eher als angekündigt geöffnet wurden. Ein wenig von den Besonderheiten haben wir dann doch noch mitbekommen:

Gegen 13 Uhr waren wir müde, aber zufrieden wieder auf unserem Campingplatz. Die Nachbarn hatten gar nichts von unserem Ausflug mitbekommen und dachten, dass wir gerade erst aufgestanden seien, als unsere Rollos hochgezogen wurden. Es gab noch ein ausgiebiges „Frühstück“, u. a. mit Luises leckerem Herings- und Kartoffelsalat und dann fielen zwei von uns in ihre Betten zu einem ausgiebigen Regenerierungsschlaf.

Ohne Juan hätten wir das alles nicht erlebt, es hat uns und ihm gleichermaßen gefallen und wir bedanken uns ganz herzlich bei ihm!

HAPPY NEW YEAR MMXI!!!

Hallo, ihr Lieben!

PROST NEUJAHR!!! Wir hoffen, ihr seid alle gut im neuen Jahr angekommen?!?! Wir haben eine SEEEEHR kurze Nacht vor uns, da wir um viertel vor 7 mit Juan hier losfahren wollen, um den ersten Sonnenaufgang in diesem Jahrzehnt zu erleben. Wir werden dazu in das Naturschutzgebiet “Sierra d’Irta” in der Nähe von Peniscola fahren und dort von einer Bergspitze aus auf die Sonne warten. Hoffentlich spielt sie uns keinen Streich und versteckt sich hinter Wolken! Und hoffentlich hat es bis dahin aufgehört, zu regnen!!! Falls wir Fotos machen können, werden wir diese hier natürlich noch nachliefern.

Als kleines “Neujahrsgeschenk” anbei ein paar wenige 😉 der wunderschönen Mosaikbänke etc. von hier. Einige von euch kennen sie ja…

Mosaikbänke Marina d'Or anzeigen

Link zu WindowsLive:

Frohe Weihnachten

Hallo, ihr Lieben!

Wir haben uns eine kleine Weile nicht gemeldet, haben aber natürlich gute Gründe als Entschuldigung vorzuweisen 😉 Uschi hatte nämlich anlässlich ihres 60. Geburtstages Besuch von ihrem Sohn und dessen Freund. Die beiden waren für 6 Tage hier bei uns auf dem Campingplatz in einem der Miethäuschen, wir hatten ein Mietauto und das wurde täglich genutzt. Das Wetter war für spanische Winterverhältnisse leider ziemlich kalt, aber die Sonne schien jeden Tag! Unser Besuch war zufrieden bis begeistert und uns hat die Woche auch richtig gut gefallen. Meine gehäkelten Mützen waren sehr begehrt!

Inzwischen steht SCHON WIEDER Weihnachten vor der Tür, vorgestern kam der Weihnachtsmann in Begleitung vorbei und verteilte Geschenke (Torre la Sal-Kaffeebecher!). Richtige Weihnachtsstimmung kommt hier irgendwie nicht wirklich auf, trotz all des Blinkens, Leuchtens und Weihnachtslieder-Quäkens an fast jedem Wohnmobil/Wohnwagen 😉 Ist aber nicht schlimm, wir vermissen nichts!

FROHE WEIHNACHTEN für euch alle!!!

 


 

Sonntagsnachmittagsspaziergang am Torre la Sal 2

Damit ihr einen Eindruck davon bekommt, wie es hier bei uns auf dem Campingplatz “Torre la Sal 2” aussieht, habe ich für euch einen Foto-Spaziergang gemacht und ein paar Impressionen eingefangen. Viel Spaß beim Mitlaufen!!! (Die Titel seht ihr, wie immer, wenn ihr den Mauszeiger auf die Fotos führt.)


Tagesausflug mit dem Bus ins Hinterland!

 
 
Wir haben vor kurzem an einem Busausflug teilgenommen, der wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit vom Campingplatz angeboten wird. Dieses Jahr hatten wir traumhaftes “Fotowetter”. Da die Bergdörfer aber in einer Höhe von 900m bis 1200m liegen, war es etwas windiger und kälter als hier an der Küste. Ein bisschen gefroren ohne “Winterkleidung” haben wir schon Zwinkerndes Smiley! Es blieben aber keine bleibenden Schäden zurück, dafür viele schöne Eindrücke.

Mit dem folgenden Fotoalbum möchten wir euch zeigen, wie schön Spanien ist, wenn man die Appartementsilos an der Küste hinter sich gelassen hat.

Korrektur

 
 
Wie ihr im Kommentar lesen könnt, hat uns unser „strenger“ Spanischlehrer Juan darauf hingewiesen, dass die spanischen Stiere Wert darauf legen, mit nur EINEM R geschrieben zu werden, also „el toro“! Und der Chef ist hier el jefe!!! Okay, Juan, wir merken es uns! 😉 Danke für deine Hilfe und deine Geduld mit uns!

Wochenendgrüße vom Torre la Sal 2!

Heimatplätze Spanien
Kurz nach unserem “Desaster in Barcelona” sind wir am 7. November vom Camping “Bon Repos” 350km weitergefahren zum Torre la Sal 2 bei Oropesa. Damit ihr sehen könnt, wo wir abgeblieben sind, mal wieder ein Kartenausschnitt.

Zum Eurocamping Oliva möchten wir am 2. Weihnachtsfeiertag fahren.

Jetzt sind wir seit 2 Wochen hier und auch innerlich angekommen. Das Wetter ist noch spätsommerlich warm und meist sonnig. Wir haben durch einen Fehler in der Rezeption (unser reservierter Platz war belegt) einen riesigen “Nobelplatz” bekommen. ( Für Torre la Sal 2-Kenner: einen Doppelplatz in der Achthunderterreihe!) Hier haben wir den ganzen Tag Sonne, größeren Abstand zu den Nachbarn und Ingrid hat richtig viel Platz für ihren Verkaufsstand. Da wir an der “Haupteinflugschneise” zum Strand wohnen, kommen natürlich viel mehr potentielle Käufer vorbei als in einer abgelegenen Ecke des Platzes. Damit ihr euch ein Bild unseres Platze machen könnt, anschließend ein paar Fotos:

Gestern gab es für die “Überwinterer” ein Schauspiel der besonderen Art. In der Torre-la-Sal-Arena zeigten uns Schüler der Torero-Schule aus Castellon unblutige Schaukämpfe gegen Stierchen. Es war größtenteils amüsant, teilweise mit aufregenden und auch komischen Einlagen. Die Darsteller waren aber schon ganz schön mutig, schnell und wendig, vor allem bei der Flucht vor den Stierhörnern. Da wohl die meisten der Besucher von Stierkämpfen so gut wie keine Ahnung hatten, waren positive oder negative Zuschauerreaktionen auf die Aktionen der Toreros nicht ganz so spontan und laut wie bei spanischen Zuschauern.

Windstier

Stiertor

el Toro

junge Toreros

Katz- Mausspiel

Torero ärgert Toro

ausgerutscht

bin müde

Begleitschutz

Toreros Dank

Ich hoffe, dass ich euch mit meiner Collage zum Schluss ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern kann. Bis demnächst, liebe Grüße von Uschi und Ingrid und unserer Stierfamilie!

la familia de torroUND TSCHÜSS!