Bäumchen wechsel dich

 

Ein kleines, aber bedeutendes Update zu Beginn:

Apostille Das so sehnsüchtig erwartete Dokument mit der Apostille war schon am Montag vor einer Woche hier, wurde tatsächlich mit einem FedEx-Transporter angeliefert. 9 Tage hin und zurück, da kann man ja nicht meckern! Aber für schlappe €170 für bevorzugte Bearbeitung und Expresstransport kann man ja auch etwas erwarten, oder? Und wie sieht eine Apostille nun aus? Es ist eine aus Pappe bestehende “Ecke” im oberen linken Bereich eines Schriftstückes. Ein Hinweis besagt, dass das Dokument seine Wirksamkeit verliert, wenn die Apostille entfernt wird und er besagt auch, dass die Apostille nichts mit der Richtigkeit oder dem Inhalt des ursprünglichen Dokuments, das mit ihr beglaubigt wird, zu tun hat. Die Apostille bescheinigt lediglich, dass das ursprünglich erstellte Dokument (in unserem Falle die beglaubigte Unterschrift von Uschis Schwester unter der von ihr erteilten Generalvollmacht für Uschi) von einer juristischen Person erstellt wurde, die die Befugnis dazu hat. Toll, oder? Das Dokument und sein Inhalt ist immer noch wie gehabt, aber der Sachbearbeiter beim Grundbuchamt weiß jetzt, dass die Notarin im State Washington, die es erstellt und mit ihrem Geschäftsstempel versehen hat, dazu auch berechtigt war. Verwirrtes Smiley

Uschi hat natürlich sofort Kopien machen lassen und ist dann schnurstracks zu ihrem Notar in Aalen gefahren. Dort hat sie mit Engelszungen auf die Notargehilfin eingeredet, damit das Dokument nicht noch Tage auf ihrem Schreibtisch liegenbleibt. Wie lange es jetzt allerdings auf dem Schreibtisch des “Entscheiders” liegenbleiben wird, darauf haben wir keinen Einfluss! Trauriges Smiley

Wir sitzen also weiterhin unsere Zeit auf dem Campingplatz ab und freuen uns über jede Abwechslung, sei sie auch noch so klein. Am Montag kam sie in Form eines ganz besonderen Wohnwagengespanns, ein kleiner Eriba Puck-Anhänger mit einem Fiat Topolino als Zugwagen. Die Besitzer, ein älteres Ehepaar, kamen vom Hymer-Sommerfest und Oldtimer-Event in Bad Waldsee und wussten nicht, dass unser Campingplatz auf 700m Höhe liegt. Der Topolino hat nur 16 PS und schaffte es nicht aus eigener Kraft. Irgendein mitfühlender Mensch schleppte das Gespann bis hierher. Smiley

Topolino und PukTopolino und PukTopolino und PukTopolino und Puk

Und dann konnten wir miterleben, was diesem Blogartikel den Titel gegeben hat. Seit dieser Saison steht gegenüber unserer Terrasse ein Schlaffass. Angeliefert wurden schon letztes Jahr drei dieser lustig aussehenden Exemplare und zunächst auf der Freifläche neben der Entsorgungsstation abgestellt. Das Fundament für Fass Nr. 2 war schon lange vorbereitet, das Umsetzen scheiterte aber an einer Verletzung des einzigen in Frage kommenden “Umsetzers”. Diese Woche war es dann endlich so weit! Und glücklicherweise waren wir zu Hause. Die Fässer sind übrigens sehr beliebt und mindestens an den Wochenenden regelmäßig belegt. Sie bieten ein großes Bett, zwei lange Bänke, einen ausziehbaren Tisch, Stauraum, Strom und sind beheizbar. Kochen kann man in ihnen allerdings nicht und fließendes Wasser gibt es auch nicht. Wie der Name schon besagt, es sind Fässer zum Schlafen, quasi als Zeltersatz. Aber das Sanitärgebäude ist ja nicht weit. Zwinkerndes Smiley

Schlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzenSchlaffass umsetzen
Schlaffass umsetzen (Endergebnis)

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Man kann nicht alles haben!

 

Die Tage kam Post vom Erwin Hymer Museum mit einer Einladung zum Museumsfest: “Summertime!”. Wie der Event-Titel besagt, findet das Ganze im Sommer statt, genau am 13. und 14. August in Bad Waldsee, dem Sitz der Wohnmobilfirma Hymer. Das Treffen steht unter dem Motto “Let’s go West” und wendet sich in erster Linie an Besitzer und Liebhaber amerikanischer (Camping-) Fahrzeuge. Besonders willkommen sind US-Oldtimer, aber auch alle anderen Caravans, Reisemobile und Campingbusse der Baujahre bis 1980. Wer über ein solches Fahrzeug verfügt, wird aufgerufen, sich zu bewerben und für zwei Tage Teil der lebendigen Ausstellung zu werden. Teilnahmebedingungen und Anmeldeunterlagen finden sich auf der Homepage. Wer mitmacht, kann auf dem Sonderparkplatz für Oldtimer stehen und erhält freien Eintritt ins Museum. Ein buntes Rahmenprogramm lässt laut Ankündigung den “American Way of Life” hochleben.

Normalerweise wäre das genau das Richtige für uns! Schon immer habe ich für die silbernen Aluminium-“Zigarren” geschwärmt, die Airstreams!!! Und auf dem Flyer sieht man einen solchen mit einem rosafarbenen amerikanischen Straßenkreuzer als Zugwagen! Ohhh!!! ABER leider (nein, nicht leider!) sind wir zu der Zeit nicht hier, sondern genau da, wo diese Fahrzeuge herkommen. Wir werden uns also dort auf die Suche machen! Airstreams sieht man ab und zu noch in freier Wildbahn. Mehr als 65% aller seit den 1930er Jahren gebauten Airstreams existieren noch! Wir werden berichten… Kaufen kann man die übrigens immer noch, neu – und sogar in Deutschland, umgerüstet auf europäische Anforderungen. Im Vergleich zu den US-Modellen sind sie deutlich leichter und haben niedrigere Stützlasten. Airstream Europamodelle haben Stützlasten im Bereich von 70-150 kg. Sie haben serienmäßig eine Antischlingerkupplung und eine 100 km/h Zulassung. Die gesamte Verkehrstechnik entspricht europäischen Standards. In USA sind Stützlasten von 300-500 (!) kg üblich, diese müssen für eine Zulassung in Europa deutlich reduziert werden. Die Inneneinrichtung amerikanischer Campingfahrzeuge ist für Europäer ja, um es vorsichtig auszudrücken, gewöhnungsbedürftig! Wir konnten uns 2013 selbst davon überzeugen und hatten mit unserem “Venti” noch Glück. Um den Qualitätsansprüchen europäischer Kunden gerecht zu werden, haben die Airstream Europamodelle deswegen einen deutlich höherwertigeren und dennoch leichteren Innenausbau als ihre US-Geschwister. Die Möbel stammen aus deutscher Produktion und werden aus High-Tech Materialien hergestellt. Die gesamte Haptik des Innenausbaus übertrifft laut Werbeaussage den der US-Modelle bei weitem. Die Ausstattung der Airstream Europamodelle ist deutlich besser als die der US-Modelle. Sie verfügen zum Beispiel serienmäßig über eine Warmwasser-Zentralheizung der schwedischen Firma Alde. Hierbei fließt Wasser in bis zu 14 Metern Heizleitungen durch das Fahrzeug und es entsteht eine sehr angenehme indirekte Wärme. Ein deutlicher Unterschied im Vergleich zu den Warmluftheizungen, die in den US-Modellen eingesetzt werden. Wie angenehm eine Alde-Heizung ist wissen wir ja von Oscarlotta und wie laut eine amerikanische Warmluftheizung ist haben wir noch von “Venti” in Erinnerung.  

Gefallen könnte mir ein Airstream auch heute immer noch! Aber leider sind sie immer noch so schweineteuer! Eben Einzelanfertigung und Handarbeit mit 300-400 Arbeitsstunden, das kostet.

Airstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WAAirstream auf KOA-Campingplatz in Winthrop, WA

written by Ingrid
photos taken with Canon Powershot A720 IS

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.