Uschis Beitrag Nr.1 während des “Sommerlochs!”

 
Jaaa, normaaalerweise…

…würde ich dieses Quietschrosa nicht als Farbe für einen Blogeintrag wählen und dieser Beitrag gehört sowieso wahrscheinlich normalerweise nicht in diesen Blog. Trotz allem möchte ich zu diesem Thema mal so einiges los werden.

Wie oft das Wort normalerweise normalerweise gebraucht wird, fällt erst auf, wenn man es sehr oft innerhalb kurzer Zeit als nichtssagende Entschuldigung hört. Uns lief dieser Begriff abnormal (Gegenteil von normalerweise) häufig diesen Sommer über den Weg.

Nun zu einigen Beispielen aus unserem aktuellen Leben:

Wir stehen auf einem teuren Campingplatz an der “Blauen Lagune” auf einem extra ausgewiesenen Platzteil nur für Reisemobile. An einem Nachmittag kommen wir von einem Ausflug zurück und sehen, dass in nächster Nähe 4 junge Männer sich mit VW-Bus, Zelt und PKW niedergelassen haben. Die nächsten Stunden bis am nächsten Morgen um 4:00 Uhr halten sie sich an Bierdosen zu Schnaps fest, das massenhaft angefallene Leergut wird zu einem großen Haufen aufgeschichtet und die Musik- und Redelautstärke steigt proportional mit dem steigenden Alkoholpegel. Sie bleiben 3 Nächte und trotz Ansprache durch einen anderen Reisemobilisten ändert sich nicht viel. Als wir uns bei der Abreise in der Rezeption beschweren, kommt sofort das Wort nor…. zum Einsatz:

“Normalerweise stehen solche Campinggäste abgetrennt auf einer Extrawiese unter Gleichgesinnten. Außerdem kontrolliert normalerweise jede Nacht ein Nachtwächter den gesamten Platz und spricht bei solch massiven Störungen Ermahnungen oder sogar Platzverweise aus.”

Ein paar Tage vorher schon wurde die Frage von Ingrid nach dem angebotenen kostenlosen WLAN mit einem überzeugten “Ja, auf dem ganzen Platz” beantwortet. Leider zeigten unsere Geräte so rein gar nichts an! Auf Nachfrage kam ein junger Mann zur Überprüfung auf unseren Platz mit dem gleichen Ergebnis, nämlich keinem. Die prompte Entschuldigung war: norm……! WLAN ging die ganze Woche nicht oder nicht mehr.

Wir wissen bis heute nicht, warum die jungen Leute auf dem eigentlich “falschen Platzteil” tagelang alle anderen Mobilisten tyrranisieren durften und warum kein Nachtwächter anwesend war und einschritt. Außerdem ist bis heute ungeklärt, warum das WLAN doch nicht funktionierte, aber vielleicht erfährt man norm… bei längerem Nachfragen mehr oder auch nicht, wir haben es nicht probiert.

Normalerweise hätte ich all diese Campingplatzgeschichten hier nicht erwähnt, aber das Unwort – ihr wisst schon – verfolgt uns weiter.

Wir fahren auf dem Weg nach Kiel noch nach Rendsburg für einen kleinen Zwischenstopp. Beim Stadtbummel freuen wir uns auf eine bestimmte Imbissbude mit herrlichen Pommes, aber leider ist sie nicht mehr da wo sie noch vor 2 Jahren war. Enttäuscht fragen wir eine Passantin nach dem Verbleib und ihre Antwort war: NORMALERWEISE war sie immer hier…..schaaade!

Wir kommen ein paar Tage später auf der schwedischen Insel Öckerö auf dem Stellplatz am Hafen an. Als Ingrid Brodo nach einer verfügbaren Internetmöglichkeit fragt, meint er: “Normalerweise geht hier kostenloses WLAN, aber gerade heute ist was an der Antenne defekt, morgen Mittag soll es repariert sein.” Na ja, vielleicht normalerweise, aber leider in den Tagen unseres Besuches nicht mehr.

Auf der Rückreise in Aabenraa (DK) auf dem Stellplatz am Hafen kommt auf unsere Nachfrage nach WLAN auch wieder die von uns schon erwartete Antwort: ”Norm… schon, aber seit gestern…!” Wir rollen nur noch mit den Augen.

Zum – zum Thema passenden – Schluss erzähle ich noch eine kleine Episode, die wir vor ein paar Tagen in Bad Münstereifel erlebt haben. Beim Stadtbummel möchten wir uns das im Bordatlas angepriesene Café von Heino, das normalerweise im Städtchen Gäste bewirtet, ansehen. Wir finden das Haus, aber auf einem Schild steht, dass das Café für die Zeit einer gründlichen Renovierung umgezogen ist. Wir finden auch das Haus mit dem umgezogenen Café. Normalerweise hätte es auch geöffnet, aber ein nicht so normaler Wasserschaden verhindert dies erst einmal!

Jetzt bleibt für mich noch die Frage: Wer von euch kann mir wohl eine Definition von “normalerweise” geben? Ich habe schon mal Google und Wikipedia befragt, die normalerweise fast alle Fragen beantworten können, aber diese leider auch nicht. Zwinkerndes Smiley

Nach längerem Nachdenken fällt mir zwar immer noch keine Definition, aber eine absolut passende Frage zu diesem Thema ein:

“Wird wohl dieser Sommer noch so, wie er normalerweise sein sollte?”
 

Hafenfest in Duisburg

 
 
Unsere Zeit im Ruhrgebiet ist schon wieder zu Ende! Wir hatten ein wenig Pech mit dem Wetter, es hat viel geregnet und war relativ kalt für die Jahreszeit. Aber wir hatten ja unseren Smartie und sind insgesamt knapp über 1000 km mit ihm unterwegs gewesen. Am liebsten würden wir ihn ja behalten 😉

Gestern waren wir, trotz Regens, in Duisburg und haben uns den neuen Innenhafen angeschaut. Wir wussten nicht, dass dieses Wochenende dort das große Hafenfest mit einer Drachenboot-Regatta stattfindet. Es ist die größte Drachenboot-Fun-Regatta Deutschlands mit 170 Mannschaften und 3500 Teilnehmern, sie findet zum 13. Mal statt und steht im Guiness-Buch der Rekorde. Wir erlebten den Start mit den Ausscheidungskämpfen der Duisburger Schulen. Die Mannschaften hatten so lustige Namen wie: Pustefix, Quietscheente, Powergirls, Red Dragon, Schweinehaufen, Top 13, Gummibärchenbande, Taifun Mercator… Leider sind die Fotos wegen der fehlenden Sonne etwas farblos (außerdem in Ermangelung eines Fotoapparates mit meinem Handy aufgenommen), aber zum Glück hatte wenigstens der Regen aufgehört!

Plan Innenhafen Innenhafen (alter Teil) Innenhafen (neuer Teil) Drachenboot-Regatta (1) Drachenboot-Regatta (2) Drachenboot-Regatta (3) Drachenboot-Regatta (4) Drachenboot-Regatta (5) Drachenboot-Regatta (6) Drachenboot-Regatta (7) Innenhafen mit Lego-Giraffe Viva España

Anschließend sind wir noch in die City gefahren und ich war total positiv überrascht! Ich hatte keine guten Erinnerungen an die Duisburger Innenstadt, aber es hat sich so viel verändert, dass sie mir jetzt ausgesprochen gut gefällt (Uschi auch). Da können meiner Meinung nach weder Bochum noch Essen noch Dortmund mithalten, von Gelsenkirchen wollen wir gar nicht erst reden (sorry, Ulrich+Maria!). Vom hässlichen, grauen, schmutzigen Kohlenpott meiner Jugend ist wirklich fast nichts mehr übrig geblieben! Es gibt sehr viele Landschaftsparks, ehemalige Zechenanlagen sind umgewandelt worden in “Event”-Anlagen, die Zeche Zollverein in Essen gehört ja sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO. (Fast) alle Vorurteile, die sich hartnäckig über das Ruhrgebiet halten, sind wirklich nicht mehr haltbar!

Einkaufscenter Duisburg Nana-Adler von vorne Nana-Adler von hinten

Morgen fahren wir dann ein Stück weiter gen Norden bis Rendsburg. Am Mittwoch geht unsere StenaLine-Fähre von Kiel nach Göteborg.

Am grünen Rand vom Ruhrpott

 
 
Seit Sonntag sind wir in meiner alten Heimat! Wir stehen ziemlich in der Mitte zwischen Bochum, wo ich die ersten 50 Jahre meines Lebens gelebt habe und dem Schwalm-Nettetal, wo ich über ca. 15 Jahre viele, viele Wochenenden und Ferienwochen auf einem Campingplatz in meinem kleinen Wohnwagen verbracht habe. Wir sind in dem Camping- und Ferienpark “Blaue Lagune” in der Nähe von Wachtendonk, kurz vor der holländischen Grenze bei Venlo. Die Anlage ist sehr weitläufig mit Dauercamper-Teil, Mobilheim-Park, Touristen-Teil, getrennt nach Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen, Ferienhäuschen und –häusern, einem Badesee mit Sandstrand, einer Wasserski-Anlage und einem Hochseilklettergarten. Das Wetter ist leider nicht so toll, aber vermutlich wäre sonst der Teufel hier los! Das große “Vollmondfest” mit über 1000 Teilnehmern haben wir glücklicherweise um einen Tag verpasst 😉

in der Blauen Lagune Blaue Lagune (Wasserskianlage und Hochseilgarten) 007 Ferienhäuschen (4) Blaue Lagune (Strand) Blaue Lagune (See)

Am Montag haben wir mit Martinas Hilfe unseren Mietwagen abgeholt. Wie ich es mir heimlich gewünscht hatte, hat unser kleines Smart-Cabrio die Farbe blau/silber mit schwarzem Dach. Es ist sooo niedlich!!! Es macht unheimlich Spaß, mit ihm durch die Gegend zu fahren, es ist richtig spritzig und fährt auch auf der Autobahn wie ein Großer! Hoffentlich können wir noch mit offenem Verdeck fahren.

Smart-Treffen unser Kleiner

Gestern sind wir mal kurz über die Grenze nach Venlo. Ich war positiv überrascht, wie nett dieses Städtchen geworden ist. Leider machten alle Geschäfte Punkt 18 Uhr zu und wir hatten Mühe, noch ein paar Patatas frites zu bekommen.

Venlo Rathaus Venlo Häuserzeile

Heute entwickelte sich das Wetter noch richtig gut, sodass wir schön durch Brüggen bummeln konnten und uns dort zwei leckere Eisbecher genehmigt haben.

Brüggen 'Alter Bahnhof' Lok

Morgen geht es dann mal wieder in die Hattinger Straße 106!