Lotti hat Geburtstag, trallerallala…

Heute feiern wir!!!

Geburtstag Am 2. April 2007 haben wir unsere Lotti, unser Lottchen, unser hübsches Mädchen, unsere Schöne im EXPOCAMP in Wertheim zum ersten Mal gesehen. 6 Monate vorher hatten wir uns ungeplant und unvorhersehbar in einen Prototyp gleicher Art verliebt, aber so ist das ja meistens mit dem Verlieben, man kann es nicht planen. 🙂 Damals fuhren wir noch jede ein eigenes Wohnmobil, Uschi ihren Baby-Flair “Oscar 5” (6,27m) und ich meine “Frieda”, ein Eura-Alkovenmobil (5,15m). Ein gemeinsames Wohnmobil war noch nicht wirklich geplant, unsere beiden waren zwar bereits 10 bzw. 11 Jahre alt, aber das ist ja noch kein Alter für ein Wohnmobil! Und da stand nun dieser wunderschöne Flair, der alles hatte, was wir uns wünschten und nichts von dem, was wir nicht hätten akzeptieren wollen. Die Versuchung war groß! Zum Glück hatten wir Zeit und so nahmen wir uns 2 Tage und 2 Nächte, um alles Für und alles Wider gegeneinander abzuwägen. Am 3. Morgen waren die Würfel gefallen! Der Verkäufer versuchte uns bei der Detailbestellung zu beraten. Nach dem dritten NEIN auf einen seiner “tollen” Vorschläge sah er ein, dass wir genau wussten, was wir wollten und was nicht und auch warum und begnügte sich damit, die Liste mit uns abzuarbeiten und nur noch durchzustreichen oder anzuhaken. 😉   
6 Monate Fertigungszeit lagen vor uns! Voraussichtlicher Auslieferungstermin 1. Aprilwoche 2007. Wir fuhren noch einmal mit zwei Mobilen über den Winter nach Spanien, Uschis Flair war auf dem Papier bereits in Zahlung genommen, ihm sollte also möglichst nichts mehr passieren. Und wirklich opferte Frieda sich noch ganz zum Schluss im März 2007 bei einem der heftigsten Orkane, den wir je in Spanien erlebt haben. Der Baum, der direkt neben ihr stand, wurde entwurzelt (übrigens als einziger Baum auf dem gesamten Campingplatz!). Frieda nahm ihn entgegen, ließ ihn an sich hinab auf den Weg gleiten und verhinderte so, dass er auf Oscar fiel. Wenn sie nicht dort gestanden hätte, hätte der Baum richtig “Anlauf” nehmen können und Oscar wäre platt gewesen (und wir in ihm vielleicht auch). Die Schäden an Frieda waren erstaunlich erträglich, ein paar Schrammen und Dellen, eine abgeschlagene Verbindungsleiste und eine beschädigte Stoßstange. Der Baum nahm noch einen “Kollegen” mit und fiel genau an der Laterne vorbei zwischen die zwei gegenüberliegenden Wohnmobile. Von dieser Nacht, in der wohl niemand am Campingplatz “Torre la Sal ‘2” geschlafen hat, wird heute noch geredet. Die Bescheinigung für die Versicherung bestätigte Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h. Gut gemacht, Frieda!!!

Frieda mit noch stehendem BaumOrkan 08.03.07Orkan 08.03.07Orkan 08.03.07Orkan 08.03.07

Am 2. April waren wir in Wertheim. UND DA STAND SIE!!! Dass es ein Mädchen werden würde, wussten wir schon lange. Die Namensfindung war lang(sch)wierig, aber das ist eine andere Geschichte, die wir “hier” schon einmal erzählt haben. Die Flasche Sekt zur Taufe vor Ort mussten wir extra anmahnen, so etwas hatte man im EXPOCAMP vorher wohl noch nie erlebt! Da alle 6 Räder angefeuchtet werden mussten, blieb nicht mehr allzu viel Sekt zum Trinken übrig!

Abholung in WertheimTaufe Oscarlotta

Dass das langweilig leere Heck einen Aufkleber erhalten musste, war von Anfang an klar. Klar war aber auch, dass wir keinen der abgedroschenen und zu Dutzenden gelesenen Sprüche haben wollten. Ein Schlüsselanhänger, auf den Ramblas in Barcelona gekauft, gab den Ausschlag und Uschi fing an zu zeichnen.

Heck vorherEntwurfHeck nachher Heck nachher

So sehr wir unsere Oscarlotta von Anfang an geliebt haben, so sehr hatten wir die ersten Jahre viel Ärger und Mühen mit ihr. Viele, viele Kinderkrankheiten!!! Viel Arbeit für Uschi und wenn es gar nicht mehr anders ging, Werkstattbesuch. Sogar eine Garantieverlängerung um ein halbes Jahr (über den Spanien-Winteraufenthalt) haben wir bei Niesmann und Bischoff erreicht, die sich dann sogar, wegen Reifenproblemen, ausgezahlt hat. Jetzt ist aber schon lange alles gut, Oscarlotta wird gehegt und gepflegt, jedes Jahr (von Uschi) poliert und wir freuen uns immer wieder, wenn Fremde ganz erstaunt sind, dass sie schon (jetzt) 8 Jahre alt ist. Natürlich haben wir auch deswegen so eine ganz besondere Beziehung zu ihr, weil sie ja unser einziges Zuhause ist. Und deswegen war unser Geburtstagsgeschenk heute auch, dass wir sie aus der “Gefahrenzone” gebracht haben. Der Platz vor uns ist nur vernünftig anfahrbar, wenn man rückwärts einparkt. Das bedeutet, dass man schon rückwärts die Straße entlang fahren müsste. Da es für viele Mobilisten aber anscheinend unzumutbar ist, auszusteigen und sich einen geeigneten Platz ZU FUSS auszusuchen, fährt man, wenn man denn schon da ist, eben vorwärts rein. Wir zittern jedes Mal! In den seltensten Fällen steigt die Beifahrerin aus und achtet auf das ausschwenkende Heck. Ein Fahrer sagte ziemlich angepisst zu Uschi, als die meinte, das sei aber knapp gewesen, er fahre ja schließlich schon seit 40 Jahren! Ja, PKW vielleicht. Als gestern Abend dann im Dunkeln einer mit Hin-und-Her-Rangieren nur noch ca. 10cm mit seinem Fahrradträger von unserer Frontscheibe entfernt war und wir innen schon fast einen Anfall kriegten, hatten wir endgültig genug. Aussage des Fahrers: “Ich habe doch eine Rückfahrkamera!!!” Ja, und eine Beifahrerin hatte er auch!

Jetzt stehen wir sicher auf der gegenüberliegenden Seite ganz hinten. Da, wo ich gestern die Stellplatzmarkierungen “unter Wasser” fotografiert habe. Leider haben wir absolut KEIN Geburtstagswetter. Aber Oscarlotta ist zwar ein Mädchen, aber kein “Mädchen”. Sie findet Regen nicht schlimm, ist viel besser für den Teint als dauernde Sonne, sagt sie. Zwinkerndes Smiley

Oscarlottchen, wir lieben dich! Schön, dass es dich gibt.

Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk

written by Ingrid
first photo taken with iPhone, older photos with Canon PowerShot

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Fulltimer* – Alltag

 
 
Fulltimer* bedeutet wörtlich übersetzt “Vollzeiter” oder auf deutsch:  Wohnmobilist, das ganze Jahr über im Mobil lebend. Auch Fulltimer haben einen Alltag und ab und zu Urlaub, wie wir letzte Woche. Geheimnis erzählendes Smiley 

Am Montag begann auch unser Alltag wieder. Ganz oben auf unserer imaginären to do-Liste stand: Betten beziehen und Wäsche waschen; dank Waschmaschine, Sonne und Wind eine leichte Übung. Geregnet hat es erst, als die Wäsche zusammengelegt wieder in den Schränken und in der Sammeltasche für Bügelwäsche verstaut war. (Einen Bügelkorb gibt es bei uns aus Mangel an Platz nicht.) Im Laufe des Tages habe ich dann unseren Fahrradträger auseinandergeschraubt. Viele der Schrauben waren in den letzten Jahren an- oder völlig verrostet und auch der große Metallbügel sah schon etwas ramponiert aus. Sieben von acht großen und kleinen Schrauben leisteten weniger oder mehr Gegenwehr, die letzte kleine brachte mich jedoch fast zur Verzweiflung. Nach mehreren vergeblichen Versuchen mit verschiedenen Gerätschaften beugte sie sich erst roher Gewalt. Mein Freund und Helfer Helmut sprengte die widerspenstige Schraubenmutter mit Meißel und dicken Hammer.  Mir blieben dann die unvermeidlichen Aufräumarbeiten.

Waldweg

 

 

Ansonsten brachte uns ein abendlicher Waldspaziergang rund um den Campingplatz nach dem Gewitter mit Regen Entspannung.

 

 

 

Dabei konnte Ingrid die schönsten Schnecken von vielen auf unserem Weg fotografieren und sie hat die Fotos spät am Abend noch zu einer richtig schönen Schneckencollage mit Rahmen verarbeitet. (Macht auch nicht jeder!)

Schneckencollage

Mit den alten Schraubverbindungen als Muster (ohne Wert) konnte ich dann gestern zum Bauhaus fahren, um neue Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben aus EDELSTAHL für unseren Fahrradträger zu erstehen. Gottseidank hatte so früh am Tag (gegen 9:00 Uhr!!!) ein netter Mitarbeiter Zeit, um mich bei der Suche nach den vielen verschiedenen Kleinteilen zu unterstützen. Er wog die jeweils gleichen Schrauben usw. ab, gab eine Codenummer im Display der Waage ein und klebte den kleinen Preiszettel auf die Plastiktüte. Als die Plastiktüte vollgeklebt war mit Preisschildchen aller Art war ich glücklich über meine neuen größeren und kleineren “Ersatzteilchen” in der Tüte. Damit der Fahrradträger wieder in neuem Glanz erstrahlen kann, habe ich zusätzlich ein Döschen mit grauem Metalllack plus neuem Pinsel erstanden. Der Regen am Nachmittag beendete weitere Aktivitäten draußen. Als es wieder aufhörte, konnte ich wenigstens noch Oscarlotta von den eingeweichten Fliegenleichen an ihrem “Gesicht” befreien, sie sah doch gleich wieder schnieke aus! Gegen Abend sind wir noch mit Flitzi nach Essingen (etwa 5km bergab ins Tal) gefahren, damit Ingrid ihre heißgeliebte Ente (2CV, Baujahr 1989, sehr gut erhalten) aus dem “Winterschlaf” erwecken konnte. Sie schlief die letzten sieben Monate neben einem süßen kleinen Traktor in einer trockenen Scheune, freute sich aber sehr, als Ingrid den Motor startete. Sie sprang sofort an und schnurrte wie ein Kätzchen. Den Berg hinauf zurück nach Lauterburg, immerhin mit einer Steigung bis zu 12%, meisterte sie, wie schon viele Male vorher, spielend, mit 40km/h an der steilsten Stelle im 2. Gang, gutes Mädchen! Nervig für Ingrid ist am Abend dann wieder einmal eine endlose Geschichte mit einem Mobilfunkanbieter, eigentlich wollte sie NUR einen Vertrag fristgerecht kündigen, aber die Mitarbeiter des Konzerns versuchen wieder einmal alles, um das zu verhindern, ABER NICHT MIT INGRID!

Heute Vormittag habe ich erstmal Rasen gemäht. Nach unserm Frühstück (heute Porridge mit Obst, siehe auch Liebligsrezepte) machte Ingrid sich daran, Flitzi und Enti innen und außen gründlich zu säubern, wir Vier Zwinkerndes Smiley sind mit dem Ergebnis nach etwa drei Stunden Arbeit sehr zufrieden. Ich beschäftigte mich wieder mit den vorbereitenden Maßnahmen für die Neulackierung des Fahrradträgers. Putzen, anschleifen, Rost abschleifen und mit Rostumwandler einpinseln war angesagt. Alles klappte programmgemäß und wir konnten uns pünktlich zu Beginn des schon fast üblichen nachmittäglichen Regens gegen 16:30 zu Kaffee und süßen Stückchen in unser trockenes, gemütliches “Heim” zurückziehen.

Ihr merkt schon, es ist kein “Sommerloch” in Sicht, in das wir fallen könnten. Das Wetter ist seit Montag zwar schon morgens sonnig und sommerlich warm, d. h. kurze Hose ist angebracht, aber pünktlich am Nachmittag macht die Sonne Feierabend und es wird gewittrig, dann nass und kühler, heute auch wieder.

Die nächsten Tage soll es jedoch noch wärmer werden und eigentlich nicht regnen. Wir wollen am Samstag mit Restbeständen am stattfindenden Campingplatzflohmarkt teilnehmen und hoffen, das die angekündigten Temperaturen bis 30°C uns hier oben in fast 700m Höhe nicht erreichen.

Zum Schluss noch das Foto des Tages:

Unser Fuhrpark

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wie unsere Oscarlotta zu ihrem Namen kam!

 
Es war einmal eine (fast) alleinerziehende Mutter mit einem 5-jährigen Sohn. Im Frühjahr 1983 stellte sich die Frage, was man in den Sommerferien so anfangen könnte. Antwort des Kleinen: Ich möchte mit dir zum Zelten fahren. Allein der Gedanke an Camping mit Kleinwagen, Zelt und Kind war für die Mutti nicht so prickelnd. In den folgenden Wochen reifte in ihr ein der damaligen Zeit entsprechender Entschluss: Ein VW- Bus, das wäre was!

Durch eine glückliche Fügung stolperte sie bei einem Wohnwagenhändler über einen richtig gut selbstausgebauten VW-Bus, in dem noch nie jemand “gewohnt” hatte. Der Eigner wollte gerne den vorhandenen Kleinwagen im Tausch haben, genial!

Das Söhnchen war von dem neuen Gefährt(en) begeistert und wollte ihm sofort einen Namen geben mit der Begründung, Schiffe haben auch alle einen Namen. Nach kurzer Überlegung hatte er schon einen Namen parat: Oskar! (Das war der Name seines damaligen Lieblingshundes, des Mittelschnauzers seines Opas). Für die Mutter war diese Namenswahl ihres Sohnes so wenig prickelnd wie der Gedanke an …s.o., aber sie wusste einen Ausweg. Da das Kind noch nicht lesen und schreiben konnte, änderte sie einfach die Schreibweise in OS-CAR! “OS” steht im Schwäbischen für UNS und CAR, na ja, alles klar!

So wurde mit Einverständnis des Sohnes der “neue” VW-Bus in frischem weißen Lack (vorher mausgrau, weil vom Vorbesitzer beim THW erstanden) mit dem OS-CAR – Schriftzug versehen.

Die im Lauf der Jahre unvermeidlich folgenden, immer besser ausgestatteten und größeren Reisemobile hießen natürlich OS-CAR II, III und IV.

Als der Sohn erwachsen war und die Mutter schon ganzjährig in OS-CAR IV lebte, lernte sie Ingrid kennen. Diese fuhr ein Reisemobil mit Namen FRIEDA.

Als die beiden Frauen dann 5 Jahre später ein neues, gemeinsames Wohnmobil kauften, war die Namensgebung natürlich wieder Thema. OS-CAR IV war ein Baby-Flair, das neue Wohnmobil war auch von Niesmann und Bischoff, also sollte OS-CAR weiterleben. ABER DAS NEUE WAR EIN MÄDCHEN!!! Nächtelange Überlegungen, viele Diskussionen, dann eines Abends hatte Ingrid schon im Halbschlaf die Erleuchtung: ”OSCARLOTTA”!!! Das war’s!

Das neue Wohnmobil wurde bei der Übernahme standesgemäß mit Sekt getauft (nein, nicht wie bei einem Schiff!), alle 6 Räder wurden bespritzt und es erhielt seinen Namen. Hinten gab es eine riesige freie Fläche über der Heckklappe, die schrie förmlich danach, ein Emblem oder einen Schriftzug zu erhalten. Die üblichen Sprüche wie “Wir verleben das Erbe unserer KInder” oder “Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum” oder “Zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung, zum Reisen gerade richtig” wollten wir NICHT! Zwinkerndes Smiley In Barcelona hatten wir Schlüsselanhänger in Form von Geckos gekauft. Erinnerte nicht auch unsere Oscarlotta an einen Gecko, so hübsch und so wendig, wie sie war??? Uschi fing an zu zeichnen, die Zeichnung wurde fotografiert, wir fanden eine Firma für LKW-Beschriftungen und nur wenig später zierte ein unverwechselbares und einmaliges Emblem unser Heck. Wiedererkennungswert garantiert!

Emblem

So kam Oscarlotta zu ihrem Namen!

P.S.: Zwischenzeitlich hat Oscarlotta einen kleinen Bruder bekommen, Name – na ihr könnt es euch wohl denken. Der “Trompetenkäfer”+ Schriftzug wurde auf Wunsch des Sohnes (der Eigner des “Kleinen”) auch von seiner Mutter entworfen.

NahaufnahmeOscar+Oscarlotta

Dieses Emblem ziert Heck und Motorhaube des kleinen Bruders.

2 +Flitzi

Der Allerkleinste hat natürlich auch einen Namen: FLITZI

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

LIMITED EDITION

 
 
Wie angekündigt, waren wir Montag mit Oscarlotta noch einmal in Polch in der Werkstatt. Mit umsonst nachbessern lassen hat leider nicht ganz geklappt. Der Monteur (ein anderer als letztes Mal) suchte mit viel Ehrgeiz und fand heraus, dass der Markisenadapter (die Vorrichtung, mit der unsere Markise am Dach befestigt ist) defekt ist. Uschi ließ sich aber nicht davon überzeugen, dass das der alleinige Grund für unsere Wassereinbrüche hinten am Bett sein sollte und wir bestanden darauf, dass unter den Heckblenden nachgeschaut wird. Beim letzten Mal war uns zwar eine neue Heckquerblende montiert und neu abgedichtet worden und der Monteur hatte gehofft, dass es damit gut ist (er wollte uns, laut seiner jetzigen Aussage, Mehrkosten ersparen). Darunter war offensichtlich nichts passiert. Dort musste aber noch ein Leck sein, sonst wäre Uschi nicht eines Morgens nach einer regenreichen Nacht in einem nassen Bett aufgewacht! Es hätten jetzt also eigentlich die riesige seitliche Längsblende mit den Rückleuchten (ist teilweise verklebt und wäre kaputt gegangen, TEUER!!!) und die gerade erst erneuerte Querblende entfernt werden müssen, um oben an der Ecke in das Innere des Aufbaus sehen zu können. Der Monteur schlug dann eine Minimallösung vor, die glücklicherweise zum Erfolg führte: er fräste zwei rechteckige Stücke aus der Kappenverbindung der beiden Blenden heraus und fand darunter wirklich einen Riss! Nach 8 Stunden Zeit-tot-schlagen (zum Glück gibt es eine akzeptable Aufenthaltsmöglichkeit mit Gratis-WLAN und Kaffeeautomat und Fernseher) durften wir, um 1000 Euro ärmer, wieder auf den Übernachtungsplatz fahren und hofften auf Regen! Aber der kommt ja nie, wenn man ihn braucht, also stand am nächsten Morgen die Beregnungshalle an. Danach schien unser Auto zwar endlich dicht zu sein (wir wagen es noch nicht, uns zu freuen), aber unsere von Uschi so schön geputzte Oscarlotta ist übersät von Kalkflecken!

Und dann gab es noch ein Kuriosum: Da im Laufe der Zeit vier unserer Klappenschlösser ihre Funktion aufgegeben hatten, hatte ich per mail in Polch darum gebeten, dass man für unsere Schlüsselnummer 032 doch bitte die entsprechenden Schließzylinder vorrätig habe. Es kam eine Antwort, wir möchten doch bitte die Nummer noch einmal überprüfen, da sie nie verbaut worden sei! Also fotografierten wir einen Schlüssel und schickten das Foto zurück. Da wir nichts mehr hörten, gingen wir davon aus, dass jetzt alles geklärt ist. In Polch stellte sich dann heraus, dass wir in der Werksakte mit einer ganz anderen Schlüsselnummer geführt werden und es unsere Nummer überhaupt nicht gibt und auch nie gab! Und deswegen könne auch nichts ausgetauscht werden! 0er-Nummern gäbe es allenfalls für Prototypen, also z. B. die ersten 50 (Vorserien-) Modelle. Niemand hatte eine Erklärung! Dem netten jungen Kundendienstleiter, mit dem wir beim letzten Mal das konstruktive Gespräch geführt hatten, taten wir wohl inzwischen wirklich Leid ob unseres ganzen Pechs mit Oscarlotta während der letzten fünf Jahre und so traf er die Entscheidung, unsere gesamte Schließanlage (10 Schlösser) auszutauschen. Also fuhr Oscarlotta erneut für die nächsten 2-3 Stunden in die Werkstatt und wurde irgendwo in dem straffen Werkstattplan dazwischen geschoben. Auf den Ausstausch des Schlosses an unserer Eingangstür verzichteten wir, weil das richtig zeit- und arbeitsaufwändig gewesen wäre und die Gefahr bestand, dass beim Ausbau ein Teil beschädigt wird, das man nicht vorrätig hatte. Wir fanden es nicht ganz schlimm, in Zukunft einen separaten Haustürschlüssel zu haben. Jetzt haben wir rundherum neue Schlösser und/oder Schließzylinder im Wert von rund 600 Euro und noch zwei Schließzylinder und ein Schloss in Reserve. Aber das Beste kommt noch: die neuen Schlüssel passen auch für das alte Schloss unserer Eingangstür, aber die alten Schlüssel passen nicht für die neuen Klappenschlösser!!! Wir haben es aufgegeben, das zu verstehen! Aber jetzt haben wir für die Zukunft wenigstens die Chance, ohne Probleme oder Nachfrage nach der richtigen Schlüsselnummer einen Schlüssel oder einen Schließzylinder in Polch nachbestellen zu können. Und unsere Oscarlotta ist eben die Nummer 32 von 50 einer limitierten Auflage, also etwas ganz Edles 😉

Jetzt müssen wir noch den 85. Geburtstag von Uschis Vater feiern, aber spätestens am 1. November machen wir uns auf den Weg nach Spanien. Wir wissen von einigen, dass sie schon am Torre in der Sonne hocken und sind neidisch! Unser nächster Blogeintrag wird dann hoffentlich schon aus Santa Susanna (bei Barcelona) kommen.

gen Süden...

Kölsche Originale

 
 
Wir haben am Donnerstag unsere erste Fahrt mit dem Kleinen und der Großen hintereinander von Geldern bis Burscheid ohne Probleme oder sonstige Unannehmlichkeiten absolviert. Burscheid liegt im Bergischen Land nicht weit von Köln entfernt und wir hatten dort einen Werkstatttermin zum Einbau eines Zusatzschlosses für unsere Eingangstür. Seitdem wir Oscarlotta besitzen, hieß es immer, für diese Art von Tür gibt es keinerlei Möglichkeit. Dann trafen wir in Spanien einen Bochumer mit genau dem gleichen Wohnmobiltyp und der hatte solch ein Schloss! Ölmühle – war Uschi ein Begriff, da sie so eins bei ihrem “kleinen” Flair bereits 1999 hatte einbauen lassen.

Das Werkstattgelände und die Betreiber der kleinen Privatfirma waren mal wieder ein Erlebnis der besonderen Art, das man nur erlebt, wenn man reist. Ein Hinterhof, völlig unscheinbar, aber bei näherer Betrachtung ausgelegt für die Beherbergung von bis zu 5 Mobilen, mit einer sehr guten Ver- und Entsorgungsmöglichkeit Marke Eigenbau, einem kleinen Toilettenraum, einem niedlich angelegten Gärtchen samt origineller Schaukel. Überall witzige Sprüche, gedruckt und aus dem Munde des Eigentümers. Zur Begrüßung gab es erst einmal einen Kaffee und die Frage nach der Sorte der gewünschten Brötchen für den nächsten Morgen! Wenn ihr Jean Pütz kennt, dann könnt ihr euch den Chef gut vorstellen. So ein richtiges rheinländisches Original! Unheimlich freundlich, zugewandt, gesprächig, interessiert, aber auch kompetent, organisiert, zielstrebig und mit Spaß bei seiner Arbeit. Unsere Tür stellte für ihn aufgrund ihrer Beschaffenheit eine besondere Herausforderung dar und er hatte sich eigens dafür eine Lösung überlegt, weil: “Man ist ja auch Ästhet!”. Nach sechs Stunden mit etlichen Zigarettenpausen kannten wir seinen beruflichen Werdegang, große Teile seiner Familiengeschichte, unser Schloss war erfolgreich montiert und unsere Tür (gerichtet, neu eingestellt, an widerspenstigen Stellen gefeilt und geschmiert) schließt und öffnet so gut wie noch nie! Für Insider: der Türgriff kann jetzt mit EINER Hand betätigt werden!!!

Burscheid (1) Burscheid (2) Burscheid (3)

Burscheid (4) Burscheid (5) Burscheid (6)

unser neues Schloss Weil wir uns so willkommen fühlten und Köln noch besuchen wollten (kannte Uschi noch nicht), nahmen wir das Angebot an und blieben bis Sonntag. Wir bekamen den wertvollen Tipp, nicht mit dem PKW nach Köln reinzufahren, sondern nur bis Opladen und von dort mit dem Zug. Parken in Köln, vor allem am Samstag, sei zeitraubend, nervtötend, teuer und per Zug käme man halt direkt auf der Domplatte raus, mit Blick auf den atemberaubenden Dom. Atemberaubend fanden wir allerdings in erster Linie die unglaubliche Menschendichte. So etwas hatten wir zuletzt im Februar in Valencia zu Fallas erlebt! Es wurde mit fortschreitender Tageszeit immer schlimmer, obwohl es eigentlich kaum noch Steigerungsmöglichkeiten gab. Wir haben trotzdem alles mal abgelaufen und dann war sogar ich Großstadtpflanze froh, wieder in unser Hinterhofidyll zurückfahren zu können.

Kölner Dom 4711 Sonderbar

Wenn wir am Sonntag noch zwei Stunden länger geblieben wären, hätten wir noch das frischgebackene erste Enkelkind und die demenzkranke Urgroßmutter kennengelernt. Wir dürfen jederzeit wiederkommen! Und umsonstige Brötchen gab es sogar am Sonntag noch!!! Der Preis für unser Schloss war übrigens auch sehr okay.

Jetzt sind wir in Mingolsheim (Bad Schönborn), absolvieren noch einige Vorsorgeuntersuchungen, waren auch schon sehr ausgiebig im Thermalbad, treffen die Niños und fahren Donnerstag dann mal zurück auf die Alb. Mitte Oktober müssen wir noch einmal nach Polch (bei Koblenz), da unsere Abdichtreparaturen von Niesmann & Bischoff nachgebessert werden müssen! Wir sind begeistert!!! 😦 😦