Vier Hochzeiten und ein Todesfall

 

Der Titel ist abgeleitet von dem gleichnamigen Spielfilm mit Hugh Grant. Hochzeiten im üblichen Wortsinn hatten wir allerdings keine zu feiern, nicht einmal zu beobachten. Wir waren wohl nicht oft genug auf Schloss Neuschwanstein, das als DIE perfekte Kulisse für Hochzeitsaufnahmen gilt.

Neuschwanstein

Unsere HOCHzeiten hatten wir trotzdem, nämlich in Form der vier Jahreszeiten! Uschi war ja schon zum Ende des letzten Winters hier im Allgäu und erlebte mit, wie innerhalb einer Woche die Natur förmlich explodierte und der Frühling da war.

FrühlingsbeginnFrühlingsbeginnFrühlingsbeginnFrühlingsbeginn

Ich kam Ende April von Norddeutschland her und wollte eigentlich nach unserem Mobiso-Frühjahrstreffen mit auf die Schwäbische Alb fahren. Es kam anders… Nicht nur Uschi liebt das Allgäu immer schon, auch mir gefällt es hier ausnehmend gut. Diese Grüne-Hügel-Schroffe-Felsen-Blaue-Seen-Landschaft ist einfach eine Wohltat für die Seele, dazu kommt die Freundlichkeit der Menschen und die noch etwas geruhsamere Lebensart.

Uschis Wanderung zur Alpspitze

Zusammengehörigkeit ist hier noch kein Fremdwort, Traditionen werden noch gepflegt, auch von den jungen Menschen. Oft haben wir von Einheimischen gehört, dass ihnen bewusst sei, dass sie „im Paradies“ leben und dass sie dankbar dafür sind. Verliebt haben wir uns auf Anhieb in den grünen Weißensee, wir berichteten schon mehrmals darüber, aber ein paar weitere Fotos müssen jetzt doch noch sein! Smiley

WeißenseeWeißensee Weißensee

Der sommerliche Frühling ging unmerklich über in den Hochsommer und ich war immer noch in Weißbach. Laut lachen

Weißbach

Uschi fuhr zwischendurch immer mal wieder nach Lauterburg, um nach ihrem Vater zu schauen. Anfang August zog ich um in „meine“ Ecke und wollte dort nicht mehr weg. Der perfekte Platz, groß genug für Oscarlotta und Flitzi, viel Schatten, höchstenfalls ein direkter Nachbar, meistens aber gar keiner, abseits vom Durchgangsverkehr, ruhig – und das Platz-WLAN funktionierte auch da hinten noch.

StellplatzMein EckplatzMein EckplatzMein Eckplatz

Ich trennte mich von meiner Fernsehanlage und kümmerte mich um Alternativen, die sich alle inzwischen als erfolgreich erwiesen haben. Es gab verschiedene Feste, ich bekam Besuch und dann war Uschi auch schon wieder da. Der Hochsommer ging über in einen hochsommerlichen Herbst und immer noch waren die Wiesen sattgrün. Dabei regnete es genauso wenig wie im restlichen Deutschland, die Flüsse waren alle fast ausgetrocknet. Aber sogar während der heißesten Sommertage kühlte es nachts so ab, dass vermutlich Morgentau für die Farbgebung verantwortlich war. Die Herbstnebel an einigen Tagen brachten eine ganz neue Stimmung.

Weißbach im HerbstWeißbach im Herbst

Jetzt wollten wir die vierte Jahreszeit auch noch erleben! Einmal rund ums Jahr im Allgäu. Uschi hatte per Zufall erfahren, dass es an anderer Stelle einen Stellplatz gibt, der Vierteljahresangebote zu einem sehr attraktiven Preis anbietet. Wir hatten ihn uns im Sommer schon angesehen und reserviert. Jetzt schlossen wir einen Vertrag ab von Mitte November bis Mitte Februar. Eigentlich wollte ich vor dem Ortswechsel noch ins Ruhrgebiet fahren, aber das Wetter war immer noch so schön, dass ich mich nicht losreißen konnte. Den fälligen TÜV-Termin erledigte ich in einer urigen LKW-Werkstatt in Füssen, wo ich Oscarlotta zwar nicht selbst über die Grube fahren durfte, aber nach erfolgreicher Sichtprüfung rückwärts wieder aus der Halle raus. Da war ja schon klar, dass die Höhe des Tores ausreichend war. Zwinkerndes Smiley Bezahlt werden konnte nur in bar! Ich habe noch in keiner Werkstatt für alle notwendigen Überprüfungen so wenig bezahlt wie dort!

Sehr ungern verabschiedeten wir uns von der Familie Wohlfart, aßen noch ein letztes Mal im Gasthaus Wiesele und versprachen, wiederzukommen. Flitzi hatte Uschi schon am Tag zuvor zu unserem neuen Standort gebracht und war mit dem Zug zurückgefahren. Am 15. November zogen wir um. Auch hier ist es schön, die Berge sind noch ein wenig näher und es gibt einen kleinen, hübschen und überwältigend klaren See nebenan.

WinterplatzStellplatzseeStellplatzsee

Den ersten Schnee hatten wir auch schon, der nicht liegenblieb, aber die Berge sehr attraktiv dekorierte. Es wurde schon so kalt, dass eine Gasflasche noch gerade 2 ½ Tage reichte. Dazu scheint fast immer die Sonne! Okay, drei Regentage am Stück hatten wir auch schon. Die ließen den Schnee in den Höhen schmelzen und seitdem sind auch die Flüsse wieder Flüsse.

Schnee auf den BergenHindelangFrostEiszapfenEiszapfen

Seit Weihnachten ist der Platz voll und inzwischen platzt er aus allen Nähten. Erstauntes Smiley Wer nicht reserviert hat, muss wieder fahren. Das ist hier überall so, das Allgäu hat das ganze Jahr über Hauptsaison. Die Skifahrer haben allerdings ein wenig Pech, aber das wird sich im Januar vermutlich noch ändern. Uns ist es recht so, Landschaft und Berge sind weiß überzuckert, die Straßen sind aber frei. Wir kennen uns schon gut aus, entdecken aber trotzdem immer noch wieder Neues. Die Weihnachtsmärkte waren so, wie ich sie mir erhofft hatte, mit viel handwerklichen Angeboten und wenig Kommerz, mit viel Stimmung und keinem Kitsch. Vom Pfrontener Weihnachtsmarkt aus entstand das Winterfoto vom Stellplatz in Weißbach. Am 1. Weihnachtstag waren wir noch einmal zum Kaffeetrinken dort und da war es deutlich voller.

Weißbach FüssenFüssenOberstdorfOberstdorfKempten

Das waren also unsere vier Hochzeiten, die in Wirklichkeit Jahreszeiten waren. Und leider gibt es auch in Wirklichkeit einen Todesfall. Am 1. Dezember erlitt Uschis Vater bei Nacht einen schweren Schlaganfall, der ihn zu einem absoluten Pflegefall gemacht hätte. Aufgrund einer Patientenverfügung, die er vor 10 Jahren ausgefüllt hatte, blieb ihm ein langer Leidensweg erspart. Wir sind sehr froh, dass wir ihn Ende Oktober zu seinem 91. Geburtstag noch von Weißbach aus besucht hatten. Uschi hat alles Notwendige geregelt, alle noch anfallenden Arbeiten verschieben wir auf die Zeit ab Mitte Februar.

 

Jetzt wünschen wir euch allen einen guten Rutsch in das Neue Jahr und für dieses inneren und äußeren Frieden, Gesundheit sowie viel (Lebens-)Freude und wenig Sorgen!!!

2019

written by Ingrid
photos taken with iPhone and HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Mal wieder melden…

 
 
Es geht uns gut. Wir haben viel zu tun und viel zu lassen und immer zu wenig Zeit. Smiley Ein Tag ist rum wie nix! Wir sitzen im Schatten (das Wetter ist sehr angenehm), wir flitzen mit Flitzi durch das Allgäu, wir überstehen nachmittägliche Gewitter,

Gewitter

wir trinken Kaffee und essen Eis – oder Kuchen – oder letztens sogar Pizza, jeder eine!!! Wir gehen spazieren, Uschi macht morgendliche Radtouren, während ich noch schlafe. Dabei sind die Fotos von der 10-Seen-Runde entstanden.

10-Seen-Runde10-Seen-Runde10-Seen-Runde10-Seen-Runde10-Seen-Runde10-Seen-Runde

In Kempten waren wir in einem witzigen Café, alles in pink, sehr konsequent, bis hin zur Sahne. Verliebt

Café SissiCafé SissiCafé SissiCafé SissiCafé SissiCafé Sissi

Der Forggensee, auf dem man so schön Schiffchen fahren kann (könnte), hat kein Wasser. Ein Defekt an der Staumauer, alles Wasser musste abgelassen werden. Ein Desaster für die Menschen, die vom See im Sommer leben, nicht schön für all die Erholungssuchenden auf den umliegenden Campingplätzen. Vielleicht schafft man ja eine Reparatur noch vor dem Ende der Saison! Im Winter liegt der See standardmäßig trocken und da es keine Pflanzen gibt, die ein halbes Jahr im und ein halbes Jahr ohne Wasser sein können, ist er im ausgetrockneten Zustand eine Mondlandschaft.

ForggenseeForggenseeForggensee

Flitzi bekam neues Öl und neue Zündkerzen und eine Generaldurchsicht zu echten Mercedespreisen! Enttäuschtes Smiley Mich brachte man in der Zwischenzeit nach Füssen und holte mich drei Stunden später wieder ab. Leider regnete es fast nur!

FüssenFüssenFüssenFüssenFüssenFüssenFüssen

Den Weißensee, meinen (bisherigen) Lieblingssee, haben wir zu Fuß umrundet, sind nur etwas mehr als 6 Kilometer. Er macht seinem Namen keine Ehre, er sieht immer grün aus, sogar bei strahlendblauem Himmel.

WeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißenseeWeißensee

In Garmisch waren wir bummeln, auf die Zugspitze wollen wir demnächst. Wir teilen uns die Attraktionen ein, damit immer noch etwas übrigbleibt. Unser Stellplatz ist nach wie vor sehr angenehm, oft habe ich, außer Fix und Boxi, keine Nachbarn, wenn doch, dann fahren sie nach ein, zwei oder drei Nächten wieder und lassen meistens ein wenig Strom da. Laut lachen Meine gesamten selbst bezahlten Stromkosten im Mai beliefen sich auf €2,50!!!

Ich empfinde es immer noch als sehr angenehm, keine (selbstauferlegte) Verpflichtung zu regelmäßigen Blogeinträgen zu verspüren, sorry. Abends habe ich endlich mal Zeit, zu lesen, nicht nur diverse Blogs, sondern richtige Bücher!!! Mein Fernseher tut, dank Uschi, zwar wieder, aber es kommt nur selten etwas, was mich wirklich interessiert und das ist gut so.

Über das Wochenende hätten wir eigentlich Besuch von einer Freundin bekommen sollen und wollten mal wieder umsonst Zug fahren, denn zu dritt passen wir in Flitzi ja nicht hinein. Die Alternative wäre, wir fahren zu zweit und Uschi muss per Fahrrad hinter uns her flitzen. Smiley mit geöffnetem Mund Aber leider kam, wie so oft, wenn man sich auf etwas freut, alles anders… 

Grundsätzlich planen wir wenig, sondern tun jeden Tag das, wozu wir gerade Lust haben. Ich glaube, das nennt man Urlaub, oder? Das Allgäu ist nicht die schlechteste Gegend dafür.

Pfronten

In diesem Sinne bis demnächst mal wieder! Kuss senden

written by Ingrid
photos taken with iPhone and with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

10-Jahres-Jubiläum des Freundeskreises “Mobilsolisten”

Vom 1. – 5. Juni (Kernzeit) haben wir in Füssen unser 10-Jähriges gefeiert. In Füssen deswegen, weil das allererste Treffen im Jahre 2001 dort stattgefunden hat, damals schon mit 12 Womos samt Insassen. Von den 12 sind über die 10 Jahre Maria, Uschi, Thomas, Rolf, Vilem, Herbert und Walwo (der leider aus Krankheitsgründen diesmal nicht bei uns sein konnte) dabei geblieben! Wie immer bei unseren Frühjahrs- und Herbsttreffen erweitert sich die Zeit unserer Zusammenkünfte nach vorne und/oder nach hinten, sodass wir auch dieses Mal bei unserer Ankunft am Sonntag vorher schon von Ursula erwartet wurden und später noch Siggi und Franz dazustießen. Am Dienstag trudelten noch einige ein und am Mittwoch, dem offiziellen Beginn, der Rest. Insgesamt waren wir dann 28 Teilnehmende in 25 Mobilen, die am weitesten Angereiste war My aus Schweden. Das Wetter hat mitgespielt, es war zwar etwas wechselhaft und täglich drohten Gewitter, die aber meist weiträumig um uns herumzogen. Richtig nass geworden sind wir nie! Die Tage vergingen wie immer im Flug, alle haben sich wohl gefühlt (zumindest ist uns nichts Gegenteiliges bekannt geworden!). Am Sonntag verließen uns die, die noch berufstätig sind oder andere wichtige Termine hatten, aber außer Uschi und mir blieben noch 8 Mobisos bis Montag. Dienstag und Mittwoch waren es dann nur noch Lore und Brodo, mit denen wir Spaß hatten, wie auf den Fotos zu sehen ist.

Apropos Fotos: Unser Fotograf war Norbert, die allermeisten Aufnahmen stammen von ihm, einige von My und einige von uns. Insgesamt sind es so viele geworden, dass wir sie in mehrere Alben verteilt habe, nach Tagen sortiert. Ihr könnt dort die Fotos einzeln (durch Doppelklick vergrößert) anschauen oder auch alle zusammen als Dia-Show.

Alle “Nicht-Mobisos” dürfen natürlich auch alle Fotos oder soviele sie wollen anschauen! Wir haben allerdings aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes alle Fotos entfernt, auf denen einzelne Mitglieder unseres Freundeskreises zu erkennen sind (mit Ausnahme von Brodo und Udo, die durch TV-Ausstrahlungen ja „öffentliche Personen“ sind).

D 10 Jahre Mobiso-Treffen

Link zu WindowsLive:

Ankunft: <Ankunft Mittwoch>

1. Tag: <Wanderung 1. Tag>

2. Tag: <dreigeteiltes Programm 2. Tag>

3. Tag: <Jubiläumsfeier 3. Tag>

Abreise: <Abreise 4. Tag und Nachlese>

Zum Schluss noch etwas ganz Wichtiges: VIELEN DANK für die für uns völlig überraschenden Darbietungen und Geschenke bei unserer Jubiläumsfeier am letzten Abend! Wir haben uns SEHR darüber gefreut!!!