Wanderwochen in Oberstdorf mit Uschi

 

Da der Wetterbericht für die ersten zwei Wochen im September stabiles Spätsommerwetter vorhergesagt hatte, machte ich dieses Jahr noch einmal “Urlaub” in Oberstdorf. Der Wohnmobilstellplatz in der Hermann-von-Barth-Straße war fast die ganze Zeit nicht voll belegt bis auf das “dicke Ende”. Das Wetter war traumhaft mit angenehmen Temperaturen und das Städtchen so nah und schön wie immer. Verliebt

Oberstdorf

Ich hatte aber vor allem vor, noch einige Wanderungen zu unternehmen, die ich bei meinem Aufenthalt im Frühling nicht geschafft hatte. Gipfel wollte und kann ich nicht mehr erklimmen, außer mit der Seilbahn und die Benutzung ist teuer (finde ich!). Außerdem stören mich dann oben auf den Bergen die vielen Menschen. Also bin ich  Wanderwege einige “Stockwerke” tiefer und abseits der Massen gegangen und habe viel Schönes am Wegesrand und auch tolle  Aussichten aus verschiedenen Höhenlagen genossen. Die Vielfältigkeit der Touren zu Fuß oder mit dem Fahrrad/E-Bike lässt keine Langeweile aufkommen. Egal ob man sich entlang der Flüsse meistens im Schatten von Bäumen bewegt oder kleinere Anstiege durch Wälder und entlang/über Kuhweiden in Kauf nimmt, man wird immer mit schönen Ausblicken belohnt. Die vielen Almen mit Bewirtschaftung laden in jeder Richtung und Entfernung Fußgänger und auch Radfahrer zu einer Pause ein.

Ausblick auf OberstdorfAlm mit Bewirtschaftungam Flüsschen entlangRinnsalein seltenes Exemplar MIT HörnernVerdauungspäuschensturmerprobtam Wegesrand

Den Lesern, die sich für meine erwanderten Touren interessieren, möchte ich meine Auflistung ans Herz legen, die ich ganz am Ende meiner kleinen “Reportage” angehängt habe. Zwinkerndes Smiley

Karte

Nun komme ich nochmal zurück zum Leben auf dem Stellplatz und einer Stellplatzgeschichte der besonderen Art. Erstauntes Smiley

Ich hatte mich für die Zeit hier nicht in eine Ecke verkrochen, sondern mich ziemlich in die Mitte des großen Platzes gestellt, hauptsächlich, weil ich dort die meisten Sonnenstrahlen für meine Solarplatte erhaschen konnte und die Tage ohne Stromanschluss (Pauschalpreis für 24 Stunden 2,50€) auskam. Ich stand auch die meiste Zeit ganz allein auf dem Stellplatz, der seit Neuestem durch Markierungen parzelliert ist. Trotzdem wurde ich mit meinem Gespann zur Zielscheibe einer rasanten Rückwärtsfahrt diagonal über den Riesenplatz. Ich konnte nur noch schnell mein Fenster aufreißen und den Fahrer mit lautem Geschrei stoppen. Der Abstand meiner hinteren Ecke von Boxi zur Seitenwand seines Mobilchens betrug keine 20 Zentimeter mehr und er hatte schon mit dem Heck meinen hochgeklappten Fahrradträger angefahren. Ich stürzte raus und wurde prompt von einem wütenden Menschen richtig böse angebrüllt, er hätte doch im Rückspiegel die Ecke meines Mobils gesehen und er fährt immer so dicht an Mobilen vorbei wie er möchte und bla bla bla. Ich konnte ihn zwar unterbrechen, erst mit der wütenden Frage meinerseits, ob er denn den hochgeklappten Fahrradständer auch im Blick gehabt hätte und dann mit dem Hinweis, dass er meinen Träger, meine Kabine und sein Auto fast richtig heftig demoliert hätte. Seine prompte Antwort war: “Hab ich nicht, kein Mensch schaut im Rückspiegel nach solchen Sachen, so was Blödes hat man auch nicht bla bla bla!” Ein Anwohner, der die ganze Szene miterlebt hatte, kam dann zu meiner Unterstützung näher und erklärte dem wütenden Menschen, dass er sich am besten VORWÄRTS vom Acker machen solle, was der Rückwärtsfahrer, weitere Schimpfkanonaden ausstoßend, dann auch in die Tat umsetzte, EINSICHT ODER SOGAR EINE ENTSCHULDIGUNG FEHLANZEIGE! Erzürnt

Fahrradträger

Anschließend habe ich meinen Fahrradträger (der übrigens NICHT über die hintere Begrenzungslinie meiner Parzelle ragte) mit meiner knallgelben Warnweste gekennzeichnet! Sarkastisches Smiley

Das “dicke Ende” meiner Zeit auf dem Stellplatz kam mit den Oberstdorfer Viehscheidtagen. Schon Tage davor wurde es rappelvoll und damit laut und eng. Ich war froh, am Tag des Almabtriebes von den zu Oberstdorf gehörigen Almen meine Abfahrt geplant zu haben. Am Tag davor konnte ich aber noch eine große Kuhherde mit ihren Hirten auf dem Weg nach Hause (Schöllang) direkt vor dem Stellplatz filmen. (Video 1:45 Minuten)

 

 

Hier nun noch die versprochene Auflistung einiger Frühjahrs- und Herbsttouren zu Fuß:

1. Rund um Oberstdorf: Stellplatz – Mühlenbrücke – St.Loretto – Unterer Renksteg – Stillachtal – Schlechtenbrücke – Fußweg Richtung Tennispark – Dummelsmoosbrücke – Stellplatz (keine Höhenmeter, 9km)

2. Rundweg nach Norden: Stellplatz – Dummelsmoosbrücke – Illerursprung – Illersteg – Rubi – Widum – Schöllang – Wiesenweg über Reichenbach – oberhalb von Rubi zurück zur Dummelsmoosbrücke – Stellplatz (etwa 90 Höhenmeter, 14 km)

Rundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach NordenRundweg nach Norden
Ein kleines Wasser-Video gibt es “hier” ( 1:07 Minuten)

3. Großer Rundweg nach Norden: Stellplatz – Mühlenbrücke – Schattenbergschanzen (Erdinger Arena) – Breitenberg – Wallraffweg – Gaisalpkapelle – Gaisalp (bewirtschaftete Alm) – Tobelweg – Reichenbach – Moorstüble am Moorfreibad (in Reichenbach ausgeschildert, sehr schönes Gartenlokal, gute Küche) – Reichenbach – oberhalb von Rubi zurück zur Dummelsmoosbrücke – Stellplatz ( 400 Höhenmeter, 15km)

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                 Für ein Wasserfall-Video bitte auf das Foto klicken (2:52 Minuten)

4. Kleiner Rundweg nach Süden: Stellplatz – Mühlenbrücke – Moorbad – Moorweiher – Jägerstand – Golfplatz – Dieters – Gruben – Mühlenbrücke – Stellplatz (etwa 100 Höhenmeter, 7 km)

5. Großer Rundweg nach Süden: Stellplatz – St.Loretto – Unterer Renksteg – Freibergsee – Dr. Reh-Weg – Heini Klopfer Skiflugschanze  Absprung – Schwand – Skiflugschanze  Aufsprung – Zimmeroyebrücke – Oberer Renksteg – Unterer Renksteg – Loretto – Fußweg Richtung Kirche – Stellplatz ( 170 Höhenmeter, 13 km)

FreibergseeSkiflugschanzeSkiflugschanze

6. Neue Runde um den Freibergsee: Stellplatz – zur Kirche – Weststraße zur Schlechtenbrücke – Bergkristall – Edmund Probst-Weg – Skiflugschanze – Strandcafe – Unterer Renksteg – Loretto – Dorf – Stellplatz (200 Höhenmeter, 15km)

7. Christlesee (im Süden von Oberstdorf): Mühlenbrücke – Gruben – Dieters – Mummelstüble (sehr nettes Gartenlokal) – Christlesee – Gruben – Jägerstand – Jägerstand – Fußweg links der Trettach zurück zur Mühlenbrücke – Stellplatz ( 120 Höhenmeter, 11km)

ChristleseeChristleseeChristleseeChristlesee

Karte Die genannten Orte  sind auf jeder Wanderkarte von Oberstdorf zu finden, Angaben zu Höhen- und Kilometern sind nach bestem Wissen notiert, aber ohne Gewähr; alle Wanderungen erfordern festes Schuhwerk!

 

 

 

 
written by Uschi
photos and videos taken with HUAWEI P10 Lite

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Spaziergang zum Moorschwimmbad

Moorschwimmbad Panorama-Ansicht
Als Gretel und ich per PKW am Moorschwimmbad ankamen, waren Uschi, Jule und Helmut tatsächlich schon da! Sie saßen/lagen schon gemütlich am/unter’m Tisch.

Willkommen im MoorschwimmbadMoorstübleSpaziergang zum Moorschwimmbad (9)Kuchenangebot

Entstehungsgeschichte Moorschwimmbad (5)Die Badeaussichten für Jule sahen schlecht aus, der Badebetrieb für Menschen war zwar bereits eingestellt, aber es waren viele Kaffeegäste da, die es vielleicht nicht verstanden hätten, wenn nun plötzlich ein Hund baden geht! Das Moorschwimmbad gibt es schon seit 1953, als Albert Brutscher und seine Frau Rosa in Eigenarbeit mit Hilfe vieler Freiwilliger aus einem Torfstichgelände in mühevoller Handarbeit ein Naturfreibad errichteten. Von Anfang an wurde dieses originelle Angebot von Einheimischen, vor allem aber Touristen, gut angenommen und der Gastronomiebereich erweiterte sich im Laufe der vergangenen 61 Jahre vom einfachen Kiosk zu einem schönen, rustikalen Gasthaus. Noch immer ist der gesamte Betrieb in Familienbesitz. Man kann dort wunderbar im Kaffeegarten die Seele baumeln lassen und treffender als mit dem Ausspruch auf diesem Stein kann man es wohl nicht ausdrücken: Sinnspruch

KaffeegartenAusblick auf das Moorschwimmbad (Nichtschwimmerbereich im Vordergrund)Ausblick auf das GasthausMoorboden

Wir blieben eine ganze Weile, ließen es uns mit Kaffee, Kuchen und Kaiserschmarrn gut gehen und als wir dann irgendwann aufbrachen, durfte Jule doch noch ihrem Lieblingsvergnügen nachgehen (vorsichtshalber an der langen Leine): Fische aufspüren! Es gab nur leider keine!!!

Jule im GlückJule im GlückJule im Glück

Jule im Glück ;-) Den Rückweg (immer bergab) traten wir dann zu viert an, unterwegs fand Jule sich plötzlich viiiel zu sauber! Es ging vorbei an schönen alten Holzhäusern mit wunderbarem Blumenschmuck an den Balkonen, dem Aushängeschild des Allgäus

altes Bauernhausneues Haus mit interessanter WärmedämmungZimmer mit Ausblick

und an Unmengen von Uschis Lieblingstieren, den samtweichen, hellbraunen Allgäuer Kühen. Sind sie nicht wirklich hübsch?

Uschis LieblingsküheUschis LieblingsküheUschis LieblingsküheUschis Lieblingskühe 

Spaziergang zum Moorschwimmbad (46)   

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.