Von Dienstag bis Dienstag (Teil 2)

 

Am Freitag fuhr ich zu meinem Bruder und meiner Schwägerin nach Bochum und als ich abends zurückgebracht wurde, war der Stellplatz rappelvoll. Auf den beiden Eckplätzen neben Oscarlotta, die kaum anfahrbar waren, standen zwei mittelgroße Wohnmobile, die sich am Zaun entlang quetschten, auf einem Platz und zwischen ihnen und Oscarlotta stand diagonal auf seinem Platz ein Kastenwagen. Diagonal deswegen, weil sonst keines der beiden anderen Mobile noch herausgekommen wäre. Den Insassen des Kastenwagens gefiel diese Enge offenbar nicht besonders und sie rechtfertigten sich bei mir für ihre unkonventionelle Art zu parken, obwohl mich das weder tangierte noch störte. Im Gegenteil, ich war froh, dass sie nur ein kleines Wohnmobil hatten und durch ihr schräg stehen sogar einen größeren Abstand zu Oscarlotta hielten als es normalerweise der Fall gewesen wäre.

voller Stellplatzvoller Stellplatzdirekt nebenan2 kommen nicht mehr raus

Dies war also offensichtlich der Normalzustand an Wochenenden in allen Jahreszeiten außerhalb des Winters. Erstauntes Smiley Sehr gewöhnungsbedürftig! Dazu gab es die erste Hitzewelle des Jahres, tagsüber stieg das Thermometer in der Sonne auf über 30°C!!! Und das Mitte April! Schatten gab es nur auf der Fahrerseite von Oscarlotta, aber da konnte ich ja nicht sitzen. Mit offenen Fenstern, offener Tür und laufendem Ventilator, der die warme Luft herauszog, ging es einigermaßen. Gegen Spätnachmittag wurde es dann erträglich und an der Ruhr war es sogar sehr angenehm. Das abendliche Telefonat mit Uschi verbrachte ich in der Gesellschaft von 11 Schwänen, die abwechselnd immer mal wieder bei mir vorbeischauten.

Schwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrSchwäne auf der RuhrKöpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh

Am Sonntag bekam ich Kaffeebesuch, der den Kuchen mitbrachte. Zwinkerndes Smiley Die meisten Wohnmobile waren schon wieder abgereist, der Spuk war vorbei. Die Ecke war wieder frei, der Nachbar zur Linken war ebenfalls weg, ich hatte wieder einen Ausblick. Am Montag montierte ich meine neuen alten Kennzeichen, ver- und entsorgte per Eimer und Gießkanne und verabschiedete mich von der Ruhr. Ich muss mal wieder länger in meiner alten Heimat bleiben, ich merke jedes Mal, dass ich hier meine Wurzeln habe und ich möchte Zeit hier verbringen, ohne in Termindruck zu kommen. Das ist bei nur einer Woche Aufenthalt schwierig.

an der Ruhr

Dienstag verabschiedete ich mich auch vom Platzbetreiber, fragte, ob es bei längerem Aufenthalt, z. B. einem Monat, etwas andere Konditionen geben würde und er meinte, darüber ließe sich reden. Vor zwei Jahren kostete der Platz noch 7 Euro und wenn man 10 Nächte blieb, war die 11. Nacht umsonst. Dann wurde ein kleines Sanitärhaus gebaut (4 Toiletten und 2 Duschen) und der Preis auf 10 Euro erhöht, ohne Rabatt. Das Duschen bezahlt man natürlich noch extra, €1 für 4 Minuten und 10 Sekunden (!) und anschließend 10 Minuten Strom auf der Steckdose. Das Angebot einer Dusche auf Stellplätzen nehme ich schon an, Toiletten benutze ich jedoch nie, da ist mir meine eigene wesentlich angenehmer. Das heißt also, dass ich für die Annehmlichkeit einer Dusche, für die ich noch extra zahlen muss, pro Tag 3 Euro mehr für den Stellplatz zahlen muss als noch vor zwei Jahren. Enttäuschtes Smiley

Ich wollte am Donnerstag in Kempten sein, das waren ziemlich genau 600km. Wie weit ich fahren würde, ließ ich offen, es war abhängig von den Bedingungen auf den Autobahnen und meiner Tagesform. Der Verkehr war dicht, aber flüssig, meine Tagesform gut. Als ich mein Tagessoll erfüllt hatte, war es noch viel zu früh, um aufzuhören. Also beschloss ich, die Nacht in Bad Schönborn auf dem uns gut bekannten StellplatzWellMobilPark“ zu verbringen, meldete mich telefonisch an und hörte, dass genügend freie Plätze zur Verfügung ständen. Um 17:30 Uhr war ich dort und stellte erfreut fest, dass sogar Oscarlottas Stammplatz frei war! Ich verlegte nur mein Stromkabel und nahm dann mein Portemonnaie und ging ins benachbarte Thermalbad-Restaurant zum Abendessen. Bisher hatte es nämlich nur auf einer Autobahnraststätte ein Stück Kuchen gegeben, anstelle des vorab geschmierten Käsebrotes, das wieder in den Kühlschrank wanderte. Im Heidelberger Raum ist es ja immer etwas wärmer als überall sonst in Deutschland und so konnte ich bei herrlich wärmenden abendlichen Sonnenstrahlen draußen auf der Terrasse essen. Im April! Vor knapp drei Wochen hatte ich noch minus 3°C!!!

Abendessen

Der Kurpark von Bad Schönborn/Mingolsheim wird seit Monaten neu gestaltet. Der Klettergarten, der sich über die Jahre nicht bewährt hat, wurde demontiert und ist zur Zeit eine große Baustelle. Am Kurparkteich schaute ich nach Nutrias. Dort hatten wir über die Jahre mehrere Generationen einer Nutria-Großfamilie erlebt. Das Nest auf einer kleinen Insel war nicht mehr da, aber eine ausgewachsene Nutria schwamm durch den Teich, kletterte ans Ufer und graste ausgiebig. Auf meinem Rückweg sah ich dann auch noch einen Nutria-Teenager. Smiley

Wer genauso begeistert von diesen putzigen Tieren ist wie wir, der findet in unserem Blog eine Reihe von Berichten, in denen Nutrias vorkommen und auch einige Videos. Ein besonders nettes könnt ihr euch „hier“ anschauen. Ansonsten gebt einfach in die Suche rechts in der Seitenleiste „Nutria“ (ohne Anführungszeichen) ein.

Kurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornKurpark Bad SchönbornNutria am TeichNutria am Teich

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Nutria-Video

 

Heute bekommt ihr nun das letzte versprochene bzw. angedrohte Nutria-Video zu sehen. 😉 Der diesjährige Frühjahrswurf bestand aus sage und schreibe 9 Baby-Nutrias!!! Als wir sie bei unserem Abschiedsspaziergang im Bad Schönborner Kurpark zum ersten Mal sahen, waren sie gerade eine Woche auf der Welt. Wie jeder Wurf wurden sie auf einer kleinen Insel aus Ästen, Stroh und Laub geboren, die von irgendeiner Vorgängergeneration ein Stück vom Ufer entfernt errichtet worden war. Sicher genug für die ersten Tage. Erstaunlich, dass sie nach nur einer Woche schon so zahm waren, dass sie, eins nach dem anderen, an Land geschwommen kamen, obwohl dort außer mir noch eine Reihe anderer Menschen standen. Aber dort lag auch das leckere Gemüse! Sie ließen sich von meiner Anwesenheit einen halben Meter daneben nicht im Geringsten stören! Unser Header-Foto zeigt den Kurparkteich und extra für dieses Video haben wir es noch dabei belassen. Direkt hinter der Bank ist die „Geburtsinsel“. Viel Vergnügen beim Anschauen! (Länge 3:08)

 

Nachtrag: Inzwischen haben wir unser Header-Foto geändert. So sah es aus (ohne unseren Schriftzug):

Kurparkteich

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Gegenüber vom blau-weißen Bus

 

FRÜHLING!!! Oh – wie schön, die Sonne scheint nicht nur, sie wärmt auch schon ganz ordentlich. Das hebt die Stimmung doch ganz ungemein! Gestern haben wir noch einen kleinen Spaziergang zum Kurparkteich gemacht, um uns von “unseren” Nutrias zu verabschieden und hatten das große Glück, nicht nur die ersten Frühlingsblumen zu entdecken, sondern 9 (in Worten: NEUN) neugeborene Nutria-Babies!!! Sie waren, laut Aussagen einer Spaziergängerin, vor einer Woche noch in Mamas Bauch. Ich habe mehrere Mini-Videos gedreht, die ihr demnächst zu sehen bekommt! (Drohung!) Ich muss sie aber erst noch bearbeiten und zusammenschneiden. Heute kommt ihr also noch einmal darum herum. 😉

FrühlingserwachenFrühlingserwachenFrühlingserwachender Frühlings-Wurfder Frühlings-Wurfder Frühlings-Wurf

Heute, am Sonntag, holten wir dann den Anker ein, verabschiedeten uns von Köhlers und verließen den WellMobilPark. Vier Monate haben wir uns dort wirklich wohl und gut betreut gefühlt! Ein Stellplatz, den wir uneingeschränkt empfehlen können!!! Fritzi sonnt sich mal wieder Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir über eine LKW-freie Autobahn. Wir fahren gerne sonntags, der Nachteil heute war allerdings, dass wir fast keinen Parkplatz zum Frühstücken fanden. (An Fahrtagen frühstücken wir immer erst nach ca.1 1/2 Stunden Fahrt.) Alle Park- und Rastplätze voll mit abgestellten LKW! Auf die Parkflächen für PKW ausweichen ging auch nicht, da es jetzt auch in Deutschland auf den Raststätten schon Schranken gibt, die die Einfahrt für Wohnmobile verhindern. Beim dritten Anlauf ergatterten wir dann doch noch das vorletzte freie Plätzchen, kurz vor dem Verhungern!

Am Ziel angekommen, suchten wir uns einen für unsere Oscarlotta ausreichend großen Platz aus, gegenüber vom blau-weißen Bus. Hier haben wir schon oft gestanden, der Anblick ist uns sehr vertraut. Und blau-weiß ist für ein Ruhrpottkind ja mehr als okay! Nee, nicht nur wegen Schalke!!! Ich bin ja aus Bochum (Bochumer Jungs, ARAL)! Zum ersten Mal gab es Kaffee und Kuchen wieder draußen vor Oscarlotta! Ich saß im kurzärmeligen T-Shirt und barfuß!!!

Düdogroßer Freund von Flitzi1. Kaffee in der SonneAbendhimmel

So, wer von euch weiß denn jetzt, wo wir sind???

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

¡Hola nach Spanien!

 

Auf besonderen Wunsch eines einzelnen Herrn gibt es hier nun doch noch ein Nutria-Video (53 Sek.):

 

Falls noch mehr Bedarf besteht (und genügend Volumen verfügbar ist – nicht jeder hat eine DSL-Flatrate!), könnt ihr „hier“ klicken (Dauer 2:32 Min., autom. Weiterleitung zu YouTube). Dort gibt es noch ein paar ganz nette Videos von „umobiso“ – nicht nur Nutrias! Die meisten sind Bestandteil eines unserer früheren Blogbeiträge und dort entsprechend verlinkt.

written by Ingrid
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Wochenend (und Sonnenschein?)

Grün ist die Hoffnung, also…

Pünktlich um 16 Uhr haben wir heute das Wochenende eingeläutet. Das heißt, wir waren fertig mit unserem Fitnessprogramm für diese Woche. Fertig sind wir sowieso immer danach, denn wir geben jedes Mal richtig Gas! Uschi musste allerdings etwas langsamer tun, da sie sich eine heftige Erkältung eingefangen hatte. Einmal hat sie komplett ausgesetzt, die anderen Tage ist sie “nur” 30-40 Minuten aufs Laufband gegangen, mit 5-5,5 km/h. Das Krafttraining habe ich ihr verboten. 😉 Vorgestern hatte sie aber die Nase (immer noch) voll und hat sich selbst wieder gesund geschrieben. Bis jetzt habe ich Glück und habe mich nicht angesteckt!!!

Gestern, an unserem freien Tag, hatten wir Glück und mal wieder einen strahlenden Sonnentag!

20.2.15:4418°C

Bad Schönborn - GlashausDa hält es uns natürlich nicht die ganze Zeit im Mobil, zu sportlichen Aktivitäten bin zumindest ich allerdings (am freien Tag) nicht bereit, also machten wir einen geruhsamen “Rentnerspaziergang” durch den Kurpark ins Städtchen. In unserem Lieblingslokal (viele vegetarische Gerichte) “Glashaus” gab es einen leckeren Kaffee und ein Stück Kuchen für uns zwei. Nein, nicht für jede eins!
 
 
 
Skulptur vor dem GlashausSkulptur - Detail

Bad Schönborn ist kein “gewachsener”, sondern ein Kunstname für die beiden früheren separaten Orte Mingolsheim und Langenbrücken. Viel los ist in keinem der beiden Ortsteile, aber es gibt alles, was man zum täglichen Leben braucht. Mingolsheim, wo wir uns befinden, ist eindeutig der hübschere Ort, es gibt jede Menge Esslokale, ein paar Bekleidungs- und andere Geschäfte. Einige davon liegen (nicht so schön) an der Ortsdurchgangsstraße, die Mehrzahl allerdings inmitten kleiner Sträßchen mit netten Fachwerkhäusern.

Bad Schönborn-MingolsheimBad Schönborn-MingolsheimHerbie!!!Café MüllerKunst???Gasthaus?Gasthaus? Gasthaus?

Alles ist vom Stellplatz aus in 10-15 Minuten zu Fuß gut erreichbar, hin und zurück durch den kleinen, aber wirklich netten, Kurpark, der auch bei Dunkelheit gut beleuchtet ist. Unser Weg führt uns natürlich jedes Mal bei “unseren” Nutrias vorbei. Es macht uns immer wieder Spaß, sie zu beobachten! NEIN, diesmal gibt es nicht schon wieder ein Video! Obwohl ich ja ein seeeehr schönes hätte… 😉

hiervon gibt es auch ein Video ;-)FrühlingserwachenFrühlingserwachenFrühlingserwachen  Frühlingserwachen

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Nutria-Update

 
 
holy Im Moment haben wir tatsächlich öfter mal Tage mit mehreren Stunden Sonnenschein!!! Dann freuen wir uns, auch wenn wir ins Studio müssen. Es macht viel mehr Spaß dort, wenn man nach draußen schaut und alles hell und freundlich ist. Noch mehr freuen wir uns aber, wenn wir unseren “freien” Tag haben und einen Spaziergang machen können. Wohnmobile haben ja, im Gegensatz zu Häusern, die Eigenschaft, sich bei dem kleinsten bisschen Sonne sofort aufzuheizen, was jetzt im Winter natürlich sehr angenehm ist. Die Heizung kann dann zumindest tagsüber ausgeschaltet bleiben. Die Wärme täuscht aber darüber hinweg, dass es draußen doch noch recht kalt ist. Aber das merkt man ja sofort, sobald man zur Tür raus ist und kann sich dann schnell noch etwas Wärmeres anziehen.

Wir freuten uns über den blauen Himmel und darüber, wie schön die Bäume im Sonnenlicht aussahen, auch ohne Blätter.

Sonntagsspaziergang

Beim genaueren Hinsehen waren an einigen Sträuchern sogar schon erste Knospen zu erkennen! Der Frühling naht!!!

SonntagsspaziergangSonntagsspaziergang 

Im Sonnenschein sahen sogar die Birken aus, als ob sie schon neu ausgetrieben hätten!

SonntagsspaziergangSonntagsspaziergangSonntagsspaziergang   

Dass wir doch noch Winter haben, war dann am Kurparkteich zu merken, der zum größten Teil zugefroren war. Einige Enten versuchten Eislauf ohne Schlittschuhe, die meisten jedoch drängelten sich im eisfreien Bereich. Dass sie nicht fürchterlich frieren! 😉

SonntagsspaziergangSonntagsspaziergang

Jetzt mussten wir natürlich noch nach “unseren” Nutrias schauen! Lange hatten wir sie nicht mehr gesehen und uns voller Sorge gefragt, wie die kleinen, erst im November geborenen, Nutria-Babies diese Temperaturen überhaupt überleben können. Zumindest eins hat es erkennbar geschafft, wir hoffen aber, dass die anderen drei nur gerade woanders unterwegs waren… Mama oder Papa Nutria sonnte sich ganz entspannt. 

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Zwischen den Jahren

 
 
Weihnachten haben wir gut und ruhig “überstanden”. Wir hatten am 1. Feiertag sogar einen richtigen “Urlaubstag”, da unser Studio für zwei Tage geschlossen war. Am 2. Weihnachtstag sind wir dann aber wieder trainieren gegangen. Wir sind es aus den letzten Jahren von Spanien gewöhnt, dass es keinen zweiten Weihnachtstag gibt. Da bilden wir in Deutschland ja mit nur zwei weiteren Ländern eine Ausnahme. Außer uns waren noch eine ganze Reihe anderer Fitnessbegeisterte im Studio, zum Glück verlief es sich aber und wir mussten nirgendwo warten.

Unser Wetter hier im Kraichgau ist relativ gut, zumindest im Vergleich zu anderen Teilen Deutschlands. Zwar ist es überwiegend trüb, aber Regen hatten wir noch fast keinen. Wirklich nicht! Ab und zu lässt sich auch mal die Sonne sehen, für eine kürzere oder sogar etwas längere Zeit. Natürlich begeben wir uns dann SOFORT hinaus in die Natur und freuen uns! Bei einem unserer letzten Spaziergänge kurz vor Weihnachten haben wir, außer ein paar Himmelsfotos, blühende Blumen und Sträucher fotografiert. Jaaa, die gibt es!!! Wir müssen allerdings zugeben, dass es KEIN Vergleich zu Spanien um diese Zeit ist. Aber das lässt sich eben auch nicht vergleichen, die Klimabedingungen sind halt ein klein wenig unterschiedlich. 😉

AbendsonneAbendsonneAbendsonne

GänseblümchenGänseblümchenwieseForsythienblüte  ??? 

AbendhimmelKurparkKircheAbendhimmel

Im Kurpark gibt es seit ca. 6 Wochen ein ganz erstaunliches Phänomen, zumindest für diese Jahreszeit. Der, die, das Nutria (Wikipedia sagt DIE), das in unserem “Video” im September so übergewichtig aussah, war einfach nur trächtig und hat in der Zwischenzeit vier Nutriababies geworfen. Sooo süß, die Kleinen! Und sie sind schon ganz genauso zahm und zutraulich wie ihre Eltern. Die sind angeblich auch letzten November geboren worden. Eine seltsame Jahreszeit, finden wir. Da die Natur nicht mehr genug Futter zur Verfügung stellt, bringen Anwohner Salatblätter und Gemüse vorbei. Aber wie können sie denn den Winter überstehen, so klein, wie sie noch sind? Nutrias halten keinen Winterschlaf! Die Kleinen sind in etwa so groß wie Meerschweinchen. Das Foto ist nicht gezoomt, ich war so dicht dran, ohne dass sie groß Notiz von mir genommen hätten!

Baby-Nutrias

Und so sah es dann, der Wettervorhersage entsprechend, heute Morgen (Samstag) aus:

Schnee!!!

written by Ingrid
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Thermalbad von außen

 
 
Ja klar, Thermalbad ist eigentlich etwas für innen und “normalerweise” nutzen wir es auch so, ein- bis zweimal die Woche. Es ist ja so schön nah und wir genießen es, danach durchgewärmt und aufgeweicht nur die paar Schritte zurück zu Oscarlotta laufen zu müssen. Letzte Woche haben wir aber mal einen kleinen Herbstspaziergang einmal um das ganze Thermalbadgelände gemacht. Das Wetter ist bisher, für November, noch sehr zufriedenstellend. Es ist noch nicht wirklich kalt, es regnet selten und wenn, dann überwiegend nachts. Die Sonne sieht man nicht jeden Tag, umso mehr freuen wir uns, wenn sie da ist. Anders als in Spanien, wo man ja jeden Tag erwartet, dass sie scheint und schon fast empört ist, wenn sie mal einen Tag ausfällt. Das ist auch etwas, was wir uns von unserer Deutschland-Überwinterung erwarten, dass man nicht alles für selbstverständlich hält, mehr Kontraste hat, sich dessen bewusst ist und sich darüber freut.

Wolkenwand

Krasser Kontrast war z. B. diese Wolkenstimmung!

Am Tag unseres Spaziergangs war es eher grau und trüb, was aber dazu führte, dass wir interessante Kontrastfotos erhielten.

SilhouettenSilhouettenSilhouetten Silhouetten abo Therme

In den beiden Außenbecken des Thermalbads ist es bei solchem Wetter richtig gemütlich!

Krönender Abschluss war der Abstecher zum Kurparkteich! Im September hatten wir uns schon an der Nutria-Familie erfreut, die hier lebt. Vater, Mutter und vier fast erwachsene “Kinder”. Sie scheinen bisher keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben, sondern kommen sofort angeschwommen oder angelaufen und betteln um Futter. Dabei machen sie nicht nur “Männchen”, sondern recken sich an den Hosenbeinen hoch in der Erwartung von “Leckerchen”. Ich habe erlebt, wie sie sogar zu einem Mann mit Golden Retriever liefen, der alle Mühe hatte, seinen Hund davon abzuhalten, sich seinerseits ein “Leckerchen” zu verschaffen.

Wer mag, kann sich “hier” das Video vom September anschauen und “hier” das aktuelle. Es ist zu erkennen, dass in der Zwischenzeit offensichtlich genug Futter vorbeigebracht wurde. 😉  

written by Ingrid
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