En casa

 
 
Nach einer guten Fahrt, überwiegend über Land (Mautgebühren € 2,20!!!), sind wir gestern (Sonntag) nach 342 km um 16:30 am Torre la Sal ’2, also zu Hause (en casa) angekommen. Und schon wieder gibt es einige Neuerungen, kaum dass man mal 6 Monate weg war! Die weniger schönen sind, dass zwei seit vielen Jahren vertraute Gesichter nicht mehr hier sind: unser querido amigo Juan und Pedro. Der Torre ist ohne sie nicht mehr das, was er war!!! Wir sind traurig. Wenigstens ist Eleni noch da (morgen holen wir Flitzi)!

Heute haben wir unsere Begrüßungs- und Erkundungsrunde fortgesetzt und sind auch innerlich langsam angekommen. Empfangen wurden wir von einem wunderbaren Regenbogen, so, wie wir in Santa Susanna von einem herrlichen Abendhimmel verabschiedet wurden.

Abschied Sta. SusannaAnkunft Torre

Barcelona – la guapa!

 
 
Es ist tatsächlich schon 3 Jahre her, dass wir das letzte Mal in Barcelona waren! Damals bin ich beklaut worden und seitdem waren wir etwas zurückhaltend. Und wirklich wäre es uns gestern wieder passiert, wenn wir nicht so vorausschauend und misstrauisch gewesen wären. Mitten im Menschengewühl auf der Rambla hat jemand blitzschnell die Außentasche von Uschis Rucksack geöffnet! Natürlich waren dort nur Papiertaschentücher und eine Haarbürste drin, aber das Erschreckende ist, dass ich ja direkt neben Uschi lief und NICHTS bemerkt habe!!! Sie hat es gespürt und wir konnten den Mann auch identifizieren, aber natürlich war er sofort weg.

Ansonsten hat uns unser Ausflug richtig gut gefallen, Barcelona ist einfach eine umwerfend lebendige und interessante Stadt. Nicht schön auf die herkömmliche Art, ganz sicher nicht adrett, sondern eher wie eine alternde Diva, der man trotz ihres Verfalls immer wieder ansieht, was für eine Schönheit sie einmal war.

Obwohl gestern ja Allerheiligen war und dies in einem stark religiösen Land wie Spanien (über 90% Katholiken) auch ein gesetzlicher Feiertag ist, hatten alle großen Kaufhäuser und fast alle Geschäfte geöffnet. Wir hatten eigentlich ja schon am Donnerstag fahren wollen, aber da wir auf unserer Düne inzwischen relativ alleine stehen und unsere nächsten Nachbarn zu beiden Seiten nicht da waren, haben wir lieber noch einen Tag gewartet. Der Campingplatz ist von zwei Seiten öffentlich begehbar, liegt ja außerdem direkt am Strand, der sowieso öffentlich ist. Es laufen nicht nur Spaziergänger und Jogger durch, sondern auch eine Unmenge an Strandverkäufern mit Taschen, Uhren, Trikots, Sonnenbrillen etc… Der Nachbar konnte schon am ersten Tag den Sattel seines Mountainbikes verlustig melden, entwendet vom abgestellten Fahrrad direkt neben dem Mobil, am hellichten Tag!!! Wir lassen nichts unbeaufsichtigt draußen liegen oder stehen, lassen keine Außenstaufächer unverschlossen und unsere Heckgarage nicht einmal offenstehen, wenn wir zwar da, aber im Auto sind. Das ist der Nachteil an diesem ansonsten wunderschönen Campingplatz. Der Blick über das Meer ist einfach traumhaft! Leider sind wir noch zu weit nördlich, zum hier Überwintern wird es zu kalt, zumindest, wenn man so verwöhnt ist wie wir. Noch ist allerdings Strandwetter und man sieht auch noch Leute baden.

Lesestunde

Mittagszeit

Pauline ganz lässig Spuren im Sand

Barri Gòtic Barri Gòtic

Findet ihr uns???
MareMagnum

Im Winter 2007 auf 2008 haben wir schon einmal solch ein Foto gemacht:
MareMagnum
Findet ihr, dass wir sehr viel älter aussehen??? 😉

Port Vell mit Kolumbussäuleim Hafen

Wir haben diesmal in Barcelona nur ein paar Fotos gemacht. Da wir ja in den letzten Jahren bereits (fast) alles fotografiert haben, verweisen wir für die, die mehr sehen wollen, auf unser Fotoalbum “Barcelona” oben bei den anderen Fotoalben.

Morgen fahren wir dann die letzten gut 300 Kilometer weiter zum Torre. Flitzi wartet schon!

Ankurbeln der spanischen Wirtschaftslage ;-)

 
Alles gut! Oscarlotta hat einen wunderschönen, silbern glänzenden, funktionierenden neuen Katalysatortopf! Leider sieht man das kostbare Stück nur, wenn man sich bäuchlings neben sie auf den Boden legt!!! Ist dumm, aber nicht zu ändern.

Neuer Kat

Wir waren gestern um Punkt 15 Uhr in der Werkstatt, bugsierten Oscarlotta an Autos, Abfalltonnen, Kartons etc. vorbei bis über die Grube und becircten als erstes den Chef, indem wir mit ihm über seine vor der Tür parkende blaue Ente parlierten bzw. hablierten. Ich hatte ihm ein kleines Entenmagazin mitgebracht, das er zwar nicht lesen kann, aber es enthält viele bunte Fotos von außergewöhnlichen Enten. Er strahlte und erzählte uns, dass besonders seine Enkelkinder die Ente lieben. Und er habe 5 nietos! Es ging ein wenig hin und her und dann teilte er uns mit, dass er bei Iveco einen Rabatt von 10% für uns herausgeschlagen habe. Na, wunderbar!

Wir verzichteten darauf, die Werkstatt für einen Kaffee zu verlassen, da es inzwischen in Strömen regnete und setzten uns in die Warteecke, wo ich sogar das firmeneigene Internet nutzen durfte. Nach gut 1 1/2 Stunden war schon alles erledigt. Der alte Kat war zum Mitnehmen in einen Karton verpackt worden. Nachdem uns bewusst geworden war, wie teuer die Dinger sind, war natürlich auch klar, dass wir ihn nicht in der Werkstatt lassen würden. Entweder wir lassen ihn reparieren (Ulrich, du darfst dich gerne im nächsten Sommer bei unserem überfälligen Besuch bei euch daran auslassen! Fotos unten) und behalten ihn als Ersatzteil oder verkaufen ihn repariert oder unrepariert. Unsere erste Anlaufstelle wird die Iveco-Werkstatt in Aalen sein. Er nimmt uns zwar viel Platz in unserer Heckgarage ein, aber was soll’s.

Durch den Rabatt sind wir knapp unter € 3000 geblieben. Der Arbeitslohn betrug nur € 73,57 (brutto), da ist ja wohl absolut nichts gegen zu sagen. Der Stundenlohn liegt bei unglaublichen € 46!!! Das hätten wir in Deutschland so nicht gekriegt. Man kann ja nur hoffen, dass der Einkaufspreis bei Iveco dem Werkstatt-Chef noch einen vernünftigen Verdienst gebracht hat, sonst hätte sich die ganze Angelegenheit für ihn ja kaum gelohnt. Wir können diese Iveco-Vertragswerkstatt (es werden auch andere Fabrikate “behandelt”) wärmstens empfehlen und sind wirklich froh, dass das alles hier passiert ist. Die Werkstatt heißt “Auto 97” und befindet sich in der Carrer Marconi im Industriegebiet “Mas Roger” in Pineda de Mar. Wer von euch mal Bedarf haben sollte, wir haben natürlich auch eine Telefonnummer und eMail-Adresse.

Oscarlottchen schnurrt wieder wie ein sattes Kätzchen! Und wir sind zwar etwas ärmer, aber glücklich, dass es nichts Schlimmeres war und dass wir alles so reibungslos erledigt bekommen haben!!! Was richtig toll ist und uns sehr motiviert weiterzumachen, ist, dass wir uns inzwischen schon wirklich gut auf spanisch verständigen können. Wir haben keinen ADAC zum Übersetzen gebraucht! Und es ist ganz klar, dass man einen unschätzbaren Bonus bei den Spaniern hat, wenn sie merken, dass man sich bemüht, ihre Sprache zu sprechen. Das kann so fehlerhaft und holprig sein, wie es will. Danke, Juan!!!

Kat verpackt Riss am Kat

Gute Nachbarn – schlechte Nachbarn

 
 
Nachbarschaftsgeschichten gibt es immer mal wieder, auch in Spanien (nicht wahr, Paules?)! Nach der ersten Nacht hier in Santa Susanna haben wir uns sofort nach einem anderen freien Platz in der ersten Reihe umgeschaut, da die Nachbarn über 5 (in Worten: FÜNF) Stunden lautstark und mit viel Alkohol bis nachts um eins draußen “feierten”. Das Gleiche hatten wir in der Nacht davor schon auf dem Stellplatz in Südfrankreich erlebt. Es ist immer wieder ein Ärgernis, dass es Menschen gibt, die nur an ihrem eigenen Wohlergehen interessiert sind und denen alle(s) andere(n) sch…egal ist/sind. Und sich beschweren nützt gar nichts, wenn bereits ein gewisser Alkoholpegel da ist. Wir haben zum Glück einige Meter weiter fast am Ende des Campingplatzes dann noch etwas gefunden. Langsam wird es leerer, sodass die unmittelbaren Plätze rechts und links neben uns frei sind. Sehr schön! Wir sind seit unserer Sommerreise doch etwas verwöhnt, was Platz und Raum betrifft. Mal schauen, wie es uns demnächst am Torre geht, in der “Rentner-Käfighaltung”, wie es ein Freund so treffend nennt 😉

Dann gibt es aber (zum Glück) auch noch die Erfahrungen der anderen Art! Wir saßen draußen in der Sonne, als ein spazierengehendes britisches Paar uns ansprach und fragte, wie lang unser Mobil sei. Sie hätten einen “Haimer” und seien auf der Suche nach etwas Größerem. Es ergab sich ein nettes Gespräch, in dessen Verlauf wir unser Auspuffproblem erwähnten. Sofort schmiss der Mann sich auf den Sandboden, robbte unter Oscarlotta und begutachtete den Schaden. Ob wir Draht dabei hätten? Dann könnte man den Auspuff hochbinden. Nein? Er habe leider auch keinen, aber wenn er die nächsten Tage welchen kaufen könne, käme er wieder. Das tat er tatsächlich schon am nächsten Tag, hatte einen kleinen Baumwollläufer als Unterlage dabei und einen Reparaturkitt sowie irgendwelche Bandagen und Draht! Nur mit Mühe konnten wir ihn von der geplanten Aktion abhalten, denn inzwischen hatte der Nachbar zur Rechten von unserem Problem gehört, sich umgehend unter unser Auto geschmissen und erklärt, dass da gar nichts zu reparieren sei, zumindest nicht als Dauerlösung. Der Brite schien etwas enttäuscht zu sein und wir versicherten ihm, dass wir auf ihn zurückkommen würden, falls es nötig sein würde. Wir waren sehr begeistert, verwundert, erfreut, denn so etwas erleben wir nicht oft!

Heute (Montag) machten wir uns dann schon am frühen Vormittag (!) per Rad auf den Weg nach Pineda zur Iveco-Werkstatt. Die Wegbeschreibung verließ uns irgendwann, dafür lief uns ein Business-Spanier über den Weg, den wir fragten. Bei der nächsten Unsicherheit tauchte er plötzlich wieder auf (er kannte wohl eine Abkürzung), hatte sein Handy in der Hand und zeigte uns auf seiner Navigationssoftware, wo wir sind und wo wir hin müssen!

Der Meister bei Iveco sah sich unsere Fotos an und meinte, wir sollten morgen mit dem autocaravana vorbeikommen, damit er sich anschauen kann, ob der Schaden zu reparieren sei oder ob ausgetauscht werden müsse. Er verglich unser Detailfoto mit der Teilebeschreibung auf seinem PC und stellte fest, dass es sich um den Katalysatortopf handelt. Als er den Preis herausgefunden hatte, erschrak er genauso wie wir: das Ersatzteil (der Kat) soll € 2600 kosten, ohne Mehrwertsteuer!!! Wir zogen erstmal wieder ab, Termin morgen Nachmittag. Auf halbem Weg zurück zum Campingplatz gab es einen Frühstückskaffee und ein Telefonat mit unserer Iveco-Werkstatt in Aalen. Der Preis stimme, das Problem sei bekannt und habe mit der Aufhängung zu tun, er habe schon deutlich jüngere Fahrzeuge mit dem Schaden in der Mache gehabt und schweißen würde an der Stelle gar nicht gehen. Na klasse! € 2600 plus 21% MwSt. plus ca. 2 Arbeitsstunden plus sonstiges Material = ??? Das erfahren wir dann morgen! Wir haben unseren Kaffee getrunken (den wir ja eigentlich schon auf hatten) und sind zur Werkstatt zurückgefahren (in der Mittagshitze, die es hier wirklich noch gibt!). Kurz vor der heiligen spanischen siesta konnten wir den Kat bestellen, eine Anzahlung leisten und noch die vor der Werkstatt parkende blaue Ente, die dem Chef gehört, bewundern. Und alles konnten wir auf spanisch erledigen!!!

Morgen um 15 Uhr also Werkstatt!

Riss am Kat

Irgendetwas ist immer :-(

 
 
A75 Wir fuhren bei herrlichstem Sonnenschein von unserer Entsorgungsstation und diesmal direkt auf die Autobahn 75. Die führt durch das Zentralmassiv und steigt bis auf knapp 1200 Meter. In ihrem Verlauf von 340 km weist sie drei Tunnel und acht Großbrücken auf. Diese Autobahn ist mautfrei, bis auf die Brücke bei Millau, die für unser Mobil € 24,50 kostete. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk, die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt, die über das Tal des Tarn führt. Leider hatte die Sonne sich irgendwann verabschiedet und es waberten Wolkenfetzen und Nebel ringsherum. Schade, von der tollen Landschaft war nicht mehr viel zu sehen. Aber die Aussicht, bald am Mittelmeer zu sein, versöhnte uns. Wir probierten einen weiteren uns unbekannten Stellplatz aus, in Port la Nouvelle (zwischen Gruissan und Leucate). Der Platz ist ausgewiesen für ca. 150 Mobile, eine große geschotterte Fläche ohne Einteilungen, von einem Wassergraben unterteilt und mit ein paar Palmen aufgelockert. Sogar ein eingezäunter Bereich mit ein paar Picknicktischen ist vorhanden. Es gibt eine Zufahrtsschranke und ein besetztes Kassenhäuschen, wir zahlten den Nebensaisonpreis von € 4,00/Nacht und hatten dann freie Stellplatzwahl. Dieser Platz eignet sich sehr gut, wenn man entweder einen angehängten PKW oder einen auf eigenen Rädern dabei hat, denn er dürfte nie wirklich ganz voll sein, außer vielleicht im Sommer.

Wir freuten uns über die ersten Palmen nach 6 Monaten, stellten uns direkt neben eine und kürten sie zur “Palme der Wintersaison 2013/2014”!

Palme der Wintersaison '13-'14

Das Städtchen haben wir uns am nächsten Tag angeschaut. Es gibt zwar, wie aus dem Stadtnamen erkennbar, einen Hafen, aber der ist nicht besonders attraktiv, rundherum befinden sich Industriebauten. Die Stadt ist nicht touristisch, wie etwa Palavas les Flots, sondern eine ganz normale französische Kleinstadt. Nicht hässlich, aber auch nichts Besonderes.

Santa SusannaDer Ruhetag hat uns gut getan und heute (Donnerstag) hatten wir nur noch eine kleine Strecke von knapp 200 km über die Grenze nach Spanien bis Santa Susanna (Malgrat de mar). Der Campingplatz “Bon repos” gehört seit Jahren zu unseren bevorzugten Anlaufstellen, weil man mit ein wenig Glück in der ersten Strandreihe ein Plätzchen findet. Der Blick über das Meer ist ein Traum! Jetzt in der Nebensaison ist er mit einem Pauschal(tages)preis von € 21 bezahlbar (im Sommer € 60!!!). Dazu kommen aber noch Personengebühren von € 2,10 (im Sommer € 6,00) pro Person. Mit derzeit € 25,20 immerhin preiswerter als auf der Entsorgung in Frankreich 😉

Wir hatten viel Glück und ergatterten einen freien Platz, der für unser großes Mädchen anfahrbar war. Es gibt hier nämlich auch, wie am Torre, die hübschen, aber sehr niedrig in die Breite wachsenden Maulbeerbäume, die im Sommer sicher unentbehrlich sind.

Sta. Susanna

So weit, so gut! Ein kleiner (?) “Schönheitsfehler” machte sich kurz vor dem Grenzübertritt bemerkbar in Form leicht veränderter Motorgeräusche. Zu sehen war nichts Auffälliges im Motorraum, Oscarlotta fuhr wie immer. Die Störgeräusche wurden lauter, vielleicht ein defekter Auspuff? Diese Vermutung bestätigte sich bei der Ankunft hier. Eine Schweißnaht am Auspufftopf scheint gebrochen zu sein, ein Teil unserer Auspuffanlage hängt durch! Haben wir wohl Glück gehabt, dass es bis hier gehalten hat. In der Nachbarstadt gibt es eine Iveco-Vertragswerkstatt. Wir werden also morgen ein Foto machen und per Rad dort hinfahren um zu erfragen, ob und wie uns geholfen werden kann…