Caravaning “La Manga”

 

Camping 'La Manga' Bei unserem Ausflug zum Mar Menor haben wir natürlich die Gelegenheit genutzt, um uns den Campingplatz “La Manga” mal wieder anzuschauen. Dort haben wir 2002 in unserem ersten gemeinsamen Spanienwinter das Weihnachtsfest zusammen mit Dietmar, Heidi und Edelgard verbracht. Für mich war das damals unwahrscheinlich, Ende Dezember in kurzen Hosen und T-Shirt draußen in der Sonne zu sitzen! Uschi hatte mir zwar immer davon erzählt, ich hatte es ihr auch geglaubt, aber richtig vorstellen kann man sich das erst, wenn man es selbst erlebt hat. Dietmar band sich zur Feier des Tages ganz stilbewusst eine Krawatte um, wir nahmen unser “Festmahl” ein, solange es noch hell war und erst später brauchte man dann eine leichte Jacke. Es war nett, Dietmar, nicht wahr? 

Heiligabend 2002Oscar IV und FriedaiHeiligabend 2002Heiligabend 2002Heiligabend 2002 Heiligabend 2002Heiligabend 2002
Das war damals der Beginn einer “wunderbaren Freundschaft” zwischen Spanien und mir. Besonders begeistert war ich von der Blütenpracht mitten im Winter, so etwas kannte ich halt nicht. Jetzt haben wir es schon so viele Winter erlebt, aber es ist immer noch keine Selbstverständlichkeit für mich/uns, wir genießen es sehr bewusst.

Mojacar 2002Steingarten Kap Nau 2002Guadelest 2002Mojacar 2002

Camping "La Manga" Schon 2002 wies dieser Campingplatz eine Besonderheit auf: Über weite Bereiche waren die einzelnen Parzellen zugebaut mit Wohnwagen, Vorzelten, festen Vorbauten, Vorhängen, Gitterzäunen etc… Dauerplatzbereiche auf spanisch! Sehr eng, sehr gewöhnungsbedürftig für Mitteleuropäer mit dem Anspruch auf ein wenig Privatheit. Aber, das haben wir inzwischen gelernt, “der” Spanier kennt keine Berührungsängste. Wir waren gespannt, wie es wohl heute aussehen mochte. Die Antwort auf diese Frage seht ihr jetzt 😉

Camping 'La Manga' Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'Camping 'La Manga'  

Camping 'La Manga' Wir möchten uns gar nicht vorstellen, wie das hier während der Hauptsaison im Sommer aussieht! Auch sonst hatte sich auf dem Campingplatz nicht viel verändert. Die Sanitäranlagen sind immer noch aus den 80er-Jahren, es ist sauber, aber altmodisch und nicht sehr komfortabel. Allerdings bietet der Platz ansonsten alles, was das Camperherz begehrt, es gibt ein großes Restaurant mit Terrasse direkt am Mar Menor und ein Stück Sandstrand. Und sogar eine Hundedusche! Die Briten sind immer noch in der Überzahl und “rotten” sich in bestimmten Abschnitten zusammen. Die Stellplätze sind eng und teilweise für große Mobile nicht anfahrbar. Es wäre nicht direkt eine Strafe, hier den Winter verbringen zu müssen, aber es gibt schönere Plätze. Die Blütenpracht allerdings gibt es auch immer noch!

Camping 'La Manga' Camping 'La Manga' Camping 'La Manga'HundeduscheHundedusche

Camping 'La Manga' Camping 'La Manga' Camping 'La Manga'  

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Das kleinere Meer


La Manga del Mar Menor Das Mar Menor (menor = kleiner, geringer) ist nur 6 km von hier entfernt und wir waren mit den Rädern ja schon dort (hier nachzulesen). Aber dort ist nur der Teil der Landzunge, der lediglich ein kurzes Stück befahrbar und bebaut ist. Mit “La Manga del Mar Menor” ist der Teil gemeint, der als natürliche Barriere das Binnenmeer vom Mittelmeer abteilt. Ursprünglich muss das mal ein Naturparadies gewesen sein und es ist absolut unverständlich, dass man es nicht zum Naturschutzgebiet erklärt, sondern TOTAL zugebaut hat. Wir waren während unseres ersten gemeinsamen Spanienaufenthaltes 2002/03 schon einmal hier und waren schon damals geschockt. Aber inzwischen ist es noch viel mehr bebaut worden, 20 km lang fast keine freie Fläche mehr. Jetzt im Winter natürlich wieder alle Fensterläden geschlossen, lediglich ein paar Hotels haben Gäste. Wie das im Sommer gehen soll, ist uns schleierhaft. Wo bekommt man das Wasser her für so viele Menschen? Okay, es gibt Meerentsalzungsanlagen und irgendwie wird es wohl funktionieren. Über mehrere Kilometer ist die “Feiermeile” mit einem Lokal am anderen, schmale Strände gibt es auch hier und da, aber am allerwichtigsten sind die Ferienappartements, Hotels, Häuschen, Privatvillen, die man noch auf das letzte Eckchen gesetzt hat. Alles, was auf der Karte noch gelb und unbebaut aussieht, ist inzwischen zugepflastert. Es ist ziemlich schrecklich! Es gibt zwar auch hier immer wieder sehr hübsche Häuschen und viele verschiedene Baustile, aber die Menge erschlägt einen.

Da hat es uns vorne am Cabo de Palos beim Leuchtturm wesentlich besser gefallen und wir möchten euch auch nur die “schönen” Fotos zeigen.

Faro de Cabo de PalosFaro de Cabo de PalosCabo de PalosCabo de PalosCabo de PalosCabo de PalosCabo de PalosMühle               
P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Erste Eindrücke


Balkon Die erste Woche hier haben wir auch schon wieder hinter uns! Das Eingewöhnen ging schnell, auch wenn wir zunächst einen Schock bekommen haben bei näherer Erkundung der näheren Umgebung. MASSEN von architektonisch hübschen, aber unbewohnten Häusern. Vom Campingplatz aus ca. 1 km bis zum Meer und das die ganze Küste entlang, egal ob nach Süden oder nach Norden. Es gibt nur einzelne Strandbuchten mit Zugängen zwischen den Häusern durch. Es ist SEHR gewöhnungsbedürftig! Auch im Hinterland sieht es genauso aus. Viele Berghänge sind total zugebaut. Wenn dies China wäre mit seinen 1,35 Milliarden Menschen, wo jeder mal an’s Meer möchte, aber wir sind in Spanien und da gibt es “nur” 47 Millionen Einwohner. Man kann aber, wenn man das Land durchquert, schon annehmen, dass jeder von denen irgendwo ein Ferienhaus oder zumindest eine Wohnung hat. Und das für maximal 3 Monate im Jahr!!!

Bebauung im Hinterland

Schon jetzt können wir sagen, dass die Umgebung des Torre la Sal ‘2 schöner und vielfältiger nutzbar ist. Zu Fuß ist man in wenigen Minuten am Meer, hier mit dem Fahrrad zwar auch, aber man fährt zwischen Häusern durch. Am Torre hat man sofort den wunderbaren Naturstrand mit dem angrenzenden Naturschutzgebiet, hier ist das nächste ca. 6 km entfernt, die Salinenlandschaft “San Pedro del Pinatar”. Eine so schöne Radroute wie nach Benicàssim immer am Meer entlang sucht man hier vergebens, siehe oben (Bebauung). Okay, die Hochhäuser von Marina d’Or sind auch nicht besonders schön, aber kein Vergleich zu hier. Die Berge sind viel weiter von der Küste entfernt, mal eben per Rad oder mit dem PKW eine kleine Ausflugstour machen ist nicht oder nur mit sehr viel mehr Zeitaufwand zu bewältigen. An Campingplätzen haben wir uns den alten sowie den neuen “Marjal” angeschaut und den “La Manga” (Bericht von dort folgt separat). Alle total voll! Der untere, ältere Marjal ist voll in britischer Hand und ausgebucht (KEIN EINZIGER FREIER PLATZ!!!), der neuere im Landesinneren ist uns viel zu groß und zu steril (1500 Stellplätze). Auch dort Horden von trink- und sangesfreudigen Inselmännern und -frauen. Und rundherum wenig bis gar keine Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Bis zum Meer sind es 15-20 km. Das kommt für uns gar nicht in Frage.

IMG_2116_ShiftN_1600x1171 Vorgestern waren wir mit den Rädern bei den Salinen von San Pedro del Pinatar. Dort hat es uns richtig gut gefallen. Riesige Salzberge gibt es und natürlich Flamingos und allerlei andere Wasservögel.

 

 

SalzbergeBlick auf die Isla Grosa
Naturstrand   

"unser" Garten Wir sind aber trotz allem nicht unglücklich hier, weil unsere Parzelle sehr schön liegt, am Rande, rechts ein unbewohntes Wohnmobil, links ein bewohntes Häuschen, nach vorne Wiese, hinten der Fahrweg. Unser Glück ist auch, dass wir Flitzi dabeihaben. Wir wollen noch ein paar mehr Ausflugsfahrten machen. Und haben uns entschlossen, in der nächsten Wintersaison auch wieder hierher zu fahren. Es scheint inzwischen wirklich so zu sein, dass man froh sein muss, wenn man noch irgendwo einen freien Platz bekommt. Hier gibt es für den nächsten Winter nur noch eine Warteliste, schon jetzt sind alle Plätze ausgebucht! Ist doch verrückt! Wir haben also zugeschlagen, ab Anfang März geht wieder was. Vorher natürlich Torre!!! Aus oben genannten Gründen und weil wir uns inzwischen dort wirklich “zu Hause” fühlen.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos von dem wirklich netten kleinen Hafen hier und der “Strandpromenade” samt Torre de la Horadada, was “durchlöcherter Turm” heißt. Gutes Eis gibt es auch 😉

Torre de la HoradadaPilar de la HoradadaPilar de la HoradadaUschi schlemmtlecker!!!Hafen von Pilar de la HoradadaPilar de la Horadada   Pilar de la Horadada Pilar de la Horadada
P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.