Irgendetwas ist immer :-(

 
 
A75 Wir fuhren bei herrlichstem Sonnenschein von unserer Entsorgungsstation und diesmal direkt auf die Autobahn 75. Die führt durch das Zentralmassiv und steigt bis auf knapp 1200 Meter. In ihrem Verlauf von 340 km weist sie drei Tunnel und acht Großbrücken auf. Diese Autobahn ist mautfrei, bis auf die Brücke bei Millau, die für unser Mobil € 24,50 kostete. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk, die höchste und längste Schrägseilbrücke der Welt, die über das Tal des Tarn führt. Leider hatte die Sonne sich irgendwann verabschiedet und es waberten Wolkenfetzen und Nebel ringsherum. Schade, von der tollen Landschaft war nicht mehr viel zu sehen. Aber die Aussicht, bald am Mittelmeer zu sein, versöhnte uns. Wir probierten einen weiteren uns unbekannten Stellplatz aus, in Port la Nouvelle (zwischen Gruissan und Leucate). Der Platz ist ausgewiesen für ca. 150 Mobile, eine große geschotterte Fläche ohne Einteilungen, von einem Wassergraben unterteilt und mit ein paar Palmen aufgelockert. Sogar ein eingezäunter Bereich mit ein paar Picknicktischen ist vorhanden. Es gibt eine Zufahrtsschranke und ein besetztes Kassenhäuschen, wir zahlten den Nebensaisonpreis von € 4,00/Nacht und hatten dann freie Stellplatzwahl. Dieser Platz eignet sich sehr gut, wenn man entweder einen angehängten PKW oder einen auf eigenen Rädern dabei hat, denn er dürfte nie wirklich ganz voll sein, außer vielleicht im Sommer.

Wir freuten uns über die ersten Palmen nach 6 Monaten, stellten uns direkt neben eine und kürten sie zur “Palme der Wintersaison 2013/2014”!

Palme der Wintersaison '13-'14

Das Städtchen haben wir uns am nächsten Tag angeschaut. Es gibt zwar, wie aus dem Stadtnamen erkennbar, einen Hafen, aber der ist nicht besonders attraktiv, rundherum befinden sich Industriebauten. Die Stadt ist nicht touristisch, wie etwa Palavas les Flots, sondern eine ganz normale französische Kleinstadt. Nicht hässlich, aber auch nichts Besonderes.

Santa SusannaDer Ruhetag hat uns gut getan und heute (Donnerstag) hatten wir nur noch eine kleine Strecke von knapp 200 km über die Grenze nach Spanien bis Santa Susanna (Malgrat de mar). Der Campingplatz “Bon repos” gehört seit Jahren zu unseren bevorzugten Anlaufstellen, weil man mit ein wenig Glück in der ersten Strandreihe ein Plätzchen findet. Der Blick über das Meer ist ein Traum! Jetzt in der Nebensaison ist er mit einem Pauschal(tages)preis von € 21 bezahlbar (im Sommer € 60!!!). Dazu kommen aber noch Personengebühren von € 2,10 (im Sommer € 6,00) pro Person. Mit derzeit € 25,20 immerhin preiswerter als auf der Entsorgung in Frankreich 😉

Wir hatten viel Glück und ergatterten einen freien Platz, der für unser großes Mädchen anfahrbar war. Es gibt hier nämlich auch, wie am Torre, die hübschen, aber sehr niedrig in die Breite wachsenden Maulbeerbäume, die im Sommer sicher unentbehrlich sind.

Sta. Susanna

So weit, so gut! Ein kleiner (?) “Schönheitsfehler” machte sich kurz vor dem Grenzübertritt bemerkbar in Form leicht veränderter Motorgeräusche. Zu sehen war nichts Auffälliges im Motorraum, Oscarlotta fuhr wie immer. Die Störgeräusche wurden lauter, vielleicht ein defekter Auspuff? Diese Vermutung bestätigte sich bei der Ankunft hier. Eine Schweißnaht am Auspufftopf scheint gebrochen zu sein, ein Teil unserer Auspuffanlage hängt durch! Haben wir wohl Glück gehabt, dass es bis hier gehalten hat. In der Nachbarstadt gibt es eine Iveco-Vertragswerkstatt. Wir werden also morgen ein Foto machen und per Rad dort hinfahren um zu erfragen, ob und wie uns geholfen werden kann…

Unsere Fahrt durch kalte Regengebiete in sonnige warme Gefilde!

 
00.Etappen F

 
Am 5.10. haben wir uns in Bad Sobernheim von unseren “letzten Mohikanern” verabschiedet und sind Richtung Frankreich gestartet. Diesen Herbst fuhren wir eine völlig andere Route als sonst. Daraus ergaben sich für uns noch unbekannte Stellplätze als Etappenziele. Die Stellplätze habe ich bei der Vorbereitung unserer Reise im Bordatlas (Stellplätze in Europa) gefunden.

Anschließend findet ihr zu den Stellplätzen jeweils eine kurze Beschreibung und Fotos.

Der 1. Stellplatz nach 319 km über Landstraßen war/ist in LIgny-en-Barrois:

leicht zu findender Platz, kostenlose Übernachtung, stadtnah, VE, Wlan umsonst (funktionierte sehr gut), 14 enge Plätze (bis 7m Länge), an der Zufahrtsstraße längs eingezeichnete Plätze für etwa 4 längere Mobile, bei Nacht ziemlich laut wegen LKW-Verkehr

01.am Hafen 02.kurze Plätze 03.Übernachtung am Seitenstreifen

Den 2. Stellplatz erreichten wir nach 306 km am 6.10. in Vailly-sur-Sauldre:

leicht zu übersehende Einfahrt über eine kleine Brücke (waren nicht die Einzigen, die erst mal dran vorbei gefahren sind), Platz unter Laubbäumen (Fernsehempfang eingeschränkt), VE, bei Nacht sehr ruhig, Gebühr 3,50€ +2,50€ für Strom (zu bezahlen in der danebenliegenden Touristeninfo), Platz schließt am 31.10.

04.ruhiges Plätzchen 05.kleines Sanitärgebäude 06.spezieller WC-Ausguss

Der 3. Stellplatz, wir erreichten ihn am 7.10. nach 191 km, in Saint Pourcain-sur-Sioule liegt idyllisch am Fluß:

Anfahrt gut ausgeschildert, etwa 30 nicht sehr breite Plätze + Ausweichplatz, angenehm ruhige Lage hinter Sportanlagen, kostenlos bis auf VE (2€ für 10 Min.) und Strom (sehr begrenzte Anzahl von Steckdosen), symphatisches Städtchen in fußläufiger Entfernung

07.netter Empfang 08.direkt am Fluss

Als 4. Stellplatz nach einem Ruhetag hatte ich eigentlich Millau (unterhalb der großen Brücke) rausgesucht. Da das Wetter ziemlich bescheiden war, fuhren wir lieber weiter über die Brücke (Gebühr für unser “Schiff” 22,50€, allerdings war die ganze Strecke auf der A 75 kostenlos), der Sonne entgegen!!!

09.Brücke von Millau 10.tolle Konstruktion

So war unser 4. Etappenziel nach 447 km am 9.10. der Campingplatz “Nautique” (nahe Narbonne):

wunderschön angelegter Campingplatz an einem “Etang” (Salzwassersee), Übernachtungsgebühren inklusive Strom 15€ (mit ACSI-Rabatt), große Plätze mit eigenem Bad (hatten wir noch nie, war aber klasse), Narbonne 5km entfernt (wegen starkem Mistral leisteten wir uns eine Taxifahrt in das hübsche Städtchen und verzichteten auf die Fahrradtour)

Wir haben auf dieser Fahrt den Campingplatz einem der zahlreichen Stellplätze in der Ecke vorgezogen, weil wir unbedingt eine Waschmaschine wollten und der Platz relativ stadtnah zu Narbonne liegt.

11. 30°C 12.Sonne satt 13.großzügiger Platz 14.Siesta 15.unser eigenes Bad 16.Innenansicht 17.die Fahrt gut überstanden

Auf diesem Campingplatz (Öffnungszeit vom 15.3. – 15.11.) haben wir eine beschauliche, sonnige Spätsommerwoche genossen. Wir werden gerne mal wiederkommen, auch wenn der Platz nicht am Meer liegt.

Am Sonntag, 16.10., fuhren wir gegen 12:00 Uhr bei für diese Gegend zu dieser Jahreszeit untypischer Windstille (!) über die Grenze nach Spanien. Alles Weitere ist eine andere Geschichte und ergibt einen neuen Blogeintrag.