Lotti hat Geburtstag, trallerallala…

Heute feiern wir!!!

Geburtstag Am 2. April 2007 haben wir unsere Lotti, unser Lottchen, unser hübsches Mädchen, unsere Schöne im EXPOCAMP in Wertheim zum ersten Mal gesehen. 6 Monate vorher hatten wir uns ungeplant und unvorhersehbar in einen Prototyp gleicher Art verliebt, aber so ist das ja meistens mit dem Verlieben, man kann es nicht planen. 🙂 Damals fuhren wir noch jede ein eigenes Wohnmobil, Uschi ihren Baby-Flair “Oscar 5” (6,27m) und ich meine “Frieda”, ein Eura-Alkovenmobil (5,15m). Ein gemeinsames Wohnmobil war noch nicht wirklich geplant, unsere beiden waren zwar bereits 10 bzw. 11 Jahre alt, aber das ist ja noch kein Alter für ein Wohnmobil! Und da stand nun dieser wunderschöne Flair, der alles hatte, was wir uns wünschten und nichts von dem, was wir nicht hätten akzeptieren wollen. Die Versuchung war groß! Zum Glück hatten wir Zeit und so nahmen wir uns 2 Tage und 2 Nächte, um alles Für und alles Wider gegeneinander abzuwägen. Am 3. Morgen waren die Würfel gefallen! Der Verkäufer versuchte uns bei der Detailbestellung zu beraten. Nach dem dritten NEIN auf einen seiner “tollen” Vorschläge sah er ein, dass wir genau wussten, was wir wollten und was nicht und auch warum und begnügte sich damit, die Liste mit uns abzuarbeiten und nur noch durchzustreichen oder anzuhaken. 😉   
6 Monate Fertigungszeit lagen vor uns! Voraussichtlicher Auslieferungstermin 1. Aprilwoche 2007. Wir fuhren noch einmal mit zwei Mobilen über den Winter nach Spanien, Uschis Flair war auf dem Papier bereits in Zahlung genommen, ihm sollte also möglichst nichts mehr passieren. Und wirklich opferte Frieda sich noch ganz zum Schluss im März 2007 bei einem der heftigsten Orkane, den wir je in Spanien erlebt haben. Der Baum, der direkt neben ihr stand, wurde entwurzelt (übrigens als einziger Baum auf dem gesamten Campingplatz!). Frieda nahm ihn entgegen, ließ ihn an sich hinab auf den Weg gleiten und verhinderte so, dass er auf Oscar fiel. Wenn sie nicht dort gestanden hätte, hätte der Baum richtig “Anlauf” nehmen können und Oscar wäre platt gewesen (und wir in ihm vielleicht auch). Die Schäden an Frieda waren erstaunlich erträglich, ein paar Schrammen und Dellen, eine abgeschlagene Verbindungsleiste und eine beschädigte Stoßstange. Der Baum nahm noch einen “Kollegen” mit und fiel genau an der Laterne vorbei zwischen die zwei gegenüberliegenden Wohnmobile. Von dieser Nacht, in der wohl niemand am Campingplatz “Torre la Sal ‘2” geschlafen hat, wird heute noch geredet. Die Bescheinigung für die Versicherung bestätigte Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h. Gut gemacht, Frieda!!!

Frieda mit noch stehendem BaumOrkan 08.03.07Orkan 08.03.07Orkan 08.03.07Orkan 08.03.07

Am 2. April waren wir in Wertheim. UND DA STAND SIE!!! Dass es ein Mädchen werden würde, wussten wir schon lange. Die Namensfindung war lang(sch)wierig, aber das ist eine andere Geschichte, die wir “hier” schon einmal erzählt haben. Die Flasche Sekt zur Taufe vor Ort mussten wir extra anmahnen, so etwas hatte man im EXPOCAMP vorher wohl noch nie erlebt! Da alle 6 Räder angefeuchtet werden mussten, blieb nicht mehr allzu viel Sekt zum Trinken übrig!

Abholung in WertheimTaufe Oscarlotta

Dass das langweilig leere Heck einen Aufkleber erhalten musste, war von Anfang an klar. Klar war aber auch, dass wir keinen der abgedroschenen und zu Dutzenden gelesenen Sprüche haben wollten. Ein Schlüsselanhänger, auf den Ramblas in Barcelona gekauft, gab den Ausschlag und Uschi fing an zu zeichnen.

Heck vorherEntwurfHeck nachher Heck nachher

So sehr wir unsere Oscarlotta von Anfang an geliebt haben, so sehr hatten wir die ersten Jahre viel Ärger und Mühen mit ihr. Viele, viele Kinderkrankheiten!!! Viel Arbeit für Uschi und wenn es gar nicht mehr anders ging, Werkstattbesuch. Sogar eine Garantieverlängerung um ein halbes Jahr (über den Spanien-Winteraufenthalt) haben wir bei Niesmann und Bischoff erreicht, die sich dann sogar, wegen Reifenproblemen, ausgezahlt hat. Jetzt ist aber schon lange alles gut, Oscarlotta wird gehegt und gepflegt, jedes Jahr (von Uschi) poliert und wir freuen uns immer wieder, wenn Fremde ganz erstaunt sind, dass sie schon (jetzt) 8 Jahre alt ist. Natürlich haben wir auch deswegen so eine ganz besondere Beziehung zu ihr, weil sie ja unser einziges Zuhause ist. Und deswegen war unser Geburtstagsgeschenk heute auch, dass wir sie aus der “Gefahrenzone” gebracht haben. Der Platz vor uns ist nur vernünftig anfahrbar, wenn man rückwärts einparkt. Das bedeutet, dass man schon rückwärts die Straße entlang fahren müsste. Da es für viele Mobilisten aber anscheinend unzumutbar ist, auszusteigen und sich einen geeigneten Platz ZU FUSS auszusuchen, fährt man, wenn man denn schon da ist, eben vorwärts rein. Wir zittern jedes Mal! In den seltensten Fällen steigt die Beifahrerin aus und achtet auf das ausschwenkende Heck. Ein Fahrer sagte ziemlich angepisst zu Uschi, als die meinte, das sei aber knapp gewesen, er fahre ja schließlich schon seit 40 Jahren! Ja, PKW vielleicht. Als gestern Abend dann im Dunkeln einer mit Hin-und-Her-Rangieren nur noch ca. 10cm mit seinem Fahrradträger von unserer Frontscheibe entfernt war und wir innen schon fast einen Anfall kriegten, hatten wir endgültig genug. Aussage des Fahrers: “Ich habe doch eine Rückfahrkamera!!!” Ja, und eine Beifahrerin hatte er auch!

Jetzt stehen wir sicher auf der gegenüberliegenden Seite ganz hinten. Da, wo ich gestern die Stellplatzmarkierungen “unter Wasser” fotografiert habe. Leider haben wir absolut KEIN Geburtstagswetter. Aber Oscarlotta ist zwar ein Mädchen, aber kein “Mädchen”. Sie findet Regen nicht schlimm, ist viel besser für den Teint als dauernde Sonne, sagt sie. Zwinkerndes Smiley

Oscarlottchen, wir lieben dich! Schön, dass es dich gibt.

Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk Geburtstagstorte Geschenk

written by Ingrid
first photo taken with iPhone, older photos with Canon PowerShot

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Fulltimer* – Alltag

 
 
Fulltimer* bedeutet wörtlich übersetzt “Vollzeiter” oder auf deutsch:  Wohnmobilist, das ganze Jahr über im Mobil lebend. Auch Fulltimer haben einen Alltag und ab und zu Urlaub, wie wir letzte Woche. Geheimnis erzählendes Smiley 

Am Montag begann auch unser Alltag wieder. Ganz oben auf unserer imaginären to do-Liste stand: Betten beziehen und Wäsche waschen; dank Waschmaschine, Sonne und Wind eine leichte Übung. Geregnet hat es erst, als die Wäsche zusammengelegt wieder in den Schränken und in der Sammeltasche für Bügelwäsche verstaut war. (Einen Bügelkorb gibt es bei uns aus Mangel an Platz nicht.) Im Laufe des Tages habe ich dann unseren Fahrradträger auseinandergeschraubt. Viele der Schrauben waren in den letzten Jahren an- oder völlig verrostet und auch der große Metallbügel sah schon etwas ramponiert aus. Sieben von acht großen und kleinen Schrauben leisteten weniger oder mehr Gegenwehr, die letzte kleine brachte mich jedoch fast zur Verzweiflung. Nach mehreren vergeblichen Versuchen mit verschiedenen Gerätschaften beugte sie sich erst roher Gewalt. Mein Freund und Helfer Helmut sprengte die widerspenstige Schraubenmutter mit Meißel und dicken Hammer.  Mir blieben dann die unvermeidlichen Aufräumarbeiten.

Waldweg

 

 

Ansonsten brachte uns ein abendlicher Waldspaziergang rund um den Campingplatz nach dem Gewitter mit Regen Entspannung.

 

 

 

Dabei konnte Ingrid die schönsten Schnecken von vielen auf unserem Weg fotografieren und sie hat die Fotos spät am Abend noch zu einer richtig schönen Schneckencollage mit Rahmen verarbeitet. (Macht auch nicht jeder!)

Schneckencollage

Mit den alten Schraubverbindungen als Muster (ohne Wert) konnte ich dann gestern zum Bauhaus fahren, um neue Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben aus EDELSTAHL für unseren Fahrradträger zu erstehen. Gottseidank hatte so früh am Tag (gegen 9:00 Uhr!!!) ein netter Mitarbeiter Zeit, um mich bei der Suche nach den vielen verschiedenen Kleinteilen zu unterstützen. Er wog die jeweils gleichen Schrauben usw. ab, gab eine Codenummer im Display der Waage ein und klebte den kleinen Preiszettel auf die Plastiktüte. Als die Plastiktüte vollgeklebt war mit Preisschildchen aller Art war ich glücklich über meine neuen größeren und kleineren “Ersatzteilchen” in der Tüte. Damit der Fahrradträger wieder in neuem Glanz erstrahlen kann, habe ich zusätzlich ein Döschen mit grauem Metalllack plus neuem Pinsel erstanden. Der Regen am Nachmittag beendete weitere Aktivitäten draußen. Als es wieder aufhörte, konnte ich wenigstens noch Oscarlotta von den eingeweichten Fliegenleichen an ihrem “Gesicht” befreien, sie sah doch gleich wieder schnieke aus! Gegen Abend sind wir noch mit Flitzi nach Essingen (etwa 5km bergab ins Tal) gefahren, damit Ingrid ihre heißgeliebte Ente (2CV, Baujahr 1989, sehr gut erhalten) aus dem “Winterschlaf” erwecken konnte. Sie schlief die letzten sieben Monate neben einem süßen kleinen Traktor in einer trockenen Scheune, freute sich aber sehr, als Ingrid den Motor startete. Sie sprang sofort an und schnurrte wie ein Kätzchen. Den Berg hinauf zurück nach Lauterburg, immerhin mit einer Steigung bis zu 12%, meisterte sie, wie schon viele Male vorher, spielend, mit 40km/h an der steilsten Stelle im 2. Gang, gutes Mädchen! Nervig für Ingrid ist am Abend dann wieder einmal eine endlose Geschichte mit einem Mobilfunkanbieter, eigentlich wollte sie NUR einen Vertrag fristgerecht kündigen, aber die Mitarbeiter des Konzerns versuchen wieder einmal alles, um das zu verhindern, ABER NICHT MIT INGRID!

Heute Vormittag habe ich erstmal Rasen gemäht. Nach unserm Frühstück (heute Porridge mit Obst, siehe auch Liebligsrezepte) machte Ingrid sich daran, Flitzi und Enti innen und außen gründlich zu säubern, wir Vier Zwinkerndes Smiley sind mit dem Ergebnis nach etwa drei Stunden Arbeit sehr zufrieden. Ich beschäftigte mich wieder mit den vorbereitenden Maßnahmen für die Neulackierung des Fahrradträgers. Putzen, anschleifen, Rost abschleifen und mit Rostumwandler einpinseln war angesagt. Alles klappte programmgemäß und wir konnten uns pünktlich zu Beginn des schon fast üblichen nachmittäglichen Regens gegen 16:30 zu Kaffee und süßen Stückchen in unser trockenes, gemütliches “Heim” zurückziehen.

Ihr merkt schon, es ist kein “Sommerloch” in Sicht, in das wir fallen könnten. Das Wetter ist seit Montag zwar schon morgens sonnig und sommerlich warm, d. h. kurze Hose ist angebracht, aber pünktlich am Nachmittag macht die Sonne Feierabend und es wird gewittrig, dann nass und kühler, heute auch wieder.

Die nächsten Tage soll es jedoch noch wärmer werden und eigentlich nicht regnen. Wir wollen am Samstag mit Restbeständen am stattfindenden Campingplatzflohmarkt teilnehmen und hoffen, das die angekündigten Temperaturen bis 30°C uns hier oben in fast 700m Höhe nicht erreichen.

Zum Schluss noch das Foto des Tages:

Unser Fuhrpark

written by Uschi
photos taken by Ingrid with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

“Schönheitskorrekturen” an Oscarlotta

 
 
Am vorletzten Sonntag fuhren wir die letzten 150 km bis nach Polch. “Warum nach Polch und was ist das denn für ein Nest und wo ist das überhaupt?” fragt sich jetzt sicher so mancher unserer Blogleser.

Ich erzähle es euch: Unsere Oscarlotta ist ein “Flair” von Niesmann und Bischoff mit Firmensitz in eben diesem Polch. Das eigentlich unspektakuläre Städtchen liegt 3 km entfernt der Ausfahrt 7 an der A48 Koblenz Richtung Trier.

Polch ist aber für viele Wohnmobilisten absolut einen Stopp wert, weil: Man kann bei verschiedenen Händlern gaaanz viele verschiedenste Womos kucken und auch Zubehör kaufen, alles fußläufig erreichbar vom kostenlosen, leider oft schon mittags vollen, Stellplatz. Aber ein langer Straßenrand ist ja auch noch da. Es steht noch ein extra angelegter und eingezäunter Stellplatz zur Verfügung, allerdings NUR für Kunden mit Werkstatttermin, steht zwar groß auf einem Schild an der rechten Seite der Einfahrt, aber…! Die Ver- und Entsorgungsstation findet man  außerhalb des Firmengeländes, sie ist sehr gut anzufahren. Für Schleckermäulchen mit Bewegungsdrang gibt es in der Nähe des Stellplatzes eine alte Bahntrasse, die heute als Rad- und Fussweg dient. Die süße Belohnung für hinterher kann man im Fabrikverkauf von “de Beukelaer” bunkern.

Schon im November letzten Jahres zeichnete es sich ab, dass im Frühling Polch unser erstes Ziel in Deutschland sein würde. Wir hatten uns nach längerem Überlegen dazu entschlossen, unserer Oscarlotta ein REFIT (gängiger Begriff bei Schiffseignern bezüglich notwendiger oder einfach gewünschter Um- und Ausrüstungsarbeiten) zu gönnen.

Es wurde eine umfangreiche Liste: u. a. zwei neue Aufstellluken im Dach anstelle der nicht mehr funktionstüchtigen Luken zum Aufkurbeln (Ärgernis seit langer Zeit). Die neue Dachklimaanlage, die anstelle der dritten kaputten Luke eingebaut werden sollte, stand nach den guten Erfahrungen im letzten Jahr in USA und Kanada auch auf unserem Wunschzettel,

das fliegt nicht wegder Sommer kann kommen4 Solarplatten sind auch noch da oben versteckt

sowie eine neue Matratze für unser Heckbett (die 7 Jahre alte hatte schon eine sehr wellige unbequeme Oberfläche). Außerdem stand das Auswechseln der Buglichter an, denn: Das linke Birnchen hatte schon lange einen Wackelkontakt und dem rechten Positionslicht war der durchsichtige “Deckel” irgendwann mal unbemerkt abhanden gekommen. Buglichtchen ganz oben in den EckenIch hatte das “nackte” ungeschützte Lämpchen letztes Jahr schon mit einem auch durchsichtigen Schraubdeckel eines Apfelsaft-Tetrapacks versehen. Diese doch recht eigenwillige mit Tape geklebte Konstruktion wurde beim TÜV nicht entdeckt und schützte das funktionierende Birnchen zuverlässig ein ganzes Jahr. Dazu noch Folgendes: Ich hätte diese vermaledeiten Positionslichtchen (wir fahren die neuen Einbausätze seit gefühlt einer Ewigkeit spazieren) schon längst RICHTIG ausgetauscht, aber es war auch nach Ansicht aller anderen von mir befragten Wohnmobilisten fast bis gar nicht möglich. Die Reparateure in Polch haben es nun auf ihre (für mich brachiale Art) geschafft (Werkstattgeheimnis). Hoffentlich leuchten sie jetzt ganz lange Zeit! 

wieder ordnungsgemäß genietetDa uns im Herbst schon das zweite Mal ein Scharnier an der großen Seitenklappe der Heckgarage festgefressen war, mussten wir es austauschen. Ein Ersatzscharnier hatten wir in Spanien dabei, aber in Ermangelung von Nieten und der dazugehörigen Zange wurde es nach mühseligem Ausbohren der Nieten kunstvoll verschraubt. DANKE RUDHARD für deine Hilfe bei dieser Aktion!

Die am längsten (nämlich 7 lange Jahre!) bestehende Baustelle war – bis Dienstag, 6. Mai – unsere (einzige) Tür. “Peter” (der wichtigste Mann der Crew für uns) hat das geschafft, was nicht einmal die Mitarbeiter der Herstellerfirma in drei Versuchen geschafft haben: Unsere Eingangstür lässt sich ab jetzt mit einer Hand öffnen und schließen, ohne dass sie vom Rahmen gebremst wird. Sie schließt mit einem kaum hörbaren schmatzenden Geräusch und wir glauben immer nicht, dass sie wirklich schon zu ist. 😉 Außerdem können wir zwischen Tür und Rahmen bei geschlossener Tür nicht mehr nach draußen schauen und kalte Luft nicht mehr nach drinnen ziehen, herrlich!

Einen Werkstatttermin bei den “Niesmännern” für den 5. Mai zu bekommen, war im November noch kein Problem, die Bestätigungsmail kam postwendend.

Ein halbes Jahr später in Polch:

Wir bekamen am Sonntag, 4. Mai, am Nachmittag ohne Probleme auf dem “VIP”- Stellplatz ein Übernachtungsplätzchen und es blieb noch Platz für zwei weitere “berechtigte” Fahrzeugbesatzungen. Es stand diesmal nämlich kein “Nicht-Kunde” auf dem Platz.

Am Montagmorgen 7:20, in Worten: sieben Uhr und zwanzig Minuten! (für uns eigentlich lange vor dem Aufstehen), stehen wir vor dem großen Tor für Werkstattkunden. Pünktlich um halb acht geht das Tor für uns auf und wir werden in eine Werkstatt-Box eingewiesen. Nach ausführlicher Besprechung der anstehenden Arbeiten mit der uns zum Teil schon bekannten Crew machten sich die Mannen an’s Werk und wir konnten erst mal frühstücken gehen, übrigens ist die Bäckerei in 200m Entfernung gut sortiert. Anschließend machten wir es uns in der “Lounge” bei für Kunden kostenlosem N24-TV, Kaffee, Wasser und WLAN bequem. Letzteres funktionierte auch gut, sodass Ingrid für die nächsten Stunden ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen konnte. Sie war glücklich, endlich den schon seit Tagen vorbereiteten letzten Blogbeitrag hochladen zu können, was bis dato die fehlenden Internetmöglichkeiten verhindert hatten. Ich bewegte mich lieber zwischen neuen Mobilen in der Ausstellungshalle, Stippvisiten in der Werkstatt (schön, dass man das hier darf) und meinem Sessel in der Lounge hin und her. Punkt 16 Uhr fuhren wir unser fast fertig repariertes und mit neuer Matratze versehenes Auto wieder auf den VIP-Stellplatz, ja – wir durften das, denn es blieb noch eine Restreparatur übrig für Dienstag, Gott sei Dank erst um 11 Uhr. Also wieder Frühstück beim Lieblingsbäcker und anschließend wieder warten. Um 15 Uhr konnten wir unser Mobil endlich auslösen.

Für die anstehenden Reparaturen und Verbesserungsarbeiten war die Werkstatt mit wirklich kompetenter Crew für unsere “Große” die beste Wahl! Wir sind sooo froh, denn wir wissen, jetzt ist Oscarlotta in dem Zustand: BESSER ALS NEU!!!

isse nich schick

Ein dickes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an die Verantwortlichen des Ersatzteillagers: Seit 1996 werden georderte Ersatzteile umgehend privat und gegen Rechnung zugeschickt, auch nach Spanien!

Der Rest des Nachmittages verging wieder mit lästiger Autobahnfahrt im Doppelpack bis nach Bad Schönborn auf den WellMobilPark. Am Thermalbad bei Köhlers stehen wir immer wieder gerne. Wir werden eine Weile bleiben und von hier wieder berichten.

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wie unsere Oscarlotta zu ihrem Namen kam!

 
Es war einmal eine (fast) alleinerziehende Mutter mit einem 5-jährigen Sohn. Im Frühjahr 1983 stellte sich die Frage, was man in den Sommerferien so anfangen könnte. Antwort des Kleinen: Ich möchte mit dir zum Zelten fahren. Allein der Gedanke an Camping mit Kleinwagen, Zelt und Kind war für die Mutti nicht so prickelnd. In den folgenden Wochen reifte in ihr ein der damaligen Zeit entsprechender Entschluss: Ein VW- Bus, das wäre was!

Durch eine glückliche Fügung stolperte sie bei einem Wohnwagenhändler über einen richtig gut selbstausgebauten VW-Bus, in dem noch nie jemand “gewohnt” hatte. Der Eigner wollte gerne den vorhandenen Kleinwagen im Tausch haben, genial!

Das Söhnchen war von dem neuen Gefährt(en) begeistert und wollte ihm sofort einen Namen geben mit der Begründung, Schiffe haben auch alle einen Namen. Nach kurzer Überlegung hatte er schon einen Namen parat: Oskar! (Das war der Name seines damaligen Lieblingshundes, des Mittelschnauzers seines Opas). Für die Mutter war diese Namenswahl ihres Sohnes so wenig prickelnd wie der Gedanke an …s.o., aber sie wusste einen Ausweg. Da das Kind noch nicht lesen und schreiben konnte, änderte sie einfach die Schreibweise in OS-CAR! “OS” steht im Schwäbischen für UNS und CAR, na ja, alles klar!

So wurde mit Einverständnis des Sohnes der “neue” VW-Bus in frischem weißen Lack (vorher mausgrau, weil vom Vorbesitzer beim THW erstanden) mit dem OS-CAR – Schriftzug versehen.

Die im Lauf der Jahre unvermeidlich folgenden, immer besser ausgestatteten und größeren Reisemobile hießen natürlich OS-CAR II, III und IV.

Als der Sohn erwachsen war und die Mutter schon ganzjährig in OS-CAR IV lebte, lernte sie Ingrid kennen. Diese fuhr ein Reisemobil mit Namen FRIEDA.

Als die beiden Frauen dann 5 Jahre später ein neues, gemeinsames Wohnmobil kauften, war die Namensgebung natürlich wieder Thema. OS-CAR IV war ein Baby-Flair, das neue Wohnmobil war auch von Niesmann und Bischoff, also sollte OS-CAR weiterleben. ABER DAS NEUE WAR EIN MÄDCHEN!!! Nächtelange Überlegungen, viele Diskussionen, dann eines Abends hatte Ingrid schon im Halbschlaf die Erleuchtung: ”OSCARLOTTA”!!! Das war’s!

Das neue Wohnmobil wurde bei der Übernahme standesgemäß mit Sekt getauft (nein, nicht wie bei einem Schiff!), alle 6 Räder wurden bespritzt und es erhielt seinen Namen. Hinten gab es eine riesige freie Fläche über der Heckklappe, die schrie förmlich danach, ein Emblem oder einen Schriftzug zu erhalten. Die üblichen Sprüche wie “Wir verleben das Erbe unserer KInder” oder “Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum” oder “Zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung, zum Reisen gerade richtig” wollten wir NICHT! Zwinkerndes Smiley In Barcelona hatten wir Schlüsselanhänger in Form von Geckos gekauft. Erinnerte nicht auch unsere Oscarlotta an einen Gecko, so hübsch und so wendig, wie sie war??? Uschi fing an zu zeichnen, die Zeichnung wurde fotografiert, wir fanden eine Firma für LKW-Beschriftungen und nur wenig später zierte ein unverwechselbares und einmaliges Emblem unser Heck. Wiedererkennungswert garantiert!

Emblem

So kam Oscarlotta zu ihrem Namen!

P.S.: Zwischenzeitlich hat Oscarlotta einen kleinen Bruder bekommen, Name – na ihr könnt es euch wohl denken. Der “Trompetenkäfer”+ Schriftzug wurde auf Wunsch des Sohnes (der Eigner des “Kleinen”) auch von seiner Mutter entworfen.

NahaufnahmeOscar+Oscarlotta

Dieses Emblem ziert Heck und Motorhaube des kleinen Bruders.

2 +Flitzi

Der Allerkleinste hat natürlich auch einen Namen: FLITZI

written by Uschi

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Belagerung aufgehoben!

 
 
Lore fühlte sich für ein paar Wochen “umzingelt”! Seit vorgestern ist es damit wieder vorbei. Es passiert uns nicht oft, dass wir einen Bruder oder eine Schwester von unserer Oscarlotta irgendwo treffen, da die Wagen ja nur ein Jahr lang in dieser Ausführung gebaut wurden.

umzingelt

“Unser” Torre la Sal 2 hat übrigens eine tolle Auszeichnung erhalten! Der DCC (Deutscher Camping-Club) hat den Platz zum besten Campingplatz Spaniens 2012 gewählt!!! Im Februar findet die Preisverleihung in Essen anlässlich der “Reise+Camping Messe” statt.

Zeitungsausschnitt Bekanntgabe el jefe (rechts) Belegschaft

Wir freuen uns für die Leitung und die ganze Belegschaft und finden, dass dieser Preis wohlverdient ist. Es ist wirklich ein toller, sehr gut geführter Platz mit immer freundlichem, nettem und hilfsbereitem Personal. Nicht umsonst fühlen wir uns hier wohl! Wer noch mehr Fotos sehen möchte, kann sich das folgende Album anschauen (auf dem 4. Foto seht ihr unsere Oscarlotta bei dem weißen X). Einen ausführlichen Spaziergang über den Campingplatz hatte Uschi letztes Jahr auch schon im Artikel Sonntagsnachmittagsspaziergang am Torre la Sal 2 veröffentlicht.

Zwei Xanthippen in Xanten

 

Ein kleines Video zu Beginn 😉

Bitte hier klicken!

Xanten ist ein hübsches kleines Städtchen und durch seine Römerausgrabungen ein überaus beliebtes Touristen- und Ausflugsziel für Schulklassen, Vereine, Lehrerkollegien etc… Der WoMo-Stellplatz liegt in fußläufiger Entfernung im Grünen, ist recht groß und verfügt sogar noch über einen Ausweichplatz, was während der Sommer-/Ferienmonate auch sicher notwendig sein dürfte. Das Römermuseum haben wir uns für ein nächstes Mal aufgehoben, da es soviel anderes zu entdecken gab.

Römische Stadt Römische Stadt (Modell) Gelände Römermuseum Pumpe der römischen Wasserleitung Bürgerinnen beim Wasser holenStadttor 1 Stadttor 2 Emilies Traumfabrik Blumen-Café Cafégarten Stilleben mit Fahrrad

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Polch, wo unsere Oscarlotta 2007 “geboren” wurde (es gibt ((für uns)) noch immer nichts Schöneres!), sind wir nun in Bad Sobernheim angekommen, wo am Wochenende über den 3. Oktober unser Mobiso-Herbsttreffen stattfinden soll. Das Wetter ist ein Traum, wir hoffen inständig, dass es lange genug so bleibt!!! Wir freuen uns auf alle, die kommen und grüßen alle, die diesmal leider nicht dabei sein werden.