Eine laaange To-do-Liste oder…

 

Vorbereitungen für unsere sechsmonatige Reise mit unserem Huckepack-Team durch den Nordosten von Kanada und USA

Damit unsere (zum großen Teil schon abgeschlossenen) Vorbereitungen auch anderen Reisemobilisten, die eine solche oder ähnliche Tour nach Nordamerika = USA/Kanada planen, leicht nachlesbare Hilfestellungen bieten kann, wähle ich in diesem speziellen Blogeintrag eine unterteilte Darstellung zwecks besserer Übersicht:

– Wir haben für unser “Huckepack-Team” eine Roll On / Roll Off – Verschiffung von Hamburg nach Halifax (Nova Scotia, Kanada) inklusive Versicherungen bei SeaBridge gebucht.

erste Informationen zur Verschiffung mit “SeaBridge” auf www.sea-bridge.de

– Besuch eines SeaBridge-Treffens, dieses Jahr in Bad Dürrheim vom 21.-24. April und 12.-14.September, in Bad Königshofen vom 8.-11. September

– Um die Elektrizität in Nordamerika nützen zu können braucht man einen Umformer, um 110V in 230V umzuwandeln (wird auf den Treffen gebraucht angeboten für etwa 100 Euro).

– bei der Wahl der Gasflasche sollte man auf jeden Fall eine LPG-Tankflasche wählen, ein sehr gut informierter Mitarbeiter von Seabridge hat mir diesen Rat beim Treffen gegeben mit dem Hinweis, dass deutsche Campinggasflaschen schon seit vielen Jahren in Nordamerika NICHT mehr gefüllt werden. (Der deutsche und der nordamerikanische Füllstutzen sind identisch, also braucht man an der Tankflasche KEINEN Fülladapter zu kaufen.) Wir haben uns für nur EINE Tankflasche entschieden, weil speziell in Halifax vor der Rückverschiffung die Flasche “gespült” werden muss, Kostenpunkt 100 CAD (zur Zeit 65 Euro). Aus unserer Erfahrung der letzten Reise im Nordwesten von USA/Kanada wissen wir, dass Tanks (Tankflaschen) auf fast allen Camping- und RV-Plätzen und an vielen Tankstellen gefüllt werden können. Die wahrscheinlich kostengünstigste Möglichkeit zur Lösung des Gasproblems ist eine amerikanische Gasflasche in USA oder Kanada zu kaufen, z. B. bei Walmart (geht nur, wenn der Gaskasten groß genug ist, da der Durchmesser dieser Flaschen etwas größer ist als eine deutsche 11kg-Gasflasche). Einen Adapter muss man aus Deutschland mitnehmen, auch hier wird einem beim Treffen geholfen, mit Adapterverkauf und amerikanischer Gasflasche, die man probeweise in den Gaskasten des eigenen Mobils stellen kann, um zu sehen, ob man ganz ohne deutsche Gasflasche verschiffen kann. (Leider kommt für uns diese Möglichkeit nicht in Frage, da in Nordamerika 5kg-Gasflaschen nicht gebräuchlich sind.)

– Die Verschiffung kostet pro m³ des Mobils dieses Jahr 44 Euro, ohne Hafen-, Zoll- und sonstige Gebühren! Außerdem ist eine Transportversicherung nötig, die Prämienhöhe beläuft sich auf 0,9% des Zeitwertes des Fahrzeugs. (Angaben für  die einfache Fahrt von Hamburg nach Halifax)
*rechnet möglichst auf den Zentimeter genau

– da unsere deutsche Versicherung für Amerika NICHT gilt, muss man eine amerikanische Versicherung für das Fahrzeug abschließen, nähere Infos auch bei SeaBridge. Wir werden unserer KFZ-Versicherung in Deutschland den Zeitraum mitteilen, in dem wir die Versicherung nicht benötigen und hoffen auf eine Beitragsrückerstattung.

– Für die Einreise mit dem Flugzeug in die USA muss man vorher im Internet ein ESTA-Visum beantragen (“Visa Waiver” Programm, 2013 kostete es 15 USD pro Person, mit Kreditkarte zu bezahlen). Es gilt für max. 90 Tage Aufenthalt! Wer gerne 6 Monate in USA bleiben möchte muss ein B2-Visum beantragen (umfangreiches Prozedere). Für die Einreise mit dem Flugzeug nach Kanada muss man (ab 15. März 2016) ein ETA-Einreisevisum auch im Internet beantragen (7 CAD pro Person, mit Kreditkarte zu bezahlen). In Kanada kann man 6 Monate ohne weiteres Visum bleiben.Übrigens, das eigene Fahrzeug darf in Nordamerika (also USA und Kanada) nur ein Jahr bleiben, dann muss es ausgeführt werden.

– Unser Reisemobil “schwimmt” ~ 15 Tage über den Nordatlantik, wir dürfen leider nicht “mitschwimmen”!

– Unsere Flugreise mit Condor von Frankfurt nach Halifax kostet ~ 800 Euro (pro Person, hin und zurück)

– Das Fahrzeug muss in Hamburg im Hafen sauber (innen und außen!) abgegeben werden. Obligatorisch ist zusätzlich noch eine Unterbodenwäsche, die kostenpflichtig im Hafen durchgeführt wird. Normalerweise kann man 18 Tage später in Halifax sein Fahrzeug wieder auslösen. (Rückverschiffung bei uns von Halifax nach Hamburg).

– Wir haben für die Nacht vor dem Abflug aus Deutschland ein Hotelzimmer in einem der Flughafenhotels in Frankfurt gebucht und für die Tage bis zur Abholung unseres “Gespanns” ein Hotel im “Herzen” von Halifax.

– Gefühlte tausend Kleinigkeiten wie Werkzeugergänzung, Durchsicht des Fahrzeugs in der Werkstatt plus Ergänzung der Ausstattung, Reisepassgültigkeit überprüfen, internationalen Führerschein besorgen (für ETA schon notwendig!) usw. haben wir schon fast in trockenen Tüchern. Ausräumen aller NICHT erlaubten und nicht notwendigen und seefestes Verstauen aller erlaubten Dinge erledigen wir natürlich “auf den letzten Drücker” bei unserer Freundin Luise, ganz in der Nähe von Hamburg! Zwinkerndes Smiley

Weitere Einzelheiten würden den Rahmen dieses Blogbeitrags sprengen!

Huckepackteam

Alle, die ähnliche Reisen vorhaben, können bei einem SeaBridge-Treffen ganz viele Menschen treffen, die schon geführte Reisen mit Seabridge gemacht haben oder schon Touren auf eigene Faust (wie wir) gefahren sind. Das von uns im Herbst besuchte Treffen in Bad Dürrheim war ringsrum nur KLASSE, aber auch anstrengend. Wir haben 3 Tage und lange Abende bei Diavorträgen über geführte Reisen “Gottweißwohin” durchgestanden, aber keine Minute bereut. Außerdem haben wir Gleichgesinnte getroffen und viel geklönt. Wir konnten den für Nordamerika nötigen Umformer erstehen und alle Fragen, die wir schon im Vorfeld gesammelt hatten, nicht nur loswerden, sondern wir bekamen auch Antworten. (Bericht von damals siehe „hier„)

Man kann natürlich auch OHNE die professionelle Hilfe von SeaBridge eine Reise mit dem eigenen Mobil  über die “großen Teiche dieser Welt” planen und durchführen. Vielleicht ist es im Einzelfall etwas kostengünstiger, uns wäre es auf jeden Fall zu stressig!!! Wir können mit dem “Fastrundumsorglospaket” (fast)gelassen unser Abenteuer Nordamerika angehen.

Wenn ihr die Reise von Big Fix&Boxi mit uns verfolgen möchtet…

https://fixundboxi.wordpress.com ab Mitte April Bin gleich zurück !

 

Irgendwo in Kanada

written by Uschi
photos taken with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

NUR für Interessierte!

zur Weiterleitung bitte HIER klicken

Alles unter Kontrolle?

 

Fahrt zu Tischer Während unseres zweiwöchigen Zwischenstopps in Bad Schönborn haben wir einen kleinen Ausflug mit Flitzi nach Wertheim zur Firma Tischer gemacht, um nachzuschauen, ob “Boxi” schon “auf der Welt” ist. Die Fahrt, ca. 100km, ging durch wunderschöne Frühlingslandschaften, bei Sonnenschein und schon wirklich angenehmen Frühsommertemperaturen.

Fahrt zu Tischer  

Fix Boxi (3) Bei Tischer angekommen, konnten wir zwar “Big Fix” begrüßen, aber von “Boxi” war noch absolut nichts zu sehen, nicht einmal in Form von abgestellten Seitenwänden. Wir wurden auch gleich dahingehend informiert, dass sich die Fertigung/Auslieferung jetzt schon um 2-3 Wochen verzögert. Hmmm! Es ist eine kleine Firma von 30 Beschäftigten und einem permanenten Krankenstand von ca. 10%. Wir baten eindringlich darum, uns nicht zu lange warten zu lassen, da wir ja zum Ausprobieren eine SOMMERtour fahren wollen.

In der Produktionshalle gab es Kabinen in allen Fertigungszuständen. Diese hier hätte doch schon Boxi sein können, sieht doch genauso aus!

Box BeifahrerseiteBox FahrerseiteKühlschrank-/Heizungsgestell

Wir durften uns ein wenig umsehen, bis dem Konstruktionsleiter unsere nicht versicherte Anwesenheit in der Produktion massive Bauchschmerzen verursachte und er uns hinauskomplimentierte. In einer Kabine wurden gerade die optionalen Alkovenmöbel verbaut, die wir auch bestellt haben, um unsere Stauraumkapazitäten etwas zu erweitern. Dabei erfuhren wir, dass in diesem Fall der Alkoven um 20cm verlängert werden kann. Als wir die Möbel in Auftrag gegeben hatten, hieß es, dass das Bettenmaß immer noch 1,30m sein würde. Jetzt erfuhren wir, dass nur noch 1,22m verbleiben. 8cm Unterschied hört sich nun grundsätzlich nicht so bedeutsam an, aber bei einer Liegefläche, die für zwei Personen schon am Limit ist, machen sie den Unterschied zwischen “geht noch so gerade” und “geht gar nicht”. Was kostet denn eine Alkovenverlängerung??? Ach, nur €1400? Nun ja, man gönnt sich ja sonst nichts! 🙂

Alle Fragen, die sich bei uns in der Zwischenzeit angesammelt hatten, wurden wir los. Auch konnten wir alles ausmessen, was noch unklar gewesen war, z. B. die Breite der “Notsitz”-Kabine unseres Nissan 1 1/2-Kabiners, den Gasflaschenkasten der Box, die Eintrittsstufe etc… Dabei wurde dann auch endgültig klar, dass eine amerikanische Gasflasche NICHT passt. Zwar wurde uns angeboten, dass man den Gaskasten ja extra für uns vergrößern könne, aber dann würde viel zu viel vom Küchenstauraum entfallen. Unsere Box ist ja relativ klein und Stauraum ist rar und wertvoll. Wir werden uns also EINE Tankflasche von Wynen zulegen (€387 incl. Halterung!!!), wie wir sie auch schon in Oscarlotta haben. Damit ist es dann, vor allem in Nordamerika, kein Problem, überall LPG-Gas zu tanken. Das geht auf jedem Campground und so wird es für uns möglich sein, mit nur einer 5-Kiloflasche auszukommen (die zweite deutsche Camping-Gasflasche werden wir gar nicht erst mitnehmen, da sie in Nordamerika nicht betankt werden darf und bei der Rückverschiffung von Halifax für ebenfalls C$100 “gespült” werden müsste). Wir haben uns aus dem Grunde ja auch für die Truma Combi 4E entschieden, mit der wir alternativ auch per Strom mit 1800 Watt heizen können. Strom ist in USA/Kanada fast immer pauschal mit hoher Abdeckung in den Stellplatzgebühren enthalten.

40 Jahre Tischer Wir schauten uns bei einer Tasse Kaffee noch ein wenig in der Ausstellungshalle um, Herr Klein versprach, in der nächsten Woche mit Big Fix und einer bereits fertiggestellten identischen Kabine zum TÜV zu fahren und uns den umgeschriebenen Fahrzeugschein zuzuschicken, damit wir rechtzeitig vor der Fertigstellung von Boxi zur Zulassungsstelle in Heidenheim fahren können. Ja, Big Fix wird nicht in Bochum zugelassen werden, obwohl das ja sooo gut gepasst hätte: BO XI 15. Aber wenn Uschi nicht bald mal wieder selbst ein Auto versichert, müsste sie nach insgesamt 7 autofreien Jahren wieder bei 240% (Schadenfreiheitsklasse 0) anfangen. Das muss ja nicht sein!      

Huckepack-Systemein frühes Modellein frühes Modell

Zufrieden, wenn auch etwas enttäuscht ob der noch so langen Wartefrist, fuhren wir nach Bad Schönborn zurück. Unterwegs tankten wir noch in Hundheim beim Autohaus Hasenfuß! 😉

Autohaus Hasenfuß in Hundheim

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

(big) Fix & Boxi

 
 
So, nun wollen wir das “Geheimnis” mal lüften! 😉 Uschi hatte da ja sowas angedeutet in ihrem Jahresrückblick… Und in der neuesten Ausgabe von “AutoBild reisemobil” steht auf Seite 3: “Nie war es so vernünftig wie heute, in einen fahrbaren Zweitwohnsitz zu investieren.” Also, da haben wir ja offensichtlich alles richtig gemacht, als wir uns im Dezember ein “Zweitmobil” bestellt haben!!!

Aber der Reihe nach! “Schuld” an allem ist unser Stellplatznachbar Hans, von dem wir “hier” schon berichtet hatten. Uns gefiel sein Gespann aus Pickup-Truck und Tischer-Aufsetzkabine, mit dem er die Panamericana fahren will, sofort. Gut, für uns müsste es eine Nummer größer sein. Die Firma Tischer sitzt in Kreuzwertheim, also ca. 100 km von hier entfernt. Da wir sowieso immer gerne Wohnmobile und ihre Herstellung “kucken”, war ein Termin schnell gemacht. Bei bimobil waren wir im Oktober schon gewesen, hatten aber für das, was wir suchen, kein positives Ergebnis. JA, WAS SUCHEN WIR DENN??? Wir überlegen seit unserer USA/Kanada-Reise vom Sommer 2013, wie wir weitere derartige Reisen gestalten könnten. Es hat uns ja so gut dort drüben gefallen, dass klar ist, dass wir das noch einige Male in unserem Leben möchten, am liebsten noch länger als “nur” 3 Monate. Diese erste Reise war zum Ausprobieren, denn ich, Ingrid, war vorher noch nie in USA oder Kanada gewesen. Wir hatten ein Mietmobil, knapp über 6m, für amerikanische Verhältnisse winzig, für uns für eine Reise dieser Länge völlig in Ordnung. Wir haben es sehr geschätzt, mit “Venti” überall ohne Probleme hinfahren zu können, auch mal kleinere Straßen, zum Einkaufen etc., also alles das, wofür unsere Oscarlotta (8,50m) manchmal einfach zu groß ist. Der Mietpreis belief sich für die gesamte Zeit auf knapp €10000 und das war sogar noch verhältnismäßig preiswert. Was also das nächste Mal machen, war unsere Überlegung. Oscarlotta verschiffen? Man sagt, ab einem Zeitraum von 3 Monaten wird es preiswerter, das eigene Mobil zu verschiffen als drüben etwas zu mieten. Aber Oscarlotta ist unser einziges Zuhause, was, wenn ihr unterwegs etwas passiert? Und sei es “nur”, sie würde aufgebrochen und ausgeräumt? Und unser Basisfahrzeug ist ein Iveco Daily, gehört zwar zur Fiat-Gruppe, kennt aber in USA niemand. Service-Werkstätten gibt es keine! Die Reifengröße gibt es in USA auch nicht. All das und weitere Risiken (was ist, wenn unsere Frontscheibe “zerschossen” wird von einem der teuflisch schnell überholenden Holzlaster?) ließen uns diesen Plan wieder verwerfen. Ein Mobil drüben kaufen? Wie bzw. wie teuer versichern? Am Ende der Reise mit Zeitdruck wieder verkaufen? Oder in einer der vielen Unterstellmöglichkeiten (storage) deponieren? Einen PKW kaufen oder mieten und von Motel zu Motel fahren? Das würde bedeuten, jeden Tag aus dem Koffer zu leben und uns “aushäusig” verpflegen zu müssen. In Amerika für Leute, die kein Fleisch essen, SEHR schwierig! Wir konnten uns für keine dieser Möglichkeiten entscheiden. UND DANN KAM HANS! Und wir fuhren zu Tischer.

Der freundliche Herr Klein nahm sich viel Zeit für uns und schnell wurde klar, dass nicht etwa die drittkleinste Kabine für uns richtig sein würde, sondern schon die zweitkleinste, also nur eine Nummer größer als die von Hans. Tischer fertigt in zwei verschiedenen Varianten, genannt “Trail” und “Box”. Unterschied: Bei der Box besteht der gesamte Aufbau aus Alu, beim Trail ist der Alkovenbereich aus GFK. Die Box gefiel uns eindeutig besser und ist außerdem noch rund €2000 preiswerter. Wir entschieden uns also für das Modell “Box 240” und erstellten gemeinsam mit Herrn Klein die Ausstattungsliste. Wir verzichten bewusst auf eine Markise, eine Satellitenanlage plus Fernseher, eine Wohnraum-Klimaanlage, eine elektrische Trittstufe, einen isolierten Abwassertank und, wie bei Oscarlotta, auf die Gardinen und Vorhänge. Dafür bekommen wir, wie bei Oscarlotta, zwei zusätzliche Steckdosen, 230 Volt und 12 Volt. Bei der Holzfarbe und den Polsterstoffen wählten wir aus jeweils zwei bzw. drei Variationen. Aus der Zubehörliste wählten wir je ein seitliches Alkoven-Hängeschränkchen und einen größeren Alkovenschrank über die gesamte Aufbaubreite sowie eine klappbare Arbeitsflächenvergrößerung in der Küche. Bei der Heizung haben wir uns gegen die Alde-Heizung (obwohl wir sie in Oscarlotta sehr schätzen) und für die Truma Kombi 4E entschieden, was bedeutet, dass man sie mit Gas, aber auch elektrisch betreiben kann. Ein 100-Watt-Solarmodul plus Ladestromregler und ein klappbarer Fahrradträger kamen noch dazu. Der Fahrradträger muss klappbar sein, weil unsere Eingangstür am Heck ist. Durch die Hecktür ist im Innenraum Platz für einen weiteren großen Schrank. Der große Vorteil der “Box 240” ist außerdem, dass sie als einzige sowohl auf einen Doppelkabiner als auch auf einen Ein/einhalb-Kabiner aufsetzbar ist. Das macht die Auswahl des Basisfahrzeuges sehr flexibel. Genau dieses fehlte uns jetzt “nur” noch! Und, wie es der Zufall so wollte, hatte Herr Klein gerade einen Nissan Navara King Cab 4×4 SE 2,5l mit 141KW/190 PS zu verkaufen. Zwar aus seiner “Mietflotte”, aber erst knapp ein Jahr alt mit 30000 km. Und, was am vorteilhaftesten (außer dem attraktiven Preis) war, dieser Pickup-Truck war schon ausgerüstet mit allen Voraussetzungen, die man für den Betrieb mit der Aufsetzkabine braucht. Als da wären: Auflastung auf 3490 kg, Goodrich Allterrain-Reifen mit Alufelgen (mit der Auflastung werden andere Reifengrößen samt Felgen notwendig), Luftfederung von Goldschmitt, Ladeflächenbeschichtung, Aufsteckspiegel. Eine Anhängerkupplung, die wir gewünscht hätten, ist auch schon dabei! Die Farbe ist so wie die Schriftfarbe hier, ein Anthrazit mit leichtem Blaustich (nur bei Sonneneinfall zu erkennen). Bei der Kabine haben wir uns für eine Metalliclackierung in “Nissan-silber” entschieden.

Nissan Navara King Cab 4x4 SENissan Navara King Cab 4x4 SEGoodrich Allterrain-ReifenNissan Navara King Cab 4x4 SELadeflächenbeschichtung   Nissan Navara King Cab 4x4 SE

Box 240 in weißBox 240 in weißBox 240 in weißBox 240 in weiß  Produktionshalle

Die Maße unseres neuen “Reisemobilchens” sind wie folgt: Gesamtlänge 5,75m Breite 2,11m Höhe 2,99m

So, und jetzt wollt ihr doch sicher noch wissen, wie wir auf den Namen von unserem Neuzugang gekommen sind??? Eigentlich doch schon klar! Box = Boxi. Und ein Basisfahrzeug mit 190 PS und der relativ leichten Kabine (unsere Oscarlotta hat “nur” 176 PS, wiegt aber 6t) wird ganz schön “fix” unterwegs sein. Anlehnung natürlich an “Fix und Foxi”. Und da “Fix” größer ist als “Boxi”, bekommt er den Zusatz “big”. Okay, im Vergleich zu den amerikanischen Pickup-Trucks, die überwiegend riesig sind, ist “Fix” ja eher “small”. 😉 Ein “Truck” ist er aber allemal, laut Zulassungspapieren ein LKW!

bearbeitetes Prospektfoto

(bearbeitetes Prospektfoto, so ähnlich wird es aussehen)

Jetzt müssen wir noch bis Juni warten! Big Fix haben wir bei Tischer stehengelassen, da wir zu zweit nicht mehr als zwei Fahrzeuge bewegen können. Außerdem brauchen wir ihn ja vorläufig nicht und so kann die fertige Kabine gleich auf das Basisfahrzeug aufgesetzt werden. Im kommenden Sommer wollen wir eine Skandinavien-Probefahrt machen und im Frühjahr 2016 nach Halifax verschiffen für eine mehrmonatige Kanada und USA-Ostküstentour.

Falls jemand auf die Idee kommen sollte, dass wir Oscarlotta nun verschenkenkaufen werden, ne, ne!!! Oscarlotta ist und bleibt unser “Wohn”mobil und damit unser “Hauptwohnsitz”. Wir sind jetzt nur der Empfehlung von “AutoBild reisemobil” gefolgt und haben uns das angesagte “Zweitwohnsitz”-Mobil zugelegt! 😉

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.